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Magazin-Spulengatter
Die Erfindung betrifft ein Magazin-Spulengatter, in dem die Spulenhalter mit in einer Ebene ange- ordneten vertikalen Ständern durch an diesen befestigte Schwenkachsen schwenkbar verbunden und in der
Abwickelstellung durch Anschlagnocken so gehalten sind, dass je zwei mit zwei benachbarten Ständern verbundene Spulenhalter gegen den gleichen Fadenführer ausgerichtet sind und bei welchem die in einer zur Ständerebene parallelen Ebene angeordneten Schwenkachsen der Spulenhalter die lotrechte Ständer- achse unter einem nach unten offenen Winkel von etwa 35 bis 500 kreuzen. Eine entsprechende bekannte Vorrichtung muss zum Aufstecken der Spulen zuerst verschoben und hierauf um eine am Spulenhalter feste Schwenkachse nach aussen geschwenkt werden.
Es ist dabei ein komplizierter Bewegungsvorgang not- wendig und eine exakte und einfache Versetzung aus der Abwickelstellung fast unmöglich.
Demgegenüber zeichnet sich das erfindungsgemässe Magazin-Spulengatter dadurch aus, dass die zur Ständerebene parallele Ebene durch die ortsfesten Schwenkachsen auf der dem Fadenführer entgegengesetzten Seite der Ständer gelegen ist. Pro Spulenhalter ist nur eine einzige ortsfeste Schwenkachse vorgesehen, wodurch mit einfachen Mitteln eine bessere Raumausnützung als bei der bekannten Vorrichtung möglich ist. Die Erfindung besteht auch darin, dass die hinteren Enden der über gekrümmte Stangen mit den Schwenkachsen verbundenen Spulenhalter in der Abwickelstellung höher liegen als die Kreuzungsstellen der zugehörigen Schwenkachsen mit dem Ständer und auf der dem Fadenführer abgekehrten Seite in bezug auf die Ständerebene angeordnet sind.
Zur Erläuterung der Erfindung sei ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Spulengatters an Hand der Zeichnungen beschrieben. Fig. 1 zeigt schaubildlich einen Teil des Spulengatters, wobei sich alle Spulenhalter in der Abwickelstellung befinden. Fig. 2 zeigt ein Detail zu Fig. 1, wobei einer der Spulenhalter halb ausgeschwenkt ist. Fig. 3 zeigt dasselbe Detail, jedoch mit ganz ausgeschwenktem Spulenhalter, Fig. 4 zeigt in Draufsicht, teilweise geschnitten und in vergrössertem Massstab die Befestigung der Spulenhalter an einem Ständer. Fig. 5 zeigt eine Vorderansicht eines Teils des Details nach Fig. 4.
In Fig. 1 sind mit 1 und 2 zwei beliebige aufeinanderfolgende Ständer des Spulengatters bezeichnet.
Die nur teilweise dargestellten Ständer erstrecken sich weiter aufwärts und abwärts. Die Figur zeigt somit nur einen Teil des Spulengatters, das sich nach oben, unten, links und rechts erstreckt.
An einem nicht gezeigten parallel zu den Ständern 1 und 2 angeordneten Stab sind die Fadenführer 3,4 und 5 befestigt, die in gleichen Abständen voneinander hinter der durch die Ständer 1 und 2 gehenden Ebene angeordnet sind.
An den Ständern 1 und 2 sind die Schieber 6,. 7, 8 bzw. 9,10, 11 befestigt, die in denselben Abständen voneinander angeordnet sind wie die Fadenführer 3,4 und 5.
Diese Schieber sind mit einer Bohrung versehen, so dass sie auf den im Querschnitt kreiszylindrischen Ständern verschoben und in der gewünschten Stellung an ihnen befestigt werden können.
An jedem Schieber sind schwenkbar zwei Spulenhalter befestigt, die einen Garnkörper tragen. In dem dargestellten Feld zwischen den Ständern 1 und 2 befinden sich die Garnkörper 12-17, die in dieser Figur alle in der Abwickelstellung gezeigt sind. Die von den Ständern 1 bzw. 2 getragenen Garnkörper 12 bzw. 15 liegen in derselben Horizontalebene wie die Fadenführer 3, und ihre Achsen sind auf diesen Fa-
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denführer ausgerichtet.
Dasselbe gilt für die Garnkörper 13 und 16 in bezug auf den Fadenführer 4 und für die Garnkörper 14 und 17 in bezug auf den Fadenführer 5.
Von den Garnkörpern 15, 13 und 17 werden die freien Garnenden durch die Fadenführer 3,4 und 5 zu einer nicht gezeigten Zettelmaschine geführt.
Die Anschlussenden 18,19 und 20 dieser Garnkörper sind mit den freien Garnenden der Garnkör- per 12,16 und 14 verknotet.
Sobald die Garnkörper 15,13 und 17 ganz abgewickelt sind, springen die durch die Fadenführer. 3,4 und 5 laufenden Fäden mittels der Anschlussenden 18, 19 und 20 auf die Garnkörper 12,16 und 14 über.
Wenn man die leeren Hülsen der Garnkörper 15,13 und 17 durch volle Garnkörper ersetzt und die
Anschlussenden wieder entsprechend verknotet, kann das Zetteln ohne Unterbrechung fortgesetzt werden.
Die Garnkörper sind auf bekannten Spulenhaltern 21 angeordnet. Ein derartiger Spulenhalter ist in der Zeichnung (Fig. 5) für den Garnkörper 14 dargestellt.
Am hinteren Ende der Spulenhalter21 ist eine gebogene Stange 22 angebracht, die an einer Nabe 23 befestigt ist, die um eine starr an dem Schieber 8 befestigte Schwenkachse 24 drehbar ist.
Die Schwenkachse 24 ist in einem Winkel von 420 gegenüber der Vertikalen derart angeordnet, dass alle ortsfesten Schwenkachsen 24 parallel zu der durch die Ständer 1 und 2 gehenden Ebene ausgerichtet sind.
In Fig. 2 sind nur die Garnkörper 13 und 16 gezeigt, wobei der Garnkörper 16 halb ausgeschwenkt dargestellt ist.
Aus Fig. 2 ist ersichtlich, dass das obere Ende des Garnkörpers angehoben ist und eine Bahn zwischen den Garnkörpern 12 und 13 beschreibt. Dabei wird der Garnballon des Garnkörpers 13 nicht gestört.
Da die hinteren Enden der Spulenhalter 21 vor der durch die Ständer 1 und 2 gehenden Ebene liegen, wird der Garnkörper 16 zu Beginn der Ausschwenkbewegung sozusagen rascher nach rückwärts bewegt, so dass der freie Raum zwischen dem Halter und den Garnkörpern 12 und 13 und zwischen dem Halter und dem Ständer 2 weiter vergrössert wird.
Fig. 3 zeigt den Garnkörper 16 in seiner ausgeschwenkten Stellung, in der er so nach vorne gebracht ist, dass die Garnkörper ohne weiteres ausgewechselt werden können.
Fig. 4 und 5 zeigen Einzelheiten der Schwenklagerung. Fig. 4 zeigt in Draufsicht ein Ausführungsbeispiel des Schiebers 8. Der auf der rechten Seite des Ständers 1 angeordnete Spulenhalter ist hier in Abwickelstellung und der auf der linken Seite dieses Ständers befindliche Spulenhalter in der ausge schwenkten Spulenwechselstellung gezeigt.
In Fig. 5 zeigt die rechte Hälfte eine Vorderanischt dessen, was in der rechten Hälfte der Fig. 4 in Draufsicht dargestellt ist. In der linken Hälfte der Fig. 5 sind Nabe 23 und Schwenkachse 24 weggelassen.
Die am Ende einen Bund tragende Schwenkachse 24 wird in die Nabe-23 und die Bohrung eines Lförmigen Organs 25 eingesteckt, in dem sie mit einer Befestigungsschraube 26 befestigt wird. Der Bund am Ende der Schwenkachse 24 dient zur Verriegelung der Nabe 23. An der Nabe 23 ist ein Stutzen 27 befestigt, in dem die gebogene Stange 22 nach der Einstellung in üblicher Weise befestigt wird. Das L-förmige Organ 25 bildet einen einstückigen Teil des Schiebers 8.
Auf diese Weise kann der Spulenhalter 21 um die gebogene Stange 22 gegenüber dem Ständer 1 verschwenkt werden.
Um die Verschwenkung in der Abwickelstellung zu begrenzen, ist die Nabe 23 mit einem Lappen 28 versehen, der in Fig. 4 links teilweise im Schnitt dargestellt ist. Die Stellschraube 30 kann in eine Ge- windeöffnung 29 eingeschraubt und mit einer Mutter 31 in einer vorherbestimmten Stellung gesichert werden.
In der Abwickelstellung des Spulenhalters 21 liegt die Stellschraube 30 an der Begrenzungsnocke 32 des Schiebers 8 an.
Diese Ausbildung gestattet eine schnelle, genaue und gesicherte Einstellung des Spulenhalters relativ zum Fadenführer.
Da in der Abwickelstellung der Schwerpunkt des Spulenhalters mit dem Garnkörper hinter der durch die Schwenkzapfen 24 gehenden Ebene liegt, wird die Stellschraube 30 durch das Gewicht des Spulenhalters und des Garnkörpers gegen die Begrenzungsnocke 32 angedrückt.
Um die Schwenkbewegung des Spulenhalters auch in der Spulenwechselstellung zu begrenzen, ist die Nabe 23 ferner mit einem Lappen 33 versehen.
In der ausgeschwenkten Stellung des Spulenhalters liegt dieser Lappen 33 an einer mit dem L-förmi-
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gen Organ 25 einstückigen Begrenzungsnocke 34 an.
Ober- und unterhalb des L-förmigen Organs 25 angeordnete Befestigungsschrauben 35 dienen zur Befestigung des Schiebers 8 am Stander l.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Magazin-Spulengatter, in dem die Spulenhalter mit in einer Ebene angeordneten vertikalen Ständern durch an diesen befestigte Schwenkachsen schwenkbar verbunden und in der Abwickelstellung durch Anschlagnocken so gehalten sind, dass je zwei mit zwei benachbarten Ständern verbundene Spulenhalter gegen den gleichen Fadenführer ausgerichtet sind und bei welchem die in einer zur Ständerebene parallelen Ebene angeordneten Schwenkachsen der Spulenhalter die lotrechte Ständerachse unter einem nach unten offenen Winkel von etwa 35-50 kreuzen, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Ständerebene (1, 2) parallele Ebene durch die ortsfesten Schwenkachsen (24) auf der dem Fadenführer (3,4, 5) entgegengesetzten Seite der Ständer (1, 2) gelegen ist.