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Motorhalterung Die Erfindung beziehtsich auf eine Motorhalterung, die insbesondere für landwirtschaftlichen Maschi- nen, vorzugsweise Mähdreschern, zugeordnete Brennkraftmaschinen bestimmt ist. Insbesondere landwirt- schaftliche Maschinen, wie Mähdrescher, werden unter Berücksichtigung des zu erwartenden Leistungsbe- darfesund wirtschaftlicher Gesichtspunkte mit in bezug auf die Leistung bzw. die Type unterschiedlichen
Antriebsmotoren (Brennkraftmaschinen) ausgerüstet. Dies bedingte bisher jeweils eine entsprechende An- passung des Motorträgers der Maschine an den für die Verwendung vorgesehenen Motor, da die an den Motoren vorhandenen Befestigungsmittel bei den einzelnen Ausführungen unterschiedlich angeordnet sind. Da- mit ergeben sich insbesondere bei einer Serienherstellung Fertigungsschwierigkeiten.
Es ist schon bekannt, Elektromotoren nicht unmittelbar auf das Fundament bzw. die Tragplatte zu schrauben, sondern hier Laschen einzuschalten, die je zwei gegeneinander axial versetzte Anschlussmittel, wie Durchbrüche oder Stiftschrauben, aufweisen, von denen das eine zur Herstellung der Verbindung mit dem Fundament bzw. der Tragplatte und das andere zum Befestigen des Motors dient. Bei einer dieser bekannten Ausführungen weist jede Lasche zwei sich zueinander rechtwinklig erstreckende Schlitze auf, von denen der eine mit einer Spannschraube ausgerüstet ist. Sinngemäss lassen sich die Laschen auf den das Fundament bzw. die Tragplatte durchsetzenden Schrauben parallel zur Längsachse der Motorwelle verschieben, um in dieser Hinsicht eine Anpassung an die jeweilige Lage der Befestigungsmittel des Elektromotors zu erhalten.
Der andere Schlitz jeder Lasche wird von einer den Motor haltenden Schraube durchsetzt, so dass diese Schraube quer zur Drehachse der Motorwelle gemass der Stellung der am Motor sitzenden Befestigungsmittel möglich ist. Zwischenglieder der vorerwähnten Arten mögen zwar für Elektromotoren brauchbar sein, da diese weitgehend erschütterungsfrei laufen. Sie sind jedoch nicht für'Brennkraftma- schinen geeignet, die erfahrungsgemäss beim Betrieb erhebliche Erschütterungen äussern. Für solche Brennkraftmaschinen sind jedoch Motorhalterungen bekannt, bei denen zwischen die die Verbindung mit dem Fahrgestell herstellenden und die den Motor haltenden Glieder gummielastische Elemente geschaltet sind, welche die auftretenden Erschütterungen dämpfen, d. h. von dem Fahrgestell fernhalten.
Diese Anschlussmittel sind jedoch nicht verstellbar, so dass die Aufnahmen am Fahrgestell der Stellung der Befestigungmittel am Motor angepasst sein müssen. Dies bereitet in der Regel bei Kraftfahrzeugen keine Schwierigkeiten, da diese stets mit gleichen Motoren ausgerüstet werden.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine fertigungstechnisch einfache, raumsparende und widerstandsfähige Motorhalterung zu schaffen, die nicht nur dem jeweils verwendeten Motoranpassbar ist sondern auch die vond em Motor ausgehenden Erschütterungen wirkungsvoll dämpft.
Dies wird erfindungsgemäss im wesentlichen dadurch erreicht, dass ein sich unterseitig an dem Auflager unter Zwischenschaltung einer Kappe abstützender gummielastischer Block oberseitig von einer Kappe übergriffen ist, der ein sich etwa vertikal erstreckendes, im Querschnitt rinnenförmige Tragglied mit oberer Tragplatte angefügt ist, wobei die Achse des fussseitigen Anschlussmittels (wie Schraubzapfen oder Bohrung) des gummielastischen Blockes gegenüber derjenigen des tragplattenseitigen Anschlussmittels wie Schraubzapfen oder Bohrung parallel versetzt ist. Motorhalterungen dieser Art lassen sich aus einfachen Einzelteilen mit geringem Kostenaufwand herstellen und sind sehr widerstandsfähig.
Durch Drehen um die Achse des fussseitigen Anschlussmittels lässt sich die Lage des tragplattenseitigen Anschlussmittels der Lage der Befestigungsanschlüsse des jeweils verwendeten Motors in einfacher Weise anpassen. Der der Halterung eingegliederte
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gummielastische Block nimmt unabhängig von der jeweils gewählten Einstellung die auftretenden Schwin- gungen auf und hält diese von dem Fahrgestell bzw. dem an diesem sitzenden Auflager fern. Die rinnen- förmige Ausbildung des sich zwischen der oberseitig den gummielastischen Block übergreifenden Kappe und der Tragplatte erstreckenden Traggliedes gewährleistet eine einwandfreie Zugänglichkeit der An- schlússschrauben, so dass die Montage keine Schwierigkeiten bereitet.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigen :
Fig. 1 eine Ansicht eines eine Brennkraftmaschine tragenden Mähdreschers, Fig. 2 in grösserem Massstabe eine der Brennkraftmaschine zugeordnete Halterung gemäss einem Schnitt lu-lui nach Fig. 3 und Fig. 3 die
Halterung in Seitenansicht.
Der in -Fig. 1 dargestellte Mähdrescher weist Laufräder 10, einen Führerstand 11 und ein Gehäuse 12 auf. Auf der die Laufräder 10 tragenden Achse ist durch eine Stütze 13 ein Motorträger 14 befestigt, der aussenseitig noch durch eine Stütze 15 auf dem äusseren Ende der Achse abgestützt sein mag. Der Motor- träger 14 weist ein quer zur Fahrtrichtung horizontal durchlaufendes Tragrohr 16 auf, das beidendig U-för- mig profilierte Stege 17 trägt, die sich parallel zur Fahrtrichtung erstrecken und unterseitig offen sind.
Das Tragrohr 16 mit den Stegen 17 bildet ein Auflager für den Motor. An den Stegen 17 sind einstellbare
Motorhalterungen 18 befestigt, die eine Brennkraftmaschine 19 tragen. Diese treibt unter Vermittlung an sich bekannter Getriebemittel den Mähdrescher an.
Jede verstellbare Motorhalterung 18 weist eine Kappe
20 auf, die das obere Ende eines schwingungsdämmenden gummielastischen Blockes 21 übergreift, der unterendig in einen napfförmigen Stützring 22 gefasst ist. Mit der Kappe ist durch Schweissen ein im Querschnitt etwa rinnenförmige Tragglied 23 verbunden, das oberendig durch eine Tragplatte 24 abgedeckt ist. Diese enthält einen Durchbruch 25, der zur Aufnahme einer auch die zugeordnete Stützpratze des Motors durchsetzenden Schraube dient. Die Kappe 20 der Motorhalterung ist mittig gelocht und durch eine aus nachgiebigem Werkstoff (Gummi) bestehende Ringscheibe 26 abgedeckt, auf der sich eine Unterlagscheibe 27abstützt.
Durch die Unterlagscheibe 27, die nachgiebige Ringscheibe 26, die mittige Bohrung der Kappe 20, den schwingungsdämmenden Block 21, den napfförmigen Stützring 22 und eine Bohrung des Steges 17 erstreckt sich ein Gewindebolzen 28. der beidendig Schraubmuttern 29 trägt. Die Längsachse des von dem Gewindebolzen 28 durchsetzten Durchbruchs in der Kappe 20 ist gegenüber der Längsachse des Durchbruchs 25 in der Tragplatte 24 seitlich versetzt, so dass sich beim Drehen der Anordnung um die Längsachse des Gewindebolzens 28 der Durchbruch 25 seitlich verlagert. Damit wird es möglich, nach dem Lockern der auf dem Gewindebolzen 28 sitzenden Muttern 29 die Anordnung jeweils durch Drehen so einzustellen, dass die Durchbrüche 25 der Motorhalterungen mit den entsprechenden Bsfestigungseinrich- tungen des Motors 19 achsrecht übereinstimmen.
Die Motorhalterungen lassen sich also ohne weiteres unterschiedlichen Motoren anpassen.
Die dargestellte Ausführung ist nur eine beispielsweise Verwirklichung der Erfindung. Diese ist nicht darauf beschränkt. Es sind vielmehr noch mancherlei andere Ausführungen und Anwendungen möglich.
Bei Anordnungen gemäss dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist es nicht zwingend erforderlich, für alle Anschlussbereiche eines Motors dreheinstellbare Motorhalterungen zu verwenden. In der Regel kann ein Anschlussglied unverstellbar ausgeführt sein.