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Verfahren, um Schmelzgut auf gleichmässiger Temperatur zu erhalten.
Die Erfindung bezieht sich auf Öfen, wie solche beispielsweise zum Schmelzen von Glas, zur Erzeugung von Stahl nach dem Siemens-Martin-Verfahren und für sonstige ähnliche Schmelz- und Heizzwecke benutzt werden. Bei dem Schmelzen von Glas, insbesondere wenn dasselbe zur maschinellen Herstellung von Flaschen u. dgl. benutzt werden soll, ist es notwendig, dass die geschmolzene Masse in allen Teilen des Ofens, also an allen Entnahmestellen, eine gleichmässige Temperatur und infolgedessen eine gleiche Flüssigkeit aufweist, denn je ungleichmässiger durchgoschmolzen das den verschiedenen Teilen des Ofens entnommene Glas ist, desto schwieriger und unregelmässiger gestaltet sich die Maschinenarbeit, desto ungleichmässiger fällt das Produkt aus.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren, um hei derartigen Öfen das zu behandelnde Gut in allen Teilen auf möglichst gleichmässiger Temperatur zu erhalten.
Zu dem Zwecke wird auf das in den Ofen aufgegebene Gut zwecks Schmelzens oder Erhitzons desselben ein Gasstrom geleitet, welchem zur Erzeugung der erforderlichen Schmelz-
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hinter der Einführungsstelle dieses Luftgasgemisches wird ein zweites Gemische von Luft und Gas eingeleitet, welchem das Gas jedoch im Überschuss beigemischt ist. Diese beiden Zuführungen des Gas- und Luftgemisches sind senkrecht oder geneigt zueinander angeordnet.
Es bildet sich mit dem Überschusse der Luft der zuerst eingeleiteten Mischung durch Verbrennung des der zweiten Stelle zugeführten Gasüberschusses eine lange über den gesamten Ofeninhalt gleichmässig sich ausbreitende Flamme, welche das geschmolzene oder erhitzte Gut überall auf gleichmässiger Temperatur erhält. Während beispielsweise bei einem etwa 9 m langen Glasschmelzofen der Temperaturunterschied an den ersten und letzten Entnahmestellen oft 100"und mehr betrug, ist dieser Unterschied bei Anwendung des neuen Verfahrens nur noch etwa 26-30 .
Auf der beiliegenden Zeichnung sind zwei zur Ausführung des Verfahrens dienende Öfen, wie solche beispielsweise zum Schmelzen von Glas benutzt werden, dargestellt, und zwar ist Fig. 1 ein senkrechter Längsschnitt durch einen solchen Ofen, Fig. 2 ein senk- rechter Längsschnitt durch eine andere Ausführungsform, Fig. ; ein wagrechter Schnitt nach Linie E-F von Fig. 1, Fig. 4 ein senkrechter Querschnitt nach Linie A-B von
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rochter Querschnitt nach Linie G-H von Fig. 1.
In der Stirnwand des Ofens a nächst der Aufgabestelle des zu schmelzenden oder zu erhitzenden Gutes sind Düsen d in der erforderlichen Höhe und in geeignetem Neigungswinkel angeordnet, durch welche aus den Kanälen/'Luft in das Ofeninnere zugeleitet wird. Hinter den Dusen d sind Düsen c angeordnet, welche zur Zuführung von Gas aus den Leitungen b dienen. In letztere sind Ventile q eingeschaltet, so dass die Gaszufuhr zu jeder einzelnen Düse c nach Bedarf geregelt werden kann, in die Kanäle f sind zur
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wand ausgesparte Kanäle vermittels des Ventilators h und Rohr 9 in die'Kanäle f gedrückt.
Zwischen Rohr y und Kanälen f kann ein auf der Zeichnung nicht dargestellter Rekuperator zur stärkeren Vorwärmung, der Luft angeordnet sein.
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führung von Luft dienen. Das Gas wird'den'Düsen n durch die Kanäle s und m, die Luft den Düsen p durch Kanäle o und t zugeleitet. Während nun durch die Düsen c, d ein brennbares Gemisch zum Schmelzen bezw. Erhitzen des Gutes, welches einen erheblichen Überschuss an Luft aufweist, eingeleitet wird, wird durch die Düsen n, p ein brennbares Gemisch zugeführt, welches einen erheblichen Überschuss an brennbarem Gas besitzt, so dass sich von den Düsen n, p aus eine lange Flamme bildet, welche das geschmolzeneoder erhitzte Gut in allen seinen Teilen auf fast gleichmässiger Temperatur erhält.
Anstatt die zweiten Düsen n, p in grösserer Entfernung hinter den Düsen c, d anzuordnen, können dieselben auch zufolge Fig. 2 dicht oberhalb der letzteren angebracht sein, so dass das durch die Düsen n', pi eingeleitete Gasgemisch sich mit der zuerst eingeleiteten Gasmischung bcxw. deren Verbrennungsprodukten unmittelbar, nachdem erstere auf das zu behandelnde Gut eingewirkt hat, zur Bildung der langen Flamme mischt.