AT214759B - Verfahren zur Herstellung von mehrschichtigen Vliesen aus Textil- und Papierfasern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von mehrschichtigen Vliesen aus Textil- und PapierfasernInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von mehrschichtigen Vliesen aus Textil- und Papierfasern Die. Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von mehrschichtigen Vliesen aus Textilund Papierfasern. Es ist bekannt, nicht gewebte Flächengebilde aus Vliesen von Fasern herzustellen, die durch Kardieren von Wolle, Seide, Baumwolle, Flachs und andern Pflanzenarten oder Zellwolle und sonstigen teil-oder vollsynthetischen Fasern gewonnen und nachträglich mittels Aufsprühen, Aufschäumen, Aufdrucken von chemischen Lösungs- bzw. Bindemitteln oder Tauchen in solche und anschliessende Trocknung verfestigt worden sind. Diese Fasern sind fest, widerstandfähig und zugleich genügend elastisch und eine ihrer wesentlichen Eigenschaften besteht darin, dass sie versponnen werden können, weshalb sie kurz als "Textilfasern" bezeichnet werden. Entsprechend der Natur dieser Fasern entsteht also ein Gebilde mit rein textilem Charakter. Auf Grund ihrer Beschaffenheit gibt es aber noch eine weitere grosse Gruppe von Fasern, die nur eine kleine Längserstreckung aufweisen, sich aber in Suspensionen, Emulsionen und andern Lösungen in Schwebe halten. Diese Gruppe von Fasern lässt sich zu blattartigen Gebilden verstoffen, wobei sie sich ineinan- der verfilzen. Da das weitestverbreitete Erzeugnis Papier ist, heissen diese Fasern vielfach "Papierfasern". Die beiden vorgenannten Gruppen von Faserstoffen weisen jede für sich besondere Eigenschaften auf, die vielseitige Verwendungsmöglichkeiten erschliessen, ihre Anwendung aber auch in bestimmter Weise jeweils begrenzen. Die erfinderischen Vorschläge gehen nun dahin, beide Gruppen von Fasern zu einer Einheit, nämlich zu einem mehrschichtigen Vlies zu vereinigen. Gemäss der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass einem Trägervlies aus Textilfasern unmittelbar nach der Bindemittelbeaufschlagung eine zusätzliche Faserschicht aus Papierfasern, gegebenenfalls mit einer Beimischung aus Textilfasern spannungslos zugeführt wird und beide Schichten anschliessend unter Wärme, aber unter Ausschluss von Pressdruck, verfestigt wer- den. Das Träger vlies kann dabei durch Auftrag geeigneter Chemikalien verfestigt werden, die Papierfaserschicht kann auch vor dem Aufbringen gekreppt werden. Besonders zweckmässig ist es, die zusätzliche Faserschicht in Form loser Fasern im freien Falle auf das Trägervlies aufzubringen. Durch das erfindungsgemässe Verfahren entsteht ein Gebilde, das einseitig den Charakter einer Papieroder Zellstoffwatte und auf der andern Seite den eines vollwertigen Textilgebildes hat. Somit unterscheidet sich die erfindungsgemässe Arbeitsweise von vorbekannten Verfahren, bei denen eine Fasermasse durch Mischung von Textilfasern und Papierfasern zu Produkten umgestaltet wird. Sie unterscheidet sich aber auch von weiteren bekannten Verfahren, bei denen ein vom Krempel kommendes, einer Wärmepressung unterworfenes Faservlies und ein mit diesem zu vereinigendes Flächengebilde, z. B. Textilgewebe, gemeinsam in ein Imprägnierwalzwerk eingeführt und gleichzeitig das Imprägniermittel eingepresst wird. Es können auch mehr als zwei Vliese von Textilfasern einerseits und Papierfasern anderseits miteinander verbunden werden. <Desc/Clms Page number 2> Die so hergestellten Gebilde können in bekannter Weise durch Zusatz von Farb-, Wirk- und Jmpräg- nierstoffen gleichzeitig während der Fertigung oder nachträglich ausgerüstet werden. Bei den Wirkstoffen ist beispielsweise ar ein desodorierendes Mittel gedacht, das in geeigneter Form vor oder nach der Schaffung des mehrschichtigen Vlieses zugesetzt wird. Die Oberfläche dieser Gebilde kann durch Bedrucken, Prägen, Rauhen und Kalandrieren bearbeitet werden. Durch die Schaffung eines solchen mehrschichtigen Vlieses wird ein den Textilien nahekommender weicher Griff, Polsterwirkung, Elastizität und Saugfähigkeit erreicht. Der besondere wirtschaftliche Vorteil liegt darin, dass es sich bei den für die Papierfertigung verwendeten Fasern um billigere Rohstoffe in Form von Zellstoff handelt. Somit kann der Preis solcher mehrschichtiger Vliese wesentlich niedriger als bei aleinigem Einsatz von Textilfasern gehalten werden. Anwendungsbeispiele sind Handtilcher, Gesichtstücher, Kinderwindeln, Erzeugnisse für Verband- und kosmetische Zwecke u. dgl. mehr. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Herstellen von mehrschichtigen Vliesen aus Textil- und Papierfasern, dadurch gekennzeichnet, dass einem Trägervlies aus Textilfasern unmittelbar nach der Bindemittelbeaufschlagung eine zusätzliche Faserschicht aus Papierfasern, gegebenenfalls mit einer Beimischung aus Textilfasern, spannungslos zugeführt wird und beide Schichten anschliessend unter Wärme, aber unter Ausschluss von Pressdruck verfestigt werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Faserschicht in Form loser Fasern im freien Falle auf das Trägervlies aufgebracht wird.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE214759X | 1957-10-24 |
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|---|---|---|---|
| AT530458A AT214759B (de) | 1957-10-24 | 1958-07-28 | Verfahren zur Herstellung von mehrschichtigen Vliesen aus Textil- und Papierfasern |
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1958
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