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Elektronischer Datenverarbeiter
Die bekannten Buchungsmaschinen, wie z. Bostra, Burroughs, usw. enthalten in die Maschinen ein- gebaute, mechanische Speicher (Registrierwerke). Einige Typen, die sogenannten Fakturiermaschinen, sind auch mit eingebautem Multiplikationswerk versehen, z. B. die Rheinmetall Maschinen. Die gemeinsame Eigenschaft dieser mechanischen bzw. elektromechanischen Maschinen besteht darin, dass die im allgemeinen geringe Anzahl der Speicher nicht veränderbar ist und nicht erhöht werden kann und dass diese Maschinen demzufolge für Buchhaltungs- und Administrationsarbeiten, bei welchen die eingegebenen Posten nach mehrerlei oder sich zahlenmässig wengeneud wecllselnden (jesichtspunkten zu registrieren sind, wirtschaftlich lediglich selten angewendet werden können.
Zur Beseitigung dieser Nachteile stellen einige Firmen Buchungsmaschinen mit elektronischem Rechenwerk her. Bei diesen Maschinen bildet das elektronische Werk einen ebenso fix eingebauten Teil der Maschine, wie bei den mechanischen Buchungsmaschinen. Die elektronischen Buchungsmaschinen ermöglichen ein differenzierteres Speichern, als die mechanischen, doch kann als Nachteil festgestellt werden, dass das relativ kostspielige elektronische Rechenwerk nur mit einem einzigen Ein-und Ausgabegerät, z. B. mit einer Schreibmaschine, verbunden ist, dementsprechend kann dieselbe nur durch eine Person benützt werden, so dass letzten Endes die Leistung der Maschine von der Arbeitsgeschwindigkeit dieser einzigen Arbeitskraft abhängig ist.
Der erfindungsgemässe elektronische Datenverarbeiter kann zu gleicher Zeit, parallel und vollautomatisch die von mehreren-z. B. 30-angeschlossenen Eingabegeräten (z. B. Buchungs-, Schreib- und Addiermaschinen, Registrierkassen usw.) anlangenden Impulse bzw. Informationen bearbeiten. Die Speicherkapazität des zentralen elektroniscnen Datenverarbeiters kann nach Bedarf erweitert werden und das Speichern der Daten kann bei einer einmaligen Dateneingabe automatisch nach beliebig vielen Gesichtspunkten erfolgen. Die mit der einzigen Zentralanlage verbundenen Ein-und Ausgabegeräte können verschieden sein, wobei ihre Anzahl lediglich durch die Rechengeschwindigkeit der Zentralanlage begrenzt ist. Zur Zeit, gemäss dem Stand der Technik, kann man mit 30 - 60 Ein- und Ausgabegeräten rechnen.
Dementsprechend sind die Leistungs- und Kapazitätverhältnisse der vollständigen Anlage ausgeglichen und infolgedessen wirtschaftlich.
Obwohl der grundsätzliche Vorteil der erfindungsgemässen Einrichtung in der direkten und parallelen, gleichzeitigen und unbeschränkten Möglichkeit der Ein-und Ausgabe besteht, ist die Einrichtung auch zur Verarbeitung von Daten mittels eingefügter Informationenträger, z. B. Lochbänder, geeignet. Die erfindungsgemässe Einrichtung weicht aber wesentlich in dem von den bekannten Lochstreifen-, Kartenusw. verarbeitenden Elektronenrechnern ab, dass sie einerseits zu gleicher Zeit von mehreren Lochstrei- fen-, Lochkarten-usw.-Ablesegeräten Daten übernehmen kann, anderseits an mehrere Schnelldrucker, Kartenlocher usw. die berechneten Ergebnisse ausgeben kann.
Der prinzipielle Aufbau der erfindungsgemässen Einrichtung ist in Fig. l dargestellt. Die Einheit A enthält die erwähnten, zur Abgabe von elektrischen Impulsen bzw. Wellen geeigneten Ein- und Ausgabegeräte und das dezimalbinärische Kodierungswerk. Am Ausgang erscheinen die kodierten Impulse. Die Einheit B ist die im vorliegenden Zusammenhang belanglose Verbindung zu der sogenannten Zentralanlage. Die Einheit C soll als "Memorie" bezeichnet werden ; in ihr werden die über"B"gleichzeitig anlangenden Daten bis zur Verarbeitung gespeichert. Die Einheiten D und E sind Operationen verrichtende
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Einrichtungen, das Sammelspeicher- und bzw. oder Multiplikationswerk.
Die Einheit F ist die Maschinenauswähleinrichtung, welche die Resultate zwecks Ausschreibens (zwecks Wiedergabe) an diejenige Maschine, die die Aufgabe eingegeben hat, oder an irgendeine andere angeschlossene Maschine, die das Resultat fordert, richtet.
Die Speicherkapazität der Einrichtung kann durch die Erweiterung der in der Einheit C enthaltenen magnetischen Memorie praktisch als unbegrenzt betrachtet werden.
Der wesentliche Unterschied, der unter den bekannten mechanischen und elektronischen-Buchungs- maschinen und der erfindungsgemässen Einrichtung besteht, wird im folgenden durch ein Beispiel erläutert.
Es wird angenommen, dass bei einem Unternehmen zur Buchung der Akkordlöhne z. B. fünf Buchungsmaschinen eingesetzt werden müssen, wobei die Löhne in der Kostenrechnung auf hundert Erzeugnisse und zwanzig Werkstätten gruppiert werden. Die Normabweichungen usw. müssen je Erzeugnis und Werkstatt abgesondert ausgewiesen werden. Falls bekannte Buchungsmaschinen eingesetzt werden, so müssen bei sämtlichen Buchungsmaschinen die oben angeführten Speicherungsanforderungen, und auch die Verrichtung der notwendigen Multiplikationen gesichert sein. Die allgemein bekannten mechanischen Buchungsmaschinen können derartigen-an und für sich einfachen Anforderungen - nur in geteilten mehrfachen Arbeitsgängen entsprechen. Bei den elektronischen Buchungsmaschinen - welche zur Speicherung gemäss
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Wird bei derselben Arbeit die erfindungsgemässe Einrichtung eingesetzt, so werden anstatt der fünf kostspieligen elektromechanischen, auch mit Multiplikationswerk ausgerüsteten, oder elektronischen Buchungsmaschinen lediglich fünf einfache und dementsprechend verhältnismässig billige Ein- und Ausgabegeräte (z. B. Schreibmaschinen oder Addiermaschinen mit Schüttelwagen) benötigt, da ja sämtliche Re- chenaufgaben-ohne Beschränkungen der Speicherkapazität - in einer einzigen Zentralanlage verrichtet werden.
Wird infolge der steigenden Anzahl der zu verrechnenden Belege eine weitere Arbeitsstelle benötigt, so muss bei den bekannten Möglichkeiten eine weitere komplette mechanische oder elektronische Buchungsmaschine eingesetzt werden. Im Gegensatz dazu wird bei der erfindungsgemässen Einrichtung lediglich ein weiteres einfaches Ein-und Ausgabegerät benötigt. Ändert sich die Anzahl der Erzeugnisse, der Werkstätten usw., wobei sich die Anzahl der zu speichernden Datenarten erhöht, so müssen bei den bekannten Maschinen-entweder alle fünf Buchungsmaschinen durch Maschinen grösserer Speicherkapazität ersetzt, oder aber weitere geteilte Arbeitsgänge organisiert werden. Beide Lösungen sind unvorteilhaft.
Bei der erfindungsgemässen Einrichtung kann eine weitere Speicherkapazität durch die Ergänzung der zentralen Memorie leicht und sehr wirtschaftlich erzielt werden.
Es ist einleuchtend, dass die erfindungsgemässe Einrichtung aus mehreren Gründen eine wirtschaftlichere Mechanisierungsmöglichkeit bietet, als dies mit den bekannten Buchungsmaschinen vorstellbar war, auch deshalb, weil die Einrichtung, unter anderem infolge ihrer zielbewusst beschränkten arithmetischen Bereitschaft, ungefähr dieselben Herstellerkosten erfordert, wie eine elektronische Buchungsmaschine.
Bei der mittels elektronischer Anlagen erfolgenden und lediglich primitive mathematische Anforderungen stellenden Mechanisierung der Büro- und Buchhaltungsarbeiten, muss auch in Betracht genommen werden, dass zum Buchen einer Zeile (eines Beleges) im allgemeinen etwa 20 - 50 sec benötigt werden.
Je Posten (Zeile) hat das elektronische Rechenwerk bei den wichtigsten Massenarbeiten nur einige Registrierungen und eventuell 1 - 2 Multiplikationen zu verrichten. Die dazu notwendige Rechaungszeitdauer beträgt 1 - 2 millisec. Der Ausnützungsgrad der bekannten elektronischen Buchungsmaschinen ist demgemäss gering. Um einen günstigeren Ausnutzungsgrad zu erzielen, schalteten in der letzteren Zeit einige Herstellerfirmen (z. B. Astra) an ein elektronisches Multiplikationsgerät (jedoch nicht an einen Speicher) höchstens drei mechanische Buchungsmaschinen.
Durch dieses Verfahren wurde ein höherer Aus- nutzungsgrad erzielt, doch entstand infolge der angewandten Technik ein neuer beträchtlicher Nachteil : Während der Eingabe der Faktoren und des Ausschreiben des Produktes kann das elektronische Multiplikationsgerät immer nur mit einer von den durch Kabel angeschlossenen Buchungsmaschinen zusammenwirken, wobei die Betätigung der übrigen Buchungsmaschinen abgestellt werden muss. Da gleichzeitig durchzuführende Eingaben praktisch unvermeidlich sind, entstehen in der Arbeit Stockungen, die nicht so sehr als aus technischen Gründen notwendige Zeitausfälle zu beachten sind, sondern weil sie das Buchhaltungspersonal oft aus dem Takt bringen, die Aufmerksamkeit ablenken und auf diese Weise Fehler veranlassen.
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Die erfindungsgemässe Einrichtung erhöht die Wirtschaftlichkeit der elektronisch durchgeführten Bu- chungsarbeiten einesteils dadurch, dass sie die Arbeit mit 30 - 60 Ein-und Ausgabegeräten ermöglicht, wodurch ein bisher nicht erzielter hoher Ausnützungsgrad der elektronischen Einheit erreicht wird, andern- teils - was von entscheidender Wichtigkeit ist-auch dadurch, dass die elektronische Einheit von sämt- lichen Ein-und Ausgabegeräten, ohne irgendwelche Beschränkung, gleichzeitig die Informationen emp- fangen und die zur weiteren Buchführung notwendigen Ergebnisse binnen 0,2 sec zurückgeben kann.
Dies wird erfindungsgemäss technisch einerseits durch eine die Informationen primär empfangende und zwi- schenspeichernde puffermemorie, anderseits durch eine die berechneten Posten durch eine Maschinen- wählereinrichtung zurückleitende Einheit erzielt.
Es wird auch durch die Erfindung ermöglicht, dass bei grösseren Unternehmungen, Instituten usw. an- statt der bekannten und grösstenteils zum Schreiben nicht geeigneten elektrischen Tisch-Rechenmaschinen die in verschiedenen Räumen untergebrachten Arbeitsplatten nur mit einfachen Ein- und Ausgabegeräten ausgerüstet werden. Zu diesem Zwecke können auch die ohnehin notwendigen Schreibmaschinen dienen.
Diese Maschinen stehen mit der erfindungsgemässen elektronischen Zentraldatensammleranlage in Ver- bindung. Bei den Ein- und Ausgabegeräten sind die Faktoren und Ergebnisse der Rechnungsoperationen in
Schrift vorhanden, was besonders bei den zu dokumentierenden Berechnungen, z. B. bei Buchungsaufga- ben, aus mehreren Gesichtspunkten vorteilhaft ist.
Die erfindungsgemässe elektronische Anlage ist-wie dies im folgenden erläutert wird-auch zum
Verrichten anspruchsvollerer mathematischer Aufgaben geeignet. So wird eine neue Möglichkeit zum ra- tionellen Mechanisieren sämtlicher, bei einer Unternehmung vorkommenden Berechnungsarbeiten gebo- ten.
Ein Ausführungsbeispiel und das Betätigungsprinzip der Erfindung ist aus der Fig. 2 ersichtlich.
Beim Abdrücken je einer Zahlentaste der mechanischen Buchungsmaschine 1 entsteht ein elektrischer Impuls, welcher eine dekadische Zahl symbolisiert und in das Umkodierungswerk 2 geleitet wird, wo diese in eine binäre Kode umkodiert wird. Die umkodierten Zahlen werden in dem Speicherregister 3 gespeichert. Der Titelwählerstromkreis 4 gibt die in dem Speicherregister 3 aufbewahrten Zahlen in einen freien Titel der mehrkanaligen Puffermemorie 5 durch die elektronische Schreibeinheit 6 ein. Es werden in die Speichereinheit 4-5-6 der Titel der Buchungsangabe (Sammelnummer), das Vorzeichen der auszusammelnden Angabe, sowie die auszusammelnde Angabe (Wort) selbst eingegeben. Jeder Kanal der Puffermemorie 5 steht in unmittelbarer Verbindung mit je einem Eingabegerät.
Demgemäss kann der Angabesammler 4-5-6 mit so viel Eingabegeräten 1-2-3 verbunden werden, wieviel Kanäle in der Memorie vorhanden sind. Aus der Puffermemorie 5 schaltet die Schaltmaschine 7 gemäss eines vorbestimmten Programmes die Kanäle mittels Selbststeuerung nacheinander an die elektronische Ableseeinheit 8, wobei die in den Kanälen gespeicherten magnetischen Signale abgelesen werden. Zunächst wird der im Kanal gespeicherte Titel, sodann das Vorzeichen der gespeicherten Angabe und erst nachher die Angabe selbst abgelesen. Der Steuerstromkreis 9 leitet den durch die Schaltmaschine angelangten Titel in den Koinzidenzstromkreis 10, wobei gleichzeitig, im Falle einer Übereinstimmung des Titels und des Steuerzeichens, durch den Steuerstromkreis der Kopfauswählerstromkreis 12 eingeschaltet wird. Hiedurch wird der entsprechende Schreib-Lesekopf ausgewählt.
Durch diesen Kopf wird das dem Titel entsprechende, in der Memorie 24 gespeicherte Wort abgelesen, und durch die Ableseeinheit 13 je Ziffer in die elektronische Additions-und Korrigierungseinheit 14 übermittelt. Inzwischen werden die neuen angelangten Buchungsangaben (Wörter) durch den Steuerstromkreis 9 mittels der Schaltmaschine 15 in der Speichereinheit 16 aufgespeichert. Durch die Schaltmaschine 17 werden die aufgespeicherten Zahlen unter Fortschalten des Steuerstromkreises 11 aus dem Speicher 16 im Rhythmus der Ableseeinheit je Ziffer in den Additionsstromkreis übermittelt. Nach der Addition der Zanlen in 14 gelangt das Ergebnis durch die Schaltmaschine 18 in den Speicher 19, während der Rest im Additionsstromkreis 14 gespeichert und zu den neu anlangenden Zahlen addiert wird.
Ist das Addieren beendet und das Speicherregister 19 aufgefüllt, so werden die im Registerwerk der Schaltmaschine 20 gespeicherten Zanlen auf Veranlassung des Koinzidenzstromkreises 10 durch den Steuerstromkreis 21-welcher von dem Steuerstromkreis 11 Stundensignale erhält-entweder in die Schreibeinheit 22 geleitet, welche dieselben durch die Kopfwählereinheit in den magnetischen Speicher 24 eingibt, oder durch den Maschinenwählerstromkreis 23 in die Umkodierungseinheit 2 der Ausschreibemaschine übermittelt, wo die in binärer Form gespeicherten Zahlen in dezimale Zahlen umkodiert werden und das erhaltene Ergebnis durch das Eingabegerät ausgeschrieben wird.
Eine andere beispielsweise Ausführungsform der Erfindung und die Betätigung des zentralen Multiplikationswerkes ist in Fig. 3 dargestellt. Die durch die Buchungsmaschine 1 in dezimalem System angegebenen miteinander zu multiplizierenden Zahlen werden in dem Umkodierungsgerät 2 in binäres System
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umkodiert und die auf diese Weise erhaltenen Zahlenwerte in dem Speicherregister 3 so lange gespeichert, bis an einem mit der Buchungsmaschine 1 verbundenen Kanal der magnetischen Puffermemorie 5 freie
Stellen zur Aufnahme der in dem Speicher aufgespeicherten Zahlen gesichert werden. In die Pufferme- morie werden die Zahlen in Form von magnetischen Zeichen durch die elektronische Schreibeinheit 6 eingetragen.
Das Einschreiben der einzelnen Zahlen erfolgt unter Einfügung des Titelwählerstromkrei- ses 4, wodurch gesichert wird, dass die durch die Buchungsmaschine eingegebenen Zahlen in den Kanal der magnetischen Memorie nacheinander eingetragen werden. Nach dem Vollenden der Eingabe werden beide Faktoren nacheinander in die Puffermemorie 5 eingetragen. Aus der Puffermemorie wird mittels der Schaltmaschine 7 durch die elektronische Ableseeinheit 8 die unter je einem Titel aufgezeichnete, aus zwei Faktoren - aus dem Multiplikand und dem Multiplikator-bestehende Zahlengruppe in den Steu- erstromkreis 9 übermittelt. Von hier werden die angelangten Impulse in das Multiplikationsregisterwerk
25 übertragen, wo die Multiplikation verrichtet wird.
Das Produkt gelangt aus dem Multiplikationsregi- sterwerk über den Maschinenwählerstromkreis 23 in das Speicherregisterwerk 26 und von dort über den
Umkodierungsstromkreis 2, in welchem das in binärem System kodierte Produkt in dezimales System um- kodiert wird, in die Buchungsmaschine, wo dasselbe ausgegeben wird.
Eine weitere Ausführungsform wird dadurch gebildet, dass durch das Sammel- und Multiplikations- werk eine einzige Einheit gebildet wird. In diesem Fall werden z. B. zehn Schreibmaschinen an die Einrich- tung geschaltet, wodurch ein Fakturiermaschinenaggregat ausserordentlich hoher Leistung erzielt wird.
Diese Maschine unterscheidet sich grundsätzlich von den bekannten Fakturiermaschinen dadurch, dass die- selbe durch die Warennummern usw. gesteuert, das vollkommene Buchungssammeln und statistische Sam- meln verrichtet. Da auch be? dieser Kombination die einfachsten Eingabe-Ausschreibegeräte angewen- det werden können, sind die wirtschaftlichen Vorteile der Erfindung ausserordentlich auffallend. Ausser der
Fakturierung kann die mit mehreren Maschinen arbeitende zentrale Sammel-Multiplikationseinrichtung bei den Banken mit einfachen Schaltermaschinen zusammengeschaltet, vorteilhaft angewendet werden.
In diesem Fall entsteht aus dem logischen Zusammenbau der in Fig. 2 und 3 dargestellten Einheit eine neue Ausführungsform gemäss Fig. 4, bei welcher durch den Steuerstromkreis 9 die Zahlen entweder in den Sammler 30 oder in das Multiplikationswerk 25 übermittelt werden, wobei die Angaben des Multi- plikationswerkes durch den Sammler und die Angaben des Sammlers durch das Multiplikationswerk ange- wendet werden können.
Bei einer weiteren Ausführungsform wird die Puffermemorie 5 zur Verrichtung von einfachen mathe- matischen Berechnungen mit einer Routineprogrammsteuereinrichtung ergänzt. In diesem Fall werden die durch die einzelnen Eingabegeräte eingegebenen Zahlangaben, die in der Puffermemorie 5 aufgespeichert sind, nacheinander, gemäss der Steuerung des Routineprogramms, als bekannte Faktoren in das Programm substituiert. Die Teilergebnisse werden in dem Speicher 24 (Fig. 2) aufgespeicbert, wobei die neuen Teilergebnisse addiert, subtrahiert oder mit den gespeicherten Teilergebnissen multipliziert werden. Die Ausgabe erfolgt nach der Beendigung des Routineprogramms, auf die Veranlassung der letzten Anweisung des Programms.
Das kombinierte Multiplikations- und Sammelwerk verrichtet lediglich je einen Arbeitsvorgang des Routineprogramms, wobei die weiteren inzwischen anlangenden Angaben der übrigen Eingabegeräte durch den Pufferspeicher aufgenommen werden und nach der Beendigung eines Arbeitsvorganges ein neuer Kanal der Puffermemorie durch die Schaltmaschine angeschaltet wird.
Eine weitere Ausführungsform besteht darin, dass durch die einzelnen Eingabegeräte in die Puffermemorie 5 ein mathematisches Programm eingegeben wird. Dieses Programm wird durch die Schaltmaschine 7 je Programmeinheit in das Sammel-Multiplikationsgerät derart übermittelt, dass nach Herauslesen und Aufarbeiten einer Information aus der Puffermemorie, die Schaltmaschine 7 den zu dem nächsten Eingabegerät angehörenden Kanal schaltet, wodurch ermöglicht wird, dass verschiedene Eingabegeräte verschiedene Aufgaben, namentlich z. B. Sammeln von Buchhaltungsdaten, Fakturieren, mathematisches Routinerechnen, sowie programmgesteuertes mathematisches Berechnen parallel, doch je Operation verrichtet werden können.
Die Ausgabe der Daten der Zentralanlage kann vermittels eines besonderen Rufes an welcher eingeschalteten Maschine auch immer erfolgen, ohne Rücksicht darauf, durch welche Maschine die Informationen in die Zentralanlage eingegeben wurden.
Zur Verrichtung der Funktionen der oben beschriebenen Einrichtungen kann welcher bekannte elektrische elektronische, oder magnetische Stromkreis auch immer angewendet werden. Als Puffermemorie und Speichermemorie können magnetische Trommeln, Scheiben, Bandspeicher oder aus ferromagneti- gehen Elementen bestehende Stromkreise angewendet werden. Die einzelnen Bauteile der Einrichtung bilden gemäss ihrer Funktion besondere Einheiten, die kombiniert, oder mittels einfacher Schaltmittel verbunden werden können.
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Eine weitere Ausführungsform besteht in der Anwendung eines Eingabegerätes (Inputgerätes) in Verbindung mit der in Fig. 2-4 veranschaulichten zentralen Sammel- und bzw. oder zentralen Multipliziereinrichtung. Dabei ist das an das Eingabegerät unmittelbar angeschaltete dezimal-binärische Umkodierungsgerät mit der zentralen magnetischen Puffermemorie durch Leitung verbunden. In manchen Fällen ist es vorteilhaft, wenn die Eingabe- und Ausschreibgeräte (wie z. B. die verschiedenen Schreibmaschinen, Messgeräte u. a., zur Bestimmung, Festlegung und Abschreibung der Zahlangaben dienenden Maschinen) mit den das Sammeln und Multiplizieren verrichtenden zentralen elektrischen Anlagen in drahtloser Verbindung stehen. Dieses Verfahren ist z.
B. bei Banken, die mit mehreren tausend Schreibmaschinen arbeiten, oder bei Unternehmungen mit einem Filialennetz, sowie bei Unternehmungen mit selbständigen Lagerstätten usw. vorteilhaft, insbesondere, wenn sich die Eingabegeräte bzw. Ausschreibeeinheiten in einer grösseren Entfernung von der zentralen Recheneinheit befinden. Bei der Anwendung einer drahtlosen Verbindung können diejenigen unerwünschten elektrischen Erscheinungen, durch welche die Signalstärke, sowie die Geräuschfreiheit derselben bei einer Übermittlung auf grössere Entfernungen gestört werden können, beseitigt werden.
Der in Fig. 5 veranschaulichte schematische Schaltplan stellt eine Einrichtung dar, bei welcher die elektrischen Impulse von der die Belege fertigenden Maschine bzw. deren Umkodierungseinrichtung an die Puffermemorie nicht vermittels eines Kabels, sondern drahtlos, mittels elektromagnetischer Wellen übermittelt werden. Gemäss des in Fig. 5 dargestellten logischen Schemas werden die in der Buchungsmaschine 1 entstehenden, die Dezimalzahlen darstellenden Impulse, parallel in der Umkodierungsrichtung 2 in binärische Zeichen umkodiert, welche durch das die Reihenfolge feststellende. Register 27 in die die elektromagnetischen Wellen ausstrahlende Sendeeinrichtung übermittele werden.
Diese Impulse gelangen aus der Sendeeinrichtung 28 drahtlos in die Empfangseinrichtung 29 und werden in dem Speicherregisterwerk 3 so lange aufgespeichert, bis an einem mit der Empfangseinrichtung 29 verbundenen Kanal der Puffermemorie 5 eine freie Einschreibstelle gesichert wird.
Im weiteren werden die Daten gemäss der in Fig. l und 2 veranschaulichten Methode durch die Schaltmaschine 7 in das Steuergerät 9 geleitet, aus welchem dieselben entweder in den Sammler 30 oder in das zentrale Multiplikationsregisterwerk 25 übermittelt werden. Von hier gelangen die Daten der Ausgabe-
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elektromagnetischen Impulsen aus. Diese gelangen über den die Reihenfolge feststellenden Stromkreis 27 und den Umkodierungsstromkreis 2 an die Buchungsmaschine (Addierungsmaschine) 1, wo sie ausgeschrieben werden.
Dort, wo die Stände, z. B. bei Banken, und die Vorräte (Stoff, Ware) schnell und automatisch festzustellen sind, können die Daten bei einer drahtlosen Übermittlung auch mittels eines Fernsehsenders und - empfängers erfolgen, über die bekannten Verfahren hinaus derart, dass die durch die Empfangsanlage aufgenommene titelartige Darstellung in der zentralen Sendeeinrichtung in Form eines Bildes erscheint.
Dieses Bild wird durch die entgegengesetzt angeordnete, aus Photoelementen bestehende Matrix aus den
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und in Form von elektromagnetischen Wellen - wie oben angeführt-an der Eingabeeinrichtung ausgeschrieben werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Ferngesteuerter elektronischer (Buchhaltungs-) Datenverarbeiter, mit mehreren Eingabegeräten und einer Zentraleinheit, dadurch gekennzeichnet, dass zur Speicherung von aus mehreren Eingabegeräten (A 1 - 3) gleichzeitig, parallel, vermittels zwischengeschalteter Informationsträger oder unmittelbar einlangenden Aufgaben Puffermemorien (5), für jedes Eingabegerät (A 1 - 3) auf dieser Memorie (5) je ein Kanal, zwecks Ablesens (8) auf je einem Kanal eine mit automatischer Selbststeuerung wirkende Schalteinrichtung (7), zur Weiterleitung der durch die Puffermemorie (5) und Schalteinrichtung (7) anlangenden Informationen in den Sammler (30) und bzw. oder das Multiplikationswerk (25) automatisch betätigte Steuereinheiten (9,11, 21), zur Speicherung der Ergebnisse der Zählereinheit (Sammler.. 30) und bzw.
oder Multiplikationsgerät, 2 ;)) ein Registerwerk (26), zum Ausschreiben der im Registerwerk (26) gespeicherten Ergebnisse an den entsprechenden Eingabegeräten (1 - 3) oder wunschgemäss mittels Titelanrufes an einem andern angeschalteten Gerät ein Maschinenwähler (23) vorgesehen sind.