Blendschutzeinrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge Die Erfindung betrifft eine Blendschutzeinrich- tung mit veränderlicher Strahlendurchlässigkeit, ins besondere für Kraftfahrzeuge mit Klarsichtscheiben, deren Abstand veränderbar ist und zwischen denen sich ein strahlenabsorbierendes Medium befindet, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenraum zwischen den Scheiben an eine Unterdruckquelle regelbar angeschlossen ist.
Es sind Blendschutzeinrichtungen bekannt ge worden, bei denen sich zwischen zwei Klarsichtschei ben ständig strahlenabsorbierende Flüssigkeit befin det. Es ist auch bekannt, die Strahlenabsorption der artiger Blendschutzeinrichtungen durch Abstandsän derung der Klarsichtscheiben zu regeln, wobei auf die Flüssigkeit ein überdruck ausgeübt wird.
Es ist weiterhin bekannt, eine Blendschutzein- richtung an Kraftfahrzeugen durch Fotozellen ein- und auszuschalten, sowie Polarisationsfilter als Blendschutzeinrichtungen zu verwenden.
Von diesen bekanntgewordenen Blendschutzein- richtungen hat sich bis heute keine durchgesetzt.
Die vorgenannten Blendschutzeinrichtungen mit strahlenabsorbierender Flüssigkeit haben unter ande rem den Nachteil, dass an der Peripherie der Klar sichtscheiben zur Erzielung einer Abstandsänderung und von Klarsichtigkeit besondere Druckvorrichtun gen benötigt werden. Bei im Verhältnis zur Klarsicht- scheibenstärke grossen Abmessungen der Blend- schutzeinrichtung (z.
B. in<B>-</B> Windschutzscheibenform) ergibt sich aus der Benutzung von Druckvorrichtun gen ferner der Nachteil, dass die Klarsichtscheiben bei schnellem Verdrängen der Flüssigkeit an der Peripherie aufeinanderliegen, bevor alle Flüssigkeit aus der Scheibenmitte abgeflossen ist. Dadurch bil den sich zwischen den Klarsichtscheiben sehr stö rende Flüssigkeitssäcke. Ausserdem besteht die Gefahr, dass durch den überdruck in der Flüssigkeit leicht Undichtigkeiten auftreten und die Flüssigkeit schnell ausläuft.
Die Erfindung ermöglicht eine Ausführungsform, bei der die Flüssigkeit schnell aus der Scheibenmitte verdrängt und die erwünschte veränderte Strahlen durchlässigkeit hier zuerst wirksam wird. Infolge des Unterdruckes kommt es dann nicht so leicht zu Un- dichtigkeiten und im Falle einer Undichtigkeit tritt dann wohl Luft ein, aber kaum Flüssigkeit aus.
In besonderen Ausführungsformen der Einrich tung können die Klarsichtscheiben in entspanntem Zustand,<B>d.</B> h. wenn auf die Flüssigkeit kein Druck oder Unterdruck ausgeübt wird, einen parallelen oder keilförmigen Spalt zwischen sich aufweisen. Bei zu nehmendem Unterdruck in der Flüssigkeit verformen sich dann die Klarsichtscheiben elastisch so, dass sie im Falle der parallelen Anordnung von der Mitte ausgehend klarsichtig werden. Ist der Spalt zwischen den Klarsichtscheiben von oben nach unten abneh mend keilförmig, so werden sie bei zunehmendem Unterdruck in der Flüssigkeit von unten beginnend nach oben klarsichtig.
Wird der Unterdruck in der Flüssigkeit vermindert, so vollzieht sich der Vorgang umgekehrt,<B>d.</B> h. die Klarsichtscheiben entspannen sich und werden im Falle der parallelen Anordnung vom Rand und im Falle der keilförmigen Anordnung von oben ausgehend in der Strahlendurchlässigkeit verändert.
Da der Unterdruck in der Flüssigkeit auf die<B>Ab-</B> dichtung und Dichtigkeit der Blendschutzeinrichtung einen günstigen Einfluss ausübt, ist es zweckmässig, die Flüssigkeit ständig unter Unterdruck zu halten und die Strahlendurchlässigkeit durch Änderung des Unterdruckbereiches innerhalb der Flüssigkeit zu regeln. Ein weiterer Vorteil der Verwendung von Unter druck bei der Blendschutzeinrichtung besteht in der Erhöhung der Festigkeit der Klarsichtscheiben, vor nehmlich bei Glasscheiben. Glas besitzt eine geringe Zug- und eine hohe Druckfestigkeit. Eine Zerstörung von Glas findet deshalb durchweg bei überschreitung der Zugfestigkeit statt.
Durch das nach innen Durch biegen erfahren die Klarsichtscheiben in den aussen liegenden Zonen eine Druckspannung und sind hier sozusagen vorgespannt. Die Zugfestigkeit wird in die sen Zonen um den Wert der Vorspannung erhöht. Das ist besonders bedeutsam für zerstörende äussere Einflüsse (wie z. B. gegen die Windschutzscheibe flie gende Steine), die durch eine örtliche überschreitung der Zugfestigkeit zu einer Zerstörung führen.
Die Blendschutzeinrichtung nach der Erfindung eignet sich besonders zur Verwendung an Kraftfahr zeugen, und zwar entweder als zusätzliche Einrich tung, z. B. in Form einer Sonnenblende innen oder aussen, die auch als Windabweiser für Schiebedächer ausgebildet sein kann oder als Windschutz-, Seiten- oder Heckscheibe.
In der Zeichnung sind beispielsweise einige Aus- führungsfonnen der erfindungsgemässen Einrichtung dargestellt, und zwar zeigen: Fig. <B>1-3</B> Ansicht und Schnitte einer Blendschutz- einrichtung in Windschutzscheiben-Ausführung; Fig. 4 eine Membranpumpe im Schnitt; Fig. <B>5</B> und<B>6</B> Vorderansicht und Seitenansicht ün Schnitt einer Blendschutzeinrichtung als Sonnen blende im Kraftfahrzeug einschliesslich Pumpe;
Fig. <B>7</B> und<B>8</B> Klarsichtscheiben im Schnitt mit Flüssigkeitsverteilungsquerschnitt; Fig. <B>9</B> einen Rückblickspiegel im Schnitt; Fig. 10-12 ein Isoherfenster in Ansicht, Seiten ansicht und Grundriss; Fig. <B>13-16</B> eine Brille in Ansicht und Schnitten einschliesslich Merabranpumpe;
Fig. <B>17</B> und<B>18</B> einen Schweissschutz im Schnitt und Fig. <B>19-36</B> Klarsichtscheiben im Schnitt mit ver schiedenen Formen der Abdichtung, Abstandhalter, Schutzprofile und Klarsichtscheibenränder.
Die in Fig. <B>1</B> und 2 dargestellte Blendschutzein- richtung in Windschutzscheibenform (Fig. <B>1</B> in An sicht, Fig. 2 im Schnitt) besteht aus den Klarsicht scheiben<B>1,</B> der diese umgebenden Dichtung 2 und dem Schutzprofil<B>3.</B> Die Klarsichtscheiben<B>1</B> sind durch das Schutzprofil<B>3</B> fest eingespannt gelagert; die Anordnung der Klarsichtscheiben<B>1</B> zueinander ist keilförmig. Durch Abstandhalter 4 bilden die Klarsichtscheiben einen von oben nach unten abneh menden Keil<B>5</B> zwischen sich.
Der flexible, gegen ge ringen Unterdruck gesicherte Schlauch<B>6</B> verbindet die Membranpumpe <B>7</B> mit der Blendschutzeinrich- tung. Die strahlungsabsorbierende Flüssigkeit<B>8,</B> die sich in dem Keil<B>5</B> zwischen den Klarsichtscheiben<B>1</B> befindet, wird durch Unterdruck in der Membran- pumpe <B>7</B> abgesaugt.
Entsprechend dem Unterdruck in der Membranpumpe <B>7</B> wirkt auf die Klarsicht- scheiben ein äusserer Druck, der sie soweit nach in nen durchbiegt, dass sie sich aufeinanderlegen. Die Flüssigkeit<B>8</B> wird dabei nach oben etwa bis zur ge dachten Linie<B>9</B> verdrängt. über der Linie<B>9</B> verbleibt ein absorbierender Restkeil. Bei geringem Unter druck wird der Flüssigkeitskeil zwischen den Klar sichtscheiben wieder grösser, <B>d.</B> h. die Linie<B>9</B> rückt weiter nach unten. Zwischen den Klarsichtscheiben verbleibt bei abgesaugter Flüssigkeit ein Flüssigkeits film, der so dünn ist, dass eine merkliche Absorption nicht mehr stattfindet.
Der übergang zu stärkerer Absorption in Höhe der Linie<B>9</B> erfolgt übergangslos.
In Fig. <B>3</B> ist ein Detail der Blendschutzeinrichtung in Windschutzscheibenform im Schnitt sowie die An ordnung im Kraftfahrzeug dargestellt. Die Blend- schutzeinrichtung liegt mit dem Schutzprofil<B>3</B> in einem Einfassprofil <B>10</B> aus Gummi oder einem ähnli chen Material, das, wie im Kraftfahrzeugbau üblich, die Blendschutzeinrichtung in der Karosserie<B>11</B> be festigt.
Der Schlauch<B>6</B> verläuft durch den hohlen Rahmen der Karosserie<B>11</B> zur Pumpe<B>7.</B> An der höchsten Stelle des Flüssigkeitssystems, zweckmässig an der Eintrittsstelle des Schlauches<B>6</B> in die Karos serie<B>11,</B> ist ein Entlüftungs- bzw. Befüllungsschlauch 12 vorgesehen. Dieser Schlauch kann aber auch an anderer Stelle liegen, z. B. im höchsten Punkt der Membranpumpe <B>7.</B>
Dadurch, dass der Schlauch<B>6</B> durch einen hohlen Rahmen verläuft, ist es erforderlich, dass Klarsieht- scheiben <B>1</B> und Pumpe<B>7</B> getrennt montiert werden. Die Schlauchenden<B>13,</B> Fig. 4, sind durch Stopfen 14 gegen Verschmutzung gesichert. Die Klemmen<B>15</B> und<B>16</B> schliessen die Schlauchenden dicht ab.
Die Kupplung der Schlauchenden, bei der keine Flüssig keit austreten oder Luft angesaugt werden darf, er folgt nach Entfernung der Stopfen 14 mittels eines Verbindungsstückes<B>17.</B> Die nach dem Kuppeln zwi schen den Klemmen<B>15</B> und<B>16</B> befindliche Luft wird nach Lösen der Klemme<B>16</B> in die Pumpe<B>7</B> geleitet, wo sie durch den Entlüftungs- und Befüllungs- schlauch 12 abgelassen werden kann. Nach der Ent lüftung kann die Klemme<B>15</B> entfernt werden, wodurch die Blendschutzeinrichtung betriebsbereit wird.
Die Entlüftung im Entlüftungs- bzw. Befül- lungsschlauch 12 geht wie folgt vor sich- Die unter der Klemme<B>18</B> befindliche Luft wird nach Lösen der Klemme<B>18</B> in den Raum darüber geleitet. Soll die Luft, die sich zwischen Klemme<B>18</B> und Stopfen 14 befindet, verdrängt werden, so ge schieht das bei überdruck in der Pumpe<B>7</B> nach Ent fernung des Stopfens 14 durch leichtes Lösen der Klemme<B>18.</B> Bei Unterdruck wird die Luft durch Zu führung von Flüssigkeit von aussen verdrängt.
In Fig. 4 ist eine Membranpumpe im Schnitt dar gestellt. Sie besteht im wesentlichen aus den beiden Membranen<B>19,</B> dem Befestigungsbügel 20, dem Be tätigungshebel 21 und den beiden Führuncrsrohren 22. Der Hebel 21 ist in der Membranpumpe drehbar gelagert und wird bei der Hin- und Herbewegung durch die beiden Führungsrohre 22 geführt. Durch eine zusätzliche Drehbewegung rastet das abgeflachte Gewinde<B>23,</B> Schnitt<B>AA,</B> in die Feder 24 ein.
Da durch wird es möglich, dass entsprechend der Anzahl von Gewindegängen pro Hub gleich viele unter schiedliche Absorptionswerte der Blendschutzein- richtung erzielt werden. Für diese abgestufte Einstell- möglichkeit gibt es zahlreiche weitere Möglichkeiten. So kann z. B. an die Stelle der Feder 24 eine Mutter treten, die entsprechend dem abgeflachten Gewinde des Hebels eine Hin- und Herbewegung zulässt und bei einer Drehbewegung den Hebel 21 durch Einra sten der Gewindegänge festsetzt.
Abgestufte Absorp tionsgrade kann man ferner durch entsprechend an geordnete Ratschen, ineinandergreifende gezahnte Scheiben, einrastende Zahnstangen, Rundglieder- schnüre usw. erhalten. Stufenlose Einstellmöglichkei- ten können erzielt werden durch Reibkupplungen, Bremsen oder selbsthemmende Führungen des Hebels 21.
In den Fig. <B>5</B> und<B>6</B> ist die Blendschutzeinrichtung als bewegliche Sonnenblende in einem Kraftfahrzeug dargestellt. Die Klarsichtscheiben<B>1</B> sind elastisch eingespannt gelagert.
Zwischen den Klarsichtscheiben<B>1</B> befindet sich eine strahlenabsorbierende Flüssigkeit<B>8.</B> Direkt im Anschluss an die Klarsichtscheiben<B>1</B> ist an ihrem oberen Rand eine Pumpe<B>7</B> angeordnet. Der Kolben <B>25</B> regelt den Abstand der Klarsichtscheiben<B>1</B> und somit die Strahlendurchlässigkeit der Blendschutzein- richtung. Es ist hierbei an eine automatische Betäti gung gedacht, die wie folgt arbeitet: Die Kolben stange<B>26</B> ist als Weicheisenkern der Spule<B>27</B> ausge bildet und wird bei Stromfluss entsprechend der Stromstärke hineingezogen.
Dabei fördert der Kolben <B>25</B> die strahlenabsorbierende Flüssigkeit<B>8</B> über den Flüssigkeitsverteilungsquerschnitt <B>28</B> zwischen die Klarsichtscheiben<B>1.</B> Die Stromstärke der Spule<B>27</B> kann in Abhängigkeit zu der Strahlenintensität ste hen, so dass die Blendschutzeinrichtung stets eine der Strahlenintensität angepasste Strahlenabsorption er hält. Die mit der Spule<B>27</B> erzeugte Kraft muss gross genug sein, um die Federkraft der Feder<B>32</B> zu -über winden. Die Feder<B>32</B> hat die Aufgabe, den Kolben <B>25</B> bei Stromabfall zurückzuziehen. Dabei saugt der Kolben<B>25</B> die Flüssigkeit<B>8</B> aus dem Raum zwischen den Klarsichtscheiben wieder in die Pumpenkammer 34.
Der Federraum<B>33</B> ist gleichzeitig der Ausgleichs raum für Temperaturschwankungen.
Die Endstellung des Kolbens<B>25</B> ist bei Stromab fall dann erreicht, wenn die Klarsichtscheiben aufein- anderliegen. Eine verbleibende Restkraft in der Feder<B>32</B> hält die Flüssigkeit<B>8</B> bei Klarsichtigkeit ständig unter Unterdruck. Der verbleibende Flüssig keitsfilm zwischen den Klarsichtscheiben ist so dünn, dass er nicht mehr wahrnehmbar ist.
Die Klarsichtscheib2n <B>1</B> sind, bei dem hier ange führten Beispiel mit parallelem Spalt (Fig. <B>6, 7</B> und<B>8)</B> an der Peripherie elastisch eingespannt, so gelagert, dass bei zunehmendem Unterdruck in der Flüssigkeit die Klarsichtscheiben von der Mitte ausgehend klar- sichtig werden. Die Verbindung<B>29</B> in Fig. <B>6</B> und<B>8</B> der beiden Klarsichtscheiben an der Peripherie kann durchgehend aus gleichem Material wie die Klar sichtscheiben bestehen oder bei ausreichender Dich tung 2, Fig. <B>7</B> und<B>8</B> angeschrägt sein, um die Flüssig keit gut zwischen die Klarsichtscheiben zu leiten und um die Abdichtung zu erleichtern.
Ausserdem unter stützt (als Keilwirkung) die Anschrägung das Ausein- anderbringen der Klarsichtscheiben. Dem Druckaus gleich und Flüssigkeitstransport dienen die innen an geordneten Rinnen<B>3 1,</B> Fig. <B>5.</B>
Ordnet man, wie in Fig. <B>5</B> dargestellt, eine Stell schraube<B>35</B> an, so ermöglicht es diese, den Kolben hub zu begrenzen und somit die Flüssigkeitsstärke zwischen den Klarsichtscheiben auf einen individuel len Höchstwert zu bemessen.
Soll die Blendschutzeinrichtung nur teilweise strahlenabsorbierend wirken, z. B. derart, dass sie unterhalb der gedachten Linie<B>37,</B> Fig. <B>5</B> klarsichtig bleibt, so können Klammern<B>36,</B> Fig. <B>5</B> und<B>6</B> die Klarsichtscheiben im unteren Bereich festklemmen und an einer Abstandsänderung hindern. Dadurch würde in der hier gezeigten Form die eigene Fahr bahnseite klarsichtig und somit in der Sicht unge schwächt bleiben, während entgegenkommende Fahrzeuge abgeblendet wirken würden. Würde man den unteren Rand der Blendschutzeinrichtung fest klemmen, so verliefe der Spalt zwischen den Klar sichtscheiben von oben nach unten abnehmend keil förmig.
Entsprechend nimmt dann auch die Strahlen absorption ab, und zwar liesse sich die Blendschutz- einrichtung von oben ausgehend beliebig weit nach unten in der Strahlenabsorption verändern. Beson ders brauchbar ist eine so eingerichtete Blendschutz- einrichtung, bei grellem Tageslicht.
<B>C</B> In Fig. <B>9</B> ist ein Aussen- oder Innenrückblick- spiegel dargestellt, der nach dem Prinzip dieser Er findung kontinuierlich entsprechend der Strahlenin tensität abgeblendet werden kann. Hinter der Klar sichtscheibe<B>38</B> befindet sich eine prismenförmige Scheibe<B>39,</B> die auch aus klarem Material besteht und auf der Rückseite mit einem Spiegelbelag 40 verse hen ist. Die Prismenscheibe steht in Verbindung mit einer Rückholvorrichtung 41, die elektrisch regelbar ist. Den leeren Raum des Gehäuses 42 füllt die strah lenabsorbierende Flüssigkeit<B>8</B> aus.
Spricht nun die Rückholvorrichtung 41 bei Blendung an, so tritt zwi schen die Klarsichtscheibe<B>39</B> die strahlenabsorbie rende Flüssigkeit<B>8</B> und wirkt abblendend.
Eine Prismenscheibe <B>39</B> wurde gewählt, damit keine Doppelspiegelungen auftreten können (Fig. <B>9).</B> Das Absetzen der Prismenscheibe von der Klarsicht scheibe kann natürlich auch durch die Flüssigkeit selbst erfolgen, wie auch die Prismenscheibe an die Stelle der Klarsichtscheibe treten kann.
Auf vorhandene Rückblickspiegel könnte man ein Gerät aufsetzen, das, wie bei der Blendschutzein- richtung beschrieben, aus zwei Klarsichtscheiben be steht und ebenso aufgebaut ist. Ebenso können auch alle vorher beschriebenen Einzelheiten für Abblend- spiegel Anwendung finden.
Die Fig. 10-12 stellen ein Fenster grösserer<B>Ab-</B> messungen in Ansicht, Draufsicht und Seitenansicht jeweils im Schnitt dar. Das Fenster ist in allen Ein zelheiten entsprechend der Blendschutzeinrichtung gemäss der Erfindung ausgeführt. Die Klarsichtschei ben<B>1</B> sind fest eingespannt gelagert. Ihr oberer Rand verläuft gerade oder nur leicht gebogen. Nach unten sind die Klarsichtscheiben<B>1</B> zunehmend gebogen ausgeführt. Hierdurch wird das Widerstandsmoment um die waagerechte Achse nach unten grösser, so dass die Durchbiegungen der Klarsichtscheiben durch den nach unten zunehmenden Flüssigkeitsdruck in verträglichen Grenzen bleiben. Die seitlichen Ränder liegen mit dem oberen Rand in einer Ebene.
Eine Lagerung in einem Rahmen 43 ist deshalb nicht schwierig.
Auch bei einem derartigen Fenster ist es sinnvoll, den Zu- und Abführungsschlauch <B>6</B> nach oben zu legen und zwischen den Klarsichtscheiben an ihrem oberen Rand Abstandhalter 4 anzuordnen. Die strah lungsabsorbierende Flüssigkeit<B>8</B> kann bis zur Linie<B>9</B> abgesaugt werden. Die Pumpe<B>7</B> ist im unteren waa gerechten Teil des Rahmens 43 angeordnet. Der Schlauch<B>6</B> wird in den Rahmen 43 verlegt. Einzel heiten bezüglich der Entlüftung und der Pumpe kön nen der Ausführung wie bei der Windschutzscheibe beschrieben entsprechen. Bei genügender Höhe des Fensters kann an die Stelle einer Unterdruckpumpe auch eine billigere Druckpumpe treten, da die Saug kraft aus der statischen Flüssigkeitshöhe dann aus reicht, die Flüssigkeit bis zur Linie<B>9</B> abzusaugen.
Um die Vorteile, die sich aus der Absorption der Infrarotstrahlung ergeben, voll auszunutzen, ist es zweckmässig, hinter den Klarsichtscheiben<B>1</B> eine weitere Klarsichtscheibe 44 anzuordnen. Der Luft raum 45 ist ein guter Schutz gegen Wärmedurch gang Ein derartiges Fenster ist ein ideales Isolierfen- ster im Sommer und im Winter.
Ausser der hier beschriebenen Formgebung der Klarsichtscheiben können diese aus mancherlei Gründen auch anders geformt sein. Bei Fenstern kleinerer Grössen und besonders in waagerechter und schräger Anordnung z. B. als Oberlicht oder Dach fenster genügt es, wenn man die Stärke der Klarsieht- scheiben erhöht, um die Durchbiegung aus dem Flüs sigkeitsdruck kleinzuhalten. Billiger ist es auch, die Klarsichtscheiben nach einem gleichbleibenden Radius um die senkrechte Achse zu biegen. Dagegen ist es aufwendig, wenn auch nicht ohne Vorteile, die Klarsichtscheiben zu wölben, z. B. in Buckel- oder Tonnenforin.
Bei allen gebogenen und geformten Klarsicht scheiben ist Voraussetzung, dass sie zur Gewährlei stung von Parallelität an den aufeinanderliegenden Flächen gleichzeitig geformt werden.
Die Fig. <B>13-17</B> stellen eine Brille in Ansicht und Teilschnitten dar. Die Brille entspricht im Aufbau der Blendschutzeinrichtung gemäss dieser Erfindunor. Die <B>C</B> Lagerung der Klarsichtscheiben<B>1</B> erfolgt elastisch in dem Profil 46 Fig. 14,<B>15</B> aus besonders elastischem Material. Das Profil 46 ist so ausgebildet, dass eine ringsum laufende Nase 47 zwischen die am Rand entsprechend geschliffenen Klarsichtscheiben<B>1</B> ragt.
Zur besseren Abdichtung ist die Stärke der Nase 47 um soviel dicker, als die ausgeschliffene Nute 48 zwi schen den Klarsichtscheiben ausgeführt, dass unter Berücksichtigung eines Arbeitsspieles zwischen den Klarsichtscheiben die Nase ünmer noch einen An- press- bzw. Abdichtungsdruck auf die Klarsichtschei ben ausübt. Dabei kann der Druck von aussen durch ein federndes Schutzprofil<B>3</B> oder den Rahmen 49 oder von innen durch Unterdruck in der Flüssigkeit über die Klarsichtscheiben auf die Nase übertragen werden. Die Zuführung der Flüssigkeit erfolgt durch den Schlauch<B>6</B> zweckmässig vom Steg der Brille aus. Der Schlauch<B>6</B> ist in den Rahmen 49 verlegt.
Die Schlauchenden<B>50</B> und<B>51,</B> Fig. <B>13</B> sind so zueinander bemessen und angeordnet, dass bei Flüssigkeits-Zu- führung beide Brillenseiten die gleiche Menge Flüs sigkeit erhalten. In einem Brillenbügel<B>52</B> ist die Membranpumpe <B>7</B> ang geordnet. Durch Drehen an der Stellschraube<B>53</B> lässt sich der Absorptionsgrad der Brille beliebig regulieren.
Zusätzlich können die Bügelenden 54 eine Automatik<B>55</B> enthalten, die die Flüssigkeitsmenge zwischen den Klarsichtscheiben entsprechend der jeweiligen Strahlungsintensität selbsttätig reguliert. Da die max. benötigten Flüssig keitsmengen normaler Brillen-Grössen sehr klein sind, würde sich eine derartig ausgerüstete Brille selbst bei kleinem Schlauchquerschnitt fast verzugs frei wechselnder Strahlungsintensität angleichen. Der Schlauchquerschnitt des Schlauches ist so bemessen, dass der Inhalt des Schlauches auf jeden Fall kleiner ist, als das max. Volumen der Flüssigkeit zwischen den Klarsichtscheiben. Dadurch wird es möglich, Luftblasen zwischen den Klarsichtscheiben in die Pumpe zu saugen.
Die Fig. <B>17</B> und<B>18</B> stellen einen Schnitt durch einen Schweissschutz dar. Die Arbeitsweise dieses Schweissschutzes mit veränderlicher Strahlenabsorp tion entspricht gleichfalls der Blendschutzeinrichtung gemäss dieser Erfindung. Die Klarsichtscheiben<B>1</B> werden durch Abstandhalter 4 ohne äussere Dichtung 2 abgedichtet und die Flüssigkeit<B>8</B> wird über den Schlauch<B>6</B> in den Raum<B>56</B> -eleitet. Die Abdichtung kann auch durch die Dichtung 2 erfolgen.
In diesem Fall tritt die Flüssigkeit<B>8</B> durch den Schlauch<B>6</B> in den Zwischenraum<B>56.</B> Die Betätigung der Pumpe<B>7</B> erfolgt in der Fig. <B>17</B> mechanisch, indem über den Hebel 21 die strahlungsabsorbierende Flüssigkeit<B>8</B> in die Pumpe<B>7</B> gesaugt wird. Dabei biegen sich die Klarsichtscheiben<B>1</B> soweit zueinander durch, dass<B>je</B> nach Unterdruck in der Flüssigkeit<B>8</B> in der Mitte der Klarsichtscheiben<B>1</B> ein mehr oder weniger grosses ungeschwächtes Sichtfeld entsteht.
Durch Loslassen des Hebels 21 drückt die Membranpumpe <B>7</B> die Flüs sigkeit<B>8</B> in kürzester Zeit wieder zwischen die Klar sichtscheiben<B>1.</B> Der Normalzustand der mechanisch betätigten Schweissschutzschilde entsprechend dieser Erfindung ist also der Zustand grösster oder angenä hert grösster Strahlungsabsorption. Erst bei Unter druck in der Flüssigkeit<B>8</B> wird die Blendschutzein- richtung kurzzeitig in der Mitte klarsichtig bzw. weni ger strahlungsabsorbierend.
Dadurch wird verhindert, dass ein Schweisser im Falle der bisher beschriebe nen Handhabungsart der Blendschutzeinrichtung (Normalzustand nicht absorbierend) in die unge schwächten Strahlen des Lichtbogens oder dgl. sieht.
Fig. <B>18</B> zeigt eine Ausführung eines Schweiss- schutzes gemäss dieser Erfindung mit selbsttätiger Regulierung der Strahlungsabsorption. Hierbei ist der Normalzustand der Blendschutzeinrichtung Klarsich- tigkeit bzw. Nichtabsorption. Erst bei Stromfluss in der Spule<B>27</B> wird der Eisenkern<B>57</B> in die Spule ge zogen und die Flüssigkeit<B>8</B> zwischen die Klarsicht scheiben<B>1</B> gedrückt. Bbi Stromabfall wird die Flüs sigkeit durch die Feder<B>32</B> wieder in die Pumpe<B>7</B> ge saugt.
Der Stromfluss findet beim Elektroschweissen erst dann oder kurz vorher statt, wenn die Schweiss- elektrode zündet.
Die Stellschraube<B>35</B> ermöglicht eine Regulierung der Durchsichtigkeit in gewissen Grenzen entspre chend der individuell verschieden starken Sichtschär fen der Benützer.
In den Fig. <B>19-36</B> werden Ausführungsbeispiele dargestellt mit verschiedenen Formen der Abdich tung, der Abstandhalter, der Schutzprofile und der Ausbildung der Klarsichtscheibenränder.
In Fig. <B>19</B> liegt die Dichtung 2 zwischen den Klarsichtscheiben<B>1.</B> Durch den äusseren Druck<B>58,</B> der auch indirekt über die Klarsichtscheiben durch Unterdruck in der Flüssigkeit erzielt werden kann, wird eine abdichtende Wirkung erzielt. Die Flüssig keit<B>8</B> wird über die Stutzen<B>59</B> zu- bzw. abgeführt.
In Fig. 20 besteht die Dichtung aus<B>3</B> Dichtungs streifen, die aussen an jeder Klarsichtscheibe entlang der Peripherie verlaufen. Durch die Schutz- bzw. An- pressprofile <B>60</B> werden die Dichtungen gegen die Klarsichtscheiben<B>1</B> gepresst. Gleichzeitig haben die Profile<B>60</B> die Aufgabe, die Dichtungen und Klar- sichtscheibenränder gegen zerstörende äussere Ein flüsse zu sichern.
Fig. 21 zeigt die Anordnung der Dichtung 2 auf den Kopf-Flächen der Klarsichtscheiben<B>1.</B> Durch den Druck<B>61</B> auf die Dichtung 2 in Richtung auf die Kopfflächen wird die Blendschutzeinrichtung abge dichtet.
In Fig. 22 verläuft die Dichtung 2 U-förmig um die Klarsichtscheiben. Das Schutz- und Anpressprofil <B>3</B> enthält ringsumlaufende nach innen gerichtete Dichtungsrippen <B>62,</B> die einen spezifisch hohen An- pressdruck auf die Dichtung 2 erzeugen. An der Dichtung 2 sind einzelne oder ringsumlaufende <B>Ab-</B> standhalter 4 angeordnet, die zwischen die Klarsicht scheiben<B>1</B> reichen. Die Stärke der Abstandhalter 4 kann im Umfang zur Erzielung keilförmiger Anord nung der Klarsichtscheiben verschieden gross sein.
In Fig. <B>23</B> enthält die Dichtung (oder der<B>Ab-</B> standhalter) seitliche Verstärkungen<B>63,</B> die im wesentlichen ein Verrutschen der Dichtung bzw. des Abstandhalters zwischen die Klarsichtscheiben<B>1</B> ver hindern.
Sind zwischen den Klarsichtscheiben Abstandhal ter angeordnet, so können diese ein- oder mehrteilig sein und die Klarsichtscheiben ganz oder teilweise umschliessen. Wie die Abstandhalter zweckmässig ausgebildet werden, richtet sich nach den ihnen zuge dachten Aufgaben oder Erfordernissen. Sind die Klarsichtscheiben<B>1</B> z. B. keilförmig eingespannt an geordnet, so ist es zweckmässig, die Abstandhalter nur an ihrem oberen Rand vorzusehen.<B>Ob</B> sie ein- oder mehrteilig ausgeführt werden, richtet sich im wesentlichen danach, wie die Flüssigkeit zwischen die Klarsichtscheiben gelangt, ferner danach, ob der keil förmige Raum Fig. <B>1,</B> 2 oberhalb der Linie<B>9</B> von der Flüssigkeit durchspült werden soll.
Ist das erforder lich und soll die Flüssigkeit von mehreren Stellen im Umfang von einem Flüssigkeitsverteilungsquerschnitt zwischen die Klarsichtscheiben gelangen, so muss der Abstandhalter mehrteilig ausgeführt werden. Die ein zelnen Teil.stücke werden mit Abstand voneinander montiert.
Ferner kann es wichtig sein, dass die Abstandhal ter aus besonders elastischem Material bestehen, da mit bei max. Unterdruck nur ein kleiner Restkeil von absorbierender Flüssigkeit zwischen den Klarsicht scheiben verbleibt. Das setzt aber unter Umständen voraus, dass das durch Anpressdruck auf die Dich tung die Abdichtung bewirkende Schutzprofil federnde Eigenschaften hat.
Ist es erforderlich, dass die Klarsichtscheiben bei zwischenliegender Dichtung oder zwischenliegenden Abstandhaltern vollkommen Idarsichtig werden, so können Dichtung oder Abstandhalter wie in Fig. 24-26 dargestellt, in Vertiefungen 64, Ausspa rungen<B>65,</B> Abschrägungen <B>66</B> oder dergl. angeordnet sein. Bei max. Unterdruck werden die elastischen Dichtungen 2 oder Abstandhalter soweit zusammen gedrückt, dass die Klarsichtscheiben sich vollkom men aufeinanderlegen. Manchmal ist es vielleicht billiger, zum gleichen Zweck die Klarsichtscheiben- ränder zu verformen, z.
B. zu kröpfen<B>67</B> oder zu wulsten<B>68,</B> Fig. <B>28</B> und<B>29.</B> Ebenso liesse sich die Bedingung, dass die Klarsichtscheiben<U>vollkommen</U> klarsichtig werden, durch die in Fig. <B>30</B> dargestellte Lösung verwirklichen. Hier ist zwischen den Klar sichtscheiben<B>1</B> eine weitere Klarsichtscheibe<B>69</B> an geordnet. Die Klarsichtscheibe<B>69</B> lässt am Rand einen Spalt frei, in dem die Dichtung 2 Platz findet.
Eine gute Lösung, wie die Flüssigkeit bei zwi schen den Klarsichtscheiben angeordneter Dichtung zwischen die Klarsichtscheiben gelangen kann, wird in den Fig. 24-26,<B>28</B> und<B>30</B> dargestellt. Hier wei sen die Dichtungen 2 einen Hohlraum<B>70</B> auf, durch den die Flüssigkeit über einen Zuführungsschlauch<B>6</B> an mehreren Stellen im Umfang zwischen die Klar sichtscheiben gelangt. Der Hohlraum<B>70</B> stellt eine Art Flüssigkeitsverteilungsquerschnitt dar, der eine schnelle Absorptionsregelung der Blendschutzein- richtung zulässt.
Gleichzeitig könnte ein derartiger Hohlraum auch dazu dienen, die Dichtung oder die Abstandhalter elastischer zu gestalten, oder durch Beaufschlagung mit einem gesonderten Druckmittel den Abstand der Klarsichtscheiben zu verändern, bzw. den Abdichtungsdruck zu regulieren. Durch mehrere getrennte, im Umfang nebeneinanderlie- Er - "ende Drucksysteme lässt sich auch die Flüssigkeits verteilung zwischen den Klarsichtscheiben beeinflus sen bzw. verändern.
Diese Ausführung versetzt einen in die Lage, z.B. bei einer Ausführung der Blend- schutzeinrichtung als Windschutzscheibe, dass der Fahrer durch Regulierung des Klarsichtscheiben-Ab- standes links von ihm die Windschutzscheibe auf der linken Seite in der Strahlenabsorption verändert. Diese Möglichkeit ist vor allem bei Nachtfahrten be deutsam, da entgegenkommende blendende Fahr zeuge abgeblendet werden, wogegen die eigene Fahr bahnseite in der Sicht ungeschwächt bleibt.
In den Fig. 24 und<B>27</B> sind die Ränder der Klar sichtscheiben zu dem Zweck abgeschrägt, dass an den Schrägen<B>71</B> gleichgestaltete Dichtungen derart an greifen, dass im Falle der Fig. 24 bei zusammenge henden Klarsichtscheiben Kraftkomponenten<B>72</B> ent stehen, die die Klarsichtscheiben auseinanderzudrük- ken suchen und im Falle der Fig. <B>27</B> bei auseinander- gehenden Klarsichtscheiben Kraftkomponenten<B>73</B> entstehen, die die Klarsichtscheiben zusammenzu drücken suchen.
Diese Massnahmen haben den Zweck der zusätzlichen Dichtung sowie einer Rück- stellwirkung. Es ist z. B. bei runden bis elliptischen Ausführungen einer Blendschutzeinrichtung zweck- mässig, die Dichtung aus Gummi oder einem ähnli chen hochelastischen und alterungsbeständigem Material in der in Fig. 24 gestrichelt gezeichneten Form und Grösse 74 herzustellen.
Durch Weiten auf den grösseren Umfang der Klarsichtscheiben erzeugt die Dichtung aus der Eigenspannung eine ausrei chende Abdichtwirkung. Dabei können die Schenkel <B>75</B> in ungespanntem Zustand nach innen stehen, so dass sie nach dem Aufspannen zusätzlich eine ab dichtende auf die Klarsichtscheiben gerichtete Kraft erzeugen. Die Schrägen<B>71</B> stehen soweit auseinan der, dass sie im aufgespannten Zustand die Klarsieht- scheiben etwas auseinanderdrücken. Bei Unterdruck in der Flüssigkeit legen sich die Klarsichtscheiben aufeinander und erzeugen in den Schrägen<B>71</B> einen erhöhten Abdichtungsdruck.
Dieselbe Wirkung ergibt sich bei einer Ausführung gemäss Fig. <B>27,</B> bei aus- einandergehenden Klarsichtscheiben.
Reicht der auf eine Dichtung ausgeübte Anpress- druck für die Abdichtung nicht aus, so ist es zweck- mässig, gegebenenfalls auch zur Sicherheit die Dich tung auf die Klarsichtscheiben zusätzlich zu kleben.
Das Kleben kann auch dort in Frag ,e kommen, wo die Bindekraft zwischen Klarsichtscheiben und Dichtung, die in diesem Fall nicht unbedingt elastisch zu sein braucht, ausreicht, eine sichere Abdichtung zu ge währleisten. Eignet sich das Material der Klarsichtscheiben dazu, so können die Ränder der Klarsichtscheiben auch verschweisst bzw. organisch verbunden werden.
Ferner kann der Zwischenraum der Klarsichtschei ben dadurch abgedichtet werden, dass zwischen die Klarsichtscheiben ein schmaler zusammenhängender Streifen eines Verbundmaterials, wie z. B. Folien aus Plexigum, Polyvinylacetat, Polyvinylbutyral oder dergl., gelegt wird, der darauf mit den beiden Klar sichtscheiben verpresst wird. Durch die Verbundwir kung werden die Klarsichtscheiben abgedichtet.
Eine weitere Lösung, wie die Klarsichtscheiben gut abzudichten sind, ist in Fig. <B>31</B> dargestellt. Hier bestehen sie aus einem Verbundmaterial<B>76,</B> dessen über den Rand der Klarsichtscheiben hervorragende Verbundfolien<B>77</B> miteinander verschweisst bzw. ver klebt werden. Der Verbindungsschlauch<B>6,</B> der aus einem ähnlichen Material wie die Folie<B>77</B> besteht, wird in der Folie<B>77,</B> wie in Fig. <B>31</B> dargestellt, durch Schweissen oder Kleben befestigt.
Die Gestaltung des um die Klarsichtscheibenrän- der geführten Anpress- bzw. Schutzprofiles <B>3</B> muss nach verschiedenen Gesichtspunkten erfolgen. Ver läuft zwischen dem Anpress- bzw. Schutzprofil<B>3</B> eine Dichtung 2, so ist es anzustreben, dass das Anpress- bzw. Schutzprofil gleichzeitig auf die Dichtung einen Anpressdruck ausübt.
Da das Anpress- bzw. Schutz profil gewissen Bewegungen der Klarsichtscheiben folgen muss, ergibt sich hieraus die Forderung, das Anpress- bzw. Schutzprofil aus federnd elastischem Material zu gestalten. Bei fest eingesapannter Lage rung der Klarsichtscheiben genügt es, wenn das An- press- bzw. Schutzprofil aus einem steifen U-Profil besteht, das stramm über die Dichtung bzw. die Klar sichtscheiben gepresst wird.
Das Anpress- bzw. Schutzprofil muss den manchmal komplizierten Formen der Blendschutz- einrichtung, z. B. in Windschutzscheiben-Form, an- gepasst sein. Da ein solches U-förmiges Anpress- bzw. Schutzprofil teuer in der Herstellung ist, sowie wegen der leichteren Montage, kann das Anpress- bzw. Schutzprofil entsprechend der in Fig. <B>32</B> darge stellten Ausführung hergestellt sein.
Es setzt sich aus den 2 Winkelteilen<B>78</B> und<B>79</B> zusammen, wobei bei der Montage der Winkel<B>78</B> in den Winkel<B>79</B> einra stet. Die vorher etwas nach innen stehenden Schenkel erzeugen nach dem Zusammenpressen einen An- pressdruck auf die Dichtung 2. Diese Ausführung des Anpress- bzw. Schutzprofiles hat vor allem auch den Vorteil, dass kein Umfangstoss vorhanden ist.
Bei Blendschutzeinrichtungen grosser Abmessun gen, die auch erheblichen dynamischen Beanspru chungen unterworfen sind, wie z. B. die Windschutz scheiben von Kraftfahrzeugen, ist es auch zweckmäs- sig, die Schenkel des Anpress- bzw. Schutzprofiles entsprechend Fig. <B>33</B> zu unterbrechen<B>80.</B> Dadurch vermeidet man, dass im Umfang an keiner Stelle auf die Dichtung 2 ein Anpressdruck ausgeübt wird.
U-förmige Anpress- bzw. Schutzprofile werden zweckmässig mit 2 Stössen versehen, die an der brei- testen Stelle der Klarsichtscheiben angeordnet sind. Die Stösse werden nach der Montage gelascht. Aus Kostenersparnisgründen, da die Werkzeugkosten für ein kleineres Anpress- bzw. Schutzprofil wesentlich billiger sind, können im Umfang auch mehr als 2 Stösse vorgesehen sein.
Das Anpress- bzw. Schutzprofil kann auch aus Kunststoff, z. B. Hart-Polyvinylchlorit hergestellt sein, das sich mit nur einem Stoss oder ohne Stoss um die Klarsichtscheiben montieren lässt.
Eine gute Lösung einer geeigneten Dichtung ein- schliesslich Anpress- bzw. Schutzprofil besteht darin, dass das U-förmige Anpress- bzw. Schutzprofil aus einzelnen nebeneinanderliegenden Stücken besteht, die in die Dichtung einvulkanisiert sind. Diese Lösung vereinfacht erheblich die Montage.
Die in Fig. 34 dargestellte Ausführungsart ist ebenfalls in der Montage sehr einfach. Hier besteht die Dichtung 2 aus einer Dichtungsmasse, die in kon sistenter bis weicher Form in das Schutzprofil<B>3</B> ein gebracht wird. Durch das Aufpressen auf die Klar sichtscheiben presst sich die Dichtungsmasse zwi schen Schenkel des Schutzprofiles und Klarsicht scheiben. Die Nocken<B>81</B> zentrieren das Schutzprofil beim Aufpressen. Die Dichtungsmasse kann auch mit einer Presse in den Hohlraum zwischen Schutzprofil und Klarsichtscheiben gepresst werden.
In diesem Falle pressen die vorderen Kanten<B>82</B> des Schutzpro- files auf die Klarsichtscheiben, damit hier keine Dichtungsmasse austritt. Als Dichtungsmassen sind besonders Materialien auf Thiokol-Basis geeignet. Die Abdichtung der Klarsichtscheiben mittels einer 2-komponenten Dichtungsmasse kann auch ohne äusseres Schutzprofil erfolgen, wenn die Festigkeit der Dichtungsmasse nach dem Abbinden genügend gross ist. Dabei sollte das Material aber nicht spröde sein. Das Auftragen der Dichtungsmasse kann z. B.
mittels einer Spritzvorrichtung erfolgen oder sie wird auf ein bandförmiges Glasfasergewebe gleichmässig aufgetragen, das man um die Klarsichtscheiben legt. In diesem Fall stellt das Glasfasergewebe eine Art äusseren Schutz dar und erhöht die Festigkeit.
Es kann auch angebracht seh z. B. bei einer Ausführung der Erfindung als Schweissschutz, dass die die Abdichtung bewirkenden Abstandhalter 4 Fig. <B>17, 18</B> aus einer Dichtungsmasse im vorbe- schriebenen Sinne bestehen. Besondere Beachtung ist bei einer Abdichtung mittels einer Dichtungsmasse der Flüssigkeitszuführung zu schenken. Um dem Flüssigkeitszuführungsstutzen <B>-</B> der aus Glas, Metall oder einem harten Kunststoff besteht, auf dem die Abdichtungsmasse gut haftet<B>-</B> einen guten Halt zu geben, ist es zweckmässig, wenn der Stutzen durch ein Stück z. B. durch ein U-förmiges Schutzprofil, das auf seinem Steg in der Mitte ein Schutzrohr aufweist, abgestützt wird.
Das Schutzprofil mit Schutzrohr wird mit der Dichtungsmasse versehen und über den Stutzen ge stülpt. Anstelle eines besonderen Stutzens kann die Flüssigkeitszuführung auch direkt aus dem Stück Schutzprofil mit Schutzrohr bestehen.
Eine weitere, Methode eine dichtende Wirkung zu erzielen, besteht darin, dass das Anpress- bzw. Schutzprofil als Spannring<B>83,</B> Fig. <B>35</B> ausgebildet ist. Dabei kann der Spannring nach innen gerichtete ringsumlaufende Dichtungsrippen<B>62</B> aufweisen, die die Dichtung 2 in entsprechende Rillen 84 der Klar sichtscheiben drücken. Eine ähnliche dichtende Wir kung wird in der in Fig. <B>36</B> gezeigten Form erreicht. Hier pressen die Spanndrähte<B>85</B> die Dichtung 2 in die Rillen 84 der Klarsichtscheiben. Den gleichen Zweck würde auch ein über die Dichtung gezogener Schrumpfschlauch erfüllen.
Zur Befestigung der Blendschutzeinrichtung in einem Rahmen dienen ein zelne oder umlaufende Anschläge<B>86,</B> Fig. 34.
Sollen die Klarsichtscheiben nach der Montage mit Abstand voneinander angeordnet sein, ohne dass sich zwischen ihnen Abstandhalter befinden, so ist das dadurch zu erreichen, dass man während der Montage auflösbare Abstandhalter verwendet. Hierzu eignet sich z. B. eine Folie aus Polyvinylalkohol, die sich in Wasser auflöst. Ebenso können bei der Mon tage später auflösbare oder durch den Schlauch<B>6</B> zu entfernende Mittel verwendet werden, die entlang der Peripherie der Klarsichtscheiben verlaufen, um bei einer Abdichtung mittels einer Dichtungsmasse einen Flüssigkeitsverteilungsquerschnitt zu schaffen.
Alle in dieser Beschreibung aufgeführten Einzel heiten können an allen erfindungsgemässen Blend- schutzeinrichtungen Anwendung finden.