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Verzögerungsschaltung auf RC-Grundlage
Die Erfindung betrifft eine annähernd temperaturstabile Verzögerungsschaltung auf RC-Grundlage, vorzugsweise für Steuerungsanlagen mit geteilter Versorgungsspannung.
Es ist bekannt, dass man mit RC-Gliedern und einer nachgeschalteten Kippschaltung als Vergleichs- bzw. Auslöseglied eine Anordnung zur Zeitverzögerung aufbauen kann. Da'aber Kippschaltungen in hohem Grade temperaturabhängig sind, müssen zusätzliche Stabilisierungsmassnahmen getroffen wer- den. Bekannterweise werden dazu temperaturabhängige Widerstände verwendet, deren Charakteristik durch ein Widerstandsnetzwerk an die Eingangskennlinienänderung der Kippschaltungen angeglichen werden muss. Da der Abgleich für jede Kippschaltung gesondert zu erfolgen hat, ist diese Art der Verzögerungsschaltung für eine Serienfertigung kaum zu verwenden.
Zur Beseitigung dieses Nachteils wird gemäss der Erfindung der temperaturabhängige Reststrom eines Elektrolytkondensators zur Stabilisierung ausgenutzt. Durch Messungen wurde festgestellt, dass auch bei extremen Temperaturschwankungen und unter Verwendung verschiedener Typen und Grössen von Elek trolytkondensatoren und Transistoren keine wesentlichen temperaturabhängigen Abweichungen der Zeitverzögerung auftraten. In Steuerschaltungen wird der Pluspol der geteilten Versorgungsspannung als Vorspannungserzeuger benutzt. Will man die Kapazitätsgrösse in erträglichen Grenzen halten, ist es zweckmässig, die gesamte Versorgungsspannung (also zwischen+Uss-Ug) zur Aufladung des Kondensators zu verwenden.
Die Anordnung ist erfindungsgemäss so getroffen, dass durch den temperaturabhängigen Reststrom eines Elektrolytkondensators die Temperaturabhängigkeit einer an sich bekannten Kippschaltung kompensiert wird, indem der Elektrolytkondensator an den Abgriff eines zwischen Null und positiver Spannung gelegenen, regelbaren Spannungsteilers und der mit dem Kondensator in Reihe liegende Widerstand an den Minuspol der Versorgungsspannung angeschlossen werden, die Verbindung zwischen Widerstand und Kondensator über eine Richtdiode einem regelbaren Halbleiterwiderstand des nachgeschalteten Spannungsteilers einer an sich bekannten Kippschaltung zugeführt wird, wobei die Regelung der Zeitverzögerung durch den Widerstand und bzw. oder durch eine Änderung des Teilerverhältnisses erfolgt.
Dabei wird der Kondensator im Ruhezustand durch einen steuerbaren Nebenschluss überbrückt, und der Transistor sperrt. Der Widerstand kann ganz oder teilweise regelbar sein. Macht man die zwischen Null und +UB abgegriffene Spannung durch einen zusätzlichen Spannungsteiler regelbar, kann man damit die Zeitverzögerung einstellen. Dadurch ist es möglich, den hochohmigen Widerstand des RC-Gliedes fest einzustellen oder ihn in nur einem bestimmten Bereich regelbar zu machen. Denn die Regelung eines für grö- ssere Zeitverzögerungen erforderlichen hochohmigen Widerstandes ist schwierig, wenn es auf grosse Genauigkeit ankommt.
Die vorgeschlagene Schaltung soll beispielsweise an Hand von Fig. l erläutert werden.
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die Vergleichsspannung zu ändern und so die Zeit zu variieren. Der Widerstand R ist regelbar und so bemessen ; dass er im stationären Zustand ein Aussteuern des Transistors T, garantiert.
Es ist, wie die Messungen bestätigen, damit eine Einrichtung geschaffen worden, die speziell in Steuerschaltungen mit geteilter Versorgungsspannung eine annähernd temperaturkonstante Zeitverzö - gerung ohne zusätzliche Stabilisierungsmassnahmen erreichen lässt. Aus diesem Grunde ist sie auch sehr billig und einfach in ihrem Aufbau.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verzögerungsschaltung auf RC-Grundlage mit nachgeschalteter Kippschaltung und einer Diode als Vergleichsglied, vorzugsweise für Steuerschaltungen mit einer geteilten Versorgungsspannung, dadurch gekennzeichnet, dass durch den temperaturabhängigen Reststrom eines Elektrolytkondensators (C) die Temperaturabhängigkeit einer an sich bekannten Kippschaltung kompensiert wird, indem der Elektrolytkondensator (C) an den Abgriff eines zwischen Null und positiver Spannung gelegenen regelbaren Spannungsteilers (RT1/RT2) und der mit dem Kondensator (C) in Reihe liegende Widerstand (R) an den Minuspol der Versorgungsspannung angeschlossen werden, die Verbindungsstelle zwischen Widerstand (R) und Kondensator (C) über eine Richtdiode (D)
einem regelbaren Halbleiterwiderstand (T des nachge- schalteter, Spannungsteilers einer an sich bekannten Kippschaltung zugeführt wird, wobei die Regelung der Zeitverzögerung durch den Widerstand (R) und bzw. oder durch eine Änderung des Teilerverhältnisses (RTl/RT2) erfolgt.