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Vorrichtung zur Vervollständigung des Faltens einer
Verpackungshülle
Die Erfindung betrifft eine Faltvorrichtung, die als Falteinheit einer Maschine verwendet werden soll, welche. dazu dient, aus Papiermasse bestehende Ballen oder Bündel ähnlicher Form, die kurz Ballen ge- nannt werden sollen, zu verpacken.
Erfindungsgemäss soll eine Falteinheit angegeben werden, welche die Verpackung unter Verwendung vonZellstoffbögen oder andern steifen, von Hand aus schwierig zu faltenden Bögen ermöglichen soll. Ein mit der erfindungsgemässen Falteinheit zu verwendender Ballen muss, bevor er die Falteinheit erreicht, teilweise verpackt sein, so dass zwei Verpackungsbögen so um den Ballen gefaltet sind, dass sie vier an- grenzende Oberflächen desselben umhüllen und ihre Enden über die Endflächen des Ballens vorstehen, wo- bei die Hüllen an dem Ballen mittels geeigneter Verschnürmittel, z. B. Drähten oder Stahlbänder festgehalten sind.
Mit der erfindungsgemässen Falteinheit sollen die vorstehenden Enden der Verpackungsbögen oder Hüllenenden so nach innen gefaltet werden, dass sie die Endflächen der Ballen bedecken, bevor der Ballen zu der Verschnüreinheit der Maschine gebracht wird, wo Verschnürmittel auf den Ballen senkrecht zu den bereits aufgetragenen Verschnürmitteln aufgebracht werden.
Die erfindungsgemässe Falteinheit besteht, wie an sich bekannt, aus zwei oberen Trägern von Gliedern zum Einwärtsfalten der Seitenteile der vorstehenden Hüllenenden auf die Endflächen des Ballens und aus weiteren Faltgliedern zum Einwärtsfalten der oberen Teile der vorstehenden HUllenenden auf die bereits nach innen gefalteten Seitenteile und schliesslich aus zwei unteren Trägern von Gliedern zum Aufwärtsfalten der unteren Teile der vorstehenden Hüllenenden zu den Ballenenden und den in Kontakt mit diesem befindlichen Hüllenenden.
Gekennzeichnet ist die erfindungsgemässe Vorrichtung vorliegender Erfindung dadurch, dass die oberen und unteren Träger an gegenüberliegenden Seiten eines Förderweges des Ballens vorgesehen werden, wobei die oberen Träger oberhalb dieses Förderweges und die unteren Träger im wesentlichen in gleicher Höhe mit ihm angeordnet sind, und wobei ferner ein in vertikaler Richtung einstellbarer Drehtisch zentral im Verhältnis zu der Faltvorrichtung vorgesehen ist, der dazu dient, den Ballen von dem Förderweg zu heben und so zu drehen, dass die vorstehenden Hüllenenden den Faltgliedern dieser Träger gegenüberliegen. In dieser Lage wird der Ballen gehalten, bis das Falten der Hüllenenden beendet ist.
Nach Beendigung des Faltvorganges wird der Ballen auf den Förderweg gesenkt, um auf diesen zu der Verschnüreinheit zu gelangen, ohne hiebei gedreht zu werden. Die Verschnüreinheit bringt elite Draht oder ein anderes Verschnürmaterial auf das Bündel, so dass dessen Endflächen von den nach innen gefalteten Hüllenenden und auch die oberen und unteren Ballenflächen bedeckt werden und diese Drähte od. dgl. die bereits vorher aufgebrachten Verschnürmittel im rechten Winkel schneiden.
Eine beispielsweise Ausführungsform einer erfindungsgemässen Falteinheit soll an Hand von Zeichnungen erläutert werden. Die Zeichnungen stellen, um die Beschreibung der Arbeitsweise der Falteinheit zu ermöglichen, auch die verschiedenen Stufen des Faltvorganges dar. Diese Stufen sind schematisch in den Fig. 1-4 gezeigt ; der Aufbau der Falteinheit ist in den Fig. 5 - 20 dargestellt.
Fig. l ist eine perspektivische Ansicht eines Zellstoffballens od. dgl. ir. dem teilweise verpackten Zu-
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stand, in welchem der Ballen der Falteinheit zugeführt wird, d. i. in zwei Verpackungs bögen gehii11t. die vier angrenzende Flächen des Ballens bedecken und mit ihren Enden über die Endflächen des Ballens vorstehen. Fig. 2 - 4 zeigen die verschiedenen Stufen beim Falten eines vorstehenden Endes des Verpakkungsmaterials. Fig. 5 ist ein Aufriss der Falteinheit. gesehen in der Längsrichtung des Förderweges, über i welchen und an dessen Seiten die Falteinheit angeordnet ist ; Fig. 6 ist ein Teilschnitt von Elementen der Falteinheit, die oberhalb des Förderweges vorgesehen sind und diesem entlang verlaufen ; sie sind in einem Massstab gezeigt, der etwas grösser ist als der in Fig. 5 verwendete.
Fig. 7 ist ein Vertikalschnitt, im rechten Winkel zu dem Förderweg, der Elemente der ober diesem Weg angeordneten Falteinheit, wobei bestimmte Teile entfernt sind. Fig. 8 ist ein Grundriss der gesamten Falteinheit. Fig. 9 ist ein Horizontalschnitt der Falteinheit, der ermöglicht, die Vorrichtungen zur Durchführung des letzten Faltvorganges im Grundriss zu zeigen. Fig. 10 ist ein Seitenriss der Falteinheit, wobei die letzten Faltvorrichtungen entfernt sind, Fig. 11 ein Seitenriss eines teilweise verpackten Ballens, der auf dem Förderweg in eine der Falteinheit genau gegenüberliegende Stellung gebracht worden war. Fig. 12 ist ein Seitenriss der in Fig. 11 gezeigten Elemente, nachdem der Ballen in eine im rechten Winkel zu der Stellung gemäss Fig. 11 gelegene Stellung gehoben und gedreht worden war.
Fig. 13 ist ein Seitenriss der seitlichen und oberen Faltglieder der Falteinheit, die zur ersten Stufe des Faltvorganges bereit stehen. Fig. 14 ist ein Seitenriss der Faltglieder nach Beendigung des seitlichen Faltvorganges. Fig. 15 ist ein Seitenriss dieser Faltglieder nach Beendigung des oberen Faltvorganges. Fig. 16 ist ein Seitenriss aller Faltglieder nach Beendigung ihrer Faltvorgänge. Fig. 17 ist ein Aufriss der unteren Faltglieder, die sich am Beginn ihrer Faltvorgänge an den Seiten des Förderweges und in gleicher Höhe mit diesem befinden. Fig. 18 zeigt die gleichen Glieder nach beendetem Faltvorgang, Fig. 19 die Faltglieder nach Beendigung des Faltvorganges und von dem Verpakkungsmaterial des Ballens weggedreht und schliesslich Fig. 20 die gleichen Glieder, die auf ihre Ausgangsstellungen rückgebracht sind.
Der in Fig. l gezeigte Ballen ist teilweise von zwei Bögen 2,3 aus Zellstoff oder einem ähnlichen Material umhüllt, das schwer von Hand aus zu falten ist. Der untere Verpackungsbogen 2 bedeckt die untere Fläche des Ballens, wobei dessen Ränder über die unteren Teile der Seitenflächen des Ballens nach aufwärts gefaltet sind. Der obere Verpackungsbogen 3 bedeckt die obere Fläche des Ballens, wobei dessen Ränder über die oberen Teile der Seitenflächen des Ballens nach unten gefaltet sind. Die Ränder des oberen Bogens überlappen, wie gezeigt, diejenigen des unteren Bogens. Der mittlere Teil der die vier Baleinseiten berührenden Umhüllung wird an dem Ballen mittels zweier Drähte 4, 5 festgehalten.
Die Hüllenenden stehen über die Endflächen des Ballens so weit vor, dass jedes Ende der Verpackungsbogen die entsprechenden Endflächen des Ballens vollständig abdecken kann, wenn es gemäss der üblichen, mit der Hand vorgenommenen Verpackungsweise von Paketen nach innen gefaltet wird.
Der Ballen wird in dem in Fig. l gezeigten Zustand der Falteinheit zugeführt, wo die vorstehenden Hullenenden in drei aufeinanderfolgenden Stufen nach innen gefaltet werden. Die erste Stufe umfasst das gleichzeitige Falten der Seitenteile 6 und 7 der vorstehenden Hüllenenden über die Ballenenden, wie in Fig. 2 gezeigt. Hiebei bleiben die Teile 8 und 9 von dem oberen und dem unteren Teil jedes Ballenendes abstehend. Während der zweiten Stufe werden die oberen Teile 8 nach unten über die nach innen gefalteten Seitenteile 6 und 7, wie in Fig. 3 gezeigt, gefaltet. Während der dritten und letzten Stufe werden die unteren Teile 9 nach aufwärts über die nach innen gefalteten oberen Teile 8, wie in Fig. 4 gezeigt, gefaltet.
Die in den Fig. 5 - 20 gezeigte Falteinheit besteht einerseits aus zwei Trägern der Faltglieder, die als"Faltköpfe"bezeichnet werden sollen und über demFörderweg an gegenüberliegenden Seiten desselben vorgesehen sind, wobei jeder Träger zwei Glieder zum Einwärtsfalten der Seitenteile 6 und 7 eines Hüllenendes und ein Glied zum Falten des oberen Teiles 8 des gleichen Hüllenendes trägt, und anderseits aus zwei Wagen, die an gegenüberliegenden Seiten des Förderweges und in gleicher Höhe mit diesem vorgesehen sind, wobei jeder dieser Wagen ein Glied zum Falten des vorstehenden unteren Teiles 9 eines Hüllenendes und Vorrichtungen zur Steuerung dieser Faltglieder aufweist.
Der Förderweg, auf welchem die in Fig. l gezeigten, teilweise verpackten Ballen der Fördereinheit zugeführt werden, besteht in dem gezeigten Beispiel aus Walzen 10, kann jedoch selbstverständlich auch andersartig beschaffen sein. Der Förderweg soll in dem gezeigten Beispiel zu einer Verschnürvorrichtung (nicht gezeigt) führen, mittels welcher Drähte oder Bänder auf den vollständig umhüllten Ballen aufgebracht werden.
Die zwei Faltköpfe sind in einem gemeinsamen Rahmen so befestigt, dass sie im rechten Winkel zu der Längsrichtung des Förderweges 10 zueinander und voneinander weg bewegt werden können. Der die Faltköpfe tragende Rahmen ist auf einer geeigneten Höhe über dem Förderweg von einem Traggestell
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gestützt, welches aus vier Stützen H, s. Fig. 5, 8,9, besteht ; die zwei Stützen, die auf der gleichen
Seite des Förderweges angeordnet sind, sind miteinander an ihren oberen Enden durch parallel zu dem
Förderweg 10 verlaufende U-Träger 12, deren offene Seiten zu dem Förderweg gerichtet sind sowie an- gefähr in der Hälfte ihrer Höhe noch durch weitere ähnliche U-Träger 13 verbunden.
Die an gegenüber- liegenden Seiten des Förderweges in entsprechenden Abständen voneinander angeordneten Stützen sind mit- einander an ihren oberen Enden mittels U-Träger 14 verbunden, die im rechten Winkel zu dem Förderweg
10 verlaufen, wobei einer dieser Träger in Fig. 5 und beide Träger in Fig. 8 gezeigt sind.
Die oberen Träger 12, die parallel zu dem Förderweg 10 verlaufen, dienen als Schienen für die Wal- zen 15, um das horizontale Rahmengestell zu stützen, welches die zwei Faltköpfe auf einer geeigneten
Höhe über dem Förderweg trägt. In den gezeigten Beispielen sind vier solcher Walzen 15 vorgesehen, von denen zwei, wie aus Fig. 8 hervorgeht, mit jedem Träger 12 in Drehverbindung stehen. Der horizontale
Rahmen besteht aus parallel zu dem Förderweg 10 angeordneten Längsgliedern 16, im rechten Winkel zu diesen angeordnetenQuergliedern17 und einem parallel zu den Quergliedern 17 geführten Träger 18, der in der Mitte zwischen denRahmengliedernl7 angeordnet ist, s. Fig. 8. Unterhalb dieses Trägers 18 befin- det sich eine parallel zu dem Träger 18 angeordnete Welle 19, s.
Fig. 6, die horizontal und quer zu dem
Förderweg verläuft. Diese Welle 19 wird an ihren Enden von Armen 20, die von den Trägern 16 abstehen, und ihr Mittelteil von einem von dem Träger 18 abstehenden Arm 21 getragen. Die zwei Faltköpfe wer- den symmetrisch auf beiden Seiten des Armes 21 von der Welle 19 getragen. Jeder Faltkopf besteht aus einem Hauptkörper 22, der mittels zweier Walzen 23 der Welle 19 entlang bewegt werden kann (wie im rechten Teil der Fig. 6 gezeigt), sowie in diesem befestigten Faltgliedern. Der Hauptkörper 22 jedes Falt- kopfes wird seitlich mittels Walzen 24, die mit dem nach unten offenen U-Träger 18 zusammenwirken, geführt und wird zur Verhinderung einer Bewegung nach aufwärts mittels einer Walze 25 gehalten, die in einer in dem Hauptkörper vorgesehenen querverlaufenden Brücke 26 befestigt ist.
Die gegenseitige Stel- lung der beiden Faltköpfe längs der Welle 19 wird mittels einer Verbindung gesteuert, die aus einem mit dem Hauptkörper eines Faltkopfes starr verbundenen pneumatischen oder hydraulischen Zylinder 27, s. Fig. 6 links, besteht, dessen Kolbenstange 28 mit dem Hauptkörper des andern Faltkopfes starr verbun- den ist.
Die von denFaltköpfen getragenenFaltvorrichtungen dienen zur Durchführung der in den Fig. 2 und 3 gezeigten Verfahrensstufen.
Eine Bedingung, die erfüllt werden muss, um diese Faltvorgänge zu ermoglichen, besteht darin, dass der Ballen, welcher der Falteinheit, mit seinen Hüllenenden in Längsrichtung des Förderweges nach vorne bzw. rückwärts gerichtet, zugeführt wird, um eine halbe Umdrehung gedreht werden muss, wenn er sich zwischen den Faltköpfen befindet. Zu diesem Zweck wird an dieser Stelle des Förderweges ein vertikal bewegbarer Drehtisch 29 vorgesehen, mittels welchem ein sich in obiger Stellung befindlicher Ballen von den Förderwalzen weggehoben und um 900 gedreht werden kann, so dass die offenen Hüllenenden an den Seiten des Förderweges im rechten Winkel zu diesem vorstehen.
Um die Seitenteile 6 und 7 der Hüllenenden nach innen zu falten, ist jeder Faltkopf mit zwei flachen Faltgliedern 30 versehen, die als Seitenfaltplatten bezeichnet werden sollen ; sie weisen den mit strichlierten Linien in Fig. 7 gezeigten Querschnitt auf.
Jede Seitenfaltplatte 30 ist mit einer Welle 31, s. Fig. 7, 11,12, verbunden, die in Lagern 32 auf einem Tragglied 33 befestigt ist, das mit einer im rechten Winkel zum Förderweg 10 verlaufenden Welle 34 verbunden ist, wobei dieses Tragglied, gesehen im rechten Winkel zum Förderweg 10, im wesentlichen die Form eines Winkelhebels aufweist, von dem ein Arm mit der Welle 34 verbunden ist. An jedem Faltkopf sind zwei solcher Wellen befestigt, die an gegenüberliegenden Seiten einer vertikalen, durch die Mitte des Faltkopfes im rechten Winkel zum Förderweg 10 verlaufenden Ebene symmetrisch gelagert sind. Die zwei Wellen 34 jedes Faltkopfes befinden sich in Lagern 36, s. Fig. 8, auf dem Hauptkörper des Faltkopfes.
Die zwei seitlichen Tragglieder 33, die a1. Träger bezeichnet werden sollen, nehmen, wenn sie ausser Betrieb gesetzt sind, die in den Fig. 11, 12 und auf der rechten Seite der Fig. 7 gezeigte Stellung ein, in welcher diese Träger, gesehen im rechten Winkel zum Förderweg 10, an gegen- überliegenden Seiten einer vertikalen, im rechten Winkel zu dem Förderweg durch die Achse des Drehtisches verlaufenden Ebene nach aussen geneigt sind, so dass sie eine dachförmige Form aufweisen. mus dieser Stellung können die Träger mittels ihrer Wellen 34 in eine Stellung gebracht werden, in welcher die Wellen 31 der Platten 30 nach unten gerichtet sind, wie auf der linken Seite der Fig. 7 gezeigt Diese Drehung der Stützen wird mittels pneumatischer oder hydraulischer Zylinder 35 gesteuert, vgl. insbesondere linke Seite der Fig.
7, die an den äusseren Enden eines Trägers 37 drehbar befestigt sind, der nach beiden Richtungen von dem Hauptkörper 22 des Faltkopfes nach aussen ragt, s. Fig. 6. wobei die Kolben-
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-) men 43 drehbar verbunden. Es ist daraus zu ersehen, dass die Zylinder 40 zusammen mit den Trägern 33 die Drehbewegungen der Welle 34 mitmachen.
Die Träger 33, auf welchen die Wellen 31 mit den Platten 30 befestigt sind, tragen auch Vorrich- tungen, die dazu dienen, die Ballen während des Faltens der Hüllenenden zu zentrieren. Diese Vorrich- tungen bestehen aus Armen 45, die parallel zu den Wellen 31 unterhalb derselben verlaufen und so mit Bezug auf jene versetzt sind, dass sie die Bewegung der Platten 30 nicht behindern, wobei sie jedoch mit
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vorne und rückwärts in Richtung des Förderweges weisen, wie aus Fig. 9 hervorgeht.
Zur Durchführung des Einwärtsfaltens der oberen Teile 8 auf die Ballenenden ist jeder Faltkopf mit einem flachen Faltglied 50 versehen, das als obere Faltplatte bezeichnet werden soll ; diese ist mit einer Welle 51 verbunden, die parallel zu demFörderweg 10 verläuft und ir. Lagern 52 geführt ist, welche an dem unteren Teil des Hauptkörpers 22 des Faltkopfes befestigt ist. Die Welle 51 jedes Faltkopfes kann mittels eines pneumatischen oder hydraulischen Zylinders 53, s. Fig. 6, gesteuert werden, der an dem äusseren Ende des Hauptkörpers 22 des Faltkopfes drehbar befestigt ist, wie mit 54 gezeigt, wobei die
Kolbenstange mit einem aus der Welle 51 nach aufwärts vorstehenden Arm 50 drehbar verbunden ist.
Die Vorrichtungen zum Aufwärtsfalten der unteren Teile 9 der Hüllenenden bestehen aus zwei Wa- gen, die an gegenüberliegenden Seiten des Förderweges 10 angeordnet sind, die im rechten Winkel zu diesem bewegt werden können. Jeder Wagen trägt ein flaches Faltglied 60, das als untere Faltplatte be- zeichnet werden soll sowie Vorrichtungen zur Steuerung derselben. Die Wagen bestehen jeder aus einem
Rahmen mit Seitengliedern 61, s. Fig. 9, und Stirn- bzw. Endgliedern 62 bzw. 63, welche die Seiten- glieder miteinander verbinden, wobei mit dem Stirnende in diesem Zusammenhang das dem Förderweg gegenüberliegende Ende gemeint sein soll.
An denSeitengliedern 61 sind Räder 64 befestigt, die in Schie- nen geführt sind. welche im rechten Winkel zu dem Förderweg 10 verlaufen, wobei diese Schienen in dem gezeigten Beispiel die Seitenglieder 65 eines ortsfesten Rahmens und zusätzlich zu den Seitengliedern auch vordere und rückwärtige Endglieder 66 bzw. 67 umfassen.
Die untere Faltplatte 60 jedes Wagens ist am Stirnende desselben befestigt, d. i. dem zum Förderweg
10 gerichteten Ende, und ist an einem Zapfen 68 drehbar, s. Fig. 5, 9, 17,18, so dass diese Faltplatte zwischen einer im wesentlichen horizontalen Ausgangsstellung und einer vertikalen Arbeitsstellung gedreht werden kann. Diese Bewegung wird durch einen pneumatischen oder hydraulischen Zylinder 69 gesteuert, der mit dem rückwärtigen Endglied 63 des Rahmens drehbar verbunden ist. Die Kolbenstange 70 dieses
Zylinders ist mit einer Stelle der unteren Faltplatte 60 drehbar verbunden, die sich im wesentlichen in der
Mitte zwischen den oberen und unteren Kanten derselben befindet.
Die untere Faltplatte 60 ist mit einem Ausleger 71 versehen, der über den Wagen in der Richtung des Förderweges in einer im wesentlichen der Ballenlänge entsprechenden Länge vorsteht.
Das Stirnglied 62 des Wagenrahmens ist mit einem Ausleger 72 versehen, der in gleicher Richtung wie der Ausleger 71 der unteren Faltplatte 60 jedoch etwas weiter als-dieser vorsteht. Das äussere Ende des
Auslegers72 ist zu demFörderweg 10 hin gebogen und trägt eine Platte 73, die in der gleichen Vertikal- ebene wie die untere Faltplatte 60 und ihr Ausleger 71 liegt, wenn die untere Faltplatte sich in ihrer nach oben gerichteten Arbeitsstellung befindet. Der Zweck dieser Anordnung soll später aufgezeigt werden.
Um die Wagen zu demFörderwegIO hin und von diesem weg zu bewegen, ist in jedem der ortsfesten
Rahmen der Elemente 65,66, 67 deren Seitenglieder 65 als Schienen für die Stützräder oder Walzen 66 dienen, ein pneumatischer oder hydraulischer Zylinder 74 vorgesehen, der mit dem rückwärtigen End- glied 67 des ortsfesten Rahmens starr verbunden ist und dessen Kolbenstange mit dem vorderen Endglied
62 des Rahmens des betreffenden Wagens verbunden ist.
Die obigen Zylinder werden mittels automatischer Vorrichtungen, nicht gezeigt, gesteuert, die ge- währleisten, dass die verschiedenen Verfahrensstufen in der richtigen Reihenfolge vor sich gehen.
Die Arbeitsweise der oben beschriebenen Falteinheit ist folgende :
Wie bereits erwähnt, wird der Ballen'vor Zuführung zu der beschriebenen Falteinheit teilweise in Verpackungsmaterial gehüllt, wie in Fig. l gezeigt. Während er dem Förderweg entlang zur Falteinheit geführt wird, sind die offenen Hüllenenden, bezogen auf die Längsrichtung des Förderweges, nach vorne bzw. rückwärts gerichtet, wie in Fig. 11 gezeigt. Die Zubringung des Ballens wird unterbrochen, sobald der Ballen sich in der Mitte der Falteinheit befindet. Mittels des Drehtisches 29 wird der Ballen von dem
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der Berührung mit dem Ballen weggebracht sind, zu der Verschnüreinrichtung, nicht gezeigt, wo Ver- schnürmaterial um den Ballen herum aufgebracht wird.
Sodann werden die Wagen und die unteren Faltplatten 60 in ihre Ausgangsstellungen rückgebracht, wobei die oberen Faltplatten nach oben geschwungen werden.
Die Falteinheit befindet sich jetzt wieder in ihrer Ausgangsstellung, bereit eine weitere Serie von
Faltvorgängen durchzuführen.
Es soll darauf hingewiesen werden, dass die oben beschriebene Bauweise nur als ein Beispiel der Erfin- dung zu betrachten ist. Abänderungen verschiedener Art können vorgenommen werden ohne hiebei von dem Wesen und dem Bereich vorliegender Erfindung abzuweichen.
So können z. B. die Zentriervorrichtungen, die in dem gezeigten Beispiel Arme 45 aufweisen, durch
Walzen ersetzt werden, die auf mit den Wellen 31 verbundenen Armen befestigt sind.
Zur Betätigung der Falteinheit können an Stelle der pneumatischen oder hydraulischen Zylinder auch mechanische Steuervorrichtungen verwendet werden.
Es soll ferner darauf hingewiesen werden, dass die Falteinheit auch dann verwendet werden kann, wenn nur ein vorstehendes Hüllenende eines Verpackungsmaterials gefaltet werden soll. In diesem Falle können die nicht erforderlichen Faltglieder entweder ausgeschaltet oder gewünschtenfalls mitlaufen gelassen werden.
Die Betätigung der verschiedenen Faltglieder ist nicht auf die beschriebene Reihenfolge beschränkt.
Zum Beispiel kann die letzte Verfahrensstufe das Einwärtsfalten der oberen Teile des Verpackungsmaterials und nicht das Falten der vorstehenden unteren Teile des Verpackungsmaterials beinhalten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Vervollständigung des Faltens einer aus zwei Bögen aus Zellstoff oder gleich steifem Material bestehenden schlauchförmigen Verpackungshülle, die einen Ballen aus Papiermasse, Zellstoff od. dgl., an vier angrenzenden Flächen umgibt und über die Endflächen des Ballens vorsteht, bestehend aus zwei oberen Trägern von Gliedern zum Einwärtsfalten der Seitenteile der vorstehenden Hüllenenden auf die Endflächen des Ballens und aus weiteren Faltgliedern zum Einwärtsfalten der oberen Teile der vorstehenden Hüllenenden auf die bereits nach innen gefalteten Seitenteile und schliesslich aus zwei unteren Trägern von Gliedern zum Aufwärtsfalten der unteren Teile der vorstehenden Hüllenenden zu den Ballenenden und den in Kontakt mit diesen befindlichen Hüllenenden, dadurch gekennzeichnet,
dass die oberen und unteren Träger an gegenüberliegenden Seiten eines Förderweges (10) des Ballens vorgesehen werden, wobei die oberen Träger oberhalb dieses Förderweges und die unteren Träger im wesentlichen in gleicher Höhe mit ihm angeordnet sind, und wobei ferner ein in vertikaler Richtung einstellbarer Drehtisch (29) zentral im Verhältnis zu der Faltvorrichtung vorgesehen ist, der dazu dient, den Ballen von dem Förderweg zu heben und so zu drehen, dass die vorstehenden Hüllenenden den Faltgliedern dieser Träger gegenüberliegen.