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Auswechselbarer Brunnenfllter,
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein auswechselbarer Brunnenfilter.
Bisher wurden die Wässer entweder gar nicht filtriert, sondern ausfliessend den Pumpenvorrichtungen zugeführt, oder aber man liess dieselben durch gelochte Rohre oder Gewebe strömen, wobei namentlich bei lockeren Gebirgsschichten oder Erdreich die Sandteile einfach mitfortgeschlemmt wurden und in der Folge derartige Seihervorrichtungen, welche nur verhältnismässig kleine, freie Filterfläche aufzuweisen haben, nach kurzer Zeit infolge Verstopfung ihren Zweck verfehlten, ja in den meisten Fällen das freie Ausfliessen des Wassers hinderten. Es ist nicht selten vorgekommen, dass derartige Anlagen nach und nach ihre ursprüngliche Wasserergiebigkeit eingebüsst haben und nach besonderen Mitteln zur Abstellung dieses Übels gesucht werden musste.
Meistens ist man bestrebt, solche Sieb-und Seihervorrichtungen entweder zu reinigen oder nach erfolgter Beseitigung durch neue zu ersetzen. Eine Reinigung ohne Entfernen ') er meist durch Verrosten unbrauchbar gewordenen Vorrichtungen in Brunnen oder Bohr- tonhern mit Erfotg durchzuführen, ist gänzlich unmöglich, namentlich ist die Reinigung der Filtervorrichtungen in sehr tiefen Bohrlöchern derart erschwert, dass diese manchmal schon während des Einbaues versanden.
Es gelingt auch nicht immer das Entfernen solcher veralteter Vorrichtungen und selbst wenn diese mit bedeutendem Kostenaufwand durch neue ersetzt werden können, kann man nur mit einer zeitweiligen Abhilfe rechnen. Es besteht kein Zweifel, dass bei allen diesen bisher bekannten Vorrichtungen eine Versandung oder Verstopfung nach gewisser Zeit unbedingt immer eingetreten ist ; eine teilweise Auswechslung einer jeden Filtervorrichtung blieb eine unumgängliche Notwendigkeit.
Alle diese Nachteile vermeidet der nach vorliegender Erfindung konstruierte, auswechselbar Brunnenfilter.
In ein Bohrloch B kommt eine wasserführende Gebirgsschichte c vor, deren Wasser- zufluss in den Pfeilrichtungen zuströmt und aufsteigt. Um die Fassung des aufstrebenden
Wassers zweckentsprechend zu bewerkstelligen, werden von der Tagesoberfläche bis zu dleser wasserführenden Schichte die Bohrlochwände mittels Röhren D gesichert bezw. b- gesperrt ; innerhalb der wasserführenden Schichte bleiben die Bohrlochwände unverrohrt und wird an dieser Stelle ein konisches, perforiertes Gefäss A, bestehend aus einem oder mehreren zusammensetzbaren, miteinander verbundenen Toilstürlken a, b eingesetzt.
Die Mantelfläche wird mit schrägen, etwa unter 45 () gegen die Horizontale geneigten Schlitzen (Fig. 3) versehen, welche den Zweck haben, während des Einsetzens eine eventuelle, vollständige Verstopfung zu verhindern, weil im äussersten Falle immer noch zwei Drittel der Öffnungen freibleiben.
Im Innern dieser Gefässe werden beispielsweise halbkugelförmige, perforierte oder aus
Drahtgeflecht hergestellte, etagenmässig übereinander gelagerte, mit Kies K gefüllte Behälter e eingesetzt : hiebei bleiben die Zwischenräume i unausgefüllt, somit leer und in dieser Anordnung liegt der Hauptvorteil dieser Erfindung, weil dadurch das entströmende Wasser bis in das Innere der Filterkörper jeweilig freien Zutritt hat und jede Sandablagerung automatisch wieder ausgeschwemmt wird. Schliesslich werden die eingelassenen Gefässe mit
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dem Tagkranz durch eine Zugstange s verbunden ; diese letztere Verbindung dieut dazu, um nach Bedarf den Filterkörper hoch zu ziehen bezw. zu versenken und da sie hohl ist, Luftzutritt zu vermitteln.
Bei etwa eintretender Versandung des Filters wird derselbe mit dem Zuggestänge angehoben, verdreht und wiederum versenkt, wodurch die in den Filteretagen bezw. in den Aussparungen angesammelten Fremdkörper durch diese Bewegungen in einigen Minuten rein ausgewaschen bezw. ausgeschlemmt werden und sich in dem Bohrlochsumpf S ab. lagern, so dass die Filter wieder vollständig gereinigt bezw. betriebsfähig gemacht werden.
Stellt sich nach Jahren heraus, dass der nach Bedarf tiefe Bohrlochsumpf 8 vollgefüllt ist, so wird der ganze Filterkörper aus dem Bohrloch am Zuggestänge herausgezogen und der abgelagerte Schlamm mittels einer Schmandbüchse aus dem Bohrloch beseitigt und der unveränderte, mit frischem Kies gefüllte Filterkörper wieder in das Bohrloch eingesetzt. Hat das Bohrloch mehrere wasserführende Schichten, so werden mehrere derartige Filter eingesetzt, welche untereinander durch das Gestänge z verbunden sind.
PATENT. ANSPRÜCHE :
1. Auswechselbarer Brunnenfilter, dadurch gekennzeichnet, dass in ein konisches Gefäss fa)) andere mit Kies gefüllte, gelochte oder aus Draht geflochtene Behälter (e) etagenförmig eingebaut sind, zwischen welchen Hohlräume (i) freibleiben, in welche sich der grösste Teil der Fremdkörper ablagert, wodurch ein Verstopfen der Filtergefässe (e) vermieden wird.