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Verfahren zur Herstellung von nahtlosen elastischen Hüftgürteln, nach diesem Verfahren hergestellte Hüftgürtel, sowie Form und
Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von nathlosen elastischen Hüftgürteln mit einem hohen Grad von Porosität, nach diesem Verfahren hergestellte Hüftgürtel, sowie eine Form und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Strom von unkoaguliertemLa- tex gegen eine Form, die die Gestalt des gewünschten Hüftgürtels besitzt und eine Vielzahl kleiner, nahe beieinander liegender Öffnungen aufweist, gerichtet wird, so dass nicht nur die festen Teile der Form bedeckt werden, sondern dass unkoagulierter Latex gleichzeitig auch durch die Öffnungen der Form durchtritt, welche Öffnungen über den grössten Teil der Form verteilt sind, wonach der durch die Öffnungen durchgetretene Latex, vor Erreichen der gegenüberliegenden Seite der Form aufgefangen wird, und dass der Latexüberzug auf der Form durch Anwendung von Wärme zum Koagulieren gebracht und vulkanisiert wird, worauf der so gebildete Gürtel aus vulkanisiertem Latex von der Form abgenommen wird.
Die nach diesem Verfahren hergestellten Gürtel weisen im Körper des Gürtels verteilt angeordnete Löcher auf und sind dadurch gekennzeichnet, dass die Löcher in Form eines maschenähnlichen Netzwerkes über den grössten Teil des Gürtels verteilt sind. Vorzugsweise besitzt dabei jedes Loch eine abgerundete Kante, die mit der Aussenseite des Gürtels eben ist und einen über die innere Oberfläche des Gürtels vor- springende, röhrenförmigen Kragen aufweist.
Bisher wurden nahtlose, mit Löchern versehene Gummigürtel stets in der Weise hergestellt, dass die gewünschten Perforationen nachträglich in dem fertigen Gummistück durch Ausstanzen od. dgl. angebracht wurden. Ein derartig perforierter Gummifilm neigt jedoch dazu, an den Löchern einzureissen, denn diese besitzen zufolge der Art ihrer Herstellung scharfe Kanten, wogegen die erfindungsgemäss imZuge des Niederschlagens des Latex gebildeten Löcher glatte, abgerundete Umrandungen aufweisen, deren Reissfestigkeit daher grösser ist als bei den bekannten Ausführungen. Ausserdem ist es nicht möglich, bei Herstellung der Löcher in einem fertigen, nicht perforierten Film, z.
B. durch Blasen oder Stanzen, eine solche Vielfalt hinsichtlich Form und Verteilung der Löcher zu erzielen, wie dies bei dem erfindungsgemässen Gürtel, bei dem die Öffnungen gleichzeitig mit der Ausbildung des Latexfilms geschaffen werden, der Fall ist. Ebenso wenig können nach den üblichen Perforierungsmethoden die Locher so dicht nebeneinander erzeugt werden, dass die erfindungsgemässe Struktur eines Netzwerkes erzielt wird, das beim Tragen leicht und luftdurchlässig ist, dennoch aber die erforderliche beträchtliche Reissfestigkeit besitzt.
Zu einer erhöhten Festigkeit tragen auch die erfindungsgemäss vorgesehenen röhrenförmigen Randwülste an der Innenseite des Gürtels bei. Es ist wohl ein Gürtel bekannt, dessen Innenseite mit stumpfen Vorsprüngen versehen ist ; durch die solcherart unebene Fläche sind Löcher gestanzt. Diese Ausbildung führt aber zu einer ausgesprochenen Versteifungswirkung, weil dadurch im Gesamteffekt die Dicke des Gürtels und dessen Gewicht erhöht wird. Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren ausgebildeten Randwülste hingegen liegen nur im Bereich der Löcher ausserhalb der Gürtelebene und bewirken daher keine unerwünschte Versteifung.
Die erfindungsgemässen Hüftgürtel bieten somit gegenüber den gewöhnlichen durchlöcherten Gummi-
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gürteln den wichtigen Vorteil, dass, auf Grund der vielen im engen Abstand voneinander angeordneten, maschenähnlich ausgebildeten kleinen Löcher, eine bessere Atmung der Haut, auf der der Gürtel aufliegt, und eine vollständige Verhinderung der Schweiss bildung darunter, gewährleistet ist. Die Löcher verursachen keine nachteilige Schwächung der Elastizität des Gürtels, weil die Löcher während des Herstellungsverfah-
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Seite des Gürtels eine Verstärkung in Form der vorher erwähnten röhrenförmigen Ver-längerung aufweist.
Zusätzlich wird durch die abgerundete Kante der Löcher auf der Aussenseite des Gürtels und den röhrenförmigen Kragen, welcher eine Verlängerung der Löcher nach der Innenseite zu bewirkt, erreicht, dass die Aussenseite sehr gleitfähig und anderseits die Innenseite im hohen Mass nicht gleitfähig ist. Diese Kennzeichen sind für elastische Gürtel sehr wichtig, insbesondere solche, die aus Gummi hergestellt sind, da hiedurch das Verrutschen des Gürtels verhindert wird, wenn dessen Innenseite auf dem Körper aufliegt und das freie Gleiten von Kleidungsstücken, die mit der Aussenseite des Gürtels in Verbindung kommen, ermöglicht wird.
Zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens kann vorzugsweise eine Form verwendet werden, die gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung eine runde Wand aufweist, die die Form des herzustellenden Gürtels besitzt und die eine grosse Anzahl von Öffnungen aufweist, die das Latexmaterial während des Niederschlagen hindurchlassen. Innerhalb der runden Wand ist ein fester Auffangkörper vorgesehen, um den durch die perforierte Wand hindurchgehenden Niederschlag von Latex aufzufangen. Gemäss einem andern Merkmal der Erfindung kann auch zwischen der perforierten Wand und dem Auffangkörper eine zweite ähnliche kleinere perforierte Wand in einem geringen Abstand von der ersten angeordnet sein, um gleichzeitig zwei Gürtel herzustellen.
Die runde Wand kann z. B. aus einem Netzwerk aus Draht oder einem perforierten Blattmaterial wie einem Metallsieb hergestellt sein. Die Wand kann weiterhin undurchlöcherte Zonen aufweisen, die den Durchgang von Latex durch die Wand verhindern und die Ausbildung von entsprechenden kontinuierlichen, undurchlöcherten Flächen auf dem Gürtel ermöglichen. In dieser Weise können z. B. die Randpartien undurchlöchert ausgebildet werden oder undurchbrochene Flächenteile an besonders zu stützenden Partien, etwa den Bauchpartien geschaffen oder auch Musterungen hervorgerufen werden. Je nach dergewünschten Form des Gürtels ist der Vertikalschnitt der runden Wand durch eine gerade Linie, eine gekrümmte Linie oder eine gekrümmt-gerade Linie begrenzt.
Bei der erfindungsgemässen Vorrichtung zur Durchführung des eingangs beschriebenen Verfahrens ist eine beheizbare, gegebenenfalls in einem Gehäuse untergebrachte Form relativ bewegbar in bezug auf eine Sprühdüse angeordnet, die zum Aufsprühen von flüssigem oder puderförmigem Latex auf den Form körper während dieser Bewegung eingerichtet ist. Wenn die Form von einem Gehäuse umgeben ist, besitzt dieses eine längliche Öffnung, durch die das Latexmaterial auf die Form aufgesprüht wird. Eine Heizeinrichtung und wenigstens eine Sprühdüse können gegenüber der länglichen Öffnung angeordnet und für die Ausführung einer alternierenden Bewegung in Richtung parallel zur Form und mit einem Abstand, der der Länge der Form entspricht, eingerichtet sein.
Die Heizeinrichtung, z. B. eine elektrische Widerstandsheizung oder eine Infrarotlampe kann aber auch fest an der Innenseite des Gehäuses oder innerhalb des inneren Teiles des Auffangkörpers der Form angeordnet sein. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind Antriebsmittel vorgesehen, die die Form innerhalb des Gehäuses in Umdrehung versetzen, so dass nacheinander folgende Teile der Form durch die längliche Öffnung der Sprühdüse aussetzbar sind.
Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens sieht eine wellenförmige Relativ- bewegung zwischen dem gerichteten Latexstrom und der Form vor, um die Bedeckung der Form im Verlauf ihres fortschreitenden Eintretens in den Weg des Stromes zu bewirken, wobei vorzugsweise eine wellenförmige Bewegung des Latexstromes in Richtung erfolgt, die senkrecht zu der axialen Bewegung verläuft.
Der Latexstrom kann dabei unter einem Winkel zur Oberfläche der Form aufgebracht werden.
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wird, der eine Geschwindigkeitsregelung aufweist, um dieser Düse eine vorbestimmte alternierende Bewegung entsprechend der Länge des Gürtels in einer Richtung parallel zu dem Längsausmass der längli- eben Öffnung zu erteilen. Die Sprühdüse kann mit einer Pendelvorrichtung versehen sein, die der Düse eine pendelnde Bewegung senkrecht zur Richtung der alternierenden Bewegung erteilt und diese Vorrichtung kann eine Rolle aufweisen, die längs einer wellenförmigen Führung parallel zu der Drehwelle gleitet.
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise näher erläutert. Fig. 1 zeigt eine perspektivische
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gebildeten Fläche des in Fig. 1 dargestellten Gürtels. Fig. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht ähnlich der, die in Fig. 1 dargestellt ist, wobei die maschenähnliche Fläche mit einer kontinuierlichen Verstärkung in der Bauchgegend versehen ist. Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht einer für die Herstellung von Gürteln nach dieser Erfindung, wie sie in den Fig. 1 und 2 dargestellt sind, brauchbaren Form. Fig. 5 zeigt einen Grundriss der in Fig. 4 dargestellten Form. Fig. 6 zeigt einen Vertikalschnitt längs den Linien 6-6 in Fig. 5. Die Fig. 7-9 zeigen eine Abänderung der in den Fig. 4-6 dargestellten Form. Die Fig. 10 bis 12 zeigen eine andere Abänderung der in den Fig. 4-6 dargestellten Form.
Die Fig. 13 und 14 zeigen Seitenansichten von weiteren Abänderungen der Form. Fig. 15 zeigt eine Abänderung der Form, die verwendet wird, um einen Gürtel von der in Fig. 3 dargestellten Art herzustellen. Fig. 16 zeigt eine Sei- tenansicht einer Vorrichtung zumformen der Gürtel entsprechend der vorliegenden Erfindung. Fig. 17 zeigt einen Grundriss der in Fig. 16 dargestellten Vorrichtung. Fig. 18 zeigt eine Teilansicht der in Fig. 16 dargestellten Vorrichtung in Richtung der Pfeile 18. Fig. 19 zeigt eine Teilansicht einer abgeänderten Vorrichtung nach Fig. 16, die teilweise im Vertikalschnitt längs der Linien 19-19 in Fig. 20 dargestellt ist.
Fig. 20 zeigt einenHorizontalschnitt längs der Linie 20-20 inFig. 19. Fig. 21 zeigt eine Seitenansicht in Richtung des Pfeiles 21 in Fig. 19 teilweise im Schnitt. Fig. 22 zeigt eine vergrösserte Teilansicht nach Fig. 19. Fig. 23 zeigt eine schematische Ansicht einer Modifikation des elastischen Gürtels entsprechend der vorliegenden Erfindung. Fig. 24 zeigt einen vergrösserten Ausschnitt eines Teiles des in Fig. 23 dargestellten Gürtels von aussen. Fig. 25 zeigt das gleiche wie Fig. 24, jedoch von der Innenseite des Gürtels, der in Fig. 23 dargestellt ist, her gesehen. Fig. 26 zeigt einen Querschnitt längs der Linie 26-26 in Fig. 25. Fig. 27 zeigt eine Seitenansicht einer Form entsprechend der vorliegenden Erfindung zur Herstellung von Gürteln der in Fig. 23 dargestellten Art.
Fig. 28 zeigt einen Grundriss der in Fig. 27 dargestellten Vorrichtung.
In Fig. 1 ist ein Gürtel 10 dargestellt, der aus einem einzigen, nahtlosen Stück aus niedergeschlage- nem Latex hergestellt ist und dessen Oberfläche zu einem grossen Teil aus einem Netzwerk 11 gebildet wird, das eine grosse Anzahl kleiner geformter Löcher 12 aufweist. Die Löcher 12 werden während des ganzen Formvorganges in dem Gürtelmaterial aufrechterhalten und werden nicht nachträglich in das Material, z. B. durch mechanische Perforierung oder durch Durchpressen von Gas durch die Poren, welche zuerst mit Latexkautschuk überbrückt waren, eingebracht. Das gebildete Netzwerk, wie es in Fig. 1 dargestellt ist, ist nach Maschenart ausgeführt.
Die oberen und unteren Teile des Gürtels 10 sind mit kontinuierlichen Verstärkungszonen oder Flächen 13 und 14 versehen, die mit dem Gespinst oder dem geformten Netzwerk 11 einé einzige Einheit bilden. Die obere Verstärkungszone 13 ist mit einer zusätzlichen Stütze für den Koor- per der Trägerin, z. B. längs der Hüften, versehen. Die untere Verstärkung 14 ist, wie dargestellt, mit verbreiterten Teilen 14'zum Befestigen von Strumpfhaltern versehen. Die Teile 14'können, wenn erforderlich, mit Stoff verstärkt werden.
InFig. 3 ist die Vorderansicht eines Gürtels 10', der dem inFig. 1 dargestellten ähnlich ist, gezeigt.
Dieser Gürtel ist mit einem kontinuierlichen Verstärkungsteil 15 in der Bauchgegend versehen, der ähnlich wie die Verstärkungen 13 und 14 am oberen und am unteren Ende mit der ganzen maschen ähnlichen Fläche 11 eine einzige zusammengehörige Einheit bildet.
Die Gürtel, auf die sich die vorliegende Erfindung bezieht, können auf röhrenförmigen Formen wie sie z. B. in den Fig. 4-15 dargestellt sind, hergestellt werden. Im allgemeinen besitzt jede der Formen ein Gestell in Gestalt eines hohlen röhrenförmigen Teiles, der mit einem feinen Netz von Löchern versehen ist, das über einem Kern bzw. einem undurchlöcherten Blech angeordnet ist. Die Ausbildung der in den Fig. 4 - 6 dargestellten Form 17 weist ein Gestell 18 auf mit einem feinen Netz von Löchern, wie z. B. ein Metallsieb in Form eines hohlen Kegelstumpfes. Das Gestell 18 ist auf und in einem kleinen Abstand von einem Kern bzw. einem Blech 19 angeordnet, das als hohler Kegelstumpf ausgebildet ist.
Bei den Modifikationen nach den Fig, 7 - 9 besitzt die Form 20 ein Gestell 21, das ein feines Netz von Löchern ähnlich dem Gestell 18 aufweist. Das Gestell 21 ist über und im geringen Abstand von einem Kern oder einem Spritzfangblech 22, das eine teilweise hohle Kegelstumpfform aufweist, angeordnet. Der Unterschied zwischen den Formen 17 und 20 wird weiter unten im Zusammenhang mit der Beschreibung der Vorrichtung, in der sie für die Herstellung der in den Fig. 1 - 3 gezeigten Gürtel verwendet werden, näher beschrieben.
Die in den Fig. 10 - 12 dargestellte Form 24 weist ein äusseres Gestell 25 und ein inneres Gestell 26 auf, die den Gestellen 18 und 21 ähnlich sind. Die'Gestelle 25 und 26 sind mit einem kleinen Abstand voneinandernebeneinanderangeordnetundsindmiteinemeinzigen Kern oder Spritzfangblech 27, das eine hohle kegelstumpfförmige Form ähnlich dem Kern 19 in Fig. 4 besitzt, verbunden.
Die Formen 29 und 32, die in den Fig. 13 und 14 dargestellt sind, besitzen in ähnlicher Weise Gestel-
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le 30 bzw. 33 und die entsprechenden Kerne 31 bzw. 34. Die Kerne 31 und 34 können ununterbrochene, röhrenförmige Teile, wie z. B. der Teil 19 in Fig. 4 oder Abschnitte von röhrenförmigen Teilen, ähnlich dem Kern 22 in Fig. 7 sein. Die Formen 29 und 32, die in den Fig. 13 und 14 dargestellt sind, zeigen, dass die vorliegende Erfindung nicht auf konische Formen beschränkt ist, sondern dass die Erfindung ebenso auf runde, hohle Formen mit einer gekrümmten und geschlungenen Silhouette anwendbar ist.
In Fig. 15 ist eine Form 36 dargestellt, die ein Gestell 37 aufweist, auf dem Flächenbereiche 38, 39 und 40 mit einem Überzug aus irgendeinem geeigneten Material abgedeckt sind, das fest mit den Maschen des Siebes 37 verbunden ist. Die vollen Materialflächen 38'- 40 bestimmen durch ihre Stellung die ent- sprechenden kontinuierlichen Zonen, die die glatte oder erhabene Musterung auf dem geformten Gürtel, wie in den Fig. 1 und 3 dargestellt ist, bilden.
Die Gestelle der betreffenden oben beschriebenen Formen dienen als Stütze während der Herstellung der Gürtel, für das flüssige Material, z. B. für Latex, der in Form von zerstäubtem Nebel oder Pulver auf das Gestell aufgebracht wird. Während des Aufbringens von Latexmaterial werden die Gestelle an einer Sprüheinrichtung, die eine oder mehrere Düsen besitzt, vorbeigedreht. Ein Beispiel einer bevorzugten Ausführungsform dieser Vorrichtung wird weiter unten beschrieben. Das aufgesprühte Material wird auf den zahlreichen Maschen des Gestelles in aufeinanderfolgenden Schichten niedergeschlagen, bis die gewünschte Stärke des Gürtels erreicht ist und durch gleichzeitiges Erhitzen wird das Trocknen und/oder Vulkanisieren des Gürtels erreicht, wonach der fertige Gürtel leicht von der Form entfernt werden kann.
Das Latexmaterial, das während des Aufsprühens durch die Löcher des Gestelles, welches die Form bildet, durchgesprüht wurde, wird als kontinuierlicher Überzug auf dem Kern oder dem Spritzfangblech, welches mit dem Gestell verbunden ist, niedergeschlagen.
Wenn der Kern aus einem geschlossenen runden Körper, wie der Kern 19 in dem Beispiel nach den Fig. 4 - 6 geformt ist, kann er stillstehen oder sich mit dem entsprechenden Gestell 18 mitdrehen. Wenn das Gestell mit einem Kern verbunden ist, der aus einem teilweise runden Körper besteht, wie z. B. der Kern 22. in den Fig. 7 - 9. bleibt der Kern stillstehen, während das Gestell sich dreht. Die konvexe Oberfläche des Kernes ist dann gegen die Sprüheinrichtung gerichtet, wie weiter unten in dem Zusammenhang mit den Fig. 19 - 22 beschrieben werden wird. Wo die Form mit zwei Gestellen versehen ist, die mit einem einzelnen Kern verbunden sind, wie z.
B. die Form 24 in den Fig. 10-12, werden zwei geformte Gürtel gleichzeitig erhalten und zugleich wird eine Verminderung der sich auf dem Kern niederschlagenden Materialmenge erreicht. Es ist selbstverständlich, dass der Materialniederschlag, der sich auf dem Kern bildet, nicht als Abfall ausgeschossen werden muss, sondern zur Herstellung von Strumpfgürteln od. dgl. verwendet werden kann.
In den Fig. 16-18 ist eine Vorrichtung 50 dargestellt. die geeignet ist, um Formen, wie sie in den Fig. 4-6 dargestellt sind, zur Herstellung von Gürteln nach der Erfindung zu verwenden. Die Vorrichtung 50 ist mit einem Sockel 51 versehen, auf den eine rotierende Plattform 52 angeordnet ist, die als Träger für das Formgestell 53 und dessen entsprechenden Kern 54 dient. Der Träger 52, das Formgestell 53 und der Kern 54 sind alle in einem Gehäuse 55 angeordnet, das sich auf dem Sockel 51 befindet. Das Gehäuse hat eine längliche Öffnung 56. Das Formgestell 53 besteht aus einem hohlen Körper in Gestalt eines Kegelstumpfes, der aus einem Netz aus irgendeinem geeigneten Material, z. B. einem Metallsieb oder einer perforierten Metallplatte, hergestellt ist.
Der Kern oder das Spritzfangblech 54 hat die Gestalt eines hohlen Kegelstumpfes mit einer undurchlöcherten Oberfläche. Die sich drehende Plattform 52 wird von einer Achse 57 getragen, die mit einem Getrieberad 58 verbunden ist, das in ein entsprechendes von einem Elektromotor 60 angetriebenes Ritzel 59 eingreift und von diesem in Drehung versetzt wird. In dem Gehäuse 55 und gegenüber der länglichen Öffnung 56 ist eine Heizvorrichtung 61 vorgesehen. Die Heizvorrichtung besteht vorzugsweise aus elektrischen Widerständen oder Infrarotlampen od. dgl.
Ausserhalb des Gehäuses 55 und gegenüber der länglichen Öffnung 56 befindet sich eine Sprüheinrichtung 62, die eine oder mehrere Düsen aufweist, die auf einer doppelt gewundenen Drehwelle oder Drehsäule 63 angeordnet sind. Die Säule 63 ist von einem Rahmen 64 getragen und von einem Motor 65 mittels Keilriemenscheiben 66 und 67 angetrieben. Die Antriebsmotoren 60 und 65 können regelbare Elektromotoren sein oder sie können mit automatischen Geschwindigkeitsregeleinrichtungen versehen sein, um eine Regelung der Drehgeschwindigkeit der Plattform 52 und der doppeltgewundenen Säule 63 zu ermöglichen. Die Säule 63 erteilt während ihrer Drehung der Sprüheinrichtung oder Düse 12 eine alternierende Bewegung in einer Richtung parallel zu der Form 53 und in einem Ausmass, das der Länge der Form entspricht.
Die Sprüheinrichtung 62 ist mit einer Pendelvorrichtung versehen, die geeignet ist, der Düse während ihrer alternierenden Bewegung eine Hin-und Herverschiebung senkrecht zu der Richtung dieser alter-
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nierenden Bewegung zu erteilen. In dem dargestellten Beispiel weist die Pendelvorrichtung eine wellenförmige Führung 68 auf. die parallel zu der rotierenden Säule 63 angeordnet ist und die eineRolle 69be- sitzt, die mit der Düse 62 verbunden ist und die geeignet ist, auf der Führung 68 frei abzurollen. Dies ist am besten in Fig. 18 dargestellt.
In Fig. 16 ist eine Regeleinrichtung 70 dargestellt, die einen Regelmechanismus für den Antrieb der Motoren 60 und 65 besitzt und die Regeleinrichtungen für die Heizung 61 aufweist. Das Druckluftventil für die Zerstäubungs- oder Pulverisierungsdüse 62 wird in den Fig. 16 - 18 allgemein mit 71 bezeichnet.
Die Vorrichtung 50 arbeitet auf folgende Weise : Der mit der Düse 62 in Verbindung stehende Behälter wird mit dem Material, das aufgesprüht werden soll, z. B. Latex, gefüllt und die Antriebsmotoren 60 und 65 werden gleichzeitig mit der Heizeinrichtung 61 eingeschaltet. Dadurch wird das Formgestell 53 zusammen mit dessen Kern 54 in Drehung versetzt und die Düse 62 wird eine alternierende Bewegung in einer Richtung parallel zu der Form in einem Ausmass, das der Länge der Form entspricht, annehmen. Nach dem Öffnen des Luftdruckventils 21, wird das Material, welches in dem mit der Düse 62 verbundenen Tank enthalten ist, auf das Formgestell 53, das innerhalb des Gehäuses 55 rotiert, gesprüht und das Material setzt sich auf der Form 53 in aufeinanderfolgenden Überzügen ab.
Während der Drehung der Form bewirkt die Heizeinrichtung 61 eine Trocknung und/oder eine Vulkanisation des niedergeschlagenen Materials. Wenn die gewünschte Dicke des Materials auf der Form 53 erhalten ist, wird die Vorrichtung 50 angehalten. Die Düse 62 wird zugedreht, die Antriebsmotoren 60 und 65 sowie die Heizeinrichtung ausgeschaltet und die Form wird aus dem Gehäuse 55 herausgenommen und der fertige Gürtel, der den Darstellungen in den Fig. 1-3 entspricht, wird von der Form abgenommen. Das Material, welches während des Sprühvorganges durch die Löcher des Siebes oder des perforierten Bleches, aus der die Form 53 besteht, hindurchgesprüht ist, wird in einer kontinuierlichen Schicht auf dem Kern oder dem Spritzfangblech 54, das mit dem Formgestell 53 verbunden ist, niedergeschlagen.
Nach dem Zurückbringen der Form auf den Drehteller 52 kann ein weiterer Gürtel unmittelbar darauf hergestellt und der vorher beschriebene Arbeitsgang der Reihe nach wiederholt werden.
In den Fig. 19-22 ist eine Abänderung der in denFig. 16 - 18 dargestellten Vorrichtung gezeigt. In dieser in denFig. 19 - 22 dargestellten Abänderung ist eine Vorrichtung 50a gezeigt, die einen Sockel 72 besitzt, auf dem ein Gehäuse 73 mit einer langen Öffnung 74 aufgebracht ist. Gegenüber der Öffnung 74 befindetsicheineSprühdüse75, die in derselben Weise wie im Zusammenhang mit der Sprühdüse 62 in den Fig. 16 - 18 gezeigt und beschrieben wurde, gehalten und geführt werden kann. Aus diesem Grunde werden dieHalte-undFührungseinrichtungen derSprühdüse 75 nicht mehr wiederholt.
Die Vorrichtung 50a unterscheidet sich von der Vorrichtung 50 dadurch, dass der Träger für das Formgestell 76 und den dazugehörigen Kern 77 aus einer feststehenden Scheibe 78 besteht, auf der der Kern 77 befestigt ist. Der Kern 77 ist aus einem konkav-konvexen Körper hergestellt. Daher wird in dieser Vorrichtung die Kombination aus Formgestell 76 und Kern 77 verwendet, die der in den Fig. 7-9 dargestellten Form 20 entspricht.
Wie aus Fig. 20 zu ersehen ist, ist der Kern 77 mit seiner konvexen Oberfläche gegen die Öffnung 74 des Gehäuses 73 zu angeordnet, so dass sich diese konvexe Oberfläche direkt gegenüber der Sprühdüse 75 befindet. Das Formgestell 76 ist verbunden mit einem sich drehenden Getrieberad 79 ; s. Fig. 22, das konzentrisch zur festen Scheibe 78 angeordnet ist. Das Getrieberad 79, das das Formgestell 76 trägt, ist zusammen mit einem Zahnkranz 79'hergestellt, der in ein Schneckenrad 80, das sich auf einer Welle81 befindet, eingreift. Die Welle 81 wird von einem Antriebsmotor 82 ; s. Fig. 21, mittels Keilriemenscheiben 83 und 84 und einem Keilriemen 85 angetrieben. Eine Heizeinrichtung 86 ist an der Innenseite des Kernes 77 angeordnet. Das Formgestell 76 kann sich relativ zu dem festen Kern 77 und der Heizeinrichtung 86, s.
Fig. 22, drehen.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung 50a ist in vieler Hinsicht der Arbeitsweise der Vorrichtung 50, die vorher beschrieben wurde, ähnlich. Der mit der Sprüheinrichtung 75 in Verbindung stehende Behälter wird mit dem Material, das aufgesprüht werden soll, z. B. Latex gefüllt und der Antriebsmotor 82, s. Fig.
19-22, und der Antriebsmotor 65, s. Fig. 16, werden gleichzeitig mit der Heizeinrichtung 86 eingeschaltet. Dadurch wird das Formgestell 76 in Drehung versetzt und die Düse 75 wird eine alternierende Bewegung in Richtung parallel zu demFormgestell und in einem Ausmass, das der Länge der Form entspricht, durchführen.
Nach dem Öffnen des Druckluftventils wird das Material, das sich in dem mit der Sprühdüse 75 verbundenen Behälter befindet, auf das Formgestell 76, das innen in dem Gehäuse 73 sich dreht, aufgesprüht und das Material wird auf der Form 76 in aufeinander folgenden Überzügen niedergeschlagen. Während der Drehung des Formgestells 76 trocknet und/oder vulkanisiert die Heizeinrichtung 86 das niedergeschlagene Material und wenn die gewünschte Dicke erhalten ist, wird die Vorrichtung 50a angehalten, das Formgestell 76 aus der Vorrichtung herausgenommen und der fertige Gürtel abgenommen. Das
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Material, das während des Sprühvorganges durch die Löcher in der Form 76 hindurchgesprüht ist, wird in einer kontinuierlichen Schicht auf der konvexer, Oberflache des Kernes 77 niedergeschlagen.
Nachdem
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seiner ganzen Oberfläche weist der Gürtel eine Vielzahl kleiner geformter Löcher 91 auf, von denen nur wenige in Fig. 23 aus Gründen der Übersichtlichkeit dargestellt sind. Die kleinen Löcher 91 sind über die ganze Oberfläche des Gürtels 90 verteilt mit Ausnahme der Abschnitte, die als Verstärkungszonen vorgesehen sind. In Fig. 23 sind ein oberer und ein unterer Abschnitt dargestellt, die Verstärkungszonen 92 und 93 mit einer kontinuierlichen Oberfläche bilden, die eine Einheit mit der mit den Löchern 91 versehenen Fläche bilden. Die Verstärkungen 92 und 93 können zusätzlich mit Stoff oder einem andern geeigneten Material verstärkt werden.
Erfindungsgemäss zeigt die Vielzahl der kleinen Löcher 91, die während der Herstellung des Gürtels 90 erhalten werden, auf der Aussenseite des Gürtels abgerundete Kanten 94, was am besten aus Fig. 26 zu ersehen ist. Auf der Innenseite des Gürtels setzen sich die Löcher 91 in kurzen röhrenförmigen Kragen 95 fort, die leicht über die Oberfläche der Innenseite des Gürtels hervorragen. Wegen der vielen, in geringem Abstand voneinander angeordneten klein ausgebildeten Löcher ist der Gürtel 90 befähigt die Haut atmen zu lassen. Dies verhindert die Ansammlung von Schweiss auf der Haut, wenn der Gürtel getragen wird.
Die Vielzahl kleiner Löcher 91 verursacht keine Verringerung der Elastizität des Gürtels, da lie Löcher 91 während des Herstellungsvorganges des Gürtels geformt werden und weil jedes der Löcher auf der Innenseite des Gürtels eine Verstärkung besitzt, die aus der röhrenförmigen Verlängerung 95 besteht. Die abgerundeten Kanten 94 der Löcher 91 auf der Aussenseite des Gürtels bewirken, dass die Aussenseite des Gürtels sehr gleitfähig ist und aus diesem Grund können Kleidungsstücke frei über den Gürtel gleiten. Der röh renförmige Kragen 95, der eine Vergrösserung der Tiefe der Löcher 91 auf der Innenseite des Gürtels bestimmt, verursacht, dass diese Innenseite nicht sehr gleitfähig ist. Diese letztere Tatsache ist ein sehr wichtiges Kennzeichen, da sie das Verrutschen des Gürtels verhindert, wenn er über den Körper gezogen ist.
Der in den Fig. 23 - 26 dargestellte Gürtel kann auf einer Form, wie sie in den Fig. 27 und 28 dargestellt ist und in Verbindung mit einer Vorrichtung. wie sie im Zusammenhang mit den Fig. 16-22 beschrieben wurde, hergestellt werden. In den Fig. 27 und 28 ist eine Form 100 dargestellt, die einen Körper 101 aufweist, der eine hohle kegelstumpfförmige Gestalt besitzt und dessen Wände mit einer Vielzahl von kleinen Löchern 102 versehen sind. Nur wenige dieser kleinen Löcher 102 sind in Fig. 27 dargestellt, um die Zeichnung nicht undeutlich werden zu lassen.
Die Stellen der andern kleinen Löcher sind schematisch durch die überkreuzten Linien dargestellt, wie die schematische Darstellung in Fig. 28 zeigte Der hohle Kegelstumpf 101 ist an seiner Innenseite mit einem Kern oder einem Spritzfangblech 103 versehen, das eine kontinuierliche oder undurchlöcherte Oberfläche aufweist, die in einer geringen Entfernung von der Wand des Kegelstumpfes 101 angeordnet ist. In dem in den Fig. 27 und 28 dargestellten Beispiel, weist der Kern 103 eine teilweise hohle kegelstumpfförmige Form auf. Es ist jedoch selbstverständlich, dass der Kern ein geschlossener Körper in Form eines hohlen Kegelstumpfes sein kann, wie z. B. früher im Zusammenhang mit den Modifikationen der Form, die in Fig. 4 - 15 dargestellt sind, beschrieben wurde.
Es ist auch klar, dass die Form bzw. das Formgestell 101 andere äussere Formen als die eines Kegelstumpfes haben kann ; z. B. die in den Fig. 13 und 14 dargestellten Formen. In gleicher Weise kann das Formgestell 101 mit einem gleichartigen inneren Gestell, z. B. wie in den Fig. 10 - 12 dargestellt ist, versehen sein. In Fig. 27 sind die Flächen 104 und 105 des Gestells 101 mit einem Überzug aus irgendeinem geeigneten Material bedeckt, das fest auf der äusseren Oberfläche des Gestells 101 angebracht ist. Diese Flächen 104 und 105 verursachen die entsprechenden kontinuierlichen undurchlöcherten Zonen bzw. flache oder erhobene Musterungen auf dem fertigen Gürtel ; vgl. 92 und 93 in Fig. 23.
Aus der vorangegangenen Beschreibung kann ersehen werden, dass elastische nathlose Gürtel entsprechend der vorliegenden Erfindung hergestellt werden können, indem Latex auf relativ billige Formen aufgesprüht wird, die auf Grund ihrer dünnen offenen Maschen oder auf Grund ihrer perforierten Struktur leicht geformt werden können, um die erforderliche Kontur zu erhalten und die Gürtel können mit den erforderlichen Verstärkungsbereichen versehen werden, lediglich dadurch, dass die entsprechenden perforierten Flächen der Form abgedeckt werden, so dass Latex nicht durch die Öffnungen in diesen Bereichen hindurchgesprüht werden kann.
Die neue Vorrichtung, mit der die elastischen nahtlosen Gürtel erzeugt werden, ist gleichermassen eine relativ billige Konstruktion und kann leicht betätigt werden, um die gewünschten Bänder oder Gürtel oder andere geformte Artikel dieser Art herzustellen.