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Liftsessel
Sessellifte haben bekanntlich den Nachteil, da13 dem Fahrgast im Winter auf den offenen Sesseln kei- nerlei Kälteschutz geboten wird, obwohl die Fahrt häufig von beträchtlicher Dauer ist und der Fahrgast dabei kaum Möglichkeit hat, sich durch Eigenbewegungen warm zu halten. Diese Tatsache, die zu ge- sundheitlichen Schäden führen kann, hat schon viele davon abgehalten, einen Sessellift in der kalten Jah- rezept zu benützen. Da schon allein die kalte Sitzfläche als äusserst unangenehm empfunden wird, hat man ohne besonderen Erfolg Schaumgummimatten oder sonstige Sitzkissen als Sitzauflage vorgesehen.
Schliesslich hat man versucht, die Sitzauflagen an einem in der Station angeordneten Ofen vorzuwärmen.
Abgesehen davon, dass das Abnehmen, Vorwärmen und Wiederauflegen der Sitzkissen umständliche Mani- pulationen erfordert, wird dadurch der Übelstand nur zum geringsten Teil beseitigt, da in den Sitzaufla- gen nur ein (begrenzte Wärmemenge gespeichert werden kann und eine warme Sitzfläche nicht ausreicht, alle übrigen Körperteile des Fahrgastes vor Frost zu bewahren.
Die Erfindung hat sich die Beseitigung diesesNachteiles zum Ziel gesetzt und besteht im wesentlichen darin, dass ein aus einer am Sessel befestigten Flüssiggasflasche od. dgl. gespeister Gasbrenner als Wärme- spender samt einem Schaltorgan und gegebenenfalls einer Zündeinrichtung vorgesehen ist. Flüssiggas, beispielsweise Propan oder Butan oder ein Propan-Butngemisch, hat den Vorteil, dass in einem verhält- nismässig kleinen Behälter eine lange Brenndauer gewährleistende Gasmenge mit gutem Heizwert gespei- chert werden kann, so dass es ohne weiteres möglich ist, sowohl den Flüssiggasbehälter als auch den Gas- brenner an jedem bestehenden 1 iftsessel zusätzlich anzubringen.
Dabei ist es besonders zweckmässig, wenn der Gasbrenner als oberhalb des Sessels angeordneter, vorzugsweise am Sesselträger befestigter Infrarotgasstrahler mit abwärts gerichteter Strahlrichtung ausgebildet ist. Dieser Gasstrahler sendet von seiner
Strahlplatte kurzwellige Infrarotstrahlen aus. die einen abwärts gerichteten Wärmefächer bilden, dieden ganzen Körper des auf dem Sessel sitzenden Fahrgastes erwärmen, ohne dass die Gefahr allfälliger Verletzungen am Brenner besteht. Es ist aber auch möglich, mit dem Gasbrenner Wasser für eine kleine Warmwasserheizungsanlage zu erwärmen oder ein anderes Heizsystem vorzusehen.
Die Liftsessel sind meist mit klappbaren Sitzflächen ausgerüstet, die bei Nichtgebrauch hochgeklappt werden. Bei einer solchen Klappsitzausbildung wird in weiterer Ausbildung der Erfindung vorgeschlagen, dass das Schaltorgan und gegebenenfalls die Zündeinrichtung des Gasbrenners mittels der klappbaren Sitzfläche selbständig betätigbar sind. Es brauchen also nur das Schaltorgan od. dgl. mit der Sitzfläche auf Drehung gekuppelt zu werden, um ein selbständiges Einschalten des Brenners beim Erreichen der Sitzlage bzw. ein Abschalten beim Hochklappen der Sitzfläche zu erzielen, so dass sich Manipulationen für das Ein- und Abschalten erübrigen und ein unnötiger Gasverbrauch bei unbenutztem Sessel vermieden wird. Die Zündeinrichtung kann mit einer Batterie oder einem Magneten ausgestattet sein.
Es ist aber auch möglich, eine dauernd brennende Zündflamme vorzusehen und mit der Sitzfläche nur den Haupthahn zu kuppeln.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1 und 2 einen Liftsessel in Seitenansicht und im Schaubild.
Mit 1 ist der Sesselträger bezeichnet, der den Liftsessel 2 hält. Der Liftsessel besitzt eine aufklappbare Sitzfläche 3. Hinter der Rückenlehne 4 ist eine Flüssiggasflasche 5 befestigt, von der eine Leitung 6 zu einem Schaltorgan 7 und weiter entlang des Sesselträgers 1 aufwärts zu einem an diesem oberhalb des Sitzes angeordneten Infrarotgasstrahler 8 mit abwärts gerichteter Strahlrichtung führt. Das Schaltorgan 7 ist so angeordnet und mit der klappbaren Sitzfläche 3 so gekuppelt, dass es mittels der klappbaren Sitz-
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fläche selbständig betätigt werden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Liftsessel, dadurch gekennzeichnet, dass ein aus einer am Sessel (2) befestigten Flüssiggasflasche (5) od. dgL gespeister Gasbrenner (8) als Wärmespender samt einem Schaltorgan (7) und gegebenenfalls einer Zündeinrichtung vorgesehen ist.