AT237904B - Nicht entflammbare, härtbare Epoxyd-Zusammensetzungen - Google Patents

Nicht entflammbare, härtbare Epoxyd-Zusammensetzungen

Info

Publication number
AT237904B
AT237904B AT843861A AT843861A AT237904B AT 237904 B AT237904 B AT 237904B AT 843861 A AT843861 A AT 843861A AT 843861 A AT843861 A AT 843861A AT 237904 B AT237904 B AT 237904B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
epoxy
resin
phosphorus
hours
acid
Prior art date
Application number
AT843861A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Union Carbide Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Union Carbide Corp filed Critical Union Carbide Corp
Application granted granted Critical
Publication of AT237904B publication Critical patent/AT237904B/de

Links

Landscapes

  • Epoxy Resins (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Nicht entflammbare, härtbare Epoxyd-Zusammensetzungen 
Die Erfindung bezieht sich auf nicht entflammbar Epoxyd-Zusammensetzungen und besonders auf solche Zusammensetzungen, die selbstlöschend sind und ein hohes Ausmass an Nicht-Entflammbarkeit aufweisen. 



   Harzartige Materialien, die sich von Epoxyden ableiten, finden verbreitet Verwendung auf dem Gebiete der Isolierung, strukturellen Verstärkung, elektrischen Einkapselung und in Haushaltsgeräten wie   Kühlschränken   und Gefriermaschinen. 



   Ein Faktor begrenzt jedoch die Anwendung und mögliche Verwendbarkeit der Epoxyde, nämlich die Gefahr der Brennbarkeit in solchen Fällen, wo sie hohen Temperaturen oder einem Feuer ausgesetzt sein können. Obwohl verschiedene phosphor- und chlorhaltige Verbindungen als feuersichernde Additive für Epoxydmaterialien empfohlen wurden, weisen viele der Additive unerwünschte Eigenschaften auf, die ihre allgemeinen, vorteilhaften Eigenschaften beeinträchtigen,   z.

   B.   ist die Anwendung eines halogenhaltigen Materials, wie   1, 4, 5, 6, 7, 7 -Hexachlor- (2, 2, 1) -5-hepten -2, 3 -dicarbonsäureanhydrid   wegen   seines hohen Schmelzpunktes beschränkt.   1,4,   5, 6,   7,   7-Hexachlor- (2, 2, 1) -5-hepten-2, 3-dicarbonsäure-   anhydrid kann wohl die Entflammbarkeit vermindern, bewirkt jedoch gleichzeitig Sprödigkeit und begrenzt so die Anwendbarkeit des Harzes. 



   Die Erfindung beruht auf der Entdeckung, dass feuersichernde Zusätze, wie sie durch Umsetzung einer phosphorhaltigen Säure mit einem aliphatischen Epoxyd oder Halogenepoxyd erhalten werden, zur Herstellung von Epoxyd-Zusammensetzungen, die in hohem Ausmass nicht entflammbar sind und die erwünschten physikalischen Eigenschaften beibehalten, äusserst wirksam sind. Die erfindungsgemässen, 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 
 EMI1.3 
 Gruppe mit der Struktur 
 EMI1.4 
 bedeuten, worin x, R, Rl,   R2   und R3 die oben angeführte Bedeutung haben. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 
 EMI2.4 
 
 EMI2.5 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Die angewendeten Halogenepoxyde können eine einzelne Verbindung definierter Zusammensetzung oder eine Mischung von Epoxyden sein. 



   Die feuersichernden Zusätze werden durch Umsetzung des Epoxyds oder Halogenepoxyds mit einer phosphorhaltigen Säure wie Orthophosphorsäure oder Orthophosphorige Säure erhalten. Die   Säuren   können in wasserfreier Form oder als wässerige Lösungen,   z. B.   als handelsübliche sirupöse Orthophosphorsäure   mit etwa 850/0 H PO angewendet werden. Die Reaktion wird bei Atmosphärendruck oder Überdruck zwischen Null und 2000C und vorzugsweise zwischen 25 und 1500C durchgeführt. Zur Abführung der   Reaktionswärme kann wie üblich verfahren werden. Die Reaktanten können gleichzeitig in ein Reaktionsgefäss gegeben werden oder die Säure kann dem Epoxyd zugeführt werden. Bevorzugt wird die Zugabe des Halogenepoxyds   zur Säure unter Rühren.

   Die   Reaktion kann auch in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels wie Äthylacetat, Butylacetat oder Dioxan durchgeführt werden. 



   Die Umsetzung des Epoxyds mit den phosphorhaltigen Säuren erfolgt in Verhältnissen von wenigstens 2 Molen bis zu 24 Molen Epoxyd pro Mol Säure. Die erforderliche Reaktionszeit hängt von Faktoren wie Druck und Temperatur ab. Im allgemeinen ist die Reaktion nach 30 min bis 5 h beendet. Nach der Reaktion wird die Produktionsmischung einer Destillation unterworfen, wobei unter vermindertem oder atmosphärischem Druck die überschüssigen Reaktanten und das Lösungsmittel in üblicher Weise in einer geeigneten Apparatur abdestilliert werden. Im Rückstand kann das erwünschte Phosphit oder Phosphat als im wesentlichen neutrales und farbloses Produkt isoliert werden. 



   Die Reaktion zwischen den phosphorhaltigen Säuren und dem Epoxyd kann beträchtlich modifiziert werden. Zum   Beispiel fällt   die Zugabe wechselnder Mengen eines Alkylenoxyds zur phosphorhaltigen Säure vor und/oder nach der Umsetzung mit einem Epoxyd in den Bereich der Erfindung. Solche Oxyde umfassen   1, 2-Alkylenoxyde   wie Äthylenoxyd, Propylenoxyd, Butylenoxyd oder ihre Mischungen. Diese Modifikation hat den Vorteil einer weiteren Mannigfaltigkeit der Eigenschaften im End-Harzprodukt. Die Menge angewendetes Alkylenoxyd ist nicht kritisch und wird hinsichtlich des erforderlichen Molgewichtes und der gewünschten Viskosität des gegebenen   Harzsystems   ausgewählt.

   Die Reaktionsbedingungen bei Zusatz von Alkylenoxyd sind im allgemeinen gleich jenen wie sie oben für die Kondensationsreaktion zwischen den Epoxyden und den phosphorhaltigen Säuren beschrieben sind. Ist   die Acidität derReaktions-   mischung im wesentlichen jedoch Null, ist die Zugabe eines Katalysators   (z. B. Bortrifluorid-Äthyläther-   komplex), um eine weitere Zugabe des Epoxyds wirkungsvoll zu machen, erforderlich. 



   Die feuersichernden Additive verleihen einer Vielzahl von Epoxyd-Zusammensetzungen, welche teilweise oder vollständig zu wärmegehärteten oder wärmehärtbaren Harzen gehärtet werden können, wobei die gehärtete Zusammensetzung in Form eines Homopolymeren oder Copolymeren mit verschiedenen aktiven, organischen Härtern vorliegt, Nicht-Entflammbarkeit. Die Menge des angewendeten feuer- 
 EMI3.1 
 aus praktischen Gründen jedoch ungünstig. Die Menge der feuersichernden Verbindung sollte vorzugsweise so gross sein um einen Phosphorgehalt von 0, 3 bis 3, 5 Gew.-% bezogen auf das gehärtete Harz zu ergeben. Enthält das feuersichernde Additiv ein Halogenatom, variieren die Entflammungseigenschaften des Epoxydharzes umgekehrt mit dem Phosphor- und Halogengehalt der feuersichernden Additive. So bewirkt z.

   B. ein Phosphorgehalt von nur 0, 1 Gew.-% und ein Chlorgehalt von nur 0, 75 Gew.-% eine beträchtliche Nicht-Entflammbarkeit. Ähnlich sind höhere Mengen an Phosphor und Chlor, etwa 3,5 bzw. 27% wirksam, aus praktischen Gründen jedoch ungünstig. Der Phosphor- und Chlorgehalt sollte vorzugsweise im Bereich von 0, 3 bis   3, 5 Gew.-'%   Phosphor und 2,3 bis 15,0   Gew. -0/0   Chlor bezogen auf das gehärtete Harz betragen. 



   Bei der Durchführung der Erfindung wird das feuersichernde Additiv mit einem härtbaren Epoxydsystem gemischt, welches   z. B.   einen Katalysator, einen organischen Härter oder eine Kombination von organischen Härtern, wie später beschrieben wird, enthalten kann. Die Mischung wird gewöhnlich gerührt, um eine homogene Lösung zu erhalten. Sind das Epoxyd-System und das feuersichernde Additiv bei Raumtemperatur nicht mischbar oder ist das Epoxyd fest, kann zur Erleichterung der Bildung einer Lösung die Mischung auf eine Temperatur nahe dem Schmelzpunkt der am höchsten schmelzenden Verbindung in der härtbaren Zusammensetzung erhitzt werden, vorausgesetzt, dass die Anwendung von Wärme kein wesentliches Härten bewirkt.

   Anwendbare flüssige, organische Lösungsmittel umfassen Diäthyläther, Methylpropyläther, Methylacetat, Äthylpropionat, Aceton und Cyclohexanon. 



   Epoxydsysteme, die den flammensichernden Zusatz enthalten, können im Temperaturbereich von 10 bis   2500C   teilweise oder vollständig gehärtet werden. Beim üblichen Verfahren wird die härtbare Zusammensetzung bei   50 - 1500C teilweise gehärtet und dann   zwischen 100 und 2000C vollständig gehärtet. 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 
 EMI5.1 
 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 
 EMI6.1 
 2,   2' -Sulfonyldiäthyl-bis   (2,   3 -epoxycyclopentancarboxylat),   4,   4'-Sulfonyldibutyl-bis   (3,   4-epoxycyclohexancarboxylat),   3, 3'-Sulfonyldipropyl-bis (3,4-epoxycycloheptancarboxylat), 
 EMI6.2 
 und ähnliche. 



   Einzelne Verbindungen sind z. B. 



   3-Oxatetracyclo [4.4.0.17,10,02,4]undec-8-yl-2,3-epoxypropionat,   3-0xatetracyclo [4.   4. 0. 17,10 .2,4 ] undec-8-yl-2,3-epoxybutyrat, 
 EMI6.3 
 der USA-Patentschrift Nr. 2,543, 419 beschriebenen Diätherdiepoxyde sind ebenfalls verwendbar. 



   Weiter sind verwendbar Polydycidylpolyäther von Polyhydroxyphenolen, epoxydiertes Sojabohnenöl, epoxydiertes, flüssiges Polybutadien, und die mit vic-Epoxyhydrocarbyl substituierten aromatischen Kohlenwasserstoffe. Polyepoxyde dieser Typen und ihre Herstellung werden   z. B.   in den USA-Patentschriften Nr. 2, 682, 515, Nr. 2, 633, 458 und Nr. 2, 938, 875 beschrieben. 



   Die oben angeführten Polyepoxyde können auch in Kombination mit Monoepoxyden angewendet werden, um die erzielbaren Eigenschaften im gehärteten Harz abzuändern. Solche Modifizierer sind   z. B.   



  Monoepoxyde, wie Styroloxyd, Äthylstyroloxyd, Divinylbenzolmonoxyd, Allylglyzidyläther, Vinylcyclohexenmonoxyd, Butadienmonoxyd und Isobutylenoxyd. 



   Zur schnelleren Härtung können den härtbaren Epoxydzusammensetzungen saure oder basische Katalysatoren zugefügt werden. Katalysatorkonzentrationen können innerhalb eines Bereiches von 0,001 bis 5 Gew.-% bezogen auf das Polyepoxyd variiert werden. 



   Anwendbare basische und saure Katalysatoren sind z.   B. Metallhalogenid-Lewis-Säuren,   z. B. Bortri fluorid, Aluminiumchlorid, Zinkchlorid,   Zinn (IV) chlorid, Eisen (III) chlorid,   Bortrifluorid, Piperidin- 
 EMI6.4 
 säure, Phosphorsäure, Polyphosphorsäure und Perchlorsäure ; die gesättigten, aliphatischen Kohlenwasserstoffsulfonsäuren und die aromatischen Kohlenwasserstoffsulfonsäuren, wie z. B. Äthylsulfonsäure, Propylsulfonsäure, Benzolsulfonsäure, Toluolsulfonsäure, Naphthalinsulfonsäure und mit niedrigerem Alkyl substituierte Benzolsulfonsäure ; die Alkalimetallhydroxyde   z. B. Natrium - und Kaliumhydroxyd ;   Diamine   z.B. &alpha;-Methylbenzyldimethylamin, Dimethyläthylamin,   Triäthylamin, Tripropylamin und Trimethylammoniumhydroxyd. 



   Wie oben erwähnt, können die angeführten Polyepoxyde mit einem aktiven organischen Härter oder einer Kombination von aktiven organischen Härtern homo- oder copolymerisiert werden. Die hier verwendete Bezeichnung "aktiver, organischer   Härter" bedeutet   eine organische Verbindung, die zwei oder mehrere Gruppen enthält, welche gegenüber Epoxygruppen reaktiv sind. Die aktiven organischen Härter, 

 <Desc/Clms Page number 7> 

 die im folgenden erläutert werden, werden in einer solchen Menge angewendet, die hinreicht, um im Epoxydsystem, welches den oder die aktiven organischen Härter enthält, eine Polymerisation zu verursachen. Die aktiven organischen Härter können auch in verschiedenen Mengen angewendet werden, um dem gehärteten Epoxydsystem eine Vielzahl von Eigenschaften zu verleihen.

   Typische Gruppen, die gegenüber Epoxygruppen reaktiv sind, sind aktive Wasserstoffgruppen wie Hydroxyl-, Carboxyl-, Thiolgruppen, Isocyanat- und Isothiocyanatgruppen und Halogenatome von Acylhalogenideri. Oxydicarbonylgruppen wie jene in den   Polycarbonsäureanhydriden   sind ebenfalls aktiv. Eine Oxydicarbonylgruppe reagiert, mit 2-Epoxygruppen und daher brauchen die Polycarbonsäureanhydride nur eine Oxydicarbonylgruppe enthalten, um als aktiver organischer Härter mit der erfindungsgemässen Epoxydzusammensetzung zu fungieren. Anders gesagt ist eine Oxydicarbonylgruppe eines Anhydrids zwei aktiven Epoxygruppen äquivalent. 



   Typische aktive organische Härter sind z. B. Polycarbonsäuren, Polycarbonsäureanhydride, Polyole, d. s. Polyhydroxyphenole, Polyhydroxyalkohole, Polyisocyanate, Polythioisocyanate und Polyacylhalogenide. 



   Die oben verwendete   Bezeichnung"Polycarbonsäure"bedeutet   eine Verbindung oder ein Polymeres mit 2 oder mehreren Carboxylgruppen im Molekül. Aus den Epoxydzusammensetzungen und   Polycarbon-   säuren können Mischungen gebildet werden, die zur Herstellung einer Vielzahl verwendbarer Produkte gehärtet werden können. Wertvolle Harze können aus Mischungen mit solchen Gehalten an Epoxydzusammensetzungen und   Polycarbonsäure   hergestellt werden, die 0, 3-2, 0 Carboxylgruppen der Säure pro Epoxygruppe der Epoxydzusammensetzung entsprechen. 



     Typische Polycarbonsäure-Härter   sind z. B. Oxal-, Malon-, Bernstein-, Glutar-, Adipin-, Pimelin-, 
 EMI7.1 
 tetracarbon-,   1, 2, 3, 5-Benzoltetracarbon-, Benzolpentacarbon-,   Benzolhexacarbonsäure, polymerisierte Fettsäuren aus natürlichen Ölen z. B. Leinöl, Tungöl, Sojabohnenöl und dehydratisiertes Rizinusöl und einschliesslich ihrer Mischungen mit einem Molgewicht im Bereich von 500 bis 5000. 



     Als Polycarbonsäuren   in den polymerisierbaren Zusammensetzungen sind auch Verbindungen verwendbar, die neben den zwei oder mehreren Carboxygruppen, Estergruppen enthalten, welche als Polycarboxypolyester von   Polycarbonsäuren,   wie den oben angeführten oder den entsprechenden Säureanhydriden, die mit Polyhydroxyalkoholen verestert sind, bezeichnet werden können. Die Bezeichnung"Polycarboxypolyester" bedeutet also Polyester mit zwei oder mehreren Carboxygruppen pro Molekül. Diese Polycarboxypolyester können mittels bekannter Kondensationsverfahren hergestellt werden, wobei Molverhältnisse angewendet werden, die vorzugsweise grösser sind als äquivalente   Mengen der Polycarbonsäure   oder des Anhydrids.

   Die bei der Veresterung verwendete Menge der   Polycarbonsäure   oder des Anhydrids, sollte also mehr Carboxygruppen enthalten, als für die Reaktion mit den Hydroxylgruppen der Polyhydroxyverbindung erforderlich sind. 



   Für die Herstellung dieser Polycarboxypolyester verwendbare Polyhydroxyalkohole sind z. B.   :     Dihydroxy-   alkohole, wie Äthylenglykol, Diäthylenglykol, Triäthylenglykol, Tetraäthylenglykol,   1, 2-Propylen-   glykol,   1, 3-Propylenglykol,   Dipropylenglykole, Triprppylenglykole, Polyoxyäthylenglykole, Polyoxypropylenglykole,   1,     2 -Butylenglykole, l, 4-Butylenglykol, Pentan -1, 5 -diol, Pentan -2, 4-diol, 2, 2 -Dime-'   thyltrimethylendiol,   Hexan-1,   4-diol,   Hexan-1,     5-diol, Heptan-l, 6-diol,   Hexan-2, 5-diol, 3-Methyl- 
 EMI7.2 
 Glyzerin, Trimethyloläthan, Hexan-1, 2, 6-triol und 1, 1, 1-Trimethylolpropan und die   Äthylenoxyd- und   Propylenoxydaddukte davon ;

   Tetrahydroxyverbindungen, wie Pentaerythrit und Diglyzerin ; und höhere Polyhydroxyverbindungen wie Pentaglyzerin, Dipentaerythrit und Polyvinylalkohole. Weitere Polyhydroxyalkohole, die zur Herstellung von   Polycarboxypolyestern   verwendbar sind, können durch Umsetzung von Epoxyden z. B. Diglyzidyldiäthern von   2, 2-Propanbisphenol   mit organischen Verbindungen, die reaktiven Wasserstoff enthalten z. B. Aminen, Polycarbonsäuren und Polyhydroxyverbindungen hergestellt werden. 

 <Desc/Clms Page number 8> 

 



  Bei der Herstellung der Polycarboxypolyester wird vorzugsweise ein aliphatischer oder oxaaliphatischer   Di-,   Tri-, oder Tetrahydroxyalkohol angewendet. Die Molverhältnisse, mit denen die Polycarbonsäure oder das Anhydrid mit den Polyhydroxyalkoholen umgesetzt werden können, sind so, um Polyester mit mehr als 2 Carboxygruppen pro Molekül, wie oben angeführt, zu erhalten. 



   Erfindungsgemäss wird bevorzugt ein Polycarbonsäureanhydrid als eine wesentliche Komponente in den härtbaren Zusammensetzungen zur Herstellung von Harzen mit verschiedenartigen wertvollen Eigenschaften angewendet. Besonders wertvolle selbstlöschende Harze können aus Mischungen hergestellt werden, die solche Mengen   Polycarbonsäureanhydrid   und Epoxydzusammensetzungen enthalten, damit pro Epoxygruppe   0,   2-3, 0 Carboxyäquivalente des Anhydrids vorliegen. Vorzugsweise werden Harze aus härtbaren Mischungen hergestellt, die solche Mengen   Polycarbonsäureanhydrid   und Epoxydzusammensetzungen enthalten, dass pro Epoxygruppe   0,   4-2, 0 Carboxyäquivalente vorhanden sind. 



   Typische Polycarbonsäureanhydride sind   z. B. :   Bernstein-, Glutar-,   Propylbernstein-,   Methylbutyl- 
 EMI8.1 
 
Hexylbernstein-, Heptylbernstein-, Pentenylbernstein-, Oktenylbernstein-, Nonenylbernstein-,Dicarbonsäureanhydride, wie jene die durch Autokondensation von Dicarbonsäuren z. B. Adipin, Pimelin-, Sebacin-, Hexahydroisophthal-, Terephthal- und Isophthalsäure, entstehen. Andere verwendbare Dicarbonsäureanhydride sind die Diels-Alder-Addukte von Maleinsäure und alicyclischen Verbindungen mit 
 EMI8.2 
 [2. 2. 2] hepten-2, 3-diearbonsäureanhydrid.Propylenoxydaddukte davon. 



   Die feuersichernden, erfindungsgemäss verwendeten Additive bieten bei der Herstellung   selbstlöschen -   der Epoxydharze, beträchtliche Vorteile. Zum Beispiel können   Polyepoxyd-Dicarbonsäureanhydridsystemen,   welche ein Polyol als Starter für die Quervernetzung benötigen, die mit Hydroxyl oder Halogen substituierten Phosphite und Phosphate zum Teil oder ganz an die Stelle des Polyols treten. Ist jedoch kein Starter erforderlich, können die feuersichernden Zusätze als solche verwendet werden, um Harze mit weitgehender Nichtentflammbarkeitzu erhalten. Die feuersichernden Additive sind vielseitig, da sie zunächst mit Säuren und/oder Anhydriden umgesetzt werden können, um gemischte Ester-Säuren zu ergeben, welche weiter mit Polyepoxyden polymerisiert werden können.

   Härtbare   Polyepoxydzusammensetzungen,   die feuersichernde Additive enthalten, finden weitgehend Verwendung, da sie durch Überziehen, Bürsten oder Sprühen durch Verfahren, wie sie in der Farben-, Anstrich-und Lackindustrie bekannt sind, aufgebracht werden können. 



   Der hier verwendete   Ausdruck"nicht entflammbar"kennzeichnet   ein Material, welches nicht leicht brennt. Der   Ausdruck "selbstlöschend" wird   entsprechend der ASTM-Methode   T-635-56T "Tentative   Method of Test for Flammability of Plastic Foams and   Sheeting"definiert.   Bei diesem Test wird die Flamme eines Bunsenbrenners mit einem blauen Kegel von etwa 38 mm Höhe auf die Vorderkante der Probe (127 x 12, 7 x 12, 7 mm) gerichtet und 30 sec damit in Berührung gelassen. Die Probe wird als selbstlöschend bezeichnet, wenn nach der Entfernung der Flamme keine Zündung wie eine Flamme oder ein fortschreitendes Glühen beobachtet werden kann. 



   Die folgenden Beispiele erläutern die beste Ausführungsart der Erfindung. 



   Beispiel 1: Zu 98 g (1, 0 Mole) gerührter wasserfreier Phosphorsäure wurden innerhalb 1, 13 h langsam tropfenweise 694 g (7, 5 Mole) 3-Chlor-1, 2-epoxypropan zugefügt. Nach der Zugabe wurden weitere 0, 5 h auf 1000C erhitzt. Das Reaktionsprodukt wurde dann bei   1000C   und weniger als 2 mm Druck der Destillation unterworfen. Der Rückstand betrug 515 g, gemäss einer Aciditätsbestimmung war er im wesentlichen neutral und enthielt 30, 3% Chlor (theoretisch   31,05), 31,75ego   C (theoretisch 31, 52), 5, 25% H (theoretisch 5, 00) und 5, 99% P (theoretisch 6, 01).

   Die Struktur war etwa 

 <Desc/Clms Page number 9> 

 
 EMI9.1 
 
 EMI9.2 
 Da das Wasser in der Ausgangssäure verbraucht wurde, ist das Produkt eine Mischung von solchen wie in Produkten der Formel l angegeben ist und Glykolen, die durch Reaktion des Epoxyds mit Wasser entstanden sind. 



   Beispiel 3 : Eine Mischung   aus 51, 3 g Dicyclopentadiendioxyd, 24, 3 g Maleinsäureanhydrid und     29,     4 g   eines   3-Chlor-l, 2-epoxypropanadduktes   von wasserfreier Phosphorsäure, wie in Beispiel 1 hergestellt, mit einem Molgewicht von 711, 2 (Äquivalentverhältnis   = 1, 0 Epoxy : 0, 8 Carboxyl : 0, 2   Hydroxyl) wurde gerührt und auf   900C'erhitzt.   Die erhaltene Lösung wurde in 3 Harzformen gegossen (152 x 12, 7 x 12, 7 mm) und 21, 25 h auf   800C   erhitzt. Bei   800C   erfolgte keine Gelierung. Nach 2 stündigem Erhitzen der Lösungen auf 120oC'bildeten sie ein Gel. Nach der Härtung (4 h bei 120 C, 1 h bei 1600C und 6 h bei 200 C) wurde das harte, gelbe Harz aus den Formen entfernt.

   Es hatte eine 
 EMI9.3 
    l, 22%16,   8 -Trimethylolpropan (Äquivalentverhältnis   = 1, 0 Epoxy : 0, 8 Carboxyl : 0, 2   Hydroxyl) wurde gerührt und auf 900C erhitzt. Die erhaltene Lösung wurde in Harzformen gegossen (152 x 12, 7 x 12, 7 mm) und wie folgt   gehärtet : 1   h bei   120 C,   1 h bei 1600C und 6 h bei   2000C.   Das harte, gelbe Harz zeigte eine Barcol-Härte von 51 und eine Wärmefestigkeitstemperatur von   2430C.   Bei einem Brennbarkeitstest entzündet sich das Harz sehr schnell und brannte nach Entfernen der Flamme weiter. Nach 30 sec langem Brennen musste die Flamme ausgeblasen werden. 



   Beispiel 5 : Eine Mischung aus 40, 0 g Dicyclopentadiendioxyd,   19, 0   g Maleinsäureanhydrid und 46, 0 g   3-Chlor-1, 2-epoxypropanaddukt   von wasserfreier Phosphorsäure, wie in Beispiel 1 hergestellt, mit einem Molgewicht von 711, 2 (Äquivalentverhältnis = 1, 0 Epoxy : 0, 8 Carboxyl : 0, 4 Hydroxyl) wurde gerührt und auf 900C erhitzt. Die erhaltene Lösung wurde genau wie in Beispiel 1 zur Herstellung von Harzstangen   (l, 91%   P, 14, 5% Cl) verwendet.

   Die Harzstangen hatten eine Barcol-Härte von 41 und eine 
 EMI9.4 
    58,     8 g   eines 3-Chlor-1, 2-epoxypropanadduktes von wasserfreier Phosphorsäure, wie in Beispiel 1 hergestellt ; mit einem Molgewicht von 706 und 0, 20 g Benzyldimethylamin als Katalysator (Äquivalentverhältnis = 1, 0'Epoxy : 1, 0 Carboxyl : 0, 4 Hydroxyl) wurde gerührt und auf 900C erhitzt. Die erhaltene Lösung wurde zur Herstellung von Harzstangen   (1, 1%   P,   8, 3% Cl)   verwendet, welche 2 h bei 120 C, und 6 h bei 1600C gehärtet wurden. Das Harz war gegen Verbrennen sehr resistent, hatte eine Barcol-Härte von 16 und eine Wärmefestigkeitstemperatur von   69 C.   Nach weiterem 24 stündigem Härten bei 2000C 
 EMI9.5 
 eine Wärmefestigkeitstemperatur von   620C.   



   Beispiel 7 : Eine Mischung aus 15, 8 g Bis(3,4-epoxy-6-methylcyclohexylmethyl) adipat mit einem Epoxyäquivalent von 222, 10, 9 g Hexhydrophthalsäureanhydrid und   8, 3 g 3-Chlor-l, 2-epoxy-   propanaddukt von wasserfreier Phosphorsäure, wie in Beispiel 1 hergestellt, mit einem Molgewicht von 706 (Äquivalentverhältnis   = 1, 0 Epoxy : 1, 0 Carboxyl : 0, 5   Hydroxyl) wurde gerührt und   auf 1100C   erhitzt.

   Die erhaltene Lösung wurde zur Herstellung von Harzstangen verwendet, welche 2 h bei 1200C und 6 h bei 1600C   gehärtetwurden.   Das Harz   (l, 0%   P, und 7, 85% Cl) hatte eine Barcol-Härte von 8 und eine Wärmefestigkeitstemperatur von   390C.   Es war insofern nicht entflammbar, als es nur schwierig brannte. 

 <Desc/Clms Page number 10> 

 
 EMI10.1 
    8 :- 6-methylcyclohexancarboxylat, 13, 1   g Phthalsäureanhydrid und 8, 3 g eines 3-Chlor-l, 2-epoxypropanadduktes von wasserfreier Phosphorsäure, wie in Beispiel 1 hergestellt, mit einem Molgewicht von 706 (Äquivalentverhältnis = 1, 0 Epoxy : 1, 0 Carboxyl : 0, 4 Hydroxyl) wurde gerührt und auf 1150C erhitzt. Die erhaltene Lösung wurde zur Herstellung von Harzstangen verwendet, welche 2 h bei 1200C und 6 h bei 1600C gehärtet wurden.

   Das Harz   (1, 04%   P und 7, 85% Cl) hatte eine   Barcol-Härte   von 30 und eine Wärmefestigkeitstemperatur von   760C.   Es war insoferne nicht entflammbar, als es nur schwierig brannte. 



     Beispiel 9 :   Ein nicht entflammbaresHarz wurde aus   einerLösungvonS, 5   g 3, 4-Epoxy-6-methyl-   cyclohexylmethyl-3, 4-epoxy-6-methylcyclohexancarboxylat, 6, 5g   eines   3-Chlor-l, 2-epoxypropan-   adduktes, hergestellt wie in Beispiel 1 mit einem Molgewicht von 706 (Äquivalentverhältnis =1, 0 Epoxy : 0, 5 Hydroxyl) und 0,   75 g Bortrifluorid -Monoäthylaminkomplex   als Katalysator hergestellt. Die Lösung wurde 2 h bei 1200C und 6 h bei 1600C gehärtet. Es war insofern nicht entflammbar, als es nur schwierig brannte. 



     Beispiel 10 :   Der Ersatz einer äquivalenten Menge des Hydroxyls im Epoxypropanaddukt von Phosphorsäure im Beispiel 9 durch Trimethylolpropan ergab ein Harz, welches die Verbrennung begünstigte. Bei diesem Ansatz wurden 13, 1 g des Carboxylats und 1, 9 g Trimethylolpropan verwendet. 



   Beispiel 11 : Eine Mischung aus 55, 4 g Dicyclopentadiendioxyd,   26, 5 g Maleinsäureanhydrid   und 
 EMI10.2 
 stellt, mit einem Molgewicht von 515 (Äquivalentverhältnis = 1, 0 Epoxy : 0, 8 Carboxyl : 0, 2 Hydroxyl) wurde unter Rühren auf 900C erhitzt. Die erhaltene Lösung wurde zur Herstellung von Harzstangen verwendet, die 4 h bei   120 C,   2 h bei 1600C und 6   h'bei 2000C   gehärtet wurden. Das Harz hatte eine 
 EMI10.3 
 Chlor und war innerhalb 1,   5-9   sec selbstlöschend. 



   Beispiel 12 : Eine Mischung aus 56,   5 g Dicyclopentadiendioxyd, 27, 0   g Maleinsäureanhydrid und 21, 5 g   3-Chlor-l,. 2-epoxypropanaddukt   von sirupöser Phosphorsäure, hergestellt wie in Beispiel 2, mit einem Hydroxyläquivalent von 156, 2 (Äquivalentverhältnis   =1, 0 Epoxy : 0, 8 Carboxyl : 0, 2   Hydroxyl) wurde gerührt und zur Erzielung einer Lösung auf   900C   erhitzt. Aus dieser Lösung wurden durch 2 stündiges Härten bei 1600C Harzstangen hergestellt. Das erhaltene Harz (0, 8% P und 6, 7% Cl) hatte eine Barcol-Härte von 50, eine Wärmefestigkeitstemperatur von 160 C und war innerhalb 2, 5 min selbst- 
 EMI10.4 
 
0 stündigemWärmefestigkeitstemperatur von 2270C und war innerhalb 1, 5 sec selbstlöschend. 



   B eispiel 13 : Ein nicht entflammbares Harz mit einem Schmelzpunkt von etwa   1400C   wurde aus einer Lösung von   55, 4g Dicyclopentadiendioxyd, 26, 4g Maleinsäureanhydrid   und 23, 2 g eines 3-Chlor-   - 1, 2-epoxypropanadduktes   von wasserfreier Phosphorsäure, hergestellt durch Umsetzung von 131 g (1, 42 Mole) 3-Chlor-1,2-epoxypropan mit 41 g wasserfreier Phosphorsäure (0,5 Mole) bei   50 C,   28, 23% Cl (theoretisch 29, 19), 29, 74% C (theoretisch 29, 65), 5, 51% H (theoretisch 5, 03) und 9, 18% P (theoretisch 9, 00) mit einem Molgewicht von 344 (Äquivalentverhältnis   = 1, 0 Epoxy : 0. 8 Carboxyl : 0, 2   Hydroxyl) hergestellt.

   Die Lösung wurde   3,   5 h bei   800C   und 6 h bei   1000C   gehärtet und ergab ein klares, braunes Harz von   l, 99%   P und 6, 45% Cl. Da das Harz bei einer niedrigen Temperatur schmolz, war es nach dem Brennbarkeitstest nicht brennbar. 



   Beispiel 14 : Ein   3-Chlor-l, 2-epoxypropanaddukt   von wasserfreier Phosphorsäure in Verbindung mit Äthylenoxyd und der folgenden Formel wurde zur Herstellung eines nicht entflammbaren Epoxyharzes verwendet. 
 EMI10.5 
 worin x =   1, 49, Y   = 2, 60, durchschnittliches Molgewicht = 854 (3, 62% P, 18, 5% Cl). 



   Eine Mischung aus 32, 2 g Dicyclopentadiendioxyd,   15, 4   g Maleinsäureanhydrid und 22, 4 g des oben angegebenen 3-Chlor-1,2-epoxypropanadduktes von wasserfreier Phosphorsäure in Verbindung mit Äthylen- 

 <Desc/Clms Page number 11> 

 oxyd (Äquivalentverhältnis = 1, 0 Epoxy : 0, 8 Carboxyl : 0, 2 Hydroxyl) wurde   gerührt und auf 900C   erhitzt, um eine Lösung herzustellen. Aus dieser Lösung wurden durch Härten (6 h bei 80 C, 16, 75 h bei   100OC,   6 h bei 120 C, 6 h bei   160 C   und 6 h bei 2000C) Harzstangen hergestellt. Das erhaltene Harz   (1, 15%   P und   5, 90/0   Cl) hatte eine Barcol-Härte von   57,   eine Wärmefestigkeitstemperatur von 1480C und war innerhalb 10 - 52 sec selbstlöschend. 



   Beispiel   16 :   Ein Äthylenaddukt von wasserfreier Phosphorsäure in Verbindung mit 3-Chlor-   - 1, 2-epoxypropan   mit der folgenden Formel wurde zur Herstellung eines nicht entflammbaren Epoxyharzes verwendet. 
 EMI11.1 
 worin   x = 2, 71, y   = 2, 29, durchschnittliches Molgewicht   = 1092 (2, 84% P   und   23, 2% Cl).   



   Eine Mischung aus 29, 5 g Dicyclopentadiendioxyd, 14, 2 g Maleinsäureanhydrid und 26, 3 g eines Äthylenoxydadduktes von wasserfreier Phosphorsäure in Verbindung mit 3-Chlor-l, 2-epoxypropan   (Äqui-   valentverhältnis = 1, 0 Epoxy : 0, 8 Carboxyl : 0, 2 Hydroxyl) wurde gerührt und zum Auflösen auf   900C   erhitzt. Aus dieser Lösung wurden durch Härten genau wie in Beispiel 14 Harzstangen hergestellt. Das Harz (1, 06% P und   8, 7% Cl)   hatte   eineBarcol-Härte von 53, eineWärmefestigkeitstemperaturvon99 C   und war innerhalb   44 - 164   sec selbstlöschend. 



   Beispiel 16 : Eine gerührte Lösung bestehend aus 1632 g Dicyclopentadiendioxyd, 777 g Maleinsäureanhydrid und 592 g eines   3-Chlor-1, 2-epoxypropanadduktes   von sirupöser Phosphorsäure mit einem Hydroxyläquivalent = 148,6 (Äquivalentverhältnis = 1,0 Epoxy : 0,8 Carboxy : 0,2 Hydroxyl) in 673 g Toluol wurde auf Rückflusstemperatur gebracht (die Reaktionstemperatur = 1430C innerhalb 45 min). Die Reaktionsmischung wurde   2,   5 hunter Rückfluss erhitzt, auf Raumtemperatur abgekühlt und durch Zugabe von 619 g Toluol und 708 g Methyläthylketon verdünnt, um eine Lösung mit 60% Feststoffen zu ergeben. 



  Die erhaltene Lösung hatte ein spez. Gewicht von   1, 108 (25 C),   eine Viskosität von 182 cps. (250C), enthielt 0, 8% P und 6, 7% Cl. 



   Eine 12fache Glasgewebeschicht wurde unter Anwendung der obigen Harzlösung wie folgt hergestellt : Die Harzlösung wurde auf das Gewebe aufgebürstet und das Lösungsmittel in einem Ofen mit zirkulierender Luft innerhalb 3 min bei 1300C entfernt. Eine Anordnung von 12 Schichten wurde in eine Presse gegeben und gewalzt. Das erhaltene, glatte Schichtwerk enthielt   23%   Harz, war selbstlöschend und hatte folgende Eigenschaften : 
 EMI11.2 
 
<tb> 
<tb> End <SEP> - <SEP> Zugfestigkeit <SEP> 4260 <SEP> kgl <SEP> cm2 <SEP> 
<tb> Biegefestigkeit <SEP> 6390 <SEP> kg/cm
<tb> 
 
Beispiel 17 : Zu 1202 g gerührter wasserfreier Phosphorsäure wurden innerhalb 11 h bei   1000C   langsam 4800 g   1,   2-Epoxyäthan zugefügt.

   Nach der Zugabe wurde das Reaktionsprodukt bei   810C   unter einem Druck von weniger als 2 mm einer Destillation unterworfen. Der Rückstand war im wesentlichen neutral, 
 EMI11.3 
 ein Molgewicht von   469, 8.   



   Beispiel 18 : Zu 1130 g   84, 2%0figer,   sirupöser Phosphorsäure wurden innerhalb 11 h 5600 g 1, 2-Epoxyäthan zugefügt. Nach Beendigung der Zugabe wurde die Reaktionsmischung destilliert und der erhaltene farblose Rückstand enthielt 44, 62% C (theoretisch 44, 80), 8, 40% H (theoretisch 8, 30), 4, 73% P (theoretisch 4, 73) und hatte ein Molgewicht von 327, 5. Da das Wasser in der Ausgangssäure verbraucht wurde, ist das Produkt eine Mischung, die Glykole aus der Reaktion zwischen Epoxyd und Wasser enthält. 



   Beispiel 19 : Unter Anwendung des Verfahrens von Beispiel 17 wurden   348 g 1, 2-Epoxypropan   mit 98 g wasserfreier Phosphorsäure umgesetzt, wobei ein im wesentlichen neutraler Rückstand mit einem Molgewicht von etwa 440, 8 und einem Phbsphorgehalt von 7, 0% erhalten wurde. 

 <Desc/Clms Page number 12> 

 



   Beispiel20 :EineMischungausDicyclopentadiendioxyd,Maleinsäureanhydridunddemhydroxylhaltigen Phosphat von Beispiel 18 (Äquivalentverhältnis = 1, 0 Epoxy : 0, 8 Carboxyl : 0, 2 Hydroxyl) wurde gerührt und auf 900C erhitzt, um eine Lösung zu erhalten. Aus dieser Lösung wurden durch Härten (2 h bei   120OC,   6 h bei 1600C und 6 h bei 2000C) Harzstangen hergestellt. Das erhaltene Harz   (0, 840/0   P) hatte eineBarcol-Härte von 59, eine Wärmefestigkeitstemperatur von   1910C und war innerhalb 64 - 73   sec selbstlöschend. 



     Beispiel 21 :   Unter Anwendung des gleichen Harzansatzes von Beispiel 20 mit dem Phosphat, entsprechend 0, 3 Hydroxyläquivalenten, war das Harz innerhalb 9 sec selbstlöschend. 



   B eispiel 22: Eine Mischung aus Dicyclopetadiendioxyd, Maleinsäureanhydrid und dem hydroxylhaltigen Phosphat von Beispiel 17 (Äquivalentverhältnis =   1, 09 Epoxy : 0, 8 Carboxyl : 0, 2   Hydroxyl) wurde zur Herstellung einer Lösung gerührt und auf   900C   erhitzt. Aus dieser Lösung wurden durch Härten (2 h bei 120 C, 6 h bei 160 C und 6 h bei 2000C) Harzstangen hergestellt. Das erhaltene Harz   (1, 350/0   P) hatte eine Barcol-Härte von 61, eine Wärmefestigkeitstemperatur von 2420C und war innerhalb 40 sec selbstlöschend. 



   B   s pie 1 23 : Eine Mischung   aus 57,3 g Dicyclopentadiendioxyd, 27,3 g Maleinsäureanhydrid und 
 EMI12.1 
    4 g0, 8 Carboxyl : 0, 2   Hydroxyl) wurde gerührt und auf 900C erhitzt. Die erhaltene Lösung wurde in eine Harzform gegossen und 21, 25 h auf   800C   erhitzt. Bei   80 C   erfolgte keine Gelierung, nach 2 stündigem Erhitzen auf 1200C bildete sich jedoch ein Gel. Nach dem Härten (4 h bei 120 C, 1 h bei 1600C und 6 h bei 2000C) wurde aus der Form eine harte gelbe Harzstange entfernt (l, 37% P), welche eine BarcolHärte von 43 und eine Wärmefestigkeitstemperatur von   189 C   hatte. Das Harz war selbstlöschend. 



   Beispiel 24 : Eine Mischung 48 g Dicyclopentadiendioxyd,   22, 8   g Maleinsäureanhydrid und 34, 2 des hydroxylhaltigen Phosphats, hergestellt in Beispiel 19 (Äquivalentverhältnis = 1, 0 Epoxy : 0,8 Carboxyl : 0,4 Hydroxyl) wurde gerührt und auf   900C   erhitzt. Die erhaltene Lösung wurde in eine Harzform gegossen und 21, 25 h auf   800C   erhitzt. Bei   800C   erfolgte keine Gelierung, sondern erst nach 2 stündigem Erhitzen auf   1200C.   Nach dem Härten   (4 h   bei 120 C, 1 h bei 1600C und 6 h bei   200 C)   wurde aus der Form eine harte, gelbe Harzstange entfernt (2,28% P), die eine Barcol-Härte von 37 und eine Wärmefestigkeitstemperatur von 1600C aufwies. Das Harz war innerhalb 7 sec selbstlöschend. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Härtbare Zusammensetzung, enthaltend ein Polyepoxyd und eine phosphorhaltige Verbindung entsprechend der Formel 
 EMI12.2 
 worin R,   R,   R2 und R3 Wasserstoffatome oder Alkyl-, Alkenyl-, Halogenalkenyl-oder Halogenalkylgruppen mit   1 - 8   Kohlenstoffatomen bedeuten, x eine Zahl mit einem Wert von 1 bis 8 ist und Y ein Wasserstoffatom oder eine einwertige Gruppe der Struktur 
 EMI12.3 
 ist, worin x, R,   R,     R2   und   R3   die oben angeführte Bedeutung haben.

Claims (1)

  1. 2. Härtbare Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die phosphorhaltige Verbindung der Formel <Desc/Clms Page number 13> EMI13.1 worin Z, falls Y ein Wasserstoffatom darstellt, 2 ist oder falls Y nicht vorhanden ist, 3 ist und x eine Zahl mit einem Wert von 1 bis 8 bedeutet, entspricht.
    3. Härtbare Zusammensetzung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die phosphorhaltige Verbindung in einer solchen Menge anwesend ist, dass 0, l-3, 5 Gew.-% Phosphor und 0, 75-27 Gew.-% Chlor bezogen auf das Gesamtgewicht des Harzes vorliegen. EMI13.2
    5. Härtbare Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dassdiephosphorhaltige Verbindung der Formel EMI13.3 ist, worin x eine Zahl im Werte von 1 bis 8 bedeutet.
    6. Härtbare Zusammensetzung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die phosphorhaltige Verbindung in einer solchen Menge anwesend ist, dass 0, 1-3, 5 Gew.- Phosphor bezogen auf das Gesamtgewicht des Harzes vorliegen.
    7. Härtbare Zusammensetzung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die phosphorhaltige Verbindung in einer solchen Menge anwesend ist, dass 0, 3-3, 5 Gew.- Phosphor bezogen auf das Gesamtgewicht des Harzes vorliegen.
    8. Härtbare Zusammensetzung nach irgend einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, EMI13.4
    10. Härtbare Zusammensetzung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Polyglycidylpolyäther eines Polyhydroxyphenols der Diglycidyläther von 2, 2-Bis (4-hydroxyphenyl) propan ist.
    11. Härtbare Zusammensetzung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Bis (alkyl- substituierte-3, 4-epoxycyclohexylmethyl) kohlenwasserstoffdicarboxylat, Bis (3, 4-epoxy-6-methylcyclohexylmethyl) adipat ist.
AT843861A 1960-11-10 1961-11-09 Nicht entflammbare, härtbare Epoxyd-Zusammensetzungen AT237904B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US237904TA 1960-11-10 1960-11-10

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT237904B true AT237904B (de) 1965-01-11

Family

ID=29731444

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT843861A AT237904B (de) 1960-11-10 1961-11-09 Nicht entflammbare, härtbare Epoxyd-Zusammensetzungen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT237904B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1222076C2 (de) Verfahren zur herstellung von diepoxiden
DE2459471C2 (de) Mischungen aus Epoxidharzen, Polycarbonsäureanhydriden und Polyesterdicarbonsäuren
DE2646218A1 (de) Neue phosphor-enthaltende verbindungen
DE1937715A1 (de) Neue,heisshaertbare Mischungen aus Polyepoxidverbindungen,Ringe enthaltenden Polyestern und Polyearbonsaeureanhydriden
DE1082403B (de) Verfahren zum Haerten eines Glycidylpolyaethers
DE1156555B (de) Verfahren zum Herstellen von Formteilen durch Hitzehaerten von Polyesterformmassen
DE1096037B (de) Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern und UEberzuegen aus Diepoxydverbindungen
DE19613064C2 (de) Phosphormodifizierte Epoxidharzmischungen aus Epoxidharzen, phosphorhaltigen Verbindungen und einem Härter, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung
CH626381A5 (de)
EP0135477B1 (de) Polyglycidyläther
US3299008A (en) Process for preparing flexible resinified products from polyepoxides and resulting products
DE1942836A1 (de) Neue Diglycidylester von aliphatischen Dicarbonsaeuren,Verfahren zu ihrer Herstellung und ihrer Anwendung
AT237904B (de) Nicht entflammbare, härtbare Epoxyd-Zusammensetzungen
DE19613063C2 (de) Phosphormodifizierte Epoxidharze und ein Verfahren zu ihrer Herstellung
EP0799848B1 (de) Phosphormodifizierte Epoxidharze aus Epoxidharzen und phosphorhaltigen Verbindungen
EP0721965B1 (de) Flammwidriges Reaktionsharzsystem auf Basis von Epoxyverbindungen und phosphorhaltigen Anhydrid-Härtern
US2992196A (en) Polyepoxide-dicarboxylic anhydride compositions
DE1192827B (de) Verfahren zur Herstellung von Formteilen auf der Basis von Diepoxyden
EP0191926B1 (de) Wärmehärtbare Epoxidharzmischungen
DE1901876A1 (de) Di(epoxyalkyl)ester von Bicyclo(2,2,1)heptan-2,3-dicarbonsaeuren und deren Verwendung
DE1913513C2 (de) Verfahren zur Herstellung von flammwidrigen, nicht tropfenden Polyurethanen
DE2052024C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines Hydroxyäthers
AT270228B (de) Verfahren zur Herstellung eines verzweigtkettigen Polyesters mit Säureendgruppen
CH456949A (de) Flammhemmende härtbare Mischungen
AT273500B (de) Verfahren zur Verbesserung der Schwerentflammbarkeit von Polyestern und der daraus herstellbaren Produkte