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Grilleinrichtung, insbesondere zum Grillen im Freien
Die Erfindung bezieht sich auf eine Grilleinrichtung, insbesondere zum, Grillen im Freien, bestehend aus drei durch Scharniere verbundenen, bei aufgestellter Einrichtung lotrecht und im Grundriss gesehen
U-förmig angeordneten Platten sowie einem ebenen, gegebenenfalls an eine Vorderwand angelenkten
Deckel.
Es sind Grilleinrichtungen zum Grillen im Freien bekannt, die aus drei miteinander gelenkig verbun- denen, in der aufgestellten Lage in Draufsicht U-förmig angeordneten Platten bestehen, wobei eine Vorderwand mit dem Deckel gelenkig verbunden ist, der überdies aus zwei Teilen besteht, von denen einer nach innen in eine lotrechte Lage geklappt werden kann. In entsprechender Höhe sind Ausnehmungen in gegenüberliegenden Wandteilen vorgesehen, in welche Roststäbe eingehakt werden können, auf welche ein Rost zu liegen kommt, unter dem einGrillfeuer unterhalten wird. Diese Einrichtung weist keinen Be- hälter für die Feuerung auf.
Bei dem Gegenstand der Erfindung handelt es sich um eine Grilleinrichtung der eingangs genannten
Art, wobei das wesentliche Kennzeichen der Erfindung darin besteht, dass an der Aussenseite der die Rück- wand bildenden mittleren Platte, deren Länge gemessen in der Richtung der Auflagekante grösser ist als die jeder der beiden seitlichen Platten, ein aus gelenkig miteinander verbundenen Platten bestehender Be- hälter für festes Brennmaterial angeordnet ist.
Ein weiteres Kennzeichen der Erfindung besteht darin, dass der Boden, die beiden Seitenwände und der Deckel des Brennstoffbehälters an dessen Rückwand durch Scharniere gelenkig befestigt sind.
Eine sehr vorteilhafte Ausbildung der Erfindung besteht Im wesentlichen auch noch darin, dass der Bo- den des Brennstoffbehälters durch ein Scharnier an der Rückwand der Grilleinrichtung angelenkt ist, wo- durch dieser Boden das Verbindungsorgan für die genannten Wandteile mit der eigentlichen Grilleinrich- tung bildet. Der Brennstoffbehälter kann flach ausgebreitet werden und sich daher in der ausgebreiteten
Lage flach an die Rückwand anlegen.
Der Vorteil der Einrichtung gemäss der Erfindung gegenüber der bekannten Grilleinrichtung besteht vor allem darin, dass Brennstoffbehälter und drei Wandteile der Einrichtung eine zusammenlegbare Einheit bil- den, wobei der Brennstoff in dem Behälter einen gesicherten und gegen Funkenflug geschützten Aufnah- meraum vorfindet ; überdies ist die Entfernung des brennenden Brennstoffes vom Gut fixiert und bleibt wäh- rend der ganzen Dauer des Grillens unverändert. Ein weiterer Vorteil gegenüber der bekannten Einrichtung besteht darin, dass der gesamte Innenraum der Einrichtung für das zu grillende Gut frei bleibt, da eine
Feuerstelle unter dem zu grillenden Gut entfällt. Die Höhe der Wände kann daher niedriger gehalten wer- den als beim eingangs genannten, bekannten Griller.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung, u. zw. stellt
Fig. 1 einen Schnitt nach der Linie I-I der Fig. 2 dar, während Fig. 2 eine Draufsicht auf einen Teil, u. zw. die eine Hälfte der zum Gebrauch aufgestellten Grilleinrichtung, veranschaulicht, bei der die Abdeckplatte weggelassen ist. Fig. 3 ist eine teilweise Ansicht zu Fig. 1, gesehen in Richtung des Pfeiles a, Fig. 4 zeigt eine Ansicht von der Seite der Heizeinrichtung und Fig. 5 die zusammengelegte Grilleinrichtung mit ausgebreitetem Behälter für die Heizung, wobei die Seitenwände hinten zurückgeklappt sind.
Das vorne offene Gehäuse, das mit einem Deckel 3 verschliessbar ist, der durch ein Scharnier 1 mit der Platte 2 verbunden ist, besteht im wesentlichen aus den beiden Seitenwänden 4 und der Rückwand 5.
Diese und die beiden Seitenwände 4 bilden in der aufgestellten Lage, von oben gesehen, eine U-Form, wobei die Länge der Rückwand 5 in der Richtung der Auflagekante gemessen grösser ist als die jeder der beiden Seitenwände 4. Diese können zufolge der Scharniere 6 gegen die Rückwand 5 geklappt werden. Die
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Richtung des Zusammenklappens ist durch den Pfeil P2 in Fig. 2 angedeutet. Sämtliche Ränder der Platten 2, 3, 4, 5 sind mit Randwülsten 8 versehen, um Verletzungen des Benützers auszuschliessen.
Die Rückwand 5 weist einen Ausschnitt 9 auf, in den z. B. durch Schweissung od. dgl. ein Gitterblech 10 eingesetzt ist. Dahinter befindet sich der Behälter für Holzkohle 11 od. dgl. Dieser Behälter wird durch seitliche, zweckmässig trapezförmige Seitenwände 12, einen Boden 13, eine Rückwand 14 und einen Dekkel 15 gebildet. Die einzelnen Teile sind durch Scharniere 16 verbunden (Fig. 1, 2,5). Der Deckel 15 weist an der freien Längsseite einen Wulst 17 auf, der sich in der geschlossenen Lage (Fig. 1, 2) auf eine Leiste 18 der Rückwand 5 auflegt. Boden 13 und Rückwand 14 sind mit Ausnehmungen 19 versehen, durch welche die Verbrennungsluft für den Brennstoff 11 eintreten kann.
Zur lösbaren Halterung des Brennstoffbehälters weisen die beiden Seitenwände 12 je einen Haken 20 auf, der in eine Lasche 21 (Fig. 2, 4) lösbar eingeschoben werden kann.
Die Seitenwände 4 sind gemäss Fig. 1 mit Einschnitten 22 und Auflagern 23 zur Lagerung des Bratspiesses 24 versehen.
Letzterer ist in einen Mitnehmer 25 einsteckbar, der an einer Welle 26 eines Untersetzungsgetriebes 27 eines Elektromotors 28 vorgesehen ist. Dieser kann z. B. ein Scheibenwischermotor sein, der wahlweise an die Pole für 6 oder 12 Volt einer Kraftfahrzeugbatterie anschliessbar ist.
Dieser Motor ist an einem Halter 29 mittels Schraubbolzen 30 angeschraubt. Der Halter 29 ist mit seinen Löchern auf Bolzen 32, die an einer Seitenwand 4 befestigt, z. B. angenietet oder angeschweisst sind, aufgesteckt und mit Flügelmuttern 31 festgespannt.
Nach Fig. 5 bildet die in eine Fläche ausgebreitete Einrichtung ein flaches Paket, wobei die Seitenwände 4 gegen die Rückwand 5 geklappt sind (Fig. 5) und der Behälter für den Brennstoff flach ausgebreitet ist. Der aus der Platte 2 und dem Deckel 3 bestehende Teil wird unter das Paket gelegt, so dass sämtliche Teile mit Ausnahme des Motors und Getriebes eine kompendiöse Einheit bilden. Vor dem Zusammenlegen werden die Flügelmuttern 31 gelöst und der Motor 28 mit Getriebe 27 abgenommen.
Der Kabelanschluss für den Motor 28 ist mit 33 bezeichnet (Fig. 4).
Die Holzkohle wird in bekannter Weise z. B. mit Benzin übergossen und dieses entzündet.
Es ist für die Verpackung auf möglichst engem Raum wesentlich, dass die beiden Hauptteile des Gehäuses in der zusammengelegten Lage gleiche Grösse, also gleiche Höhe und Breite aufweisen und dass der zusammenlegbare Behälter für den Brennstoff die Umfangslinie des Hauptteiles nicht überragt, wem. er bzw. seine Teile, in eine Ebene ausgebreitet sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Grilleinrichtung, insbesondere zum Grillen im Freien, bestehend aus drei durch Scharniere verbundenen, bei aufgestellter Einrichtung lotrecht und im Grundriss gesehen U-förmig angeordneten Platten sowie einem ebenen, gegebenenfalls an eine Vorderwand angelenkten Deckel, dadurch gekennzeichnet, dass an der Aussenseite der die Rückwand bildenden mittleren Platte (5), deren Länge gemessen in der Richtung der Auflagekante grösser ist als die jeder der beiden seitlichen Platten (4), ein aus gelenkig miteinander verbundenen Platten (12-15) bestehender Behälter für festes Brennmaterial (11) angeordnet ist.