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Etikett
Die Erfindung bezieht sich auf ein Etikett, das in Stapelform unverwechselbar ist ; solche Etiketten sind dazu bestimmt, in einer Etikettiermaschine aus einem in die Maschine einzufüllenden grösseren Stapel automatisch auf die zu kennzeichnenden Behältnisse geklebt zu werden. Solche Behältnisse sind für die pharmazeutische Industrie z. B. Ampullen, Tablettengläser, Flüssigkeitsflaschen oder Aussenverpakkungen aus Karton, Kunststoff oder Metall ; erfindungsgemässe Etiketten können aber auch für automatisch zu etikettierende Behältnisse anderer Zweckbestimmung verwendet werden. Selbstverständlich bedeutet die Anwendung des Erfindungsgegenstandes auch eine erhebliche Vereinfachung und grössere Sicherheit bei der manuell durchgeführten Etikettierung.
Es ist eine absolute Voraussetzung, dass die etikettierten Behältnisse, z. B. für pharmazeutische Zubereitungen, tatsächlich und mit Sicherheit die Aufschrift tragen, die ihrem Inhalt entspricht. Bei stark wirksamen pharmazeutischen Präparaten kann die Nichtübereinstimmung der Aufschrift mit dem Inhalt zu folgenschweren Unfällen führen. Es ist demnach unbedingt erforderlich, dass bei der automatischen Etikettierung die in die Maschine eingefüllten Etikettenstapel ausschliesslich aus ein und derselben Etikettenart bestehen. Leider ist diese Voraussetzung in der Praxis nicht immer erfüllt.
Wenn man sich die Vorgänge des Druckens, des Aufeinanderstapelns der gedruckten Etikettenbogen zum nachfolgenden Ausstanzen der Etiketten und des Zusammenpackens der ausgestanzten Etiketten bzw.
Etikettenpakete zu grösseren Einheiten vor Augen führt, wird man erkennen, dass an mehreren Stellen dieses Arbeitsablaufes Verwechslungen bzw. Vertauschungen entstehen können, z. B. könnten die Papierbogen nicht nur mit einer einzigen Etikettenart, sondern mit mehreren Arten bedruckt werden. Eine wesentlich grössere Gefahr besteht aber darin, dass beim Übereinanderlegen von Etikettendruckbogen vor dem Stanzen falsche Bogen in den Stapel gelangen oder dass ganze Stapel verwechselt werden. Ebenso können beim Zusammenstapeln der schon ausgestanzten Etikettenbündel zu grösseren Einheiten (z. B. 250 oder 500 Stück, wie sie zum Einsatz in Etikettiermaschinen bestimmt sind) verschiedene Bündel durcheinander geraten.
Es ist demnach sehr leicht möglich, dass sich in einem nach dem üblichen Verfahren hergestellten Etikettenstapel falsche Etiketten (sowohl einzelne als auch ganze Gruppen) befinden.
Um mit Sicherheit derart eingestreute Falschetiketten zu erfassen, war es bislang unerlässlich, die Etikettenstapel sorgfältigst durchzusehen oder die aus der Maschine kommenden, schon etikettierten Güter einzeln zu kontrollieren. Diese Massnahmen sind jedoch ausserordentlich zeitraubend und daher kostspielig ; ausserdem sind sie keineswegs vollständig sicher, insbesondere was das Aussuchen von Falschetiketten aus ganzen Stapeln anbelangt.
Die Erfindung beseitigt diese Unzulänglichkeiten dadurch, dass auf dem erfindungsgemässen Etikett, gegebenenfalls mehrfache, Markierungen aufgedruckt sind, die beim Ausstanzen der Etiketten mitangeschnitten werden. Diese Massnahme lässt sich in denkbar einfacher Weise und ohne zusätzliche Kosten verwirklichen, mit dem Ergebnis, dass sich überraschenderweise damit im Stapel über die ganze Dicke desselben deutlich erkennbare Linien ergeben. Werden die Markierungen für jede Etiketten-Art spezifisch, vorzugsweise hinsichtlich ihres Abstandes von den parallelen Etikettenrändern, gewählt, so zeigt sich, wie zahlreiche Versuche ausnahmslos ergeben haben, dass schon ein einzelnes, nichtzugehöriges Etikett zufolge deutlich erkennbarer Unterbrechung der Stapellillie mit Sicherheit erfasst werden kann.
Bei seitlicher Betrachtung der Etikettenstapel kann man also mit einem Blick, ohne dass die einzelnen Etiketten
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auf ihrer Vorderseite angeschaut zu werden brauchen, die Übereinstimmung oder Nicht-Übereinstimmung der gestapelten Etiketten untereinander erkennen.
Nunmehr ist nur noch eine einmalige Kontrolle der Druckstöcke bzw. der Probeabzüge notwendig, um die Identität der für die betreffende Etikettenart spezifischen Markierung zu überprüfen. Die erfindungsgemässen Etiketten gewährleisten also eine vollständige Sicherheit gegenüber Verwechslungen.
Zwecks möglichst guter Erkennbarkeit der Stapellinie wählt man scharf begrenzte und ausreichend (z. B. 1 mm) breite Markierungen, wobei man gegebenenfalls auch mehrere Kanten des Etiketts derartig markieren kann. Vom drucktechnischen Standpunkt aus kann es sich bei den Markierungen um (positive) Drucklinien oder um (negative) Aussparungen aus dem eigentlichen Etikettenaufdruck handeln. Für die Druckstriche kommen grundsätzlich alle Farben genügender Intensität bzw. ausreichender Kontrastwirkung in Betracht ; vorzugsweise aber bestehen die Farbstriche aus der Farbe, die für die Beschriftung des Etiketts verwendet wird. Es steht aber nichts im Wege, diese Markierungen auch in abweichender Farbe oder gegebenenfalls in mehreren Farben durchzuführen.
Da die Markierungen nur den Zweck haben, im Anschnitt sichtbar zu sein, brauchen sie auf dem fertigen Etikett nur eine zu vernachlässigende Länge zu halten, so dass sie für das Aussehen des Etiketts eine ganz untergerodnete Rolle spielen. Gegebenenfalls können sie aus ästhetischen Gründen auch mehrfach in symmetrischer Form vorhanden sein, so dass sie den Etikettenrand in einer scheinbar beabsichtigten und zum Schmuck dienenden Weise unterbrechen.