AT214242B - Mit Titan oder Titanlegierungen plattierter unlegierter oder legierter Stahl und Verfahren zur Herstellung desselben - Google Patents

Mit Titan oder Titanlegierungen plattierter unlegierter oder legierter Stahl und Verfahren zur Herstellung desselben

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AT214242B AT376659A AT376659A AT214242B AT 214242 B AT214242 B AT 214242B AT 376659 A AT376659 A AT 376659A AT 376659 A AT376659 A AT 376659A AT 214242 B AT214242 B AT 214242B
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  Mit Titan oder Titanlegierungen plattierter unlegierter oder legierter Stahl und Verfahren zur Herstellung desselben 
Die Erfindung betrifft mit Titan oder Titanlegierungen plattieren unlegierten oder legierten Stahl und Verfahren zur Herstellung desselben. Titanplattierte   Stahlwerkstücke   haben eine grosse technische und wirtschaftliche Bedeutung, da sie einmal wegen der Titanauflage eine hervorragende   Korrosionsbe-   ständigkeit gegen Angriffsmittel, wie   z. B. Salpetersäure, Königswasser   und Natronlauge, besitzen und zum anderen wesentlich billiger als massives Titan sind. 



   Es sind bereits verschiedene Verfahren zum Walzschweissplattieren von Titan oder Titanlegierungen vorgeschlagen worden. Diese bekannten Verfahren, bei denen teilweise eine Zwischenschicht, vorwiegend aus Nickel, zwischen Grund- und Auflagewerkstoff benutzt wurde, haben jedoch keine höchste Ansprüche befriedigende Haftfestigkeit zwischen Titan und Stahl ergeben. 



   Es ist auch schon versucht worden, Titan auf Stahl unter Verwendung eines Silber-Mangan-Lotes auf-   zuplattieren.   Derartige Plattierungen haben jedoch ebenfalls keine zufriedenstellenden Ergebnisse erbringen können, da   die Lotplattierung bei Temperaturen   oberhalb des Schmelzpunktes des Silber-ManganLotes erfolgt und bei diesen Temperaturen spröde Übergangszonen entstehen, die eine nachfolgende Weiterverarbeitung des plattierten Gegenstandes unmöglich machen. 



   Erfindungsgemäss wird die Walzschweissplattierung in mehreren Arbeitsgängen durchgeführt, u. zw. wird zunächst auf den Stahl eine Schicht aus einer Nickel-Kupfer-Legierung, vorzugsweise Monelmetall,   aufplattiert   und dann in einem weiteren Arbeitsgang auf diese Nickel-Kupfer-Schicht Titan oder eine Titanlegierung unter Verwendung einer Zwischenschicht aus Silber oder einer Silber-Mangan-Legierung mit vorzugsweise 85 % Silber und 15 % Mangan aufplattiert. 



   Durch diese erfindungsgemässe Aufteilung des Plattiervorganges in zwei Arbeitsgänge ist es möglich, diese bei verschiedenen Temperaturen durchzuführen und dadurch eine einwandfreie Haftfestigkeit der jeweiligen Plattierungspartner zu erreichen. So erfolgt   z. B.   die Aufplattierung einer Monellegierung auf die Stahlunterlage in bekannter Weise bei Temperaturen oberhalb   1150    C, wogegen das Aufplattieren des Titans unterhalb der Schmelztemperatur des Silbers bzw. der   SUber-Mangan-Legienmg durchgeführt   wird. 



   Dabei kann die Aufplattierung des Titans einmal derart erfolgen, dass die Zwischenschicht aus Silber bzw. der Silber-Mangan-Legierung als Blech zwischen das Titan und die in dem ersten Arbeitsgang aufplattiert Nickel-Kupfer-Schicht gelegt wird. Man kann aber auch die Silber-Mangan-Schicht vorher in   einem besonderen Arbeitsgang au (das Titan   vorplattieren und anschliessend die beiden vorplattiertenPartner (Stahl mit Nickel-Kupfer-Legierung bzw. Titan mit Silber oder Silber-Mangan-Legierung) miteinander plattieren. 



   Sowohl zur Verbindung der Titanauflage mit dem Silber bzw. der Silber-Mangan-Legierung als auch zur Verbindung dieser Zwischenschicht mit der auf der Stahlgrundwerkstoffplatlne aufplattierten NickelKupfer-Schicht wird das Titan zweckmässig zusammen mit seinen Plattierungspartnem in einem Kasten unter Einleitung eines hochgereinigten Edelgases, beispielsweise Argon, bis auf eine Temperatur von etwas unterhalb der Schmelztemperatur des Silbers bzw. der Silber-Mangan-Legierung erwärmt. Die Plattierungsflächen müssen metallisch blank sein, was   z. B. durch   Strahlen oder Schleifen erreicht wer- 

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 den kann. 



   Um eine gute Haftfestigkeit zwischen der Titan- und der Silber-bzw. Silber-Mangan-Schicht zu erreichen, wählt man vorzugsweise einen so hohen Verformungsgrad der erwärmten   Plattlerung$k1 ! sten,   dass eine mindestens zehnfache Gesamtverformung der Titanauflage erreicht   wl, rd.   



   Das   erfindungsgemässe   Verfahren ermöglicht es, Walzschweissplattlerungen von Titan oder Titanlegierungen auf unlegiertem oder legiertem Stahl mit guter Haftfestigkeit herzustellen, da zwischen den Grenzflächen der   Plattierungspartner   mit den Zwischenschichten eine einwandfreie Verschweissung erreicht wird. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
 EMI2.1 
 von Blech oder Band, dadurch gekennzeichnet, dass in der Plattierebene eine Zwischenschicht aus einer Kupfer-Nickel-Legierung am Stahl anliegt und eine weitere Zwischenschicht aus Silber oder eine SilberMangan-Legierung an Titan oder der Titanlegierung anliegt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung von mit Titan oder Titanlegierungen plattiertem unlegiertem oder legiertem Stahl nach Anspruch 1, durch Walzschweissplattleren, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst auf den Stahl eine Schicht aus einer Nickel-Kupfer-Legierung auf plattiert und dann In einem weiteren Arbeitsgang auf diese Nickel-Kupfer-Schicht Titan bzw. eine Titanlegierung unter Verwendung einer Zwischenschicht aus Silber oder einer Silber-Mangan-Legierung aufplattiert wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Nickel-Kupfer-Legiemng Monel- metall benutzt wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Silber-Mangan-Legierung mit 85 % Silber und 15 % Mangan benutzt wird.
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenschicht aus Silber bzw. aus Silber-Mangan-Legierung auf das Titan bzw. die Titanlegierung vorplattiert wird.
    6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Titan bzw. die EMI2.2 gereinigten Edelgases, z. B. Argon, bis auf eine Temperatur von etwas unterhalb der Schmelztemperatur des Silbers bzw. der SUber-Mangan-Legierung erwärmt und ausgewalzt wird.
    7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Plattierungspaket mit einer solchen Verformung ausgewalzt wird, dass eine mindestens zehnfache Gesamtverformung der Platine am Titan bzw. aus der Titanlegierung erreicht wird.
AT376659A 1958-05-23 1959-05-21 Mit Titan oder Titanlegierungen plattierter unlegierter oder legierter Stahl und Verfahren zur Herstellung desselben AT214242B (de)

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