AT229507B - Verfahren zur Herstellung von Mehrschichtenglas - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Mehrschichtenglas

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AT229507B
AT229507B AT645960A AT645960A AT229507B AT 229507 B AT229507 B AT 229507B AT 645960 A AT645960 A AT 645960A AT 645960 A AT645960 A AT 645960A AT 229507 B AT229507 B AT 229507B
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AT
Austria
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plates
autoclave
glass
pressure
glass plates
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Application number
AT645960A
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English (en)
Inventor
Henri Rhety
Original Assignee
Rhone Poulenc Sa
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Mehrschichtenglas 
In der österr. Patentschrift Nr. 194092 ist ein neuartiges Verfahren zur Herstellung von Sicherheitsglas durch Trockenzusammenfügen im Autoklaven beschrieben, bei welchem   der     von   Glasplatten und Folie aus plastischem Material mittels Klemmen, die am Rand befestigt sind, zuerst unter Unterdruck und dann unter einem Luftüberdruck gehalten wird. 



  Dieses Verfahren ist ausgezeichnet, wenn man für die Sicherheitsgläser Glasplatten von üblicher
Dicke,   d. h.   von 2 bis 2, 5 mm verwendet. Nimmt man jedoch dünnere Glasplatten von 1, 5 mm oder weniger, so stellt man fest, dass die zwischen den Glasplatten und der dazwischenliegenden plastischen
Folie eingeschlossene Luft bei der Erhitzungsstufe im Vakuum häufig den Bruch des Glases bewirkt. 



   Erfindungsgemäss wird daher Mehrschichtenglas auf trockenem Wege durch Wärmebehandlung eines
Satzes, bestehend aus dünnen, vorzugsweise höchstens   1, b   mm dicken Glasplatten und zwischen diesen angeordneten Folien aus plastischem Material, die durch Klemmen oder andere Haltevorrichtungen ge- halten sind, in einem Autoklaven, in welchem der Satz zuerst unter niedrigem und dann unter höherem
Druck erhitzt wird, hergestellt. Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man während der Be- handlung im Autoklaven den Satz zwischen zwei starren Platten von grösserer Dicke als jene der Glasplatten durch die Haltevorrichtungen hält. 



   Weiterhin kann nach der Erfindung der Bruch der in den Sätzen verwendeten dünnen Gläser dadurch vermieden werden, dass man den Satz der Erhitzung im Autoklaven unterwirft,   u. zw.   anfänglich unter atmosphärischem Druck und danach unter Überdruck, ohne dass man irgendwann Vakuum in dem Behälter anwendet. 



   Als Platten verwendet man vorzugsweise Platten von guter   Planheit. Polierte Glasplattenvon2   mm oder mehr eignen sich sehr gut, doch kann man auch Metallplatten verwenden. Wenn die Platten nicht vollkommen plan sind, schiebt man Folien aus Kautschuk oder andern Elastomeren ein, die bei den im
Autoklaven angewendeten Temperaturen,   d. h.   in der Nähe von   140 C,   ausreichend stabil sind. 



   Die erfindungsgemäss erhaltenen verstärkten dünnen Gläser können insbesondere für die Herstellung optischer Gläser verwendet werden. 



     Beispiel l :   Man bringt an jeder Seite eines Satzes, der aus einer zwischen zwei Glasplatten von
1, 5 mm Dicke liegenden Polyvinylbutyralfolie von 4/10 mm Dicke besteht, eine gut plan geschliffene
Glasplatte von   2, 5 mm   Dicke auf. Man hält das Ganze durch Klemmen, die am Rand befestigt sind, zu- sammen und bringt es dann in einen Autoklaven ein, in dem man fortschreitend den Druck bis auf etwa   50 - 100   mm Hg erniedrigt. Man erhitzt dann auf 135 - 1400C unter dem gleichen Druck. Nach 40-minü-   tigem   Erhitzen hebt man das Vakuum auf und stellt dem Autoklaven einen Luftdruck von 4   kg/crn   her. 



   Man hält die Temperatur etwa 40 min bei 1400C und kühlt dann unter Druck ab. Nach Öffnen des Auto- klaven und Entfernen der Klemmen und der zwei starren Glasplatten erhält man ein Sicherheitsglas, das von jeglichem Fehler (Blasen, Bruchstellen oder Rissen) frei ist. 



   Wiederholt man den gleichen Arbeitsgang ohne an jeder Seite des aus dünnen Glasplatten und der Poly- vinylbutyralfolie bestehenden Satzes die 2, 5 mm dicke Glasplatten anzubringen, so erhält man ein Sicher- heitsglas, das ausgedehnte Bereiche aufweist, an denen die   dünnenGlasplatten zersprungenund zersplittert   sind. 



   Beispiel 2 : Man bringt in einen Autoklaven einen zwischen zwei Glasplatten von 2, 5 mm Dicke 

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   gehaltenen Satz des gleichen Typs wie der inBeispiell verwendete   ein und erhitzt eine halbe Stunde unter Atmosphärendruck auf eine Temperatur von 1400C. Dann stellt man in dem Autoklaven einen Luftdruck von   54g/cm2 her, wobei man die Temperatur etwa 40 min bei 1400C   hält. Nach Abkühlen unter Druck, Öffnen des Autoklaven und Entfernen der starren Platten, stellt man fest, dass der Satz von verstärkten dünnen Gläsern keinen Fehler aufweist, während ein Vergleichssatz aus Glasplatten der gleichen Dicke, aber ohne Verwendung der dicken Platten, der der gleichen Behandlung unterworfen wurde, stark zersprungen und unbrauchbar ist. 



   Beispiel   3 : Man stellt einen Satz von zwei in Form von Autowindschutzscheiben gewölbten dün-   nen Glasplatten (Dicke 1, 4 mm) her, zwischen denen eine Folie aus plastifiziertem Polyvinylbutyral von einer Dicke von   0,   5 mm. eingelegt ist. Auf jeder Seite des so erhaltenen Satzes bringt man eine Aluminiumplatte mit einer Dicke von 2 mm auf, die so geformt wurde, dass sie genau die Form der gebogenen Glasplatte hat, mit der sie sich in Kontakt befindet, und die gleichen Abmessungen wie diese aufweist. 



  Man bringt am Rand des so hergestellten Stapels Klemmen an und bringt das Ganze in einen Autoklaven ein, in dem man fortschreitend den Druck bis auf   50 - 60   mm Hg erniedrigt. Dann erhitzt man unter dem oben genannten verminderten Druck auf 135-1400C. Nach   40-minütigem Erhitzen   hebt man das Vakuum auf und stellt in dem Autoklaven einen Luftdruck von 5   kg/cm2   her, wobei man die Temperatur etwa 30 min auf 1400C hält.

   Nach Abkühlen unter Druck, Öffnen des Autoklaven und Entfernung der Aluminiumplatten stellt man fest, dass das erhaltene dünne gewölbte verstärkte Glas keinen Fehler aufweist, während ein Vergleichssatz, der Glasplatten der gleichen Dicke enthält   und den gleichen Behandlungen,   jedoch ohne Aluminiumplatten,, unterworfen wurde, vollständig unbrauchbar ist, da die dünnen Glasplatten grosse Bereiche aufweisen, die vollständig zersprungen und gerissen sind. 



   PATENTANSPRÜCHE :   I.   Verfahren zur Herstellung von, Mehrschichtenglas auf trockenem Wege durch Wärmebehandlung eines Satzes, bestehend aus dünnen, vorzugsweise höchstens 1, 5 mm dicken Glasplatten und zwischen diesen angeordneten Folien aus plastischem Material, die durch Klemmen oder andere Haltevorrichtungen gehalten sind, in einem Autoklaven, in welchem der Satz zuerst unter niedrigem und dann unter höherem Durck erhitzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass man während der Behandlung im Autoklaven den Satz zwischen zwei starren Platten von grösserer Dicke als jene der Glasplatten durch die Haltevorrichtungen hält.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der niedrige Druck niedriger als der atmosphärische Druck ist und der höhere höher als der atmosphärische Druck ist.
    8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der niedrige Druck dem atmosphärischen Druck entspricht, wogegen der höhere höher als der atmosphärische Druck liegt.
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man zwischen den Satz dünner Glasplatten und die starren Platten eine Folie aus einem Elastomeren einschiebt.
AT645960A 1959-09-22 1960-08-24 Verfahren zur Herstellung von Mehrschichtenglas AT229507B (de)

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