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Vorrichtung zum Paraffinieren von Käse
Die Erfindung betrifft Vorrichtungen zum Paraffinieren von Käse, deren doppelwandige Tauch-Wannen mit einer Vorschmelz-Kammer kommunizierend verbunden sind.
Bei bisher bekannten Vorrichtungen zum Überziehen von Käse mit flüssigem Paraffin musste im all- gemeinen nach Absinken des Paraffin-Spiegels unter das erforderliche Niveau jeweils der Betrieb unter- brochen werden, um in das Bad festes Paraffin einzulegen ; durch die dann abzuwartende erhebliche
Schmelzzeit bis zur Erreichung der erforderlichen Temperatur von 120 bis 1300 C wurde die Stunden- leistung der Anlage erheblich beeinträchtigt.
Weiters sind aus der USA-Patentschrift Nr. 2, 396, 578 verhältnismässig komplizierte Heizeinrichtun- gen zum Schmelzen vor Materialien niedriger Leitfähigkeit bekannt, die aus einem äusseren offenen Be- hälter und einem an dessen Rande abgestützten inneren Bottich bestehen, dessen Wände in solchem Ab- stand vom äusseren Behälter angeordnet sind, dass eine Kammer entsteht, die ein den Bottich umgeben- des Wärmeaustausch-Medium enthält, wobei in den Bottich mit diesem Zwischenraum verbundene Längs- und Quer-Rohre zur Führung des Wärmeaustausch-Mediums eingesetzt sind, durch deren Neigung seine Um- wälzung gefördert wird und ferner in dem Zwischenraum Organe zur zwangsläufigen Umwälzung des Me- diums während des Erhitzens und Schmelzens untergebracht sind.
Demgegenüber werden nun nach der Erfindung Paraffimer- Vorrichtungen der eingangs beschriebenen
Art für Käse derart vorteilhaft ausgebildet, dass der Boden der Vorschmelz-Kammer höher liegt als der- jenige der 1 auch- Wanne und dass im Doppelmantel derselben Heiz-Widerstände untergebracht sind, von denen vorzugsweise die unter der Vorschmelz-Kammer befindlichen, zwecks Steuerung der Schmelz-Ge- schwindigkeit zur Konstanthaltung des Paraffin-Spiegels in der Tauch-Wanne regulierbar sind.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Paraffinier-Vorrichtung besteht aus zwei oder mehreren Tauch-
Einheiten mit getrennten Tauch-Wannen und einer zentral angeordneten-vorzugsweise allen gemein- samen-Vorschmelz-Kammer.
Erfindungsgemäss aufgebaute Paraffinier-Vorrichtungen für Käse weisen gegenüber allen bisher be- kannten Ausführungsformen vor allem einen wesentlich einfacheren konstruktiven Aufbau sowie folgende erhebliche technische Vorteile auf, nämlich die Möglichkeit, während des kontinuierlichen Betriebes durch einmalige Einstellung der Heizung der Vorschmelz-Kammer den Paraffin-Spiegel in der Tauch-Wanne einwandfrei zu stabilisieren und dann automatisch aufrecht erhalten zu können ; einen bedeutend besseren technischen Wirkungsgrad, und schliesslich wird durch Vereinigung mehrerer Tauch-Einheiten mit zentraler bzw. vorzugsweise gemeinsamer Vorschmelz-Kammer in einem gemeinsamen Aggregat eine besonders rationell und stabil arbeitende Anlage erhalten.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Paraffin-Anlage-u. zw. mit zwei symmetrisch angeordneten, getrennt arbeitenden Wannen im Mittelschnitt-dargestellt.
Jede Tauch-Einheit besteht nun aus der doppelwandigen Tauch- Wanne 1 und der Vorschmelz-Kammer 2 zur Aufnahme der festen Paraffin-Blöcke, deren Boden 2'höher liegt als der Wannenboden l'und die durch einen unmittelbar über ihren Boden 2'befindlichen Schlitz 3 mit der Tauch-Wanne l kommunizierend verbunden ist. Die beiden Vorschmelz-Kammern 2 liegen in der Mitte der Gesamtanlage aneinander, sind jedoch flüssigkeitsmässig getrennt, so dass die beiden Tauch-Einheiten wahlweise auch einzeln betriebsfähig sind.
Die doppelwandige Aussenwand 1" des Gesamtbehälters 1 ist zweckmässig nach innen
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Schutze des darunter im Raum 6 eingesetzten Temperatur-Messgerätes vorgesehen. Im Doppelmantel der Tauch- Wanne 1 sind nun mehrere Heiz-Widerstände 4 untergebracht, von denen vorzugsweise die unter dem Boden 2'der Vorschmelz-Kammer 2 befindlichen Heiz-Stäbe 4'zwecks Steuerung der Schmelz-
Geschwindigkeit zur Konstanthaltung des Paraffin-Spiegels regulierbar sind.
Die Wirkungsweise dieser erfindungsgemässen Paraffinier-Vorrichtung ist ohne weiters klar : Bei Inbe- triebsetzung wird vorerst die Tauch- Wanne 1 durch entsprechende Vorheizung in ausreichender Höhe mit flüssigem Paraffin von 120 bis 1300 C gefüllt und dann mit dem Eintauchen der Käselaibe in kontinuier- lichem Betrieb-z.
B. mittels paternosterartig eingeführter Tragarme od. dgl. - begonnen ; gleichzeitig wird in die Vorschmelz-Kammer 2 ein neuer febter Paraffin-Block oder-Ziegel eingelegt und die Heizung der darunter befindlichen Heiz-Stäbe 4'auf eine solche Heizleistung eingestellt, dass durch entsprechen- des gleichmässiges Abschmelzen des Paraffins im Tauch-Behälter 1 sowohl das Niveau des Paraffin-Bades als auch die Temperatur stets konstant gehalten wird und dadurch ein wirklich ununterbrochener, konti- nuierlicher Betrieb der Paraffinier-Vorrichtung möglich ist, der auch beim gelegentlichen Nachschub der festen Paraffin-Blöcke nicht mehr unterbrochen zu werden braucht.
Diese beim Betrieb der erfindungsgemäss ausgestatteten Vorrichtung zum Paraffinieren von Käse gegenüber den bisher bekannten Ausführungsformen erzielbaren erheblichen Vorteile bringen tatsächlich einen sehr bedeutenden technischen Fortschritt und eine merkbare Rationalisierung in der Käse-Fabrikation mit sich.
Schliesslich hat sich der Ausbau von Batterie-Anlagen zum Paraffinieren von Käse besonders bewährt, bei denen in einem Aggregat zwei oder mehrere Tauch-Einheiten der erfindungsgemässen Bauart vereinigt und dabei die Vorschmelz- Kammern 2 zweckmässig aneinanderliegend bzw. zentral angeordnet sind ; hiebei sind für die Ausbildung der Vorschmelz-Kammern zwei Varianten vorgesehen : Erstens können die einzelnen Tauch-Einheiten des Aggregates flüssigkeitsmässig getrennt und daher auch einzeln betriebsfähig sein, und zweitens können sie mit einer, allen Tauch-Wannen l gemeinsamen, zentralen Vorschmelz-Kammer versehen sein, wobei sie dann natürlich praktisch nur gemeinsam betrieben werden können.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Paraffinieren von Käse, deren doppelwandige Tauch- Wanne mitejr ! er VorschmelzKammer kommunizierend verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (2') der VorschmelzKammer (2) höher liegt als derjenige der Tauch-Wanne (l) und dass im Doppelmantel derselben HeizWidersrände (4) untergebracht sind, von denen vorzugsweise die unter der Vorschmelz-Kammer befindlichen Heizstäbe (4') zwecks Steuerung der Schmelz-Geschwindigkeit zur Konstanthaltung des ParaffinSpiegels in der Tauch-Wanne regulierbar sind.