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Wochenendhaus aus Holz
Die Erfindung betrifft ein Wochenendhaus aus Holz, dessen Aussenwände aus lotrecht angeordneten
Brettern oder Bohlen bestehen und von zusammenziehbaren Schliessbändern umfasst sind.
Bei einem bekannten Holzhaus dieser Art sind die Bohlen untereinander nicht verbunden und können daher, um ein Eindrücken der Wände zu verhindern, nur zu einer geschlossenen gekrümmten Mantelwand aneinandergereiht werden. Ein solches Haus, das keine ebenen Wände aufweist, besitzt einen ungünstigen
Grundriss, der sowohl das Unterteilen in Einzelräume als auch die Aufstellung der Möbel erschwert. Da die Spannschliessen nicht verhindern können, dass beim Schrumpfen des Holzes zwischen den bloss anein- andergereihten Bohlen Spalten entstehen, sind bei dem bekannten Haus an den aneinanderliegenden Bohlenseiten Längsnuten vorgesehen, die sich beim Zusammenbau zu mit einem sich verhärtenden Dichtungsmittel auszufüllenden Kanälen ergänzen. Diese Massnahme ist nicht nur umständlich, sondern auch unverlässlich.
Ausserdem müssen bei diesem Haus die Bohlen zum Abstützen der Decke bzw. des Bodens mit Absätzen oder Konsolen versehen oder neben den Bohlen Tragsäulen angeordnet sein.
Die Erfindung zielt darauf ab, diese Nachteile zu vermeiden und besteht im Wesen darin, dass die Bohlen mit Feder und Nut verbunden sind und an den Innenseiten der Wände nahe ihrer oberen und unteren Kanten je eine durchlaufende Nut angeordnet ist, in die die Decke bzw. der Boden einrasten, und die Schliessbänder in der Höhe dieser Nuten verlaufen, wobei zur Sicherung gegen unbefugte Abnahme der in bekannter Weise durch Spannschlösser gespannten Schliessbänder an deren Enden angeschweisste Scheiben oder Ringe vorgesehen sind.
Das Zusammenbauen der Bohlen des erfindungsgemässen Hauses mittels Feder und Nut ermöglicht nicht nur ein dichtes Zusammenfügen der Bohlen in rascher und einfacher Weise ohne Verwendung eines Dichtungsmittels, sondern auch den Aufbau von ebenen Wänden. Für das Zusammenziehen der Schliessbänder genügt es, die Hausecken abzurunden. Die durchlaufenden Nuten an den Innenseiten der Wände gestatten ohne weitere Hilfsmittel einen einfachen Einbau des Bodens und der Decke.
Das erfindungsgemässe Haus kann als Camping-, Jagd-, Rast- oder Gartenhaus verwendet werden.
Es ist aus vorfabrizierten Bauelementen in kurzer Zeit und in einfacher Weise aufzubauen. Da die Bauelemente miteinander nicht vernagelt oder verschraubt werden, kann das Haus ohne Beschädigung oder Zerstörung der Bauelemente ebenso einfach zerlegt und an einem andern Ort aufgebaut werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Ansicht des Wochenendhauses, Fig. 2 einen waagrechten Schnitt nach der Linie IL-11 in Fig. 1 in einer um 300 gedrehten Lage, Fig. 3 einen lotrechten Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 2 und Fig. 4 ein Spannschloss zum Spannen der Schliessbänder.
Die Aussenwände 1, 2,3 und 4 des Hauses nach den Fig. 1 - 3 bestehen aus lotrechten Holzbohlen 5, die durch in Nuten eingesetzte Federn 6 oder durch Nut und Feder miteinander verbunden sind. An den Innenseiten der Wände sind nahe deren oberen und unteren Kanten durchlaufende Nuten 13,14 vorgesehen, in die die Bohlen der Decke 9 und des Bodens 10 eingesetzt sind. Zur festen Verbindung der Bohlen ohne Nagelung oder Verschraubung sind zwei Schliessbänder 7, 8, z. B. aus Rundstahl, vorgesehen, die die Wände an ihren Aussenseiten etwa in Höhe der Nuten 13, 14 umfassen und durch Spannschlösser 11 zusammenziehbar sind.
Um das Spannen der Schliessbänder über den ganzen Hausumfang zu ermöglichen, sind die von den
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