<Desc/Clms Page number 1>
Zusammenlegbares Kindertöpfchen
Es sind bereits zusammenlegbare Kindertöpfchen bekanntgeworden, bei welchen der Sitzring und ein von diesem herabhängender, als Gefäss dienender Sack in der Gebrauchslage an einem zusammenlegbaren Gestell abgestützt sind. Das Stützgestell besteht in einem Fall aus am Sitzring selber befestigten, umlegbaren Drahtbügeln. In der Gebrauchslage nehmen die Bügel eine gespreizte Stellung ein, wodurch sie einem starken Biegemoment unterworfen sind, das auch auf den Sitzring übertragen wird. Aus diesem Grunde müssen die Bügel, die Scharniere und der Sitzring verhältnismässig stark dimensioniert sein. In einem andern Fall ist der Sitzring mittels einknickbarer StUtzen an einer Grundplatte befestigt.
Das Gewicht, das bei diesen Kindertöpfchen durch eventuell schwächere Dimensionierung des Sitzringes eingespart wird, wird durch das zusätzliche Gewicht der Grundplatte mehr als aufgewogen. Es wurde auch vorgeschlagen, den Sitzring durch an ihm ansteckbare Füsse abzustützen, welche untereinander noch durch Streben verbunden sind.
Bei allen diesen Kindertöpfchen ist ein metallenes mit Gelenken, Scharnieren, Steckzapfen und Hülsen versehenes Gestell vorhanden, welches nur in Zusammenhang mit einem verhältnismässig starken Sitzring verwendet werden kann. Dadurch sind die bekannten Kindertöpfchen viel zu schwer und sie können nur in einer besonders umständlichen Weise gehandhabt werden. Die hiebei entstehende relativlage Verzugszeit bei der Herstellung der Einsatzbereitschaft wirkt sich bei den bekannten Kindertöpfchen an sich schon ungünstig aus. Dazu kommt noch, dass weder die Mutter noch das Kind sich mit solchen umständlichen, maschinenähnlichen Kindertöpfchen befreunden können. Aus diesen Gründen konnten sich die bekanntgewordenen Kindertöpfchen nicht durchsetzen.
Erfindungsgemäss werden diese Nachteile dadurch vermieden, dass der Sack mittels des Sitzringes an einem Untersatz befestigt ist, der die Form eines im Umfangssinne geschlossenen, faltbaren Flächengebildes aufweist. Vorteilhaft weist der Untersatz die Form einer geschlossenen, wenigstens an einzelnen Fallgeradenfaltbaren Wandung auf, an deren oberen Rand der Sitzring aufliegt. Bei einer bevorzugten Aus- filhrung erweitert sich die Wandung nach unten.
Ein Untersatz in der Form eines im Umfangssinne geschlossenen Flächengebildes weist eine relativ hohe, durch die Form bedingte Steifheit auf, und kann entsprechend dUnnwandig ausgeführt werden. Der Sitzring selber braucht bei einem solchen Untersatz praktisch keine eigene Formfestigkeit aufzuweisen, so dass dünne Sitzringe, sogar aus einem nachgiebigen Material, verwendet werden können. Das Gewicht und der Raumbedarf eines solchen Kindertöpfchens sind besonders niedrig. Zudem ist die Handhabung besonders leicht, da der gefaltete Untersatz leicht aufzustellen ist und bei der Verwendung eines geeigneten, federnd nachgiebigen Materials sogar von selber aufspringt. Die Wandung kann stellenweise stärker, dafür auf andern Stellen schwächer ausgeführt werden, so dass etwa beim gleichen Gewicht die vertikale Steifheit und die Faltbarkeit des Untersatzes erhöht werden.
Beide Teile, der Untersatz und der mit dem Sack verbundene Sitzring, können jeweils in einem Arbeitsgang aus Gummi oder einem Kunststoff angefertigt werden, wobei der Sitzring praktisch nur eine Verdickung des Randes des Sackes bildet. Solche Kindertöpfchen sind besonders billig und befriedigen auch in ästhetischer Hinsicht.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand der Zeichnung, in welcher Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen Kindertöpfchens schematisch dargestellt sind, näher erläutert. Es zeigt : Fig. l ein erstes Ausführungsbeispiel mit teilweisem Schnitt in der Gebrauchslage. Fig. Zdas Kindertöpfchen nach der Fig. l in zusammengelegtem Zustand und Fig. 3 eine zweite Variante in der Perspektive.
<Desc/Clms Page number 2>
Gemäss der Fig.1 weist das Kindertöpfchen einen Untersatz 1 auf, welcher als eine geschlossene Wandung in der Form des Mantels eines Kegelstumpfes ausgebildet ist. Mit seinem den grösseren Durchmesser aufweisenden Ende ist der Untersatz 1 in der Gebrauchslage (Fig. l) auf eine Aufstellfläche abgestellt, während sein oberer Rand zum Stützen und zugleich zum Zentrieren eines Sitzringes 2 dient. Der Sitzring 2 weist einen flanschartigen Kranz 2'auf, welcher am oberen Rand des Untersatzes aufruht, sowie einen rohrförmigen Ansatz 2", welcher in die Öffnung des Untersatzes 1 eingreift. Die Dimensionen werden dabei vorteilhaft so gewählt, dass der Rand des Untersatzes 1 sich am Ansatz 2" anschmiegt.
Durch die Wahl eines geeigneten Materials bildet der Untersatz l in dieser Weise eine hinsichtlich der Belastung des Sitzringes 2 hinreichend tragfähige Stütze. Dabei kann jedoch-wie dies im Sinne der Erfindung erforderlich ist-das Material des Untersatzes 1 gefaltet werden, um diesen bei Nichtgebrauch, nach Entfernen des Sitzringes 2 in raumsparender Weise zusammenlegen zu können. Fig. 2 zeigt, wie durch Falten der Wandung der Untersatz 1 flach zusammengedrUckt werden kann, wobei freilich das weitere Falten durch Aufeinanderlegen der beiden Hälften des segmentförmig vorgefalteten Untersatzes ohne weiters möglich ist.
Materialien, aus denen ein in der beschriebenen - oder in ähnlicher Weise ausgebildeter und behandelbarer Untersatz angefertigt werden kann, sind dem Fachmann zur Genüge bekannt. An dieser Stelle sei lediglich, rein beispielsweise, auf die Eignung von Kunst- und Naturgummi bzw. derverschiedenenKunst- stoffe hingewiesen.
Aber auch die Form des Untersatzes 1 kann im Rahmen der Erfindung abgewandelt werden. So können vor allem mit 3 angedeutete Stützteile im Umfangssinne verteilt an der Wandung des Untersatzes 1 angebracht z. B. aufvulkanisiert, oder aufgeklebt werden. Diese Stützteile 3 bestehen dann aus einem bezüglich der Belastung des Sitzringes 2 knickfesten Material, beispielsweise Hartgummi oder Hartplastik, gegebenenfalls aus Metallplatten oder Stäben. Sie erhöhen die vertikale Steifigkeit des Untersatzes, ohne das Zusammenfalten desselben zu hindern. Eine funktionell gleichwertige, wenn auch schwerer herstellbare Lösung wäre eine Anzahl StUtzteile'nur mittels weicher Stoffstreifen, gegebenenfalls Scharnieren oder Gelenken zu verbinden.
Schliesslich könnte die Wandung des Untersatzes Aussparungen aufweisen, oder überhaupt aus Einzelteilen zusammengesetzt werden, welche freilich im Sinne der Erfindung ein im Umfangssinne geschlossenes Ganzes bilden würden.
An seinem unteren Rand ist der Ansatz 2"mit dem Rand eines Sackes 4 verbunden, so dass der Ring 2 und der Sack 4 ein Ganzes bilden. Dieser Sack 4 besteht aus einem dünnen, weichen, dabei selbstverständlich wasserdichten Stoff, und kann, wie dies Fig. 2 gut erkennen lässt, leicht zusammengedrückt werden. Es eignet sich z. B. Kunstgummi in Verwendung mit einem ebenfalls aus Gummi grösserer ShoreHärte gefertigten Sitzring ; doch kommen auch Plastikstoffe u. dgl. in Frage.
Der Sack 4 muss ferner nicht unbedingt mit dem Ring verbunden sein, er kann auch ohne dem, mittels des Sitzringes am Untersatz befestigt werden. Fig. 3 zeigt z. B. wie der Sack zwischen dem Ring 2 und dem oberen Rand des Untersatzes eingeklemmt ist. Bei dieser Variante kann vorteilhaft ein nur einmal verwendbarer Sack z. B. aus billigem Folienmaterial verwendet werden, der nach Gebrauch weggeworfen
EMI2.1
Bei Nichtgebrauch wird das Kindertöpfchen in einem Plastikbeutel versorgt, nachdem die Teile, wie in der Fig. 2 gezeigt, zusammengelegt wurden. Man könnte jedoch-um einen kürzeren Plastikbeutel zu benötigen-den Untersatz zweimal falten. Schliesslich könnte man den Sitzring mit dem Sack und dem Untersatz aus einem Stück Material anfertigen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Zusammenlegbares Kindertöpfchen mit an einem zusammenlegbaren Gestell abgestützten Sitzring und einem als Gefäss dienenden Sack, dadurch gekennzeichnet, dass der Sack mittels des Sitzringes an einem Untersatz befestigt ist, der die Form eines im Umfangssinne geschlossenen faltbaren Flächengebildes aufweist.