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Einrichtung zur Erzeugung eines Kunstharzschaumes
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Erzeugung eines Kunstharzschaumes aus einem Zweikomponentenharz, bestehend aus einer pneumatischen Verschäumungsvorrichtung, zurVerschäumung der mit einem Schaummittel vermischten Harzkomponente, einem sich an die Verschäumungsvorrichtung anschliessenden Mischer, der den Schaum mit der zweiten Harzkomponente vermischt, aus je einem Vor- ratsbehälter für jede Harzkomponente mit zugehörigen gemeinsam betätigten pneumatischen Fördervor- richtungen, welche die beiden Harzkomponenten der Verschäumungsvorrichtung und dem Mischer zufüh- ren.
Einrichtungen dieser Art sind bekannt, weisen jedoch eine Reihe von erheblichen Nachteilen auf. Be- kanntlich ist bei der Kunstharzschaumherstellung von ausschlaggebender Bedeutung, dass die Harzmittel- lösung, deren Katalysator, die Schaummittellösung und die verschäumende Druckluft in einem sehr engen begrenzten Bereich ein vorgegebenes Verhältnis zueinander einhalten müssen, wenn ein allen Anforderun- gen gerecht werdender Schaum hergestellt werden soll.
Es ist nun ein Zweck der vorliegenden Erfindung eine Einrichtung der eingangs erwähnten Art zu schaffen, bei welcher das Verhältnis der beiden Harzkomponenten zueinander und zu der Luft während des Betriebes praktisch konstant bleibt und bei welcher die Einrichtung mittels eines einzigen Handgriffes in Betrieb gesetzt werden kann, wobei sofort nach Betätigung des Handgriffes Schaum der vorgesehenen Qualität abgegeben wird.
Die Einrichtung gemäss der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Fördervorrichtungen für die beiden Harzkomponenten an eine gemeinsame Druckluftquelle angeschlossen sind und dass letztere durch eine weitere Leitung mit der pneumatischen Grobschaumkammer verbunden ist, wobei in den Zuführungsleitungen für die beiden Harzkomponenten und für die Druckluft je ein Ventil vorgesehen ist, wobei die Ventile durch einen einzigen Handhebel gemeinsam betätigbar sind.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Einrichtung zur Erzeugung eines Kunstharzschaumes dargestellt.
Die Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung der ganzen Anlage, Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch die pneumatisch betriebene Membranpumpe, Fig. 3 zeigt die Verschäumungsvorrichtung im Schnitt und Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch das Drallrohr.
Gemäss Fig. 1 besteht die ganze Anlage aus einem Druckluftsteuergerät 2, welches an einer Druckluftleitung 1 angeschlossen ist und einen pulsierenden Druck erzeugt. Das Steuergerät 2 kann auch elektrisch gesteuert werden. Vom Druckluftsteuergerät 2 wird Druckluft über die Leitungen 3a und 3b zu den pneumatischen Membranpumpen 4a und 4b geleitet. Die Ableitung der Auspuffluft erfolgt bei 10.
Über die Leitung 5 wird aus dem Vorratsbehälter 7 vermittels Pumpe 4a die Schaumharzlösung der Handverschäumungsvorrichtung 13 zugeführt. Über das Schnellschlussventil 11 wird die Schaumlösung in der Grobschaumkammer 12 gepresst. Durch Herunterdrücken des Handgriffes 14 wird das Schnellschlussventil 15 geöffnet, wodurch die Druckluft über den Kanal 16 und den Luftverteiler 17 in die Grobschaumkammer 12 einströmt. Durch weiteres Herunterdrücken des Handgriffes 14 wird das Schnellschlussventil 11 für die Harzlösung geöffnet. Der in der Grobschaumkammer 12 entstandene Grobschaum wird durch den Überdruck durch die Siebplatte 18 gepresst, wodurch auf der Austrittseite 19 der Siebplatte 18 ein sehr feinporiger Schaum entsteht. Über einen Kanal 21 gelangt der Schaum in den Mischraum 22.
Von der Membranpumpe 4b gelangen durch eine Leitung 6 über das dritte Ventil 24 der Schnellschlussventile, Härter
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bulenz und Wirbelung erzeugt, wodurch eine sehr vollkommene Durchmischung von Schaum und Härter erfolgt.
Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch die pneumatisch betriebene Membranpumpe, in welcher bei. 31 über ein Steuergerät Druckluft in den Raum 32 eintritt, wodurch die Membrane 3 heruntergedrückt wird. Dadurch wird das im Raum 34 befindliche Gut (Harz, Härter) über ein Druckventil 35 in die Druckleitung 5 bzw. 6 gefördert. Nachdem das Steuergerät die Druckluft aus dem Raum 32 wieder auspuffen lässt, drückt die Feder 37 die Membrane 33 wieder nach oben. Dadurch entsteht im Raum 34 Unterdruck und es wird über das Saugventil 38 und den Saugstutzen 39 erneut Harz bzw. Harter gefördert. Das Spiel wiederholt sich im synchronisierten Rhythmus des Druckluftsteuergerätes 2. Sobald der Verbrauch von Lösung geringer ist als dessen Nachschub, entsteht Druckgleichheit, und die Membrane bleibt in ihrer Lage stehen. Auf
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gehend reguliert werden.
Fig. 3 zeigt die Handverschäumungsvorrichtung im Schnitt. Am Ende des Handgriffes 41 befinden sich die Leitungsanschlüsse für das Harz 42, Härter 43 und Druckluft 44.
Über die Schnellschlussventile 15,11 und 24, welche durch den Handhebel 14 stufenweise ge- öffnet werden können, strömt zuerst Druckluft über das Ventil 15 durch ein Sieb 40 in die Grobschaumkammer 12. Durch weiteres Herunterdrücken des Handhebels 14 wird das Schnellschlussventil für das Harz 11 geöffnet. Dieses strömt durch den Kanal 9 in die Grobschaumkammer 12 auf das Sieb 40.
Der in der Grobschaumkammer 12 entstehendeGrobschaum dringt durch die. Siebplatte 18 aus Sintermaterial in den Expansionsraum 50 und gelangt dort über einen Kanal 45 durch tangentiale Einführung 46 (Fig. 4) in den Mischraum 22. Der Schaum wird dabei in eine rasche Drehbewegung versetzt und durchwirbelt. Durch weiteres Herunterdrücken des Handgriffes 14 wird zum Schluss das letzte Ventil 24 für den Härter geöffnet, wodurch die Härterlösung ebenfalls durch eine tangentiale Öffnung 48 (Fig. 4) in den Mischraum 22 eingeführt, und innigst mit dem Schaum vermengt wird. Vom verstellbaren Mundstück 49 wird der Schaum der Verbraucherstelle zugeführt.
Die Zufuhrkanäle sind durch Regulierventil 51, 52,53 so gedrosselt, dass das Mischungsverhältnis immer gleichbleibt. Im Betrieb muss jedoch das Regulierventil 53 des Härters von Hand verstellt werden können, um durch Änderung der Dosierung die Harzqualität korrigieren zu können. Die totale Schaummenge wird dadurch reguliert, dass der Primärluftdruck höher oder niedriger eingestellt wird. Selbstverständlich kann nach vorliegender Erfindung an Stelle des Harzschaumgemisches auch der Härter zusammen mit einem Schaumstoff gemischt und diesem Härterschaum die entsprechendeHarzlösung zugemengt werden. Die Harzlösung kann einen Festgehalt von 0, 1 bis 50 ja aufweisen.
Durch die Einrichtung gemäss vorliegender Erfindung wird ein sehr leichter, gleichmässiger und feinporiger Schaum erzeugt. Die Einrichtung ist durch die abgestufte Betätigung der Ventile sehr einfach in der Bedienung selbstreinigend aufgebaut und besitzt ein sehr kleines Gewicht. Sie kann für verschiedene Sorten von Zweikomponenten-Harzen eingestellt und verwendet werden.
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