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Vorrichtung zum Betätigen von Verschlussschjebern
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum maschinellen Betätigen von Verschlussschiebern an Bat- terien von Schüttgutbehältern wie Bur. rn und Silos, welche die Steuerung der einzelnen Verschlüsse un- abhängig voneinander ermöglicht.
Es ist bereits bekannt, zum Verschliessen einer Reihe von Durchlauföffnungen beispielsweise in Riesel- ; böden unterhalb der Öffnungen einen gemeinsamen Schieber anzuordnen, der Gegenöffnungen aufweist, die jeweils in die Öffnungs-oder Schliessstellung gebracht werden.
Weiterhin ist vorgeschlagen worden, auf einer für eine Anzahl von DurcMauföffnungcn gemeinsamen, unter den Öffnungen liegenden Streuschiene einzelne und der Anzahl der Öffnungen entsprechende Schie- berplatten anzuordnen, um gegenüber dem ursprünglich durchlaufenden Schieber den erforderlichen Ma- terialaufwand zu verringern.
Für den Fall, dass verschiedene Verschlussschieber auch unabhängig voneinander betätigt werden sol- len, ist weiterhin bekanntgeworden, vor allem an Batterien von Schüttgutbehältern wie Bunkern und Si- los jedem Schieber ein besonderes Betätigungselement wie beispielsweise einen Pressluft- oder Hydraulik-
Arbeitszylinder zuzuordnen, der wahlweise von einer Kommandostelle aus oder innerhalb eines bestimm- ten Arbeitsablaufes auch selbsttätig gesteuert werden kann.
Es ist Aufgabe des Erfindungsgegenstandes, den für derartige Betätigungseinrichtungen erforderlichen finanziellen und technischen Aufwand herabzusetzen und gleichzeitig die möglichen Fehlerquellen einer solchen Einrichtung zu verringern.
Erfindungsgemäss ist diese Aufgabe dadurch gelöst, dass für eine beliebige Anzahl nahe beieidauder befindlicher Auslaufverschlüsse von Schüttgutbehältern in einer bevorzugten Ausführungsform nur eine
Kraftquelle vorgesehen ist, deren Kraft über eine allen Verschlüssen gemeinsam zugeordnete fernsteuer- bare, zweckmässig elektromagnetisch wirkende Kupplung direkt oder indirekt auf die Verschlussschieber übertragen wird. Vorteilhaft wird die an sich bekannte Kraftquelle so gewählt, dass sie, wie beispielswei- se ein Schubmotor mit Druck-Zugstange oder ein Pressluft-Arbeitszylinder, eine umsteuerbare Hubbewe- gung ausführt, die über einen Hebel in die begrenzte Drehbewegung der Welle umgesetzt wird.
Es ist je- doch nach der Erfindung auch möglich, die begrenzte Drehbewegung der Welle durch einen auf ihr an- geordneten, an sich bekannten Drehmagnete zu bewirken oder zwei gegenläufige Wellen durch einen ständig laufenden Getriebemotor anzutreiben, von denen eine tür das Öffnen und die andere für das
Schliessen der Verschlüsse bestimmt ist, und die jede für jeden Verschluss eine Kupplung tragen.
An Hand der Zeichnung sind nachfolgend zwei bevorzugte Ausführungsformen des Erfindungsgegen- standes im einzelnen beschrieben.
Darin stellen Fig. l die Seitenansicht, Fig. 2 die Draufsicht einer Einrichtung mit einer Welle, Fig. 3 die Draufsicht auf eine Einrichtung mit zwei gegenläufigen Wellen dar.
Die beieinander liegenden Auslauföffnungen l einer nicht dargestellten Silobatterie sind durch Seg- mentschieber 2 verschlossen. Ihre Öffnungsgestänge 3 sind über einen einarmigen Hebel 4 mit den Sekundärteilen 5 der ferngesteuerten Kupplungen verbunden, deren Primärteile 6 auf die Welle 7 bzw. die Wellen 8, 9 aufgekeilt sind. Gemäss Fig. l und 2 greift an der Welle 7 ein weiterer Hebel 10 an, der
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mit der Schubstange 11 einer vorzugsweise als Schubmotor oder als Pressluft-Arbeitszylinder ausgebildeten Kraftquelle 12 verbunden ist.
Wird nun, bezogen auf Fig. 1 und 2, bei der Kupplung 5', 6'der Kraftschluss zwischen dem Primärteil 6'und dem Sekundärteil 5'hergestellt und gleichzeitig der Arbeitsim- puls für die Kraftquelle 12 ausgelöst, so übt die Schubstange 11 über den Hebel 10 eine der Länge des Hubes der Schubstange 11 entsprechende Drehbewegung auf die Welle 7 aus, welche überPrimärteil 6'und Sekundärteil 5'der Kupplung sowie über den Hebel 4'und über die Schubstange 3'den Verschlussschieber
2 des dazugehörigen Auslaufes l* öffnet. Bei Kraftschluss der gleichen Kupplung und gegenläufigem Arbeitsimpuls für die Kraftquelle 12 wird der Verschluss wieder geschlossen.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform sind jedem Verschlussschieber über Gestänge 3 zwei Kupplungen 5,6 zugeordnet, von denen die auf Welle 8 angeordneten das Öffnen und die auf Welle 9 angeordneten das Schliessen der Verschlussschieber, wie oben beschrieben, bewirken. Bei dieser Ausführungsform treibt jedoch die als Elektromotor 13 ausgeführte Kraftquelle über beispielsweise ein Zahnradpaar 14,15 die Wellen 8 und 9 mit den Primärteilen 6 der Kupplungen ständig an, so dass, wenn erforderlich, Öffnen und Schliessen der Verschlussschieber an verschiedenen Auslassöffnungen 1 einander zeitlich überschneiden können, sofern die Sekundärteile 5 der Kupplungen mit entsprechender Zeitüberschneidung in Eingriff mit ihren Primärteilen 6 gebracht werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Betätigen von Verschlussschiebern an A"slaufverschlüssen von Silos, Bunkern und ähnlichen Behältern mit elektromotorischem, pneumatischem uder hydraulischem Antrieb, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebskraft auf eine oder zwei, allen Verschlüssen gemeinsam zugeordnete Wellen (7 bzw. 8,9) übergeleitet und durch fernsteuerbare, elektromagnetisch, pneumatisch oder hydraulisch betätigte Kupplungen (5,6) auf die einzelnen Verschlussschieber (2) übertragen wird, wobei bei einer gemeinsamen Antriebswelle (7) jedem Verschluss eine Kupplung und bei zwei Antriebswellen (8,9) jedem Verschluss zwei Kupplungen zugeordnet sind.