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Blendschutzeinrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge
Die Erfindung betrifft eine Blendschutzeinrichtung mit veränderlicher Strahlendurchlässigkeit, insbesondere für Kraftfahrzeuge.
Es sind Blendschutzeinrichtungel1 bekanntgeworden bei denen sich zwischen zwei Klarsichtscheiben ständig strahlenabsorbierende Flüssigkeit befuget. Es ist auch bekannt, die Flüssigkeit durch eine Abstandsänderung der Klarsichtscheiben zu verdrängen und dadurch die Scheiber mehr oder weniger licht- durchlässig zu machen, wobei auf die Flüssigkeit ein Überdruck ausgeübt wird.
Es ist weiterhin bekannt, eine Blendschutzeinrichtung an Kraftfahrzeugen durch Photozellen ein-und auszuschalten sowie Polarisationsfilter als Blendschutzeinrichtungen zu verwendbar.
Von diesen bekanntgewordenen Blendschutzeinrichtungen hat sich bis heute keine durchgesetzt.
Die vorgenannten Blendschutzeinrichtungen mit strahlenabsorbierender Flüssigkeit haben unter anderem den Nachteil, dass an der Peripherie der Klarsichtscheiben zur Erzielung einer Abstandsänderung und von Klarsichtigkeit besondere Druckvorrichtungen benötigt werden. Bei im Verhältnis zur Klarsichtscheibenstärke grossen Abmessungen der Blendschutzeinrichtung (z. B. in Windschutzscheibenform) ergibt sich aus der Benutzung von Druckvorrichtungen ferner der Nachteil, dass die Klarsichtscheiben bei schnellem Verdrängen der Flüssigkeit an der Peripherie aufeinanderliegen, bevor alle Flüssigkeit aus der Scheibenmitte abgeflossen ist. Dadurch bilden sich zwischen den Klarsichtscheiben sehr störende Flüssigkeitsäcke. Ausserdem besteht die Gefahr, dass durch den Überdruck in der Flüssigkeit leicht Undichtigkeiten auftreten und die Flüssigkeit schnell ausläuft.
Erfindungsgemäss werden die angeführten Nachteile dadurch vermieden, dass der Raum zwischen den Scheiben an eine Unterdruckquelle regelbar angeschlossen ist, die jederzeit abgeschaltet werden kann. In besonderer Ausbildung der Erfindung kann entweder eine Unterdruckquelle, die wahlweise auch auf Überdruck schaltbar ist, oder eine zusätzliche an sich bekannte Überdruckquelle angeordnet sein.
Durch die neuartige Ausführungsform wird es z. B. möglich, dass die Flüssigkeit schnell aus der Scheibenmitte verdrängt und die erwünschte veränderte Strahlendurchlässigkeit hier zuerst wirksam wird. Infolge des Unterdruckes kommt es nicht so leicht zu Undichtigkeiten und im Falle einer Undichtigkeit tritt dann wohl Luft ein, aber kaum Flüssigkeit aus.
Da der Unterdruck in der Flüssigkeit auf die Abdichtung und Dichtigkeit der Blendschutzeinrichtung einen günstigen Einfluss ausübt, ist es zweckmässig, die Flüssigkeit ständig unter Unterdruck zu halten und die Strahlendurchlässigkeit durch Änderung des Unterdruckbereiches innerhalb der Flüssigkeit zu regeln.
Ein weiterer Vorteil der Verwendung von Unterdruck bei der Blendschutzeinrichtung besteht in der
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tung der Zugfestigkeit statt. Durch das Durchbiegen nach innen erfahren die Klarsichtscheiben in den aussen liegenden Zonen eine Druckspannung und sind hier somit vorgespannt. Die Zugfestigkeit wird in diesen Zonen um den Wert der Vorspannung erhöht. Das ist besonders bedeutsam für zerstörende äussere Einflüsse (wie z. B. gegen die Windschutzscheibe fliegende Steine), die durch eine örtliche Überschreitung der Zugfestigkeit zu einer Zerstörung führen.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in mehreren Ausführungsbeispielen dargestellt. Es zeigen die Fig. 1-3 eine Blendschutzeinrichtung in Windschutzscheibenausführung in Ansicht und in zwei verschiedenen Schnitten, Fig. 4 eine Membranpumpe im Schnitt, die Fig. 5 und 6 eine Blendschutzeinrichtung als Sonnenblende im Kraftfahrzeug in Ansicht und Seitenansicht teilweise geschnitten, die Fig. 7 und
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8 Klarsichtscheiben im Schnitt mit Flüssigkeits verteilungsquerschnitt, Fig. 9 einen Ruckblickspiegel im Schnitt, die Fig. 10-12 ein Isolierfenster in Ansicht, im Vertikalschnitt und im Horizontalschnitt, die Fig. 13-16 eine Brille in Ansicht und in Schnitten, die Fig. 17 und 18 einen Schweissschutz im Vertikalschnitt und die Fig.
19-36 verschiedene Ausbildungen von Klarsichtscheiben im Schnitt.
Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Blendschutzeinrichtung in Windschutzscheibenform besteht aus den Klarsichtscheiben 1, der diese umgebenden Dichtung 2 und dem Schutzprofil 3. Die Klarsichtscheiben 1 sind durch das Schutzprofil 3 fest eingespannt gelagert ; die Anordnung der Klarsichtscheiben 1 zueinander ist keilförmig. Durch Abstandhalter 4 bilden die Klarsichtscheiben einen von oben nach unten abnehmenden Keil 5. Der flexible, gegen geringen Unterdruck gesicherte Schlauch 6 verbindet die Membranpumpe 7 mit der Blendschutzeinrichtung. Die strahlungsabsorbierende Flüssigkeit 8, die sich in dem Keil 5 zwischen den Klarsichtscheiben 1 befindet, wird durch Unterdruck in der Membranpumpe 7 abgesaugt.
Entsprechend dem Unterdruck in der Membranpumpe 7 wirkt auf die Klarsichtscheiben ein äusserer Druck, der sie soweit nach innen durchbiegt, dass sie sich aufeinander legen. Die Flüssigkeit 8 wird dabei nach oben etwa bis zur gedachten Linie a verdrängt. Über der Linien verbleibt ein absorbierender Restkeil.
Bei geringem Unterdruck wird der Flüssigkeitsteil zwischen aen Klarsichtscheiben wieder grösser, d. h. die Linie 9 rückt weiter nach unten. Zwischen den Klarsichtscheiben verbleibt bei abgesaugter Flüssigkeit ein Flüssigkeitsfilm, der so dünn ist, dass eine merkliche Absorption nicht mehr stattfindet. Der Übergang zu stärkerer Absorption in Höhe der Linie 9 erfolgt übergangslos.
In Fig. 3 ist ein Detail der Blendschutzeinrichtung in Windschutzscheibenform im Schnitt sowie die Anordnung im Kraftfahrzeug dargestellt. Die Blendschutzeinrichtung liegt mit dem Schutzprofil 3 in einem Einfassprofil 10 aus Gummi oder einem ähnlichen Material, das, wie im Kraftfahrzeugbau üblich, die Blendschutzeinrichtung in der Karosserie 11 befestigt. Der Schlauch 6 verläuft durch den hohlen Rahmen der Karosserie 11 zur Pumpe 7. An der höchsten Stelle des Flüssigkeitssystems, zweckmässig an der Eintrittsstelle des Schlauches 6 in die Karosserie 11, ist ein Entlüftungs-bzw. Belüftungsschlauch 12 vorgesehen.
Dieser Schlauch kann aber auch an anderer Stelle liegen, z. B. im höchsten Punkt der Membranpumpe 7.
Dadurch, dass der Schlauch 6 durch einen hohlen Rahmen verläuft, ist es erforderlich, dass Klarsichtscheiben 1 und Pumpe 7 getrennt montiert werden. Die Schlauchenden 13 (Fig. 4) sind durch Stopfen 14 gegen Verschmutzung gesichert. Die Klemmen 15 und 16 schliessen die Schlauchenden dicht ab. Die Kupplung der Schlauchenden, bei der keine Flüssigkeit austreten oder Luft angesaugt werden darf, erfolgt nach Entfernung der Stopfen 14 mittels eines Verbindungsstückes 17. Die nach dem Kuppeln zwischen den Klemmen 15 und 16 befindliche Luft wird nach Lösen der Klemme 16 in die Pumpe 7 geleitet, wo sie durch den Entlüftungs- und Befallungsschlauch 12 abgelassen werden kann. Nach der Entlüftung kann die Klemme 15 entfernt werden, wodurch die Blendschutzeinrichtung betriebsbereit wird. Die Entlüftung im Entlüftungs- bzw.
Befüllungsschlauch 12 geht wie folgt vor sich :
Die unter der Klemme 18 befindliche Luft wird nach Lösen der Klemme 18 in den Raum darüber geleitet. Soll die Luft, die sich zwischen Klemme 18 und Stopfen 14 befindet, verdrängt werden, so geschieht das bei Überdruck in der Pumpe 7 nach Entfernung des Stopfens 14 durch leichtes Lösen der Klemme 18. Bei Unterdruck wird die Luft durch Zuführung von Flüssigkeit von aussen verdrängt.
In Fig. 4 ist eine Membranpumpe im Schnitt dargestellt. Sie besteht im wesentlichen aus den beiden Membranen 19, dem Befestigungsbügel 20, dem Betätigungshebel 21 und den beiden Führungsrohren 22.
Der Hebel 21 ist in der Membranpumpe drehbar gelagert und wird bei der Hin- und Herbewegung durch die beiden Führungsrohre 22 geführt. Durch eine zusätzliche Drehbewegung rastet das abgeflachte Gewinde 23 (Schnitt AA) in die Feder 24 ein. Dadurch wird es möglich, dass entsprechend der Anzahl von Gewindegängen pro Hub gleich viele unterschiedliche Absorptionswerte der Blendschutzeinrichtung erzielt werden. Für diese abgestufte Einstellmöglichkeit gibt es zahlreiche weitere Möglichkeiten. So kann z. B. an die Stelle der Feder 24 eine Mutter treten, die entsprechend dem abgeflachten Gewinde des Hebels eine Hin- und Herbewegung zulässt, und bei einer Drehbewegung den Hebel 21 durch Einrasten der Gewindegänge festsetzt.
Abgestufte Absorptionsgrade kann man ferner durch entsprechend angeordnete Ratschen, ineinandergreifende gezahnte Scheiben, einrastende Zahnstangen, Rundgliederschnüre usw. erhalten.
Stufenlose Einstellmöglichkeiten können erzielt werden, durch Reibkupplungen, Bremsen oder selbsthemmende Führungen des Hebels 21.
In den Fig. 5 und 6 ist die Blendschutzeinrichtung als bewegliche Sonnenblende in einem Kraftfahrzeug dargestellt. Die Klarsichtscheiben 1 sind elastisch eingespannt gelagert.
Zwischen den Klarsichtscheiben 1 befindet sich eine strahlenabsorbierende Flüssigkeit 8. Direkt im Anschluss an die Klarsichtscheibe 1 ist an ihrem oberen Rand eine Pumpe 7 angeordnet. Der Kolben 25
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regelt den Abstand der Klarsichtscheiben 1 und somit die Strahlendurchlässigkeit der Blendschutzeinrichtung. Es ist hiebei an eine automatische Betätigung gedacht, die wie folgt arbeitet : Die Kolbenstange 26 ist als Weicheisenkern der Spule 27 ausgebildet und wird bei Stromfluss entsprechend der Stromstärke hineingezogen. Dabei fördert der Kolben 25 die strahlenabsorbierende Flüssigkeit 8 über den Flüssigkeitsver- teilungsquerschnitt 28 zwischen die Klarsichtscheiben 1.
Die Stromstärke der Spule 27 kann in Abhängigkeit zu der Strahlenintensität stehen, so dass die Blendschutzeinrichtung stets eine der Strahlenintensität angepasste Strahlenabsorption erhält. Die mit der Spule 27 erzeugte Kraft muss gross genug sein, um die Federkraft der Feder 32 zu überwinden. Die Feder 32 hat die Aufgabe, den Kolben 25 bei Stromabfall zurückzuziehen. Dabei saugt der Kolben 25 die Flüssigkeit 8 aus dem Raum zwischen den Klarsichtscheiben wieder in die Pumpenkammer 34. Der Federraum 33 ist gleichzeitig der Ausgleichsraum für Temperaturschwankungen.
Die Endstellung des Kolbens 25 ist bei Stromabfall dann erreicht, wenn die Klarsichtscheiben aufeinanderliegen. Eine verbleibende Restkraft in der Feder 32 hält die Flüssigkeit 8 bei Klarsichtigkeit ständig unter Unterdruck. Der verbleibende Flüssigkeitsfilm zwischen den Klarsichtscheiben ist so dünn, dass er nicht mehr wahrnehmbar ist.
Die Klarsichtscheiben 1 sind bei dem hier angeführten Beispiel mit parallelem Spalt (Fig. 6,7 und 8) an der Peripherie elastisch eingespannt so gelagert, dass beizunehmendem'Interdruck in der Flüssigkeit die Klarsichtscheiben von der Mitte ausgehend klarsichtig werden. Die Verbindung 29 in Fig. 6 und 8 der beiden Klarsichtscheiben an der Peripherie kann durchgehend aus gleichem Material wie die Klarsichtscheiben bestehen oder bei ausreichender Dichtung 2 (Fig. 7 und 8) angeschrägt sein, um die Flüssigkeit gut zwischen die Klarsichtscheiben zu leiten und um die Abdichtung zu erleichtern. Ausserdem unterstützt (als Keilwirkung) die Anschrägung das Auseinanderbringen der Klarsichtscheiben. Dem Druckausgleich und Flüssigkeitstransport dienen die innen angeordneten Rinnen 31 (Fig. 5).
Ordnet man, wie in Fig. 5 dargestellt, eine Stellschraube 35 an, so ermöglicht diese es, den Kolbenhub zu begrenzen und somit die Flüssigkeitsstärke zwischen den Klarsichtscheiben auf einen individuellen Höchstwert zu bemessen.
Soll die Blendschutzeinrichtung nur teilweise strahlenabsorbierend wirken, z. B. derart, dass sie unterhalb der gedachten Linie 37 (Fig. 5) klarsichtig bleibt, so können Klammern 36 (Fig. 5 und 6) die Klarsichtscheiben im unteren Bereich festklemmen und an einer Abstandsänderung hindern. Dadurch würde in der hier gezeigten Form die eigene Fahrbahnseite klarsichtig und somit in der Sicht ungeschwächt bleiben, während entgegenkommende Fahrzeuge abgeblendet wirken würden. Würde man den unteren Rand der Blendschutzeinrichtung festklemmen, so verheide der Spalt zwischen den Klarsichtscheiben von oben nach unten abnehmend keilförmig. Entsprechend nimmt dann auch die Strahlenabsorption ab, u. zw. liesse sich die Blendschutzeinrichtung von oben ausgehend beliebig weit nach unten in der Strahlenabsorption verändern.
Besonders brauchbar ist eine so eingerichtete Blendschl1tzeinrichtung bei grellem Tageslicht.
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kontinuierlich entsprechend der Strahleninteasität abgeblendet werden kann. Hinter der Klarsichtscheibe 38 befindet sich eine prismenförmig Scheibe 39, die auch aus klarem Material besteht und auf der Rückseite mit einem Spiegelbelag 40 versehen ist. Die Prismenscheibe steht in Verbindung mit einer Rückholvorrichtung 41, die elektrisch regelbar ist. Den leeren Raum des Gehäuses 42 füllt die strahlenabsorbierende Flüssigkeit 8 aus. Spricht nun die Rückholvorrichtung 41 bei Blendung an, so tritt zwischen die Klarsichtscheibe 39 die strahlenabsorbierende Flüssigkeit 8 und wirkt abblendend.
Eine Prismenscheibe 39 wurde gewählt, damit keine Doppelspiegelungen auftreten können (Fig. 9).
Das Absetzen der Prismenscheibe von der Klarsichtscheibe kann natürlich auch durch die Flüssigkeit selbst erfolgen, wie auch die Prismenscheibe an die Stelle der Klarsichtscheibe treten kann.
Auf vorhandene Rückblickspiegel könnte man ein Gerät aufsetzen, das, wie bei der Blendschutzeinrichtung oeschrieben, aus zwei Klarsichtscheinen besteht und ebenso aufgebaut ist. Ebenso können auch alle vorher beschriebenen Einzelheiten für Abblendspiegel Anwendung finden.
Die Fig. 10-12 stellen ein Fenster grösserer Abmessungen in Ansicht, Draufsicht und Seitenansicht jeweils im Schnitt dar. Das Fenster ist in allen Einzelheiten entsprechend der Blendschutzeinrichtung gemäss der Erfindung ausgeführt. Die Klarsichtscheiben 1 sind fest eingespannt gelagert. Ihr oberer Rand verläuft gerade oder nur leicht gebogen. Nach unten sind die Klarsichtscheiben 1 zunehmend gebogen ausgeführt. Hiedurch wird das Widerstandsmoment um die waagrechte Achse nach unten grösser, so dass die Durchbiegungen der Klarsichtscheiben durch den nach unten zunehmenden Flüssigkeitsdruck in vertäglichen Grenzen bleiben. Die seitlichen Ränder liegen mit dem oberen Rand in einer Ebene. Eine Lagerung in einem Rahmen 43 ist deshalb nicht schwierig.
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Auch bei einem derartigen Fenster ist es sinnvoll, den Zu- und Abführungsschlauch 6 nach oben zu legen und zwischen den Klarsichtscheiben an ihrem oberen Rand Abstandhalter 4 anzuordnen. Die strah- lungsabsorbierende Flüssigkeit 8 kann bis zur Linie 9 abgesaugt werden. Die Pumpe 7 ist im unteren waag- rechten Teil des Rahmens 43 angeordnet. Der Schlauch 6 wird in den Rahmen 43 verlegt. Einzelheiten 5bezüglich der Entlüftung und der Pumpe können der Ausführung wie bei der Windschutzscheibe beschrie- ben entsprechen. Bei genügender Höhe des Fensters kann an die Stelle einer Unterdruckpumpe auch eine billigere Druckpumpe treten, da die Saugkraft aus der statischen Flüssigkeitshöhe dann ausreicht, die
Flüssigkeit bis zur Linie 9 abzusaugen.
Um die Vorteile, die sich aus der Absorption der Infrarotstrahlung ergeben, voll auszunutzen, ist es zweckmässig, hinter den Klarsichtscheiben 1 eine weitere Klarsichtscheibe 44 anzuordnen. Der Luftraum
45 ist ein guter Schutz gegen Wärmedurchgang. Ein derartiges Fenster ist ein ideales Isolierfenster im Som- mer und im Winter.
Ausser der hier beschriebenen Formgebung der Klarsichtscheiben können diese aus mancherlei Gründen auch anders geformt sein. Bei Fenstern kleinerer Grössen und besonders in waagrechter und schräger An- ordnung, z. B. als Oberlicht oder Dachfenster, genügt es, wenn man die Stärke der Klarsichtscheiben er- höht, um die Durchbiegung aus dem Flüssigkeitsdruck kleinzuhalten. Billiger ist es auch, die Klarsicht- scheiben nach einem gleichbleibenden Radius um die senkrechte Achse zu biegen. Dagegen ist es auf- wendig, wenn auch nicht ohne Vorteile, die Klarsichtscheiben zu wölben, z. B. in Buckel- oder Tonnen- form.
Bei allen gebogenen und geformten Klarsichtscheiben ist Voraussetzung, dass sie zur Gewährleistung von Parallelität an den aufeinanderliegenden Flächen gleichzeitig geformt werden.
Die Fig. 13-17 stellen eine Brille in Ansicht und Teilschnitten dar. Die Brille entspricht im Aufbau der Blendschutzeinrichtung gemäss dieser Erfindung. Die Lagerung der Klarsichtscheiben 1 erfolgt elastisch in dem Profil 46 (Fig. 14, 15) aus besonders elastischem Material. Das Profil 46 ist so ausgebildet, dass eine ringsum laufende Nase 47 zwischen die am Rand entsprechend geschliffenen Klarsichtscheiben 1 ragt. Zur besseren Abdichtung ist die Stärke der Nase 47 um soviel dicker, als die ausgeschliffene Nut 48 zwischen den Klarsichtscheiben ausgeführt, dass unter Berücksichtigung eines Arbeitsspieles zwischen den Klarsicht- scheiben die Nase immer noch einen Anpress- bzw. Abdichtungsdruck auf die Klarsichtscheiben ausübt.
Dabei kann der Druck von aussen durch ein federndes Schutzprofil 3 oder den Rahmen 49 oder von innen durch Unterdruck in der Flüssigkeit über die Klarsichtscheiben auf die Nase übertragen werden. Die Zu- führung der Flüssigkeit erfolgt durch den Schlauch 6 zweckmässig vom 3teg der Brille aus. Der Schlauch 6 ist in den Rahmen 49 verlegt. Die Schlauchenden 50 und 51 (Fig. 13) sind so zueinander bemessen und an- geordnet, dass bei Flüssigkeits-Zuführung beide Brillenseiten die gleiche Menge Flüssigkeit erhalten. In einem Brillenbügel 52 ist die Membranpumpe 7 angeordnet. Durch Drehen an der Stellschraube 53 lässt sich der Absorptionsgrad der Brille beliebig regulieren.
Zusätzlich können die Bügelenden 54 eine Auto- matik 55 enthalten, die die Flüssigkeitsmengen zwischen den Klarsichtscheiben entsprechend der jewei- ligen Strahlungsintensität selbsttätig reguliert. Da die maximal benötigten Flüssigkeitsmengen normaler
Brillen-Grössen sehr klein sind, würde sich eine derartig ausgerüstete Brille selbst bei kleinem Schlauch- querschnitt fast verzugsfrei wechselnder Strahlungsintensität angleichen. Der Schlauchquerschnitt des
Schlauches ist so bemessen, dass der Inhalt des Schlauches auf jeden Fall kleiner ist, als das maximale
Volumen der Flüssigkeit zwischen den Klarsichtscheiben. Dadurch wird es möglich, Luftblasen zwischen den Klarsichtscheiben in die Pumpe zu saugen.
Die Fig. n und 18 stellen einen Schnitt durch einen Schweissschutz dar. Die Arbeitsweise dieses
Schweissschutzes mit veränderlicher Strahlenabsorption entspricht gleichfalls der Blendschutzeinrichtung gemäss dieser Erfindung. Die Klarsichtscheiben 1 werden durch Abstandhalter 4 ohne äussere Dichtung 2 abgedichtet und die Flüssigkeit 8 wird über den Schlauch 6 in den Raum 56 geleitet. Die Abdichtung kann auch durch die Dichtung 2 erfolgen. In diesem Fall tritt die Flüssigkeit 8 durch den Schlauch 6 in den
Zwischenraum 56. Die Betätigung der Pumpe 7 erfolgt in Fig. 17 mechanisch, indem über den Hebel 21 die strahlungsabsorbierende Flüssigkeit 8 in die Pumpe 7 gesaugt wird.
Dabei bieger sich die Klarsichtscheiben 1 soweit zueinander durch, dass je nach Unterdruck in der Flüssigkeit 8 in der Mitte der Klarsichtscheiben 1 ein mehr oder weniger grosses ungeschwächtes Sichtfeld entsteht. Durch. Loslassen des Hebels 21 drückt die Membranpumpe 7 die Flüssigkeit 8 in kürzester Zeit wieder zwischen die Klarsichtscheiben 1. Der Normal-Zustand der mechanisch betätigten Schweissschutzschilde entsprechend dieser Erfindung ist also der Zustand grösster oder angenähert grösster Strahlungsabsorption. Erst bei Unterdruck in der Flüssigkeit 8 wird die Blendschutzeinrichtung kurzzeitig in der Mitte klarsichtig bzw. weniger strahlungsabsorbierend.
Dadurch wird es verhindert, dass ein Schweisser im Falle der bisher beschriebenen Hand-
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habungsart der Blendschutzeinrichtung (Normalzustand nicht absorbierend) in die ungeschwächten Strah- len des Lichtbogens od. dgl. sieht.
Fig. 18 zeigt eine Ausführung eines Schweissschutzes gemäss dieser Erfindung mit selbsttätiger Regu- lierung der Strahlungsabsorption. Hiebei ist der Normal-Zustand dei Blendschutzeinrichtung Klarsichtig- keit bzw. Nichtabsorption. Erst bei Stromfluss in der Spule 27 wird der Eisenkern 57 in die Spule gezogen und die Flüssigkeit 8 zwischen die Klarsichtscheiben 1 gedrückt. Bei Stromabfall wird die Flüssigkeit durch die Feder 32 wieder in die Pumpe 7 gesaugt. Der Stromfluss findet beim Elektroschweissen erst dann oder kurz vorher statt, wenn die Schweisselektrode zündet.
Die Stellschraube 35 ermöglicht eine Regulierung der Durchsichtigkeit in gewissen Grenzen entsprechend der individuell verschieden starken Sichtschärfen der Benutzer.
In den Fig. 19-36 werdenAusführungsbeispiele dargestellt mit verschiedenen Formen der Abdichtung,
Abstandhalter, Schutzprofile und Ausbildung der Klarsichtscheibenränder.
In Fig. 19 liegt die Dichtung 2 zwischen den Klarsichtscheiben 1. Durch den äusseren Druck 58, der auch indirekt über die Klarsichtscheiben durch Unterdruck in der Flüssigkeit erzielt werden kann, wird eine abdichtende Wirkung erzielt. Die Flüssigkeit 8 wird über die Stutzen 59 zu-bzw. abgeführt.
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Klarsichtscheiben 1 gepresst. Gleichzeitig haben die Profile b0 die Aufgabe, die Dichtungen und Klarsichtscheibenränder gegen zerstörende äussere Einflüsse zu sichern.
Fig. 21 zeigt die Anordnung der Dichtung 2 auf den Kopfflächen der Klarsichtscheiben 1. Durch den Druck 61 auf die Dichtung 2 in Richtung auf die Kopfflächen wird die Blendschutzeinrichtung abgedichtet.
In Fig. 22 verläuft die Dichtung 2 U-förmig um die Klarsichtscheiben. Das Schutz- und Anpresspro- fil 3 umschliesst die Dichtung 2. Das Schutz- und Anpressprofil 3 enthält ringsumlaufende, nach innen gerichtete Dichtungsrippen 62, die einen spezifisch hohen Anpressdruck auf die Dichtung 2 erzeugen. An der Dichtung 2 sind einzelne oder ringsumlaufende Abstandhalter 4 angeordnet, die zwischen die Klarsichtscheiben 1 reichen. Die Stärke der Abstandhalter 4 kann im Umfang zur Erzielung keilförmiger Anordnung der Klarsichtscheiben verschieden gross sein.
In Fig. 23 enthält die Dichtung (oder der Abstandhalter) seitliche Verstärkungen 63, die im wesentlichen ein Verrutschen der Dichtung bzw. des Abstandhalters zwischen die Klarsichtscheiben 1 verhindern.
Sind zwischen den Klarsichtscheiben Abstandhalter angeordnet, so können diese ein-oder mehrteilig sein und die Klarsichtscheiben ganz oder teilweise umschliessen. Wie die Abstandhalter zweckmässig ausgebildet werden, richtet sich nach den ihnen zugedachten Aufgaben oder den Erfordernissen. Sind die Klarsichtscheiben 1 z. B. keilförmig eingespannt angeordnet, so ist es zweckmässig, die Abstandhalter nur an ihrem oberen Rand vorzusehen. Ob sie ein-oder mehrteilig ausgeführt werden, richtet sich im wesentlichen danach, wie die Flüssigkeit zwischen die Klarsichtscheiben gelangen, ferner ob der keilförmige Raum (Fig. 1, 2) oberhalb der Linie 9 von der Flüssigkeit durchspült werden soll.
Ist das erforderlich und soll die Flüssigkeit von mehreren Stellen im Umfang von einem Flüssigkeitsverteilungsquerschnitt zwischen die Klarsichtscheiben gelangen, so muss der Abstandhalter mehrteilig ausgeführt werden. Die einzelnen Teilstücke werden mit Abstand voneinander montiert.
Ferner kann es wichtig sein, dass die Abstandhalter aus besonders elastischem Material bestehen, damit bei maximalem Unterdruck nur ein kleiner Restkeil von absorbierender Flüssigkeit zwischen den Klarsichtscheiben verbleibt. Das setzt aber unter Umständen voraus, dass das durch Anpressdruck auf die Dichtung die Abdichtung bewirkende Schutzprofil federnde Eigenschaften hat.
Ist es erforderlich, dass die Klarsichtscheiben bei zwischenliegender Dichtung oder zwischenliegen-
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Bei maximalem Unterdruck werden die elastischen Dichtungen 2 oder Abstandhalter soweit zusammengedrückt, dass die Klarsichtscheiben sich vollkommen aufeinanderlegen. Manchmal ist es vielleicht billiger, zum gleichen Zweck die Klarsichtscheibenränder zu verformen, z. B. zu kröpfen 67 oder zu wulsten 68 (Fig. 28 und 29). Ebenso liesse sich die Bedingung, dass die Klarsichtscheiben vollkommen klarsichtig werden, durch die in Fig. 30 dargestellte Lösung verwirklichen. Hier ist zwischen den Klarsichtscheiben 1 eine weitere KJarsichtscheibe 69 angeordnet. Die Klarsichtscheibe 69 lässt am Rand einen Spalt frei, in dem Dichtung 2 Platz findet.
Eine gute Lösung, wie die Flüssigkeit bei zwischen den Klarsichtscheiben angeordneter Dichtung zwischen die Klarsichtscheiben gelangen kann, wird in den Fig. 24-26, 28 und 30 dargestellt. Hier weisen
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die Dichtungen 2 einen Hohlraum 70 auf, durch den die Flüssigkeit über einen Zuführungsschlauch 6 an mehreren Stellen im Umfang zwischen die Klarsichtscheiben gelangt. Der Hohlraum 70 stellt eine Art
Flüssigkeitsverteilungsquerschnitt dar, der eine schnelle Absorptionsregelung der Blendschutzeinrichtung zulässt. Gleichzeitig könnte ein derartiger Hohlraum auch dazu dienen, die Dichtung oder die Abstand- i halter elastischer zu gestalten, oder durch Beaufschlagung mit einem gesonderten Druckmittel den Ab- stand der Klarsichtscheiben zu verändern bzw. den Abdichtungsdruck zu regulieren.
Durch mehrere ge- trennte im Umfang nebeneinanderliegende Drucksysteme lässt sich auch die Flüssigkeitsverteilung zwi- schen den Klarsichtscheiben beeinflussen bzw. verändern. Diese Ausführung versetzt den Fahrer in die
Lage, z. B. bei einer Ausführung der Blendschutzeinrichtung als Windschutzscheibe, dass er durch Regu-- lierung des Klarsichtscheiben-Abstandes links von ihm die Windschutzscheibe auf der linken Seite in der
Strahlenabsorption verändert. Diese Möglichkeit ist vor allem bei Nachtfahrten bedeutsam, da entgegen- kommende blendende Fahrzeuge abgeblendet werden, wogegen die eigene Fahrbahnseite in der Sicht un- geschwächt bleibt.
In den Fig. 24 und 27 sind die Ränder der Klarsichtscheiben zu dem Zweck abgeschrägt, dass an den
Schrägen 71 gleichgestaltete Dichtungen derart angreifen, dass im Falle der Fig. 24 bei zusammengehen- den Klarsichtscheiben Kraftkomponenten 72 entstehen, die die Klarsichtscheiben auseinander zu drücken suchen und im Falle der Fig. 27 bei auseinandergehendenKlarsichtscheiben Kraftkomponenten 73entstehen, die die Klarsichtscheiben zusammenzudrücken suchen. Diese Massnahmen haben den Zweck der zusätz- lichen Dichtung sowie einer Rückstellwirkung. Es ist z.
B. bei runden bis elliptischen Ausführungen einer
Blendschutzeinrichtung zweckmässig, die Dichtung aus Gummi oder einem älmlichen hochelastischen und alterungsbeständigen Material in der in Fig. 24 gestrichelt gezeichneten Form und Grösse 74herzustellen.
Durch Weiten auf den grösseren Umfang der Klarsichtscheiben erzeugt die Dichtung aus der Eigenspannung eine ausreichende Abdichtwirkung. Dabei können die Schenkel 75 in ungespanntem Zustand nach innen stehen, so dass sie nach dem Aufspannen zusätzlich eine abdichtende auf die Klarsichtscheiben gerichtete
Kraft erzeugen. Die Schrägen 71 stehen soweit auseinander, dass sie im aufgespannten Zustand die Klar- sichtscheiben etwas auseinanderdrücken. Bei Unterdruck in der Flüssigkeit legen sich die Klarsichtschei- ben aufeinander und erzeugen in den Schrägen 71 einen erhöhten Abdichtungsdruck. Dieselbe Wirkung er- gibt sich bei einer Ausführung gemäss Fig. 27 bei auseinandergehenden Klarsichtscheiben.
Reicht der auf eine Dichtung ausgeübte Anpressdruck für die Abdichtung nicht aus, so ist es zweck- mässig, gegebenenfalls auch zur Sicherheit, die Dichtung auf die Klarsichtscheiben zusätzlich zu kleben.
Das Kleben kann auch dort in Frage kommen, wo die Bindekraft zwischel Klarsichtscheiben und Dichtung, die in diesem Fall nicht unbedingt elastisch zu sein braucht, ausreicht, eine sichere Abdichtung zu ge- währleisten.
Eignet sich das Material der Klarsichtscheiben dazu, so können die Ränder der Klarsichtscheiben auch verschweisst bzw. organisch verbunden werden. Ferner kann der z. wisctlenrautr der Klarsichtscheiben Ja- durch abgedichtet werden,. dass zwischen die Klarsichtscheibe ein schmaler zusammenhängender Streifen eines Verbundmaterials, wie z. B. Folien aus Plexigum, Polyvinylacetat, Polyvinylbutyral od. dgl. ge- legt wird, der darauf mit den beiden Klarsichtscheiben verpresst wird. Durch die Verbundwirkung werden die Klarsichtscheiben abgedichtet.
Eine weitere Lösung, wie die Klarsichtscheiben gut abzudichten sind, ist in Fig. 31 dargestellt. Hier bestehen sie aus einem Verbundmaterial 76, dessen über den Rand der Klarsichtscheiben hervorragende Verbundfolien 77 miteinander verschweisst bzw. verklebt werden. Der Verbindungsschlauch 6, der aus einem ähnlichen Material wie die Folie 77 besteht, wird in der Folie 77, wie in Fig. 31 dargestellt, durch Schweissen oder Kleben befestigt.
Die Gestaltung des um die Klarsichtscheibenränder geführten Anpress-bzw. Schutzprofiles 3 muss nach verschiedenen Gesichtspunkten erfolgen. Verläuft zwischen dem Anpress-bzw. Schutzprofil 3 eine Dichtung 2, so ist es anzustreben, dass das Anpress- bzw. Schutzprofil gleichzeitig auf die Dichtung einen Anpressdruck ausübt. Da das Anpress- bzw. Schutzprofil gewissen Bewegunget der Klarsichbcheiben folgen muss, ergibt sich hieraus die Forderung, das Anpress- bzw. Schutzprofil aus federnd elastischem Material zu gestalten. Bei fest eingespannter Lagerung der Klarsichtscheiben genügt es, wenn das Anpress- bzw.
Schutzprofil aus einem steifen U-Profil besteht, das stramm über die Dichtung bzw. die Klarsichtscheibe gepresst wird.
Das Anpress-bzw. Schutzprofil muss den manchmal komplizierten Formen der Blendschutzeinrichtung, z. B. in Windschutzscheibenform, angepasst sein. Da ein solches U-förmiges Anpress- bzw. Schutzprofil teuer in der Herstellung ist sowie wegen der leichteren Montage, kann das Anpress- bzw. Schutzprofil entsprechend der in Fig. 32 dargestellten Ausführung hergestellt sein. Es setzt sich aus den zwei Winkel-
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teilen 78 und 79 zusammen, wobei bei der Montage der Winkel 78 in den Winkel 79 einrastet. Die vorher etwas nach innen stehenden Schenkel erzeugen nach dem Zusammenpressen einen Anpressdruck auf die Dichtung 2. Diese Ausführung des Anpress- bzw. Schutzprofiles hat lor allem auch den Vorteil, dass kein Umfangstoss vorhanden ist.
Bei Blendschutzeinrichtungen grosser Abmessungen, die auch erheblichen dynamischen Beanspruchungen unterworfen sind, wie z. B. die Windschutzscheiben von Kraftfahrzeugen, ist es auch zweckmässig, die Schenkel des Anpress- bzw. Schutzprofiles entsprechend Fig. 33 zu unterbrechen (80). Dadurch vermeidet man, dass im Umfang an keiner Stelle auf die Dichtung 2 ein Anpressdruck ausgeübt wird. U-förmige An- press-bzw. Schutzprofile werden zweckmässig mit zwei Stössen versehen, die an der breitesten Stelle der
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oLjsst :. verüeu naclgründen, da die Werkzeugkosten für ein kleineres Anpress- bzw. Schutzprofil wesentlich billiger sind, können im Umfang auch mehr als zwei Stösse vorgesehen sein.
Das Anpress-bzw. Schutzprofil kann auch aus Kunststoff, z. B. Hart-Polyvinylchlorid hergestellt sein, das sich mit nur einem Stoss, oder ohne Stoss um die Klarsichtscheiben montieren lässt.
Eine gute Lösung einer geeigneten Dichtung einschliesslich Anpress- bzw. Schutzprofil besteht darin, dass das U-förmige Anpress-bzw. Schutzprofil aus einzelnen nebeneinanderliegenden Stücken besteht, die in die Dichtung einvulkanisiert sind. Diese Lösung vereinfacht erheblich die Montage.
Die in Fig. 34 dargestellte Ausführungsart ist ebenfalls in der Montage sehr einfach. Hier besteht die
Dichtung 2 aus einer Dichtungsmasse, die in konsistenter bis weicher Form in das Schutzprofil 3 einge- bracht wird. Durch das Aufpressen auf die Klarsichtscheiben presst sich die Dichtungsmasse zwischen Schen- kel des Schutzprofiles und Klarsichtscheiben. Die Nocken 81 zentrieren das Schutzprofil beim Aufpressen.
Die Dichtungsmasse kann auch mit einer Presse in den Hohlraum zwischen Schutzprofil und Klarsichtschei- ben gepresst werden. In diesem Falle pressen die vorderen Kanten 82 des Schutzprofiles auf die Klarsicht- scheiben, damit hier keine Dichtungsmasse austritt. Als Dichtungsmassen sind besonders Materialien auf Thiokol-Basis geeignet. DieAbdichtung derKlarsichtscheibei, mittelseinerZwei-Komponenten-Dichtungs- masse kann auch ohne äusseres Schutzprofil erfolgen, wenn die Festigkeit dei Dichtungsmasse nach dem
Abbinden genügend gross ist. Dabei sollte das Material aber nicht spröde sein. Das Auftragen der Dich- tungsmasse kann z. B. mittels einer Spritzvorrichtung erfolgen oder sie wird auf ein bandförmiges Glasfasergewebe gleichmässig aufgetragen, das man um die Klarsichtscheiben legt.
In diesem Fall stellt das
Glasfasergewebe eine Art äusseren Schutz dar und erhöht die Festigkeit.
Es kann auch angebracht sein, z. B. bei einer Ausführung der Erfindung als Schweissschutz, dass die die Abdichtung bewirkenden Abstandhalter 4 (Fig. 17, 18) aus einer Dichtungsmasse im vorbeschriebenen Sinne bestehen. Besondere Beachtung ist bei einer Abdichtung mittels einer Dichtungsmasse der Flüssigkeitszuführung zu schenken. Um dem Flüssigkeitszuführungsstutzen, der aus Glas, Metall oder einem harten Kunststoff besteht, auf dem die Abdichtungsmasse gut haftet, einen guten Halt zu geben, ist es zweckmässig, wenn der Stutzen durch ein Stück, z. B. U-förmiges, Schutzprofil, das auf seinem Steg in der Mitte ein Schutzrohr aufweist, abgestützt wird.
Das Schutzprofil mit Schutzrohr wird mit derDichtungsmasse versehen und über den Stutzen gestülpt.
An Stelle eines besonderen Stutzens kann die Flüssigkeitszuführung auch direkt aus dem Stück Schutzprofil mit Schutzrohr bestehen.
Eine weitere Methode eine dichtende Wirkung zu erzielen, besteht darin, dass das Anpress-h/w.
Schutzprofil als Spannring 83 (Fig. 35) ausgebildet ist. Dabei kann der Spannring nach innen gerichtete, ringsumlaufende Dichtungsrippen b2 aufweisen, die die Dichtung 2 in entsprechende Rillen 84 der Klarsichtscheiben drücken. Eine ähnliche dichtende Wirkung wird in der in Fig. 36 gezeigten Form erreicht. Hier pressen die Spanndrähte 85 die Dichtung 2 in die Rillen 84 der Klarsichtscheiben. Den gleichen Zweck würde auch ein über die Dichtung gezogener Schrumpfschlauch erfüllen. Zur Befestigung der Blendschutzeinrichtung in einem Rahmen dienen einzelne oder umlaufende Anschläge 86 (Fig. 34).
Sollen die Klarsichtscheiben nach der Montage mit Abstand voneinander angeordnet sein, ohne dass sich zwischen ihnen Abstandhalter befinden, so ist das dadurch zu erreichen, dass man während der Montage auflösbare Abstandhalter verwendet. Hiezu eignet sich z. B. eine Folie aus Polyvinylalkohol, die sich in Wasser auflöst. Ebenso können bei der Montage später auflösbare oder durch den Schlauch 6 zu entfer- nende Mittel verwendet werden, die entlang der Peripherie der Klarsichtscheiben verlaufen, um bei einer Abdichtung mittels einer Dichtungsmasse einen Flüssigkeitsverteilungsquerschnitt zu schaffen.
Alle in dieser Beschreibung aufgeführten Einzelheiten können an allen Blendschutzeinrichtungen gemäss dieser Erfindung Anwendung finden.