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Zählersystem des Dekadenrohrtyps mit zahlbestimmter Vorauswahl der Steuerimpulsabgabe
Es Ist bekannt, beiZählersystemenDekadenröhren zu verwenden. Solche Dekadenröhren sind Elektronenröhren, die eine Anzahl Positionselektroden, üblicherweise Kathoden, in einer der Anzahl der Ziffern in einerDekade entsprechenden Anzahl besitzen, wobei die Röhre so eingerichtet ist, dass der Strom durch die Röhre mit jedem Zählimpuls, den die Röhre empfängt, von Positions- zu Positionselektrode überspringt, d. h. dass die Positionselektroden aufeinanderfolgend stromführend werden. Bei Beginn einer Zählung fliesst der Strom durch die Dekadenröhre zunächst z.
B. von der Anode zu jener Positionskathode, welche der Ziffer "Null" entspricht, und springt, wenn die Röhre den ersten Impuls empfängt, von der der Ziffer "Null" entsprechenden Positionskathode zu der der Ziffer "Eins" entsprechenden Positionskathode über.
Empfängt nun die Röhre den zweiten Impuls springt der Strom von der der Ziffer "Eins" entsprechenden Positionskathode auf die der Ziffer "Zwei" entsprechende Positionskathode über, usw., bis der Strom durch die Röhre die der Ziffer"Neun"entsprechende Positionselektrode erreicht hat. Von hier aus wird der Strom beim zehnten Impuls zu der der Ziffer"Null"entsprechenden Positionskathode zurückspringen.
Von dieser Kathode kann ein Ausgangsimpuls abgeleitet werden, welcher als Eingangsimpuls für die Dekadenröhre der nächstenDekade einer Serie vonDekadenröhren dient, deren Anzahl durch die grösste Zahl, welche man mit Hilfe des Zählersystems zu registrieren wünscht, bestimmt ist.
Die Registrierung von Zahlen wird üblicherweise entweder dadurch sichtbar gemacht, dass die Röhre bei einer der entsprechenden Positionselektrode zugehörigen Ziffernangabe aufleuchtet, oder dadurch, dass der Strom durch eine Positionselektrode die Zündung einer entsprechenden Ziffernlampe bewirkt ; es liegt aber in der Natur der Sache, dass eine sichtbare Zahlenangabe nicht immer erforderlich ist ; z. B. ist dies dann der Fall, wenn die von den Positionselektroden aufeinanderfolgend abgegebenen Impulse lediglich zur Synchronisierung irgendwelcher Geräte dienen sollen, wobei die erreichten Zahlenwerte nicht von Interesse sind.
Unter dem im folgenden verwendeten Begriff "Dekadenröhre" soll nicht nur eine Röhre mit sichtbarer Registrierung zu verstehen sein, sondern dieser Begriff soll auch Röhren umfassen, welche die Registrierung nicht sichtbar machen oder nach andern Zahlensystemen als nach dem Zehnersystem z. B. nach dem Zwölfersystem, wo jedes Rohr 12 Positionselektroden enthält, arbeiten.
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auswahl von Steuerimpulsabgabe einzurichten, indem man durch geeignete Mittel sichert, dass das Zählersystem nach Registrierung einer bestimmten Anzahl von Impulsen einen Ausgangsimpuls abgibt. Dies kann z. B. in der Weise erfolgen, dass man vor Beginn der Zählung den Zähler auf jene Zahl einstellt, welche die Zahl, nach welcher der Ausgangsimpuls abgegeben werden soll zur maximalen Kapazität des Dekadenzählers ergänzt.
Der Dekadenzähler wird in diesem Falle, wenn die vorausgewählte Zahl von Registrierungen eingelaufen ist, seine maximale Kapazität erreicht haben und von dem letzten Dekadenrohr, welches Ziffern des höchsten Stellenwertes registriert, einen Ausgangsimpuls abgeben.
Die Vorauswahl kann auch in der Weise erfolgen, dass man den Ausgangsimpuls von einer bestimm - ten Positionselektrode einer bestimmten Dekadenröhre des Zählers oder von je für sich bestimmten Positionselektroden verschiedener Dekadenröhren des Zählers ableitet, wobei man im letztgenannten Falle dafür sorgt, dass der Ausgangsimpuls erst dann seine wirksame Grösse erreicht, wenn sämtliche vorausge-
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wählten Positionselektroden leitend sind.
Diese bekannten Zählersysteme des Dekadenröhrentyps mit zahlbestimmter Vorauswahl von Steuerimpulsabgabe sind zwar in jenen Geräten geeignet, in denen eine Steuerimpulsabgabe nach Registrierung einer bestimmten vorausgewählten Anzahl von Impulsen gewünscht ist, wie dies z. B. bei elektronischer Stückzählung von sich auf einem Transportband bewegenden Objekten oder in elektronischen Rechenmaschinen einfacher Art der Fall ist ; sie sind dagegen in jenen Fällen nicht geeignet, in denen eine Steuer-
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andern von mehreren vorausgewählten Werten möglicher Impulsanzahlen entspricht.
Die vorliegende Erfindung bezieht'sich nun auf ein Zählersystem des Dekadenröhrentyps mit zahlbestimmte Vorauswahl, mit dessen Hilfe die Abgabe von Steuerimpulsen in Abhängigkeit der Registrierung eines Selbstwahlwertes von einem oder mehreren Selbstwahlwerten durch den Zähler erfolgt, wobei die Selbstwahlwerte im Zählersystem vorausgewählt und festgelegt sind.
Dieses Ziel wird mit einem Zählersystem der behandelten Art dadurch erreicht, dass einzelne Positionselektroden jederDekadenröhre, welche Elektroden je einer bestimmten Ziffer Innerhalb der durch die betreffende Röhre dargestellten Deleade zugeordnet Wui, in drei Gruppen As B und C aufgeteilt.
sind, von welchen die Gruppe A den Ziffern "Null", die Gruppe B den Selbstwahlziffern und die Gruppe C denübrigen Ziffern der Dekadenröhren entspricht, und dass von diesen Gruppen jeder Röhre zumindest die Gruppe B und die Gruppe C für alle Röhren gemeinsam an einen Hilfsstromkreis angeschlossen sind, welcher einen für den Anschluss an einen Steuerimpulskreis bestimmten Anschlusspunkt sowie einen Spannungsabfall ergebende Schaltelemente aufweist, die so dimensioniert und relativ zu den Verbindungsstellen der einzelnen Gruppen mit dem Hilfsstromkreis angebracht sind, dass der von wenigstens einer der Positionselektroden der Gruppe C oder von wenigstens zwei der Positionselektroden der Gruppe B durch den Hilfsstromkreis fliessende Strom einen Spannungsabfall zwischen dem Anschlusspunkt und dem Speisepunkt des Hilfsstromkreises hervorruft,
der zu einer Spannung im Anschlusspunkt führt, welche grösser ist als ein für die Erregung des Steuerimpulskreises im voraus festgelegter Maximalwert dieser Spannung, während ein Strom von nur einer der Positionselektroden der Gruppe B, gegebenenfalls gemeinsam mit einem Strom von einer oder mehreren der Positionselektroden der Gruppe A, lediglich einen Spannungsabfall hervorruft, der zu einer Spannung im Anschlusspunkt führt, die gleich oder kleiner als der für die Erregung des Steuerimpulskreises festgelegte Maximalwert der Spannung im Anschlusspunkt ist.
Mit einem solchen Zählersystem erreicht man, dass ein an das Zählersystem angeschlossener Steuerimpulskreis zur Steuerimpulsabgabe nur in jenen Fällen angeregt wird, in denen der Zähler einen belie-
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abgabe angeregt wird. Bei andern Zahlen als den definierten Selbstwahlzahlen wird der Steuerkreis nicht angeregt.
Das Zählersystem gemäss der Erfindung kann z. B. in elektronischen Geräten verwendet werden, die zur Messung irgend eines technischen Ereignisses, dessen Steuerung von einer geometrischen Zahlenfolge abhängig ist, dienen. Wenn die Gruppe B des Zählersystems nur eine Ziffer enthält, liegt, wie leicht einzusehen ist, eine reine geometrische Zahlenfolge für die Steuerimpulse hervosttfemte Anzahl von Re- gistrierungen vor, aber auch die oben angegebene Folge vonRegistrierungszahlen (l, 2,5, 10,20, 50, usw.) nähert sich in für praktische Zwecke ausreichender Weise einer geometrischen Zahlenfolge.
Das erfindungsgemässe Zählersystem kann mit Vorteil in elektronischen Geräten zur Messung radioaktiven Zerfalls verwendet werden. Bei einer solchen Messung wird die Bestimmung der Radioaktivität zweckmässig innerhalb, entsprechend einer geometrischen Reihe ansteigender Zeitintervallevorgenom- men. Mit Zählersystemen gemäss der Erfindung kann man in einfacher Weise diese Messung automatisieren, indem man das Zählersystem Zeitimpulse registrieren lässt, d. h. Impulse, die diesem Gerät mit festen Zeitintervallen zugeführt werden und indem man Steuerimpulse, die von einem an das Zählersystem angeknüpften Steuerimpulskreis ausgehen, zur Auslösung von Radioaktivitätsmessungen heranzieht, die so innerhalb wünschenswerter Zeitintervalle stattfinden können, z.
B. gemäss der obengenannten angenäher - ten geometrischen Zahlenfolge oder gemäss der rein geometrischen Zahlenfolge, 1, 10, 102usw., welche letztgenannte Zahlenfolge erreicht werden kann, wenn man im Zählersystem die Gruppe B nur die Selbstwahlziffern 1 umfassen lässt.
Die im Hilfsstromkreis vorgesehenen, einen Spannungsabfall ergebenden Schaltelemente können üblicher Art sein und es ist dem Fachmann ohne weiters möglich, den im Hilfsstromkreis, bei von den ein-
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zelnen Gruppen dmch diesen fliessenden Strom zu erzeugenden Spannungsabfall durch Auswahl und Dimensionierung der Schaltelemente zu bestimmen und die Verbindungen der einzelnen Gruppen mit dem Hilfsstromkreis derart festzulegen, dass die Spannung im Anschlusspunkt des Hilfsstromkreises in Abhän - g1gkeit vom Strom von den einzelnen Gruppen das richtige Verhältnis zu einem Maximalwert erreicht, welcher Maximalwert unter Berücksichtigung des Steuerimpulskreises an den der Zähler angeschlossen werden soll, festgelegt wird.
Es wird dem Fachmann ebenfalls möglich sein, unter Berücksichtigung der Funktion des Hilfsstromkreises weitere Schaltelemente einzukuppeln, z. B. Kapazitäten zur Regulierung zufällig vorkommender Spannungsändemngen oder anderer Spann1Ulgsändemngen, die nicht auf die Funktion des Hilfsstromkreislaufes einwirken dürfen.
Vorzugsweise werden als spannungsabfallergebende Schaltelemente ohmschewiderstände verwendetund gemäss einer besonders einfachen Ausführungsform der Erfindung weist der Hilfsstromkreis zwei ohmsche Widerstände auf, die zwischen Speisepunktund Anschlusspunkt des Hilfsstromkreises in Serie geschaltet sind. wobei die Gruppe B zwischen dem ersten und letzten Widerstand und die Gruppe C zwischen dem letzten Widerstand und dem Anschlusspunkt des Hilfsstromkreises an diesen angeschlossen istjeder dieser beiden Widerstände kann aus mehreren Einzelwiderständen aufgebaut sein, z.
B. aus zweiodermehrerenNormalwiderständen, und der Hilfsstromkreis kann unter Berücksichtigung der Dimensionierung und Anpassung an einen gegebenen Verwendungszweck weitere Widerstände oder andere Schaltelemente, wie z. B. Kapazitäten, aufweisen.
Wenn die Gruppe A mit dem Hilfsstromkreis verbunden ist, kann dieser gemäss der Erfindung einen Vorwiderstand zwischenspeisepunkt und dem vor derVerbindungsstelle desHilfsstromkreises mitderGruppe B angebrachten Widerstand aufweisen, wobei die Verbindung der Gruppe A mit dem Hilfsstromkreis zwischen dem letztgenannten Widerstand und dem Vorwiderstand angebracht ist. Man erreicht dadurch, dass der Strom, der von der Gruppe A an den Hilfsstromkreis abgegeben wird, in diesem einen gewissen Spannungsabfall hervorruft, dem bei passender Dimensionierung des Vorwiderstandes eine Grosse gegeben werden kann, welche für den Gleichgewichtszustand des Systems günstig ist.
In manchen Fällen ist es wünschenswert, die Funktion des Hilfsstromkreises In Abhängigkeit des Eintretens des einen oder des andern äusseren Ereignisses oder gegebenenfalls durch Steuerung vom Zählersystem selbst blockieren zu können. Zu diesem Zwecke kann der Hilfsstromkreis des Zählersystems gemäss der Erfindung zweckmässig mit einem Blockierungs- oder Startkreis an einer Stelle verbunden sein, welche relativ zu den spannungsabfallergebenden Schaltelementen derart angebracht ist, dass ein von dem Blockierungs- oder Startkreis ausgehender und durch den Hilfsstromkreis fliessender Strom festgelegter Grösse im Anschlusspunkt für den Steuerimpulskreis eine Spannung über dem festgelegten Maximalwert hervorruft.
Die Verbindung des Blockierungs-oder Startkreises mit dem Hilfsstromkreis kann bei einer einfachen Aus- führungsform des Zählersystems gemäss der Erfindung zwischen einem Widerstand im Hilfsstromkreis und dem Anschlusspunkt für den Steuerimpulskreis vorgesehen sein. Dieser Widerstand kann ein fürdenvomBlockie- rungs-oder Startkreis ankommenden Strom spezielldimensionierterwiderstandseinerkannaberauch einer
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mit dem Hilfsstromkreis zwischen einem Vorwiderstand im Hilfsstromkreis und dem vor der Verbindungsstelle des Hilfsstromkreises mit der Gruppe B angebrachten Widerstand angebracht sein, z.
B. so. dass die Verbin- dungsstelle des Blockierungs- oder Startkreises mit dem Hilfsstromkreis in jenen Fällen, in denen die Gruppe A mit demHilfsstromkreis verbunden ist, an derselben Stelle liegt, wie die Verbindungsstelle der Gruppe A mit dem Hilfsstromkreis, d. h. also, zwischen einem für die Gruppe A und demblockterimgs- oder Stankreis gemeinsamen Vorwiderstand und einem Widerstand vor der Verbindungsstelle der Gruppe B mit dem Hilfsstromkreis.
In den Fällen, wo der an das erfindungsgemässe Zählersystem angeschlossene Steuerimpulskreis so eingerichtet ist, dass es bei einer unter dem festgelegten Maximalwert liegenden Spannung im Anschlusspunkt des Hilfsstromkreises einen Stoppimpuls zur Unterbrechung des Zählersystems abgibt, kann der Blockierungs- oder Startkreis als ein einfacher Startkreis eingerichtet sein, welcher manuell oder automatisch bedient, momentan oder nach festgelegter Zeitverzögerung oder in Abhängigkeit von einem Im Impulskreis eingetretenen Ereignis einen kurzzeitigenStromimpuls oberhalb oder gleich einer festgelegten Minimalgrösse abgibt, welcher dazu dient, den Steuerimpulskreis an der Abgabe eines Stoppimpulses zu hindern.
Man kann damit in bequemer Weise eine Ingangsetzung des Zählersystems erreichen, welches ja, wenn sämtliche Dekadenröhren Null registrieren, blockiert ist.
DerBlockierungs-oder Startkreis kann jedoch auch so eingerichtet sein, dass er während einer Zeit,
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welche eine voraus festgelegte Zeit oder eine von der Ingangsetzung bis zum Empfang äusserer, in Abhängigkeit vom Eintreffen bestimmter Ereignisse stehender Impulse verlaufende Zeit sein kann, einen einem Strom festgelegter Minimalgrösse, gleichen oder grösseren Strom abgibt, und dadurch den Hilfsstromkreis daran hindert, dem Steuerimpulskreis einen Befehl zur Abgabe eines Stoppimpulses an das Zählersystem zu erteilen, oder einen willkürlichen andern Steuerimpuls abzugeben.
Man erreicht dadurch, dass die nach Registrierung einer Selbstwahlziffer zu erwartende Impulsabgabe erst nach Ablauf einer bestimmten Zeit oder nach Eintreffen eines bestimmten Ereignisses eintritt.
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Blockierungs- oder Stwartkreis auslöst,zur Impulsabgabe nach einer vorausgewählten Anzahl von Zählungen eingerichtet ist. Eine Ausführungsform des Zählersystems gemäss der Erfindung ist deshalb dadurch gekennzeichnet, dass der Blockierungsoder Startkreis so eingerichtet ist, dass er einen einem Strom festgelegter Minimalgrösse gleichen oder grösseren Strom abgibt, bis er einen Steuerimpuls von einem andern Zählersystem empfängt.
Eine besondere Ausführungsform des Zählersystems gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass es von einem Zeitzählersystem gebildet ist, welches durch den Blockierungs- oder Startkreis mit einem Ereigniszählersystem derart gekuppelt ist, dass nach Registrierung einer vorausgewählten Anzahl von Ereignissen der vom Blockierungs- oder Startkreis ausgehende und durch den Hilfsstromkreis fliessende Strom unter die festgelegte Minimalgrösse absinkt. Bei dieser Ausführungsform eines Zeitzählersystems kann dessen Steuerimpulskreis an das Ereigniszählersystem derart gekuppelt sein, dass der vom Steuerimpuls- kreis ausgesandte Steuerimpuls ein Stoppimpuls für das Ereigniszählersystem und für das Zeitzählersystem selbst ist.
Diese Ausführungsform des Zählersystems gemäss der Erfindung kann in solchen Fällen mit Vorteil verwendet werden, in denen die Messung einer Anzahl statistischer Ereignisse pro Zeiteinheit mit einer bestimmten Genauigkeit erfolgen soll. Es zeigt sich nämlich bei manchen statistischen Zählungen dieser Art, dass die mit steigender Zahl der Beobachtungen abnehmende Unsicherheit des Messergebnisses, sofern die Zählzeiten nach einer passenden geometrischen Zeitfolge vergrössert werden, mit geeigneten Intervallen springt. Geeignete Zählzeiten sind deshalb solche, die einer geometrischen oder annähernd geometrischen Zahlenfolge entsprechen.
Weiter ist es bei solchen Zählungen von Wichtigkeit, dass die Zahl der Ereignisse im Verhältnis zu einer runden Zahl von Zeiteinheiten registriert wird. so dass man bei der Ablesung der Zahl der Ereignisse und der Zahl der Zeiteinheiten das Resultat Ereignisse pro Zeiteinheit einfach bilden kann. In der letztgenannten Ausführungsform des Zählersystems gemäss der Erfindung sind beide obige Umstände berücksichtigt.
Das Zählersystem ist nämlich so eingerichtet, dass die Möglichkeit zur Abgabe von Stoppimpulsen nach Zeitintervallen vorliegt, welche bei passender Wahl von Selbstwahlziffern in der Gruppe B, z. B. der Ziffern 1, 2 und 5, sehr nahe einer geometrischen Zahlenfolge kommen, und dass der Stoppimpuls, nachdem der Ereigniszähler den die genügende Genauigkeit gebenden Wert erreicht hat, auf welchen durch Vorauswahl der Ereigniszähler so eingestellt ist, dass er einen Entblockungsimpuls für die Funktion des Hilfskreises des Zeitzähler gibt, eben bei einer runden Zahl, die gerade mit den Ziffern 1, 2 und 5 ein bequemer Divisor ist, abgegeben wird. Es soll in diesem Zusammenhang bemerkt werden, dass es in einem Zählersystem für den angegebenen Zweck besonders zweckmässig ist, statt eine einzelne Selbstwahlziffer z.
B. die Selbstwahlziffem l, 2 und 5 zu benützen, da die Zählzeit dadurch nicht unnötig verlängert wird. Wenn in dieser Weise die notwendige Zahl der Ereignisse z. B. nach 10100 Registrierungen des Zeitzählers registriert ist, werden sowohl die Registrierungen des Zeitzählers als auch des Ereigniszählers nach 20000 Registrierungen des Zeitzählers aufhören. Registriert der Zeitzähler Zeitimpuls mit Zwischenräumen von einer m/sec, werden mit andern Worten für die zur Erreichung einer runden Zahl notwendige verlängerte Zählung knapp 10 sec vergehen. Hätte man dagegen als einzige Selbstwahlziffer die Zahl l benützt, würde der Zeitzähler erst nach 100000 Zeitregistrierungen ausgeschaltet werden, d. h. erst ungefähr 90 sec nachdem die notwendige Anzahl von Ereignisimpulsen erreicht worden ist.
Als Beispiel für die Verwendung eines mit einem Ereigniszählersystem gekuppelten Zeitzählersystems der genannten Art kann ein Gerät zur Registrierung von korpuskularen oder elektromagnetischen Quanten einer radioaktiven Strahlung, z. B. von Neutronen erwähnt werden, welches dazu. geeignet ist, eine bestimmte Quantenanzahl pro Zeiteinheit zu bestimmen.
Das Zählersystem gemäss der Erfindung soll im folgenden in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben werden. In der Zeichnung zeigt Fig. l ein Diagramm einer einfachen Ausführungsform des Zählersystems. Fig. 2 ein Diagramm einer geändertenAusführungsform des Hilfsstromkreises des in Fig. 1 gezeigten
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Zählersystems. Fig. 3 ein Blockdiagramm eines Zeitzählersystems gemäss der Erfindung, an einen Ereigniszähler gekuppelt.
InFig. 1 bezeichnet Dl, D2, D3, D4 und D5 je eine Dekadenröhre in einem Zähler des Dekadenrohrtyps, welcher fünf Dekaden umfasst. In den einzelnen Dekadenröhren sind bestimmte Selbstwahlziffern, z. B. den Ziffern 1, 2 und 5 entsprechende Positionskathoden in einer Gruppe B gesammelt und durch eine gemeinsame Verbindung zu einem Hilfsstromkreis, der einen Speisepunkt F aufweist, geführt. Der Speisepunkt F kann mit einer passenden Spannungsquelle verbunden sein. Weiters sind zwei Widerstände Ml undM2 und einAnschlusspunktK vorgesehen, den man sich an einen geeigneten Steuerimpulskreisangeschlossen zu denken hat. Die Positionskathoden in Gruppe B sind an den Hilfsstromkreis in einem Punkt B zwischen den beiden Widerständen Ml und M2 angeschlossen.
In entsprechender Weise sind Positionskathoden für von 0 verschiedene und von den Selbstwahlziffem verschiedene Ziffern, also z. B. die Positionskathoden für die Ziffern 3, 4,6, 7,8 und 9 in einer Gruppe C gesammelt und an den Hilfsstromkreis in einem Punkt C zwischen dem Widerstand M2 und dem Anschlusspunkt K angeschlossen. Die Positionskathoden für die Ziffern 0 sind in der Figur in einer Gruppe A gesammelt gezeigt, welche Gruppe A an den Hilfsstromkreis an einen zwischen dem Speisepunkt F und dem Widerstand Ml liegenden Punkt A angeschlossen ist.
Es ist jedoch ohne weiteres einleuchtend, dass ein eventueller Strom durch die Positionskathoden der Gruppe A in dem in Fig. 1 gezeigten Fall den Spannungsabfall imHilfsstromkreis zwischen dem Speisepunkt F und dem Anschlusspunkt K nicht beeinflusst, so dass diese Verbindung für die Funktion des Zählersystems nicht wesentlich ist und daher wegfallen könnte.
Die Widerstände Ml und M2 sind so dimensioniert, dass ein von einer und nur einer der Positionskathoden der Gruppe B durch den Hilfsstromkreis fliessender Strom in diesem einen Spannungsabfall erzeugt, der bewirkt, dass die Spannung im Anschlusspunkt K einen Wert unter oder gleich einem Maximalwert erreicht, der unter Berücksichtigung der Charakteristik des im Anschlusspunkt K des Hilfsstromkreises anzuschliessenden Steuerimpulskreises derart gewählt ist, dass die, diesem Maximalwert entsprechende Spannung einen unteren Grenzwert jener Spannungen darstellt, welche ausreichend sind, um den Steuerimpulskreis an der Abgabe eines Steuerimpulses zu hindern.
Die Widerstände Ml und M2 müssen anderseits auch so dimensioniert sein, dass ein Strom von einer oder mehreren der Positionskathoden der Gruppe C oder von wenigstens zwei der Positionskathoden der Gruppe B einen Spannungsabfall im Hilfsstromkreis ergibt, der bewirkt, dass die Spannung im Anschlusspunkt K einen Wert über den genannten Maxi-
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verbunden sein, die so dimensioniert und angeordnet ist, dass sie, wenn ihre Gitterspannung gleich oder kleiner als ein bestimmter, dem maximaleiispannungsabfall iml-lilfsstromkreis entsprechender Wert wird, gesperrt wird, wodurch erreicht wird, dass die Spannung an der Anode der Triode plötzlich ansteigt. Dieser Spannungsanstieg an der Anode der Triode kann dazu verwendet werden, steuerimpulse abzuleiten.
Ist der Spannungsabfall vom Speisepunkt F bis zum Anschlusspunkt K des Hilfsstromkreises dagegen grösser als Em, wird die Spannung am Gitter der Triode einen grösseren Wert annehmen, welcher bewirkt, dass diese Röhre leitend wird. Ein von der der nunmehr abfallenden Anodenspannungsänderung abgeleiteter Impuls ist relativ zum erstgenannten Impuls umgekehrt, d. h. negativ, und damit unwirksam.
Der in Fig. l unten gezeigte Hilfsstromkreis kann auch, wie in Fig. 2 gezeigt ist, ausgeführt sein. In Fig. 2 ist ausser den bereits genannten Widerständen M 1 undM2 zwischen demSpeisepunktF und dem VerbindungspunktA ein Vorwiderstand M3 mit dem Widerstandswert r. angekuppelt. DiebeiDimensionierung dieses Widerstandes einzuhaltenden Bedingungen können in gleicher Weise, wie bei dem in Fig. l gezeigten Hilfsstromkreis aufgestellt werden.
In Fig. 2 ist ausserdem ein Kupplungspunkt S für einen Blockierungs- oder Startkreis gezeigt. Damit
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Der im Punkt S an den in Fig. 2 gezeigten Hilfsstromkreis anzuschliessende Blockierungs- oder Startkreis kann in an sich geeigneterweise ausgebildet sein, und muss lediglich zur Abgabe eines Startimpulses oder eines funktionsblockierenden Stromes an den Hilfsstromkreis geeignet sein. So kann er ein Triggerkreis mit einer Röhre sein, die im gezündeten Zustand einen Strom an den Hilfsstromkreis abgibt, der dadurch funktionsblockiert ist, welcher Strom aber nach einem von aussen an den Triggerkreis gelangenden Impuls gelöscht wird, wodurch die Funktionsblockade des Hilfsstromkreises aufgehoben wird.
In Fig. 3 ist durch ein Blockdiagramm gezeigt, wie ein Zeitzählersystem gemäss der Erfindung an ein Gerät angekuppelt werden kann, das ausser dem Zeitzählersystem einen, eintreffende Ereignisse, z. B. den Einfall von Neutronen in einer für die Erreichung einer gegebenen statistischen Genauigkeit genügenden Anzahl in einem Neutronendetektor registrierenden Ereigniszähler enthält. Der Ereigniszähler wird hiebei durch einfache Vorwahl einer für die Erzielung eines ausreichend genauen Messergebnisses angesehenen Zahl von Ereignissen zur Impulsabgabe nach Erreichung dieser Zahl eingestellt. Der Zeitzähler und der Ereigniszähler werden nach dieser Einstellung gleichzeitig in Gang gesetzt. Sobald im Ereigniszähler die vorgewählte Zahl erreicht wurde, wird ein Impuls an den Blockierungskreis abgegeben.
Dieser hört nun auf, Strom durch den Hilfsstromkreis zu schicken, so dass der Hilfsstromkreis nach Registrierung des nächsten Selbstwahlwertes im Zeitzähler jenen relativ niedrigen Spannungsabfall gibt, der zur Erregung
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punkt K des Hilfsstromkreises abfällt, Stoppimpulse an den Ereigniszähler und an den Zeitzähler ab, so dass beide Zähler gleichzeitig mit ihrer Tätigkeit aufhören, wobei schliesslich der Ereigniszähler auf einem grösseren als dem zur Erzielung eines Messergebnisses ausreichender statistischer Genauigkeit notwendigen Wert und der Zeitzähler auf einem runden Selbstwahlwert stehen bleibt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Zählersystem des Dekadenrohrtyps mit zahlbestimmter Vorauswahl der Steuerimpulsabgabe, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne Positionselektroden jeder Dekadenröhre, welche Elektroden je einer bestimmten Ziffer innerhalb der durch die betreffende Röhre dargestellten Dekade zugeordnet sind, in drei Gruppen A, B und C aufgeteilt sind.
von welchen die Gruppe A den Ziffern Null, die Gruppe B den Selbstwahlziffern und dieGruppeC den übrigen Ziffern der Dekadenröhren entspricht, und dass von diesen Gruppen jede Röhre zumindest die Gruppe B und die Gruppe C für alle Röhren gemeinsam an einen Hilfsstromkreis angeschlossen sind, welcher einen für den Anschluss an einen Steuerimpulskreis bestimmten Anschlusspunkt (K) sowie einen Spannungsabfall ergebende Schaltelemente (M) aufweist, die so dimensioniert und relativ zu den Verbindungsstellen der einzelnen Gruppen mit dem rlilfsstromkreis angebracht sind, dass der von wenigstens einer der Positionselektroden der Gruppe C oder von wenigstens zwei derPo- sitionselektroden der Gruppe B durch den Hilfsstromkreis fliessende Strom einenSpannungsabfallzwischen dem Anschlusspunkt (K)
und dem Speisepunkt (F) des Hilfsstromkreises hervorruft, der zu einer Spannung im Anschlusspunkt führt, welche grösser ist als ein für die Erregung des Steuerimpulskreises im voraus festgelegter Maximalwert dieser Spannung, während ein Strom von nur einer der Positionselektroden der Gruppe B, gegebenenfalls gemeinsam mit einem Strom von einer oder mehreren der Posit1elektroden der Gruppe A, lediglich einen Spannungsabfall hervorruft, der zu einer Spannung im Anschlusspunkt (K) führt, die gleich oder kleiner als der für die Erregung des Steuerimpulskreises festgelegte Maximalwert der Spannung im Anschlusspunkt (K) ist.