<Desc/Clms Page number 1>
Selbsttätig wirkender Regler für die Kupplungsbetätigung bei Motorfahrzeugen mit Zweipedal-Betätigung
Bei der Zweipedal-Betätigung von Motorfahrzeugen werden häufig Fliehkraftkupplungen angewendet.
Die Fliehkraftkupplung weist jedoch den Nachteil auf, dass sie bei stehendem Fahrzeug ausgerückt ist und der Wagen daher z. B. an einem Abhang durch Einschalten irgendeiner Gangstufe nicht gesichert werden kann. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass die Kupplung bei einer bestimmten, verhältnismässig niedrigen Drehzahl (unter 1000 Umdr/min) einrückt und dass man, wenn man unter ungünstigen Bedingungen, z. B. bei Bergauffahrt anfährt, das grösste Motordrehmoment, das bei höherer Drehzahl als 1000 Umdr/min auftritt, nicht ausnützen kann.
Wird zum Ausrücken der Kupplung der Unterdruck in der Saugrohrleitung oder der Öldruck aus dem Motorschmierumkreis verwendet, so beseitigt man den ersterwähnten Nachteil, da die Kupplung beim stehenden Fahrzeug mit ausgeschaltetem Motor eingerückt ist.
Erfindungsgemäss kann auch der zweite Nachteil dadurch behoben werden, dass auf die Feder des Fliehkraftreglers der Unterdruck aus der Saugrohrleitung zur Einwirkung gebracht wird, so dass beim grö- sseren Öffnen der Drosselklappe im Vergaser der Regler die Kupplung erst bei höherer Drehzahl einrücken wird und so ein volles Ausnützen des Motordrehmomentes gestattet.
Die Erfindung ist im folgenden an Hand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Der Regler besteht aus einem Reglerkörper l, in dem eine Welle 2 drehbar gelagert ist ; auf dieser Welle sind auf Zapfen 3 Fliehgewichte 4 schwenkbar angeordnet. In einem Deckel 5 des Reglers ist ein Differentialschieber 6 gelagert, der in eine Anschlussöffnung 7 zum Kupplungs-Ausrückzylinder entweder in der unteren Stellung den zu einer Anschlussöffnung 8 führenden Druck aus der Motorschmierleitung einschaltet oder in der oberen Stellung die Flüssigkeit aus dem Kupplungs-Ausrückzylinder über eine Anschlussöffnung 9 in das Motorgehäuse auslässt. Der Schieber 6 wird an die Arme der Fliehgewichte 4 unter der Wirkung einer Feder 10 gedrückt, die am andem Ende eines mit dem Deckel 5 des Reglers fest verbundenen Gehäuses 11 des Unterdruckreglers abgestützt ist..
Im Gehäuse des Unterdruckreglers befindet sich eine Membran 12, deren Mitte mit dem Schieber 6 fest verbunden ist. Über eine Anschlussöffnung 13 wird der Unterdruck aus der Saugrohrleitung des Motors auf die Membran 12 übertragen. Die Welle 2 des Reglers ist mit dem Motor verbunden, so dass die Fliehkraft der Gewichte 4 in Abhängigkeit von der Motordrehzahl auf den Schieber 6 einwirkt und ihn aufwärts schiebt. Die Zentrifugalkraft der Reglergewichte muss die Kraft der Feder 10 überwinden. Gegen die Kraft der Reglerfeder 10 wirkt der auf die Membran 12 einwirkende Unterdruck in der Saugrohrleitung und der auf die Kreisringflächen des Schiebers 6 einwirkende Ölüberdruck.
Ist der Motor im Stillstand, befindet sich der Schieber 6 in der unteren Stellung ; im Motorschmierungskreislauf ist jedoch kein Druck vorhanden und die Kupplung bleibt eingerückt, der Wagen kann am Abhang durch Einschieben irgendeiner Gangstufe gesichert werden. Wird der Motor angelassen, so wird der Druck im Schmierungskreislauf durch die Anschlussöffnung 8 und weiters durch die Anschlussöffnung 7 auf den Kupplungs-Ausrückzylinder übertragen und die Kupplung ausgerückt. Wird die Motordrehzahl erhöht, so hebt die Kraft der Fliehgewichte 4 den Schieber 6, der denDrucköl-Zuleitungskanal von der Anschlussöffnung 8 abzuschliessen beginnt. Aus dem Kanal der Anschlussöffnung 7 zum Kupplungs-Attsrück- zylinder ist ein mit einer Düse 14 endender Kanal abgezweigt.
Ein Teil des Drucköles kehrt also ständig
<Desc/Clms Page number 2>
durch die Düse 14 über das Reglergehäuse in dasMotorkurbelgehäuse zurück. Drosselt die Kante des Schiebers 6 die Zufuhr des Drucköles aus dem Kanal der Anschlussöffnung 8, so wird der Öldruck im Kanal der Anschlussöffnung 7 sinken. Daher wird auch der auf den Kreisring des Schiebers 6 wirkende Öldruck geringer sein ; um einen Gleichgewichtszustand herzustellen, ist es notwendig, die Drehzahl des Reglers (Motors) zu erhöhen. Einer jeden Drehzahl des Reglers entspricht also ein bestimmter Öldruck in der Anschluss- öffnung 7 ; es ist daher das Einrücken der Kupplung fortschreitend und weich.
Bei stark geöffneter Drosselklappe des Vergasers wird in der Saugrohrleitung nur ein geringer. Unterdruck vorhanden sein, der die Kraft der Feder 10 praktisch nicht schwächen kann ; es wird daher eine höhere Motordrehzahl erforderlich sein, wenn die Fliehkraft der Gewichte 4 die Kraft der Feder 10 überwinden, den Schieber 6 aufwärts verschieben und durch Verbindung der Anschlussöffnungen 7 und 8 die Kupplung ausgerückt werden soll.
Durch die erfindungsgemässe Anordnung ist es möglich, das maximale Drehmoment des Motors beim Anfahren voll auszunützen.