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Selbstprüfendes Verfahren zur vorzugsweise magnetischen Speicherung von codierten Informationen und Schaltungsanordnung zu dessen Durchführung
Die Erfindung betrifft ein selbstprüfendes Verfahren zur vorzugsweise magnetischen Speicherung von
Informationen, insbesondere Dezimalzahlen unter Verwendung von zwei Speicherspuren, wobei eine Co- degruppe durch einen Ziffernwert und dessen Komplementwert dargestellt wird und eine bestimmte Anzahl von Impulsen umfasst, sowie eine Schaltungsanordnung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Es ist bereits bekannt, Informationen auf Bänder oder Karten zu speichern und ihre Richtigkeit bei der
Wiedergabe zu prüfen. Das kann beispielsweise in der Weise geschehen, dass Zahlen so verschlüsselt wer- den, dass immer eine ungerade Zahl von Codeelementen dargestellt wird. Bei der Prüfung wird die Zahl der Codeelemente gezählt. Wenn das Ergebnis eine gerade Zahl liefert, dann zeigt dies an, dass ein Feh- ler vorliegt. Es ist weiterhin bekannt, die Speicherung auf zwei Spuren vorzunehmen. Es gibt dazu verschiedene Beispiele. Einmal wird auf die eine Spur der Takt und auf die andere Spur die Information auf- getragen. Das hat aber den grossen Nachteil, dass die Speicherdichte ziemlich hoch ist. Eine weitere
Schwierigkeit besteht in der Kontrolle des wiedergegebenen Wertes.
Dazu ist es erforderlich, auf der Infor- mationsspur nach Aufzeichnung des Ziffern wertes in Form von Impulsen und einem festgelegten Sprung, als Abgrenzung bis zum Ende des Flächenteiles einer Codegruppe Impulse aufzuschreiben.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Impulse der Informationen in den beiden Spuren invers und die Zahlenwerte derGesamtdarstellung einerDateneintragungkomplementär zueinanderin den beiden Spuren aufzuzeichnen, wobei in einem Vergleicher durch die elektrischen Signalfolgen Fehlersignale erzeugt werden, die anzeigen, ob an entsprechenden Stellen der beiden Spuren Fehler auftreten. Bei dieser Möglichkeit besteht aber ebenfalls der wesentliche Nachteil zu hoher Speicherdichte.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, ein Verfahren zur Speicherung von Zahlen zu schaffen, bei dem unter Beibehaltung der Grosse eines Flächenteiles für eine Codegruppe bekannter Speichereinrichtungen und der gleichen Anzahl von Informationsimpulsen die Speicherdichte aufgelockert und ein einfaches Prüfen der gespeicherten Zahlen möglic) wird. Neben der magnetischen Speicherung können dabei auch Speicherverfahren mit Lochsymbolen oder optisch lesbaren Zeichen verwendet werden.
Erfindungsgemäss wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass der Anfang einer Codegruppe durch einen Vorimpuls auf der einenSpur markiert wird, dass die den Ziffernwert darstellenden Impulse mit der zweiten Spur beginnend wechselweise auf beide Spuren aufgezeichnet werden, die Aufzeichnung der das Komplement darstellenden Impulse nach einer Impulslücke auf der gleichen Spur beginnt, auf der der letzte Impuls der Ziffer aufgezeichnet ist und wiederum wechselweise auf beide Spuren erfolgt und ein Schlussimpuls die Codegruppe abschliesst.
Die Schaltungsanordnung zum Lesen der erfindungsgemäss gespeicherten Informationen ist gekenn zeichnet durch zwei Paare von UND-Schaltungen von denen jeweils eine mit dem Ausgang des der ersten Spur zugeordneten Verstärkers und die andere mit dem Ausgang des der zweiten Spur zugeordneten Verstärkers verbunden ist und von denen jeweils zwei den gleichen Spuren zugeordnete UND-Schaltungen von verschiedenen Ausgangsleitungen eines Flip-Flops gesteuert werden, ein Flip-Flop, dessen Eingänge über je eine ODER-Schaltung mit einem Paar der UND-Schaltungen verbunden sind, durch einen Zähler, dem die Gesamtzahl der gespeicherten Impulse zugeführt und die gespeicherte Ziffer unter Steuerung durch
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das Flip-Flop entnommen wird und durch eine weitere UND-Schaltung,
die das Ausgangssignal des Zählers mit dem Ausgangssignal des Flip-Flops zu einem Kriterium für das richtige Lesen vereinigt.
Die Erfindung wird an Hand eines beispiels erklärt. In den Zeichnungen bedeuten : Fig. 1 eine schematische Darstellung der Speicherung der Ziffern vier und fünf nach dem erfindungsgemässen Verfahren, Fig. 2 eine Schaltung zur Auswertung der gespeicherten Informationen mit einer Einrichtung zur Fehlererkennung, Fig. 3 ein Impulsdiagramm.
Es werden in den Zeichnungen bekannte Baustufen verwendet, die durch folgende Symbole dargestellt sind. Eine UND-Schaltung ist in Fig. 2 mit 31 bezeichnet. Der Anschluss der Ausgangsleitung ist durch einen Punkt gekennzeichnet. Eine UND-Schaltung liefert am Ausgang der Aussage"L", wenn beide Eingänge die Aussage "L" führen. Eine ODER-Schaltung (z. B. 35) liefert eine Aussage"L", wenn ein Eingang "L" führt, wobei der Wechsel des Ausgangs von "L" auf "0" zum Schalten nachgeschalteter Einrichtungen verwendet wird. Ein Flip-Flop ist durch zwei Quadrate (39) mit einer gemeinsamen Begren-
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der dualen"L"hohes Potential zugeordnet ist. Der Wechsel von"L"auf"0"wird zum Schalten nachge- ordneter Schaltglieder verwendet.
Ein weiteres Flip-Flop 49 hat nur einen Eingang und zwei Ausgänge.
Derartige Einrichtungen sind auch unter dem Namen Trigger bekannt und wechseln durch jeden Eingangs- impuls den Zustand. 17 stellt einen Leseverstärker dar. 43 kennzeichnet einen Zähler mit der Zählkapa- zität-zwölf, der in bekannter Bauweise aus bistabilen Kippstufen u. dgl aufgebaut ist. Das mit 54 be- zeichnete Rechteck stellt einen Speicher bekannter Ausführung dar, der zur parallelen Übernahme der im
Zähler 43 gespeicherten Werte geeignet ist.
In der Fig. 1 ist die Speicherung der Ziffern fünf und vier nach dem erfindungsgemässen Verfahren schematisch dargestellt. Dabei bedeutet 1 den Vorimpuls und 12 den Schlussimpuls, beide sind auf der gleichen Spur 13 aufgezeichnet worden. 2 stellt den ersten Impuls für den Wert der Ziffer dar, 3 den zweiten Impuls der Ziffer auf der Spur 13. Die Abstände der einzelnen Impulse sind gleich. Der vierte und der sechste Impuls befinden sich auf der Spur 14, der fünfte Impuls auf der Spur 13. Mit diesen sechs Impulsen ist der Wert der Ziffer fünf dargestellt. Der siebente Impuls befindet sich auf der gleichen Spur wie der sechste Impuls auf der Spur 14 und der achte Impuls steht auf der Spur 13. Der neunte und der elfte Impuls sind wiederum auf der Spur 14 und der zehnte Impuls auf der Spur 13 aufgezeichnet.
Anschliessend ist die Ziffer vier dargestellt. Es bedeuten 1 den Vorimpuls und 12 den Schlussimpuls. Die Impulse 2 - 5 stellen den Wert der Ziffer und die Impulse 6 - 12 den Komplementwert dar. Dabei befinden sich die Impulse 1, 3, 5, 6,8, 10 und 12 auf der Spur 13 und die Impulse 2, 4, 7. 9 und 11 auf der Spur 14.
In der Fig. 2 ist eine Leseschaltung für das erfindungsgemässe Verfahren gezeigt, die eine Kontrolle der Richtigkeit der gelesenen Information ermöglicht. Den beiden die Informationen tragenden Spuren 13 und 14 sind zwei Leseverstärker 17 und 18 zugeordnet, deren Ausgänge 15 und 16 Über die Leitungen 19 und 20 mit einer ODER-Schaltung 30 verbunden sind. Die ODER-Schaltung 30 steht über die Leitung 21 mit dem Zähler 43 und über die Leitung 53 mit dem Eingang eines Flip-Flops 49 in Verbindung. Von dem Ausgang 15 des Leseverstärkers 17 werden über die Leitungen 24 und 28 zwei UND-Schaltungen 32 und 34 gesteuert und von dem Ausgang 16 des Leseverstärkers 18 ebenfalls zwei UND-Schaltungen 31 und 33 über die Leitungen 22 und 26.
Die Ausgänge 50 und 51 des Flip-Flops 49 stehen über die Leitungen 25 und 27 mit den UND-Schaltungen 32 und 33 bzw. über die Leitungen 23 und 29 mit den UND-Schaltungen 31 und 34 in Verbindung. Die Ausgänge der UND-Schaltungen 31 und 32-sind an eine ODER-Schaltung 35 und die Ausgänge der UND-Schaltungen 33 und 34 an eine ODER-Schaltung 36 geführt. Die Ausgänge der ODER-Schaltungen 35 und 36 speisen die Eingänge 37 und 38 eines Flip-Flops 39. Der Ausgang 40 des Flip-Flops 39 ist an eine UND-Schaltung 46 und der Ausgang 41 an einen Speicher 54 geführt. Mit der UND-Schaltung 46 steht ferner der Ausgang 42 des Zählers 43 und durch die Leitungen 44 der Zähler 43 mit dem Speicher 54 in Verbindung.
Die Wirkungsweise der Schaltung wird in Verbindung mitdemin Fig. 3 gezeigten Impulsdiagramm erläutert. Die erste und zweite Zeile zeigen die gespeicherte Information, die den Ziffernwert fünf darstellt. In der dritten Zeile ist der Spannungsverlauf am Ausgang 51 des Flip-Flops 49 und auf der vierten Zeile der Spannungsverlauf am Ausgang 40 des Flip-Flops 39 dargestellt. Der Vorimpuls 1 erscheint auf der Leitung 16 und gelangt über die ODER-Schaltung 30 einmal in den Zähler 43 und zum andern auf das Flip-Flop 49. Am Ausgang der UND-Schaltung 31 tritt dadurch ein Potentialwechsel von "L" auf "0" ein, wodurch über die ODER-Schaltung 35 das Flip-Flop 39 so geschaltet wird. dass der Ausgang 40 den Wert "0"annimmt. Der erste den Ziffernwert darstellende Impuls 2 wird ebenfalls wieder im Zähler 43 gezählt und schaltet das Flip-Flop 49 um.
Diesmal liefert die UND-Schaltung 32 einen Impuls, der eben-
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falls auf den Eingang 37 des Flip-Flops 39 gelangt, aber hier wirkungslos bleibt.
Der beschriebene Vorgang setzt sich bis zum Impuls 6 fort. Durch die auftretende Impulslücke wird der Rhythmus der Umschaltungen des Flip-Flops 49 unterbrochen. Erscheint der Impuls 7 auf der Leitung
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"L",DessenAusgang41 wechselt dadurch von "L" auf "0", so dass ein Impuls über die Leitung 41 an den Spei- cher 54 gegeben wird. Hiedurch wird die Übertragung des im Zähler 43 stehenden Wertes in den Speicher 54 bewirkt. Der achte Impuls erscheint wieder aut der Leitung 16. Hiebei ist die Aussage am Ausgang 50 des Flip-Flops 49"L", so dass am Ausgang der UND-Schaltung 33 ein Sprung von "L" auf "0" eintritt. Dieser bleibt auf das Flip-Flop 39 wirkungslos, da dieses bereits durch den vorhergehenden Impuls umgeschaltet wurde.
Die weiteren Impulse von den Leitungen 15 und 16 gelangen infolge der fortlaufenden Umschal- tungdesFlip-Flops49ebenfallsaufde ! iEingang38desFlip-Flops 39 und bleiben ebenfalls wirkungslos. Der
Vorimpuls einer neuen Information erscheint auf der gleichen Spur wie der zwölfte Impuls der letzten In- formation. Dieser Impuls bewirkt in entsprechender Weise eine Umschaltung der Flip-Flops 39 und 49, so dass der Anfangszustand wieder hergestellt wird.
In der sechsten Zeile ist der Spannungsverlauf am Ausgang des Zählers 43 dargestellt. Mit dem zwölf- ten Impuls wechselt der Ausgang des Zählers von "L" auf "0". Dieses Signal gelangt an die UND-Schal- tung 46, deren zweiter Eingang seit dem siebenten Impuls ebenfalls auf "L" liegt, und ergibt ein Aus- gangssignal (siebente Zeile), das als Kriterium für das richtige Lesen der Information dient. Erhält der
Zähler 43 nicht die volle Impulszahl, bleibt den Signal aus, da der Ausgang auf "L" bleibt, so dass da- mit das Auftreten eines Fehlers angezeigt wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Selbstprüfendes Verfahren zur vorzugsweise magnetischen Speicherung und Auswertung von codierten Informationen auf zwei Speicherspuren, wobei eine Codegruppe durch einen Ziffernwertund dessen Komplementwert dargestellt wird und eine bestimmte Anzahl von Impulsen umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der Anfang einer Codegruppe (l-12) durch einen Vorimpuls (1) auf der einen Spur (13) markiert wird, dass die den Ziffernwert darstellenden Impulse mit der zweiten Spur (14) beginnend wechselweise auf beide Spuren (13, 14) aufgezeichnet werden, die Aufzeichnung der das Komplement darstellenden Impulse nach einer Impulslücke (55) auf der gleichen Spur beginnt, auf der der letzte Impuls der Ziffer aufgezeichnet ist und wiederum wechselweise auf beide Spuren erfolgt und ein Schlussimpuls (12)
die Codegruppe abschliesst.