AT220836B - Dauermagnet und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Dauermagnet und Verfahren zu seiner Herstellung

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AT220836B AT701959A AT701959A AT220836B AT 220836 B AT220836 B AT 220836B AT 701959 A AT701959 A AT 701959A AT 701959 A AT701959 A AT 701959A AT 220836 B AT220836 B AT 220836B
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  Dauermagnet und Verfahren zu seiner Herstellung 
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   Daraus ist der besonders hohe Entmagnetisierungswiderstand der neu gefundenen, tetragonalen Phase ersichtlich. 



   Grundsätzlich kann der Magnet nach der Erfindung aus billigen Rohstoffen hergestellt werden, während die Sättigungsmagnetisierung nahezu gleich der von Mn-Bi ist. 



   Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung können die vorerwähnten Teilchen nach dem Zusam- menbau gesintert werden. 



   Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung werden die Teilchen mit oder ohne Bindemittel zu- sammengepresst, worauf gegebenenfalls Sinterung durchgeführt wird, wobei vor dem Pressvorgang oder während desselben die Teilchen in einem Magnetfeld ausgerichtet werden. 



   Die Magnete nach der Erfindung können einen IHC -Wert von mehr als 1000 Örsted haben. Ausserdem können sie einen BHmax-Wert von mehr als   0, 5 X 106,   insbesondere mehr als 1, 5    X 106 G. Oe., aufwei-   sen. 



   Da bei der Herstellung meistens technisch reine Rohstoffe benutzt werden, können die Legierungen bestimmte, darin enthaltene Verunreinigungen haben. Sie können auch durch das Herstellungsverfahren eingeführt werden, z. B. infolge Reaktionen mit dem Schmelztiegel. 



   Die Anwesenheit anderer Elemente ausser Mangan und Aluminium, entweder in Form von Verunrei- nigungen oder als Zusätze (z. B. Co, Ti, C, Ag, Bi) ist bis zu einem solchen Prozentsatz zulässig, dass die Bildung der tetragonalen Kristallstruktur nicht verhindert wird. 



   Ein Verfahren zur Herstellung der Magnete nach der Erfindung besteht darin, dass die Legierung in dem Temperaturbereich unterhalb 10000 C, vorzugsweise unterhalb 8250 C, während einer solchen Zeit einer Wärmebehandlung unterworfen wird, dass die erwähnte tetragonale Struktur erzielt wird. Diese Wär- mebehandlung kann bei einer möglichst konstanten Temperatur (isotherm) stattfinden ; sie kann jedoch auch aus mindestens einer Reihe von   Abkühlungen   mit sich daran anschliessenden Erhitzungen oder ohne diese bestehen. Die Perioden der Wärmebehandlung sind von der Temperatur, gegebenenfalls von dem
Temperaturzyklus abhängig und sind im allgemeinen kürzer je höher die durchschnittliche Temperatur ist. 



   Die Wärmebehandlung kann z. B. aus einer Abkühlung zwischen etwa 8250 C und etwa 6000 C mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 0,5 bis 1000 C pro sec, vorzugsweise   2 - 300   C pro sec bestehen. 



   Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass die Legierung bis zu einer Temperatur unterhalb etwa 8250 C, vorzugsweise bis zu einer Temperatur unterhalb etwa 7000 C, abgeschreckt wird, wobei die mittlere Abkühlungsgeschwindigkeit mehr als 1000 C pro sec ist, worauf die Legierung während der erforderlichen Zeit zur Erzielung der erwähnten Phase zwischen   825    C und etwa 3000 C, vorzugsweise zwischen 700 und 3000 C, gehalten wird. 



   Im allgemeinen empfiehlt es sich, die Legierung vor der Wärmebehandlung während einer gewissen Zeit auf einer hohen Temperatur zu homogenisieren. 



   Ein Verfahren nach der Erfindung zur Herstellung der Teilchen besteht darin, dass von den Pulvern der betreffenden Metalle und/oder Pulvern von Vorlegierungen dieser Metalle ausgegangen und darauf eine der vorerwähnten Wärmebehandlungen durchgeführt wird, worauf die Teilchen durch Diffusion in festem Zustand entstehen. 



   Gemäss der Erfindung kann in diesem Falle bei Anwendung der binären   Mn-Al-Legierung   von Manganpulver und Aluminiumpulver oder von einem oder beiden Pulvern in Vereinigung mit einem Pulver einer Mangan-Aluminium-Vorlegierung ausgegangen werden, worauf wieder eine der erwähnten Wärmebehandlungen angewendet werden kann. 



   Ein anderes Verfahren zur Herstellung der Teilchen, aus denen der Magnet aufgebaut werden kann, besteht darin, dass ein   Guss- oder   Sinterkörper pulverisiert wird, welchem Vorgang eine Wärmebehand- 
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 zur Bildung der erwähnten tetragonalen Phase ; darauf wird er pulverisiert und das Pulver wird dann gegebenenfalls bei einer Temperatur zwischen etwa 200 und 6000 C geglüht. 



   Es hat sich gezeigt, dass diese Glühbehandlung sich auf die magnetischen Eigenschaften günstig auswirkt. 



   Es ist auch möglich, den Körper in einem solchen Zustand zu pulverisieren, wo die tetragonale Phase noch nicht vorhanden   ist.-  
Man kann z. B. Teilchen der binären   Mn-Al-Legierung   dadurch erhalten, dass man den Körper von 

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 einer Temperatur von mehr als   8250 C mit   einer Geschwindigkeit von mehr als 100  C pro sec bis unterhalb 3000 C abschreckt und darauf z. B. durch Mahlen pulverisiert, worauf eine der erwähnten Wärmebehandlungen zum Erzielen der tetragonalen Phase folgt. 



   Ein weiteres Verfahren zur Herstellung der Teilchen der binären Mn-Al-Legierung besteht darin, dass der Körper während einer so langen Zeit unterhalb 8250 C gehalten wird, dass wenigstens teilweise die kubische ss-Mn-Struktur erhalten wird, die spröder ist, worauf der Körper pulverisiert und das Pulver einer der erwähnten Wärmebehandlungen unterworfen wird. 



   Die Teilchen können insbesondere dadurch erhalten werden, dass der Körper zwischen    etwa, 8250   C und etwa 6000 C mit einer mittleren Geschwindigkeit von weniger als   0, 50   C pro sec abgekühlt, pulverisiert und das Pulver einer der erwähnten Wärmebehandlungen unterworfen wird. 



   Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung wird der Körper bei einer Temperatur unterhalb 00 C pulverisiert ; der Körper ist auch in diesem Falle spröder. 



     Beispiel l :   Eine Legierung von Mn und   AI,   die nach Analyse 68,5% Mn, 30,6% Al und weiter Verunreinigungen aufweist, wurde zur Homogenisierung während 1 Stunde auf 11500 C geglüht und darauf abgekühlt. In der Temperaturstrecke zwischen 825 und 6000 C betrug die mittlere Abkühlgeschwindigkeit etwa 250 C pro sec. Nach Magnetisierung in einem Feld von 10000 Örsted wurde ein Wert   4#I5800 von   1950 G, ein 4 ir Ir von 710 G und ein IHC von 560 Örsted gemessen. 



   Aus Röntgenpulverdiagrammen ergab sich, dass neben andern Phasen auch die Phase mit der tetragonalen Struktur vorhanden war. 
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 sen. 



   Es ergab sich in diesem Falle, dass eine grössere Menge der tetragonalen Phase vorhanden war als bei Beispiel 1. 



   Beispiel 3 : Eine Legierung von Mn und   AI,   die gemäss Analyse 71,8% Mn, 27, 5% Al und weiter Verunreinigungen enthielt, wurde während 1 Stunde auf 11500 C homogenisiert und dann abgekühlt. 



   Die mittlere Abkühlgeschwindigkeit in der Temperaturstrecke zwischen 825 und 6000 C betrug 230 C 
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 Phase bestand. Das Mn-Al-Verhältnis dieser Legierung betrug nahezu 5 : 4. 



     Beispiel 4 :   Eine Legierung, die   72, 60/0   Mn,   26, 6% Al   und weiter Verunreinigungen enthält, wurde während 1 Stunde auf 11000 C homogenisiert und darauf abgekühlt. Die mittlere   Abkuhlgeschwindig-   
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 \000neben der tetragonalen Phase andere Phasen. 



   Beispiel 5 : Eine Legierung von Mn und Al nach Beispiel 3 wurde nach Homogenisierung während 1 Stunde auf 11000 C wieder während 1 Stunde auf 8300 C geglüht und anschliessend daran auf   6000C   mit einer mittleren Geschwindigkeit von etwa 200 C pro sec abgekühlt. Darauf wurde ein 4   ir     von   3680 G, ein 4 ir Ir von 1790 G und ein IHC von 600 Örsted gemessen. Nach dieser Behandlung ergab es sich, dass die Legierung gemäss Beispiel 3 vollständig aus der Phase mit tetragonaler Struktur bestand. 



   Beispiel 6 : Eine Legierung mit   71, 3% Mn, 27, 7% A l   und 1% Co wurde während 1 Stunde auf 11500 C geglüht und gemäss Beispiel 3 abgekühlt. Nach Magnetisierung wurden ein 4   ir   von 4090 G,   sin 4 ir   Ir von 1720 G und ein IHC von 500 Örsted gemessen. Die tetragonale Phase war auch in diesem Falle vorhanden. 



   Beispiel 7 : Eine Legierung mit 69, 8% Mn, 27,   201o   Al, 3% Co wurde nach Beispiel 3 behandelt. 
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Ir 1 500 von 3740gemessen. 



     Beispiel 8 : Eine   Legierung mit 66, 5% Mn, 28,5% Al, 5% Co wurde gemäss Beispiel 3 behandelt. 



  Es wurden ein   4 tir 1   von 4020 G, ein 4 ir Ir von 1480 G und ein IHC von 260 Örsted gemessen. Sowohl   Lm   Beispiel 7 als auch im Beispiel 8 wurde durch Röntgenpulverdiagramme nachgewiesen, dass die Phase nit tetragonaler Struktur vorhanden war. 



   Beispiel 9 : Eine Legierung aus   71,   8% Mn, 28,0% Al, 0,2% Ti wurde in der Temperaturstrecke 
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 wischen 8500dass die tetragonale Phase ausser andern Phasen vorhanden war. 



   Beispiel 11: Eine Legierung mit 71,7% Mn, 27,8% Al, 0,5% Bi wurde nach Homogenisierung während 1 Stunde auf 11500   C   abgekühlt. Die Abkühlgeschwindigkeit in der Temperaturstrecke zwischen   825 und 6000 C betrug etwa 250 C pro sec. Nach Magnetisierung wurdengemessen: 4# Ig = 3855 G, 4 ir Ir = 1790 G, und IHC = 555 Örsted. Die Legierung bestand grösstenteils aus der tetragonalen Phase.   



   Beispiel 12 : Eine Legierung mit 71,8% Mn, 28,05 Al, 0,2% Ag wurde nach Homogenisierung 
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   kühlt. Es wurden gemessen : 1 = 3440 G, 4 Tr Ir = 1670 G, IHC = 900 Örsted. 



  Beispiel 14 : Eine Legierung aus 70, 9% Mn, 27, 6% AI, 1, 5% C wurde während 1 Stunde auf   11000   C   geglüht und darauf abgekühlt. Die mittlere Geschwindigkeit in der Temperaturstrecke zwischen   900 und 6000 C war 0,5 C pro sec. Nach Magnetisierung wurden gemessen : 4 7r I = 3550 G, 4 ir Ir 2050 G und IHC = 860 Örsted.   



   Beispiel 15 : Eine Legierung aus 70,   2fo   Mn, 27,3% Al, 2,5% C wurde während 1 Stunde auf 11000   C   geglüht. Die Abkühlgeschwindigkeit in der Temperaturstrecke zwischen 880 und 600  C betrug   etwa 0, 25  C pro sec. Die magnetischen Eigenschaften ergeben sich wie folgt : 4#i = 3115 G, 4#Ir= 1840 G, IHC = 1010 Örsted.   
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 abgeschreckt. Die Legierung war in diesem Falle unmagnetisch und die tetragonale Phase wurde nicht vorgefunden. Der Körper wurde dann während 2 Stunden isotherm auf 4000   C   geglüht. Es wurden gemes-   sen:4#I3000   = 1400 G,   41f   Ir = 740 G und   IRe   = 1160 Örsted. 



   Wurde die Legierung während 6 Stunden auf 4000   C   geglüht, so wurden die nachfolgenden Werte ge- 
 EMI4.4 
 ir ISGOOBeispiel 19 : Eine Legierung mit der Zusammensetzung nach Beispiel 3 wurde nach dem Ab-   ! chrecken während 3   Minuten auf500 C geglüht. Es wurden gemessen   :4#I6000=4050   G,   4 ir   Ir = 2130 G, [HC = 1280 Örsted. Nach 1 1/2 Stunden Glühen auf dieser Temperatur wurden   gemessen:4#I   = 4160 G,   4#   Ir = 2090 G,   IHC   = 850 Örsted. Aus Röntgenpulverdiagrammen ergab sich, dass die Legierungen nach ien Beispielen 17,18 und 19 alle die tetragonale Phase enthielten. 



   Beispiel   20 : Eine   Legierung aus nominal 70% Mn, 30% Al wurde nach Homogenisierung auf 11500   C   abgekühlt. Die mittlere Abkühlgeschwindigkeit in der Temperaturstrecke zwischen 825 und 300 C betrug etwa 200   C   pro sec. Der Körper wurde darauf mit einem Schlagmörser pulverisiert. Aus lem gesiebten Pulver mit einer Teilchengrösse von weniger als 40   ft   wurde durch Pressen ein Magnet hergestellt, der nach Magnetisierung die nachfolgenden Werte aufwies :   41r 110000 =2700 G,      4 Tr   Ir = 1700 G,   IHC   = 3050 Örsted,   BHC   = 1250 Örsted,   (BH) max   =   0, 62 X 106   G. Oe. 

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   Beispiel 21 : Eine Legierung mit einer nominalen Zusammensetzung von 72% Mn, 28% Al, wurde, nach Homogenisierung während 1 Stunde auf 11000 C, abgekühlt. Die mittlere Geschwindigkeit in der Temperaturstrecke zwischen 825 und 6000   C   betrug etwa 230 C pro sec. Der Körper, der in diesem Zustand bereits dauermagnetische Eigenschaften aufwies (IHC = 615 Örsted), wurde darauf in einem Schlagmörser pulverisiert. Die Teilchengrösse war 30   u   und der Stoff wurde nach 17 Stunden Glühen auf 3000 C in einem Magnetfeld zusammengepresst.

   So entstand ein anisotroper Dauermagnet, dessen magnetische Eigenschaften in der Vorzugsrichtung die folgenden Werte aufwiesen : 
4 1 Ir = 3050 G,   IHC   5450 Örsted,   BHC   2390 Örsted, 
 EMI5.1 
 max = l.Beispiel 22: Ein Körper, der gemäss Beispiel 6 behandelt wurde, wurde pulverisiert. Der Wert   IRe   des gesiebten Pulvers mit einer Teilchengrösse von weniger als 40   u   betrug 2210 Örsted. 



     Beispiel 23 :   Ein gemäss Beispiel 7 behandelter Körper wurde pulverisiert ; der Wert   IRe   des gesiebten Pulvers mit einer Teilchengrösse von weniger als 50 li betrug 1500 Örsted. 



     Beispiel 24 :   Ein gemäss Beispiel 8 behandelter Körper wurde pulverisiert. Der Wert IHC des gesiebten Pulvers mit   einer Teilchengrösse   von weniger als   50p   war 1125 Örsted. Aus den Teilchen nach den Beispielen 22, 23 und 24 kann wieder ein Dauermagnet z. B. durch Zusammenpressen hergestellt werden. 



  Dabei ändert sich der Wert IHC nicht. 



   Beispiel 25 : Ein Körper mit der Zusammensetzung von   72%   Mn,   28% Al   wurde von 9000   C   mit einer Geschwindigkeit von 0, 30   C   pro sec abgekühlt. Der Körper hatte in diesem Falle die   ss-Mn-Struk-   tur und war nicht magnetisch. Der Körper wurde darauf in einem Schlagmörser bis zu einer   Teilchengrösse   von weniger als 40   jn   pulverisiert. Diese Teilchen wurden unter einem Schutzgas auf 9000   C   erhitzt und darauf mit einer Geschwindigkeit von mehr als 100 C pro sec abgeschreckt.

   Die Teilchenwurden während 15 Minuten isotherm auf 5000   C   geglüht, worauf die tetragonale Phase bei der Analyse vorgefunden wurde ; die Teilchen eigneten sich wieder zur Herstellung von Dauermagneten. 
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 auf   10000C   mit einer Geschwindigkeit von mehr als 1000 C pro sec abgeschreckt. Die Legierung war unmagnetisch und die tetragonale Phase wurde nicht vorgefunden. In diesem Zustand wurde der Körper gemahlen und das Pulver wurde durch ein   40 u   Sieb gesiebt. Die Teilchen wurden unter einem Schutzglas während 30 Minuten auf 4500   C   geglüht, worauf die Phase mit der tetragonalen Struktur wieder vorhanden war und die Teilchen sich wieder zur Herstellung von Dauermagneten eigneten. 



     Beispiel 27 : Ein   gemäss Beispiel 14 behandelter Körper wurde pulverisiert. Der Wert   IRe   des gesiebten Pulvers mit einer Teilchengrösse von weniger als 150   war 1560 Örsted. 



   Beispiel 28 : Ein Körper mit der Zusammensetzung von   70, 2%   Mn,   27, 3% Al, 2, 4% C wurde   während 1 Stunde auf 11000 C geglüht und darauf abgekühlt. Die Abkühlgeschwindigkeit in der Temperaturstrecke zwischen 900 und   6000C   betrug etwa 0, 50 C pro sec. Der Wert   HC   des Körpers war 920 Örsted. Nach Pulverisierung war der Wert IHC des gesiebten Pulvers mit einer Teilchengrösse von weniger als 150   1270 Örsted. 



   Beispiel 29 : Eine Legierung mit der nominalen Zusammensetzung von 72% Mn, 28% Al wurde während 1 Stunde auf 11000   C   geglüht und darauf mit einer Geschwindigkeit von mehr als 100  C pro sec abgeschreckt. In diesem Zustand war die Legierung nicht magnetisch, während die tetragonale Phase nicht vorhanden war. Die Legierung wurde darauf während 5 Minuten isotherm auf 6500 C geglüht, wodurch die tetragonale Phase entstand. Die magnetischen Eigenschaften waren in diesem Falle :   4 1 =4050   G,   4 ir   Ir = 1925 G, und IHC = 730 Örsted. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : l. Dauermagnet, dadurch gekennzeichnet, dass er eine die dauermagnetischen Eigenschaften bestimmende Legierung mit mindestens 50, vorzugsweise mindestens 60 Gew.-% Mn Rest im wesentlichen Aluminium enthält (oder aus dieser besteht), die weiter dadurch gekennzeichnet ist, dass sie eine Phase mit einer tetragonalen Kristallstruktur aufweist, deren Achsenverhältnis c/a zwischen 1 und Y ? liegt und die zu einemPhasengebiet der binären Mn-Al-Legierungen mit einem Mn-Al-Atomverhältnis von nahezu 5 :
    4 gehört, welche Phase durch ein Röntgen- oder Neutronenpulverdiagramm so dargestellt werden kann, <Desc/Clms Page number 6> als ob sie eine tetragonale Kristallstruktur mit einem Achsenverhältnis c/a von etwa 1, 3 und eine Besetzung der Gitterstellen 0, 0, 0 und 1/2,1/2, 1/2 hat, vorzugsweise mit Besetzung einer dieser Gitterstellen mit Mn-Atomen.
    2. Dauermagnet nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der wesentliche Bestandteil die te- tragonale Phase der binären Mn-Al-Legierungen ist, welche die üblichen Verunreinigungen enthalten können.
    3. Dauermagnet nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die die dauermagnetischen Eigenschaften bestimmende Legierung neben den üblichen Verunreinigungen 68 - 750/0 Mn, vorzugsweise 70, 5-72, 5% Mn, und Al enthält.
    4. Dauermagnet nach Anspruch 1, 2 oder 3, insbesondere anisotroper Dauermagnet, dadurch gekenn- zeichnet, dass er aus gesonderten Teilchen mit an sich dauermagnetischen Eigenschaften zusammengesetzt ist.
    5. Dauermagnet nach Anspruch 1, 2,3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Wert IHC mehr als 1000 Örsted beträgt. EMI6.1
    7. Dauermagnet nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetkörper gesintert ist.
    8. Verfahren zur Herstellung eines Dauermagnetes nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die die dauermagnetischen Eigenschaften bestimmende Mn-AI-Legierung einer Wärmebehandlung bei zwischen etwa 300 und 10000 C liegenden Temperaturen zur Erzielung einer tetragonalen Kristallstruktur unterworfen wird.
    9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmebehandlung bei zwischen etwa 300 und 825 C liegenden Temperaturen durchgeführt wird.
    10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung in der Temperaturstrecke zwischen etwa 825 und etwa 6000 C mit einer mittleren Abkühlgeschwindigkeit von 0,5 bis 1000 C pro sec, vorzugsweise 2 - 300 C pro sec, abgekühlt wird.
    11. Verfahren nach Anspruch'9, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung bis zu einer Temperatur unterhalb etwa 8250 C, vorzugsweise bis zu einer Temperatur unterhalb etwa 7000 C mit einer mitt- lerenAbkühlgeschwindigkeit von mehr als 1000 C pro sec abgeschreckt wird, worauf die Legierung für die EMI6.2 schen etwa 700 und 3000 C gehalten wird.
    12. Verfahren zur Herstellung eines Dauermagnetes nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder Sinterkörper einer Wärmebehandlung nach einem der Ansprüche 8 bis 11 unterworfen und pulverisiert wird und dass gegebenenfalls das Pulver darauf bei einer Temperatur zwischen etwa 200 und etwa 6000 C geglüht wird, worauf die Teilchen durch Pressen bzw. Pressen und Sintern zu Dauermagneten verarbeitet werden.
    13. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 7, soweit sie sich auf Anspruch 2 oder 3 beziehen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Guss- oder Sinterkörper von einer Temperatur von mehr als etwa 8250 C mit einer Geschwindigkeit von mehr als 1000C pro sec auf eine Temperatur unterhalb etwa 3000 C abgeschreckt wird, worauf der Körper pulverisiert und einer Wärmebehandlung nach einem der Ansprüche 8 bis 11 unterworfen wird und aus demPulver anschliessend mit oder ohne Bindemittel ein Magnetkörper hergestellt wird.
    14. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 7, soweit sie sich auf dieAnsprüche 2 und 3 beziehen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Guss- oder Sinterkörper während einer solchen Zeit zwischen etwa 825 und 6000 C gehalten wird, dass wenigstens grösstenteils die B-Mn-Struktur erhalten wird, insbesondere, indem der Körper in dieser Temperaturstrecke mit einer mittleren Geschwindigkeit von weniger als 0, 50 C pro sec abgekühlt und darauf pulverisiert wird, worauf aus dem Pulver mit oder ohne Bindemittel ein Magnetkörper hergestellt wird.
    15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper bei einer Temperatur von weniger als 00 C. pulverisiert wird.
    16. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilchen mit oder ohne Bindemittel zusammengepresst und gegebenenfalls gesintert werden, wobei vor oder während dem Zusammenpressen die Teilchen in einem Magnetfeld ausgerichtet werden.
AT701959A 1958-09-30 1959-09-28 Dauermagnet und Verfahren zu seiner Herstellung AT220836B (de)

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