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Kochstellenträger, insbesondere Herd
Es ist ein Tisch mit Ansteckeinrichtungen für Küchenmaschinen bekannt, bei dem mehrere horizontale Wellen für Ansteckapparate vorgesehen sind. Jede dieser Wellen ist über ein gekapseltes Übersetzungsgetriebe mit einem gemeinsamen Antrieb verbunden. Bei andern bekannten Antriebsvorrichtungen für Küchengeräte ist der Elektromotor in einen Küchentisch unter der Platte fest eingebaut, derart, dass die vertikale Abtriebswelle des Motors bzw. deren Schutzkappe die ebene Platte des Tisches nicht überragt. Vorzugsweise sind dabei zwei konzentrisch angeordnete Abtriebe mit verschiedener Drehzahl vorgesehen, wobei die höhere Drehzahl der Motordrehzahl entspricht, während für die niedrigere Drehzahl ein Übersetzungsgetriebe vorgesehen ist.
Gegebenenfalls ist ein Schalter für den Motor bzw. für die Wahl der Drehzahl desselben in der Tischplatte versenkt angeordnet.
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Küchenmaschinen werden letztere über eine flexible Welle von einem Motor angetrieben, der an einer vertikalen Füllung, vorzugsweise eines Abwaschbeckens, insbesondere zum Antrieb einer Geschirrspül" maschine befestigt ist. Analog ist die Kombination einer Bügelmaschine mit einem Mixer bekannt.
Die bekannte Anordnung von Küchenmaschinenantrieben in speziellen Tischen od. dgl. oder in Verbindung mit speziellen grösseren Haushaltsgeräten ist bei den heute üblichen geringen Abmessungen der Küchen in Neubauwohnungen praktisch kaum anwendbar. Bei Tischen ist überdies die Verlegung der Zuleitung bei einer Umstellung des Tisches ungünstig ; erfahrungsgemäss werden aber insbesondere Tische häufig umgestellt.
Überdies ist eine Vorrichtung zum Antrieb von Küchengeräten zur Verwendung an Vorrichtungen zur Umwandlung mechanischer Energie in Wärme, z. B. Wirbelstromkochherden, bekannt, wobei das Küchengerät mit einer drehbeweglichen Wirbelstrombahn versehen ist, die unter der Einwirkung des Feldes eines unterhalb der Trägerplatte umlaufenden angetriebenen Magneten umläuft. Derartige angetriebene Küchengeräte sind für Kochstellenträger, insbesondere Herde mit üblicher Wärmeversorgung, z. B. durch Kohle, Gas oder elektrischen Strom, nicht anwendbar und haben daher auch praktisch keine Bedeutung.
Die Erfindung betrifft Kochstellenträger, insbesondere Herde. Sie ist für Herde beliebiger Art benutzbar, u. zw. nicht nur für Gas- und Elektroherde, sondern auch für Öl- und Kohleherde. Auch Kochplatten gehören zum in Betracht kommenden Anwendungsgebiet.
Gemäss der Erfindung ergibt sich eine vorteilhafte Ausgestaltung solcher Kochstellenträger, indem an Stelle einer Kochstelle, gegebenenfalls gegen diese austauschbar, ein mit einem Elektromotor versehenes, an sich bekanntes Antriebsaggregat für eine wahlweise aufsetzbare Küchenmaschine im Trägeroberteil sitzt, wobei das obere Ende der lotrecht angeordneten Antriebswelle freiliegt und das Antriebsaggregat vorzugsweise über an der Kochstellen-, insbesondere Herdmulde angeflanschte Zwischenelemente, insbesondere versenkt und mit seiner Abdeckung bzw. deren Verdrehungssicherungsrillen fluchtend mit der Kochebene gehalten ist. Dadurch ist es möglich, die eigentlichen Küchenmaschinen, z. B. Mixer, Knet-
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maschinen, Saftpressen usw. mit dem Abtrieb dieses Antriebes zu kuppeln und somit auf dem Herd an- zuordnen.
Der bisher erforderliche besondere Platz für die Küchenmaschine wird daher nicht mehr benö- tigt. Es fällt auch die freiliegende bzw. gesonderte Anschlussleitung für die Küchenmaschine weg, wenn es sich um einen Elektroherd handelt.
5 Bei der praktischen Ausführung ist es günstig, wenn der Elektromotor von einem Ring umschlossen ist, der mit in flanschartigen Lagerungsenden auslaufenden Armen versehen ist, die mittels Schrauben an Querträgern befestigbar sind. Diese Art der Befestigung ist sehr günstig, weil damit keine besonderen Änderungen am Herd od. dgl. erforderlich sind, wenn man den erwähnten Antrieb an Stelle einer Koch- platte oder sonstigen Kochstelle unterbringt.
D Weist der Antrieb am oberen Ende mindestens zwei Abtriebe mit verschiedener Drehzahl auf, die vorteilhaft konzentrisch angeordnete Wellen sind, so wird der Schnelltrieb beispielsweise für den An- trieb eines Mixers, der andere z. B. für einen Knethaken benutzt.
Die Bedienung und das Aussehen fallen günstig aus, wenn ein Schalter für das Antriebsaggregat an der Vorderseite des Kochstellenträgers, insbesondere an der Herdvorderwand, angeordnet ist und zur Rei gelung des Antriebsaggregates über eine unterhalb der Kochstellen, insbesondere der Herdmulde verlau- fende Verbindung dient.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Fig. l zeigt einen Querschnitt durch den Oberteil eines Elektroherdes, Fig. 2 eine Draufsicht auf den gleichen Herd, Fig. 3 eine gleit che Ansicht nach Abnahme der Abdeckung des Küchenmaschinenantriebes und schliesslich Fig. 4 einen vergrösserten Ausschnitt aus Fig. l.
Der dargestellte Herd 1 bietet die Möglichkeit, vier Kochstellen anzubringen. Davon sind hier drei
Elektrokochplatten 2-4 vorgesehen. An Stelle der vierten Kochplatte ist über die Tragkonstruktion 5 das aus Motor 6 und Getriebe 7 bestehende Antriebsaggregat 8 einer Küchenmaschine an der Herdmulde 9 des'Herdes befestigt. Zur Vibrationsdämpfung sind zwischen den Teilen 5 und 9 elastische Zwischenla- gen 10 eingeschaltet.
Aus dem Getriebe reichen die beidenAbtriebswellenll und 12 nach oben, u. zw. innen der Schnell- trieb, aussen der Kraftantrieb. Die Durchführung durch die Abdeckung 13 ist mittels Dichtungsring 14 ab- gedichtet.
Die Abdeckung 13 besitzt Verdrehungssicherungsrillen 15 für Aufsatzgeräte (s. auch Fig. 2).
Die Tragkonstruktion kann, wie dargestellt, aus einem den Motor 6 umschliessenden Ring 16 und
Armen 17,18 bestehen, die in flanschartigen Lagerungsenden 19,20 auslaufen. Zur eigentlichen Befe- stigung dienen die Schrauben 21 und 22, die beispielsweise in Querträgern eingeschraubt sind.
Der Schalter 23 zum Ein-und Ausschalten bzw. Vorwählen der einzelnen Drehzahlen für diesen Un- terflurmotor befindet sich - genau wie die Kochstellenschalter - an der Vorderseite 24 des Herdes. Die
Antriebe für Schnell- (Mixer) und Kraftbetrieb (Knethaken u. dgl.) sind auf einer gemeinsamen Mittelli- nie, welche im Zentrum der vorgesehenen vierten Kochstelle liegt, angebracht. Die Aufsatzgeräte sind so geschaffen, dass nur der für das gerade aufgesetzte Gerät passende Antrieb als Antriebsquelle verwen- det wiad. Die Anordnung des Unterflurmotors kann auch bei Tischkochplatten, die in Möbel eingebaut sind, verwendet werden. Die Ausführung gilt, wie oben erwähnt, für Gas-, Kohle-, Öl- undElektroherde.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kochstellenträger, insbesondere Elektroherd oder Herd für feste, flüssige oder gasförmige Brenn- stoffe, dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle einer Kochstelle, gegebenenfalls gegen diese austausch- bar, ein mit einem Elektromotor vorgesehenes, an sich bekanntes Antriebsaggregat (6,7) für eine wahl- weise aufsetzbare Küchenmaschine im Trägeroberteil sitzt, wobei das obere Ende der lotrecht angeord- neten Antriebswelle (11, 12) freiliegt und das Antriebsaggregat (6,7) vorzugsweise über an der Koch- stellen-, insbesondere Herdmulde (9) angeflanschte Zwischenelemente (5,16-22, 25), insbesondere ver- senkt und mit seiner Abdeckung (13) bzw. deren Verdrehungssicherungsrillen (15) fluchtend mit der Koch- ebene gehalten ist.