AT22609B - Verfahren, um Schmelzgut auf gleichmäßiger Temperatur zu erhalten. - Google Patents

Verfahren, um Schmelzgut auf gleichmäßiger Temperatur zu erhalten.

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AT22609B
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Paul Schmidt & Desgraz
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  Verfahren, um Schmelzgut auf gleichmässiger Temperatur zu erhalten. 



   Die Erfindung bezieht sich auf Öfen, wie solche beispielsweise zum Schmelzen von Glas, zur Erzeugung von Stahl nach dem Siemens-Martin-Verfahren und für sonstige ähnliche Schmelz- und Heizzwecke benutzt werden. Bei dem Schmelzen von Glas, insbesondere wenn dasselbe zur maschinellen Herstellung von Flaschen u. dgl. benutzt werden soll, ist es notwendig, dass die geschmolzene Masse in allen Teilen des Ofens, also an allen Entnahmestellen, eine gleichmässige Temperatur und infolgedessen eine gleiche Flüssigkeit aufweist, denn   je ungleichmässiger durchgoschmolzen das   den verschiedenen Teilen des Ofens entnommene Glas ist, desto schwieriger und unregelmässiger gestaltet sich die Maschinenarbeit, desto   ungleichmässiger fällt   das Produkt aus. 



   Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren, um hei derartigen Öfen das zu behandelnde Gut in allen Teilen auf möglichst   gleichmässiger   Temperatur zu erhalten. 



  Zu dem Zwecke wird auf das in den Ofen aufgegebene Gut zwecks   Schmelzens   oder Erhitzons desselben   ein Gasstrom geleitet, welchem   zur Erzeugung der erforderlichen Schmelz- 
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 hinter der Einführungsstelle dieses Luftgasgemisches wird ein zweites Gemische von Luft und Gas eingeleitet, welchem das Gas jedoch im Überschuss beigemischt ist. Diese beiden   Zuführungen   des Gas- und Luftgemisches sind senkrecht oder geneigt zueinander angeordnet.

   Es bildet sich mit dem   Überschusse   der Luft der zuerst eingeleiteten Mischung durch Verbrennung des der zweiten Stelle   zugeführten     Gasüberschusses   eine lange über den gesamten Ofeninhalt   gleichmässig   sich ausbreitende Flamme, welche das geschmolzene oder erhitzte Gut überall auf gleichmässiger Temperatur erhält. Während beispielsweise bei einem etwa 9   m   langen Glasschmelzofen der Temperaturunterschied an den ersten und letzten Entnahmestellen oft   100"und mehr betrug, ist   dieser Unterschied bei Anwendung des neuen Verfahrens nur noch etwa 26-30 . 



   Auf der beiliegenden Zeichnung sind zwei zur Ausführung des Verfahrens dienende Öfen, wie solche beispielsweise zum Schmelzen von Glas benutzt werden, dargestellt, und zwar ist Fig. 1 ein senkrechter Längsschnitt durch einen solchen Ofen, Fig. 2 ein senk-   rechter Längsschnitt durch eine   andere   Ausführungsform,   Fig. ; ein wagrechter Schnitt nach Linie E-F von Fig. 1, Fig. 4 ein senkrechter Querschnitt nach Linie A-B von 
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 rochter Querschnitt nach Linie G-H von Fig. 1. 



   In der Stirnwand des Ofens a nächst der Aufgabestelle des zu   schmelzenden   oder zu erhitzenden Gutes sind Düsen d in der erforderlichen Höhe und in geeignetem Neigungswinkel   angeordnet,   durch welche aus den   Kanälen/'Luft   in das Ofeninnere zugeleitet wird. Hinter den Dusen d sind Düsen c angeordnet, welche zur Zuführung von Gas aus den Leitungen b dienen. In letztere sind   Ventile q eingeschaltet,   so dass die Gaszufuhr zu jeder einzelnen Düse c nach Bedarf geregelt werden kann, in die Kanäle f sind zur 
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 wand ausgesparte Kanäle vermittels des Ventilators h und Rohr 9 in die'Kanäle f gedrückt.

   Zwischen Rohr y und   Kanälen f kann   ein auf der Zeichnung nicht dargestellter Rekuperator zur stärkeren Vorwärmung, der Luft angeordnet sein. 
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 führung von Luft dienen. Das Gas wird'den'Düsen n durch die Kanäle s und m, die Luft den Düsen p durch Kanäle o und t zugeleitet. Während nun durch die Düsen c, d ein brennbares Gemisch zum Schmelzen bezw. Erhitzen des Gutes, welches einen erheblichen Überschuss an Luft aufweist, eingeleitet wird, wird durch die Düsen n, p ein brennbares Gemisch zugeführt, welches einen erheblichen Überschuss an brennbarem Gas besitzt, so dass sich von den Düsen n, p aus eine lange Flamme bildet, welche das geschmolzeneoder erhitzte Gut in allen seinen Teilen auf fast   gleichmässiger   Temperatur erhält. 



   Anstatt die zweiten Düsen n, p in grösserer Entfernung hinter den Düsen   c, d   anzuordnen, können dieselben auch zufolge Fig. 2 dicht oberhalb der letzteren angebracht sein, so dass das durch die Düsen n', pi eingeleitete Gasgemisch sich mit der zuerst eingeleiteten Gasmischung   bcxw.   deren Verbrennungsprodukten unmittelbar, nachdem erstere auf das zu behandelnde Gut eingewirkt hat, zur Bildung der langen Flamme mischt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren, in Glas-, Stahl-, Metallschmelzöfen, Schweiss-, Wärmöfen u. dgl. das geschmolzene oder erhitzte Gut in allen Teilen auf möglichst gleichmässiger Temperatur zu erhalten, dadurch gekennzeichnet, dass auf das Gut zum Zwecke des Erhitzens oder Schmelzens desselben ein Gasgemisch mit einem Überschuss von Luft und an einer zweiten geeigneten Stelle ein Gasgemisch mit einem Überschuss von Gas eingeleitet wird, derart, dass die beiden Gas-und Luftgemische senkrecht zueinander oder in geeignetem Winkel zusammentreffen.
AT22609D 1905-03-08 1905-03-08 Verfahren, um Schmelzgut auf gleichmäßiger Temperatur zu erhalten. AT22609B (de)

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