AT244396B - Elektromagnetisches Relais - Google Patents

Elektromagnetisches Relais

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AT244396B
AT244396B AT958663A AT958663A AT244396B AT 244396 B AT244396 B AT 244396B AT 958663 A AT958663 A AT 958663A AT 958663 A AT958663 A AT 958663A AT 244396 B AT244396 B AT 244396B
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AT
Austria
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spring
base plate
contact
relay
damping
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AT958663A
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English (en)
Inventor
Kurt Ing Mader
Gottfried Winter
Werner Ing Lurf
Original Assignee
Standard Telephon & Telegraph
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01BASIC ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H50/00Details of electromagnetic relays
    • H01H50/16Magnetic circuit arrangements
    • H01H50/18Movable parts of magnetic circuits, e.g. armature
    • H01H50/30Mechanical arrangements for preventing or damping vibration or shock, e.g. by balancing of armature

Description


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Die Kontaktfedersätze elektromagnetischer Relais werden sowohl durch Erschütterungen von aussen, die   z. B.   der Relaiskern oder der Relaisanker über das mit ihnen verbundene Grundblech erfahren, wieauch durch eigene Erschütterungen des Ankers und der daran befestigten Teile, welche durch die plötzlich auftretenden Kräfte am Anfang und Ende der Schaltbewegung des Ankers auftreten, zu unkontrollierten Bewegungen gebracht, die als Kontaktprellungen bezeichnet werden. 



   Solche Kontaktprellungen beeinflussen die Kontaktgabe nachteilig und führen manchmal auch zu Zerstörungen von Kontaktflächen. Weiters führen solche Kontaktprellungen zu fehlerhaften Mehrfachkontaktgebungen, wo nur eine einzige Kontaktgabe gewünscht wird. Diese Erscheinung führt bei schnell arbeitenden Systemen der Nachrichtentechnik, wie   z. B.   bei semi-elektronischen, quasi-elektronischen und voll-elektronischen Einrichtungen zu fehlerhaften Schaltungen. 



   Es wurde nun seit langem versucht, diese Kontaktprellungen dadurch zu vermeiden, dass der Kern am Grundblech federnd angebracht wird. 



   In einer Ausführungsform wird der Magnetkern mit der Grundplatte durch ein sogenanntes Schwingmetall verbunden. Dies ist ein Stoff aus elastischem Material, dessen Endflächen aufgeklebt Metallplatten tragen, die ihrerseits Schrauben besitzen, die auf einer Seite zur Befestigung der Grundplatte und auf der andern Seite zur Befestigung des Magnetkernes dienen   (österr. Patentschrift Nr. 175295).   Bei dieser Ausführungsform ist jedoch erforderlich, auf die Alterungserscheinung des elastischen Materials Rücksicht zu nehmen. Weiters ist es schwierig, gleichbleibende Federeigenschaften des Materials sicherzustellen. 



   In einer andern Ausführungsform wird die federnde Befestigung des Relaiskernes durch   einU-förmiges   Federblech erzielt, das mit einem Schenkel fest mit der Grundplatte und mit dem andern Schenkel fest mit dem Relaiskern,   z. B.   durch Verschrauben, verbunden ist, so dass Schwingungen der Grundplatte durch die Führung des U-förmigen Federbleches weitgehend. abgefangen werden,   u. zw.   im wesentlichen durch den U-förmigen Teil des Federbleches. 



   Es sind weiters Ausführungsformen bekannt, bei welchen eine Dämpfung gegen Prellungen durch die Kontaktbetätigungsglieder dadurch erzielt wird, dass an der Stelle, an der die Kontaktbetätigungsglieder mit den Federn in Berührung kommen können, Kunststoffe mit unsymmetrischer Federcharakteristik verwendet werden (deutsche Auslegeschrift 1136010). 



   Schliesslich ist eine Ausführungsform bekannt, bei welcher der Kern des Relais mit der Grundplatte mittels einer U-förmigen Feder federnd verbunden ist. Die zur Dämpfung nötige Reibung wird durch Lappen bewirkt, die am unteren Spulenflansch reiben (Druckschenkelbefestigung, deutsche Patentschrift   Nr. 827531). Bei   dieser Ausführungsform ist die Dämpfung undefiniert, da die Druckschenkel nicht mit gleicher Fertigungstoleranz hergestellt werden können und spätere Justierung schwierig ist. 



   Alle diese bekannten Massnahmen zielen darauf ab, die Kontaktprellungen herabzusetzen. Es ist jedoch damit nicht gelungen, die Kontaktprellungen auf ein bestimmtes Mindestmass herabzusetzen. 



   Bei dem erfindungsgemässen elektromagnetischen Relais können durch Anwendung der federnden Be- 

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 festigung des Relaiskernes mit   der U-förmigen   Flachfeder allein oder in Kombination mit der zusätzlichen Anordnung einer oder mehrerer   kontaktprellungsherabsetzender Einrichtungen die Kontaktprellungserschei.   nungen auf einen vernachlässigbaren Wert herabgedrückt werden, wie dies mit den bekannten Anordnungen, wie Messungen zeigten, nicht möglich war. 



   Da die Anordnung von mehreren zusätzlichen kontaktprellungsherabsetzenden Einrichtungen naturemäss einen höheren Aufwand bedeutet und die Prellsicherheit bei verschiedenen Relais unterschiedlich sein kann, können, wie schon erwähnt, alle oder mehrere der zusätzlichen Einrichtungen erspart werden. 



   Das erfindungsgemässe elektromagnetische Relais mit prellungsvermindertem Kontaktfedersatz ist dadurch gekennzeichnet, dass eine U-förmige Flachfeder vorgesehen ist, welche an der Schmalseite mit der Grundplatte fest verbunden ist und mit den Innenseiten der Schenkel, die in der Nähe der Grundplatte zusätzlich mit dieser verbunden sind, mit den der Grundplatte abgewandten Spulenscheibe in reibender Berührung stehen, während der Kern des Relais mit der Grundplatte federnd verbunden ist und diese Dämpfungseinrichtung allein oder entsprechend den Erfordernissen der Prellsicherheit zusätzlich eine oder mehrere der folgenden kontaktprellungsvermindernden Einrichtungen vorgesehen sind : a) Dämpfungsglied zwischen Anker und Kontaktbetätigungsglied, b) Dämpfungsglied auf der Nase des   Betätigungsgliedes,   c) Dämpfungsglied auf der Feder. 



   Als weitere   erfindungsgemässe Dämpfüngsmassnahme   ist vorgesehen, dass   das Dämpfungsglied zwischen   Anker und Kontaktbetätigungsgliedaus einem schwingungsdämpfenden Stoff,   z. B.   Kunststoff, vorzugweise mit unsymmetrischer Federcharakteristik, besteht, wobei das Kontaktbetätigungsglied, dort wo es mit dem Anker verschraubt ist, rundherum mit dem schwingungsdämpfenden Stoff umhüllt ist oder mit zwei Beilagscheiben aus diesem   schwingungsdämpfenden   Stoff auf jeder Seite des Kontaktbetätigungsstükkes versehen ist. 



   Als weitere erfindungsgemässe Dämpfungsmassnahme ist vorgesehen, dass das Dämpfungsglied auf der Nase des Betätigungsgliedes dort, wo sie zur Begrenzung   des Ankerhubes   auf dem Kern aufliegt, aus einem schwingungsdämpfenden Stoff, z. B. Kunststoff, vorzugsweise mit unsymmetrischer Federcharakteristik, besteht, wobei die Nase entweder rundherum mit dem   schwingungsdämpfenden Stoff umhüllt   ist oder auf der dem Kern zugewandten Seite einseitig   (z.     B.   durch Kleben) mit schwingungsdämpfendem Stoff bedeckt ist. 



   Die in den beiden vorhergehenden Absätzen erwähnten erfindungsgemässen Dämpfungsmassnahmen können auch fertigungstechnisch vereinigt werden dadurch, dass das   Kontaktbetätigungsglied   vollständig mit dem schwingungsdämpfenden Stoff überzogen ist. 



   Schliesslich ist als noch weitere Dämpfungsmassnahme vorgesehen, dass die Relaisfedern durch Dämpfungsglieder gedämpft sind, welche die Relaisfedern fest umhüllen oder einseitig angebracht sind und in Abhängigkeit von den   Prellungsverhinderungserfordernissen   an bestimmten Stellen der Relaisfedern vorgesehen sind oder dass die Relaisfedern durch Dämpfungsglieder gedämpft sind, welche die Relaisfedern lose umhüllen und in Abhängigkeit von den Prellungsverhinderungserfordernissen an bestimmten Stellen der Relaisfedern vorgesehen sind. 



   Die federnde Befestigung des Relaiskernes auf der Grundplatte erfolgt nach der weiteren Erfindung 
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 Flachfeder mittelbar (z. B. durch eine Beilageplatte mit Schraublöcher) oder unmittelbar verbunden ist, z. B. durch Schweissen, und in Gegend der gegenüberliegenden Längsseite der Blechplatte mit dem Relaiskern fest verbunden ist. 



   Bei einer solchen Ausführungsform kann weiters vorgesehen sein, dass die Beilageplatte zur mittelbaren Verbindung der U-förmigen Flachfeder mit der Federplatte eine L-förmige Gestalc besitzt, wobei der eine Schenkel des L als Beilageplatte und der andere Schenkel des L als Verbindungselement zum festen Verbinden der Schenkel   der U-förmigen Flachfeder mit   der Grundplatte in der Nähe der Grundplatte dient. 



   Die federnde Befestigung des Relaiskernes auf der Grundplatte kann jedoch nach einer andern Variante der Erfindung dadurch erfolgen, dass die U-förmige Flachfeder, das Federungselement zum federnden Befestigen des Relaiskernes auf der Grundplatte und das Verbindungselement zum festen Verbinden der Schenkel der U-förmigen Flachfeder mit der Grundplatte in der Nähe der Grundplatte aus einem einzigen Metallstück gefertigt sind dergestalt, dass zunächst ein x-förmiges Metallstück hergestellt wird, von dessen vier Schenkeln zwei Schenkel zur U-förmigen Flachfeder, der dritte Schenkel zur federnden Befestigung des Relaiskernes und der vierte Schenkel zur Befestigung der Schenkel der U-förmigen Flachfeder auf der Grundplatte gebogen werden. 
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   Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die federnde Verbindung zwischen Kern und Grundplatte durch eine ebene,   einer Zylindermantelfläche   folgenden Fläche, einer   Z-förmigen   Fläche oder aus Schwingmetall schwingfähigen Kunststoff oder einem Geflecht besteht, das federnd ist und durch die Reibung der Geflechtfäden dämpft. 



   Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun an Hand der Figuren näher erläutert : Fig. 1 zeigt ein bekanntes Ausführungsbeispiel der Dämpfung durch eine U-förmige Flachfeder. Fig. 2 zeigt ein Beispiel 
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In Fig. 1 ist einbekanntes Beispiel der Dämpfung durch eine   U-förmige   Flachfeder mittels Reibung an der der Grundplatte zugekehrten Spulenscheibe dargestellt. Sämtliche nicht für die Funktion dieser   Dämpfungsmassnahme   notwendigen Teile des Relais sind weggelassen. Die Spule 3 mit der der Grundplatte zugekehrten Spulenscheibe 1 und mit der der Grundplatte abgewandten Spulenscheibe 2 sitzt auf dem Relaiskern 11. Der Anker 7 ist wie üblich angeordnet.

   Der Relaiskern 11 besteht aus einem geraden Teil, der durch die Spule geht und einem abgewinkelten Teil, mit dessen Hilfe er normalerweise auf der Grundplatte befestigt wird. 



   In Fig. 1 wird er jedoch federnd an der Grundplatte montiert. Hiezu dient die U-förmige Feder 5, die jedoch mit   derU-förmigenFlachfeder   4 aus einem Stück hergestellt ist. Die Beilageplatte 6 ist aus stärkerem Metall hergestellt und dient zum Aufnehmen der Schraubenlöcher. Diese Beilageplatte ist mit der U-förmigen Flachfeder fest verbunden,   z. B.   durch Schweissen. 



   Das Relais wird nun dadurch federnd mit der Grundplatte, welche nicht gezeichnet und die man sich aber links von der Figur vorstellen muss, wie folgt verbunden : Zwei Schrauben, die durch Bohrungen der Grundplatte   hindurchgehen, befestigen die U-förmige Flachfeder   4 zusammen mit der Beilageplatte 6 dadurch, dass die Schrauben von der Grundplatte her durch die Bohrungen der Grundplatte durchgehend in die Schraubenlöcher der Beilageplatte eingeschraubt werden. Der Relaiskern 11 wird mittels der Feder 5 auf der der Beilageplatte 6 abgewandten Seite verschraubt, wobei in der Feder 5 eine Bohrung und im Kern ein Gewindeloch angeordnet ist und diese Anordnung durch eine grössere Bohrung in der U-förmigen Flachfeder gemäss der Fig. 1 von links zugänglich ist. 



   Ohne   die U-förmige Flachfeder   4 würde der Kern 11 wegen der federnden Befestigung durch die Feder 5 bei jeder Erschütterung der Grundplatte oder bei jeder eigenen Erschütterung,   z. B.   durch Kontaktbetätigungen, zum Schwingen kommen. Um solche Schwingungen, die unvermeidlich zu Kontaktprellungen führen, zu dämpfen, sind die Schenkel der U-förmigen Flachfeder 4 so weit vorgezogen, dass sie die der Grundplatte zugewandtenSpulenscheibe reibend berühren. Durch diese Reibung der Innenschenkel der U-förmigen Flachfeder 4 an der Kante der Spulenscheibe 1 werden also die Schwingungen des Kernes gegenüber der Grundplatte gedämpft. 



   Eine solche Anordnung hat viele Nachteile. 
 EMI3.2 
 



   Wegen der starken Federvorspannung müssen auch die Toleranzen dieser Vorspannung besonders genau eingehalten werden, da sonst die Dämpfung der Kontaktprellungen von Fall zu Fall verschieden werden. 



   Der"Bremsweg", d. h. die Strecke, die für die gleitende Reibung möglich ist, ist sehr beschränkt, so dass die Bremsung mit Zeitverzögerung eintritt und die Ausschwingvorgänge verlängert werden. 



   Die Federung der Feder 5 muss besonders stark gemacht werden, damit überhaupt der im vorigen Absatz beschriebene Bremsweg zur Wirkung kommt. Die Feder 5 nimmt daher einen grossen Raum ein, so dass die nicht dargestellten Lötfahnen weniger freie Länge haben und daher schwerer   anzuschliessen sind.   



   Die Relais bilden stets von der gemäss Fig. 1 rechten Seite her die Vorderfront in Relaisgestellen. Aus diesem Grunde ist die U-förmige Flachfeder 4 von vorne nicht zugänglich. Es sind also Nachjustierungen, wie dies bei den Kontaktfedern üblich ist, nicht möglich, da die Feder 4 weit im Hintergrund ist. 



   Wie Oszilloskop-Aufnahmen gezeigt haben, sind die Ausschwingvorgänge, die bei dieser bekannten Anordnung auftreten, oft in einer solchen Grössenordnung, dass sie nachgeschaltete empfindlichere Ein- 
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Diese Schwierigkeiten werden durch die erfindungsgemässen Massnahmen nach Fig. 2 allein oder in besonders kritischen Fällen durch weitere zusätzliche Dämpfungsmassnahmen, gemäss Fig. 3, vermieden. 



   Fig. 2 zeigt wieder die Spule 3 mit den Spulenscheiben 1 und 2, die auf dem Kern 11 aufgezogen ist. Der Anker 7 ist wie üblich angeordnet. 

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   Der Kern 11 ist mit einem Federblech 12 in der Nähe seiner Mittellinie verbunden,   z. B.   durch Schrauben. Dieses Federblech 12 ist bei 13 an der Innenseite mit dem Teil 9 verbunden,   z. B.   durch Schweissen. Das Federblech kann ein ebenes Blech oder Z-förmig gebogen sein oder eine sonstige   ZylindermanteHläche   bilden. Der Teil 9 entspricht teilweise dem Teil 6 in Fig. 1. Die Beilageplatte 9 (mit   Schraubenlöchern)   ist bei 13   abgewinkelt und besitzt bei 10 einen weiteren abge-   winkelten Lappen, der mit der U-förmigen Flachfeder 8 fest verbunden wird. 



   Die wesentlichen Unterschiede zwischen der bekannten Ausführungsform   (Fig. l) dieser   Art von Prellungsverminderung und dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die folgenden :   DieU-förmige   Flachfeder berührt nicht die der Grundplatte zugewandte Spulenscheibe   l,   sondern nur die der Grundplatte abgewandte Spulenscheibe 2. Von oben gesehen, gemäss Fig. 2, müssen die Schenkel dieser U-förmigen Flachfeder daher etwas gekrümmt sein   (O-beinig).   



     Die Schenkel der U-förmigen Flachfeder   8 sind bei 10   abgestutzt und somit fest mit der Grund-   platte verbunden. Dies verhindert Torsionsprellungen dieser Feder. 



   Die federnde Verbindung 12 ist kleiner wie die Feder 5. 



    Die Vorteile der erfindungsgemässen Anordnung nach Fig 2 gegenüber des bekannten Anordnung nach    Fig. 1 sind im wesentlichen die folgenden. 



   Die Vorspannung der Feder 8 ist bedeutend geringer als die Vorspannung der Feder 4, was eine leichtere Montage nach sich zieht. 



   Weiters sind wegen der geringeren Federvorspannung die Toleranzen dieser Vorspannung bedeutend geringer. Sie wirken sich daher, wie Oszilloskop-Aufnahmen zeigen, nur-mehr in geringerem Masse auf die Prellungserscheinungen aus. 



   Der"Bremsweg", d. h. die Strecke, die für die gleitende Reibung möglich ist, ist entsprechend dem 
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 ringert werden. 



   Die Federung der Feder 12 kann daher schwach gemacht werden und nimmt deshalb einen vielge-   ringerenRaum in Anspruch wie die Feder   5,   so dass die nicht dargestellten Lötfahnen eine grössere freie   Länge haben und daher für die Montage und Wartung leichter zugänglich sind. 



   Da die Relais stets von der gemäss Fig. 2 rechten Seite her die Vorderfront in Relaisgestellen bilden, sind die U-förmigen Flachfedern 8 stets von vorne zugänglich und können leicht bei der Montage und später bei der Wartung, falls (durch die Ermüdung der Feder) notwendig, leicht nachjustiert-werden bzw. deren Gewichte gemessen werden, was bei der Feder 4 nach Fig. 1 nicht möglich ist. 



   Die Verbindung der Schenkel selbst mit der Grundplatte führen dazu, dass keine Torsionsschwingungen der Federschenkel 8 auftreten. 



   Wie Oszilloskop-Aufnahmen von Ausführungsformen nach   Fig. 1   und nach Fig. 2 zeigen, sind die Ausführungsformen nach Fig. 2 denjenigen nach Fig. 1 weit überlegen : Die Ausschwingvorgänge sind kürzer. Die Ausschwingamplituden sind kleiner. 



   Die Fig. 2 zeigt nur ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Dämpfungsart des Relaisankers gegenüber der Grundplatte. Varianten sind möglich. So z. B. kann die   U-förmige   Flachfeder breiter als dargestellt gemacht werden. Weiters kann die federnde Aufhängung des Kernes an der Grundplatte auch 
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 bei welchem zwei Schenkel die Teile 8, ein Schenkel den Teil 9 und 10 und ein Schenkel eine Feder 12 nach der Art der Feder 5 in Fig. 1 bilden. 



   Die Blattfeder 12 ist in Fig. 2 so dargestellt, dass sie oben mit dem Kern und unten mit dem Teil 13 verbunden ist. Selbstverständlich kann die Blattfeder auch unten mit dem Kern und oben mit dem Teil 13 verbunden sein. 



   Es gibt Fälle, bei welchen die Massnahmen nach Fig. 2 zur Befreiung der Relaiskontakte von Prellungen nicht ausreichen. Bei Fortschreiten der Nachrichtentechnik treten jedoch höhere Anforderungen an die Prellfreiheit auf, insbesondere dann, wenn die elektromagnetischen Relais mit schneller arbeitenden elektronischen Einrichtungen zusammenarbeiten müssen. Es ist in diesen Fällen unmöglich, dass ein Kontakt, der einmal schliessen soll, mehrere Male, wenn auch nicht   vollständige     doch schliessend   Schaltvorgänge hervorruft, die nicht vorgesehen sind. 



   In Fig. 3 sind schematisch die zusätzlichen Massnahmen zur Herabsetzung der Prellneigung beispielhaft dargestellt. 
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    Kernkröpftem   Ende 16. Wird nun das Relais erregt,   d. h.   ist die Wicklung 24 stromdurchflossen, dann wird der Kern 11 und sein Ende 26 ebenfalls magnetisch und zieht das Ende 16 des Ankers 15 an. Auf dem Ende 16 des Ankers ist üblicherweise das Kontaktbetätigungsglied 18 fest angeordnet. 



  Beim Ansprechen des Relais erfahren nun die beweglichen Kontaktfedern bei ihrer Bewegung durch den Anker eine relativ hohe Beschleunigung. Der beim Auftreffen des Ankers auf dem Kern auftretende plötzliche Bewegungsrichtungswechsel der Beschleunigung führt dazu, dass die Kontaktfedern sich von dem mit dem Anker verbundenen Kontaktbetätigungsglied lösen und kurzzeitig, ihre Bewegungsrichtung beibehaltend, eine nicht mehr kontrollierte Bewegung ausführen, welche zu Kontaktprellungen führt. 



   Während   des Auf treffens des Kontaktbetätigungsgliedes   auf die Kontakte bzw. Kontaktlappen während des Ankeranzuges erfährt dieses Kontaktbetätigungsglied eine Verformung, wobei ein Teil der die Verformung bewirkende Energie durch die innere Reibung der Glieder vernichtet wird. 



   Ein Nachteil der bisherigen Anordnungen ist daher, dass die verbleibende Energie nach dem plötzlichen Stillsetzen des Ankers nach Vollendung seiner Anzugsbewegung die Verformung des Betätigungsgliedes schlagartig rückgängig macht, wodurch die Prellneigung der Kontakte insofern vergrössert wird, als die Rückgängigmachung der Verformung die Weiterführung der Kontaktfedern in Richtung der Anzugsbewegung nach Stillstand des Betätigungsgliedes unterstützt. 



   Dieser Nachteil wird dadurch vermieden, dass dort, wo das gekröpfte Ende 16 des Ankers mit dem Betätigungsglied 18 verbunden ist, das Ende des Betätigungsgliedes 18 mit einem schwingungsdämpfenden Material, z. B. Kunststoff, rundherum oder auf beiden Seiten ohne den Seitenkanten, beschichtet ist. Dadurch wird die störende Wechselwirkung der Stösse zwischen Feder und Betätigungsglied herabgesetzt. Als schwindungsdämpfendes Material wird vorzugsweise ein Kunststoff mit unsymmetrischer Federcharakteristik, z. B. Polyvinylchlorid, verwendet. 



   Kontaktprellungen werden nicht nur durch den Anzug des Ankers, sondern auch durch den Abfall des Ankers bewirkt. Insbesondere ist dies dann der Fall, wenn Ruhekontakte geschaltet werden. Die Nase 25 ruht im abgefallenen Zustand des Ankers auf dem Kern 26. Diese Nase 25, welche fest mit dem Kontaktbetätigungsglied verbunden ist, wird mit einem schwingungsdämpfenden Material, z. B. Kunststoff, entweder vollständig umhüllt oder zumindest mit diesem schwingungsdämpfenden Stoff an derjeni- 
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   Die Anbringung des schwingungsdämpfenden Stoffes zur Dämpfung des Betätigungsgliedes am Berührungspunkt mit den Federn kann auch mit der Anbringung des schwingungsdämpfenden Stoffes an der Nase vorteilhafterweise erzeugungstechnisch vereint werden. Hiezu kann das ganze Bctätigungsglied oder zumindest die genannten Teile desselben mit dem schwingungsfähigen Stoff überzogen werden. 



   Schliesslich zeigt die Fig. 3 auf den Relaisfedern 23 Dämpfungshüllen 21 und 22. Weitere solche Hüllen   muss   man sich auf jeder Relaisfeder vorstellen. Diese Hüllen dienen der mechanischen Dämpfung der Relaisfedern durch Belastung derselben. Vorzugsweise bestehen die Hüllen aus einem Kunststoffschlauch oder einem Überzug aus Kunststoff.   Selbstverständlich   können auch metallische Stoffe verwendet werden. Die Anordnung der Hüllen ist entweder fest auf den Relaisfedern oder locker. Im letzteren Fall muss die Hülle zumindestens auf einer Stelle mit der Relaisfeder verbunden sein. 



   Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Feder mit einem Stoff nur auf einer Seite zu belegen,   z. B.   einen Lackauftrag aufzubringen. 



   Der Ort der Hüllen oder Beläge richtet sich nach der geometrischen Ausgestaltung der Relaisfeder und wird aus diesem Grund zweckmässig empirisch festgelegt, insbesondere ist eine Belastung der Federn an den auftretenden Schwingungsbäuchen erforderlich. 



   Die genannten zusätzlichen Massnahmen können in verschiedenen Kombinationen oder entsprechend den Dämpfungserfordernissen zusätzlich zu den Massnahmen nach Fig. 2 angewendet werden oder auch vollständig entfallen. 



   Mit den erfindungsgemässen Massnahmen ist es gelungen, nahezu prellfreie Relais mit verhältnismä- ssig billigen Mitteln herzustellen, wie Messungen ergeben haben. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Elektromagnetisches Relais mit prellungsvermindertem Kontaktfedersatz, dadurch gekennzeichnet, dass eine U-förmige Flachfeder (8) vorgesehen ist, welche an der Schmalseite mit der Grundplatte fest verbunden ist und mit den Innenseiten der Schenkel, die in der Nähe der Grundplatte zusätzlich mit dieser verbunden sind, mit den der Grundplatte abgewandten Spulenscheibe in reibender Be- <Desc/Clms Page number 6> EMI6.1
AT958663A 1963-11-29 1963-11-29 Elektromagnetisches Relais AT244396B (de)

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