<Desc/Clms Page number 1>
Breitbanddipol
EMI1.1
pols aus nach beiden Seiten je eine Induktivität eingebaut ist, die für die höheren Frequenzen einen sehr hohen Blindwiderstand darstellt, so dass die ausserhalb dieser Begrenzung liegenden Dipolstrecken nicht mehr erregt werden. Danach ist es für die Erregung des Antennenteiles für die oberen Frequenzen gleichgültig, für welchen unteren Frequenzbereich der Dipol in seiner Gesamtlänge ausgelegt wird. Das obere und das untere Frequenzband brauchen also nicht mehr in einem ganzzahligen Frequenzverhältnis zueinander stehen. Das bringt den Vorteil, dass die Antenne für beliebig unterschiedliche Frequenzbereiche unter Verwendung eines einzigen, beide Bereiche umfassenden Dipols gebaut werden kann.
Die Wirkung des Mittelteiles des Breitbanddipols als Ganzwellenstrahler für das obere Frequenzband wird gemäss der Zusatzerfindung dadurch verbessert, dass der Dipol in an sich bekannter Weise mit seinen beiden zum Faltdipol gehörenden Leiterteilen am Tragrohr flach anliegt und an der Kreuzungsstelle der die schleifenartigen Induktivitäten bildenden Leitung ein Abstand eingehalten wird, der so gross ist, dass eine Kapazität gebildet wird, die zusammen mit der Schleife einen Resonanzkreis für die Mitte des oberen Frequenzbereiches darstellt. Der Dipol liegt daher mit seinem Oberteil flach am Tragrohr an und ist galvanisch mit dem Tragrohr verbunden, während sein Unterteil, im Antennenanschlusskasten endend, ebenfalls in der Tragrohrebene liegt.
Es wird dadurch der weitere Vorteil erzielt, dass der durch die Induktivitäten vom erregenden Mittelteil der Antenne isolierte bisher obere Teil des Dipols als Reflektor für das obere Frequenzband wirken kann. Gleichzeitig wird durch diese Massnahme der Dipol auf Nullpotential gegenüber dem Tragrohr gebracht, so dass statische Aufladungen oder aus dem angeschlossenen Empfangsgerät herrührende niederfrequente Kriechströme nicht auftreten können.
Der ferner durch die Zusatzerfindung erzielte Resonanzkreis besitzt im Resonanzfall theoretisch einen Widerstand, der nach Unendlich strebt, also einen Widerstand, der nicht nur um den Frequenzverhältnisfaktor höher liegt, sondern durch Resonanzüberhöhung um ein Vielfaches über dem Widerstand liegt, der sich bei einer reinen Induktivität im unteren Frequenzband ergeben würde. Durch Einstellen eines bestimmten Abstandes der sich kreuzenden Leitungen am Anfang und am Ende der Schleife kann eine geeignete Kapazität eingestellt werden, die für die Bildung des gewünschten Parallelresonanzkreises erforderlich ist. Insgesamt wird daher die Wirkung des Breitbanddipols in bezug auf das obere Frequenzband ganz wesentlich verbessert.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Zusatzerfindung als Beispiel dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen Teil einer Yagi-Antenne mit dem Dipol gemäss derZusatzerfindung in Ansicht von unten. Fig. 2 zeigt einen Seitenschnitt nach der Linie A-A in Fig. 1. Fig. 3 zeigt die Ansicht auf eine Schleifeninduktivität im Sinne des Pfeiles y in Fig. 1.
In den Schleifendipol 1 sind in den vom Speisepunkt 2 ausgehenden Leitungen 5 und 6 im Abstand von À/2 für den oberen Frequenzbereich zwei Schleifen 3 und 4 ohne Unterbrechung des Lei-
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
oberen Frequenzbereich dar, d. h. durch die Induktivitäten 3 und 4 wird aus dem für ein anderes Frequenzband ausgelegten Schleifendipol ein gestreckter Ganzwellendipol für ein höheres Frequenzband herausgetrennt. Der Fusspunktwiderstand des gestreckten Ganzwellendipols liegt bekanntlich um ein Vielfaches über dem eines gestreckten Halbwellendipols. Er nähert sich dem eines Schleifendipols, so dass für beide Bereiche des Dipols der angenähert gleiche Fusspunktwiderstand in Erscheinung tritt.
Im übrigen besteht die Yagi-Antenne in üblicher Weise aus dem Tragrohr 7, dem Reflektor 8 und den Direktoren 9 sowie dem Anschlusskasten 10.
Der Dipol 1 ist so angeordnet, dass nicht nur sein unterer Teil 11 sondern auch sein oberer Teil 12 in der Ebene des Tragrohres 7 liegt. Der Dipol l ist gewissermassen aus seiner bisher gebräuchlichen Lage, nämlich senkrecht zum Tragrohr, um 900 umgeklappt, so dass beide Leiterteile des Dipols am Tragrohr anliegen. Die Schleifeninduktivitäten 3 und 4 bilden, wie aus Fig. 3 ersichtlich, einen Abstand x.