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Anschlusseinrichtung zur trennbaren Verbindung einer Bohrmaschine, insbesondere Gesteinsbohrmaschine, mit einem Auflager
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anschlusseinrichtung zur trennbaren Verbindung einer Bohrma- schine, insbesondere eines Gesteinsbohrhammers, mit einem Auflager. Dieses Auflager kann nach Art einer mit Druckflüssigkeit betriebenen ausfahrbaren und zusammenziehbaren Kolbenstütze ausgebildet sein, aber auch eine andere Konstruktion betreffen.
Hauptaufgabe der Erfindung ist es, eine Anschlusseinrichtung zur trennbaren Verbindung zwischen der
Bohrmaschine und dem Auflager zu schaffen, derart, dass sich im Zusammenhang mit der Trennung zwei vollständig selbständige Einheiten ergeben, ohne dass irgendwelche von den Einheiten abzunehmende Befestigungs- und Verbindungselemente erforderlich sind.
Der Erfindung liegt weiter die Aufgabe zugrunde, diese Anschlusseinrichtung so auszubilden, dass sie im zusammengesetzten Zustand automatisch einen vorbestimmten Widerstand in bezug auf die Drehbewe- gung zwischen den drehbaren Elementen der Verbindung aufweist.
Weiter soll die Verbindung so beschaffen sein, dass ein Auflager gebildet wird, welches zum Zwecke besserer Transportmöglichkeiten und Instandhaltung leicht und bequem an seiner Verbindung mit der Bohr- maschine von dieser zu trennen ist.
Diese Verbindung soll ferner als Quergelenk ausgebildet sein und koaxial zum Gelenk eine Art
Bajonettverbindung aufweisen, die ein schnelleres Lösen und eine freie Trennung der Bohrmaschine von dem Auflager in einer bestimmten Kipplage der Bohrmaschine zum Auflager möglich macht, während in andern Kipplagen ein wirksames Halten der Gelenkverbindung unter einem vorbestimmten Widerstand gegen Relativdrehbewegung aufrechterhalten wird.
Zur Lösung der vorgenannten Aufgabe geht die Erfindung von einet Anschlusseinrichtung zur trennbaren Verbindung einer Bohrmaschine mit einem Auflager aus, die aus einem Paar zusammenwirkender, getrennt an der Bohrmaschine und dem Auflager angeordneter Scharniergelenkteile mit sich quer zur Bohrmaschine erstreckender Drehachse'besteht.
Die Erfindung ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass drehfest mit Scharniergelenkteilen Verriegelungsglieder verbunden sind, die miteinander zusammenwirken und voneinander schnell und leicht trennbar sind. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die Verriegelungsglieder als Bajonettverschlussglieder ausgebildet, die in einer bestimmten Kipplage der Bohrmaschine zum Auflager eine Trennung der Bohrmaschine vom Auflager in Richtung der sich quer zur Bohrmaschine erstreckenden Drehachse erlauben.
Um in der Arbeitsstellung zwischen der Bohrmaschine und dem Auflager einen Widerstand gegen eine Relativdrehbewegung der Scharniergelenkteile zu erhalten, ist nach weiteren Merkmalen der Erfindung zwischen zwei dafür in Frage kommenden Scharniergelenkteilen ein Friktionsglied eingeschaltet, auf welches ein bestimmter Druck zur Erzeugung eines Reibungswiderstandes ausgeübt werden kann, zur teilweisen oder vollständigen Einschränkung der genannten Relativdrehbewegung.
Der er- forderliche Druck wird gemäss der Erfindung von Nockenflächen erzeugt, die beim Einschwenken der Bohrmaschine in bezug auf das Auflager in die Arbeitsstellung einen mit dem Friktionsglied zusammenwirkenden, elastisch zusammendrückbaren Körper zusammendrücken, der seinerseits dann den Druck auf das
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um Reibungskontakt mit dem Widerlager 35 herzustellen. Durch den Flansch 37 wird, wenn sich der
Gummiring 42 entspannt, die konische Buchse 40 am Abgleiten in axialer Richtung von dem zylindrischen
Zwischenteil 36 gehindert.
An einem Zwischenteil des Bohrhammers 10 ist eine Art Nabe 45 mit einer konischen Bohrung 46 an- geordnet, die mit der entsprechend konischen, mit dem Gummibelag 41 abgedeckten Buchse 40 auf dem
Drehzapfen 31 des Zylindergehäuses 13 zusammenwirkt. Als koaxiale Fortsetzung der Bohrung 46 befindet sich an einem Ende der Nabe 45 eine erweiterte Bohrung 47, in welche eine Anschlussscheibe 48 fest ein- gepasst und gegen Drehung in bezug auf die Bohrung 47 mittels eines Axialstiftes 49 gesichert ist.
Die Abschlussscheibe48 ist mit einer axialen Schlüsselöffnung 50 versehen, die zum Einführen des im
Durchmesser verminderten zylindrischen Endteiles 38 zusammen mit seinen gegenüberliegenden Wider- lagern 39 in einer bestimmten Winkellage dieser Widerlager bestimmt ist.
Die Widerlager 39 und die Schlüsselöffnung 50 liegen derart im Winkel zueinander, dass, wie in Fig. 6 dargestellt, der Bohrhammer 10 in bezug auf die Kolbenstützvorrichtung 12 nach vorn abwärts gekippt werden muss, um die Schlüsselöffnung 50 mit den Widerlagern 39 in Deckung zu bringen. Die Abschluss- scheibe 48 ist mit einer sich diametral erstreckenden, in Seitenansicht V-förmigen Ausnehmung 51 mit einander gegenüberliegenden als Nocken wirkenden Schrägflächen 52,53 versehen.
Die Tiefe der V-förmigen Ausnehmung ist vorzugsweise derart, dass bei Einführung der Widerlager 39 in die Schlüsselöffnung 50 die Widerlager mit den Schrägflächen 52,53 ungefähr in einer Ebene liegen, wenn eine axiale Berührung zwischen der Buchse 40 und der Bohrung 46 in der Nabe 45 stattfindet.
Wenn die Kolbenstützvorrichtung und der Bohrhammer voneinander getrennt sind, ist der Bohrham- mer 10 ohne eingesetzten Bohrstahl 20 am Handgriff 19 zu ergreifen und, wie in Fig. 6 dargestellt, auf dem Boden in aufwärtsgerichteter Schräglage zu halten. Darauf wird der Drehzapfen 31 der Kolbenstütz- vorrichtung 12, der gelenkig mit dem Bohrhammer 10 zu verbinden ist, in die Bohrung 46 der Nabe 45 am Bohrhammer eingeschoben, bis die konische Oberfläche der Buchse 40 die Oberfläche der Bohrung 46 berührt. In dieser Lage erstrecken sich die Widerlager 39 in die Schlüsselöffnung 50 und liegen in gleicher
Ebene mit den Schrägflächen 52,53.
Durch einen schnellen aufwärts und rückwärts gerichteten Zug am
Handgriff 19 wird der Bohrhammer 10 daraufhin vom Boden abgehoben, wobei er in bezug auf die Kol- benstützvorrichtung 12 von der äussersten vorwärts weisenden Kipplage z. B. in die in Fig. 1 dargestellte
Zwischenlage geschwenkt wird. Dieses Verschwenken des Bohrhammers 10 zwingt die Schrägflächen 52,
53 unter die Widerlager 39 zu treten, welche nach Art eines Bajonettverschlusses entlang dieser Schräg- flächen 52,53 aufwärts gleiten und so eine Verschiebung der Abschlussscheibe 48 zusammen mit der Nabe 45 und der Buchse 40 in axialer Richtung zum gegenüberliegenden Widerlager 35 erzwingen, bis schliesslich die Widerlager 39 auf der Stirnfläche der Abschlussscheibe 48 gleiten.
Diese axiale Verschiebung der Buchse 40 bedingt ein Zusammendrücken des elastischen Gummiringes 42, wodurch die Friktionsscheibe 43 in Reibungskontakt mit dem Widerlager 35 gedrückt wird. In der endgültigen Aufstellungslage der beteiligten Teile erhält die Frikionsscheibe 43 einen vorbestimmten, unveränderlichen Druck, der von der Gesamtlänge der Abschlussscheibe 48, der Nabe 45 und der Buchse 40 im Vergleich mit der Entfernung zwischen der Zwischenscheibe 43 und den Widerlagern 39 abhängt. Der Gummibelag 41 und der Gummiring 42 verhindern im zusammengedrückten Zustand eine Relativbewegung und eine Abnutzung zwischen der Friktionsscheibe 43, der Buchse 40 und der Nabe 45.
Das Schwenken des Bohrhammers auf dem Drehzapfen 31 während des Betriebes der Kolbenstützvorrichtung ergibt sich aus der freien Relativbewegung der Buchse 40 zusammen mit der Abschlussscheibe 48 in bezug zum Drehzapfen 31 und in einer Relativbewegung gegen den vorbestimmten, im veränderlichen Widerstand zwischen der Friktionsscheibe 43 und dem angrenzenden Widerlager 35.
Zur schnellen Trennung ist der Bohrhammer 10 auf der Kolbenstützvorrichtung 12 nach vorn in die übertriebene Abwärtslage zu kippen, wodurch in dieser Stellung die Widerlager 39 mit der Schlüssel- öffnung 50 in der Abschlussscheibe 48 fluchten, so dass eine leichte Trennung in axialer Richtung entlang des Gummibelages 41 und der Bohrung 46 vorgenommen werden kann. Selbstverständlich tritt diese vorwärts gerichtete Abwärtslage des Bohrhammers niemals während normaler Betriebslage der Kolbenstützvorrichtung ein.
Zur zweckdienlichen Zu- und Ableitung der Druckflüssigkeit zu und von der Kolbenstützvorrichtung durch die vorher erwähnten Verbindungswege 26,27 sind in dem Bohrhammer 10 zwischen der Bohrung 46 und dem Schieberventil 23 Kanäle 26a, 27a (Fig. 2) vorgesehen, deren Ringkanäle und Radialbohrungen 26b, 27b in der Buchse 40 gegenüberliegen. Von den inneren Ringkanälen führen Längskanäle 26c, 27c durch den Drehzapfen 31, an welche sich Kanäle 26d, 27d im Zylindergehäuse 13 anschliessen, die in den Arbeitskammern 15,16 münden.
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Der Gummibelag 41 dient dabei als Dichtung für die Ringkanäle 26b und 27b auf der konischen Ober- fläche der Buchse 40, während O-Ringe 54, die im Inneren der Buchse 40 vorgesehen sind, den zylindri- schen Zwischenteil 36 des Drehzapfens 31 abdichten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Anschlusseinrichtung zur trennbaren Verbindung einer Bohrmaschine, insbesondere Gesteinsbohr- maschine, mit einem Auflager, bestehend aus einem Paar zusammenwirkender, getrennt an der Bohrma- schine und dem Auflager angeordneter Scharniergelenkteile mit sich quer zur Bohrmaschine erstreckender
Drehachse, dadurch gekennzeichnet, dass die Scharnierteile (30,31 und 40,41, 45) drehfest mit mit- einander zusammenwirkenden und voneinander schnell trennbaren Verriegelungsgliedern (39 und'48) ver- sehen sind.