AT235440B - Überzugsmittel zum Aufbringen von in der Hitze vernetzbaren Kunststoffüberzügen - Google Patents

Überzugsmittel zum Aufbringen von in der Hitze vernetzbaren Kunststoffüberzügen

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AT235440B
AT235440B AT528262A AT528262A AT235440B AT 235440 B AT235440 B AT 235440B AT 528262 A AT528262 A AT 528262A AT 528262 A AT528262 A AT 528262A AT 235440 B AT235440 B AT 235440B
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acrylonitrile
copolymer
methacrylic acid
dispersion
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AT528262A
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Karl-Heinz Dr Mielke
Heino Dr Logemann
Gustav Dr Pieper
Willi Dr Doenwald
Wilhelm Dr Becker
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Bayer Ag
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Description


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  Überzugsmittel zum Aufbringen von in der Hitze vernetzbaren   Kunststoffüb erzügen    
Wässerige Dispersionen aus Copolymerisaten mit überwiegende Anteil an Acrylnitril, beispielsweise Copolymerisate des Acrylnitrils mit funktionellen Derivaten der Acrylsäure oder Methacrylsäure, haben für sich allein oder in Kombination mit Kondensationsprodukten aus Formaldehyd und Phenolen,
Harnstoff oder Melamin bereits Anwendung als Einbrennlacke gefunden, da sie verhältnismässig tempe- raturbeständige Überzüge ergeben. Es ist anderseits bekannt, Dispersionen von Copolymerisaten des Butadiens oder Isoprens mit Styrol und ähnlichen Vinylmonomeren für Anstrichzwecke zu verwenden. 



   Beide Arten von Dispersionen haben jedoch insofern Nachteile gezeigt, als die mechanischen Eigenschaften der damit hergestellten Überzüge besonders in der Wärme sowie die Haftfestigkeit auf der Unterlage nur mässig sind. Insbesondere ist die Beständigkeit gegen heisses Wasser oder Lösungsmittel, vor allem gegenüber Alkohol sehr mangelhaft. Die elektrischen Eigenschaften sind stark temperaturabhängig, speziell die elektrische Durchschlagsfestigkeit geht bei höheren Temperaturen auf einen Bruchteil des Ausgangswertes zurück. 



   Es wurde auch bereits vorgeschlagen, Dispersionen ternärer Copolymerisate, die polymerisierbare Säureamide oder deren Derivate als Komponente enthalten, zur Herstellung von   Überzügen,   insbesondere Drahtlackierungen zu verwenden, da solche Überzüge verbesserte Wärmedruckfestigkeit aufweisen. 



   Es wurde nunmehr gefunden, dass man mit Hilfe wässeriger Polymerisatdispersionen   Überzüge   erhalten kann, die bei höheren Temperaturen vernetzbar sind und die angeführten Nachteile nicht aufweisen, wenn man die Dispersionen eines Copolymerisates des Acrylnitrils mit einer zweiten Dispersion eines Copolymerisates, welches Polymerisate konjugierter Diolefine enthält, also in der Wärme zu Vernetzungen befähigte Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen aufweist, mischt und diese Mischung nach Auftrag auf die zu überziehende Unterlage auf Temperaturen oberhalb   1000C   erhitzt. Mindestens eine der beiden Copolymerisatdispersionen soll dabei ein Copolymerisat enthalten, welches hydrophile Gruppen tragende Monomere einpolymerisiert enthält. 



   Für das Verfahren der Erfindung geeignete Dispersionen von Copolymerisaten des Acrylnitrils stellen solche dar, die durch Copolymerisation von 30 bis   950/0,   vorzugsweise   50 - 700/0   Acrylnitril mit   5 - 700/0,   vorzugsweise   30 - 500/0.   einer oder mehrerer polymerisierbarer Monovinylverbindungen erhalten worden sind. 



   Als polymerisierbare Monovinylverbindungen kommen im besonderen in Betracht : Styrol und seine Substitutionsprodukte und Homologen, insbesondere kern-und seitenkettenalkylierte Styrole ; Ester der Acrylsäure oder Methacrylsäure, insbesondere solche mit aliphatischen oder cycloaliphatischen einwertigen Alkoholen. Als Alkoholkomponente für die vorgenannten Ester kommen hiebei die verschiedensten einwertigen Alkohole, beispielsweise aliphatische geradkettige oder verzweigte Alkohole mit   1 - 12   Koh-   leustoffatomen,   wie beispielsweise Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Isopropylalkohol, insbesondere jedoch die   Butylalkohole,'n   Betracht. Darüber hinaus können selbstverständlich auch Ester anderer Alkohole 

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 eingesetzt werden.

   Ersetzt man die Ester der Acrylsäure ganz oder teilweise durch die Ester der Methacrylsäure, so sind zur Erzielung des gleichen Weichmachereffektes entsprechend höhere Anteile erforderlich, da die letzteren dem zu erzeugenden Film nicht in gleicher Weise wie die Acrylsäure die erforderliche hohe Elastizität verleihen. 



   Ferner kommen in Betracht : Alkyl-,   Aryl- bzw.   Aralkylamide der Acrylsäure oder Methacrylsäure ; Vinyläther oder Vinylester, wie z. B. Vinylacetat, Vinylpropionat. Vinylbutyrat u. ähnl. 



   Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden Copolymerisatdispersionen des Acrylnitrils verwendet, die aus Acrylnitril, einer polymerisierbaren Monovinylverbindung und hydrophile 
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 verbindung ersetzen können. 



   Mindestens eine, gegebenenfalls auch beide der erfindungsgemäss zu verwendenden Mischpolymeri- satdispersionen sollen solche Mischpolymerisate darstellen, die hydrophile Gruppen tragende Monomere einpolymerisiert enthalten. Von bevorzugter Bedeutung sind hiebei polymerisierbare Doppelbindungen enthaltende wasserlösliche Monomere mit Carboxylgruppen, Carbonsäureamidgruppen sowie Methylol- und Alkoxymethylderivate   ct,   ss-ungesättigter Säureamide. Als solche Säureamide kommen insbesondere
Acrylsäureamid und Methacrylsäureamid in Frage, wobei jedoch die Verwendung anderer ungesättigter
Säureamide, wie   z. B.   die Amide der   Fumarsäure,   Maleinsäure, Itaconsäure nicht ausgeschlossen ist. 



  Unter Derivaten ungesättigter Säureamide werden im Rahmen der Erfindung N-Methylolverbindungen von   Säureamiden,   N-Methyloläther von   Säureamiden,   wie beispielsweise die Methyl- oder Äthylmethylol- äther, ferner Mannichbasen von N-Methyloläthern solcher Amide verstanden. Die letztgenannten Verbindungen können beispielsweise nach dem Verfahren der deutschen Auslegeschrift Nr.   1102157   erhalten werden, indem man die genannten Ausgangskomponenten, insbesondere Acryl- oder Methacrylamid, mit Formaldehyd und sekundären Aminen umsetzt. Geeignete sekundäre Amine sind beispielsweise   aliphati-   sehe Amine, wie z. B. Dimethylamin, Diäthylamin und Homologe, araliphatische Amine, wie   z. B.   



  N-Methylolanilin, N-Äthylanilin, Dibenzylanilin, cycloaliphatische Amine, wie   z. B. N-Methylcyclo-   hexylamin, heterocyclische Amine, wie z. B. Morpholin. Darüber hinaus ist es grundsätzlich auch möglich, Oxy-, Amino- sowie ähnliche hydrophile Gruppen tragende Monomere, beispielsweise Vinyl- oder Allyl- bzw. Methallylester von niederen Oxy- oder Aminocarbonsäuren als hydrophile Comonomere zu verwenden. 



   Wässerige Dispersionen von Polymerisaten bzw. Copolymerisaten, die in der Hitze zu Vernetzungreaktionen befähigte Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen enthalten, stellen Polymerisate von konjugierten Diolefinen, wie Butadien, Isopren oder andern   1, 3-Dienen   sowie Copolymerisate dieser konjugierten Diolefine untereinander dar. 



   An Stelle von solchen Dispersionen von Homopolymerisaten konjugierter Diolefine bzw. deren Copolymerisaten untereinander können auch Copolymerisate von konjugierten Diolefinen mit ein oder mehreren Monovinylverbindungen in Betracht kommen, wie sie als Copolymerisationskomponenten für die Herstellung der Acrylnitril-Copolymerisatemulsion beschrieben wurden. 



   Besonders geeignet sind Copolymerisate von konjugierten Diolefinen, wie z. B. Butadien oder   Isopren''   mit   20-60%   einer oder mehrerer Monovinylverbindungen, wie Acrylnitril, Styrol oder Estern der Acrylbzw. Methacrylsäure. 



   Es ist darüber hinaus jedoch auch ohne weiteres möglich, als Komponente mit in der Hitze vernetzbaren Doppelbindungen ungesättigte Polyester aus z. B. a, ss-ungesättigten Dicarbonsäuren und zwei-oder mehrwertigen Glykolen bzw. Polymerisate von ungesättigten Derivaten des Äthylenoxyds zu verwenden. wofür beispielsweise auf Polymerisate des Butadienoxyds oder Polyglycidäther von Allylphenolen verwiesen. sei. 



   Gemäss einer Variante des Verfahrens kann auch die wässerige Dispersion eines Polymerisates, das in der Hitze vernetzungsfähige Doppelbindungen enthält, gleichzeitig die bereits erwähnten hydrophile Gruppen tragenden Monomeren einpolymerisiert enthalten, wobei für den Anteil dieser KomponentenMengen von 0, 1 bis   20%   von besonderem Interesse sind. Hienach sind also sowohl Mischpolymerisate aus konjugierten Diolefinen einerseits und hydrophile Gruppen tragenden Monomeren anderseits als auch Copolymerisate aus konjugiertem Diolefin, mindestens einer Monovinylverbindung und hydrophile Gruppen tragenden Monomeren von Bedeutung.

   In letzterem Falle werden zweckmässig auf je   20 - 600/0   konjugiertes Diolefin   30 - 800/0   Monovinylverbindung und   1-201o   hydrophile Gruppen tragende Monomeren eingesetzt. 

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   Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht in der Verwendung einer AcrylnitrilCopolymerisat-Dispersion, die durch Copolymerisation von 55 bis   65%   Acrylnitril mit   25-35%   Styrol,   1 - 70/0   Methacrylsäure und   1-7  !) Methacrylsäureamid   erhalten wurde, im Verschnitt mit einer Copolymerisatdispersion, die durch Copolymerisation von 40 bis   55%   Acrylnitril mit   20-45%   Butadien,   5-20%   Styrol oder Methacrylsäuremethylester und   1 - 7% Methacrylsäure   erhalten wurde. Die beiden Copolymerisatdispersionen werden hiebei im allgemeinen im Verhältnis 2 : 1 bis 1 : 2, vorzugsweise im Verhältnis   1 : 1   miteinander verschnitten. 



   Die beiden für das Verfahren in Betracht kommenden Mischpolymerisatdispersionen können getrennt voneinander durch Emulsionspolymerisation der Monomeren in Gegenwart von 0, 1 bis   5%   eines Emulgators sowie   0,     01-2%   eines radikal-bildenden Katalysators hergestellt werden. 



   Für den Fall der Herstellung der Acrylnitril-Copolymerdispersionen können an sich beliebige anionische Emulgatoren, wie z. B. Alkylsulfonate, Alkylarylsulfonate und Fettsäureester, nichtionische Emulgatoren, wie   z. B.   Äthylenoxydderivate von Fettalkoholen, Alkylphenolen und Fettsäuren als unter Umständen auch kationische Emulgatoren, wie z. B. quartäre Ammoniumsalze eingesetzt werden. 



   Im Falle der Herstellung des vernetzungsfähige Doppelbindungen enthaltenden Polymerisates kommen insbesondere anionische Emulgatoren, wie vorstehend genannt, in Betracht. Im Falle der Copolymerisation eines Carboxylgruppen tragenden Comonomeren wird im sauren pH-Bereich polymerisiert. Es kommen Emulgatoren in Betracht, die in saurem Bereich beständig sind, wie die Sulfate und Sulfonate langkettiger Fettalkohole oder nichtionische, wie z. B. Umsetzungsprodukte von Äthylenoxyd, (5 - 50 Mol) mit Phenol   (1     Mol),   wie   z. B.   äthoxylierte Nonylphenole, äthoxyliertes Diphenyl, ferner die Umsetzungsprodukte von Äthylenoxyd mit Fettalkoholen, wie z. B. Decylalkohol, Oleylalkohol u. a. 



   Als Initiatoren für die Polymerisation kommen anorganische Peroxyverbindungen, gegebenenfalls in Form von Redoxsystemen in Frage. Beispielhaft seien genannt Alkalimetall- oder Ammoniumpersulfat, 
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Alkalimetall-oder Ammoniumperborate,-percarbonate sowie-perphosphate.metall-bzw. Ammoniumpyrosulfite,   Alkalimetall- bzw. Ammoniumbisulfite   als auch Alkalimetallthiosulfate sowie je nach den speziellen Polymerisationsbedingungen auch in neutralem bzw. alkalischem Medium arbeitende Reduktionsmittel, wie Alkalimetallformaldehydsulfoxylate, Formamidinsulfinsäure oder auch Triäthanolamin, Diäthylentriamin und Triäthylentetramin in Betracht. Es ist selbstverständlich auch   möglich,.   diese Redoxsysteme in Gegenwart von Komplexbildnern, wie z. B. Pyrophosphaten oder solchen vom Typus der Äthylendiamintetraessigsäure zu verwenden. 



   Die Menge der im Film nach dem Einbrennen verbleibenden Elektrolyte lässt sich dadurch erheblich verringern, dass sowohl bei den Emulgatoren als auch den Initiatorsystemen Ammonium-bzw. Aminsalze oder andere in der Hitze zersetzliche Verbindungen verwendet werden. Es ist darüber hinaus auch möglich, die Dispersionen von störenden Elektrolytmengen weitgehend dadurch zu befreien, dass man sie einer Dialyse oder einer Behandlung mit Ionenaustauschern unterwirft. 



   Die Herstellung der Polymerisat- bzw. Mischpolymerisatdispersionen erfolgt je nach angewendetem Initiatorsystem in üblicher Weise bei Temperaturen zwischen etwa 25 und 100 C, wobei im allgemeinen ein Arbeiten zwischen   25 - 700c   vorgezogen wird. Der pH-Wert des wässerigen Polymerisationsmediums kann im Falle der Herstellung einer Polymerisat- bzw. Mischpolymerisatemulsion ohne hydrophile Gruppen zwischen etwa 2 und 11 liegen, im Falle der Copolymerisation eines Monomeren mit hydrophilen Gruppen, insbesondere Carboxylgruppen liegt er zweckmässig innerhalb 2 und 6. 



   Die wässerigen Polymerisatdispersionen werden nach Beendigung der Polymerisation im allgemeinen auf einen pH-Wert von 8 oder darüber eingestellt, um eine genügende Lagerfähigkeit zu erzielen. Zur   Neutralisation werden zweckmässig   überwiegend flüchtige Basen, wie Ammoniak, Morpholin, Mono-, Dioder   Trimethyl-, -äthyl- oder -propylamin,   Mono-, Di- oder Triäthanolamin usw. verwendet. 



   Um mit möglichst wenig Emulgator auszukommen und die Reaktionswärme in geeigneter Weise leicht abführen zu, können, wird die Polymerisation im allgemeinen kontinuierlich bzw. halbkontinuierlich durchgeführt,   u. zw.   in der Weise, dass man die Monomeren und die Katalysatorlösung gegebenenfalls zusammen mit dem Emulgator kontinuierlich bei der Reaktionstemperatur in das Reaktionsgefäss nachfliessen lässt. 



   Die nach den vorstehend beschriebenen Wegen erhaltenen Polymerisat- bzw. Mischpolymerisatdispersionen werden zweckmässig in solcher Weise hergestellt, dass   30- bis 450/0ige   Polymerisatdispersionen erhalten werden. 



   Die beiden Dispersionen sind besonders gut miteinander verträglich, wenn die Dispersion des ein 

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   3-DienkohlenwasserstoffDie. in nachfolgenden Beispielen genannten Teile sind Gewichtsteile, sofern nicht anders vermerkt. 



   Beispiel 1 : a) In einem Rührgefäss mit Rückflusskühler werden 0,5 Teile Laurylsulfat in 130 Teilen Wasser auf   80-850C erwärmt.   Man gibt 8 Teile einer   1'1eigen   wässerigen Lösung von Ammoniumpersulfat hinzu und lässt innerhalb von 4 bis 5 h eine Mischung von 65 Teilen Acrylnitril, 30 Teilen Styrol und 4 Teilen Methacrylsäure im Volumenverhältnis   2 : 1   mit einer Lösung aus 5 Teilen Methacrylamid in 53 Teilen Wasser in einem solchen Tempo nachlaufen, dass dauernd ein gelinder Rückfluss im Kühler aufrecht erhalten bleibt. Anschliessend lässt man noch 2 h bei der angegebenen Temperatur nachreagieren. Während der gesamten Reaktionszeit gibt man in regelmässigen Abständen, z. B. achtmal, jeweils 1, 5 Teile   zigue   Ammoniumpersulfat-Lösung hinzu.

   Nach beendeter Reaktion wird auf einen pH-Wert 
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 b) Zur Herstellung einer in der Hitze vernetzbaren Polymerisatdispersion erhitzt man in einem druck- festen Gefäss eine Lösung von 1,5 Teilen Laurylsulfat in 220 Teilen Wasser auf 65 C und setzt eine Lö- sung von 0,5 Teilen Kaliumpersulfat in 30 Teilen Wasser zu. Über ein Messgefäss drückt man in   4 - 5  
Portionen nach Massgabe des am jeweiligen Temperaturanstieg erkennbaren Verbrauches innerhalb 4-6 h eine Monomerenmischung zu, die aus 35 Teilen Butadien, 50 Teilen Acrylnitril, 10 Teilen Styrol und   5   Teilen Methacrylsäure besteht. Die Polymerisation ist etwa 2 h nach der letzten Zugabe beendet und der entstandene, etwa   25- bis 30%ige   Latex wird in der oben angegebenen Weise neutralisiert. 



   Die beiden Latices werden im Verhältnis   l : l   miteinander vermischt und mit 150/0, bezogen auf das Polymerisat, eines wasserlöslichen Phenol-Formaldehyd-Kondensationsharzes in Form    seiner'20%igen   wässerigen Lösung versetzt. Mit dieser Mischung wurde in der üblichen Weise ein Kupferdraht von 0,7 mm Stärke lackiert, und in einem Trockenschacht von beispielsweise 2 m Länge bei einer Temperatur von 380 C und einer Drahtgeschwindigkeit von zirka 8 bis 9 pro Minute eingebrannt. Der Lackauftrag zeichnet sich durch einen besonders glatten und gleichmässigen Verlauf aus.

   Bei einer Durchmesserzunahme von zirka   50/l   ergibt eine Prüfung des Drahtes nach DIN 46453 eine Bleistifthärte von 6H und nach einer Alkoholbehandlung von   2H.   Die nach der gleichen Norm durchgeführte Erweichungsprüfung ergibt im Mittel ohne wesentliche Schwankungen Werte von zirka   300 C.   Wird der Draht um 20% vorgedehnt und dann um einen Dorn vom eigenen Durchmesser gewickelt, so zeigt der Lackfilm keine Risse oder Platzstellen, auch wenn das Prüfmuster einer Hitzeschockbehandlung bei 130 C während 60 min unterworfen wird. Die Prüfung auf Abriebfestigkeit mit dem der amerikanischen Norm entsprechenden NEMA-Gerät ergibt 90 - 120 Schabungen. 



   Bei einem Mischungsverhältnis der beiden Latices von 250 zu 150 Vol.-Teilen erhält man bei den gleichen guten Prüfergebnissen eine etwas höhere Bleistifthärte, die bei zirka 7H und   nachder   Behandlung in Alkohol bei   3 - 4H   liegt. 



   Wird dagegen das Butadienpolymerisat fortgelassen, so erreicht die Wärmedruckfestigkeit (Erweichungsprüfung) Werte, die bei etwa 200 C liegen. Die Bleistifthärte liegt bei 5H und nach der Alkoholbehandlung bei etwa H. Desgleichen ist die Abriebfestigkeit deutlich schlechter. Der Verlauf-auf der Drahtoberfläche ist nur dann gleich gut, wenn dem Latex   5 - 10   Teile, bezogen auf den Festgehalt, eines Lösungsmittels, wie Dimethylformamid, zugesetzt werden. 



   Beispiel 2 : Entsprechend wie in Beispiel 1 werden die   gleichen Polymerisatdispersionen für die   Isolierung von elektrischen Leitern verwendet, jedoch erhält das Acrylnitril-Copolymerisat kein Methacrylamid. In Mischung mit dem Butadien-Copolymerisat wird ein gleich hervorragender Verlauf der Lackierung auf der   Drahtoberf1äche   erhalten bei im allgemeinen gleich guten Niveau der Prüfwerte, lediglich die Wärmedruckfestigkeit ist niedriger und liegt bei etwa 250 C. Wird dagegen die Beschichtung ohne das Butadiencopolymerisat ausgeführt, so sinkt die Schabezahl auf   40 - 75   ab, die Wärmedruckfestigkeit fällt auf etwa 150-180 C. 



   Beispiel 3 : a) Eine Lösung von 1 Teil Laurylsulfat in 125 Teilen Wasser wird in einem Rührgefäss auf   80 C   erwärmt. Man gibt 15 Teile einer   zien   wässerigen Ammonpersulfatlösung hinzu und lässt 65 Teile Acrylnitril, in denen 30 Teile Methacrylsäuredibutylamid gelöst sind, in konstantem Verhältnis gleichzeitig mit einer Lösung von 4 Teilen Methacrylsäure und 5 Teilen Methacrylsäureamid in 50 Teilen Wasser im Laufe von 5 h zulaufen. Die Geschwindigkeit wird so einreguliert, dass jeweils nach einer bestimmten Zugabe abgewartet wird, bis die Polymerisation so weit fortgeschritten ist, dass der Rücklauf im Kühler wieder aufhört. Während der Polymerisation und der Nachheizperiode von 5 h werden 10 Teile   2ige Ammoniumpersulfatlösung anteilweise   nachgegeben.

   Nach Entfernung der restlichen Monomeren 

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 erhält man einen   38% gen   Latex, dessen pH-Wert auf 8,5 mit verdünnter Ammoniak-Lösung eingestellt ist. b) Er wird im Volumenverhältnis   1 : 1   mit einem   25% gen   Latex vermischt, der aus 50 Teilen Acrylnitril, 20 Teilen Methacrylsäuremethylester, 30 Teilen Butadien und 5 Teilen Methacrylsäure mit Hilfe von 0,6 Teilen Lorolsulfat bei   300C   unter Aktivierung mit 0,6 Teilen Persulfat und 0,6 Teilen Natriumpyrosulfit gewonnen wurde. 



   Die Mischung beider Laticeswird nach Zusatz von   10%,   bezogen auf Festgehalt, eines Phenol-Formaldehyd-Kondensationsproduktes   in Form einer wässerigen 20% igen   Lösung als Drahtlack entsprechend Beispiel 1 geprüft. Man erhält bei einer Durchmesserzunahme von durchschnittlich 40 bis   55/l   eine Lackschicht, die eine gut verlaufende Oberfläche und einwandfreie Wickellocken zeigt, eine Bleistifthärte von 6H und nach Alkoholbehandlung von 3H besitzt. Die Schabezahl liegt bei 80 - 100 und die Wärmedruckfestigkeit bei 270-280 C. 



   Wird der Latex des Butadien-Copolymerisates nicht beigemischt, so lässt sich bei Zusatz von 15% Dimethylformamid auf Feststoffgehalt des Latex, mit dem Acrylnitril-Copolymerisat allein zwar auch eine glatt verlaufende Isolierschicht auf dem Kupferdraht herstellen. Bei mikroskopischer Betrachtung zeigt die Drahtoberfläche jedoch Haarrisse, und die Wickellocken sind unter allen Versuchsbedingungen schlecht. 



   Der Latex aus dem Butadien-Copolymerisat ergibt für sich unter Beimischung von 20 bis 30 Teilen des wasserlöslichen Phenol-Formaldehyd-Harzes eine Lackierung, die nur die Bleistifthärte 3H und nach der Alkoholbehandlung von 3B bis 5B aufweist. Die   Schabezahl liegt   in diesem Falle bei 20 - 40 und die Wärmedruckfestigkeit zwischen 150 und 170 C. 



   Beispiel 4 : Eine Lösung von 1 Teil Laurylsulfat in 130 Teilen Wasser wird unter Rühren auf   85 C   erwärmt und mit 6, 7 Teilen einer   2% igen wässerigen Ammpniumpersulfat-Lösung   versetzt. Dann lässt man in konstantem Verhältnis eine Mischung von 65 Gew.-Teilen Acrylnitril und 30 Teilen Styrol zusammen mit einer wässerigen Lösung von 5 Teilen Methacrylamid und 5 Teilen der mit verdünnter Ammoniak neutralisierten Methacrylamidverbindung der p-Aminobenzoesäure in 50 Teilen Wasser innerhalb 4 h nachlaufen. Ammoniumpersulfatwird in einer Menge von insgesamt 0,25 Teilen anteilweise während der Polymerisation und der Nachheizperiode von 2 h nachgegeben. Der fertige Latex wird auf einen pH-Wert von 8,5 eingestellt. Der Festgehalt liegt bei zirka 38%.

   Gemischt im Volumenverhältnis   1 : 1   mit dem in Beispiel 1 beschriebenen Latex eines Copolymerisates aus Butadien, Styrol, Acrylnitril und Methacrylsäure und pigmentiert mit Titandioxyd ergibt er bei gutem Verlauf der Lackoberfläche auf Blechen nach dem Einbrennen im Trockenschrank während 30 min bei   160 C   einen gut haftenden und besonders kratzfesten Film von ausgezeichneter Elastizität. 



    PATENTANSPRÜCHE :-    
1. Überzugsmittel zum Aufbringen von in der Hitze vernetzbaren   Kunststoffüberzug en   auf Grundlage wässeriger Acrylnitril-Copolymerisat-Dispersionen, dadurch gekennzeichnet, dass Mischungen von Poly-   merisat-bzw. Copolymerisat-Dispersionen   verwendet werden aus a) einer Dispersion eines Copolymerisates des Acrylnitrils mit mindestens einer weiteren copolymerisierbaren Monovinylverbindung und b) einer Dispersion eines Polymerisates bzw. Copolymerisates, die Polymerisate konjugierter Diolefine enthält, wobei mindestens eines der beiden Mischpolymerisate der Komponenten A oder B ein Mono- 
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Claims (1)

  1. Dispersion A eine solche verwendetwird, die durch Copolymerisation von 30 bis 95% Acrylnitril mit 5 bis 70% einer copolymerisierbaren Monovinylverbindung und 0, 1 - 20% eines hydrophile Gruppen tragenden Monomeren erhalten wurde und als Polymerisate konjugierter Diolefine enthaltende Polymerisations-Dispersion B eine solche verwendet wird, die durch Copolymerisation von 20 bis 60% eines konjugierten Diolefins mit mindestens einer weiteren copolymerisierbaren Monovinylverbindung erhalten wurde.
    3. Überzugsmittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Dispersion eines Mischpolymerisates, das Polymerisate konjugierter Diolefine enthält, eine solche verwendet wird, die neben konjugiertem Diolefin und einer oder mehreren copolymerisierbaren Monovinylverbindungen 0, 1 - 20% eines hydrophile Gruppen tragenden Monomeren einpolymerisiert enthält. <Desc/Clms Page number 7>
    4. Überzugsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Copolymerisat-Dispersion A eine solche, die durch Copolymerisation von 55 bis 65% Acrylnitril mit 25 - 350/0 Styrol, 1-70/o Methacrylsäure und 1-7% Methacrylsäureamid erhalten wurde und als Copolymerisat-Dispersion B eine solche, die durch Copolymerisation von 40 bis 55% Acrylnitril mit 20-45% Butadien, 5-20% Styrol oder Methacrylsäuremethylester und 1-7% Methacrylsäure erhalten wurde, verwendet wird.
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