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Durch ein gemeinsames Gehäuse zusammengefasste Ventilkombination
Die Erfindung bezieht sich auf eine durch ein gemeinsames Gehäuse zusammengefasste Ventilkombination zur Einschaltung in die lotrecht angeordnete Speiseleitung für Heizradiatoranlagen, bestehend aus einem kombinierten Absperr- und Regelventil mit schräg nach abwärts gerichteter Spindel sowie einem Abzapfungsventil mit Ablaufstutzen für das abzuzapfende Wasser.
Zweck der Erfindung ist, eine Ventilkonstruktion zu schaffen, durch welche Heizradiatoranlagen im Ganzen vereinfacht, die Betriebssicherheit vergrössert und die Anlagekosten vermindert werden.
Die erfindungsgemässe Konstruktion ist dadurch ausgezeichnet, dass die Achsensämtlicher Ventil- und Anschlussstutzen in einer lotrechten, durch die Achse der Speiseleitung gehenden Ebene liegen, wobei die Spindelachse des Abzapfungsventils etwa senkrecht zur Spindelachse des Absperr- und Regelventils auf derselben Seite der Speiseleitungsachse, also schräg nach oben gerichtet, angeordnet ist.
Wie aus der deutschen Patentschrift Nr. 857578 an sich bekannt, sind im voraus einstellbare Begrenzungsorgane für die Öffnungsbewegung des Ventils vorgesehen, zweckmässigerweise ist ferner das kombinierteRegel- und Absperrventil in an sich bekannter Weise zum Zusammenwirken mit einem einstellba- ren Anschlage mit einer mit dem Handgriff direkt oder indirekt verbundenen Sperre versehen, so dass beim Öffnen des Ventils die Öffnungsbewegung in dem Augenblick zum Stillstand gebracht wird, wo die Sperre zum Anliegen gegen den Anschlag kommt.
Wenn die Temperatur während des ganzen Jahres im ganzen Gebäude gleichförmig sein soll, funktioniert eine Anlage befriedigend, in welcher sämtliche Speiseleitungen mit Speiseleitungsventilen der oben angegebenen Art versehen sind. In Fällen, in denen man während einer bestimmten Jahreszeit oder unter bestimmten Verhältnissen die Temperatur in einzelnen Teilen des Gebäudes erhöhen oder senken will, ist es erforderlich, das Drosselventil im Speiseleitungsaggregat für das geänderte Wärmebedürfnis der durch diese Speiseleitungen gespeisten Lokalitäten umzuändern. Es wird dann auch erwünscht, gleichzeitig die Voreinstellung umzuändern, d. h. diejenigen Mittel, durch welche die maximale Öffnung des Drosselventils eingestellt worden ist.
Falls man beispielsweise durch unrichtige Betätigungen die Voreinstellung verändert, entstehen grosse Schwierigkeiten, diese wieder zu berichtigen. Dies ist in erster Linie dadurch begründet, dass man kein Messinstrument zur Messung der durch das Ventil fliessenden Flüssigkeitsmenge hat.
Es kann auch der Fall eintreten, dass beim Verstellen eines Speiseleitungsventils das ganze System in solcher Weise gestört wird, dass auch die Regelventile, die in andern Speiseleitungen angeordnet sind, betätigt werden müssen. Auch in diesem Falle ist es von besonderer Bedeutung, dass man nicht nur leicht die neue Voreinstellung bewirken kann, sondern, dass man auch bei einer späteren Gelegenheit ohne Schwierigkeiten die ursprüngliche Voreinstellung herstellen kann.
Die Erfindung betrifft deshalb weiters eine Vorrichtung, durch welche dies in einfacher und zuverlässiger Weise ermöglicht wird. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind nämlich beiderseits unmittelbar vor und hinter der Drosselstelle des Regelventils Anschlussöffnungen für ein manometrisches
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te. Das Regelventil hat eine von der Einstellung abhängige Charakteristik, was bedeutet, dass bei einem gegebenen Pumpendruck in der Anlage sowohl der Druckabfall über das Regelventil als auch die durch das Regelventil strömende Wassermenge eindeutig von der Ventileinstellung abhängig werden und infolgedessen auch in einem gegebenen Verhältnis zueinander stehen, was in Form einer Kalibrierungskurve aufge-
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zeichnet werden kann. Man kann dann auf dieser Kurve Ventileinstellung, Druckabfall und durchströmende Wassermenge ablesen.
Hiedurch wird es sehr einfach, mit einem bekannten Wert für den Druckabfall oder die erwünschte durchströmende Wassermenge eine bestimmte Voreinstellung des Regelventils zu finden.
Wie die erfindungsgemässe Ventilkombination und die mit ihr zusammenhängenden Teile angeordnet sind, ist der nachfolgenden Beschreibung an Hand der beigefügten Zeichnungen zu entnehmen, in welchen Fig. 1 eine Ausführungsform der Erfindung zeigt, welche sich nicht nur als zuverlässig bewährt hat, sondern ausserdem derart einfach ist, dass Fehlbetätigungen kaum vorkommen können, und Fig. 2 eine zweite Ausführungsform der Erfindung zeigt.
Die Ventilkombination nach Fig. 1 ist bestimmt durch die Ausbildung der gemeinsamen Umhüllung ähnlich der Form eines Andreaskreuzes. In der unteren rechten Ecke ist der Anschluss 10 zur Speiseleitung vom Kessel angeordnet. In der unteren linken Ecke sitzt das Handrad 11 des kombinierten Absperr- und Regelventils. In der rechten oberen Ecke ist der Anschluss 12 zur Speiseleitung angeordnet, und in der linken oberen Ecke ist ein Vierkant 13 angeordnet zur Regelung des Abzapfungsventils, dessen Ablauf geradeaus nach links in Form eines Rohranschlusses 14 gerichtet ist. Das Handrad 11, der Vierkant 13 und der Rohranschluss 14 liegen in derselben Ebene, welche senkrecht zu derjenigen Wand weg gerichtet sein wird, längs welcher die Speiseleitung oder aber die Rückleitung gezogen ist.
Auf Grund dessen sind diese drei genannten Teile leicht zugänglich, und man muss nicht besondere Links- und Rechtskonstruktionen vorsehen, um die verschiedenen Möglichkeiten hinsichtlich der Zugänglichkeit zu berücksichtigen, wie es sonst oft bei Ventilkonstruktionen vorkommt, je nachdem, ob die Speiseleitung längs einer ebenen Wand oder in einer Ecke verläuft bzw. ob die Ecke eine Links- oder eine Rechtecke ist.
Es ist von Vorteil, wenn die Ventilkombination hoch an der Wand angebracht wird, um eine Betätigung der Ventile durch Unbefugte zu vermeiden. Eine solche Anbringung ist leicht möglich, wenn das Absperrventil nach unten gerichtet ist. Der Rohranschluss 14, an welchem man normalerweise einen Schlauch anzuschliessen pflegt, ist senkrecht von der Wand weg gerichtet, was die vorteilhafteste Anordnung ist.
In der Zwischenwand 15 ist eine zylindrische Bohrung vorgesehen, in der ein zylindrischer Ventilkörper 16 angeordnet ist, der bei Betätigung des Ventils in Axialrichtung verschoben wird. Im Ventilkörper 16 ist ein Schlitz 17 in radialer Richtung angeordnet. Dieser Schlitz kann derart ausgebildet sein, dass der Durchströmungswiderstand durch das Ventil unter den vorhandenen Druckverhältnissen etwa linear mit dem Drehwinkel der Ventilspindel 18 veränderlich ist. An seiner der Ventilspindel 18 zugewandten Seite ist der zylindrische Ventilkörper 16 mit einem Flansch 19 zur Anlage an einer Kante 20 in der Zwischenwand 15 vorgesehen, welche als Ventilsitz dient.
Durch diese Vorrichtung erreicht man, dass das Ventil, wenn es völlig geschlossen ist, gut abdichtet, aber wenn es teilweise geöffnet ist, eine durch Wahl der Form des Schlitzes 17 geeignete Charakteristik für die Regelventilfunktion ergibt. Zwar geht die Einstellung des Regelventils verloren, wenn das Ventil eingestellt wird, aber es sind besondere Anordnungen getroffen, damit diese Einstellung selbsttätig bei der Öffnung des Ventils wiederhergestellt werden kann. Diese Vorrichtungen bestehen in einer am Handgriff 11 angeordneten Sperre 21 und einer mittels eines Verschlussringes 22 verschliessbaren Scheibe 23, welche einen mit der Sperre 21 zusammenwirkenden Ansatz 24 trägt. Die Scheibe 23 ist vorzugsweise mit einem zylindrischen Flansch 25 versehen, durch welchen eine Anzahl von kleinen Löchern gebohrt ist.
Auf einem andern Teil des Ventils ist ein dazu paralleler Ring 26 angeordnet, welcher ebenfalls eine Anzahl von kleinen Löchern enthält. Es ist günstig, wenn die Teilungen zwischen den Löchern des Flansches 25 und des Ringes 26 verschieden sind, so dass eine Noniuswirkung erzielt wird. Die Löcher sind zur Einführung einer Schnur, eines Metalldrahtes od. dgl. für Plombierungszwecke vorgesehen. Eine solche Plombe hat zwei verschiedene Zwecke.
Teils ist es eine bekannte Erscheinung, dass die meistenMenschen einen Widerwillen dagegen haben, eine Plombe zu brechen, weshalb man damit rechnen kann, in dieser Weise das Ventil gegen Verstellung durch Nichtsachverständige weitgehend zu sichern. Teils sieht der Maschinist unmittelbar, ob die Plombe gebrochen ist, und hat dann Grund zu vermuten, dass die Einstellung der Scheibe 23 mit dem Ansatz 24 verändert worden ist.
Der Maschinist braucht, nachdem er das Ventil geschlossen hat und dabei die Einstellung des Drosselventils verändert hat, nur wieder das Ventil so weit als möglich zu öffnen. Die Öffnung des Ventils wird automatisch zum Stillstand gebracht, wenn die Sperre 21 mit dem Ansatz 24 in Kontakt kommt, und dann ist auch der eingestellte Wert des Drosselventils wieder hergestellt worden.
Das mit dem Vierkant 13 versehene Abzapfventil kann vorzugsweise ebenfalls so ausgebildet sein, dass ein zylindrischer Ventilkörper 27 gegen- einen Ventilsitz 28 zum Anliegen kommt, wie es von den
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Teilen 19 und 20 des Absperrventils beschrieben worden ist. Um zu verhindern, dass Verunreinigungen in dieses Ventil hineinkommen, kann die zum Anschluss eines Schlauches od. dgl. zum Ableiten des abgezapften Wassers bestimmte Öffnung normalerweise mit einer Kappe 29 abgedeckt sein.
Falls der Maschinist sich noch weiter gegen unerlaubte Betätigung des Drosselventils sichern will, kann ein Auge 50 an der Sperre 21 angeordnet und dieses mit Löchern zum Durchziehen eines Plombierungsdrahtes versehen werden, welcher ausserdem durch ein nahegelegenes Loch am Ring 26 gezogen wird.
Das Ventil nach Fig. 2 ist im wesentlichen so wie das Ventil nach Fig. 1 beschaffen, aber es ist ausserdem mit besonderen Anordnungen zum Anschluss eines manometrischen Instrumentes zur Kontrolle des Druckabfalles am Drosselventil versehen.
Im Gussstück des Gehäuses der Ventilkombination ist an den in der Zeichnung rechts oben bzw. rechts unten gelegenen Anschlussteilen ein Paar Ansätze 30 bzw. 31 angeordnet, welche in Verbindung mit einem Paar weiterer Ventile stehen. Aus gusstechnischen Gründen ist es günstig, das Aggregat aufzuteilen, so dass die letzterwähnten Ventile mit dem übrigen Teil der Ventilkombination durch Schraubverbindung verbunden sind.
Die beiden Ventile 32 und 33 können gleich ausgebildet sein. Das Ventil 33 weist einen Ventilteller 35 mit einem Kegel 34 in Verbindung mit einem Vierkant 36'auf. Der geschlossene Raum zwischen der Anlagefläche des Tellers 35 gegen den Ventilsitz einerseits und der Spindelverschraubung 36"anderseits steht in Verbindung mit einer Anschlussmuffe 37. Die entsprechende Anschlussmuffe des Ventils 32 ist mit 38 bezeichnet.
Die beiden Anschlussmuffen werden mit einem manometrischen Instrument 39 verbunden, welches schematisch in Form eines quecksilbergefüllten U-Rohres bekannter Art gezeigt ist. Zwischen den beiden Zweigen des U-Rohres ist eine Skala 40 angeordnet. Diese kann als lineare Skala ausgeführt sein, in welchem Fall man direkt den Druckunterschied zwischen der aufströmenden und der abströmenden Seite des Drosselventils ablesen kann. Vorteilhafter ist indessen, durch besondere Kalibrierung die Skala 40 derart auszubilden, dass sie die gesamte Wärmemenge angibt, die von den zu dieser Speiseleitung angeschlosse- nen Radiatoren abgegeben wird, so dass die Kalibrierung der verschiedenen Speiseleitungen mit Hilfe des manometrischen Instrumentes eine ausserordentlich einfache und leichte Angelegenheit wird.
Das Instrument kann entweder fest an den beiden Anschlussmuffen 37,38 angeschaltet sein, oder es kann lösbar an- geordnet sein, um bei Bedarf an diesen Muffen angeschlossen werden zu können. Ehe das Instrument entfernt wird, muss man dann die beiden Ventile 32 und 33 schliessen ; nach erneuter Zuschaltung des Instrumentes müssen diese wieder geöffnet werden.
Es ist der Zeichnung zu entnehmen, dass bei der gezeigten Konstruktion die Ventile 32,33 auf die Rückseite der Ventilkombination zu liegen kommen, welche gegen die Wand gewendet ist. Es ist ein Vorteil, dass diese Ventile dadurch gegenüber Unzuständigen besonders verborgen sind. Trotzdem liegt keine Schwierigkeit vor, den Vierkant mit einem angepassten Spezialschlüssel zu betätigen. Falls der Abstand zwischen der Ventilkombination und der Wand zu klein sein sollte, so kann man zwischen den Ansätzen 30 und 31 einerseits und den Ventilen 32,33 anderseits einen Rohrkrümmer einschalten, der derart gerichtet ist, dass die Ventile parallel zueinander und zur Ebene der Wand hinausragen und unmittelbar hinter der Ventilkombination liegen.
Es ist von besonderer Bedeutung, dass das manometrische Instrument in genauer Übereinstimmung mit der Charakteristik des Regelventils gradiert ist, so dass es die Menge des pro Zeiteinheit fliessenden Wassers angibt. Dies würde in der Regel bei den bisher üblichen Regelventilen nicht möglich sein, da die Charakteristiken dieser Ventile nicht genügend genau sind, was von der Konstruktion der betreffenden Ventile abhängig ist. Ein Regelventil, bei welchem ein zylindrischer Ventilkörper in einer zylindrischen Bohrung in einer Zwischenwand des Ventilgehäuses beweglich ist und einen radialen Schlitz aufweist, ist im Gegensatz dazu zu einem verhältnismässig billigen Preis mit einer Genauigkeit herstellbar, welche es ermöglicht, im voraus die Skala des manometrischen Instrumentes genau festzulegen.
Der Grund hie für ist, dass der Schlitz 17 in diametraler Richtung durch den zylindrischen Ventilkörper gefräst werden kann, und dass eine solche Fräsung mit Spezialwerkzeugen eine der zuverlässigsten Arten ist, eine äusserst genaue Formgebung zu bewirken.
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