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Verriegelungsfeder (Schirmfeder) für den
Einbau in Schirmstockrohren
Die üblichen Verriegelungsfedern, sogenannte Schirmfedern, an Schirmstöcken (Stockrohren) bestehen in der Regel aus Stahlblech-Stanzstücken, wobei die Montage und Fixierung selbst bei hiefür besonders ge- formten Stanzstücken die dauernd stabile Verankerung, wie sie für die einwandfreie Handhabung des Schirmes verlangt wird, nicht leicht. erreichen lässt. Ausserdem bedingt die verhältnismässig geringe Dicke (0, 7-0, 9 mm) dieser Stanzteile auch noch den Nachteil, dass bei der Betätigung der Schirmfeder (zum Lösen der Verriegelung) durch Druck auf die vorragende Sperrnase, diese sich in den Finger eindrückt, was die Handhabung oft sehr erschwert.
Die Erfindung vermeidet nun diese Nachteile und geht dabei von einer Schirmfeder aus, die in an sich bekannter Weise mittels eines Stopfens, in den Stockrohren verankerbar ist. Das Hauptkennzeichen der Erfindung liegt nun darin, dass der eigentliche im Stockrohr passend sitzende Stopfen mit der an ihm angesetzten zungen- oder bügelförmigen Feder aus einem Stück aus elastischem Kunststoff besteht.
Durch die erfindungsgemässe Ausgestaltung wird nicht nur eine sehr stabile Verankerung der Schirmfeder durch den im Stockrohr satt sitzenden Halteteil gewährleistet, sondern auch der Vorteil erzielt, dass zufolge der hier vorzufindenden grösseren Federteildicke (etwa 1, 5 - 2, 5 mm) das Einschneidea in denbe- tätigungsfinger vermieden wird, was durch die vorliegende Materialart (elastischer Kunststoff) noch begünstig wird.
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Gemäss den Fig. 1 und 2 besteht die aus einem geeigneten elastischen Kunststoff in einem Stück hergestellte (gepresste) Schirmfeder aus der eigentlichen, die Sperrnase 1 tragenden Feder 2 und dem der Form des lichten Querschnittes des Stockrohres 3 angepassten zylindrischen bzw. prismatischen Stopfen 4. Die Sperrnase 1 tritt in üblicher Weise durch einen Schlitz 5 des Stockrohres 3 nach aussen. Die Feder 2, die vorteilhafterweise nach Art eines Trägers gleicher Festigkeit gegen ihr freies Ende zu verjüngt ist, liegt mit ihrer einen Längskante (Flanke) 2a an der Innenwand des Stockrohres 3 an, wodurch das Mass, um welches die Sperrnase 1 aus dem Stockrohr 3 vorragt, genau festgelegt ist.
Die Fixierung des Stopfens 4 im Stockrohr 3 kann in besonders einfacher Weise durch eine oder meh- rere Einschlagkerben 6 erfolgen, die sich in den Stopfen 4 eindrücken. Um die Schirmfeder beim Einschieben in das Stockrohr in die richtige Lage in bezug auf den Schlitz 5 bringen zu können, ist an dem Stopfen mindestens ein kantiger Vorsprung od. dgl. 4a vorgesehen, der denAngriff eines geeigneten Werk- zeuges für das Verdrehen des Stopfens bzw. der Schirmfeder im Stockrohr ermöglicht bzw. erleichtert.
Wie schon eingangs erwähnt, ist die Feder 2 mit Rücksicht auf das hier gewählte Material, wesentlich dicker gehalten als die üblichen aus Stahlblech gestanzten Schirmfedern, so dass sich für den Angriff eines Fingers der Hand (beim Lösen der Sperre) eine entsprechend grössere Druckfläche darbietet.
Die Ausftihrungsform gemäss Fig. 3 unterscheidet sich im wesentlichen nur dadurch, da hier, an Stelle der gemäss Fig. 1 auf Zug beanspruchten Feder, eine auf Druck beanspruchte Feder 2 vorgesehen ist, was natürlich eine entsprechend geänderte Ausgestaltung der Sperrnase 1 verlangt.
Es sei gleich hier, für alle weiteren Ausführungen geltend gesagt, dass in den Zeichnungsfiguren für alle übereinstimmenden Teile stets die gleichen Bezugszeichen eingesetzt sind, selbst wenn diese in der Beschreibung nicht besonders angeführt sind.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist die Feder 2 bügelförmig gestaltet, wobei die Sperrnase 1 an dem Schenkel 7 der Feder 2 ausgebildet ist. Sowohl bei dieser Ausführungsform als auch bef der Ausfüh- rungsform gemäss Fig. 3 wird wiederum durch Anliegen der Seitenkante 2a der Feder 2 bzw. der Seitenkante 7a des Schenkels 7 die Ausladung der Sperrnase 1 in der Ruhelage der Schirmfeder genau begrenzt.
In bestimmten Fällen können an einem und demselben Stopfen 4 auch mehrere Federn 2 angeordnet sein, wie dies in Fig. 5 beispielsweise veranschaulicht ist, wo die eine Feder an der einen Stirnseite des Stopfens, hingegen eine zweite Feder an der andern Stirnseite des Stopfens angesetzt ist. Auch hier sind die Federn mit dem Stopfen in einem Stück aus elastischem Kunststoff hergestellt. Es versteht sich von selbst, dass man unter Umständen an einem Stopfenauchmehr als zweifedern vorsehen kann, wobei diese gegebenenfalls auch nach verschiedenen Seiten hin wirksam sein können.
Ausserdem besteht die Möglichkeit, dass, wie in Fig. 6 beispielsweise veranschaulicht, an einer Feder 2 mehrere, z. B. zwei Sperrnasen la und lb ausgebildet sind.
Gemäss Fig. 7 wäre es auch möglich, an einer die Sperrnase 1 tragenden zungenförmigenFeder 2 ei-
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teil 2b anzuschliessen (anzuspritzen).
Auch wäre es denkbar, die Feder 2 mit Sperrnasen 1 verschiedener Form auszustatten, z. B. eine Sperrnase für einseitige Sperre und eine für doppelte (doppelseitige) Sperre. Unter Umständen könnte das freie Ende des Federteiles auch kugelig gestaltet sein, um diesen Kugelteil dann nach Art einer Kugelsperre wirken lassen zu können.
Für die Fixierung des Stopfens 4 im Stockrohr stehen viele Möglichkeiten offen. So könnte selbstver- ständlich auch an Stelle der Fixierung durch die Kerben 6 eine gewöhnliche Verstiftung od. dgl. vorgesehen werden.
Fig. 8 zeigt eine weitere Möglichkeit für die Fixierung des Stopfens 4 im Stockrohr 3, u. zw. durch Anwendung einer Kugelsperre od. dgl. 10, wobei diese Kugelsperre auch zugleich zur Blockierung eines übergeschobenen Stockrohres 3a verwendet werden könnte.
Es wäre zum Zwecke der Fixierung des Stopfens 4 aber auch möglich, gemäss den Fig. 9 und 10, an diesem bzw. am Mantel desselben einen oder mehrere Vorsprünge 11 auszubilden, die in entsprechende Ausnehmungen bzw. Löcher des Stockrohres 3 einrastbar sind. Um dieses Einrasten zu erleichtern, kann die hiefür erforderliche elastische Nachgiebigkeit des Stopfens 4 durch eine in diesem ausgesparte Höhlung 12 entsprechend vergrössert werden. Ausserdem könnte, wie dies aus Fig. 10 besonders deutlich zu ersehen ist, die Nachgiebigkeit noch dadurch erhöht werden, dass man den Stopfen parallel zu seiner Achse mit einem oder mehreren Längsschlitzen 14 versieht. Diese Schlitze werden dabei zweckmässig so angeordnet, dass ihre Verbindungslinie quer zur Verbindungslinie der Vorsprünge 11 verläuft.
Um bei der Ausführungsform gemäss den Fig. 9 und 10 eine zuverlässige feste Fixierung des Stopfens zu erlangen, kann die einseitig offene Höhlung 12 mit einem nach innen vorspringenden wulstartigenRand 15 ausgestattet sein, der zum Festhalten eines in die Höhlung eindrückbaren, zweckmässig druckknopfartig
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gestalteten Spreizkörpers 16 dient.
Abschliessend sei noch betont, dass die Erfindung keinesfalls auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt ist. Es können, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen, jedenfalls die Form der eigent- lichen Federn, die Form des Stopfens, die Anzahl und Anordnung der Federn an einem Stopfen und die
Anzahl und Anordnung der Sperrnasen an den Federn weitgehend abgeändert werden. Auch die Mittel für den Angriff von Werkzeugen zum Einführen der Schirmfeder in das Stockrohr bzw. zum Verdrehen dersel- ben können in beliebiger Form und Anordnung vorgesehen sein.
Der Erfindungsgegenstand lässt sich übrigens ganz allgemein auch überall dort anwenden, wo es um die gegenseitige Verriegelung von Teleskoprohren geht, wie z. B. bei StativfUssen od. dgl.
Es möge noch hervorgehoben werden, dass die Anwendung von Kunststoff für die Schirmfeder selbst- verständlich auch dadurch gegenüber den üblichen Stahlfedern einen erheblichen Vorteil bietet, dass sie die absolute Rostfreiheit gewährleisten. Als Werkstoff können alle Kunststoffe verwendet werden, die eine genügende Federungseigenschaft bei geringster Ermüdung aufweisen. So dürfte sich hiefür insbesondere das in neuerer Zeit entwickelte Polypropylen sehr gut eignen.
PATENTANSPRÜCHE : l. Verriegelungsfeder (Schirmfeder) fUr den Einbau in Schirmstockrohren, die mittels eines Stopfens in diesen verankerbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der eigentliche im Stockrohr (3) passend sitzende
Stopfen (4) mit der an ihm angesetzten zungen- oder bügelförmigen Feder (2) aus einem Stück aus elasti- schem Kunststoff besteht.