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Rost zum Klassieren, Fördern, Abscheiden, Zerkleinern od. dgl. stückigen Gutes
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Der in Fig. 1 veranschaulichte Siebrost besteht aus von im wesentlichen als Kreisringsektoren mit einem Zentrierwinkel von je 600. ausgebildeten Plattenelementen 1, 2, von denen die jeweils in einer
Ebene liegenden (1) zu einem Kreisring aneinandergereiht sind. In benachbarten Ebenen angeordnete
Plattensegmente (2) sind um den halben Teilungswinkel, also um 300, versetzt, und bilden ebenfalls i einen Kreisring. Die nach dem Inneren des auf diese Weise gebildeten rohrförmigen Rostes gekehrten
Plattenoberkanten sind von einer Anzahl untereinander gleicher Kreisbogen 3 begrenzt, deren Mittel- punkte gegenüber den Ansätzen 4, mit welchen die Plattenelemente versehen sind, in radialer Richtung nach aussen verlegt sind. Der Radius der Kreisbogen 3 ist dem dreifachen Radius der Ansätze 4 gleich ge- halten oder grösser.
Die Platteninnenkanten sind auf diese Weise mit gegen die Platte einspringenden Ab- ) schnitten versehen. Jeweils in einer Ebene liegende Plattenelemente sind zu Gruppen zusammengefasst, die in gegeneinander bewegbaren Rahmen gehaltert sind. Dementsprechend bilden die Plattenelemente 1 sechs Gruppen und die Plattenelemente 2 ebenfalls sechs Gruppen von Elementen. Die Relativbewegung der Gruppen ist von einer in der Achse des Siebes angeordneten Welle abgeleitet und daher gemeinsam gesteuert.
Bei solchen zur Herbeiführung eines Transportes geneigt aufgestellten Siebrosten wird das auf der rohrförmigen Siebfläche befindliche, aufgegebene stückige Gut dauernd bewegt, umgewälzt und durchmischt, so dass mit grosser Wahrscheinlichkeit angenommen werden darf, dass jedes Korn oder Stück wenigstens einmal mit der Rostfläche in Berührung kommt und an dieser zurückgehalten wird oder durch- fällt. Man erhält bei solchen Sieben entweder eine bessere Trennung als bei gewöhnlichen Siebrosten, wenn in beiden Fällen der Durchsatz gleich gehalten wird, oder kann den Durchsatz vergrössern, wenn man sich mit dem anderweitig erreichbaren Trennergebnis begnügt.
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch eine nach den Grundsätzen der Erfindung aufgebaute Sieb- und
Förderrinne. Der Rinnenboden ist aus zwei Sätzen von zu je zwei gegeneinander bewegten Gruppen zu- sammengefassten Plattenelementen 1 und 2 aufgebaut, deren Flächen senkrecht zur Längsrichtung der
Rinne liegen und deren Oberkanten von Kreisbogenabschnitten 3 begrenzt sind. Die Mittelpunkte dieser
Abschnitte fallen mit den Mittelpunkten von Ansätzen 4 zusammen, mit denen die Elemente in äqui- distanten Abständen besetzt sind. An beiden Seiten der Rinne sind Wellen 5 mit Exzentern angeordnet, die mit einem Querträger 6 verbunden sind. Die den beiden zusammenarbeitenden Gruppen zugehörigen
Rahmen stützen sich gegen den Querträger ab. Die beiden Wellen sind mittels einer Kette auf Drehung gekuppelt.
Beim Antrieb einer dieser Wellen wird die dem Querträger von den Exzentern aufgeprägte
Bewegung auf die Plattenelemente übertragen, deren Ansätze infolgedessen die erwünschte Relativbe- wegung ausführen. Unterhalb der Rostfläche ist ein auf Rollen gelagertes Transportband 7 angeordnet, mit dessen Hilfe das durch dieRostfläche der Siebrinne durchfallende Gut dauernd abgeführt werden kann.
Die Rinne ist in Schwingungen versetzbar, um einentransport dessiebrückstaildes zu bewirken.
Die Ausbildung der Flächen, über welche das aufgegebene stückige Gut bei den Vorrichtungen nach en Fig. 1 und 2 hinweggleitet, als erfindungsgemäss gestalteter Rost verhindert mit Sicherheit eine Ver- stopfung der zwischen den einzelnen Plattenelementen vorgesehenen Zwischenräume. Solche Vorrichtun- gen ermöglichen daher das Sieben von teigigem Gut, z. B. von lehmigem Sand, das bei der Verwendung der üblichen Schwing- oder Rüttelsiebe alsbald zu einer völligen Verstopfung führt.
PATENTANSPRÜCHE : l. Rost zumKlassieren, Fördern, Abscheiden, Zerkleinern od. dgl. stückigen Gutes, mit parallel und im Abstand voneinander angeordneten, abwechselnd zu gegeneinander bewegbaren, je mit einem Rahmen verbundenen Gruppen zusammengefassten Plattenförmigen Elementen, die mit seitlich vorspringenden, unterhalb der Plattenoberkanten angeordneten, stummelförmigen Ansätzen versehen sind, deren Stirnflächen bis nahe an die Wand des benachbarten Plattenelementes heranreichen, wobei Ansätze an den
Plattenelementen einer Gruppe Ansätzen an benachbarten Plattenelementen einer zweiten Gruppe zuge- ordnet und die jeder dieser beiden Gruppen zugehörigen Rahmen zur Ausführung einer Relativbewegung, z.
B. durch Anordnung eines Exzenters, der einen Rahmen antreibt, eingerichtet sind, bei welcher zuge- ordnete Ansätze zumindest teilweise umeinander umlaufen, nach Patent Nr. 204499, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Oberkanten der Plattenelemente den Innenmantel einer Trommel oder zumindest eines rinnenförmigen Teiles einer solchen bilden und die Oberkanten durch Anordnung von gegenüber den von den Ansätzen bestrichenen Kreisringflächen einspringenden Abschnitten zu einer wenigstens zeitweise wirksamen Auflockerung oder Durchmischung des auf dem Rost befindlichen Gutes ausgebildet sind.