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Lagergehäuse für Walz- un Pendelgleitlager
Die Erfindung bezit t sich auf ein Lagergehäuse zur Aufnahme eines Wälz-oder Pendelgleitlagers, wobei der Aussenring des Lagers axial und radial mit festem Sitz von zwei einander gleichen napfförmigen Lagerschalen aus Kunststoff umschlossen ist.
Aufgabe der Erfindung ist es. Lagergehäuse der bekannten Art zu verbessern, dies insbesondere da-
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geforIT. ten Blechteilemontierbar sind. Darüber hinaus soll das Lagergehäuse auch geräuscharm, also schwingungsdämpfend sein, weil Lagergehäuse der bekannten Art die von der Welle ausgehenden Impulse auf ihren sie stützen- den Körper weitergeben.
Erfindungsgemäss wird dieses dadurch erreicht, dass der Deckel, der Körper und die Grundplatte des
Lagergehäuses in an sich bekannter Weise aus spanlos geformten Blechteilen bestehen und die Lagerscha- len axial und radial von dem Gehäusedeckel und dem mit der Grundplatte, vorzugsweise durch Schwei- ssen, verbundenen Lagerkörper durch die von den diese verbindenden Mitteln, z. B. Schrauben, ausgehen- den Kräfte drehgesichert gehalten sind.
Eine einfache, vorteilhafte Lagerschmierung wird dadurch erreicht, dass erfindungsgemäss einmal die einander zugekehrten Flächen der KUl1Ststofflagerschalen einen eine ringförmige Schmiemut bildenden Abstand voneinander haben und dass zum andern auf dem den Aussenring des Lagers umschliessenden Flächen der Lagerschalen radial und axial miteinander verbundene Nuten angeordnet sind.
Sieht man noch in an sich bekannterWeiseRadialdichtringe in dem die Welle umgreifenden Teil der Lagerschalen vor, dann ist auch ein allseitig staubdichtes Lager geschaffen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Lagergehäuses dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1 das Lagergehäuse in schaubildlicher Darstellung, Fig. 2 einen Schnitt durch ein ein Kugellager aufnehmendes Lagergehäuse mit einer es durchgreifenden Welle, Fig. 3 und 5 zwei einander gleiche napfförmige Lagerschalen aus Kunststoff, die den Aussenring des Kugellagers aufnehmen, von denen die eine schaubildlich, die andere teilweise geschnitten, aber ebenfalls schaubildlich dargestellt ist, Fig. 4 den Lagerdeckel und Fig. 6 den Lagerkörper mit einer ihn tragenden Grundplatte, in schaubildlicher Darstellung.
In den Figuren ist mit 1 ein Gehäusedeckel, mit 2 ein Lagerkörper und mit 3 eine mit diesem an den mit 9 bezeichneten Stellen verschweisste Grundplatte bezeichnet. Deckel 1, Körper 2 und Grundplatte 3 bestehen aus spanlos geformten Blechteilen. 13 ist ein Kugellager, dessen Aussenring axial und radial mit festem Sitz von zwei einander gleichen napfförmigen Lagerschalen 4, die aus Kunststoff bestehen, umschlossen ist. Die Lagerschalen 4 sitzen ihrerseits axial und radial eingebettet in dem Gehäusedekel l und dem Lagerkörper 2. Gegen Drehung werden die Lagerschalen 4 und damit der Aussenring des Kugellagers 13 durch von den Lagerkörper 2 und den Gehäusedeckel 1 verbindende, nicht dargestellte Schrauben ausgehenden Kräfte gesichert.
Das Kugellager 13 sitzt hier mit Presssitz auf einer Welle 12.6 sind die Welle 12 staubdicht umgreifende, in den Lagerschalen 4 festsitzende Radialdichtringe. 5zist; Schmiernippel, durch den der Lagerschmierstoff eingeführt werden kann. Der Schmierstoff dringt durch den Nippel 5 in eine mit 7 bezeichnete ringförmige Schmiernut, die seitlich begrenzt wird von den einen entsprechenden Abstand zwischen sich lassenden einander zugekehrten Flächen der Kunststoffschalen.
Nach aussen wird die Schmiernut durch den Gehäusedeckel l und den Lagerkörper 2 und nach innen durch den Aussenring des Lagers 13 abgedichtet. In jeder den Aussenring des Lagers 13 umschliessenden Fläche der Kunststoffschalen 4 ist eine oder sind mehrere radial und axial miteinander verbundene Nuten 8 ein-
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gelassen, durch die der Schmierstoff aus der Schmiernut 7 zum Lager 13 und bis zu den Radialdichtringen
6 gelangt. 10 und 11 sind nicht dargestellten Lagerschrauben zugeordnete Löcher im Lagerdeckel l und im Lagerkörper 2 sowie in der Grundplatte 3.
Vor dem Aufziehen des Lagers 13 ist eine der beiden napfförmigen Kunststofflagerschalen 4 mit dem in sie eingelassenen Radialdichtring 6 auf die Welle 12 aufzulegen. Nachdem das warm aufgezogene und erfahrungsgemäss sich schnell wieder abkühlende Lager 13 fest auf der Welle 12 sitzt, kann die andere
Lagerschale 4 mit ihrem Radialdichtring 6 über die Welle gestreift und beide gleichzeitig an den Aussenring des Lagers 13 herangezogen und auf diesem mit Festsitz aufgezogen werden. Das Aufziehen der beiden Lagerschalen bereitet keine Schwierigkeit, weil die Kunststofflagerschalen, selbst wenn diese im Innendurchmesser um weniger kleiner als der Aussendurchmesser des Aussenringes des Lagers 13 sind, eine hinreichende Elastizität und Festigkeit aufweisen.
Alsdann sind der Lagerdeckel l und der Lagerkörper 2 auf die Lagerschalen 4 aufzubringen und beide durch in deren Löcher 10,11 eingebrachte, nicht dargestellte Schrauben mit der das Lagergehäuse stützenden Unterlage zu verbinden. Beim Festziehen der Lagergehäuseschrauben drücken sich die beiden Lagerschalen 4 in den Gehäusedeckel 1 und den Lagerkörper 2 ein, bis auch dort axial und radial ein solcher Festsitz erreicht ist, dass eine Drehung des Aussenringes des Lagers 13 nicht mehr möglich'ist. Nunmehr kann das Schmiermittel durch den Schmiernippel 5 in die ringförmige Schmiernut 7 eingeführt werden und von da durch die in den Innenflächen der Kunststoffschalen 4 axial und radial eingelassenen Schmiernuten 8 in das Lager 13 eindringen.
Die in den Kunststoffschalen 4 sitzenden, die Welle 12 umschliessenden Radialdichtringe 6 schützen an dieser Stelle das auch sonst ringsum hermetisch abgeschlossene Lager 13 vor Eindringen von Staub.
Das Freilegen des Lagers 13 ist sinngemäss in umgekehrter Reihenfolge vorzunehmen und bereitet ebenfalls keine Schwierigkeit.
Im Betrieb arbeitet das Lager 13 mit dem erfindungsgemässen Lagergehäuse, das in allen Teilen aus einfachen und deshalb leicht zu formenden Pressteilen besteht, sehr ruhig, was darauf zurückzuführen ist, dass die Lagerschalen aus Kunststoff bestehen, der bekanntlich schwingungsdämpfend und damit geräuschschluckend ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Lagergehäuse zur Aufnahme eines Wähl-oder Pendelgleitlagers, wobei der Aussenring des Lagers axial und radial mit festem Sitz von zwei einander gleichen napfförmigen Lagerschalen aus Kunststoff umschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (1), der Lagerkörper (2) und die Grundplatte (3) des Lagergehäuses in an sich bekannter Weise aus spanlos geformten Blechteilen bestehen und die Lager- ; chalen (4) axial und radial von dem Gehäusedeckel (1) und dem mit der Grundplatte (3), vorzugsweise durch Schweissen, verbundenen Lagerkörper (2) durch die von den diese (1, 2) verbindenden Mitteln (Schrauben zu den Löchern 10,11) ausgehenden Kräfte drehgesichert gehalten sind.