<Desc/Clms Page number 1>
Wahlfreier Schnellzugriffs-Datenspeicher
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
<Desc/Clms Page number 3>
Der Erfindungsgegenstand und dessen Vorteile werden nachfolgend anHand eines Ausführungsbeispie- les und der Zeichnungen näher beschrieben. In den Zeichnungen zeigt : Fig. 1 ein allgemeines Block- schaltbild des ganzen erfindungsgemässen Systems : Fig. 2 eine schematische Darstellung des Schnellzu- griffs-Datenspeichers 150 mit den entsprechenden elektrischen Betätigungsvorrichtungen für die verschie- denen mechanisch bewegbaren Teile der Datenspeichervorrichtung 150 :
Fig. 3 ein Blockschaltbild des ganzen erfindungsgemässen Systems mit verschiedenen Verbindungsleitern zwischen dem Rechner und den Schnellzugriffs-Datenspeichereinheiten : Fig. 4 ein Blockschaltbild, aus dem die einzelnen Verbindungs- leiter zwischen dem Rechner und einer in Fig. 3 gezeigten Datenspeichervorrichtung M im einzelnen ersichtlich sind ; Fig. 5 ein Blockschaltbild der in Fig. 4 gezeigten Steuereinheit 250 mit den verschiede- nen Funktionsgruppen und Verbindungsleitern ; Fig. 6 ein Schaltschema der in Fig. 5 in Blockform ge- zeigten logischen Schaltung 300 ; Fig. 7 ein Schaltschema der in Fig. 5 in Blockform gezeigten Informa- tionsschaltung 400 Fig. 7a eine Reihe der in den Fig. 6 und 7 auftretenden Signalformen ;
Fig. 8 ein
Blockschaltbild, aus dem der Befehlsfluss zur Durchführung der Schnellzugriffs-Datenspeicherbefehle ge- mäss der Erfindung ersichtlich ist ; Fig. 9 und 10 allgemeine Blockschaltbilder von Schaltungen, die in dem Rechner zum Erzielen einer Abzweigung in Abhängigkeit von bestimmten Schnellzugriffs-Daten- speicherzustandssignalen enthalten sein können ; Fig. 11-13 Zeitdiagramme, die die Arbeitsweise des ganzen erfindungsgemässen Systems veranschaulichen und Fig. 14 eine schematische Darstellung des mit verschiedenen Abwandlungen versehenen Schnellzugriffs-Datenspeichers gemäss Fig. 2, wodurch der An- wendungsbereich dieses Speichers noch wesentlich erweitert wird.
Einleitung.
Fig. 1 zeigt ein allgemeines Blockschaltbild des ganzen erfindungsgemässen Systems bestehend aus einem schnellarbeitenden Datenverarbeitungsgerät 180 und aus mit diesem verbundenen Schnellzugriffs-
Datenspeichereinheiten M, und M. Wie allgemein bekannt, ist ein Datenverarbeitungsgerät eine Vorrichtung, die Daten aufnehmen und logische Operationen durchführen kann in Abhängigkeit von einem oder mehreren Befehlen, für die das Datenverarbeitungsgerät programmiert ist. Als Endergebnis erhält man die in der gewünschten Weise bearbeiteten Eingangsdaten.
Das in Fig. 1 gezeigte Datenverarbeitungsgerät 180 enthält beispielsweise eine Programmsteuereinheit zur Steuerung der Befehlsflussanordnung, eine arithmetische Einheit zur Bearbeitung der Daten gemäss einem oder mehreren Befehlen, eine interne Speichereinheit (im allgemeinen mit begrenzter Kapazität, z. B. Magnetkernspeicher) für die Zwischenspeicherung von Daten und/oder für die permanente Speicherung von Befehlen und andern Programm daten, und verschiedene Register und logische Schaltungen, die zur Bearbeitung von Daten während des Arbeitens des Gerätes erforderlich sind. Ein solches Datenverarbeitungsgerät ist allgemein bekannt und bildet deshalb keinen Gegenstand der Erfindung. Aus diesem Grunde werden weitere Beschreibungen des Datenverarbeitungsgerätes nur dann gegeben, wenn dies zum Verständnis der Erfindung erforderlich ist.
Um das Arbeiten eines Datenverarbeitungsgerätes zu ermöglichen, müssen selbstverständlich noch verschiedene Vorrichtungen mit diesem Gerät verbunden werden. Insbesondere sind Vorrichtungen zur Eingabe bzw. Ausgabe von Daten in das bzw. aus dem Gerät für alle Anwendungsgebiete erforderlich Die Vorrichtungen zur Eingabe und Ausgabe der Daten werden allgemein als Eingabeeinheiten, Ausgabeeinheiten oder Eingabe-Ausgabe-Einheiten bezeichnet, je nachdem. ob die betreffende Einheit nur zur Eingabe, nur zur Ausgabe oder zu beiden Zwecken dient. Typische solche Einheiten sind beispielsweise Lochkartenleser, Drucker, elektrische Schreibmaschinen, Magnetbandeinheiten usw. Eine Datenverarbeitungsanlage besteht somit beispielsweise aus einer Kombination èines Datenverarbeitungsgerätes mit verschiedenen Eingabe-, Ausgabe- und Eingabe-Ausgabe-Einheiten.
Wie bereits ausgeführt, betrifft die Erfindung Vorrichtungen und Verfahren zum Koordinieren der Operationsfolge eines Datenverarbeitungsgerätes mit einem oder mehreren Schnellzugriffs-Datenspeichern der Art, wie sie in der österr. Patentschrift Nr. 221842 beschrieben sind. Dieser SchnellzugriffsDatenspeicher fällt unter die Gruppe der Eingabe-Ausgabe-Einheiten und bildet einen Ersatz oder eine Ergänzung für die herkömmlichen Magnetbandspeicher. Der wesentliche Unterschied zwischen diesen beiden Geräten besteht darin, dass der genannte Schnellzugriffs-Datenspeicher im Gegensatz zu dem langsamen, nicht wahlfreien Zugriff der Magnetbandspeicher bei einer ebenso hohen Speicherkapazität einen schnellen wahlfreien Zugriff besitzt. In Fig. 1 sind dem Datenverarbeitungsgerät 180 zwei solche Schnellzugriffs-Datenspeicher 1\ und M2 zugeordnet.
Beide Datenspeicher bestehen aus einer Grundeinheit 150, die im allgemeinen der in der genannten österr. Patentschrift geoffenbarten Einheit entspricht und einer Steuereinheit 250, die in der oben genannten Patentschrift nur in allgemeiner Form geoffenbart wurde und zur Koordinierung der Verbindungen zwischen dem Datenverarbeitungsgerät 180 und der Grundein-
<Desc/Clms Page number 4>
heit 150 dient. Die Grundeinheit 150 bildet also den eigentlichen Schnellzugriffs-Datenspeicher.
Es sei noch darauf hingewiesen, dass der Hauptunterschied zwischen dem dem vorliegenden Patent zugrunde liegenden Schnellzugriffs-Datenspeicher 150 und dem Datenspeicher in der mehrfach genann- ten österr. Patentschrift darin besteht, dass in der ersteren in der Übertragungszone die Lagefeststellvorrichtungen 601 und 60j angeordnet sind, wie aus Fig. 2 ersichtlich.
Elektrische Vorrichtungen und Funktionsbeschreibung (Fig. 2).
In Fig. 2 ist das in Fig. 1 in Blockform dargestellte Datenspeichergerät 150 zusammen mit den elek- trischen Vorrichtungen zur Betätigung der mechanisch bewegbaren Teile schematisch dargestellt. Der
Aufbau und die Arbeitsweise dieser elektrischen Vorrichtungen, ebenso wie die gesamte Funktion des Schnellzugriffs-Datenspeichers 150 wird aus der folgenden Beschreibung einer typischen Operationsfolge deutlich.
Während des Betriebes des Gerätes 150 rotiert die Trommel 40a mit ihrer normalen Geschwindigkeit.
Zur Freigabe eines ausgewählten, zu bearbeitenden Streifens 10 wird ein Streifenfreigabesignal er an die Streifenfrei, aabeschaltung 230 angelegt, so dass die Streifenauswählsignale e-es die Schaltung 230 pas- sieren können, um die in allgemeiner Form dargestellten Auswähl-und Freigabevorrichtungen 30 in der
Weise zu betätigen, so dass nur der ausgewählte Streifen freigegeben wird. Die Streifenfreigabeschaltung
230 kann einen beliebigen bekannten Aufbau besitzen und dient dazu, die für die Auswahl- un Frei- gabevorrichtungen 30 erforderlichen Signale zu erzeugen, um ein einwandfreies Arbeiten derselben si- herzustellen, was an Hand der Fig. 10 - 15 näher beschrieben wird.
Nach der Freigabe des ausgewählten Streifens fällt dieser infolge seines Gewichtes frei nach unten, bis er von der rotierenden Trommel. 40a erfasst und von dieser sehr schnell auf deren Umfangsgeschwin- digkeit beschleunigt wird. Während der Streifen an der Trommel 40a anhaftet und mit dieser rotiert,
EMI4.1
und an Leseköpfe 60m vorbeigeführt, bevor dieser in den Bereich der Rückführungsweiche 70 gelangt. Die Lagefeststellvorrichtungen 60k und 60j erzeugen Ausgangssignale PE-2 bzw. PE-3, wenn das vordere Ende des Streifens an ihnen vorbeiläuft. Diese Signale PE-2 und PE-3 werden der Steuervorrichtung 250 zugeführt. deren Zweck später noch eingehend beschrieben wird.
Während der Streifen an den Lese- und Schreibköpfen 60m und 60n vorbeiläuft. erfolgt entweder ein Lese- oder Schreibvorgang oder auch beides gleichzeitig in einem oder mehreren auf dem Streifen befindlichen Datenspuren. Typische Lese- und Schreibsignale sind in Fig. 2 mit rl - rs bzw. w-w bezeichnet.
Ist die Rückführungsweiche 70 geschlossen, wenn das vordere Ende des Streifens diese Weiche erreicht, so bleibt der Streifen auf der Trommel und es erfolgt ein nochmaliger Umlauf des Streifens, während dem er nochmals die Lese- und Schreibköpfe 60m und 60n sowie die Lagefeststellvorrichtungen 60i und 60j passiert. Während dieses Umlaufs können weitere Lese-und/oder Schreiboperationen erfolgen.
Durch das Geschlossenhalten der Rückführweiche 70 kann eine beliebig hohe Umlaufzahl des Streifens erzielt werden. Befindet sich dagegen die Rückführweiche 70 in ihrem geöffneten Zustand (in den Fig. 2 und 14 mit sehr stark ausgezogenen Linien angedeutet), wenn der Streifen diese, Weiche erreicht und ent- weder einen oder mehrere Umläufe hinter sich hat, wird der Streifen durch die Rückführweiche 70 von der Trommel 40a abgestreift und in die Führungsvorrichtung 80 für den Rücktransport des Streifens in das Magazin geführte Das Öffnen bzw.
Schliessen der Rückführweiche 70 wird durch ein Weichenöffnungssignal RG bzw. ein Weichenschliessungssignal RG'bewirkt, die von der in Fig. 1 in Blockform gezeigten Steuervorrichtung erzeugt und an die der Rückführweiche 70 zugeordneteRückführweichen-Antriebsschal- tung 270 angelegt werden. Die für das Anlegen der Weichensignale RG bzw. RG'erforderlichen Bedingungen werden später im einzelnen beschrieben. Der Aufbau der in Fig. 2 gezeigten Weichenbetäti- gungsschaltung 270 kann beliebiger bekannter Bauart sein.
Nachdem der Streifen durch die Rückführweiche 70 hindurchgetreten ist wird er durch die Führungsvorrichtung 80 nach oben und anschliessend durch den oberen Teil 85u dieser Führungsvorrichtung an der Lagefeststellvorrichtung 90 vorbeigeführt und wird nun nach unten geleitet, wo er in den Wirkungsbereich der in allgemeiner Form dargestellten Streifeneinschiebevorrichtung 100 gelangt. Das von der Lagefeststellvorrichtung 90 beim Vorbeilauf des Streifens erzeugte Ausgangssignal PE-l wird an eine Streifeneinschidbeschaltung 205 angelegt, die ein Signal an die Einschiebevorrichtung 100 abgibt, worauf die letztere den Streifen wieder in das Magazin einschiebt, d. h. ihn wieder in Eingriff mit den Auswähl- und FreigabevorrichtUngen 30 bringt. Der Streifen steht nun für eine erneute Auswahl und Freigabe bereit.
Die genannte Einschiebe-Betätigungsschaltung kann ebenfalls beliebiger bekannter Bauart sein.
<Desc/Clms Page number 5>
Allgemeine Beschreibung des mit mehreren Schnellzugriffs-Datenspeichereinheiten zusammenarbeitenden Datenverarbeitungsgerätes 180 (Fig. 3 und 4).
Nachdem der Aufbau und die Arbeitsweise des Schnellzugriffs-Datenspeichergerätes 150 näher beschrieben wurde, erfolgt nun eine Beschreibung des mit hoher Geschwindigkeit arbeitenden DatenverarbeitUngsgerätes 180, das mit einem oder mehreren Schnellzugriffs-Datenspeichereinheiten Ml und M zusammenarbeitet an Hand der Fig. 3 und 4. Es sei zunächst noch einmal auf das im Zusammenhang mit Fig. 1 Erwähnte hingewiesen, wonach die Schnellzugriffs-Datenspeichereinheiten Mi und M2 aus der Grundeinheit bzw. dem eigentlichen Schnellzugriffs-Datenspeichergerät 150 (soeben beschrieben) und der Steuervorrichtung 250 für die Koordinierung der Verbindungen zwischen dem Datenverarbeitungsgerät 180 ) und jedem der Schnellzugriffs-Datenspeichergeräte 150 bestehen.
Aus Fig. 3 geht hervor, dass das Datenverarbeitungsgerät 180 fünf Gruppen von Verbindungsleitungen besitzt, die mit den Steuervorrichtungen 250 jeder der Schnellzugriffs-Datenspeichereinheiten M und M2 verbunden sind. Diese Verbindungsleitungen sind folgende :
EMI5.1
wählten Speichereinheit zu dem Verarbeitungsgerät dienen ;
3. Steuerleiter Je - , dite zur Übertragung von Informationssignalen von dem Verarbeitungsgerät
180 zu einer ausgewählten Speichereinheit dienen ; 4. Gemeinsame Speichereinheit-Zustandsleiter S- S, die zur Übertragung von Zustandssignalen von einer ausgewählten Schnellzugriffs-Datenspeichereinheit zu dem Datenverarbeitungsgerät 180 die- nen, und
5.
Einzelne Speichereinheit-Zustandsleiter M1SS - M1S10 fUr die Schnellzugriffs-Datenspeicherein- heit M und MS-MS für die Schnellzugriffs-Datenspeichereinheit M, die dem Datenverarbeitungsgerät eine gleichzeitige Anzeige bestimmter einzelner Zustandsbedingungen liefern.
Die oben angeführten Leitergruppen 1. - 4., das sind die Informationsausgangsleiter PO-PO, die Informationseingangsleiter PIl - PIs'die Steuerleiter Jl - J10 und die gemeinsamen Speichereinheit-Zu- standsleiter SI - S7 sind für alle Schnellzugriffs-Datenspeichereinheiten gemeinsam. Nur eine Gruppe von
Leitungen sind für jede Schnellzugriffs-Datenspeichereinheit M. bzw. M2 gesonders dem Datenverarbei- tungsgerät 180 zugeführt. Um eine funktionsmässige Verwechslung der beiden Einheiten infolge der zu- letzt genannten getrennten Verbindungsleitungen zu vermeiden, wird zu einer bestimmten Zeit jeweils nur eine der beiden Einheiten ausgewählt, und die gemeinsamen Leiter können jeweils nur mit der aus- gewählten Einheit zusammenarbeiten.
Wie aus der nachfolgenden Beschreibung noch deutlicher wird. bringt eine solche Anordnung eine wesentliche Vereinfachung der Schaltungen und der Verdrahtung mit sich. Wie bereits erwähnt und aus Fig. 3 ersichtlich, ist die verbleibende, oben unter 5. genannte Leiter-
EMI5.2
chereinheiten gemeinsam, sondern besteht aus einzelnen Zustandsleitern für jede Speichereinheit, die zu dem Datenverarbeitungsgerät 180 geführt werden. Dadurch können bestimmte Zustandsbedingungen, gleichgültig, welche der beiden Einheiten ausgewählt ist, laufend für das Verarbeitungsgerät verfügbar gemacht werden. In Fig. 3 sind nur zwei Gruppen von Speichereinheit-Zustandsleitern notwendig, da nur zwei Speichereinheiten MI und M gezeigt sind. Selbstverständlich können beliebig viele Speicherein- heiten verwendet werden.
Die Verbindung mit dem Datenverarbeitungsgerät erfolgt dann in der gleichen Weise wie für die Speichereinheiten M und M, wie in Fig. 3 veranschaulicht.
Nach der allgemeinen Erklärung an Hand der Fig. 3 wird nun auch die in Fig. 4 gegebene genauere Darstellung verständlich. In Fig. 4 ist nur die Schnellzugriffs-Datenspeichereinheit M1 gezeigt, doch gilt selbstverständlich die gleiche Anordnung auch für die Speichereinheit M. Aus Fig. 4 ist ersichtlich, dass die zehn von dem Datenverarbeitungsgerät 180 kommenden Steuerleiter J1 - J10 mit der Steuervorrichtung 250 verbunden sind. Ausserdem stellen acht Informationsausgangsleiter PO-PO und acht Informationseingangsleiter PE.-PE die Verbindung für die Informationssignale zwischen dem Datenverarbei- tungsgerät 180 und der Steuervorrichtung 250 her.
Beispielsweise erhalten die Informationssignale auf den Ausgangsleitern POl -PO zu verschiedenen Zeiten vier Sätze von Informationssignalen, die der Nummer der auszuwählenden Speichereinheit, der Nummer des freizugebenden Streifens, der Nummer der Spur des ausgewählten Streifens, auf dem die Daten gelesen bzw. eingeschrieben werden sollen, entsprechen, sowie die in die ausgewählte Spur einzuschreibenden Daten. Die Informationseingangsleiter PE1 - PE enthalten nur die von der ausgewählten Spur des freigegebenen Streifens abgelesenen Informationen.
<Desc/Clms Page number 6>
EMI6.1
auch im folgenden nur für die Eingangs-bzw. Ausgangsleiter verwendet.
Wie aus den Figo2 und 4 hervorgeht, sind auch zwischen der Steuervorrichtung 250 und dem Schnell- zugriffs-Datenspeichergerät 150 jeder Speichereinheit verschiedene Verbindungsleitungen erforderlich, um eine Übertragung der folgenden Signale zwischen diesen beiden Vorrichtungen zu übertragen : das Streifenfreigabesignal er, das Weichenöffnungssignal RG, das Weichenschliessungssignal RG', die Strei- fenausgangssignale el - es. die Schreibsignale wl -w, die Lesesignale r -r, die Lagefeststellsignale PE-1, PE-2 und PE-3derLagefeststellvorrichtungen90, 60i bzw. 60j. Ausserdem sind Fehlerleiter 150b vorgesehen. um Fehlersignale zwischen den beiden Vorrichtungen zu übertragen, was später noch näher beschrieben wird.
Des weiteren sind in Fig. 4 Stromversorgungsleitungen 150a gezeigt, die von der Steuervorrichtung 250 an das Schnellzugriffs-Datenspeichergerät 150 angelegt werden, um diesem die für die verschiedenen oben beschriebenen Funktionen erforderliche Energie zuzuführen. Die zur Erzeugung des genannten Speisestromes in der Steuervorrichtung 250 erforderliche Speisestromquelle sowie die Verbindungen zu den verschiedenen Teilen der Steuervorrichtung 250 sowie des Speichergerätes 150 sind bekannt und werden deshalb im folgenden nicht näher beschrieben. In der Beschreibung und in den Zeichnungen sei deshalb im folgenden vorausgesetzt, dass die zur Energieversorgung der einzelnen Teile erforderlichen Speisestromquellen jeweils an der erforderlichen Stelle eingebaut sind.
Allgemeine Beschreibung und Aufgabe der Steuersignale J 1 - J10 (Fig. 2 - 4).
Vor der näheren Betrachtung der Steuervorrichtung 250 ist es im Hinblick auf die weitere Beschreibund zweckmässig, die durch die Steuersignale Jl - JI0 ausgelösten Funktionen und deren Beziehung zu den vier Gruppen von auf den Informationsausgangsleitern POl - POs auftretenden Informationssignalen zu beschreiben. Zum Verständnis der Erzeugung dieser Signale sei nochmals auf das im Zusammenhang mit Fig. 3 Gesagte hingewiesen, dass nämlich das Verarbeitungsgerät 180 die an dieses angelegten Daten entsprechend einem oder mehreren Befehlen verarbeitet und mit verschiedenen Eingabe-, Ausgabe- oder Eingabe-Ausgabe-Einheiten zum Zweck der Datenübertragung von bzw. zu den genannten Einheiten, wie es von dem jeweiligen Befehlsprogramm gefordert wird, zusammenarbeitet.
Bestimmte dieser Befehle bzw. bestimmte Teile dieser Befehle dienen insbesondere zur Steuerung des Zusammenarbeitens zwischen den Datenverarbeitungsgeräten (Fig. 3) und einem oder mehreren der Schnellzugriffs-Datenspeichereinheiten. Die Besprechung typischer Formen solcher Befehle wird zunächst noch zurückgestellt und erst später in der Beschreibung durchgeführt, wenn die Arbeitsweise der Steuervorrichtung 250 verständlich geworden ist. An dieser Stelle muss lediglich noch erwähnt werden, dass die Steuersignale J1 - J10 und die von den Leitern POl - POs übertragenen Informationssignale von dem Datenverarbeitungsgerät auf Grund eines oder mehrerer Befehle beim Arbeiten desselben erzeugt werden.
Ferner sei noch darauf hingewiesen. dass jedes der Steuersignale Jl - J10 ebenso wie die von den Leitern POl - POs übertragenen Informationssignale die Form eines relativ kurzen Impulses aufweisen. Es ist verständlich, dass in jedem Fall sowohl die Amplitude als auch die Zeitdauer dieser Signale auf herkömmliche Weise so gewählt werden, dass sie den hier beschriebenen Zwecken genügen. Des weiteren
EMI6.2
Gruppen von Informationssignalen, die für alle Schnellzugriffs-Datenspeichereinheiten gemeinsam sind, an alle diese Einheiten zur gleichen Zeit übertragen werden. Es kann jedoch nur die eine ausgewählte Einheit auf diese Signale ansprechen.
In gleicher Weise können auch nur die Lesesignale, die von der ausgewählten Speichereinheit kommen, über die Leiter PIl - PIs an das Datenverarbeitungsgerät übertragen werden.
Nach der kurzen Betrachtung der Steuersignale J.-J.. und der von den Leitern POl - POs übertragenen Informationssignalen werden nun im folgenden die besonderen Aufgaben und Wirkungen der genannten Signale besprochen. Weiter unten wird jeweils eine kurze Beschreibung der einzelnen Steuersignale J1 - J10 gegeben sowie deren Zweck und die durch diese Signale in der Speichereinheit MI ausgelösten Funktionen genannt. Ausserdem wird in dieser Beschreibung gegebenenfalls die Beziehung der Steuersignale zu den auf den Ausgangsleitern PO-PO von dem Verarbeitungsgerät übertragenen Informations-
<Desc/Clms Page number 7>
signalen genannt.
Ausserdem wird gegebenenfalls die Beziehung der Steuersignale L-L. zu der von der ausgewählten Schnellzugriffs-Datenspeichereinheit über die Eingangsleiter L-PI übertragenen Lesesignale r.-r in Betracht gezogen.
Auswählsignale Jl.
Das Auswählsignal Jl wird vom Verarbeitungsgerät gleichzeitig mit der ersten Gruppe von Informa-
EMI7.1
die bestimmte auszuwählende Schnellzugriffs-Datenspeichereinheit und bewirken zusammen mit dem Signal Jl die Auswahl der bezeichneten Speichereinheit, während sie die Auswahl der andern Speichereinheiten verhindern.
EMI7.2
Das Unterbrechungs-Einstellsignal J2 dient zum Einstellen der ausgewählten Schnellzugriffs-Daten- speichereinheit für eine Unterbrechungsoperation, so dass diese Datenspeichereinheit, falls die sich in einem für einen Ablese-oder Schreibvorgang geeigneten Zustand befindet, fähig ist, das gerade im Da- tenverarbeitungsgerät laufende Programm zu unterbrechen, falls letzteres für eine solche Unterbrechungsoperation programmiert ist.
Unterbrechungs-Rückstellsignal J.
Das Unterbrechungs-Rückstellsignal J dient zum Rückstellen bzw. zum Unwirksammachen der durch das genannte Unterbrechungs-Einstellsignal J bewirkten Unterbrechungsfunktion.
Prüfbeginnsignal L.
EMI7.3
Zugriffszeitstellung"befindet,d. h. in einer Stellung, in der sich das vordere Ende des freigegebenen Streifens zwischen den Lagefeststellvorrichtungen 60i und 60j befindet. In dieser Stellung kann die Speichereinheit eine Lese- oder Schreiboperation mit einer minimalen Zeitverzögerung durchführen.
Lesesignal J.
Das Lesesignal Js wird gleichzeitig mit einer zweiten Gruppe von Informationssignalen ch.-chs auf den Leitern POl - POs zu der ausgewählten Schnellzugriffs-Datenspeichereinheit übertragen. Diese Informationssignale chl -chs bezeichnen die Nummer der Datenspur des freigegebenen Streifens, aus der Daten abgelesen werden sollen. Ist die ausgewählte Speichereinheit für eine Leseoperation bereit, dann bewirkt das Lesesignal J, die Speicherung der genannten Datenspur-Nummersignale chl - chs und bereitet die ausgewählte Einheit für die nun folgende Leseoperation vor.
Erreicht das vordere Ende des freigegebenen, auf der Trommel befindlichen Streifens die Lagefeststellvorrichtung 60j, so befindet sich der Streifen in der richtigen Lage in bezug auf die Lese- und Schreibköpfe 60m und 60n (Fig. 2) für den Beginn einer Leseoperation. Zu diesem Zeitpunkt beginnt automatisch die Ablesung des durch die gespeicherten Datenkanalsignale ch-ch ausgewählten Datenkanals. Die dadurch erzeugten Lesesignale r1-r8 werden über die Informationseingangsleiter PI1-PIg dem Datenverarbeitungsgerät zugeführt.
Schreibsignal J6,
Das Schreibsignal J wird ebenso wie das Lesesignal J gleichzeitig mit den Datenkanalsignalen chai bis chs übertragen. Ist die Speichereinheit für eine Leseoperation bereit, dann bewirkt das Schreibsignal J6 die Speicherung der Datenkanalsignale ch-ch und bereitet die Speichereinheit in ähnlicher Weise wie das Lesesignal J für die nun folgende Schreiboperation vor. Wenn die vordere Kante des freigegebenen Streifens die Lagefeststellvorrichtung 60j erreicht, wird das Datenverarbeitungsgerät automatisch dazu veranlasst, mit der Schreiboperation zu beginnen. Dies hat zur Folge, dass eine dritte Gruppe von In-
EMI7.4
gangsleiter POl -PO zu der Speichereinheit übertragen und in die ausgewählten Datenkanäle des freigegebenen Streifens eingeschrieben werden.
Um eine Prüfung der in die ausgewählten Datenkanäle des freigegebenen Streifens eingeschriebenen Informationen durchzuführen, leitet das Schreibsignal J6 neben der Schreiboperation auch eine Leseoperation ein. Die hiebei erzeugten Lesesignale rl - r8 werden über die Eingangsleiter PL-PL dem Verarbeitungsgerät zwecks Prüfung der eingeschriebenen Daten zugeführt.
Als Sicherheitsvorkehrung ist in jeder Schnellzugriffs-Datenspeichereinheit ein Schreibunterdrükkungsschalter vorgesehen, der das Einschreiben in die genannten Speichereinheiten verhindert. Ist dieser Schalter geschlossen, so kann das Schreibsignal J6 keine der oben genannten Operationen einleiten. Diese Möglichkeit der Schreibunterdrückung ist deshalb vorgesehen. um ein unerwünschtes Löschen von in einer bestimmten Datenspeichereinheit gespeicherten Daten dann zu verhindern, wenn die betreffende Speichereinheit mit dem Datenverarbeitungsgerät auch dann verbunden bleibt, wenn eine andere Operation als eine Schreiboperation durchgeführt wird.
<Desc/Clms Page number 8>
EMI8.1
arbeitungsgerät zu der ausgewählten Schnellzugriffs-Datenspeichereinheit übertragen.
Die Zeit des Auftretens des Haltsignals J7 wird von dem Verarbeitungsgerät in Abhängigkeit von der Länge der Daten, die
EMI8.2
Das Streifenrückführsignal J wird von dem Verarbeitungsgerät dazu erzeugt, um einen Streifen von der Trommel abzulösen und in das Magazin zurückzuführen, wenn immer dieser Vorgang für das Verarbeitungsgerät erforderlich ist und sich das Schnellzugriffs-Datenspeichergerät 150 in dem für diesen Vorgang erforderlichen Zustand befindet.
Die Rückführung eines Streifens von der Trommel kann ausserdem durch die Signale J9 und veranlasst werden, wie dies aus der folgenden Beschreibung dieser beiden Signale deutlich wird. Um eine über-
EMI8.3
Jg, Jzugriffs-Datenspeichereinheit übertragen. Die genannten Informationssignale el - es dienen zur Auswahl des in dem Speichergerät 150 (Fig. 2) freizugebenden Streifens.
Hat das vordere Ende eines vorher freigegebenen Streifens die Lagefeststellvorrichtung 60i das erste Mal erreicht (für den Fall, dass die ausgewählte Speichereinheit nicht arbeitet), dann bewirkt das Signal J9 die Erzeugung eines Streifenfreigabe-
EMI8.4
Streifenauswählsignale el - es die Freigabe des neuausgewählten Streifens bewirken.
Das Streifenrufsignal J arbeitet ausserdem derart auf die ausgewählte Schnellzugriffs-Datenspeicher- einheit, so dass nach der Freigabe des neuen Streifens der vorhergehende Streifen noch für eine weitere Umdrehung zur Durchführung einer Lese- oder Schreiboperation auf der Trommel verbleiben kann. Wird nach der Freigabe eines neuen Streifens, aber zu spät für den vorhergehenden Streifen, ein Lese- oder Schreibsignal angelegt, dann wird dieser Zustand festgestellt, und es werden Schritte unternommen,
EMI8.5
wenn sich der vorhergehende Streifen noch auf der Trommel befindet.
Während dieser Zeit können auf dem vorhergehenden Streifen noch ein oder mehrere Lese- oder Schreiboperationen durchgeführt werden, wobei sichergestellt wird, dass diese Operationen nicht auf dem falschen Streifen stattfinden.
EMI8.6
Das Streifenfallsignal J10 arbeitet mit gleichzeitig übertragenen Informationssignalen el - eg auf den Leitern POl -POs zusammen, um einen ausgewählten Streifen in der gleichen Weise freizugeben, wie dies im Zusammenhang mit dem Streifenrufsignal Jg beschrieben wurde. Ausserdem wirkt das Streifenfallsignal 110 ebenso wie das Streifenrufsignal Jg derart auf die ausgewählte Speichereinheit ein, dass der vorhergehende Streifen nach der Freigabe des neuen Streifens noch für einen oder mehrere Trommelumläufe auf der Trommel verbleiben kann.
Im Gegensatz zu dem Signal 19 bewirkt das Streifenfallsignal eine andere Arbeitsweise, d. h. es können keine weiteren Lese- oder Schreiboperationen auf dem vorhergehenden, noch auf der Trommel befindlichen Streifen mehr durchgeführt werden. Die nächste Leseoder Schreiboperation kann erst wieder auf dem neuen Streifen erfolgen.
Diese durch das Streifenfallsignal J10 bewirkte Arbeitsweise wird zweckmässigerweise dann von dem Verarbeitungsgerät ausgelöst, wenn die durchzuführenden Lese-oder Schreiboperationen bereits abge-
EMI8.7
<Desc/Clms Page number 9>
EMI9.1
<Desc/Clms Page number 10>
Das Streifenfehlersignal S wird eingeschaltet, wenn die Rückführweiche 70 während des Übertragens eines Streifenrufsignals Jg geöffnet ist oder wenn nach dem Auftreten eines Streifenrufsignals Jg die Rück-
EMI10.1
70 öffnet, bevor ein Lesesignal Jsliche Streifen in der Stellung der minimalen Zugriffszeit, d. h. in einer Stellung befindet, in der die vordere Kante des Streifens zwischen den beiden Lagefeststellvorrichtungen 60i und 60j liegt. In dieser Stellung ist es möglich, dass die Speichereinheit auf Grund eines Lesesignals J5 oder eines Schreibsignals J6 eine Schreib- bzw. eine Leseoperation mit einer minimalen Verzögerung durchführen kann.
Das Beginn-Signal S6 wird eingeschaltet, wenn die vordere Kante des freigegebenen Streifens die Lagefeststellvorrichtung 60i bei Vorhandensein des Signals Snoder bei unmittelbar darauffolgendem Einschalten dieses Signals und bei Einstellung der Speichereinheit für eine Unterbrechen-Operation passiert.
Das Beginn-Signal S6 wird beendet, wenn die vordere Kante des Streifens die zweite Lagefeststellvorrichtung 60j erreicht.
Operationssignal S.
Das Operationssignal S7 zeigt dem Datenverarbeitungsgerät an, dass ein Lesesignal J5 oder Schreibsignal J6 zuvor nach der"Bereitmeldung"an die ausgewählte Datenspeichereinheit angelegt wurde, und dass die vordere Kante des Streifens nun die Lagefeststellvorrichtung 60j erreicht hat, so dass sich der Streifen nun in der richtigen Lage befindet, um mit einer Lese-und/oder Schreiboperation von der bzw. in die ausgewählte Datenspur des Streifens zu beginnen.
Das Operationssignal S7 wird eingeschaltet, wenn sowohl das Streifenfehlersignal S5 und das Fehlersignal S nicht vorhanden sind, während ein auf der Trommel befindlicher Streifen die Lagefeststellvor-
EMI10.2
sprechende Schnellzugriffs-Datenspeichereinheit MI ausgewählt ist oder nicht. Ist mehr als eine Speichereinheit ausgewählt, was dadurch angezeigt wird, dass mehr als ein Speichereinheit-Auswählsignal gleichzeitig auftritt. dann wird das Verarbeitungsgerät dazu veranlasst, geeignete Korrekturvorgänge zu unternehmen.
Das Speichereinheit-Auswählsignal MISG wird eingeschaltet, wenn die Informationssignale usus gleichzeitig mit dem für die Auswahl der Speichereinheit Mi bestimmten Auswählsignal J übertragen werden, und es wird beendet, wenn eine andere Speichereinheit ausgewählt wird.
Speichereinheit-U nterbrechen -Signal MIS9'
Das Speichereinheit-Unterbrechen-Signal MIS9 zeigt dem Datenverarbeitungsgerät fortlaufend an, ob die entsprechende Speichereinheit MI für eine Speichereinheit-Unterbrechen-Operation eingestellt ist oder nicht.
Das Speichereinheit-Unterbrechen-Signal MIS9 der ausgewählten Speichereinheit wird durch das Speichereinheit-Unterbrechen-Einstellsignal J eingeschaltetund durchdas Speichereinheit-Unterbrechen- Rückstellsignal beendet.
Datenverarbeitungsgerät-Unterbrechen-SignalM1S10.
Das Datenverarbeitungsgerät-Unterbrechen-Signal MIS, 0 zeigt dem Verarbeitungsgerät an, dass sich in der entsprechenden Speichereinheit M, ein Streifen in der Stellung der minimalen Zugriffszeit befindet, und dass das Verarbeitungsgerät, falls dies zu diesem Zeitpunkt möglich ist, sein Programm unterbrechen soll, um eine Lese- oder Schreiboperation durchzuführen.
Das Datenverarbeitungsgerät-Unterbrechen-Signal MIS10 unterscheidet sich vom Beginn-Signal S6 dadurch, dass ersteres im Gegensatz zum
Beginn-Signal S6 an dem DatenverarbeitUngsgerät anliegt, gleichgültig, ob die SpeichereinheitMl ausgewählt ist oder nicht, oder was das Datenverarbeitungsgerät gerade für einen Vorgang durchführt, so dass dieses, falls es sich dazu entscheidet, sein Programm unterbricht und eine Lese- oder Schreiboperation durchführt.
Das Datenverarbeitungsgerät-Unterbrechen- Signal M1S10 tritt immer dann auf, wenn die vordere Kante des Streifens die Lagefeststellvorrichtung 60i erreicht und das Speichereinheit-Unterbrechen-Signal MS und das Bereit-Signal S4 L-Potential aufweist oder unmittelbar darauf dieses Potential annimmt. Das
<Desc/Clms Page number 11>
Datenverarbeitungsgerät-Unterbrechen-Signal M S"wird durch eine der folgenden Bedingungen auf 0Potential zurückgeschaltet : 1. Die vordere Kante eines Streifens erreicht die Lagefeststellvorrichtung 60j : 2. die Auswahl der Speichereinheit Ml in Abhängigkeit von dem Auswählsignal J und 3. durch Auftreten des Speichereinheit-Unterbrechen-Rückstellsignals J.
Allgemeine Beschreibung der Steuervorrichtung 250 (Fig. 5 - 7).
Nach der allgemeinen Beschreibung des Datenverarbeitungsgerätes 180, dem mehrere Schnellzugriffs-
EMI11.1
M, t Sl - S7, und M f s - M1S1O zugeordnet sind, wird nun ein typisches Ausführungsbeispiel der in jeder Schnell- zugriffs-Datenspeichereinheit enthaltenen Steuervorrichtung 250 im einzelnen beschrieben. Zuvor sei je- doch noch darauf hingewiesen, dass die Unterteilung jeder Schnellzugriffs-Datenspeichereinheit in einen das eigentliche Schnellzugriffs-Datenspeichergerät 150 darstellenden Block (im vorangehenden im Zu- samenhang mit Fig. 2 beschrieben) und einen die Steuervorrichtung 250 (Fig. 4) darstellenden Block lediglich aus funktionellen Gründen erfolgt, um die Beschreibung und. das Verständnis der Erfindung zu erleichtern.
In den praktischen Ausführungsbeispielen ist es jedoch zweckmässig, verschiedene Teile der
Steuervorrichtung 250 in der Nähe eines oder mehrerer Bauteile des Speichergerätes 150 unterzubringen und umgekehrt. Die Unterteilung der Schnellzugriffs-Datenspeichereinheit in die Steuervorrichtung 250 und in das eigentliche Datenspeichergerät 150 erfolgte also, wie bereits erwähnt, nur aus funktionellen
Gesichtspunkten. Die praktische Ausführung dieser Speichergeräte kann jedoch unter Zugrundelegung verschiedener Faktoren, wie z. B. konstruktive Gesichtspunkte, möglichst günstige Verdrahtung, Schaltungkapazität usw., in der jeweils günstigsten Weise erfolgen. Des weiteren sei darauf hingewiesen, dass die Steuervorrichtung 250, von der ein typisches Ausführungsbeispiel in den Fig. 5-7 gezeigt ist, ebenfalls als in mehrere.
Funktionsgruppen unterteilt gezeigt ist. Auch diese Unterteilung erfolgte nicht unter Be- rücksichtigung der örtlichen Lage der einzelnen Bauelemente, sondern wurde nach rein funktionellen Gesichtspunkten vorgenommen, um die Beschreibung der Erfindung zu erleichtern.
In Fig. 5 ist die Steuervorrichtung 250 in allgemeiner Form dargestellt. Die Steuervorrichtung 250 ist in-zwei Funktionsgruppen unterteilt : die logische Schaltung 300 und die Informationsschaltung 400.
Ausserdem sind in Fig. 5 die Verbindungsleitungen zwischen der Steuervorrichtung 250 und dem Datenverarbeitungsgerät sowie die Verbindungsleitungen zwischen der Steuervorrichtung 250 und dem Datenverarbeitungsgerät 150 gezeigt. Aus der Darstellung der Verbindungsleitungen ist ersichtlich, ob diese von der entsprechenden Funktionsgruppe (logische Schaltung 300 bzw. Informationsschaltung 400) weglaufen oder zu dieser hinführen. Weiter sind in Fig. 5 noch verschiedene interne Verbindungsleiter zwischen der logischen Schaltung 300 und der Informationsschaltung 400 gezeigt, deren Aufgabe noch später erläutert wird.
Bevor nun spezielle Ausführungsbeispiele der in den Fig. 6 und 7 gezeigten logischen Schaltung 300 bzw. der Informationsschaltung 400 beschrieben werden, sind zunächst wieder einige einleitende Betrachtungen erforderlich. Zunächst sei darauf hingewiesen, dass die verschiedenen in den Fig. 6 und 7 gezeigten Flip-Flops herkömmlicher Bauart sein können. Diese in den Fig. 6 und 7 gezeigten Flip-Flops besitzen jeweils einen L-Eingang und einen 0-Eingang, durch die bei Anlegen von Schaltsignalen das entsprechende Flip-Flop von dem einen in den andern Zustand geschaltet werden kann.
Wird beispielsweise ein Schaltsignal (in Zukunft kurz als L-Signal bezeichnet) an den L-Eingang eines Flip-Flops angelegt, so wird dieses Flip-Flop in seinen L-Zustand geschaltet, falls es sich zuvor in seinem 0-Zustand befand, oder falls sich das Flip-Flop bereits im L-Zustand befand, bleibt es weiter in diesem. Zustand. In gleicher Weise wird das Flip-Flop durch Anlegen eines L-Signals an den 0-Eingang in den 0-Zustand geschaltet, falls sich das Flip-Flop zuvor im L-Zustand befand oder falls es sich bereits im 0-Zustand befand, bleibt es in diesem Zustand.
Die Flip-Flops bleiben dann so lange in dem betreffenden Zustand, bis sie durch ein L-Signal an dem entgegengesetzten Eingang in ihren andern Zustand geschaltet werden. Wurde ein Flip-Flop beispielsweise zuletzt in den L-Zustand geschaltet, so bleibt dieses Flip-Flop nach Anlegen eines L-Signals
EMI11.2
liegt, den nächstfolgenden Zustand des Flip-Flops.
Wie ebenfalls bekannt, besitzen alle in den Fig. 6 und 7 gezeigten Flip-Flops zwei inverse Ausgänge, von denen der eine mit der Abkürzung der Flip-Flop-Bezeichnung und der andere mit der apostrophierten (gestrichenen) Abkürzung der Flip-Flop-Bezeichnung benannt ist. Beispielsweise besitzt das Belegt-Flip-Flop in der Baugruppe 300 a der Fig. 6 die Abkürzung BUS. Somit ist der eine Ausgang mit BUS
<Desc/Clms Page number 12>
und der andere Ausgang mit BUS'bezeichnet. Der nichtgestrichene Ausgang (z. B. BUS) befindet sich auf
L-Potential, wenn sich das Flip-Flop im L-Zustand befindet, und weist 0-Potential auf, wenn das Flip-
Flop im 0-Zustand ist. Der gestrichene Ausgang des Flip-Flops (z. B.
BUS') besitzt selbstverständlich je- weils das inverse Ausgangssignal, d. h. er weist 0-Potential auf, wenn sich das Flip-Flop im L-Zustand, i und L-Potential, wenn sich das Flip-Flop im 0-Zustand befindet. Dies bedeutet also, dass z. B. das Be- legt-Flip-Flop BUS in seinem L-Zustand an seinem Ausgang BUS ein L-Signal und an seinem gestriche- nen Ausgang BUS'ein 0-Signal aufweist. Das Umgekehrte ist der Fall, wenn sich das Belegt-Flip-Flop im 0-Zustand befindet.
In bezug auf die in den Fig. 6 und 7 in Blockform dargestellten Flip-Flops sei noch darauf hingewiesen, dass sie jeden beliebigen, für die Erfindung geeigneten Aufbau besitzen können. So enthalten diese Flip-Flops beispielsweise geeignete Schaltmittel zur Verhinderung der Rücktriggerung und/oder zur
Verminderung der Empfindlichkeit der Flip-Flops auf Geräuschsignale. Ausserdem besitzt jedes Flip-Flop, wie später noch näher beschrieben wird, Mittel zur Verzögerung des Schaltens des betreffenden Flip-
Flops in Abhängigkeit von einem an den L-oder 0-Eingang angelegten L-Signal oder zur Verzögerung des Auftretens der Ausgangssignale an den Ausgängen des betreffenden Flip-Flops nach erfolgtem Um- schalten. was für das richtige Arbeiten des logischen Systems erforderlich sein kann.
Die hiezu erforder- lichen Schaltmittel sind allgemein bekannt und werden deshalb in der vorliegenden Beschreibung nicht im einzelnen erläutert.
Die in den Fig. 6 und 7 gezeigten logischen Schaltungen bestehen aus Kombinationen von zwei ver- schiedenen Arten logischer Elemente, d. h. aus bekannten UND- und ODER-Gattern. In den Fig. 6 und 7 sind die UND-Gatter als Halbkreis dargestellt, in dessen Innerem ein Punkt eingezeichnet ist, während die ODER-Gatter durch einen Halbkreis dargestellt werden, in dem sich ein Pluszeichen befindet. Wie allgemein bekannt, besitzt der Ausgang eines UND-Gatters nur dann ein L-Signal, wenn an allen Ein- gängen L-Signale anliegen, während der Ausgang eines ODER-Gatters dann ein L-Signal besitzt, wenn mindestens an einem der Eingänge sich ein L-Signal befindet.
Bei richtiger Kombination dieser UND- und ODER-Gatter, wie in den typischen Ausführungsbeispielen der Fig. 6 und 7 gezeigt, werden die Be- dingungen erzielt, die zur Umschaltung jedes Flip-Flops gemäss der Erfindung erforderlich sind, was aus der nachfolgenden Beschreibung noch deutlicher hervorgeht.
Des weiteren sei bezüglich der UND- und ODER-Gatter in den Fig. 6 und 7 noch darauf hingewiesen, dass an Stelle der genauen Verbindungslinien von den entsprechenden Flip-Flop-Ausgängen oder von den einzelnen Steuersignalen Jl - J10 zu den UND-und ODER-Gattern, an die der betreffende Flip-Flop-Aus- gang oder das betreffende Steuersignal angelegt werden soll, nur die Bezeichnungen der entsprechenden Flip-Flop-Arsgänge oder der Steuersignale angegeben sind. Diese Darstellungsweise wurde deshalb ge- wählt, um die Fig. 6 und 7 möglichst übersichtlich zu halten und das Verständnis der betreffenden Schal- tungen zu erleichtern. Zur weiteren Vereinfachung der Fig. 6 und 7 sind die an verschiedenen Punkten der aus den UND-und ODER-Gattern gebildeten logischen Netzwerke erforderlichen Treiber- und Ver- stärkerschaltungen nicht gezeigt.
Diese Schaltungen sind allgemein bekannt und können als in den UND- und ODER-Gattern oder als in andern Elementen enthalten gedacht werden..
Neben den Flip-Flops und den UND- und ODER-Gattern sind in den Fig. 6 und 7 eine Anzahl Zeit- geber Tl - T5 gezeigt, die ebenso wie die Flip-Flops herkömmlichen Aufbau besitzen können. Die Ar- beitsweise jedes dieser Zeitgeber ist so, dass bei Anlegen eines L-Signals an den Einstelleingang der be- treffende Zeitgeber für eine für jeden Zeitgeber bestimmte Zeitdauer eingeschaltet wird. Befindet sich der Zeitgeber bereits in seinem L-Zustand, wenn ein L-Signal an seinen Einstelleingang gelangt, dann bleibt der Zeitgeber auch weiter in seinem Zustand, doch beginnt der Zeitablauf mit dem Eintreffen des genannten L-Signals von neuem. Der in der Baugruppe 300a der Fig. 6 gezeigte Zeitgeber T4 bleibt bei- spielsweise nach dem durch das Anlegen des L-Signals an den Einstelleingang bewirkten Einschalten für
750 msec in seinem Ein-Zustand.
Befindet sich der Zeitgeber T4 500 msec in dem Ein-Zustand, wenn an den Einstelleingang erneut ein L-Signal gelangt, dann bleibt der Zeitgeber wieder für volle 750 msec eingestellt. Ebenso wie die Flip-Flops haben auch die Zeitgeber Tl - T5 zwei inverse Ausgänge. Der nichtgestrichene Ausgang jedes Zeitgebers führt L-Potential, wenn sich der Zeitgeber in seinem Ein-Zustand befindet, und führt 0-Potential, wenn sich der Zeitgeber in seinem Aus-Zustand befindet. Das Umgekehrte ist für den gestrichenen Ausgang jedes Zeitgebers der Fall.
Befindet sich der Zeitgeber T4 beispielsweise in seinem Ein-Zustand, dann ist sein nichtgestrichener Ausgang T4 "L", während sein gestrichener Ausgang T4'"0" ist. Die umgekehrten Zustände ergeben sich, wenn sich der Zeitgeber T4 in seinem Aus-Zustand befindet.
<Desc/Clms Page number 13>
EMI13.1
<Desc/Clms Page number 14>
hin-Fiip-Flops"L". Die Zeitgeber Tl-T5 werden nur durch eine Gleichung dargestellt, da sie nur einen einzigen Einstelleingang besitzen. Diese einzige Gleichung für jeden Zeitgeber stellt die logischen Bedingungen für den Fall dar, wenn ein L-Signal an den Einstelleingang des entsprechenden Zeitgebers angelegt wird, um diesen für eine von der Dimensionierung des betreffenden Zeitgebers abhängige Zeitspanne in den Ein-Zustand zu schalten.
Als zweiter Punkt für die Betrachtung der Darstellungsweise der Boole'schen Gleichungen sei noch darauf hingewiesen, dass in der folgenden Aufstellung die Flip-Flops und die Zeitgeber entsprechend ihrer Lage in den Fig. 6 und 7 in Gruppen zusammengefasst sind. Die Flip-Flops in jeder der Baugruppen 300a, 300b und 300c der Fig. 6 bilden jeweils eine getrennte Gruppe, während die in der Fig. 7 gezeigten FlipFlops zusammen eine Gruppe bilden. Des weiteren sei noch darauf hingewiesen, dass der Vollständigkeit halber auch die Bedingungen für zwei in Fig. 7 gezeigte zusätzliche Vorrichtungen wiedergegeben sind, u. zw. für den Entschlüssler 401 und die Schreibsperrvorrichtung 480.
Folgende logische Gleichungen dienen also zur Realisierung der in den Fig. 6 und 7 gezeigten logischen Netzwerke :
Baugruppe 300a (Fig. 6)
EMI14.1
<tb>
<tb> Belegt-Flip-Flop <SEP> Bereit-Flip-Flop <SEP>
<tb> BUS <SEP> = <SEP> (E') <SEP> (SU) <SEP> (J9+J10) <SEP> RY <SEP> = <SEP> (PE <SEP> -2) <SEP> (RG)
<tb> .
<SEP> BUS'= <SEP> (PE-2) <SEP> (RG) <SEP> RY'= <SEP> (RY) <SEP> [ <SEP> (WS) <SEP> + <SEP> (RG) <SEP> + <SEP> J1o <SEP> (SU) <SEP> (BUS') <SEP>
<tb> + <SEP> (J5+J6)(SU)(CS)]
<tb> Zeitgeber <SEP> T4 <SEP> Verarbeitungsgerät-UnterbrechenT4= <SEP> (PE-2)(RG) <SEP> Flip-Flop
<tb> +(J4+J5+J6)(SU)(P') <SEP> PI <SEP> = <SEP> (UI)[(PE-2)(RG)+(PE-2)(RY)]
<tb> PI' <SEP> = <SEP> (UD+J3)(SU)
<tb> Speichereinheit-Unterbrechungs- <SEP> Lagefeststell-Flip-Flop
<tb> Flip-Flop <SEP> P <SEP> = <SEP> (PE-2)
<tb> UI=J2 <SEP> (SU) <SEP> P' <SEP> =(PE-3)
<tb> UI'=J3 <SEP> (SU)
<tb>
Baugruppe 300b (Fig.
6)
EMI14.2
<tb>
<tb> Befehls-Flip-Flop <SEP> Rückführweiche-Steuer-Flip-Flop
<tb> CM <SEP> =Jg <SEP> (SU) <SEP> (RY') <SEP> RGC <SEP> = <SEP> (PE-2) <SEP> (CM) <SEP> (RG') <SEP>
<tb> + <SEP> (J9+J10)(SU)(BUS') <SEP> RGC'=(RGC)(RG)
<tb> CM <SEP> (PE-2) <SEP> (RG)
<tb> Streifen-Aufruf-Flip-Flop <SEP> Rückführweiche-Flip-Flop
<tb> CS <SEP> = <SEP> J <SEP> (SU) <SEP> (BUS') <SEP> RG <SEP> = <SEP> (PE-3) <SEP> [ <SEP> (T4') <SEP> + <SEP> (RGC)] <SEP> + <SEP> E <SEP>
<tb> CS'= <SEP> (CS)(WS)+(J5+J6)(SU)(RY) <SEP> RG'=(PE-3)(RGC')(E')
<tb> Streifen-Fehler-Flip-Flop
<tb> WS <SEP> = <SEP> (WS') <SEP> (CS) <SEP> (RG)
<tb> WS'= <SEP> (J9 <SEP> :
<SEP> -JI0) <SEP> (SU) <SEP> (BUS')
<tb>
<Desc/Clms Page number 15>
Baugruppe 300c (Fig. 6)
EMI15.1
<tb>
<tb> Zeitgeber <SEP> T <SEP> l <SEP> Fehler-Flip-Flop <SEP>
<tb> T1=(PE <SEP> - <SEP> 1) <SEP> E <SEP> = <SEP> (E) <SEP> + <SEP> (P1'D) <SEP> (T1') <SEP> + <SEP> (P2'D) <SEP> (T2')
<tb> + <SEP> (P3'D) <SEP> (T3') <SEP> + <SEP> VG' <SEP> + <SEP> (T5') <SEP> (BUS)
<tb> Zeitgeber <SEP> T2 <SEP> E'= <SEP> V <SEP>
<tb> T2= <SEP> (PE <SEP> - <SEP> 2) <SEP> Zeitgeber <SEP> T5
<tb> Zeitgeber <SEP> T3 <SEP> T5= <SEP> (J9+J10)(SU)(BUS')+PE-2
<tb> T3 <SEP> = <SEP> (PE <SEP> - <SEP> 3) <SEP>
<tb>
Informationsschaltung 400 (Fig.
7)
EMI15.2
<tb>
<tb> Speichereinheit-Auswahl-Flip-Flop <SEP> Speichereinheit-Entschlüssler <SEP>
<tb> SU <SEP> = <SEP> (UD) <SEP> (SU') <SEP> UD <SEP> = <SEP> J <SEP> -u
<tb> SU'= <SEP> (UD')(SU) <SEP> 1
<tb> UD'=J1 <SEP> (u1-u8)M1
<tb> Lese-Flip-Flop <SEP> (u1 <SEP> - <SEP> u8)M1="L", <SEP> wenn <SEP> die <SEP> Einheit <SEP> M1
<tb> RE <SEP> = <SEP> J5 <SEP> (SU)(RY)(E')(WS') <SEP> die <SEP> auszuwählende <SEP> Einheit <SEP> ist
<tb> RE'=(J6+J7)(SU)
<tb> Schreib-Flip-Flop <SEP> Operations-Flip-Flop
<tb> WR <SEP> = <SEP> (SU) <SEP> (RY) <SEP> (E')(WS')(WL') <SEP> OP <SEP> = <SEP> (PE-3) <SEP> (RY) <SEP> (WC')(E')(RE) <SEP> + <SEP> (WR)
<tb> WR'=(J5 <SEP> + <SEP> J7) <SEP> (SU) <SEP> OP'= <SEP> J, <SEP> (SU)
<SEP>
<tb> Schreib-Sperr-Schalter-Vorrichtung
<tb> WL <SEP> und <SEP> WL'werden <SEP> durch <SEP> die <SEP> Stellung
<tb> eines <SEP> in <SEP> jeder <SEP> Einheit <SEP> enthaltenen <SEP> handbetätigbaren <SEP> Schreib-Sperr-Schalters
<tb> bestimmt.
<tb>
EMI15.3
<Desc/Clms Page number 16>
mitGemeinsame Zustandssignale SI - S7
EMI16.1
<tb>
<tb> Schreib-Sperr-Signal <SEP> Sl <SEP> = <SEP> (SU) <SEP> (WL)
<tb> Fehler <SEP> -Signal <SEP> S2 <SEP> ; <SEP> : <SEP> :
<SEP> (SU) <SEP> (E)
<tb> Belegt-Signal <SEP> Sg <SEP> = <SEP> (SU) <SEP> (BUS)
<tb> Bereit-Signal <SEP> S <SEP> 4 <SEP> = <SEP> (SU) <SEP> (RY)
<tb> Streifen-Fehler-Signal <SEP> S5 <SEP> = <SEP> (SU) <SEP> (WS)
<tb> Beginn-Signals <SEP> = <SEP> (SU) <SEP> (UI) <SEP> (RY) <SEP> (P)
<tb> Operations-SignalS <SEP> = <SEP> (SU) <SEP> (OP)
<tb> Einzelne <SEP> Zustandssignale <SEP> M1S8-M1S
<tb> der <SEP> Speichereinheit <SEP> M
<tb> Speichereinheit-Auswähl-Signal <SEP> M. <SEP> S <SEP> = <SEP> (SU)
<tb> Speichereinheit-Unterbrechen-Signal <SEP> M1S <SEP> = <SEP> (UI)Verarbeitungsgerät-UnterbrechenSignal <SEP> M <SEP> iso <SEP> = <SEP> (PI)
<tb>
Zu den oben genannten Boole'schen Gleichungen für die Zustandssignale seien im folgenden einige Erklärungen gegeben :
Die Zustandssignale S2, S3, S4, S5 und S7 werden lediglich aus dem logischen Pro-
EMI16.2
gebildet.gruppe 300a der Fig. 6 gebildet. Das Schreib-Sperr-Signal Sl ist das logische Produkt des Signals SU und des nichtgestrichenen Ausgangssignals WL der in Fig. 7 gezeigten Schreibsperrvorrichtung 480. In jeder der Gleichungen für die gemeinsamen Zustandssignale Sl - S7 entspricht der Ausdruck SU dem nichtge- strichenen Ausgangssignal des Speichereinheit-Auswähl-Flip-Flops.
Daraus folgt, dass die nichtgestriche- nen Ausgangssignale der entsprechenden Flip-Flops, von denen die Zustandssignale S,S,S,S und S7 abgeleitet werden, das nichtgestrichene Ausgangssignal der Schreibsperrschaltung 480, von dem das Schreibsperrsignal Sl abgeleitet wird und der Ausgang des Beginn-Gatters 320, von dem das Beginn-Si- gnal 86 abgeleitet wird, dem Datenverarbeitungsgerät nur dann zur Verfügung stehen, wenn SU "L ' ist, d. h. wenn die betreffende Speichereinheit ausgewählt ist.
Wie im vorangegangenen bereits ausgeführt, wird dadurch ermöglicht, dass eine gemeinsame Gruppe von Zustandsleitern für die Zustandssignale Sl - S7 unabhängig von der Anzahl der mit dem Datenverarbeitungsgerät verbundenen Schnellzugriffs-Datenspeichereinheit verwendet werden kann.
Im Zusammenhang mit den Gleichungen für die einzelnenSpeichereinheits-Zustandssignale M1S8 bis M1S10 sei darauf hingewieseh, dass jedes dieser Signale nur das Ausgangssignal des nichtgestrichenen Ausgangs des entsprechend benannten Flip-Flops ist, d.h. das Speichereinheits-Auswählsignal M1S8 ist der nichtgestrichene Ausgang SU des Auswähl-Flip-Flops SU in Fig. 7, das Speichereinheit-UnterbrechenSignal MSq ist der nichtgestrichene Ausgang UI des Speichereinheit-Unterbrechen-Flip-Flops UI in der Baugruppe 300a in der Fig. 6 und das Datenverarbeitungsgerät-Unterbrechen-Signal M1S10 ist der nichtgestrichene Ausgang PI des Datenverarbeitungsgerät-Unterbrechen-Flip-Flop PI in der Baugruppe 300a.
Daraus folgt, dass der Zustand der nichtgestrichenen Ausgänge der entsprechenden, die einzelnen Speichereinheit-Zustands-Signale M1SS - M1Sl0 erzeugenden Flip-Flops der Speichereinheit M, dem Datenverarbeitungsgerät über die entsprechenden einzelnen Speichereinheit-Zustandsleiter fortlaufend zur Verfügung stehen, gleichgültig welche Speichereinheit ausgewählt ist. Das Gleiche gilt auch für die einzelnen Speichereinheif-Zustandssignale jeder andern Schnellzugriffs-Datenspeichereinheit, die mit dem Datenverarbeitungsgerät verbunden ist.
Rückführweichenlogik (Fig. 2 und 6).
Wie in der Baugruppe 300d in Fig. 6 in allgemeiner Form gezeigt, ist das Rückführweichen-Öffnungssignal RG und das Rückführweichen-Schliessungssignal RG' (diese Signale zeigen an, ob die Rückführweiche 70 in Fig. 2 geöffnet oder geschlossen ist) nur durch den entsprechenden nichtgestrichenen Ausgang RG bzw. den gestrichenen Ausgang RG'des in der Baugruppe 300b der Fig. 6 gezeigten Rückführweichen-Flip-Flops dargestellt. Infolge der grossen Bedeutung der Rückführweicho 70 im Zusammenhang mit der Gesamtfunktion des Systems ist es zweckmässig, die oben angegebene Boole'sche Gleichung
<Desc/Clms Page number 17>
für das Rückführweichen-Flip-Flop durch die folgende kurze Beschreibung der für das Öffnen und Schlie- ssen der Rückweiche 70 erforderlichen Bedingungen zu ergänzen.
Rückführweiche 70.
Wie bereits eingangs erwähnt, wird durch die Stellung der Rückführweiche 70 bestimmt, ob ein auf der Trommel befindlicher Streifen einen weiteren Umlauf auf den Lese- und Schreibköpfen 60m und 60n vorbei durchführen soll (Rückführweiche 70 geschlossen), oder ob der Streifen von der Trommel abge-
EMI17.1
nen bzw. gestrichenen Ausgängen RG bzw. RG'des in der Baugruppe 300b der Fig. 6 gezeigten Rückführ- weichen-Flip-Flops abgeleitet wird, ist die Rückführweiche geöffnet, wenn sich das RückführweichenFlip-Flop im L-Zustand, und ist geschlossen, wenn sich das Rückführweichen-Flip-Flop im 0-Zustand befindet.
Die Rückführweiche 70 öffnet, wenn die vordere Kante eines auf der Trommel befindlichen Streifens die Lagefeststellvorrichtung 60j erreicht und zusätzlich eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist :
EMI17.2
2. ein Streifenrückführsignal J wurde übertragen, als das Bereit-Signal S L-Potential aufwies ; 3. der 750 msec Zeitgeber T4 ist abgelaufen, was der Fall ist, wenn innerhalb von 150 msec kein L-Signal an den Einstelleingang des Zeitgebers T4 gelangt ist. Anderseits wird die Rückführweiche 70 geschlossen, wenn die vordere Kante des neu freigegebenen Streifens die Lagefeststellvorrichtung 60j zum ersten Mal erreicht.
Auf welche Weise die oben beschriebene Arbeitsweise der Rückführweiche 70 unter Steuerung des Befehls-Flip-Flops, des Rückführweichensteuer-Flip-Flops und des Rückführweichen-Flip-Flops in der Baugruppe 300b der Fig. 6 erreicht wird, wird nun im folgenden beschrieben. Diese Beschreibung veranschaulicht auch, in welcher Weise die andern logischen Verknüpfungen in den Fig. 6 und 7 erreicht werden.
Auf Grund dieser Beschreibung ist es einem Fachmann ohne weiteres möglich, die Realisierung der logischen Verknüpfungen der übrigen Teile der Fig. 6 und 7 ebenso wie die im vorangegangenen genannten Boole'schen Gleichungen zu verstehen.
Bei der Betrachtung der Baugruppe 300b der Fig. 6 sei im folgenden angenommen, dass die Schnellzugriffs-Datenspeichereinheit Mi ausgewählt wurde, so dass sich das Speichereinheitauswähl-Flip-Flop in seinem L-Zustand befindet und sein nichtgestrichener Ausgang SU L-Potential aufweist. Ferner sei angenommen, dass sich die Speichereinheit MI in einem Zustand befindet, in dem sich anfangs alle Streifen
EMI17.3
Liefert nun das Datenverarbeitungsgerät ein Streifenrufsignal J9 oder ein Streifenfallsignal J10 zur Freigabe eines ausgewählten Streifens, so wird das Befehls-Flip-Flop in seinen L-Zustand geschaltet, so dass der Ausgang CM des Flip-Flops"L"wird. Wenn die vordere Kante des freigegebenen Streifens von der Trommel erfasst wird und die Lagefeststellvorrichtung 60i zum ersten Mal erreicht, dann wird der
EMI17.4
Flip-Flops, wodurch dieses Flip-Flop, wie bereits erwähnt, in seinen 0-Zustand schaltet und der Ausgang CM 0-Potential annimmt.
Da jedoch der Ausgang RG'während des Auftretens des Signals PE-2 auf 0-Potential liegt (Rückführweichen-Flip-Flop im L-Zustand), bleibt das Rückführweichensteuer-Flip- Flop in seinem 0-Zustand und der gestrichene Ausgang RGC'dieses Flip-Flops bleibt auf L-Potential. Erreicht nun die vordere Kante des freigegebenen Streifens eine kurze Zeit später die Lagefeststellvorrichtung 60j, dann wird der Ausgang RGC'durch den hiebei erzeugten L-Impuls PE-3"0" (E'weist ebenso
EMI17.5
wiederum der Ausgang RG'L-Potential annimmt und die Rückführweiche 70 (Fig. 2) geschlossen wird.
Nach einer oder mehreren Umdrehungen des auf der Trommel befindlichen Streifens, während SU und BUS' L-Potential aufweisen, kann die Rückführung des Streifens durch die folgenden Vorgänge einge- leitet werden : l. Freigabe eines neuen Streifens durch das Streifenrufsignal J9 oder das Streifenfallsignal J10 2. die Übertragung eines Streifenrückführsignals J8, wenn RY "L" ist (Bereit-Flip-Flop RY im L-Zu- stand) ; 3. die Zeit des 750 msec-Zeitgebers T4 ist abgelaufen.
<Desc/Clms Page number 18>
Wird die Rückführung des Streifens durch die unter 1. oder 2. genannten Bedingungen (d. h. in Ab- hängigkeit von den Signalen J8, Jg oder J1o) eingeleitet, dann schaltet das Befehls-Flip-Flop in seinen L-
Zustand, wodurch sein CM "L" wird. RG'bleibt auf seinem L-Potential, da die Rückführweiche 70 noch nicht geschlossen ist (Rückführweichen-Flip-Flop im 0-Zustand). Erreicht nun der auf der Trommel be- ! findliche Streifen die Lagefeststellvorrichtung 60i, so wird wieder der L-Impuls PE-2 erzeugt,'wobei dieses Mal sowohl CM als RG'L-Potential annehmen.
Dies hat zur Folge, dass ein L-Signal an den L-
Eingang des Rückführweichensteuer-Flip-Flops angelegt wird, wodurch dieses in seinen L-Zustand schal- tet und dessen Ausgang RGC L-Potential annimmt. Erreicht nun die vordere Kante des auf der Trommel befindlichen Streifens eine kurze Zeit später die Lagefeststellvorrichtung 60j, dann wird wieder der L- ) Impuls PE-3 erzeugt. Da auch RgC L-Potential aufweist, gelangt ein L-Signal an den L-Eingang des
Rückführweichen-Flip-Flops RG, wodurch dieses in seinen L-Zustand geschaltet wird. Dadurch wird der
Ausgang RG dieses Flip-Flops"L", wodurch die Rückführweiche 70 geöffnet wird. Dies hat wiederum zur
Folge. dass der Streifen von der Trommel abgestreift und längs der Rückführbahn in das Magazin zurück- geführt wird.
Damit befindet sich die Speichereinheit MI wieder in dem ursprünglich angenommenen
Zustand.
Wird das Entfernen des Streifens von der Trommel durch die unter 1. genannte Bedingung eingelei- tet (d. h. durch die Freigabe eines neuen Streifens in Abhängigkeit von dem Streifenrufsignal Jg oder dem
Streifenfallsignal JI0), ann fällt der neue Streifen bereits, während der alte Streifen in der oben beschrie- benen Weise von der Trommel abgestreift wird. Um zu verhindern, dass der neu freigegebene Streifen das
Entfernen des alten Streifens von der Trommel beeinflusst, ist die Fallzeit eines freigegebenen Streifens so lang bemessen, dass der neue Streifen nicht eher von der Trommel erfasst wird, bis der alte Streifen die Trommel vollständig verlassen hat.
Wird das Entfernen des Streifens von der Trommel durch die unter 3. genannte Bedingung eingelei- tet, d. h. durch das Ablaufen der Zeit des 750 msec-Zeitgebers T4,. dann schaltet dessen gestrichener
Ausgang T4'auf L-Potential. Dies hat zur Folge, dass beim nächsten Vorbeilaufen der vorderen Kante des auf der Trommel befindlichen Streifens an der Lagefeststellvorrichtung 60j, wobei der L-Impuls PE-3 erzeugt wird, der L-Eingang des Rückführweichen-Flip-Flops RG L-Potential annimmt, wodurch dieses
Flip-Flop in seinen L-Zustand schaltet und die Rückführweiche 70 geöffnet wird. Dieser Vorgang ist von grosser Bedeutung, um eine übermässige Abnutzung des Streifens zu verhindern, wenn der Streifen eine un- kontrollierte längere Zeitspanne auf der Trommel verbleibt.
Tritt also keine der beiden untere, oder 2. genannten Bedingungen auf, bevor die Zeit des 750 msec-Zeitgebers T4 abläuft, dann bewirkt das Aus- laufen des Zeitgebers T4 die Einleitung der selbsttätigen Entfernung des Streifens von der Trommel, um diesen in das Magazin zurückzuführen. Diese Vorgänge sind völlig unabhängig von den Datenverarbei- tungsgeräten. Wie aus der oben genannten Boole'schen Gleichung für den in der Baugruppe 300a der Fig. 6 gezeigten Zeitgeber T4 hervorgeht, wird der Zeitgeber T4 immer dann für weitere 750 msec eingestellt (unabhängig von seinem vorherigen Stand), wenn ein neu freigegebener Streifen die Lagefeststellvorrich- tung 60i erreicht. Der Zeitgeber T4 wird also immer dann für weitere 750 msec eingestellt, wenn ein
EMI18.1
oder Schreiboperation steht.
Neben der automatischenentfernung eines Streifens von der Trommel unabhängig von dem Datenverarbeitungsgerät besitzt die oben beschriebene, das Öffnen und Schliessen der Rückführweiche 70 steuernde Logik auch noch weitere Vorteile. So wird beispielsweise durch die Rückführweichenlogik sichergestellt, dass die Rückführweiche 70 nicht gerade dann umgelegt wird, wenn die vordere Kante des Streifens die Weiche 70 erreicht. Ausserdem dient die Rückführweichenlogik in Zusammenarbeit mit noch andern logischen Schaltungen zum Feststellen, welcher Streifen sich gerade auf der Trommel befindet, wodurch verhindert wird, dass eine Lese- oder Schreiboperation auf einem falschen Streifen durchgeführt wird.
Wie aus der in Fig. 6 gezeigten Baugruppe 300b und aus den Boole'schen Gleichungen für die Rückführweiche hervorgeht, bewirkt die Rückführweichenlogik auch dann ein Öffnen der Rückführweiche, wenn ein Fehler festgestellt wurde (das Fehler-Flip-Flop E schaltet in den L-Zustand, so dass dessen Ausgang E"L"wird).
Dadurch wird verhindert, dass bei Auftreten eines Fehlers ein Streifen das Speichergerät unnötig belegt.
Fehlerlogik (Fig. 6, Baugruppe 300c).
Nach der Beschreibung der Rückführweichenlogik wird nun im folgenden die das Schalten des in der Baugruppe 300c der Fig. 6 befindlichen Fehler-Flip-Flops bewirkenden Logik. erläutert. Auch für die Fehlerlogik wurde die Boole'sche Gleichung bereits im vorangegangenen im Zusammenhang mit den
<Desc/Clms Page number 19>
Boole'schen Gleichungen für die Baugruppe 300c gegeben. Die Hauptaufgabe der folgenden Beschreibung ist es deshalb, die Arbeitsweise der in der Baugruppe 300c der Fig. 6 als Beispiel wiedergegebenen Schal- tung, durch die die Fehlerlogik realisiert wird, im einzelnen zu beschreiben.
Rechts neben der Baugruppe
300c der Fig. 6 und ausserhalb der logischen Schaltung 300 sind diejenigen Bauelemente des Datenverar- i beitungsgerätes 150 gezeigt, die mit der Schaltung der Baugruppe 300c zur Steuerung des Fehler-Flip-
Flops E in Abhängigkeit von einem festgestellten Fehler zusammenarbeiten.
Als erstes sei das Manometer 299 zur Messung des Unterdruckes und das Ausgangssignal VG'betrach- tet. Dieses Manometer 299 ist in der Prinzipdarstellung des Speichergerätes 150 in Fig. 2 nicht einge- zeichnet ; in Fig. 6 ist es allgemein in Blockform dargestellt. Das Manometer oder Untcrdruckprüfgerät
299 arbeitet derart, dass es ein Signal VG'abgibt, wenn der durch die Vakuumpumpe erzeugte Unter- druck nicht ausreicht, die freigegebenen Streifen auf der Saugtrommel 40a festzusaugen und/oder, wenn der zur Trennung der einzelnen in dem Magazin hängenden Streifen erforderliche Luftstrom nicht stark genug ist.
Ausser dem von dem Manometer 299 gelieferten Signal VG'werden noch die von den Lagefeststell- vorrichtungen 90,60i und 60j erzeugten Signale PI', P2'und P3'dcr Baugruppe 300c der Fig. 6 zuge- führt. Diese Signale Pl', P2'und P3'werden von den Lagefeststellvorrichtungen 90, 60i und 60j zusätz- lich zu den Signalen PE-1, PE-2 und PE-3 erzeugt, sind jedoch in der Fig. 2 nicht dargestellt, da sie für das Verständnis dieser Figur ohne Bedeutung sind. Die Signale PI', P2'und P3'weisen L-Potential auf,
EMI19.1
de Lagefeststellvorrichtung zwischen der vorderen und hinteren Kante des Streifens befindet.
Die Lagefeststellvorrichtungen 90, 60i und 60j können beispielsweise photoelektrische Vorrichtungen sein, die aus einer Lichtquelle und aus einem Abfühlelement bestehen, die Licht von der Lichtquelle aufnehmen, wenn sich kein Streifen zwischen diesen beiden Elementen befindet. Die Signale Pal', P2'und P3'weisen also immer dann L-Potential auf, wenn das photoelektrische Abfühlelement der entsprechenden Lagefeststellvorrichtung kein Licht von der ihm zugeordneten Lichtquelle erhält. Die entsprechenden Impulse PE-1, PE-2 und PE-3 können beim Zustandswechsel der entsprechenden Feststellelemente, der eintritt, wenn die vordere Kante des Streifens zum ersten Mal den Lichtstrahl unterbricht, abgeleitet werden.
Nachdem beschrieben wurde, auf welche Weise die Signale Pl', P2', P3'und VG'von dem Datenverarbeitungsgerät 150 erzeugt werden, wird nun im folgenden erläutert, wie diese Signale zum Umschalten des Fehler-Flip-Flops E verwendet werden. Das von dem Manometer 299 erzeugte Signal VG' wird über zwei ODER-Gatter 305 und 307 an den L-Eingang des Fehler-Flip-Flops E angelegt. Nimmt nun das Signal VG'infolge einer Störung in der Unterdruck- und Druckluftanlage L-Potential an, so schaltet das Fehler-Flip-Flop E in seinen L-Zustand, wodurch sein Ausgang E"L"wird. Dies hat zur Folge, dass eine mit diesem Ausgang verbundene Signallampe 325 aufleuchtet und somit anzeigt, dass in der Speichereinheit ein Fehler aufgetreten ist. Das Fehler-Flip-Flop E kann durch Betätigen eines Druckschalters 315 in seinen 0-Zustand zurückgeschaltet werden.
Wird dieser Schalter 315 gedrückt, dann ge-
EMI19.2
behoben ist, so dass das Signal VG'. "0" ist, und kein anderer Fehler festgestellt wurde. Eine der mit dem nichtgestrichenen Ausgang des Fehler-Flip-Flops E verbundenen Signallampe 325 ähnliche Signallampe (nicht gezeigt) ist in der Baugruppe 300c direkt an den das Signal VG'führenden Leiter angeschlossen.
Diese nichtgezeigte Signallampe zeigt an, dass der aufgetreten Fehler in der Unterdruck- und Druckluftvorrichtung liegt.
Die Signale PI', P2'und P3'dienen zur Anzeige von Fehlern, die in den entsprechenden Lagefeststellvorrichtungen 90,60i und 60j oder als Folge des fehlerhaften Vorbeiführens eines Streifens an einer dieser Lagefeststellvorrichtungen auftreten. Würden die Signale Pl', P2'und P3'direkt an den L-Eingang des Fehler-Flip-Flops E angelegt werden, so würde das Fehler-Flip-Flop jedesmal dann in seinen LZustand geschaltet werden, wenn die vordere Kante eines Streifens an einer der Lagefeststellvorrichtungen vorbeiläuft, gleichgültig ob die Lagefeststellvorrichtungen richtig arbeiten oder nicht.
Um jedoch nur dann ein L-Signal an das Fehler-Flip-Flop E anzulegen, wenn ein Fehler festgestellt wurde, werden die Signale Pl', P2'und P3'zuerst in einer Verzögerungsvorrichtung 311,312 bzw. 313 verzögert. Die von diesen Verzögerungsvorrichtungen gelieferten Verzögerungssignale Pl'D, P2'D und P3'D werden dann an UND-Gatter 301,302 bzw. 303 zusammen mit einem der gestrichenen Ausgänge Tl', T2'bzw. T3'der Zeitgeber Tl, T2 bzw. T3 angelegt. Die Zeitgebern, T2 und T3 werden durch die Signale
<Desc/Clms Page number 20>
PE-1, PE-2 und PE-3 eingeschaltet. Die Verzögerungszeit der einzelnen Verzögerungsvorrichtungen 311,
312 und 313 wird etwas grösser gewählt, als die für die Einstellung der Zeitgeber T l, T2 bzw. T3 durch die L-Impulse PE-1, PE-2 bzw.
PE-3 erforderlichen Zeit. Ausserdem wird die Arbeitszeit der'Zeitgeber T l, T2 und T3 etwas grösser gewählt, als die Summe der für das Vorbeilaufen eines-Streifens an der enti sprechenden Lagefeststellvorrichtung erforderlichen Zeit und der Verzögerungszeit der entsprechenden Verzögerungsvorrichtnng. Infolge der Wahl dieser Verzögerungszeit der Verzögerungsvorrichtungen und der Arbeitszeit der Zeitgeber Tl, T2 und T3 nimmt der Ausgang eines der UND-Gatter 301,302, 303 nur dann L-Potential an, wenn die entsprechende Lagefeststellvorrichtung nicht richtig arbeitet oder wenn das Vorbeilaufen eines Streifens an der Lagefeststellvorrichtung nicht in der richtigen Weise erfolgt. Als nächstes wird die mit der Lagefeststellvorrichtung 90 zusammenarbeitendeschaltung näher beschrieben.
Diese Beschreibung gilt auch als Beispiel für die Arbeitsweise der mit den andern Lagefeststellvorrichtun- gen zusammenarbeitenden Schaltungen.
Aus der Betrachtung der der Lagefeststellvorrichtung 90 zugeordneten Schaltung geht hervor, dass während eines normalen Arbeitsganges die an der Lagefcststellvorrichtung 90 ankommende vordere Kante eines Streifens die Erzeugung des L-Signals PE-1 und das Umschalten des Signals Pl'auf L-Potential be- wirkt.
Das auf L-Potential befindliche Signal Pl'wird jedoch nicht an das UND-Gatter 301 angelegt, sondern wird zuvor um eine solche Zeitspanne verzögert, die ausreicht, dass der L-Impuls PE-1 den Zeit- geber Tl in seinen Ein-Zustand schalten kann, so dass dessen Ausgang Tl* 0-Potential erhält, bevor Pl'D "L" wild. Dies hat zur Folge, dass das durch die Verzögerungsvorrichiung 311 verzögerte Signal Pl'D erst dann "L" wird, wenn Tl bereits wieder ein 0-Potential aufweist, wodurch verhindert wird, dass ein L-Si- gnal am Ausgang des UND-Gatters 301 auftritt.
Der Zeitgeber Tl bleibt so lange in seinem Ein-Zustand, bis ein Streifen normalerweise die Streifenfeststellvorrichtung 90 passiert hat und die beiden Signale Pl* und Pl'D wieder 0-Potential aufweisen. Wenn somit der Zeitgeber T l wieder in seinen Aus-Zustand schaltet und sein Ausgang T1' "L" wird, kann ebenfalls kein L-Signal am Ausgang des UND-Gatters 301 auftreten, da P1'D"0"ist. Daraus geht hervor, dass der Ausgang des UND-Gatters 301 während des rich- tigen Arbeitens der Lagefeststellvorrichtung 90 und des richtigen Vorbeilaufens eines Streifens an dieser
Vorrichtung immer auf 0-Potential bleibt. Das gleiche gilt auch für die UND-Gatter 302 und 303, die den Lagefeststellvorrichtungen 60i bzw. 60j zugeordnet sind.
Im folgenden wird angenommen, dass infolge eines Fehlers der Lagefeststellvorrichtung 90 das Signal
PI'L-Potential annimmt, obwohl kein Streifen die Lagefeststellvorrichtung 90 passiert hat. Ausserdem ist kein Impuls PE-1 vorhanden, so dass der Zeitgeber T l nicht in seinem Ein-Zustand geschaltet wird und dessen Ausgang P l'auf L-Potential bleibt. Da in diesem Falle sowohl T1"und P1'D gleichzeitig
L-Potential aufweisen, nimmt auch der Ausgang des UND-Gatters 301 L-Potential an, das über die ODER-
Gatter 305 und 307 geführt wird und das Fehler-Flip-Flop E in seinen L-Zustand schaltet.
Das Fehler-Flip-Flop wird nicht nur infolge eines in einer der Lagefeststellvorrichtungen auftreten- den Fehlers, wie oben für die Lagefeststellvorrichtung 90 beschrieben, in den L-Zustand geschaltet, sondern wird auch dann durch ein an seinem L-Eingang angelegtes L-Signal in seinen L-Zustand geschaltet, wenn das Vorbeiführen eines Streifens an einer der Lagefeststellvorrichtungen nicht in der richtigen Weise erfolgt.
Wie bereits im vorangegangenen erwähnt, wird dies dadurch erreicht, dass jeder der Zeitgeber Tl, T2 und T3 nur für einen Zeitraum in seinem Ein-Zustand verbleibt, der etwas grösser ist als die Summe der zum Vorbeiführen eines Streifens an einer Lagefeststellvorrichtung erforderlichen Zeit und der Verzögerungszeit der entsprechenden Verzögerungsvorrichiung. Bleibt ein Streifen in einer Stellung, in der er die Lagefeststellvorrichtung abdeckt, beispielsweise kurzzeitig hängen, oder passiert dieser Streifen die betreffende Lagefeststellvorrichtung zu langsam, so dass der entsprechende Zeitgeber T l, T2 bzw.
T3 während des Vorbeilaufen des Streifens abläuft, dann nimmt der entsprechende gestrichene Ausgang Tl', T2'bzw. T3'des entsprechenden Zeitgebers L-Potential an, während das entsprechende verzögerte Signal Pl'D, P2'D bzw. P3'D ebenfalls noch L-Potential besitzt. Der Ausgang des entsprechenden UNDGatters 301, 302 bzw. 303 nimmt infolgedessen ebenfalls L-Potential an, wodurch das Fehler-Flip-Flop E in seinen L-Zustand geschaltet wird, um anzuzeigen, dass diese Operation nicht einwandfrei abgelaufen ist. Wie im vorangegangenen bereits ausgeführt, wird das Fehler-Flip-Flop E durch Betätigen des mit dem 0-Eingang dieses Flip-Flops verbundenen Druckschalters 315 wieder in seinen 0-Zustand geschaltet.
Wie aus der Baugruppe 300c der Fig. 6 ersichtlich, standen Ausgang jedes der UND-Gatter 301, 302 bzw. 303 eine Signallampe 319 angeschlossen. Diese Signallampen dienen zur visuellen Anzeige, in welcher der Lagefeststellvorrichtungen ein Fehler aufgetreten ist.
Informationsschaltung 400 (Fig. 7).
EMI20.1
<Desc/Clms Page number 21>
EMI21.1
<Desc/Clms Page number 22>
BUS muss sich im 0-Zustand befinden (BUS'ist "L"). Diese Bedingungen sind erfüllt, da SU durch das Auswählsignal J1 auf L-Potential gebracht wurde, ausserdem ist anfangs während des Auftretens der Signale J9 bzw. J10 BUS'*L", da anfangs angenommen wurde, dass kein Streifen aus dem Magazin fällt. Ausserdem wurde angenommen, dass in der Speichereinheit M kein Fehler festgestellt wurde, so dass E' "L" ist.
Da somit die oben genannten Bedingungen erfüllt sind, erscheint das Signal er am Ausgang des UND-Gatters 404, wenn eines der Signale Jg oder J10 übertragen wird.
EMI22.1
chene Ausgang BUS', der einen Eingang des UND-Gatters 404 in Fig. 7 bildet, auf 0 -Potential gebracht, wodurch das Streifenfreigabesignal er am Ausgang dieses UND-Gatters beendet wird. Falls es erwünscht
EMI22.2
Weise so dimensioniert werden, dass das Umschalten dieses Flip-Flops in Abhängigkeit von einem an den L- oder an den 0-Eingang angelegten Signal um eine solche Zeitspanne verzögert wird, dass das Streifenfreigabesignal er die erforderliche Länge erhält. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass dem L- und dem 0-Eingang dieses Flip-Flops jeweils eine Verzögerungsvorrichtung vorgeschaltet wird.
Die gleiche Wirkung kann jedoch auch dadurch erreicht werden, dass statt der Verzögerung der Umschaltung des betreffenden Flip-Flops dieses in Abhängigkeit von einem an seinen L-oder 0-Eingang angelegten Signal sofort umgeschaltet wird, wobei aber die Wirkung des Umschaltens verzögert an die Ausgänge des Flip-Flops gelangen muss. Dies wird dadurch erreicht, dass Verzögerungsvorrichtungen in die Ausgänge des betreffenden Flip-Flops geschaltet werden.
Selbstverständlich können solche Verzögerungsvorrichtungen ausser in dem Belegt-Flip-Flop BUS auch in andern Flip-Flops enthalten sein, wenn eine Verzögerungszeit für das richtige Arbeiten des logischen Systems erwünscht oder erforderlich ist, wie dies beispielsweise für die Verlängerung des am Ausgang des UND-Gatters 404 (Fig. 7) auftretenden Streifenfreigabesignals er der Fall ist.
EMI22.3
Datenverarbeitungsgerät gleichzeitig mit den Datenkanalnummer-Informationssignalen cl-chez übertragen werden. Wie aus Fig. 7 ersichtlich, werden die Datenkanalnummer-Informationssignale chu - chu an die Datenkanalnummerspeicherschaltung 410 angelegt.
Diese Schaltung speichert die durch die genannten Signale ch-ch dargestellte Datenkanalnummer nach Anlegen eines Einleitungssignals ech an diese Schaltung.
Wie aus der der Datenkanalnummerspeicherschaltung 410 in Fig. 7 zugeordneten logischen Schaltung ersichtlich, wird das genannte Einleitungssignal ech bei Vorhandensein entweder des Lesesignals J5 oder des Schreibsignals J6 erzeugt, wenn gleichzeitig die folgenden Bedingungen erfüllt sind :
1. die Speichereinheit MI muss die ausgewählte Einheit sein (SU "L");
2. die Speichereinheit MI muss sich im Bereit-Zustand befinden (RY"L") ;
3. in der Speichereinheit MI darf kein Fehler aufgetreten sein (E*"L") ;
4. das Streifenfehler-Flip-Flop WS in der Baugruppe 300b der Fig. 6 darf sich nicht im L-Zustand befinden (WS'"L") ;
5. die Schreibsperr-SchaItvorrichiung 480 muss sich im geöffneten (0-) Zustand befinden (WL'"L"), wenn das übertragene Signal ein Schreibsignal J6 ist.
Diese Bedingungen sind im vorliegenden Fall bei den eingangs getroffenen Bedingungen erfüllt, da das Auswähl-Flip-Flop SU beim Auswählen der Speichereinheit MI durch das Signal Jl in den L-Zustand geschaltet wurde. da das Bereit-Flip-Flop RY sich ebenfalls im L-Zustand befindet, da angenommen wurde, dass der durch eines der Signale Jg oder J freigegebene Streifen bereits die Lagefeststellvorrichtung 60i erreicht hat ;
da das Fehler-Flip-Flop E sich im 0-Zustand beiindet, da angenommen wurde, dass
EMI22.4
nun das Einleitungssignal ech erzeugt, das seinerseits die Datenkanalnummer-Speicherschaltung 410 dazu veranlasst, die durch die gleichzeitig übertragenen Signale cl-chez dargestellte Datenkanalnummer zu
EMI22.5
<Desc/Clms Page number 23>
EMI23.1
<Desc/Clms Page number 24>
oderfalls"L"wird. Nachdem dies erfolgt ist, wobei das im L-Zustand befindliche Lese-Flip-Flop RE anzeigt, dass eine Leseoperation durchzuführen ist, wird nun das Leseeinleitungssignal ere erzeugt, um die erreg- ten Lesetreiber der Lesekopftreiberschaltung 420 mit den entsprechenden Leseköpfen zu verbinden.
Da kein Schreibeinleitungssignal e", vorhanden ist, findet in diesem Fall nur eine Leseoperation statt. Be- findet sich anderseits das Schreib-Flip-Flop im L-Zustand, wodurch angezeigt wird, dass eine Schreib- operation durchgeführt werden soll, dann wird sowohl das Schreibeinleitungssignal ewr als auch das Lese- einleitungssignal ere erzeugt, um die erregten Lese- und Schreibtreiber in der Lese- und Schreibtreiber- schaltung 420 und 425 mit den entsprechenden Lese- und Schreibköpfen zu verbinden, so dass sowohl ge- lesen als auch geschrieben werden kann.
Gleichzeitig mit der Erzeugung der Einleitungssignale ere und/oder ewr wird durch die Umschaltung des Operations-Flip-Flops OP auch das Operationssignal S erzeugt, wodurch dem Datenverarbeitungsgerät angezeigt wird, dass mit der Lese- bzw. Schreiboperation begonnen werden kann. Diese Lese-und
Schreiboperationen enthalten normalerweise eine Einleitungsperiode, während der ein Löschvorgang er- folgt oder eine Periode, während der das Datenverarbeitungsgerät wartet, bis eine bestimmte Position in dem ausgewählten Datenkanal erreicht ist. Schaltungen und Verfahren zur Durchführung der Lese- und Schreibvorgänge in der oben beschriebenen Weise sowie zur Durchführung anderer Vorgänge sind allgemein bekannt und brauchen deshalb an dieser Stelle nicht näher beschrieben zu werden.
Es ist lediglich erforderlich, darauf hinzuweisen, dass das auf L-Potential schaltende OperationssignalS dem Datenverarbeitungsgerät anzeigt, dass mit der Übertragung der Schreibsignale w-w und/oder mit der Aufnahme der Lesesignale r-r begonnen werden kann.
Die Lesesignale rl - r8 und die Schreibsignale w-we werden normalerweise durch aufeinanderfolgende Gruppen von jeweils acht parallelen Bits (sechs Informationsbits, ein Paritätsbit und ein Taktbit) gebildet die von einem ausgewählten Datenkanal eines auf der Trommel befindlichen Streifens durch acht nebeneinanderliegende, für jeden Datenkanal vorgesehene Magnetkopf abgelesen bzw. auf diesen aufgezeichnet werden, wenn der Streifen an den Magnetköpfen vorbeiläuft.
Nachdem in dem ausgewählten Datenkanal eine Aufzeichnung bestimmter Länge erfolgt ist und/oder Daten abgelesen worden sind, überträgt das Datenverarbeitungsgerät das Haltsignal judas das OperationsFlip-Flop OP in den 0-Zustand schaltet, die Datenkanalnummerspeicherschaltung 410 rückstellt und entweder das Lese- oder Schreib-Flip-Flop ER bzw. WR in den 0-Zustand schaltet, je nachdem welches dieser beiden Flip-Flops sich im L-Zustand befand, wodurch der Schreib- und/oder Lesevorgang beendet wird. Der Streifen kann nun für eine oder mehrere weitere Lese- oder Schreiboperationen in einem oder mehreren ausgewählten Datenkanälen, die ebenfalls in der obigen Weise durchgeführt werden, auf der Trommel verbleiben, oder kann von der Trommel entfernt und in das Magazin zurückgeführt werden.
Letzteres erfolgt durch eine der verschiedenen, im Zusammenhang mit der Rückführweichenlogik beschriebenen Möglichkeiten.
Bevor die Beschreibung der in Fig. 7 gezeigten Informationsschaltung 400 beendet wird, sei noch darauf hingewiesen, dass nach Freigabe eines ausgewählten Streifens durch Anlegen des Streifenfreigabesignals er und der Streifenauswählsignale el - es an die Streifenbetätigungsschaltung 230 in Abhängigkeit von dem Signal J9 oder Ij0 keine Vorkehrungen getroffen sind, um die'in Fig. 2 allgemein dargestellten Auswähl-und Freigabevorrichtungen 30 rückzustellen.
Dies hat folgenden Vorteil : Stimmen die gleichzeitig mit einem der Signale J9 oder übertragenen Streifenauswälsignale .-es mit einem bereits auf der Trommel befindlichen Streifen überein, dann wird dieser Streifen sofort nach der Rückkehr in das Ma-
EMI24.1
automatisch noch einmal freigegeben,sind, da sich die Auswählstangen noch in der Freigabestellung für diesen Streifen befinden.
Aufbau der Befehle des Datenverarbeitungsgerätes für die Schnellzugriffs-Datenspeichereinheitbefehle (Fig. 8 - 10).
Nach der Betrachtung der typischen Ausführungsbeispiele der Steuervorrichtung 250 (Fig. 5 - 7) und des Schnellzugriffs-Datenspeichergerätes 150 (Fig. 2) wird im folgenden eine Beschreibung eines typischen Befehlsaufbaus des Datenverarbeitungsgerätes 180 (Fig. 3) für die Ausführung von SchnellzugriffsDatenspeicherbefehlen gegeben. Bei dieser Beschreibung wird insbesondere auf das Befehlsflussdiagramm in Fig. 8 und auf die in Fig. 9 und 10 gezeigten Schaltungen Bezug genommen.
Wie allgemein bekannt, arbeitet ein Datenverarbeitungsgerät in Abhängigkeit von einem gespeicherten Programm, das durch einen Programmierer so verändert werden kann, dass das Datenverarbeitungsgerät die verschiedensten Arten von Operationsfolgen durchführen kann. Ein gespeichertes Programm besteht normalerweise aus einer Vielzahl verschiedener Befehle, von denen jeder aus einer Reihe ähnlicher Operationsblöcke besteht, die vom Datenverarbeitungsgerät in einer vorbestimmten Folge und selbst-
<Desc/Clms Page number 25>
EMI25.1
<Desc/Clms Page number 26>
EMI26.1
<Desc/Clms Page number 27>
Wie aus Fig.
10 ersichtlich, wird das Falscher-Streifen-Signal Ss zusammen mit dem invertierten Fehlersignal S2'und dem Prüfsignal T, das vom Datenverarbeitungsgerät im Operationsblock 03 zur Prü-
EMI27.1
Signal S5 der ausgewählten Speichereinheit L Potential besitzt und S,'"L"ist (wodurch angezeigt wird, dass nur S5 "L" ist) und das Prüfsignal T5 vom Datenverarbeitungsgerät während des Operationsblockes 03 erzeugt wird, der Ausgang des UND-Gatters 513"L", wodurch das Falscher-Streifen-Abzweig-Flip-Flop WSB in den L-Zustand geschaltet wird.
Ebenso wie beim Auswählfehlerabzweigungs-Flip-Flop in Fig. 9 bewirkt das Einschalten des Flascher-Streifen-Abzweigungs-Flip-Flops WSB (Fig. 10) das Fortschalten des Datenverarbeitungsgerätes zur Falscher-Streifen-Abzweigung 803, um eine entsprechende Korrektur oder andere Vorgänge durchzuführen, statt zu den Schnellzugriffs-Datenspeicher-Einheitblöcken 11, 21,341, 51,61 oder 781 weiterzuschalten. Nach der Durchführung der Falscher-Streifen-Abzweigung 803 erzeugt das Datenverarbeitungsgerät ein Signal ew, um das Streifenfehlerabzweigungs-Flip-Flop WSB zur Vorbereitung des nächsten Prüfvorganges des Falscher-Streifen-Signals S5 während eines folgenden Schnellzugriffsdatenspeichereinheitbefehls in den 0-Zustand zurückzuschalten.
Nach der Durchführung des Operationsblockes 03 und unter der Annahme, dass sowohl das Fehlersi-
EMI27.2
gerät nun zu einem der Blöcke 11,21, 341,51, 61 oder 781 weiter, je nachdem welcher der acht Befehle Cl-C8 ausgeführt wird. Als erstes Beispiel eines vom Datenverarbeitungsgerät auszuführenden Befehls wird der Speichereinheit-Unterbrechen-Einstellbefehl Cl beschrieben, durch den das Datenverarbeitungsgerät zum Operationsblock 11 weitergeschaltet wird, während dem das Speichereinheit-Unterbre- chen-Einstellsignal J2 übertragen wird, um das Speichereinheit-Unterbrechen-Flip-Flop UI (Baugruppe 300a der Fig. 8) der ausgewählten Speichereinheit in den L-Zustand zu schalten und dadurch diese Einheit für eine Unterbrechen-Operation einzustellen.
Nach der Durchführung des Operationsblockes 11 schaltet das Datenverarbeitungsgerät zum nächsten Befehl weiter, für den es programmiert ist. Anderseits wird das Datenverarbeitungsgerät nach der Durchführung des Operationsblockes 03 bei der Durchführung des Speichereinheit-Unterbrechen-Rückstellbefehls C2 zum Operationsblock 21 weitergeschaltet, während dem das Speichereinheit-Unterbrechen-Rückstellsignal J übertragen wird, um das Speichereinheit-Unterbrechen-Flip-Flop UI der ausgewählten in den 0-Zustand zu schalten, wodurch
EMI27.3
auf hingewiesen, dass jeder dieser Befehle gleichzeitig mit irgendeinem andern Befehl ausgeführt werden kann.
Dies ist deshalb möglich, da das Schalten des Speichereinheit-Unterbrechen-Flip-Flops in Abhängigkeit von den Signalen J2 und J zu einer beliebigen Zeit in einer ausgewählten Speichereinheit erfolgen kann, ohne andere logische Operationen zu beeinflussen.
Als nächstes werden an Hand der Fig. 8 der Streifenfallbefehl C3 und der Streifenaufrufbefehl C4 betrachtet. Wird einer dieser Befehle ausgeführt, dann schaltet das Datenverarbeitungsgerät nach dem Beenden des Operationsblockes 03 zum Operationsblock 341 weiter, der für den Streifenfallbefehl C3 und den Streifenaufrufbefehl C4 gemeinsam ist. Im Operationsblock 341 prüft das Datenverarbeitungsgerät den Zustand des Belegtsignals S3 in einer Weise, die der Prüfung des an Hand der Fig. 10 beschriebenen Falscher -Streifen -Signal S5 im wesentlichen gleich ist.
Weist das Belegt-Signal S3 L-Potential auf. wodurch angezeigt wird, dass ein Streifen freigegeben wurde, jedoch die Lagefeststellvorrichtung 60i noch nicht erreicht hat, dann schaltet das Datenverarbeitungsgerät zur Belegt-Abzweigung 804 weiter, die zu irgendeinem andern Teil des Befehlsflussaufbaus oder zurück zum Operationsblock 341 führt, so dass das Datenverarbeitungsgerät im Operationsblock 341 so lange einen Umlauf durchführt, bis das Belegt-Signal Ss 0-Potential annimmt.
Nimmt man an, dass sich das Belegt-Signal S3 im Operationsblock 341 auf 0-Potential befindet, dann schaltet das Datenverarbeitungsgerät als nächstes entweder zum Operationsblock 32 oder 42 weiter in Abhängigkeit davon, ob der gerade ausgeführte Befehl ein Streifenfallbefehl C3 oder ein Streifenaufrufbefehl C4 ist. Unter der Annahme, dass ein Streifenfallbefehl C3 durchgeführt wird, erfolgt die Wei-
EMI27.4
Streifenfallsignal J, übertragen wird, um einen ausgewählten Streifen freizugeben und die Streifenfalloperation einzuleiten.
Ist der gerade auszuführende Befehl dagegen ein Streifenaufrufbefehl C4, dann erfolgt die Weiterschaltung zum Operationsblock 42, während dem gleichzeitig mit den Streifenauswahl-
<Desc/Clms Page number 28>
signalen eyes das Streifenaufrufsignal übertragen wird, um einen ausgewählten Streifen freizugeben und eine Streifenaufrufoperation der ausgewählten Speichereinheit einzuleiten. Nachdem entweder der Block 32 oder der Block 42 ausgeführt ist, schreitet das Datenverarbeitungsgerät zur Ausführung des nächsten Befehles weiter, für das es programmiert ist.
Es sei bemerkt, dass die Verwendung der Befehle C3 und C4 für die Freigabe eines Streifens, entweder für eine Streifenfall-oder eine Streifenaufrufoperation, deshalb von grossem Vorteil ist, da das Datenverarbeitungsgerät zweckmässigerweise zum nächsten Befehl fortschreiten kann, um irgendwelche andere Vorgänge durchzuführen (z. B. das Drucken vorher bearbeiteter Daten) während der freigegebene Streifen in Richtung auf die Trommel herabfällt, ohne dass das Datenverarbeitungsgerät auf diesem Befehl stehenbleiben und weiter mit der ausgewählten Einheit verbunden bleiben muss.
Der nächste an Hand der Fig. 8 erläuterte Befehl ist der Streifenrückführbefehl C5. Ist dieser Befehl nach der Beendigung des gemeinsamen Operationsblockes 03 auszuführen, dann schaltet das Datenverarbeitungsgerät den Zustand zum Operationsblock 51 weiter, während dem das Datenverarbeitungsgerät den Zustand des Bereit-Signals S. prüft. Die Prüfung dieses Signals erfolgt in ähnlicher Weise, wie dies für das Falscher-Streifen-Signal S5 an Hand der Fig. 10 beschrieben wurde.
In gleicher Weise wie in Fig. 10 kann auch ein Streifenrückfuhr-Abzweigungs-Flip-Flop verwendet werden, um das Datenverarbeitungsgerät dazu zu veranlassen, dass es eine Abzweigung zur Streifenrückfuhr-Abzweigung 805 durchführt, wenn
EMI28.1
0-Potential liegt.dazu, dass im Operationsblock 51 ein Umlauf bewirkt wird, bis das Bereit-Signal 54 L-Potential annimmt.
Unter der Voraussetzung, dass das Bereit-Signal S4 im Operationsblock 51 L-Potential aufweist, schaltet das Datenverarbeitungsgerät zum Operationsblock 52 weiter, während dem das Verarbeitungsgerät das Streifenrückführsignal J8 überträgt, um den Streifen von der Trommel zu entfernen und in das Magazin zurückzuführen. Nach der Beendigung des Operationsblockes 52 schaltet das Datenverarbeitungsgerät zum nächsten Befehl weiter, für den es programmiert ist. Dieser Befehl ist irgendein anderer der in seinem Befehlsflussaufbau enthaltenen Schnellzugriffs-Datenspeichereinheitbefehle Cl-C8.
Der nächste zu betrachtende Befehl ist der Prüfbeginnbefehl C6, der normalerweise durch das Daten- verarbeitungsgerät ausgeführt wird, wenn eine oder mehrere der Schnellzugriffs-Datenspeichereinheiten für eine Datenspeicher-Unterbrechen-Operation eingestellt sind. Unter der Annahme, dass die Datenspeichereinheit Ml für eine Unterbrechen-Operation eingestellt ist, und das Datenverarbeitungsgerät-Unter- brechen-Signal MlS10 der Datenspeichereinheit M in den L-Zustand schaltet, wodurch angezeigt wird, dass sich die Speichereinheit Mi in der Stellung des minimalen Zugriffs befindet, dann wird das Datenverarbeitungsgerät darüber informiert, dass es sein augenbliclliches Programm, falls erwünscht, unterbrechen kann,
um eine Lese- oder Schreiboperation auf einem vorher freigegebenen Streifen der Speichereinheit Mi durchzuführen. In diesem Fall kann das Datenverarbeitungsgerät sein Programm an einem geeigneten Punkt unterbrechen, z. B. am Ende eines Befehls, während die restlichen Befehle des unterbrochenen Programms für eine spätere Ausführung derselben gespeichert werden.
Das Datenverarbeitungsgerät schaltet nun zum ersten gemeinsamen Operationsblock 01 und weiter zu den gemeinsamen Opera- tionsblöcken 02 und 03, wonach das Datenverarbeitungsgerät zum Operationsblock 61 des Prüfbeginnbe-
EMI28.2
übertragen, MIS10 anzusprechen, bevor die Speichereinheit Ml die Stellung der minimalen Zugriffszeit verlässt, dann schaltet das Datenverarbeitungsgerät zur Beginnabzweigung 806 weiter, statt zur Durchführung einer Lese- oder Schreiboperation weiterzuschreiten.
In diesem Fall wird das Datenverarbeitungsgerät dazu veranlasst, in Block 61 so lange einen Umlauf durchzuführen, bis das Beginnsignal S auf L-Potential schaltet, oder es kehrt zu seinem Programm zurück, von dem es unterbrochen wurde, um die nichtdurchgeftihrten Befehle dieses Programmes auszuführen. Wird, nachdem das letztere ausgeführt ist, das Datenverarbeitungsgerät-Unterbrechen-Signal MlS10 erneut "L", dann unterbricht das Datenverarbeitungsgerät wieder sein Programm, um den neuen Prüfbeginnbefehl C6 durchzuführen.
Befindet sich das Beginnsignal S6 bei seiner Prüfung im Operationsblock 61 dieses Mal auf L-Potential, dann schaltet das Datenverarbeitungsgerät als nächstes zum Operationsblock 781 weiter, wie aus Fig. 8 ersichtlich, ohne dass es erst die Operationsblöcke'01, 02 und 03 durchläuft.
Es sei darauf hingewiesen, dass der Operationsblock 781, der für den Lesebefehl C7 und den Schreib- befehl CS gemeinsam ist, entweder dann durchlaufen wird, nachdem das Datenverarbeitungsgerät die gemeinsamen Operationsblöcke 01,02 oder 03 durchgeführt hat (was im allgemeinen dann der Fall ist,
<Desc/Clms Page number 29>
wenn eine ausgewählte Speichereinheit nicht für eine Unterbrechen-Operation eingestellt ist), oder nach der Durchführung oder wenn der Operationsblock 61 des Prüfbeginnbefchls C6 beendet ist (was im allge- meinen dann der Fall ist, wenn eine Speichereinheit für eine Unterbrechen-Operation eingestellt ist).
Der Operationsblock 781 kann auch von der Bereit-Abzweigung 807 aus erreicht werden, wie im folgeni den kurz erläutert. Im Operationsblock 781 prüft das Datenverarbeitungsgerät den Zustand des Bereit-Si- gnals S., um festzustellen, ob die ausgewählte Speichereinheit für die Durchführung einer Lese- oder
Schreiboperation bereit ist. Die Prüfung des Bereit-Signals S4 erfolgt in der gleichen Weise wie die Prü- fung des Flascher-Streifen-Signals Ss (Fig. 10). Besitzt das Bereit-Signal S4 kein L-Potential, dann schal- tet das Datenverarbeitungsgerät zur Bereit-Abzweigung 807. Die Bereit-Abzweigung 807 kann so pro- grammiert sein, dass dann, wenn die ausgewählte Speichereinheit nicht für eine Unterbrechen-Operation eingestellt ist (z.
B. wenn Mi die ausgewählte Einheit und MiS9 "0" ist), die Bereit-Abzweigung 807 das
Datenverarbeitungsgerät dazu veranlasst, den Operationsblock 781 erneut zu durchlaufen, wobei der Um- lauf so lange fortgesetzt wird, bis das Bereit-Signal S L-Potential annimmt. Ein solcher Umlauf ist dann erwünscht, wenn die ausgewählte Datenspeichereinheit nicht für eine Unterbrechen-Operation einge- stellt ist, da es für das Datenverarbeitungsgerät keine andere Möglichkeit gibt, zu erfahren, wenn die
Speichereinheit für eine Lese-oder Schreiboperation bereit ist, ausser durch die tatsächliche Auswahl der
Speichereinheit und durch das Prüfen des Bereit-Signals S.
Wie im Zusammenhang mit dem Prüfbeginn- befehl C6 ausgeführt, wird, wenn die ausgewählte Speichereinheit für eine Unterbrechen-Operation ein- gestellt ist, dem Datenverarbeitungsgerät durch das Unterbrechen-Signal (z. B. Misl.) angezeigt. dass die
Speichereinheit sich in einem Zustand befindet, in dem sie eine Lese-oder Schreiboperation mit einer minimalen Verzögerung durchführen kann, gleichgültig welche Operation das Datenverarbeitungsgerät gerade durchführt.
Nimmt man an, dass sich das Bereit-Signal S. während des Operationsblockes 781 auf L-Potential befindet, dann schaltet das Datenverarbeitungsgerät zur Durchführung des Lesebefehls C7 zum Opera- tionsblock 72 oder zur Durchführung eines Schreibbefehls C8 zum Operationsblock 82 weiter. Ist der durchzuführende Befehl ein Lesebefehl C7, dann überträgt das Datenverarbeitungsgerät im Operations- block 72 das Lesesignal J gleichzeitig mit den Datenkanalnummersignalen ch-ch, wonach das Da- tenverarbeitungsgerät zum Operationsblock 73 weiterschaltet, wo es so lange verbleibt, bis das Opera- tionssignal 57 L-Potential annimmt.
Tritt dieser Fall ein, dann beginnt das Datenverarbeitungsgerät mit der Leseoperation und, nachdem von der ausgewählten Datenspur des auf der Trommel befindlichen Strei- fens die gewünschten Informationen abgelesen worden sind, liefert das Datenverarbeitungsgerät das Halt- signal J7, um die Leseoperation zu beenden, und schreitet zum nächsten Befehl weiter, wenn kein Lese- fehler festgestellt wurde. Falls jedoch während der Leseoperation ein Fehler aufgetreten ist, was durch eine unrichtige Parität festgestellt wird, werden im Operationsblock 73 Vorkehrungen getroffen, die be- wirken, dass das Datenverarbeitungsgerät zur Lesefehlerabzweigung 808 weiterschaltet, um irgendwelche
Korrekturvorgänge oder andere Schritte durchzuführen, für die das Datenverarbeitungsgerät programmiert ist, anstatt zum nächsten Befehl weiterzuschalten.
Wird anderseits nach der Beendigung des Operationsblockes 781 der Schreibbefehl C8 ausgeführt, dann schaltet das Datenverarbeitungsgerät zum Operationsblock 82 weiter, währenddem es den Zustand des Schreibsperrsignals Si in der gleichen Weise prüft wie beim Falscher-Streifen-Signal 55 (Fig. 10). Be- findet sich das Schreibsperrsignal S. auf L-Potential, dann schaltet das Datenverarbeitungsgerät zur Schreibsperrabzweigung 809, wo das Datenverarbeitungsgerät dazu veranlasst wird, irgendwelche andere Teile des Befehlsaufbaus zu durchlaufen, um geeignete Korrekturen oder irgendwelche andere Schritte durchzuführen.
Nimmt man jedoch an, dass sich das Schreibsperrsignal 51 auf 0-Potential befindet, dann schaltet das Datenverarbeitungsgerät vom Operationsblock 82 zum Operationsblock 83 weiter, währenddem das Datenverarbeitungsgerät das Schreibsignal J. gleichzeitig mit den Datenkanalnummersignalen ch.-ch überträgt, wonach das Datenverarbeitungsgerät zum Operationsblock 84 weiterschaltet. Im Operationsblock 84 wartet das Datenverarbeitungsgerät so lange, bis das Operationssignal S7 L-Potential annimmt, wonach es mit der Schreiboperation beginnt.
Nachdem die vorbestimmten Informationen in den ausgewählten Datenkanal des auf der Trommel befindlichen Streifens eingeschrieben wurden, überträgt das Datenverarbeitungsgerät das Haltsignal J7, wodurch es zum nächsten Befehl weiterschreitet, wenn kein Schreibfehler festgestellt wurde.
Ebenso wie für den Lesebefehl C7 ist auch für den Schreibbefehl C8 eine Schreibfehlerabzweigung 810 vorgesehen, zu der das Datenverarbeitungsgerät (anstatt zum nächsten Befehl) weiterschaltet, wenn ein Schreibfehler festgestellt wurde, Die Feststellung eines Schreibfehlers kann entweder durch eine Paritätsprüfung erfolgen oder dadurch, dass gleichzeitig eine Leseoperation durchgeführt wird, durch die überprüft wird, ob die einzuschreibenden Signale richtig aufgezeichnet wurden, wie im Zusammenhang mit Fig. 7 beschrieben.
<Desc/Clms Page number 30>
Bevor die Betrachtung des in Fig. 8 gezeigten Schnellzugriffs-Datenspeichereinheit-Befehlsaufbaus beendet wird, sei nochmals darauf hingewiesen, dass während der normalen Arbeitsweise des Datenverar- beitungsgerätes in Übereinstimmung mit dem gespeicherten Programm die oben im einzelnen beschrie- benen Schnellzugriffs-Datenspeichereinheit-Befehle mit verschiedenen Befehlen anderer Art vermischt ! sein können, wie z. B. arithmetische Operationsbefehle, Druckbefehle, Befehle für andere Eingabe-,
Ausgabe- oder Eingabe-Ausgabe-Einheiten usw.
Die Fähigkeit des Datenverarbeitungsgerätes, von einem Schnellzugriffs-Datenspeichereinheit-Befehl zu einem Befehl anderer Art oder umgekehrt fortzuschreiten, ermöglicht es dem Datenverarbeitungsgerät, mit einer hohen Geschwindigkeit zu arbeiten, ohne dass es auf die wesentlich langsamer arbeitenden Schnellzugriffs-Datenspeichereinheiten warten muss.
Aus dem vorangegangenen Gesagten geht deutlich hervor, dass die voneinander abhängige Arbeitsweise des Daten- verarbeitungsgerätes mit einem oder mehreren Schnellzugriffs-Datenspeichereinheiten gemäss der Erfin- dung dem Datenverarbeitungsgerät gestattet, zwischen Schnellzugriffs-Datenspeichereinheit-Befehlen und Befehlen anderer Art zu wählen, wodurch sich eine ungewöhnliche Vielseitigkeit in der Arbeitsweise des Systems ergibt, ohne dass diese zwangsläufig vom Zustand der Datenspeichereinheit abhängen. Das bedeutet, dass jede Schnellzugriffs-Datenspeichereinheit nicht nur im Synchronismus mit dem Datenver- arbeitungsgerät arbeiten, sondern auch unabhängig von diesem verschiedene Operationen durchführen kann, während anderseits jede Datenspeichereinheit auch in Abhängigkeit von den durch das Datenver- arbeitungsgerät durchgeführten Operationen arbeiten kann.
Ausserdem besitzt jede Speichereinheit die Fähigkeit, das Programm des Datenverarbeitungsgerätes jederzeit abzuzweigen und/oder zu unterbrechen, und dem Datenverarbeitungsgerät anzuzeigen, dass sich die Speichereinheit im Zustand der minimalen 'Zugriffszeit befindet, in dem das Datenverarbeitungsgerät sich zur Durchführung einer Lese-oder Schreib- operation entscheiden kann, wobei eine minimal kleine Wartezeit erforderlich ist, bis sich die Speicher- einheit im für diesen Vorgang richtigen Zustand befindet.
Arbeitsweise des ganzen Systems (Fig. 11 - 13).
EMI30.1
und der Schnellzugriffs-Datenspeichereinheit 150 (Fig. 2) ebenso wie ein typisches Befehlsflussdiagramm des Datenverarbeitungsgerätes (Fig. 9) erläutert wurde, wird im folgenden an Hand der in den Fig. 11-13 gezeigten Zeitdiagramme die Art und Weise des Zusammenarbeitens des ganzen Systems näher beschrieben.
Diese in den Fig. 11 - 13 dargestellten Zeitdiagramme veranschaulichen die Arbeitsweise des Systems für drei typische Operationsfolgen. Das Zeitdiagramm in Fig. 11 veranschaulicht eine relativ einfache Operationsfolge, in der die Speichereinheit M für eine Nicht-Unterbrechen-Operation ausgewählt ist und ein einziger Streifen von dieser Einheit für die Durchführung einer Lese- und Schreiboperation im Datenkanal 3 freigegeben und anschliessend in das Magazin zurückgeführt wird. Das Zeitdiagramm in Fig. 12 zeigt eine etwas umfangreichere Operationsfolge, die die Vorteile der Erfindung noch besser erkennen lässt, da sie sowohl eine Unterbrechen-Operation der ausgewählten Speichereinheit M als auch die aufeinanderfolgende Freigabe mehrerer Streifen einschliesst.
Das in Fig. 13 wiedergegebene Zeitdiagramm lässt noch weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung erkennen, u. zw. wird hier veranschau- licht, wie mehrere, jeweils für eine Unterbrechen-Operation eingestellte Schnellzugriffs-Datenspeichereinheiten gleichzeitig mit dem Datenverarbeitungsgerät zusammenarbeiten, um die Operationsgeschwindigkeit des Datenverarbeitungsgerätes zu erhöhen. Selbstverständlich stellen die an Hand der Fig. 11 - 13 beschriebenen Operationsfolgen lediglich einige von vielen möglichen Beispielen dar, die der Fachmann nach Kenntnis der Erfindung für die verschiedensten Anwendungsbereiche von Elektronenrechnern vorsehen kann.
Nach den obigen allgemeinen Hinweisen bezüglich der Zeitdiagramme in den Fig. 11 - 13 wird im folgenden noch eine allgemeine Betrachtung über den Aufbau dieser Zeitdiagramme sowie der in diesen verwendeten Ausdrücke gegeben, um das Verständnis der daran anschliessenden genauen Beschreibung dieser Zeitdiagramme zu erleichtern.
Die erste Spalte jedes der Zeitdiagramme in den Fig. 11 - 13 trägt die Bezeichnung "Steuersignale" und enthält in der entsprechenden'zeitlichen Reihenfolge eine Aufstellung der in der entsprechenden Operationsfolge jedes Zeitdiagramms auftretenden Signale J.- J.. Ausserdem sind in der Steuersignalspalte die an Hand der Fig. 8 beschriebenen Befehle angegeben, die das Datenverarbeitungsgerät ausführt, um jeweils die entsprechende Gruppe der Steuersignale zu übertragen. Es sei nochmals darauf hingewiesen, dass die Informationssignale u-u, ch-ch und eues gleichzeitig mit einem der Steuersignale J, J. oder J bzw. Jg oder J10 übertragen werden.
Daraus folgt, dass gleichzeitig mit dem Auftreten jedes der in der Steuersignalspalte genannten Steuersignale auch die entsprechenden Informationssignale übertragen
<Desc/Clms Page number 31>
werden. Ausserdem sei noch bemerkt, dass die in der Steuersignalspalte genannten Befehle innerhalb des vom Datenverarbeitungsgerät in Übereinstimmung mit dem in ihm gespeicherten Programm ausgeführt werden. Dieses Programm ist, wie bereits mehrfach erwähnt, mit verschiedenen Befehlen anderer Art vermischt.
Falls neben der kurzen Beschreibung der ersten Spalte der Zeitdiagrammc der Fig. 11-13 für die
Steuersignale J1 - J16 eine ausführlichere Beschreibung erforderlich ist, sei auf die am Anfang der Be- schreibung gegebene Erläuterung dieser Steuersignale verwiesen. Bei der Betrachtung der Zeitdiagramme in den Fig. 11-13 ist es zweckmässig, auf die in Fig. 8 gezeigten typischen Schnellzugriffs-Daten- speicherbefehle Bezug zu nehmen, die die Erzeugung der Steuersignale J1 - J10 durch das Datenverarbei- gerät während der Ausführung der Schnellzugriffs-Datcnspeicherbefehle Cl - C8 veranschaulichen.
In der zweiten mit"Zeit [msec]"bezeichneten Spalte der Zeitdiagramme in den Fig. 11 - 13 sind ungefähre Zeitangaben für das Auftreten der verschiedenen Vorgänge innerhalb der Operationsfolge ge- geben. Es sei darauf hingewiesen, dass die Zeitskala für die angegebenen Zeiten nicht linear ist. Der zeitliche Abstand zwischen benachbarten Zeitangaben dient im wesentlichen nur zur Veranschaulichung zweckmässiger Werte und stimmt nicht genau mit den entsprechenden tatsächlich auftretenden Zeitspan- nen zwischen diesen Zeitangaben überein. Dadurch wird jedoch das Verständnis der in den Fig. 11-13 wiedergegebenen Zeitdiagramme nicht beeinträchtigt, da eine bestimmte Zeit immer dann angegeben ist, wenn dies für das Verständnis des Systems erforderlich ist.
Diese genauen Zeitangaben gelten jedoch auch nur für das als typisches Ausführungsbeispiel gewählte Schnellzugriffs-Datenspeichergerät 150 und soll die Erfindung in keiner Weise begrenzen.
Wie aus den in Fig. 11 - 13 gezeigten Zeitdiagrammen ersichtlich, sind die Steuersignale Jl - J10 in der Steuersignalspalte mit Pfeilen versehen, die zu bestimmten Werten in der Zeitspalte hinweisen, um die Zeit anzugeben, zu der jedes Steuersignal während der Durchführung eines bestimmten Befehles vom Datenverarbeitungsgerät übertragen wird. Zeigt einsteuersignalpfeil zu einem Punkt zwischen zwei Zeitangaben, dann bedeutet dies, dass das Steuersignal zu einer beliebigen Zeit zwischen diesen beiden Zeitangaben übertragen wird. Die Steuersignale Jl - J10 sind beispielsweise L-Impulse mit einer Dauer von etwa 30 sec, die beispielsweise beendet werden (wieder auf 0-Potential gehen), bevor das nächste in der Spalte angegebene Steuersignal übertragen wird.
Dadurch ist sichergestellt, dass die durch jedes Steuersignal (und die gleichzeitig auftretenden Informationssignale) eingeleiteten logischen Operationen beendet sind, bevor das nächste Steuersignal auftritt. Besitzen mehrere, zu einer Gruppe zusammengefasste Steuersignale einen einzigen Pfeil, dann bedeutet dies, dass die betreffenden Steuersignale sehr schnell aufeinander folgen, doch besitzen auch diese Steuersignale einen ausreichenden zeitlichen Abstand, um sicherzustellen, dass die durch jedes Steuersignal eingeleiteten logischen Operationen beendet sind, bevor das nächste Steuersignal übertragen wird.
Das gruppenweise Zusammenfassen von Steuersignalen mit einem einzigen Pfeil wurde deshalb durchgeführt, um die Zeitdiagramme nicht unnötig kompliziert zu machen, da die in einer Gruppe befindlichen Steuersignale in bezug auf die in der Zeitspalte verwendete Zeitskala (in msec) so dicht aufeinander folgen, dass sie bei diesem Zeitmassstab so eng beieinander liegen würden, als ob sie etwa zur gleichen Zeit auftreten würden.
Die dritte Spalte in dem Zeitdiagramm der Hg. 11 und die dritte, vierte und fünfte Spalte in den Zeitdiagrammen der Fig. 12 und 13, die mit "Lage der vorderen Kante des Streifens"bezeichnet sind, geben die Lage des jeweils freigegebenen Streifens während der durch die Zeitdiagramme veranschaulichten Operationsfolgen an. So veranschaulicht beispielsweise die dritte Spalte des Zeitgabediagramms in Fig. 11, dass die vordere Kante eines Streifens die Lagefeststellvorrichtung 60i etwa 164 msec nach dessen Freigabe und die Lagefeststellvorrichtung 60j 1,75 msec später oder 165,75 msec nach der Freigabe jeweils zum ersten Mal erreicht. Danach, während eines ersten Umlaufes, erreicht die vordere Kante des Streifens die Lagefeststellvorrichtung 60i wieder bei 210, 10 msec und die Lagefeststellvorrichtung 60j bei 211, 85 msec.
Während eines zweiten Umlaufes erreicht die vordere Kante des Streifens die Lagefeststellvorrichtung 60i zum dritten Mal bei 256, 20 msec und die Lagefeststellvorrichtung 60j bei 257,95 msec, wonach der Streifen in das Magazin zurückgeführt wird.
Die restlichen Spalten der Zeitdiagramme in den Fig. 11 - 13 veranschaulichen den Zustand der erforderlichen Flip-Flops und/oder des Beginngatters 270 (Fig. 6 und 7) während der durch jedes Zeitdiagramm dargestellten Operationsfolge. Der L-Zustand eines Flip-Flops oder eines Gatters ist durch das Vorhandensein einer stark ausgezogenen Linie und der 0-Zustand durch die Abwesenheit der stark ausgezogenen Linie veranschaulicht. Flip-Flops, die für ein bestimmtes Zeitdiagramm nicht erforderlich sind, oder deren Zustand für die Erklärung'desselben ohne Bedeutung ist, werden in die Zeitdiagramme nicht aufgenommen, um diese möglichst übersichtlich zu halten.
Durch diese zuletzt genannten Spalten kann
<Desc/Clms Page number 32>
in Verbindung mit der vorher beschriebenen Steuersignalspalte, der Zeitspalte und der Streifenlagespalte mit einem Blick festgestellt werden, in welchem Zustand sich die Flip-Flops und/oder das Beginngatter in Abhängigkeit von der Lage der vorderen Kante des freigegebenen Streifens und dem Auftreten der verschiedenen Steuersignale J-L. zu den verschiedensten Zeiten der Operationsfolge befinden. Das Umschalten jedes Flip-Flops und des Beginngatters in den L- bzw. in den 0-Zustand stimmt selbstverständlich mit den im vorangegangenen angegebenen Boole'schen Gleichungen und der in den Fig. 6 und 7 gezeigten Realisierung dieser Gleichungen überein.
Falls bei der Beschreibung der in den Fig. 11 - 13 gezeigten Zeitdiagramme eine genauere Beschreibung der Schaltcharakteristiken der Flip-Flops und des Beginngatters erwünscht sein sollte, sei auf die im vorangegangenen gegebenen Erläuterungen der Zu-
EMI32.1
hingewiesen,Signale unterscheiden sich lediglich dadurch, dass jedes der Zustandssignale Si-s7 mit dem nichtgestrichenen Ausgang SU des Speichereinheitauswähl-Flip-Flops koordiniert wird, so dass sie nur dann L-potential aufweisen, wenn die Schnellzugriffs-Datenspeichereinheit M ausgewählt ist.
Typische Operationsfolge für eine einzelne Speichereinheit M1 und einen einzigen freigegebenen Streifen (Fig. 11).
Zu Beginn der Betrachtung des Zeitdiagramms in Fig. 11 sei bemerkt, dass die veranschaulichte Operationsfolge keine Unterbrechen-Operation enthält, d. h. es besteht keine Möglichkeit, wodurch die Datenspeichereinheit M1 dem Datenverarbeitungsgerät anzeigen kann, dass es für eine Lese- oder Schreiboperation bereit ist, mit Ausnahme, dass das Datenverarbeitungsgerät die Speichereinheit auswählt und
EMI32.2
das Speichereinheitauswähl-Flip-Flop SU in den L-Zustand, während das Streifenfallsignal Jl, das BelegtFlip-Flop BUS und das Befehls-Flip-Flop CM in den L-Zustand schaltet, während alle andern Flip-Flops in ihrem ursprünglichen Zustand bleiben.
Etwa 164 msec nach der Freigabe des Streifens wurde dieser bereits von der Trommel erfasst, und die vordere Kante des Streifens erreicht gerade die Lagefeststellvorrichtung 60i, was zur Folge hat, dass das Belegt-Flip-Flop BUS und das Befehls-Flip-Flop CM in ihren 0-Zustand geschaltet werden, während das Bereit-Flip-Flop RY in den L-Zustand geschaltet wird, so dass auch das Bereit-Signal S4 auf L-Potential gelangt. Solange, bis das Belegt-Flip-Flop BUS durch die vordere Kante des freigegebenen Streifens bei dessen Erreichen der Lagefeststellvorrichtung 60i in den 0-Zustand geschaltet wird, kann kein anderer Streifen freigegeben werden und das vom Belegt-Flip-Flop BUS abgeleitete Belegt-Signal S informiert das Datenverarbeitungsgerät von diesem Zustand.
Nachdem die vordere Kante des Streifens die Lagefeststellvorrichtung 60i passiert hat und etwa 165 msec nach der Freigabe des Streifens führt das Datenverarbeitungsgerät einen Lesebefehl C7 aus, währenddem das Datenverarbeitungsgerät als erstes das Auswählsignal J überträgt und dann prüft, ob das Bereit-Signal S L-Potential besitzt, d. h. ob sich das Bereit-Flip-Flop RY im L-Zustand befindet.
Da das Bereit-Signal S4 "L" ist. liefert das Datenverarbeitungsgerät das Lesesignal J5, um das Lese-Flip-Flop RE in den L-Zustand zu schalten, während es gleichzeitig die Datenkanalnummersignale ch-ch über- trägt, die dem Datenkanal 3 entsprechen, um die diesem Datenkanal zugeordneten Lesetreiber in der Lesekopftreiberschaltung 420 (Fig. 7) zu erregen.
Befindet sich das Bereit-Signal S4 während der Durchführung einesLesebefehls C7 dagegen aufO-Po- tential (was beispielsweise der Fall ist, wenn die vordere Kante des Streifens noch nicht die Lagefeststellvorrichtung 60i erreicht hat) und die Speichereinheit Mi nicht für eine Unterbrechen-Operation eingestellt ist (M15g auf 0-Potential), dann wartet das Datenverarbeitungsgerät (d. h. das Datenverarbeitungsgerät führt einen Umlauf im Operationsblock 781 der Fig. 8 durch), bis das Bereit-Signal S vor der Über-
EMI32.3
ch.-ch aufvorrichtung 60j zum ersten Mal zur Zeit 165,75 msec, was zur Folge hat, dass das RückführweichenFlip-Flop RG in seinen 0-Zustand geschaltet wird, um die Rückführweiche 70 (Fig.
2) zu schliessen, während gleichzeitig das Operations-Flip-Flop OP in den L-Zustand geschaltet wird, um das Operationssignal S7 auf L-Potential zu schalten, wodurch dem Datenverarbeitungsgerät angezeigt wird, dass es die über die Eingangsleiter PI-PI kommenden Lesesignale r-r der ausgewählten Datenspur 3 aufnehmen
<Desc/Clms Page number 33>
soll. Nachdem die gewünschten Daten von dem ausgewählten Datenkanal 3 des Streifens abgelesen wur- den, überträgt das Datenverarbeitungsgerät das Haltsignal J. bei etwa 185,75 msec, um sowohl das Lese-
Flip-Flop RE als auch das Operations-Flip-Flop OP in den 0-Zustand zu schalten, wodurch die Leseope- ration ebenso wie der Lesebefehl C7 beendet wird.
! Gemäss der in Fig. 11 veranschaulichten Operationsfolge bleibt der Streifen für einen weiteren Um- lauf auf der Trommel, da das Rückführweichen-Flip-Flop RG geschlossen wurde, als der Streifen die La- gefeststellvorrichtung 60j zum ersten Mal erreichte. Bevor jedoch die vordere Kante des freigegebenen
Streifens die Lagefeststellvorrichtung 60i zur Zeit 210, 10 msec zum zweiten Mal erreicht, führt das Da- tenverarbeitungsgerät einen Schreibbefehl C8 durch, währenddem wieder das Auswählsignal J1 übertra- ) gen, das Bereitsignal S geprüft und, da S4 "L" ist, ein Schreibsignal J6 gleichzeitig mit den die Daten- kanalnummer 3 darstellenden Datenkanalnummcrsigna1cn eh.-ch-übertragen wird.
Es wurde also wieder der gleiche Datenkanal ausgesucht, von dem Daten während des ersten Vorbeilaufs an den Lese- und
Schreibköpfen abgelesen wurden. Durch das Schreibsignal J wird das Schreib-Flip-Flop WR in den L-Zu-
EMI33.1
zweiten Mal erreicht, dann wird das Operations-Flip-Flop OP wieder in den L-Zustand geschaltet, um das Operationssignal S7 auf L-Potential zu bringen, wodurch das Datenverarbeitungsgerät mit der Schreib- operation beginnt.
Hiezu überträgt das Datenverarbeitungsgcriit über die Ausgangsleiter POl - POs die
Schreibsignale -w, die in den ausgewählten Datenkanal 3 eingeschrieben werden sollen, während gleichzeitig über die Eingangsleiter PIl - PIs die Lesesigna1c r.-r zur Durchführung einer Prüfung, ob die einzuschreibenden Daten richtig auf dem Streifen aufgezeichnet wurden, vom Datenverarbeitungsgerät aufgenommen werden. Nachdem die gewünschten Daten in den ausgewählten Datenkanal eingeschrieben wurden, überträgt das Datenverarbeitungsgerät wieder das Haltsignal J7 bei etwa 231, 85 msec. um sowohl das Operations-Flip-Flop OP als auch das Schreib-Flip-Flop in ihren 0-Zustand zu schalten und dadurch die Schreiboperation und den Schreibbefehl C8 zu beenden.
Es sei bemerkt, dass die Zeitspanne, während der das Schreiben erfolgt (von 211, 85 bis 231, 85 msec, das sind also 20 msec), der
Zeitspanne entspricht, während der das Lesen erfolgte (von 165,75 bis 185,75 msec, das sind also eben- falls 20 msec), worauf ersichtlich ist, dass eine Aufzeichnung gleicher Länge von Streifen abgelesen und wieder in die gleiche Stelle des Datenkanals 3 eingeschrieben wurde. Nach der oben beschriebenen Schreiboperation bleibt das Rückführweichen-Flip-Flop wieter in seinem 0-Zustand, so dass der Streifen für einen weiteren Umlauf auf der Trommel bleibt.
Während dieses weiteren Umlaufes, bevor die vordere Kante des Streifens die Lagefeststellvorrichtung 60i bei 256,20 msec zum dritten Mal erreicht, führt das Datenverarbeitungsgerät einen Streifenrückführbefehl C5 durch, währenddem das Auswählsignal J, übertragen, der Zustand des Bereit-Signals S4 geprüft und das Streifenrückführsignal J übertragen wird, um das Befehls-Flip-Flop CM in seinen L-Zustand zu schalten, um die Rückführung des auf der Trommel befindlichen Streifens ins Magazin einzuleiten, ohne den Ablauf der 750 msec des Zeitgebers T4 abzuwarten. Wenn nun die vordere Kante des Streifens als nächstes die Lagefeststellvorrichtung 60i bei 256,20 msec zum dritten Mal erreicht, dann wird das Rückführweichensteuer-Flip-Flop RGC sowie das Befehls-Flip-Flop CM in den L-Zustand geschaltet.
Erreicht dann die vordere Kante des Streifens bei etwa 257, 95 msec die Lagefeststellvorrichtung 60j zum dritten Mal, dann wird das Rückführweichen-Flip- Flop RG in den L-Zustand geschaltet. Dies hat das Öffnen der Rückführweiche zur Folge, wodurch der Streifen von der Trommel entfernt und in das Magazin zurückgeführt wird.
Kurz gesagt wird also in-der oben beschriebenen Operationsfolge des in Fig. 11 dargestellten Zeitdiagramms folgendes durchgeführt : Freigabe eines ausgewählten Streifens in der Speichereinheit M und aufeinanderfolgende Durchführung einer Lese- und einer Schreiboperation im gleichen Teil des ausgewählten Datenkanals 3 des Streifens. Eine solche Operation ist typisch für eine"Auf den neuesten Stand bringen"-Operation, in der die alten gespeicherten Daten durch entsprechende neue Daten ersetzt werden. Beispielsweise können die in dem Datenkanal 3 des auf der Trommel befindlichen freigegebenen Streifens in der Operationsfolge gemäss Fig. 11 abgelesenen Daten den jeweils letzten Saldo eines bestimmten Kundenkontos darstellen.
Nachdem diese Daten vom Datenverarbeitungsgerät abgelesen wurden, wird im Datenverarbeitungsgerät der neue Saldo für dieses Konto ermittelt. Während dieser Zeit beginnt der Streifen mit seiner zweiten Umdrehung auf der Trommel und wenn sich der Streifen in der Bereitstellung für eine Schreiboperation befindet, wird der neue Saldo in den gleichen Teil des Datenkanals 3 eingeschrieben.
Da der freigegebene Streifen für eine zusätzliche Umdrehung auf der Trommel geblieben ist, also nach der ersten Umdrehung nicht ins Magazin zurückgekehrt ist, kann eine vollstän-
<Desc/Clms Page number 34>
dige "Auf den neuesten Stand bringen"-Operation in einer Zeit ausgeführt werden, die sich aus der für die Freigabe eines Streifens erforderlichen Zeit und der Zeit für einen einzigen zusätzlichen Umlauf zusammensetzt, das sind etwa 230 mscc.
Wie im Zusammenhang mit der weiter vorn gegebenen Beschreibung des Schnellzugriffs-Datenspeichergerätes 150 erläutert, beträgt die Länge eines Streifens vorzugsweise 2/3 des Trommelumfanges, so dass das Datenverarbeitungsgerät während eines Streifenumlaufes eine Datenverarbeitungsoperation, beispielsweise die Ermittlung des neuen Saldos, durchführen kann, der dann, wenn sich die ausgewählte Speichereinheit M das nächste Mal im Bereitzustand befindet, in den ausgewählten Datenkanal eingeschrieben werden kann.
Typische Operationsfolge für mehrere von einer einzigen Schnellzugriffs-Datenspeichereinheit Mit die für eine Unterbrechen-Operation eingestellt ist, freigegebene Streifen (Fig. 12).
Aus der vorangegangenen Beschreibung des Zeitdiagramms in Fig. 11, bei dem die ausgewählte Speichereinheit M nicht für eine Unterbrechen-Operation eingestellt ist, wurde deutlich, dass das Datenverarbeitungsgerät als erstes die Speichereinheit M. auswählen muss und dann, falls das Bereit-Signal S, nicht in"L"ist, warten muss (Umlauf in Operationsblock 781 in Fig. 8), bis das Bereit-Signal S4 L-Potential annimmt, bevor ein Lesebefehl C7 oder ein Schreibbefehl C8 durchgeführt werden kann.
Während dieser Arbeitsweise des Systems bezüglich des Operationszeitverlustes des Datenverarbeitungsgerätes in solchen Fällen, wo das Datenverarbeitungsgerät nicht stark belastet ist, durchaus wirtschaftlich arbeitet, gibt es auch viele Fälle, bei denen eine solche Wartezeit die Leistungsfähigkeit des Datenverarbeitungsgerätes erheblich stört. Dieser Nachteil ist in der Erfindung durch die Möglichkeit der Durchführung einer Unterbrechen-Operation einer ausgewählten Schnellzugriffs-Datenspeichereinhcit beseitigt worden, was im folgenden an Hand der in Fig. 12 gezeigten Operationsfolge näher beschrieben wird. In dieser Beschreibung wird gezeigt, auf welche Weise das Datenverarbeitungsgerät die maximal mögliche Verarbeitungszeit ausnutzen kann.
Wird eine Unterbrechen-Operation verwendet, dann meldet eine Speichereinheit dem Datenverarbeitungsgerät, wenn sie sich im Zustand ihrer minimalen Zugriffszeit befindet. Zu
EMI34.1
zeit durchgeführt werden. Das Zeitdiagramm in Fig. 12 zeigt ausserdem, wie das Überlappen der Operationszeit zweier Streifen wirkungsvoll angewendet werden kann (d. h. ein neuer Streifen wird bereits freigegeben, während sich der vorhergehende Streifen noch auf der Trommel befindet), während gleichzeitig sichergestellt wird, dass eine Lese-oder Schreiboperation nicht auf dem falschen Streifen erfolgt. Ausserdem wird aus der folgenden Beschreibung deutlich, dass diese erhöhte Arbeitsgeschwindigkeit der Speichereinheit das Datenverarbeitungsgerät nicht wesentlich stärker belastet.
Die folgende Beschreibung des Zeitdiagramms der Fig. 12 wird etwas kürzer gehalten als die Beschreibung des Zeitdiagramms in Fig. 11, da die verschiedenen, in diesem Zusammenhang verwendeten Ausdrücke sowie die Darstellungsweise eines solchen Zeitdiagramms bereits aus der eingehenden Beschreibung der Fig. 11 bekannt sind. Im Zuge der Beschreibung wird an den Stellen, wo es erforderlich oder zweckmässig ist, auf die in den verschiedenen Spalten dargestellten Informationen sowie auf die Einzelheiten der in Fig. 8 gezeigten Schnellzugriffs-Datenspeichereinheit-Befehle Bezug genommen.
In der vorangegangenen Beschreibung des Zeitdiagramms der Fig. 11 wurde ausgeführt, dass die dort durchgeführte Operationsfolge eine typische"Auf den neuesten Stand bringen"-Operation ist, bei der der alte Saldo eines Kontos vom Datenkanal 3 eines ausgewählten Streifens abgelesen, der neue Saldo durch das Datenverarbeitungsgerät errechnet und anschliessend in den Datenkanal 3 des freigegebenen Streifens zurückgeschrieben wurde. In gleicher Weise wird auch das Zeitdiagramm der Fig. 12 an Hand eines praktischen Operationsbeispiels beschrieben, u. zw. an Hand einer einfachen Sortieroperation, bei der ein bestimmtes Datenwort, wie z.
B. eine Kundenkontonummer, von einer ersten Aufzeichnungsstelle A abgelesen und in eine zweite Aufzeichnungsstelle B eingespeichert wird, wenn die Kontonummer grösser als eine vorbestimmte Bezugsnummer ist oder in eine dritte Aufzeichnungsstelle C eingeschrieben, wenn diese Kontonummer kleiner als die Bezugsnummer ist. Für die Erklärung der Fig. 12 wird angenommen, dass die Streifen 10 (Fig. 2) in der Speichereinheit M diese drei Aufzeichnungsstellen A, B und C darstellen, wobei der Streifen 1 der Aufzeichnungsstelle A und die Streifen 2 und 3 den Aufzeichnungsstellen B und C entsprechen.
Weiter wird angenommen, dass der Datenkanal 3 des Streifens 1 eine erste Kontonummer speichert, die grösser als die Bezugsnummer ist und deshalb in den der Aufzeichnungsstelle B entsprechenden Streifen, d. h. in den Datenkanal 5 des Streifens 2, eingeschrieben wird, während der Datenkanal 4 des Streifens 1 eine zweite Kontonummer enthalten soll, die kleiner als die Bezugsnummer ist und deshalb in den der Speicherstelle C entsprechenden Streifen, d. h. in den Datenkanal 6 des Streifens 3, eingeschrieben wird.
<Desc/Clms Page number 35>
Nach den oben getroffenen Annahmen wird nun das in Fig. 12 dargestellte Zeitdiagramm im einzelnen beschrieben. Es sei darauf hingewiesen, dass zur Zeit Null die Speichereinheit M infolge der Durchführung eines Speichereinheit-Unterbrechen-Einstellbefehls Cl für eine Unterbrechen-Operation einge- stellt und der Streifen 1 für eine Streifenfalloperation infolge der Ausführung eines Streifenfallbefehls C3 freigegeben wird. Erreicht nun die vordere Kante des Streifens 1 in diesem Fall die Lagefeststellvorricb-
EMI35.1
00 msec,tungsgerät wird angezeigt, dass sich der Streifen 1 zwischen den Lagefeststellvorrichtungen 60i und 60j befindet.
In dieser Streifenstellung kann ein Lese-oder Schreibbefehl C7 oder C8 mit einer minimalen Wartezeit für das Datenverarbeitungsgerät durchgeführt werden. Das Datenverarbeitungsgerät unterbricht nun an einem geeigneten Punkt sein Programm (unter der Annahme, dass es sich hiezu entscheidet) und bei 165,00 msec wird der Prüfbeginnbefehl C6 ausgeführt, um zu prüfen, ob sich die Speichereinheit M1 noch in dem Zustand der minimalen Zugriffszeit befindet. Befindet sich das Beginnsignal S6 auf L-Poten- tial, dann führt der Lesebefehl C7 in schneller Aufeinanderfolge die Erregung des Lesetreibers des Datenkanals 3 durch und bewirkt das Ablesen der darin enthaltenen ersten Kontonummer. Der Lesevorgang be-
EMI35.2
kehren, von dem es unterbrochen wurde, und mit der Durchführung irgendwelcher anderer Befehle fort- fahren.
Bei etwa 190,00 msec wählt das Datenverarbeitungsgerät wieder die Speichereinheit M aus und führt ein Streifenaufrufsignal C4 aus, um den nächsten Streifen freizugeben, der mit dem Datenverarbei- tungsgerät zusammenarbeiten soll, selbst dann, wenn noch eine weitere Leseoperation auf dem Streifen 1 durchgeführt werden soll, z. B. um die zweite Kontonummer im Datenkanal 4 dieses Streifens abzulesen.
Wie bereits erwähnt, wird durch diese Überlappung der Streifen die Arbeitsgeschwindigkeit der Datenspeichereinheit wesentlich erhöht und die Durchführung des Streifenaufrufbefehls C7 (an Stelle des Streifen- fallbefehls C3) ermöglicht noch einen weiteren Umlauf des Streifens 1 auf der Trommel, um die zweite Leseoperation auf diesem Streifen durchführen zu können. Da angenommen wurde, dass die aus dem Datenkanal 3 des Streifens 1 abgelesene Kontonummer grösser als die Bezugsnummer ist, ist die soeben aus dem Datenkanal 3 abgelesene Kontonummer in die Aufzeichnungsstelle B, d. h. also in den Datenkanal 5 des Streifens 2 einzuschreiben. Dieser Streifen 2 ist der vom Datenverabeitungsgerät zur Zeit 190, 00 msec freigegebene Streifen, auf dem die genannte Schreiboperation ausgeführt werden soll.
Während der Streifen 2 herabfällt, führt der Streifen 1 auf der Trommel einen Umlauf durch, wobei dieser Streifen die Lagefeststellvorrichtung 60i bei etwa 210, 10 msec zum zweiten Mal erreicht. Zu diesem Zeitpunkt wird das Datenverarbeitungsgerät durch die Speichereinheit MI nochmals unterbrochen und der Prüfbeginnbefehl C6 bei etwa 211,00 msec durchgeführt. Darauf folgt unmittelbar die Durchführung des. Lesebefehls C7. Die zweite Leseoperation im Datenkanal 4 des Streifens 1 beginnt bei etwa 211,85 msec, d. h. wenn die vordere Kante des Streifens die Lagefeststellvorrichtung 60j erreicht, und wird bei etwa 231, 85' msec, d. h. wenn das Datenverarbeitungsgerät das Haltsignal J7 überträgt, beendet.
Da der Streifenaufrufbefehl C4 vorher bei etwa 190 msec durchgeführt wurde, wurde die Rückführweiche beim zweiten Vorbeilauf der vorderen Kante des Streifens an der Lagefeststellvorrichtung 60j bei etwa 211,85 msec geöffnet, so dass nun der Streifen 1 von der Trommel entfernt und in die Rückführbahn zum Magazin eingewiesen wird, u. zw. rechtzeitig, bevor der neu freigegebene Streifen 2 in den Bereich der Trommel gelangt. Infolge des zur Zeit 190,00 msec ausgeführten Streifenaufrufbefehls C4, wodurch ermöglicht wird, dass auf dem Datenkanal 4 des Streifens 1 eine weitere Leseoperation durchgeführt werden kann, bleibt auch das Bereit-Flip-Flop RYinseinemL-Zustand, umdasBereit-SignalS solangeaufL- Potential zu halten, bis das Lesesignal J5 übertragen wird, was bei der Durchführung des Lesebefehls C7 bei etwa 211,00 msec erfolgt.
Da das Bereit-Signal S4 auf L-Potential bleibt, ist es dem Datenverarbeitungs-Unterbrechen-Flip-Flop PI möglich, bei etwa 210, 10 msec wieder in seinen L-Zustand zu schalten, um das gerade vom Datenverarbeitungsgerät durchgeführte Programm wieder zu unterbrechen, wodurch die genannte zweite Leseoperation im Datenkanal 4 des Streifens 1 durchgeführt werden kann. Dieser Vorgang kann nicht erfolgen, wenn ein Streifenfallsignal C3 durchgeführt würde, da dann die nächstfolgende Lese- oder Schreiboperation für den neu freigegebenen Streifen und nicht für den augenblicklich auf der Trommel befindlichen Streifen bestimmt ist.
<Desc/Clms Page number 36>
* Beim weiteren Verlauf der an Hand der Fig. 12 beschriebenen Operationsfolge erreicht der Streifen 2 (der durch den Streifenaufrufbefehl C4 bei etwa 190, 00 msec freigegeben wurde) die Lagefeststellvorrichtung 60i zum ersten Mal bei etwa 354 msec, wodurch das Bereit-Flip-Flop RY wieder in den L-Zu- stand geschaltet und der Datenspeichereinheit M1 ermöglicht wird, das Programm des Datenverarbeitungsgerätes erneut zu unterbrechen. Dies hat die Durchführung eines Prüfbeginnbefehls C6 durch das Datenverarbeitungsgerät bei etwa 355 msec zur Folge, dem unmittelbar die Durchführung eines Schreibbefehls C8 folgt.
Letzterer bewirkt, dass die zuvor vom Datenkanal 3 des Streifens 1 abgelesene Kontonummer nun in den Datenkanal 5 des Streifens 2 während der 30. msec-Periode zwischen etwa 355, 75 msec und 385, 75 msec (auftreten des Haltsignals J7) eingeschrieben wird.
Nachdem die vorher vom Datenkanal 3 des Streifens 1 abgelesene Kontonummer in. den Datenkanal 5 des Streifens 2 eingeschrieben wurde, kann das Datenverarbeitungsgerät mit dem vorher unterbrochenen Programm fortfahren. Anschliessend, bei etwa 390 msec, wählt das Datenverarbeitungsgerät wieder die
EMI36.1
dem festgestellt wurde, dass die vom Datenkanal 4 des Streifens 1 während der zweiten Ableseoperation dieses Streifens abgelesene Kontonummer kleiner ist als die Bezugsnummer und deshalb in die Aufzeichnungsstelle C, d. h. in den Datenkanal'6 des Streifens 3, einzuschreiben ist.
Zu diesem Zeitpunkt wird statt eines Streifenaufrufbefehls C4 ein Streifenfallbefehl C3 durchgeführt, da die Schreiboperation in dem Datenkanal 5 des Streifens 2 bereits beendet ist, und obwohl sich der Streifen 2 noch auf der Trommel befindet, ist die nächste Schreiboperation für den neu freigegebenen Streifen 3 und nicht für den Streifen 2 bestimmt ist. Bei der Durchführung des Streifenfallbefehls C3 wird das richtige Arbeiten dadurch sichergestellt, dass das Bereit-Flip-Flop RY sofort in seinen 0-Zustand geschaltet wird und ebenso wie das Datenverarbeitungsgerät-Unterbrechen-Flip-Flop PI so lange daran gehindert wird, in den L-Zustand zu schalten, bis der Streifen 3 die Lagefeststellvorrichtung 60i zum ersten Mal erreicht.
Dadurch wird verhindert, dass auf dem falschen Streifen (Streifen 2) ein Schreibvorgang durchgeführt wird und eine unnötige Unterbrechung des Datenverarbeitungsgerätes erfolgt, wenn der auf der Trommel befindliche Streifen 2 nochmals die Lagefeststellvorrichtung 60i bei etwa 400, 10 msec erreicht. Als weitere Folge des zur Zeit 390,00 msec durchgeführten Streifenfallbefehls C3 öffnet die Rückführweiche, wenn der Streifen 2 die Lagefeststellvorrichtung 60j bei etwa 401,85 msec erreicht, wodurch dieser Streifen 2 ins Magazin zurückgeführt wird.
Erreicht nun der Streifen 3 die Lagefeststellvorrichtung 60i zum ersten Mal bei etwa 554,00 msec, dann unterbricht die Speichereinheit M1 das Programm des Datenverarbeitungsgerätes, wodurch bei etwa 555,00 msec wieder ein Prüfbeginnbefehl C6 durchgeführt wird, dem ein weiterer Schreibbefehl C8 folgt.
Erreicht dann die vordere Kante des Streifens 3 die Lagefeststellvorrichtung 60j zum ersten Mal bei etwa 555, 75 msec, dann beginnt das Einschreiben der vom Datenkanal 4 des Streifens 1 abgelesenen Kontonummer in den Datenkanal 6 des Streifens 3 und dauert etwa 30 msec, bis dieser Schreibvorgang durch
EMI36.2
beendet wird. Da der Streifen 3 nach dieser Schreiboperation nicht mehr benötigt wird, wird bei etwa 590,00 msec ein Streifenrückführbefehl C5 durchgeführt, der bewirkt, dass die Rückführweiche bei etwa 601,85 msec öffnet (wenn die vordere Kante des Streifens 3 die Lagefeststellvorrichtung 60j zum zweiten Mal erreicht), so dass der Streifen 3 in das Magazin zurückgeführt wird.
Das Zurückführen des Streifens 3 kann jedoch auch durch den 750 msec-Zeitgeber T4 (Fig. 6, Baugruppe 30Öa) erfolgen, wodurch der Streifen 3 nach 750 msec automatisch in das Magazin zurückgeführt wird, ohne dass ein Befehl des Daten- verarbeitungsgerätes erforderlich ist. Gleichzeitig mit der Durchführung des Streifenrückführbefehls C5 wird auch ein Unterbrechen-Rückstellbefehl C2 durchgeführt, um die Unterbrechen-Operation der Speichereinheit M1 zu beenden.
Nachdem. die Beschreibung der durch das Zeitdiagramm in Fig. 12 dargestellten Operationsfolge beendet ist, sei noch eine mögliche Abweichung dieser Operationsfolge betrachtet. Ist es dem Datenverarbeitungsgerät aus irgendeinem Grunde infolge der Unterbrechen-Meldung der Speichereinheit Mi bei 210, 10 msec nicht möglich, rechtzeitig anzusprechen und den Prüfbeginnbefehl C6 (der bei 211,00 msec
EMI36.3
S6angenommen hat, kann kein Lesebefehl C7 ausgeführt werden. Auf Grund des zur Zeit 190, 00 msec durchgeführten Streifenaufrufbefehls C4 öffnet die Rückführweiche bei 211, 85 msec trotzdem, wenn die vordere Kante des Streifens 1 die Lagefeststellvorrichtung 60j erreicht. Dadurch wird bewirkt, dass der.
Streifen von der Trommel entfernt und in das Magazin zurückgeführt wird, obwohl dadurch verhindert wird, dass die beabsichtigte Leseoperation zum Ablesen der Kontonummer aus dem Datenkanal 4 des Streifens 1 durchgeführt wird. Allerdings wird auch verhindert, dass die nicht durchgeführte Leseopera-
<Desc/Clms Page number 37>
tion auf dem nächsten, die Trommel erreichenden Streifen durchgeführt wird (Streifen 2), da, wenn bei der Durchführung des Prüfbeginnbefehls C6 das Beginnsignal auf 0-Potential ist, kein Lesebefehl C7 durchgeführt wird, um das Lesesignal J zum Umschalten des-Streifenaufruf-Flip-Flops CS in den O-Zu- stand zu übertragen. Öffnet die Rückführweiche bei etwa 211,85 msec, dann wird das Falscher-Streifeni Flip-Flop WS (Fig.
8, Baugruppe 300b) in den L-Zustand geschaltet, so dass das Falscher-Streifen-Signal
Ss L-Potential annimmt. Wenn nun das Datenverarbeitungsgerät als nächstes einen Schnellzugrifis-Daten- speicherbefehl durchführt, wird das Datenverarbeitungsgerät auf Grund der Tatsache, dass sich das Fal-
EMI37.1
(Operationsblock 03) durchzuführen, wodurch das Datenverarbeitungsgerät verhindert, dass die nicht durchgeführte Leseoperation auf dem neu freigegebenen Streifen 2 durchgeführt wird, für den diese Operation nicht bestimmt ist. Das Datenverarbeitungsgerät kann beispielsweise den Lesebefehl für den Datenkanal 4 des Streifens 1 für eine spätere Durchführung speichern und in der Zwischenzeit das Einschreiben
EMI37.2
durchführen.
Anschliessend wird der Streifen 1 vor der Freigabe d (. s Streifens 3 nochmals freigegeben, um nunmehr die nicht durchgeführte Leseoperation im Datenkanal 4 des Streifens 1 auszuführen. Nunmehr kann der Streifen 3 freigegeben werden, so dass die vom Datenkanal 4 des Streifens 1 abgelesene Kontonummer nun, wie erforderlich, in den Datenkanal 6 des Streifens 3 eingeschrieben werden kan. t.
Selbstverständlich kann die an Hand des Zeitdiagramms in Fig. 12 beschriebene Sortieroperation, bei der eine in einer Speicherstelle Ader Speichereinheit Mt gespeicherte Kontonummer entweder in eine Speicherstelle B oder in eine Speicherstelle C der Speichereinheit M1 eingeschrieben werden kann, abhängig davon, ob diese Kontonummer grösser oder kleiner als eine Bezugsnummer ist, für jede beliebige Anzahl von Kontonummern verwendet werden. In diesem Fall befinden sich am Ende einer solchen Operation alle von der Speicherstelle A gelesenen Kontonummern, die grösser sind als die Bezugsnummer in der Speicherstelle B, und die Kontonummern, die kleiner sind als die Bezugsnummer in der Speicherstelle C.
Ausserdem ist es möglich, auch verwickeltere Operationsvorgänge durchzuführen, bei denen ausser den Speicherstellen A und B noch weitere Speicherstellen der Speichereinheit Mt und statt der einzigen Bezugsnummer mehrere Bezugsnummern verwendet werden, um zu bestimmen, in welche Speicherstelle eine von der Speicherstelle A abgelesene Kontonummer einzuschreiben ist. Ausserdem können verschiedene Bezugsnummern für jede der von der Speicherstelle A abgelesene Kontonummer verwendet werden, wobei der Wert dieser Bezugsnummer von dem jeweils vorher durchgeführten Sortiervorgang abhängig gemacht werden kann.
Des weiteren kann die Lage und/oder die Reihenfolge, in der die von der Speicherstelle A abgelesenen Kontonummern in eine der verschiedenen Speicherstellen B, C usw. eingeschrieben werden, wie für eine bestimmte Sortieroperation gewünscht, gesteuert werden.
EMI37.3
Die an Hand der Zeitdiagramme in den Fig. 11 und 12 beschriebenen Operationsfolgen machten nur von einer einzigen Schnellzugriffs-Datenspeichereinheit Gebrauch. An Hand des Zeitdiagramms in Fig. 13 wird nun eine typische Operationsfolge beschrieben, bei der mehr als eine Speichereinheit, beispielsweise die beiden Speichereinheiten M, und M,, verwendet werden. Für diese Beschreibung sei angenommen, dass die gleiche einfache Sortieroperation durchgeführt werden soll wie bei der Operationsfolge gemäss des Zeitdiagramms in Fig. 12.
Ebenso wie für das Zeitdiagramm in Fig. 12 sei ausserdem angenommen, dass der Streifen 1 der Speicherstelle A in der Speichereinheit M entspricht und in seinem Datenkanal 3 eine erste Kontonummer enthält, die grösser ist als eine vorbestimmte Bezugsnummer und in die Speicherstelle B, d. h. in den Datenkanal 5 des Streifens 2, eingeschrieben werden soll. Weiter sei ebenso, wie bei der Beschreibung des Zeitdiagramms in Fig. 12 angenommen, dass der Streifen 1 in seinem Datenkanal 4 eine zweite Kontonummer enthält, die kleiner als die Bezugsnummer ist und in die Spei-
EMI37.4
Streifen 1 und 2, in der Speichereinheit Mi untergebracht sind.
Im Gegensatz zum Zeitdiagramm in Fig. 12 sei für das Zeitdiagramm in Fig. 13 angenommen, dass die Speicherstelle C, d. h. der dieser Speicherstelle entsprechende Streifen 3, in einer zweiten Schnellzugriffs-Datenspeichereinheit, d. h. in der Speichereinheir. M,, untergebracht ist.
Unter Zugrundelegung der obigen Annahmen wird nun die durch das Zeitdiagramm in Fig. 13 dargestellte typische Operationsfolge, die von beiden Speichereinheiten Mt und M2 Gebrauch macht, näher beschrieben. Wie bereits beim Zeitdiagramm in Fig. 12 wird auch die Beschreibung des Zeitdiagramms in Fig. 13 kürzer gehalten als die Beschreibung des Zeitdiagramms in Fig. 11, da nunmehr die Auswertung des betreffenden Zeitdiagramms keine Schwierigkeiten mehr bereiten dürfte.
<Desc/Clms Page number 38>
EMI38.1
<Desc/Clms Page number 39>
vordere Kante des Streifens 3 das nächste Mal die Lagefeststellvorrichtung 60j erreicht) geöffnet, wodurch der Streifen 3 von der Trommel entfernt und in das Magazin der Speichereinheit M2 zurückgeführt wird.
Während die oben beschriebenen Operationen auf dem Streifen 3 der Speichereinheit M2 durchgeführt werden, fällt der Streifen 2 weiter in Richtung auf die Trommel der Speichereinheit M, und erreicht bei etwa 354 msec die Lagefeststellvorrichtung 60i zum ersten Mal. Da die Speichereinheit M noch für eine Unterbrechen-Operation eingestellt ist, wird das Datenverarbeitungsgerät wieder unterbrochen, um bei etwa 355, 00 msec einen Prüfbeginnbefehl C6 durchzuführen, dem unmittelbar darauf ein Schreibbefehl C8 folgt. der veranlasst, dass die zuvor vom Datenkanal 3 des Streifens 1 abgelesene Kontonummer in dem Datenkanal 5 des Streifens 2 während einer 20 msec-Periode. die bei 355, 75 msec beginnt und durch das vom Datenverarbeitungsgerät gelieferte Haltsignal J bei 375,75 msec beendet wird, eingeschrieben. wird.
Da angenommen wurde, dass die aus dem Datenkanal 3 des Streifens 1 abgelesene Kontonummer grösser als die Bezugsnummer ist, ist dies die Kontonummer, die in den Streifen 2 (Speicherstelle B) einzuschreiben ist.
Nachdem die Operationen für den Streifen 2 und die Speichercinheit M, beendet sind, werden nun der Unterbrechen-Rückstellbefehl C2 und der Streifenrückführbefehl C5 gleichzeitig durch das Datenver- arbeitungsgerät bei etwa 390,00 msec durchgeführt, um die Unterbrechen-Operation der Speichereinheit M zu beenden und den Streifen 2 in das Magazin der Speichereinheit Ml zurückzuführen. Der Streifen 2 kann anderseits auch unter Steuerung des 750 msec-Zeitgebers T4 automatisch in das Magazin zurückge- führt werden, ohne dass ein Befehl des Datenverarbeitungsgerätes erforderlich ist.
Wie auch bei der an Hand des Zeitdiagramms der Fig. 12 beschriebenen Operationsfolge kann auch die entsprechende, an Hand der Fig. 13 beschriebene Operationsfolge erweitert werden, um wesentlich kompliziertere Sortiervorgänge durchzuführen, bei denen neben einer Vielzahl von Speicherstellen auch eine beliebige Anzahl von Schnellzugriffs-Datenspeichereinheiten verwendet werden kann. Ebenso wie im Zusammenhang mit Fig. 12 ausgeführt, kann auch hier die Bezugsnummer für jede abgelesene Kontonummer geändert werden und die Reihenfolge des Einschreibens in die Speicherstellen kann in einer beliebigen geeigneten Weise gesteuert werden.
Aus der obigen Beschreibung des Zeitdiagramms der Fig. 13 ebenso wie aus den vorhergehend beschriebenen Zeitdiagrammen der Fig. 11 und 12 wird deutlich, in welcher Weise das Datenverarbeitungsgerät mit mehreren Speichereinheiten zusammenarbeiten kann und wie das Überlappen der Streifen sowohl in der gleichen Speichereinheit als auch in verschiedenen Speichereinheiten auf einfache Weise die Leistungsfähigkeit des Systems in der maximal möglichen Weise erhöht, ohne dass dadurch die Zuverlässigkeit und Genauigkeit des Systems eingebüsst wird.
Es sei weiter darauf hingewiesen, dass die für die an Hand der Fig. 13 beschriebene typische Operationsfolge, bei der die beiden Speichereinheiten Mi und M verwendet werden, erforderliche Zeit mehr als 30% kürzer ist, als die für die Durchführung der äquivalenten Operation mit nur einer einzigen Speichereinheit Mi, wie bei der an Hand der Fig. 12 beschriebenen Operationsfolge, erforderliche Zeit. Das bedeutet eine beträchtliche Verkürzung der Operationszeit, wobei der Prozentsatz der Zeitersparnis in Abhängigkeit von der Anzahl der verwendeten Schnellzugriffs-Datenspeichereinheiten linear ansteigt.
Durch geeignete Wahl der Anzahl der verwendeten Speichereinheiten und des Datenverarbeitungsprogramms werden sowohl das Datenverarbeitungsgerät als auch die Speichereinheiten in der maximal möglichen Weise ausgenutzt, während gleichzeitig die bemerkens- werte Fähigkeit des schnellen wahlfreien Zugriffs jeder Speichereinheit für das ganze System erhalten bleibt. Ist eine fortlaufende Operation erwünscht, dann kann dies auf einfache Weise dadurch erreicht werden, dass Streifen einer einzigen oder mehrerer Datenspeichereinheiten nacheinander freigegeben werden, wobei die Geschwindigkeit der fortlaufenden Operation von der Anzahl der verwendeten Schnellzugriffs-Datenspeichereinheiten abhängt.
Tatsächlich kann die Geschwindigkeit einer solchen fortlaufenden Operation grösser sein als bei herkömmlichen Magnetbandsystemen, wenn zwei oder mehr Schnellzugriffs-Datenspeichereinheiten in der Weise verwendet werden, dass sich die Streifen der einzelnen Datenspeichereinheiten überlappen, wie dies in Verbindung mit den Fig. 12 und 13 beschrieben wurde.
Abgewandeltes Ausführungsbeispiel des Schnellzugriffs-Datenspeichergerätes 150 (Fig. 14).
Wie bereits zu Beginn der Beschreibung ausgeführt, stellt das in Fig. 2 dargestellte spezielle Ausführungsbeispiel des eigentlichen Schnellzugriffs-Datenspeichergerätes 150 lediglich ein mögliches Beispiel dar. Es ist jedoch im Rahmen der Erfindung eine Vielzahl von Änderungen und Abwandlungen dieses Gerätes möglich. In Fig. 14 sind einige bedeutende Abwandlungen dargestellt, die eine grössere Flexibilität dieses Gerätes ermöglichen sowie der Erfindung noch einen wesentlich grösseren Anwendungsbereich erschliessen. Wie aus Fig. 14 ersichtlich, stimmt das dort dargestellte Ausführungsbeispiel in den wesentlichen Teilen mit dem in Fig. 2 dargestellten Gerät überein, mit der Ausnahme, dass in Fig. 14 verschiedene zusätzliche Abwandlungen vorgesehen sind, die im folgenden näher beschrieben werden.
<Desc/Clms Page number 40>
Als erstes sei darauf hingewiesen, dass in Fig. 14 über der Trommel 40a ein Elektromagnet 670 an- geordnet ist, der ein Auffangglied 671 enthält, das bei der Betätigung des Elektromagneten 670 durch eine Auffangglied-Betätigungsschaltung 675 in die Bahn eines freigegebenen Streifens bewegt werden kann. Die gestrichelten, das Auffangglied 671 verlängernden Linien veranschaulichen die Stellung, dieses
Auffanggliedes 671, wenn der Elektromagnet 670 betätigt ist. Die senkrechten gestrichelten Linien 10' veranschaulichen die Lage eines freigegebenen Streifens, wenn er durch das Auffangglied 671 angehalten wurde. Die Auffangglied-Betätigungsschaltung 675 wird wieder durch die Ausgänge der UND-Gatter 680 und 685 gesteuert.
Der Elektromagnet 670 ist erregt. wenn der Ausgang des UND-Gatters 680 "L" wird und wird entregt, wenn der Ausgang des UND-Gatters 685 "L" wird.
Der nicht gestrichene Ausgang SU des Auswahl-Flip-Flops SU (Fig. 7) ist an jeweils einen Eingang der beiden UND-Gatter 680 und 685 geführt, während an den andern Eingang des UND-Gatters 680 ein
Steuersignal J11 und an den andern Eingang des UND-Gatters 685 ein Steuersignal J12 angelegt wird. Diese zusätzlichen Steuersignale J11 und J12 wurden im vorangegangenen noch nicht erwähnt, doch können sie in ähnlicher Weise wie die Steuersignale J'J. während einem oder mehreren Befehlen vom Datenverarbei- tungsgerät geliefert werden.
Auf diese Weise kann, falls erforderlich, ein freigegebener Streifen in einer ausgewählten Schnellzugriffs-Datenspeichereinheit, kurz bevor er von der Trommel 40a erfasst wird, in
Abhängigkeit von-dem Steuersigaal J11 angehalten werden und dann zu einem geeigneten Zeitpunkt durch das Signal J1 freigegeben werden, um die restliche kleine Strecke bis zur Trommel 40a herabzufallen.
Eine solche Operation ist deshalb von besonderem Wert, da, wie aus den Zeitdiagrammen der Fig. 11-13 ersichtlich, ein Streifen von seiner Freigabe aus dem Magazin bis zum Erreichen der Lagefeststellvorrich- tung 60i etwa 164 msec benötigt, was-in manchen Fällen einen zu grossen Zeitverlust bedeutet. Mit der in Fig. 14 gezeigten Abwandlung des Datenspeichergerätes kann diese Verlustzeit wesentlich verringert werden.
Ist es bekannt, dass ein bestimmter Streifen freigegeben werden soll, dann ist es für viele Opera- tionen vorteilhaft, den Streifen vorzeitig freizugeben, wodurch dem Streifen gestattet wird, die grösste Strecke bis zur Trommel 40a herabzufallen, um dann in Abhängigkeit von dem Signal J11 von dem Auf- fangglied 671 kurz vor der Trommel angehalten zu werden, wo der Streifen verbleibt, während der vorhergehende Streifen auf der Trommel eine beliebige Anzahl von Umläufen durchführt. Ist dann der vorhergehende Streifen im Begriff, die Trommel zu verlassen, dann überträgt das Datenverarbeitungsgerät das Steuersignal J12 wodurch der Streifen die restliche kurze Strecke bis zur Trommel herabfällt. Auf diese Weise wird ein beträchtlicher Teil der 164,00 msec dauernden Fallzeit des Streifens eingespart.
Eine solche in Fig. 14 gezeigte Abwandlung sowie die hiedurch geschaffenen Operationsmöglichkeiten liegen-alle im Rahmen der Erfindung und es bedeutet für den Fachmann keine Schwierigkeit, eine geeignete Realisierung der in Fig. 14 schematisch dargestellten Anordnung zu schaffen.
Eine weitere in Fig. 14 gezeigte Abwandlung besitzt eine erweiterte Streifenführungsvorrichtung. in der Hilfsantriebe 610 verwendet werden, die dazu dienen, die Fördergeschwindigkeit der Streifen in der Führungsbahn aufrechtzuerhalten. Diese Hilfsantriebe 610 sind ähnlich aufgebaut wie die Trommel 40a, nur mit dem Unterschied, dass sie wesentlich kleiner sind. Sie sind ebenfalls an eine Saugluftvorrichtung angeschlossen und werden durch eine Antriebsvorrichtung in Drehbewegung gehalten, wodurch ein an den Hilfsantrieben 610 vorbeilaufender Streifen beschleunigt und/oder auf der gleichen gewünschten Geschwindigkeit gehalten wird.
Durch die Verwendung solcher Hilfsantriebe 610 kann die Umlaufgeschwindigkeit der Trommel 40a in einem weiten Bereich variiert werden, da die Trommel nicht mehr das Schwungmoment liefern muss, um den Streifen in das Magazin zurückzuführen, da die erforderliche Streifengeschwindigkeit durch einen oder mehrere der Hilfsantriebe geliefert wird.
Von noch grösserer Bedeutung ist die Verwendung der Hilfsantriebe 610, wie in Fig. 14 veranschau- licht, um zu ermöglichen, dass die von der Trommel 40a entfernten Streifen auch zu irgendeiner andern Vorrichtung gefördert werden können, beispielsweise zu einem andern Schnellzugriffs-Datenspeicherge- rät oder einer beliebigen andern Vorrichtung, die in irgendeiner Weise von diesen Streifen Gebrauch macht. Wie in der in Fig. 14 gezeigten Abwandlung allgemein dargestellt, ist die Eingangs- und Ausgangsstreifenführung in jedem von mehreren Schnellzugriffs-Datenspeichergeräten 150 mit einem gemeinsamen Führungssystem 85'verbunden, so dass jedes der Speichergeräte 150 sowohl Streifen von diesem gemeinsamen Führungssystem empfangen als auch Streifen in dieses System zurückführen kann.
Die Hilfsantriebe 610 sind in diesem Falle erforderlich, um einen Streifen auf einer ausreichend hohen Geschwindigkeit zur halten, um diesen zwischen den einzelnen Schnellzugriffs-Datenspeichergeräten hinund herzufördern. Ausserdem sind eine oder mehrere Richtungssteuerweichen, wie z. B. die in Fig. 14 schematisch dargestellte Weiche 690, vorgesehen, um einen Streifen innerhalb des Führungssystems 85' in einen bestimmten Zweig einzuweisen. Die ausgezogene Linie der Richtungssteuerweiche 690 stellt deren eine Stellung dar, während die gestrichelte Linie die andere Stellung dieser Weiche darstellt.
<Desc/Clms Page number 41>
EMI41.1