AT230792B - Verfahren zur Herstellung von Beton mit verbesserten physikalischen und chemischen Eigenschaften - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Beton mit verbesserten physikalischen und chemischen Eigenschaften

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AT230792B
AT230792B AT461762A AT461762A AT230792B AT 230792 B AT230792 B AT 230792B AT 461762 A AT461762 A AT 461762A AT 461762 A AT461762 A AT 461762A AT 230792 B AT230792 B AT 230792B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
concrete
sep
parts
production
weight
Prior art date
Application number
AT461762A
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English (en)
Inventor
Hans Dr Reinhard
Wolfgang Dr Sliwka
Rolf Petri
Original Assignee
Basf Ag
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/02Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing hydraulic cements other than calcium sulfates

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von   beton mit veroesserten   physikalischen und chemischen Eigenschaften 
Es ist bekannt, dass man manche Eigenschaften von Beton durch Zusatz von Dispersionen thermoplastischer Kunststoffe oder von redispergierbaren, getrockneten Pulvern aus Dispersionen thermoplastischer Kunststoffe verbessern kann, indem man diese Stoffe Betonmischungen zusetzt. Man hat hiefür schon Dispersionen aus beispielsweise Polyvinylacetat oder Mischpolymerisaten des Vinylacetats mit Maleinsäureestern oder auchDispersionen aus Styrol-Butadien-Mischpolymerisaten verwendet.

   Dispersionen von Polymerisaten des Vinylacetats eignen sich jedoch als Zusatz zu Betonmischungen nur schlecht, da Betonmischungen im allgemeinen alkalisch reagieren und die Esterbindungen der Polymerisate bei pH-Werten von etwa 13 gegebenenfalls in   grossemAusmass   verseift werden. Die Festigkeit von Beton, zu dessen Herstellung Dispersionen aus Polymerisaten des Vinylacetats verwendet wurden, fällt daher, insbesondere in Gegenwart von Wasser, nach einiger Zeit auf die Festigkeit nicht modifizierten Betons ab. 
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 serstoffe, wie Benzine, gequollen werden.

   Es wurde nun gefunden, dass man die physikalischen und chemischen Eigenschaften von Beton verbessern kann, indem man Betonmischungen 0,   5 - 50,   vorzugsweise   1-40, Gew.-%,   bezogen auf die Menge an Zement, eines Mischpolymerisates aus   20-80 Gew.-10   Vinylchlorid und von 80 bis 20   Gew. -'10 Vinylpropionat inForm   einer wässerigen Dispersion oder eines redispergierbaren, getrockneten Pulvers aus einer derartigen Dispersion zusetzt. Für das Verfahren sind besonders Dispersionen oder redispergierbare Pulver von Mischpolymerisaten aus   35 - 55 Gew. -0/0   Vinylchlorid und   65 - 45 Gew. -0/0   Vinylpropionat geeignet.

   Dispersionen derartiger Mischpolymerisate können aus den Monomeren in üblicher Weise durch Emulsionspolymerisation unter Verwendung nicht ionogener Emul-   gatoren.     wie Polyglykoläthern,   Schutzkolloiden, wie Polyvinylalkohol, oder Mischpolymerisaten auf Basis von Acrylsäure, Methacrylamid oder Vinylpyrrolidon, hergestellt werden. 



   Dispersionen, zu deren Herstellung gegebenenfalls teilweise acetylierte oder acetalisierte Polyvinylalkohole als Dispergiermittel verwendet wurden, sind für das Verfahren besonders geeignet. Besonders vorteilhaft ist es, den Betonmischungen zusätzlich zu den Mischpolymerisaten   5-60 Gew.-lo,   vorzugsweise   10-20 Gew.-%,   bezogen auf das Gewicht an Mischpolymerisat, aromatische und/oder araliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Toluol, Xylole und Tetrahydronaphthalin oder auch höhersiedende aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Decahydronaphthalin sowie Terpene, z. B. Terpentinöl,   a-pinten   oder ss-Pinen, zuzusetzen. Bei derartigen Zusätzen erhält man überraschenderweise Beton mit besonders hoher Festigkeit. 



   An Stelle von Dispersionen können auch Pulver verwendet werden, die aus derartigen Dispersionen durch Eintrocknen in üblicher Weise hergestellt sind und die leicht wieder in Wasser dispergiert werden können. Polymerisate dieser Art zeichnen sich gegenüber Polymerisaten des Vinylacetats besonders durch erhöhte Beständigkeit gegen das Verseifen der Esterbindungen bei den in Betonmischungen oder in feuchtem Beton vorliegenden Bedingungen aus. So verlieren beispielsweise Filme, die aus Dispersionen von Mischpolymerisaten aus 80% Vinylpropionat und   201o   Vinylchlorid bzw.   500/0   Vinylpropionat und   501o   Vi- 

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   nylchlorid hergestellt sind, nur 5 bzw. 4, 5% an Gewicht, wenn man sie 7 h bei 100 C mit einer Natriumhydroxydlösung bei PH 13 behandelt.

   Auch die Öl- und Benzinfestigkeit derartiger Polymerisate ist ausgezeichnet, beispielsweise nehmen Filme, die aus Dispersionen von Mischpolymerisaten aus 80% Vinyl- propionat und 20% Vinylchlorid bzw. 50% Vinylpropionat und 50% Vinylchlorid hergestellt sind, bei dreistündiger Lagerung in HD-Motorenöl bei 800C nur 0, 8% an Gewicht zu. 



  Betonmischungen im Sinne der Erfindung sind Gemische aus Zement und Zuschlagstoffen, wie Sand und gegebenenfalls andern Zusätzen, wie sie für die Herstellung von Beton üblich sind. Erfindungsgemäss hergestellter Beton zeichnet sich durch besonders hohe Biegezugfestigkeit und Druckfestigkeit aus und eignet sich besonders für Fahrbahnbeläge, Industrieböden, chemikalienbeständige Estriche und als Vorsatzbeton. Ausserdem können Betonmischungen, die gemäss diesem Verfahren Vinylchlorid-Vinylpropionat-Mischpolymerisate enthalten, zum Verbinden von Altbeton mit Neubeton, für Reparaturen an Altbeton sowie als Zementputzmischungen verwendet werden. Auch eignet sich das Verfahren ganz allgemein zur Herstellung von Betonformkörpern im Hoch-und Tiefbau. 



  Die in den folgenden Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile. i Beispiel l : 100 Teile einer 50%igen wässerigen Dispersion eines Mischpolymerisates aus 80 Teilen Vinylpropionat und 20 Teilen Vinylchlorid werden mit einem Gemisch aus 500 Teilen Eisenportlandzement EPZ 275,500 Teilen Normensand I (fein) und 1000 Teilen Normensand II (grob) innig gemischt. 



  Zu der Mischung gibt man 175 Teile Wasser, um einen Wasserzementfaktor von 0, 45 zu erhalten. Die   
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 wenn man an Stelle der 100 Teile   wässeriger 50% iger   Dispersion ein in üblicher Weise hergestelltes redispergierbares, getrocknetes Pulver aus der genannten Dispersion verwendet und die Prüfkörper 28 Tage bei   200C   unter Wasser lagert. 



     Beisp iel 2 :   Nach den Angaben in Beispiel 1 stellt man eine Zement-Sand -Mischung her, die jedoch an Stelle einer Dispersion eines Mischpolymerisates aus   80%   Vinylpropionat und   20%   Vinylchlorid, 100 Teile einer   50% igen wässerigen   Dispersion eines Mischpolymerisates aus gleichen Teilen Vinylpropionat und Vinylchlorid enthält.

   Die an Prüfkörpern aus dieser kunststoffhaltigen Betonmischung nach den Angaben der DIN-Vorschrift 1164 ermittelte Biegezugfestigkeit beträgt 95   kg/cm2,   die Druckfestigkeit 365   kg/cm\     Beispiel 3 :   Eine Mischung aus 30 Teilen Eisenportlandzement EPZ-275 und 90 Teilen einer Mischung aus   35, 60/0   Grobkies mit einem Teilchendurchmesser zwischen 7 und 15 mm,   48%   Feinkies mit einem Teilchendurchmesser zwischen 1 und 7 mm und   16, 40/0   Sand mit einem Teilchendurchmesser zwischen 0,2 und 1 mm werden mit 6 Teilen einer   50% igen, wässerigen   Dispersion aus 50 Teilen   Vinylpro-   pionat und 50 Teilen Vinylchlorid sowie mit 0, 15 Teilen Tetrahydronaphthalin und anschliessend 8,

  5 Teilen Wasser in einem Intensivmischer 3 min gemischt. Aus der erhaltenen Betonmischung werden Prüf- 
 EMI2.2 
 aus einer entsprechenden Betonmischung hergestellt, der jedoch weder eine Kunststoff-Dispersion noch Tetrahydronaphthalin zugesetzt war. 



   Der Wasser-Zementfaktor betrug bei allen Betonmischungen   0, 4. An den   Prüfkörpern wurden nach 28 Tagen folgende Eigenschaften bestimmt : 
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<tb> 
<tb> Beton-Prüfkörper <SEP> Litergewicht <SEP> Biegezugfestigkeit <SEP> Druckfestigkeit
<tb> kg/cm <SEP> kg/cm2 <SEP> kg/cm
<tb> (1) <SEP> 2, <SEP> 34 <SEP> 82,9 <SEP> 455
<tb> (2) <SEP> 2, <SEP> 29 <SEP> 76 <SEP> 410
<tb> (3) <SEP> 2, <SEP> 25 <SEP> 55 <SEP> 385
<tb> 


Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Beton mit verbesserten physikalischen und chemischen Eigenschaften mit Hilfe von Kunststoff-Dispersionen, dadurch gekennzeichnet, dass man Beronmischungen 0,5 bis 50 Gew.-%, bezogen auf die Menge an Zement, eines Mischpolymerisates aus 20-80 Gew.- 0 Vinylchlorid und 80-20 Gew.-% Vinylpropionat in Form einer wässerigen Dispersion oder eines redispergierbaren, getrockneten Pulvers aus einer derartigen Dispersion, zusetzt. EMI3.1
AT461762A 1961-06-07 1962-06-07 Verfahren zur Herstellung von Beton mit verbesserten physikalischen und chemischen Eigenschaften AT230792B (de)

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