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Vorrichtung zum Beladen von Paletten
Es ist bekannt, Paletten mit Gütern zu beschichten und diese Beschichtung maschinell vorzunehmen. Des weiteren ist es bekannt, Paletten mit Gütern, z. B. Stahlblechfässern, die stehend aufgebracht werden, zu beladen. Die Bildung von Stapeln bei dieser Art der Beladung ist erschwert, weil die Güter bzw. die Behälter ungleiche Höhe haben. Uberdies ist es unzulässig, gasdichte Behälter, z. B. Fässer, ste- hend zu stapeln, wenn das Füllgut zur Entwicklung von Gasen oder Dämpfen neigt, da die Deckel nur so aufgesetzt werden dürfen, dass sie sich bei zu hohem Innendruck von selbst öffnen.
Hingegen können bei liegendem Stapeln hohe Stapel standsicher aufgebaut werden. Damit die Stapel allseits von senkrechten Wänden begrenzt sind, wurdenSpezialpaletten entwickelt, auf die das Lagergut, z. B. die Fässer in liegendem Zustand verladen werden können. Diese Paletten sind aus Profilen, Rohren und Pressteilen verschiedenen Materials hergestellt. Sie können mit Hilfe von Gabelstaplern leicht transportiert werden und schützen, da die Form ihrer Aufnahmemulden der Form des Lagergutes entspricht, dieses vor Schäden durch Eindrücken und gestatten das Aufbauen hoher Stapel. Allerdings müssen diese Paletten manuell oder mit Hilfe von Staplern beladen werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, nunmehr diesen Mangel zu beseitigen und eine Vorrichtung zum Beladen von Paletten zu schaffen, die geeignet ist, vollautomatisch zu arbeiten und die ein Unfallrisiko ausschliesst.
Dies wird erfindungsgemäss durch eine Kippeinrichtung erreicht, in die einerseits das vorzugsweise von einem Stetigförderer zugebrachte Gut, anderseits die zu beladenden Paletten einbringbar sind, wobei die Förderebene und die Ebene in der die Paletten eingebracht werden, einen Winkel, z. B. von 900 miteinander einschliessen
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden an Hand eines Ausführungsbeispieles nachstehend näher erläutert.
Es zeigen Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Vorrichtung nach der Erfindung, Fig. 2 eine Seitenansicht der Kippeinrichtung, Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie III - III in Fig. 2, Fig. 4 eine Seitenansicht in Richtung zum Stetigförderer gesehen und schliesslich Fig. 5 einen Schnitt längs der Linie V - V in Fig. l.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung besitzt eine Kippeinrichtung 1, in die einerseits das zu verladende Gut, anderseits die zu beladenden Paletten einbringbar sind. Die Kippeinrichtung 1 weist einen Rollengang 2 auf, der so ausgelegt ist, dass auf ihm jene Stückzahl Gut Platz findet, den die in das im Winkel, z. B. von 900 zur Förderebene des Rollenganges 2 angeordnete Palettenlager 3 eingelegte Palette aufzunehmen vermag. Dem Rollengang 2 kann das Gut, beispielsweise in Fässern von einem vorzugsweise reversierbaren Stetigförderer 4 zugebracht werden. Das ankommende Gut, z. B. Fässer werden stehend in Gruppen zu zwei oder mehr vom Stetigförderer 4 auf den Rollengang 2 geschoben. Dort ragt ein Anschlag in die Einlaufbahn des Gutes.
Schlägt das erste Fass an diesen Anschlag, so wird die Förderrichtung des Stetigförderers mit Hilfe an'sich bekannter Mittel umgekehrt. Jenes Fass, das auf dem Rollengang 2 nicht mehr Platz fand und das auf den Rollengang 2 zwei oder mehrere Fässer gedrückt hat, wandert, wie auch die folgenden noch auf demstetigförderer 4 befindlichen Fässer, zurück. Dieser Rücklauf bleibt so lange geschaltet, bis das der Kippeinrichtung 1 benachbarte Fass am Stetigförderer 4 eine im Bereiche des Förderers 4 vorgesehene Schranke 5, z. B. eine Lichtschranke freigibt. Mit Hilfe dieser Schranke wird der Stetigförderer 4 abgestellt und die Kippeinrichtung 1 betätigt.
Letztere kippt um die Achse 6, wobei
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die auf dem Rollengang 2 ruhenden Fässer mitkippen, um schliesslich ihr Lager in den Mulden der in das Palettenlager 3 eingelegten Palette zu finden.
Der Kippeinrichtung 1 kann eine Schutztür 7 zugeordnet sein, die verhindert, dass im Arbeitsraum befindliche Personen, z. B. durch aufspringende Deckel, zu Schaden kommen. Diese Schutztür 7 ist derart eingerichtet, dass sie immer schliesst, wenn gekippt bzw. das Palettenlager beladen wird.
Ist die Kippeinrichtung 1 in die Abgabestellung gelangt, so kann die Palette beispielsweise mit einem Gabelstapler abgeholt werden, wobei eine weitere Schraube 8 diesen Arbeitsvorgang sichert.
Es ist vorteilhaft, der Kippeinrichtung 1 einen Palettenspeicher 9 zuzuordnen, der, wie im Ausführungsbeispiel gezeigt, über die Abgabestelle der Kippeinrichtung 1 vorgesehen sein kann. In diesem Palettenspeicher 9 werden die zu beladenden Paletten vorrätig gehalten und werden einzeln auf die entleer- te Kippeinrichtung 1 mechanisch in das Palettenlager 3 eingelegt. Hierauf wird die Kippeinrichtung 1 auf- gerichtet und das Arbeitsspiel kann von vorne beginnen.
Durch Anordnung eines Kopierwerkes lässt sich die gesamte Anlage vorzüglich steuern und kann die Anlage gefahrlos vollautomatisch betrieben werden, was eingebaute Wächter ermöglichen.
Die Vorrichtung kann elektrisch, pneumatisch oder hydraulisch betrieben werden. Die Art der Palet- ten kann geändert werden und können auch durch Verstellung der Anschläge und Einlegen von Formstük ken in den Speicher 9 Paletten verschiedener Aufnahmefähigkeit Verwendung finden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Beladen von Paletten, gekennzeichnet durch eine Kippeinrichtung (1), in die einerseits das vorzugsweise von einem Stetigförderer (4) zugebrachte Gut, anderseits die zu beladenden Paletten einbringbar sind, wobei die Förderebene und die Ebene in der die Paletten eingebracht werden, einen Winkel, z. B. von 900 miteinander einschliessen.