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Verstärker mit Netzanschluss
Die Erfindung betrifft einen Transistorverstärker mit Netzanschluss aus einer Anzahl Transistorstufen. Bei derartigen Verstärkern begegnet man der Schwierigkeit, dass ausserordentlich hohe Anforderungen an die Glättung der gleichgerichteten Speisespannung gestellt werden müssen, weil eben die Ausgangsimpedanz verhältnismässig niedrig und der dem Speisegerät entnommene Strom verhältnismässig hoch ist. Die für die Glättung erforderlichen Kondensatoren werden somit ziemlich gross und teuer.
Die Erfindung beabsichtigt, diese Nachteile zu vermeiden, und ist dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens der letzte Transistor der Kaskade inKollektorschaltling betrieben wird, wobei seine Belastungsimpedanz, z. B. ein Lautsprecher, in seinen Emitterkreis geschaltet ist, und sein Kollektor an die gleicherichtete, aber verhältnismässig wenig geglättete Netzspannung angeschlossen ist wohingegen seine Basis gleichstrommässig mit dem Kollektor eines vorhergehenden in Emitterschaltung betriebenen Transistors der Kaskade verbunden ist und diesem Kollektor über einen Widerstand eine verhältnismässig gut geglättete gleichgerichtete Netzspannung zugeführt wird. An sich sind Xaskadenverstärkei, in denen eine Anzahl In Kollektorschaltung betriebener Transistoren angewendet werden, vorbekannt.
Dabei beabsichtigt man meistens nur, den Ausgangswiderstand eines vorhergehenden Transistors der verhältnismässig niedrigen Eingangsimpedanz eines nachfolgenden Transistors anzupassen. Besondere Massnahmen, um den Brumm der Speisequelle in der Ausgangsimpedanz zu vermeiden, sind dabei nicht getroffen worden. Die Erfindung ermöglicht eine weitgehende Brummunterdrückung, so dass das Speisegerät viel billiger sein kann.
Bei Röhrenverstärkem mit Netzanschluss aus einer Anzahl von Verstärkerstufen war es bereits bekannt, die Endstufe an eine weniger geglättete Netzspannung als wenigstens eine Vorstufe anzuschliessen (s. u. a.
Vademecum 1947, Regelien Verlag, Seibt Picolette).
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert.
Die Zeichnung veranschaulicht eine Anzahl Transistorverstärkerstufen 1,2, 3, 4 in Kaskadenanordnung.
Im Emitterkreis des letzten Transistors 4 ist eine Ausgangsimpedanz 5, z. B. ein Lautsprecher, eingeschaltet. Die Speisung aus dem Wechselstromnetz erfolgt mittels eines Speisegerätes 6, das einen Netzuber- trager 7, einen Vollweggleichrichter 8 und einen Glättungskondensator 9 enthält.
Nach der Erfindung wird wenigstens der letzte Transistor 4 in Kollektorschaltung betrieben, wobei sein Kollektor aus der, über dem Kondensator 9 erzeugten, nur verhältnismässig wenig geglättete Speisespannung gespeist wird. Die Basis des Transistors 4 ist über den Transistor 3 gleichstrommässig mit dem Kollektor des vorhergehenden Transistors 2 verbunden, welcher Kollektor über einen Widerstand 10 mit einem Punkt verhältnismässig gut geglätteter Speisespannung verbunden ist. Diese Spannung wird am einfachsten durch weitere Glättung der über den Kondensator 9 erzeugten Speisespannung mittels eines Widerstandes 11 und eines Kondensators 12 erhalten.
Die Schaltung arbeitet folgendermassen :
Die nur verhältnismässig wenig Speisestrom aufnehmenden Kollektoren der Transistoren l und 2 fahren infolge der besseren Glättung mittels des Filters 11,12 eine vernachlässigbare Brummspannung. Die Brummspannung an der Basis des Transistors 3 ist somit ebenfalls nahezu vernachlässigbar. Weil der Transistor 3 und ebenso der Transistor 4 in Kollektorschaltung betrieben werden, kann die Brummspannung der über den Kondensator 9 erzeugten Speisespannung nicht zu deren Emitterwiderständen 13 bzw. 5 durchdringen. Die Spannung am Emitter folgt nämlich der Spannung an der Basis nahezu unabhängig vom Spannungswert am
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Kollektor.
Auf diese Weise kann der Kondensator 9, obschon die Transistoren 3 und 4 einen verhältnismä- ssig grossen Speisestrom aufnehmen, niedrig gehalten werden.
In einem praktischen Ausführungsbeispiel waren die Transistoren 1 und 2 von der Type OC71, der Transistor 3 von der Type OC72, der Transistor 4 von der Type OC30. Der Lautsprecher 5 hatte einen Widerstand von 20 Ohm. Die Kondensatoren 9 und 12 hatten 2 x 500 J1F. Die Werte der Widerstände 10, 11
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der Kondensator 18 100 J1F. Die Bemessung ist derartig, dass über dem Lautsprecher ein Gleichspannungsabfall erzeugt wird, der nur etwas geringer ist als die Hälfte der über dem Kondensator 9 erzeugten, wenig geglättete gleichgerichteten Netzspannung. Auf diese Weise wird erreicht, dass der Eadtransistor 4 auf seine maximale Ausgangsleistung eingestellt ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verstärker mit Netzanschluss aus einer Anzahl von Verstärkerstufen, bei welchem die Endstufe an eine weniger geglättete Netzspannung als wenigstens eine Vorstufe angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet. dass die Verstärkerstufen mit Transistoren ausgestattet sind und wenigstens der letzte Transistor (4) der Kaskade inKollektorschaltungbetriebenwird, wobei seine Belastungsimpedanz, z. B. emLautsprecher (5), in seinen Emitterkreis geschaltet ist, und sein Kollektor an die gleichgerichtete, aber verhältnismässig wenig geglät-
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