DE2730209C2 - Klappstuhl - Google Patents
KlappstuhlInfo
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- A47C9/105—Camp, travelling, or sports stools having several foldable or detachable legs converging in one point
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Description
Die Erfindung betrifft einen Klappstuhl mit einem Sitzteil aus biegsamem Material und einem Stützgestell,
das durch eine Vielzahl an einem ihrer Enden miteinander drehbar verbundener starrer Stäbe gebildet
wird, von denen vier vom gemeinsamen Drehverbindungspunkt aus nach unten gerichtet sind und die Beine
des Klappstuhles bilden und die anderen vom gemeinsamen Drehverbindungspunkt aus nach oben
gerichtet sind und den Sitzteil abstützen, wobei das Sitzteil zwischen den oberen Enden der nach oben
gerichteten Stäbe in Sitzform gespannt ist und die Enden der die Beine bildenden Stäbe untereinander
sowie mit den Enden der den Sitzteil abstützenden Stäbe durch Spannmitisl verbunden sind.
Ein derartiger Klappstuhl ist aus der US-PS 21 30 673 bekanntgeworden.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, einen solchen Klappstuhl derart weiterzubilden, daß er auch noch mit
einer Rückenlehne versehen werden kann.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß bei einem Klappstuhl mit Sitz- und Rückenteil die
Sitz- und Rückenfläche einteilig aus biegsamem Material ausgebildet ist und daß die Enden der die Beine
bildenden Stäbe mit dem Sitzbereich des Rücken- und Sitzteiles durch Zungen miteinander verbunden sind, die
mit dem biegsamen Material des Rücken- und Sitzteiles > einteilig ausgebildet sind. Vorieilhafte Weiterbildungen
der Erfindung sind in den Unieransprüchen definiert
Durch die Erfindung wird demgemäß ein Klappstuhl geschaffen, bei dem in besonders bequemer Weise
Rücken- und Sitzteil vorgesehen sind und ineinander κι übergehen, ohne daß die eingangs genannte Konstruktion
aufgegeben werden muß, die die Verwendung starrer Stäbe gestattet, die von einem gemeinsamen
Drehverbindungspunkt nach oben und unten abgehen und lediglich auf Druck belastet sind. Die nach dem
ι '> Stande der Technik bei dieser Konstruktion vorgegebsne
Konstruktion eines lediglich ebenen Stuhles mit dementsprechend einer ebenen Sitzfläche wird überwunden.
Dabei wird gleichzeitig durch die einteilige Ausbildung der Zungen mit dem Material von Rücken-
und Sitzteil erreicht, daß die Vorderkante des Sitzteiles nicht mehr eine scharfe Kante ist, sondern ebenfalls
abgerundet nach unten ausgebildet werden kann. Dies dient ebenfalls der weiteren Erhöhung der Bequemlichkeit.
Ein weiterer Vorteil gegenüber dem genannten >>
Stand der Technik besteht darin, daß bei diesem zum Zusammenklappen zwei Haltevorrichtungen gelöst
werden müssen, während beim Gegenstand der Erfindung lediglich ein Haken vorzusehen ist.
Die Erfindung wird nicht nahegelegt durch einen JH Klaopstuhl, wie er in der CH-PS 2 78 876 vorgesehen ist.
Bei diesem sind nämlich Rückenteil und Sitzteil getrennt vorgesehen; entsprechend sind auch getrennte Stäbe
erforderlich, um diese Teile zu halten. Die Stäbe sind sowohl Druck- wie auch Zugbelastungen ausgesetzt und
r. müssen dementsprechend stabil sein, um Biegemomente aufzunehmen. Die stabile Verbindung der vier die Beine
des Klappstuhls bildenden Stäbe mit denjenigen der nach oben gerichteten Stäbe, die den Sitzteil tragen,
erfordert eine Verriegelung der die Beine bildenden 4(1 Stäbe miteinander durch Bolzen, entsprechende Öffnungen
und ein Einhaken des Ringes der die nach oben gerichteten Stäbe miteinander verbindet, in Haken, die
an den die Beine bildenden Stäben vorgesehen sind. Zudem ist die Bequemlichkeit eines derartigen Klapp-•n
Stuhles, bei dem Sitz- und Rückenteil getrennt ausgebildet sind, wie dies hier durch die Konstruktion
bedingt ist, nur wenig zufriedenstellend.
Der erfindungsgemäße Klappstuhl ist insbesondere
für Freizeitzwecke, u. a. Camping verwendbar; er ist
3d dabei gleichzeitig außerordentlich bequem und mit
vergleichsweise geringen Kosten herstellbar. Es ist aber ferner möglich, diesen Klappstuhl zu Transportzwecken
auf ein nur sehr geringes Volumen zusammenzuklappen.
Ferner ergibt sich bei dem Aufbau des Klappstuhls,
">■) daß der Vorgang des Aufklappens des Stuhls in seine
Benutzungsstellung äußerst einfach ist, weil lediglich ein Vorgang des Einhakens bzw. Einhängens notwendig ist,
um zu bewirken, daß er seine aufgeklappte Stellung beibehält.
w) Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
beschrieben. Es stellt dar
Fig. 1 Ein Ausführungsbeispiel in perspektivischer und teilweise auseinandergezogener Darstellung;
»'■> Fig. 2 eine Teilansicht der Gelenkverbindung der Stäbe in auseinandergeklapptem Zustand;
»'■> Fig. 2 eine Teilansicht der Gelenkverbindung der Stäbe in auseinandergeklapptem Zustand;
Fig. 3 eine Fig. 2 entsprechende Ansicht in zusammengeklapptem
Zustand,
F i g. 4 eine Draufsicht auf F i g. 3;
Fig. 5 einen Schnitt entlang der Linie A-A in Fig. 1.
Der Klappstuhl nach F i g. 1 besteht aus 8 Stäben 1—8, die jeweils an einem ihrer Enden miteinander
gelenkartig verbunden sind. Dabei erfolgt die Gelenkverbindung der Stäbe mit Hilfe eines Ringes 9.
Neben dem strukturellen Aufbau der Abstützung des Klappstuhls mit Hilfe von 8 miteinander an ihrem einen
Ende gelenkartig verbundenen starren Stäben weist der Klappstuhl eine Sitzpartie 10 aus biegsamein Material,
das vorzugrreise ein Gewebe oder ein Stoff ist, auf. Die freien Enden der Stäbe 1 bis 8, die die starre Struktur des
Klappstuhles bilden, sind mit dem biegsamen Material 10 in einer solchen Art verbunden, da8 sich dieses in
einer der Funktion als Stuhl angepaßten Form darstellt, und zwar ohne daß derjenige, der einen solchen
Klappstuhl benutzt, das Risiko eingeht, sich gegen eine starre Sitzpartie abstützen oder daran anlehnen zu
müssen.
Wie aus Fig. 1 zu ersehen, weist der Klappstuhl eine
Rückenpartie ίθ\, zwei Armpartien bzw. Armlehnen 1O2
und 1O3, sowie ferner die eigentliche Sitzpartie 1O4 auf,
die alle durch die Befestigung an den Stellen 5|. 6|, 7| und
8, an den vier Ecken des Stoffes 10 von den starren Stäben 5,6,7 und 8 gehalten werden.
Die Form des Klappstuhles wird durch den Schnitt des Stoffes oder des Gewebes 10 definiert, sowie ferner
durch die Tatsache, daß das Gewebe 10 vier Zungen oder Laschen 11, 12, 13 und 14 aufweist, die mit den
freien Enden It, 2,, 3| und 4, der Stäbe 1, 2, 3 und 4
verbunden sind, die die Füße des Klappstuhles darstellen.
Wie man aus F i g. 1 ersieht, sind die beiden Zungen 11
und 12 an den Rand auf der Vorderseite des Gewebes 10 angeformt und werden von den Enden Ii und 2| der
Stäbe 1 und 2 gehalten bzw. sind an ihnen befestigt.
Im Gegensatz dazu sind die Zungen 13 und 14 an dem Gewebe 10 an dessen Grundfläche und zu beiden Seiten
des Rückenbereiches 10i vorgesehen, wobei diese Bereiche u. a. an den Öffnungen bzw. offenen Bereichen
15 und 16 vorgesehen sind.
Demgemäß ist die Form des Klappstuhles durch die Form des Schnittes des Gewebes 10 definiert, aber
ferner auch dadurch, daß diese Form durch die vier oberen Befestigungspunkte 5|, 6|, 7i und 8| und durch die
vier Zungen 11, 12,13 und 14 aufrechterhalten wird, die vorzugsweise unter Spannung stehen und die die
Abgrenzung bzw. die Ausbildung der Rückenlehne 10i, der Armlehnen 1O2 und 1O3 sowie ferner der eigentlichen
Sitzpartie IO4 ermöglichen.
Die beiden Zungen 13 und 14, die mit ihren Enden an den beiden Stäben 3 und 4 befestigt sind, die die hinteren
Beine des Stuhles bilden, sind vorzugsweise an diesen mit Hilfe von Federn 17 befestigt, die das Gewebe 10
unter elastischer Spannung halten, die dazu beiträgt, daß der Sitzbereich in der endgültigen Sitzposition gehalten
r> bzw. in diese gezogen wird.
Wie schon aus den vorhergehenden Bemerkungen, jedoch ferner insbesondere aus F i g. 1 ersichtlich, sind
Spannmittel vorgesehen, um die Stäbe, die die mechanische Struktur bilden, zusammenzuhalten, wenn
der Klappstuhl in seiner Benutzungsposition ist. Diese Verspannungsmittel werden insgesamt durch ein Kabel
18 gebildet, das die vier freien Enden I1,2i, 3i und 4^ die
die Beine des Stuhles bilden, miteinander verbindet. Es ist dann ferner ein Kabel 19 vorgesehen, das die Enden
"' 3i und 4] der beiden Hinterbeine 3 und 4 des Stuhles mit
den oberen freien Enden der Stäbe 7 und 8 verbindet, die die Rückenpartie 10 des Stuhles abstützen. Die
Kabel 18 und 19 bilden Mittel zur Aufrechlerhaltung der Spannung, die die gesamte Struktur des Klappstuhls
aufweist und können durch andere gleichwirkende Mitte) ersetzt werden, die dieselbe Funktion erfüllen
können, z. B. Gurte, Stäbe, steife Gelenkverbindungen, Stoff- und Gewebebahnen, usw.
Der Ring 9 nimmt in der gezeigten gelenkartigen Art
' der Verbindung jeweils einen der Enden der Stäbe 1 bis
8 auf. Von diesen Stäben sind die Stäbe 3 und 4, die die Hinterbeine des Klappstuhles bilden, am Ring 9 mit
Hilfe von als Zwischenstücke ausgebildeten Laschen 20 und 21 befestigt, die sich in der auseinandergeklappten
Position des Stuhles gegeneinander abstützen, und die es ferner ermöglichen, den Durchmesser des Ringes 9 zu
reduzieren, so daß sich der Platzbedarf für den Klappstuhl im zusammengeklappten Zustand ebenfalls
verringert. Ferner ergibt dies für die verschiedenen
» Stäbe 1 bis 8 eine geeignete Orientierung und Ordnung der Stäbe zueinander, sowie eine Stabilisierung der
Sitzposition im aufgeklappten Zustand.
Ist der Klappstuhl zusammengeklappt, so liegen die verschiedenen Stäbe 1 bis 8 parallel zueinander (vgl.
Fig. 3 und 4), so daß sie nur ein extrem geringes Volumen einnehmen.
Der Vorgang des Aufklappens geht gleichermaßen in besonders einfacher Weise vor sich. Das ergibt sich
dadurch, daß infolge der geschilderten Verbindung der
' Enden der Stäbe miteinander sich eine leichte Verdrehbarkeit der Stäbe gegeneinander ergibt, die alle
mit dem Gewebe 10 verbunden sind. Um den Klappstuhl in auseinandergeklapptem Zustand zu halten, ist
gleichermaßen nur ein einziger Handgriff erforderlich, der darin besteht, daß dab rückwärtige Ende 18, des
Kabels 18 am Ende 3i des Stabes 3 mit Hilfe einer Klammer 22 befestig! wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Klappstuhl mit einem Sitzteil aus biegsamem Material und einem Stützgestell, das durch eine
Vielzahl an einem ihrer Enden miteinander drehbar verbundener starrer Stäbe gebildet wird, von denen
vier vom gemeinsamen Drehverbindungspunkt aus nach unten gerichtet sind und die Beine des
Klappstuhles bilden und die anderen vom gemeinsamen Drehverbindungspunkt aus nach oben gerichtet
sind und den Sitzteil abstützen, wobei das Sitzteil zwischen den oberen Enden der nach oben
gerichteten Stäbe in Sitzform gespannt ist und die Enden der die Beine bildenden Stäbe untereinander
sowie mit den Enden der den Sitzteil abstützenden Stäbe durch Spannmittel verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem
Klappstuhl mit Sitz- und Rückenteil die Sitz- und Rückenfläche einteilig aus biegsamem Material
ausgebildet ist und daß die Enden der die Beine bildenden Stäbe (1 bis 4) mit dem Sitzbereich (1O4)
des Rücken- und Sitzteiles (10) durch Zungen (1! bis 14) verbunden sind, die mit dem biegsamen Material
des Rücken- und Sitzteiles (10) einteilig ausgebildet sind.
2. Klappstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei der Zungen (13,14) die Enden von
zwei Stäben (3, 4) mit Bereichen des Rücken-und Sitzteils (10) aus biegsamem Material verbinden,
welche in demselben beidseitig unter der Unterseite des Rückenbereiches (10,) angeordnet sind.
3. Klappstuhl nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zungen (13,14) an den Kanten von
öffnungen (15,16) angreifen, die in dem Rücken-und Sitzteil aus biegsamem Material (10) vorgesehen
sind.
4. Klappstuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Verschluß oder
Haken (22) vorgesehen ist, der bei aufgestelltem Stuhl in die Spannmittel (18) eingreift und zum
Zusammenklappen des Klappstuhls von diesen lösbar ist.
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