AT223509B - Verschluß für automatische Waffen - Google Patents

Verschluß für automatische Waffen

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AT223509B
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AT
Austria
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closure
support
compound
support flaps
rollers
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Application number
AT865259A
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Rheinmetall Gmbh
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  Verschluss für automatische Waffen 
Die Erfindung bezieht sich allgemein auf einen Verschluss für automatische Waffen mit an den Ver- schlusskopf schwenkbar angelenkten Stützklappen, denen   Verriegelungs- bzw.   Abstützflächen im Waffen- gehäuse zugeordnet sind. Die Erfindung betrifft im besonderen einen Verschluss dieser Art, der zur Gruppe der sogenannten übersetzten Massenverschlüsse zu rechnen ist. Hierunter werden in Fachkreisen Massen- verschlüsse verstanden, bei denen als Wirkteil nur eine relativ geringe Masse vorgesehen ist, die ihrer- seits aber einer besonders hohen Beschleunigung unterworfen wird, um das für die Wirksamkeit des Ver- schlusses erforderliche Produkt aus Masse und Beschleunigung zu erhalten. 



   Bei derartigen Verschlüssen ist es auch bereits bekannt, die Stützklappen und ihre Verriegelungsflä- chen im Waffengehäuse so auszubilden, dass die Stützklappen unter dem auf den Patronenboden einwirkenden Gasdruck aus ihren Verriegelungsflächen im Waffengehäuse in die Entriegelungsstellung auszuschwenken vermögen, wobei aber die einzelnen Teile aufeinander gleiten. Das einwandfreie Arbeiten des Verschlusses und damit die Sicherheit der Waffe und des Schützen hängt daher bei diesen bekannten Ausführungen in hohem Masse von der Pflege des Verschlusses ab, da derselbe stets gleichmässig mit Schmier- mitteln versehen sein muss, um dem Auftreten störender Reibungskräfte vorzubeugen. 



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen übersetzten Massenverschluss zu schaffen, bei dem der Einfluss der Reibung von Anbeginn weitgehend ausgeschaltet ist, so dass neben anderen Vorteilen auch eine besonders hohe Unempfindlichkeit gegen die in der Praxis unvermeidbaren Unterschiede im Schmierzustand der bewegten   Verschluss- und Beschleunigungselemente   erreicht wird. Erfindungsgemäss wird dies bei einem Massenverschluss der vorgenannten Art insbesondere dadurch erreicht, dass die Bewegung der Stützklappen unter Zwischenschaltung von Rollen oder anderen Wälzkörpern auf die eigentliche Verschlussmasse weitergeleitet wird. 



   Weitere Einzelheiten der Erfindung sind an Hand der Zeichnung erläutert, in der ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt ist. Fig. 1 zeigt den Verschluss im Grundriss schematisch in verriegelter Stellung mit den angrenzenden Teilen des Gehäuses und des Laufs. Fig. 2 ist eine der Fig. 1 analoge Darstellung, die jedoch die Teile nach dem Ausschwenken der Stützklappen, also bei entriegeltem Verschluss, wiedergibt. 



   Mit1 ist der Lauf und mit 2 das Gehäuse der Maschinenwaffebzw. ein mit   dem Gehäuse   starr verbundenes Verriegelungsstück bezeichnet. Der Verschluss selbst besteht zunächst aus einem Verschlusskopf   3.   in welchem der bei 4 angedeutete Schlagbolzen verschiebbar geführt ist. Am Verschlusskopf 3 und mit ihm starr verbunden sind zueinander spiegelbildlich die Drehzapfen 5 angeordnet, die in Richtung zum Waffengehäuse 2 hin im Bereich 6 abgeflacht sind, mit dem Ziel, die Mittelpunkte der Drehzapfen 5 so nahe wie möglich an die Gehäusewand hin zu verlegen. Durch diese Massnahme ergeben sich unter anderem auch besonders günstige Verhältnisse bei der Kraftübertragung während der Schwenkbewegung der Stützklappen 12 und ein für die Querbelastung des Gehäuses günstiger Anstellwinkel der Verriegelungsflächen 7. 



   Die nach innen gerichteten Flächen 8 der Stützklappen 12 wirken im Bereich der Stützklappenflächen 9 mit zwei im Durchmesser gleich grossen Rollen 10, 11 zusammen, die sich bei 13 berühren, sich also in Richtung ihrer Symmetrieachsen gegeneinander am Umfang abstützen. Die Rollen 10, 11 sind in Zapfen 14 bzw. 15 geführt, die ihrerseits starr mit der eigentlichen Verschlussmasse 16 verbunden sind. 



   Zwischen dem Verschlusskopf 3 und der Verschlussmasse 16 sind an sich bekannte Kupplungsklauen 20 vorgesehen, die Relativbewegungen zwischen den Teilen 3 und 16 ermöglichen. Die Verschlussmasse 16 

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 ist gegen   das. Gehäuse   2 hin mittels einer Schraubenfeder 18 abgepuffert. Die Stützklappen 12 sind dabei über nach der Gehäusewand hin einseitig offene Lageraugen in ihre Drehzapfen 5 eingehängt. 



   Die Wirkungsweise ist folgende : Beim Abschuss der Patrone werden sich die Stützklappen 12 unter der 
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 einflussen und dem jeweiligen Bedarfsfall anpassen. Dadurch kann das gleiche Verschlusssystem auch für sehr unterschiedliche Patronenkaliber benutzt werden. Dabei ist insbesondere auch eine derartige Abstimmung der Form der   Verriegelungsflächen,   der Form der Stützklappenflächen 9 und der Grösse der Verschlussmasse 16 ermöglicht, dass sich die Stützklappen bis gegen Ende der Gasdruckperiode noch im Bereiche ihrer Verriegelungsflächen befinden.

   Infolge der Ausbildung der Stützklappenlager als einseitig offene Lageraugen 19 und der ebenfalls bereits beschriebenen Ausbildung und Anordnung der Drehzapfen 5 der Stützklappen 12 erhält man überdies eine raumsparende Bauweise und auch geringe spezifische Flächenpressungen zwischen den   Kopf flächen 3'der   Stützklappen und ihren Widerlagern bzw. Verriegelungsflächen 17 im Waffengehäuse 2. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verschluss für automatische Waffen mit an den Verschlusskopf schwenkbar angelenkten Stützklappen, denen Verriegelungsflächen   im Waffengehäuse   zugeordnet sind, wobei die Stützklappen und ihre Verriegelungsflächen im Waffengehäuse derart ausgebildet sind, dass die Stützklappen unter dem auf den Patronenboden einwirkenden Gasdruck aus   ihren Verriegelungsflächen   im Waffengehäuse in die Entriegelungsstellung auszuschwenken vermögen, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung der Stützklappen unter Zwischenschaltung von Rollen (10, 11) oder   anderen Wälzkörpern   auf die eigentliche Verschlussmasse (16) weitergeleitet wird.

Claims (1)

  1. 2. Verschluss nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen (10,11) am Kopfende der Verschlussmasse (16) angeordnet sind und sich gegenseitig am Umfang abstützen.
    3. Verschluss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass am Kopfende der Verschlussmasse (16) zwei Rollen (10,11) gleichen Durchmessers vorgesehen sind, die-sich in Richtung ihrer Symmetrieachsen gegeneinander am Umfang abstützen.
    4. Verschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mit den Rollen (10, 11) zusammenwirkenden Flächen (9) der Stützklappen (12) entsprechend der der eigentlichen Verschlussmasse (16) jeweils zu erteilenden Beschleunigung geformt sind.
    5. Verschluss nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Stützklappen (12) zufolge der Form der Verriegelungsflächen (7,17), der Stützklappenflächen (9) und der Grösse der Verschlussmasse (16) bis gegen Ende der Gasdruckperiode noch im Bereich ihrer Verriegelungsflächen (17) befinden.
    6.-Verschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützklappen (12) über nach der Gehäusewand (2) hin einseitig offene Lageraugen (19) in ihre Drehzapfen (5) eingehängt sind.
    7. Verschluss. nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzapfen (5) in Richtung zur Gehäusewand (2) mit Abflachungen (6) versehen sind.
AT865259A 1958-12-03 1959-11-30 Verschluß für automatische Waffen AT223509B (de)

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DE223509T 1958-12-03

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AT223509B true AT223509B (de) 1962-09-25

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ID=29593523

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