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Dämpfungseinrichtung für automatisch schliessende Zapfpistolen
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gleichsbohrung versehenes Steuerventil verschlossen sind, und dass die Ventilspindel eine axiale Bohrung mit oberhalb und unterhalb des Steuerkolbens ausmündenden Querbohrungen aufweist, wobei die untere
Querbohrung in der Endphase der Schliessbewegung des Ventils durch eine Führung der Ventilspindel ver- schlossen ist.
Die. Freigabe der Ausgleichsöffnungen in dem Steuerkolben ermöglicht ein rasches Öffnen der Zapf- pistole. Das sich bet Beginn des Schliesshubes schliessende Steuerventil für die Ausgleichsöffnung wird durch die, einen Nebenweg darstellende axiale Bohrung der Ventilspindel umgangen, so dass der Schliess- hub verhältnismässig wenig gebremst beginnen kann. Erst nach dem Abschliessen der unteren Querbohrung in der Endphase der Schliessbewegung des Ventils wird die feine Ausgleichsbohrung in dem Steuerventil wirksam, und die Schliessbewegung wird zusätzlich stärker gebremst und ganz langsam beendet.
Im Bereich der oberen Querbohrung der Ventilspindel ist erfindungsgemäss eine mit einer korrespon- dierenden Bohrung versehene Steuerscheibe drehbar und feststellbar angeordnet. Diese Steuerscheibe er- setzt die an sich notwendige Beilagscheibe für eine Mutter, welche den Steuerkolben auf der Ventilspin- del festhält, und stellt daher eine platzsparende Konstruktion dar. Eine solche Steuerscheibe lässt sich im
Gegensatz zu axialen Drosselschrauben, die viel Durchmesser beanspruchen, in einer Zapfpistole leicht unterbringen.
Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Zeichnung näher erläutert, welche in Fig. 1 eine automatisch schliessende Zapfpistole, teilweise im Schnitt und inFig. 2 einen Schnitt durch die Dämpfungseinrichtung schematisch veranschaulicht.
Die eigentliche Dämpfungseinrichtung für die automatisch schliessende Zapfpistole besteht aus einem auf der Spindel 2 des automatisch schliessenden Ventils 1 befestigten Steuerkolben 7, der in einem Zylin- der 9 gleitet, welcher auf dem Gehäuse 20 der Zapfpistole, z. B. auf einer Federstütze 3, befestigt ist. Der Steuerkolben 7 besitzt Ausgleichsöffnungen 10, die die beiden Räume des Zylinders 9 miteinander verbinden. Der Steuerkolben ist in dem Zylinder 9 mit Hilfe eines Dichtungsringes 8 abgedichtet. Der obere Raum des Zylinders 9 ist durch eine Zylinderverschraubung 11 abgeschlossen, wogegen der untere Raum durch eine Spindelführung 4 für die Ventilspindel 2 begrenzt ist. In dieser Spindelführung 4 sind Löcher 21 angeordnet, die eine Verbindung zum Flüssigkeitsweg der Zapfpistole herstellen.
Die Spindelführung 4 sitzt auf einem Flansch 22 der Federstütze 3, gegen den sich auch die Ventilfeder 18 abstützt, die anderseits über einen Federteller l'auf das Ventil 1 wirkt.
Die Ausgleichsöffnungen 10 in dem Steuerkolben 7 sind im Schliesssinn des Ventils 1 durch ein mit einer Feder 6 belastetes Steuerventil 5 verschlossen, welches eine feine Ausgleichsbohrung 17 aufweist.
Das Steuerventil 5 gibt bei der Öffnungsbewegung des Ventils 1 den vollen Querschnitt der Ausgleichsöffnungen 10 für einen Flüssigkeitsdurchtritt aus dem oberen Raum des Zylinders 9 in den unteren Zylinderraum frei.. Bei der Schliessbewegung des Ventils wird das Steuerventil auf seinen Sitz gedrückt, und dieFlüssigkeitsbewegung im umgekehrten Sinn muss durch die feine Ausgleichsbohrung 17 erfolgen. Die Schliessbewegung des Ventils 1 wird somit entsprechend gebremst.
Ein weiterer Flüssigkeitsweg ist durch eine axiale Bohrung 19 in der Ventilspindel 2 vorgesehen, die durch Querbohrungen 19'in den oberen Zylinderraum und 19" in den unteren Zylinderraum mündet. Die axiale Bohrung 19 ist durch einen Pfropfen 13 und eine Verlötung 12 verschlossen. Die obere Querboh- rung 19'ist in ihrem Querschnitt durch eine Steuerscheibe 16 veränderlich, die mit einer korrespondierenden Bohrung 16'versehen ist. Die Lage der Steuerscheibe 16 wird durch eine Mutter 14 und eine Sicherungsscheibe 15 fixiert.
Die untere Querbohrung 19" wirkt mit der Spindelführung 4 zusammen. Zu Beginn der Abwärtsbewegung des Ventils liegt sie oberhalb der Spindelführung 4, so dass ein zusätzlicher Flüssigkeitsausgleich zwischen dem unteren und dem oberen Zylinderraum freigegeben und ein rascher Schliessbeginn des Ventils 1 möglich ist. Im Verlauf der Schliessbewegung wird die Querbohrung 19" von der Spindelführung 4 verschlossen und der Flüssigkeitsausgleich kann nur mehr durch die feine Ausgleichsbohrung 17 erfolgen.
Die Veränderbarkeit des Querschnittes der Querbohrung 19'bezweckt, die Schliessgeschwindigkeit des Ventils bei verschiedener Zähflüssigkeit der auszugebenden Flüssigkeit gleichzuhalten. Bei Flüssigkeiten geringer Viskosität kann die Querbohrung 19'teilweise verschlossen und bei Flüssigkeiten mit grösserer Viskosität voll geöffnet werden. Die Steuerscheibe 16 ermöglicht auch, die Wirkung des zusätzlichen Flüssigkeitsweges vollkommen abzuschalten.
Die Zapfpistole selbst besitzt in ihrem Auslaufrohr 23 eine Luftleitung 24, die zu einer Membrane 25 führt. Diese Membrane 25 ist mit einem Steuerstift 26 für Steuerkugeln 27 verbunden, die einen Träger 28 für den Drehpunkt 29 eines Betätigungshebels 30 in einer Führung 31 in seiner oberen Stellung festhalten. Zwischen dem Träger 28 und der Führung 31 ist eine Feder 32 eingeschaltet. Das Öffnen des Ventils 1 erfolgt durch den Betätigungshebel 30, der in verschiedene Rasten 33 eingelegt werden kann. Damit
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ist der Flüssigkeitsweg durch ein Hilfsventil 34, welches, sobald die Flüssigkeitspumpe der Zapfsäule fördert, automatisch öffnet, freigegeben.
Sobald der Flüssigkeitsspiegel in einem Behälter steigt und die Luftleitung 24 schliesst, schwenkt die Membrane 25 durch den sich oberhalb der Membrane zufolge der Injektorwirkung durch die Düse 35 bildenden Unterdruck nach oben, die Kugeln 27 sind durch den Steuerstift 26 freigegeben, treten nach innen und die Ventilfeder 18 kann ein Schliessen des Ventils 1 bewirken, wobei eine Verschiebung des Drehpunktes 29 und damit des Betätigungshebels 30 nach unten erfolgt. Der Beginn dieser Schliessbewegung ist durch den Flüssigkeitsweg durch die Querbohrung 19", die axiale Bohrung 19, die Querbohrung 19'und die Bohrung 16'zunächst rascher.
Nach dem Verschluss der Querbohrung 19" durch die Spindelführung 4 erfolgt der Schliessvorgang langsamer, da der Flüssigkeitsdurchtritt vom unteren zum oberen Zylinderraum nur durch die dünne Ausgleichsbohrung 17 des Steuerventils 5 erfolgen kann. Das eigentliche Schliessen des Ventils 1 geschieht daher sanft und ohne nachteilige Rückwirkungen auf die Flüssigkeitspumpe und das Zählwerk, wodurch auch eine präzise Mengenabgabe erreicht wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Dämpfungseinrichtung für automatisch schliessende Zapfpistolen, gekennzeichnet durch die Vereinigung der an sich bekannten Merkmale, dass an der Spindel des automatisch schliessenden Ventils (1) ein in einem Zylinder (9) gleitender Steuerkolben (7) befestigt ist, dass in dem Steuerkolben Ausgleichs- öffnungen (10) zur Verbindung der beiden Räume des Zylinders (9) angeordnet sind, die beim Schliesshub des Ventils (1) durch ein federbelastetes, mit einer feinen Ausgleichsbohrung (17) versehenes Steuerventil (5) verschlossen sind, und dass die Ventilspindel (2) eine axiale Bohrung (19) mit oberhalb und unterhalB des Steuerkolbens (7) ausmündenden Querbohrungen (19', 19") aufweist, wobei die untere Querbohrung (19") in der Endphase der Schliessbewegung des Ventils (1) durch eine Führung (4)
der Ventilspindel (2) verschlossen ist.