AT212956B - Vorrichtung zur Erwärmung eines Gutes im Mikrowellenfeld - Google Patents

Vorrichtung zur Erwärmung eines Gutes im Mikrowellenfeld

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AT212956B
AT212956B AT572759A AT572759A AT212956B AT 212956 B AT212956 B AT 212956B AT 572759 A AT572759 A AT 572759A AT 572759 A AT572759 A AT 572759A AT 212956 B AT212956 B AT 212956B
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AT
Austria
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waveguide
slots
working space
microwave field
heating
Prior art date
Application number
AT572759A
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English (en)
Inventor
Paul Mueller
Original Assignee
Miwag Mikrowellen Ag
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Description


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  Vorrichtung zur Erwärmung eines Gutes im Mikrowellenfeld 
Die Erwärmung eines Gutes im Mikrowellenfeld wird vielfach in einem allseitig geschlossenen Arbeitsraum mit metallischen Wänden vorgenommen ; unter Mikrowellen versteht man elektromagnetische Hochfrequenzwellen sehr kurzer Wellenlänge im cm-Bereich. Um dabei eine gleichmässige Erwärmung zu erreichen, müssen besondere Vorkehrungen getroffen werden. Eine der Hauptursachen der häufig beobachteten Ungleichmässigkeit ist eine ungünstige primäre Feldverteilung, wenn nämlich die dem Arbeitsraum zugeführte Mikrowellenenergie vor ihrem Eintritt in das Gut nicht genügend zerstreut wird bezüglich der Eintrittsrichtung in den Raum und bezüglich der Polarisationsrichtung. 



   Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Erwärmung eines Gutes im Mikrowellenfeld, bestehend aus einem allseitig geschlossenen Arbeitsraum mit metallischen Wänden, über dessen Boden das zu erwärmende Gut angeordnet ist und dem die Hochfrequenz-Energie durch einen in der magnetischen Grundwelle angeregten, eine Wand durchdringenden und an seiner Stirnseite ganz oder schlitzförmig offenen Hohlleiter zugeführt wird. 



   Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass   der Hohlleiter mindestens eine   Hohlleiterwellenlänge in den Arbeitsraum hineinragt und in seinem innerhalb des Arbeitsraumes liegenden Mantel mindestens zwei Schlitze aufweist, die räumlich um 900 und ausserdem mit ihren Mittelpunkten in Achsrichtung um eine   Viertelhohlleiterwellenlänge   gegneinander versetzt sind, so dass im Arbeitsraum mindestens zwei Polarisationsrichtungen auftreten. 



   Weiter sind vorteilhaft diequer zur Achsrichtung des Hohlleiters liegenden Schlitze in Abständen von einer Viertelhohlleiterwellenlänge angebracht. Physikalisch entstehen dadurch zwei Gruppen von Schlitzen, die gegeneinander um 1/4 der Hohlleiterwellenlänge versetzt sind. Bei richtiger Anpassung durch normale Belastung würde nur eine Gruppe von Schlitzen benötigt werden, die einen gegenseitigen Abstand von einer halben Hohlleiterwellenlänge haben, wie allgemein bekannt ist. Bei wechselnden Belastungen werden jedoch'wechselnde Blindleitwerte als Belastung an den Schlitzen auftreten. Auch das Magnetron ändert dabei seine Impedanz. Als Resultat entstehen stehende Wellen mit wechselnder Lage im Hohlleiter, die abhängig von der Belastung ist.

   Um die Bedämpfung durch die Schlitze möglichst konstant zu halten, ist nun die zweite Gruppe von Schlitzen um eine Viertelhohlleiterwellenlänge versetzt angeordnet. 



   Der Hohlleiter ist zweckmässig direkt unter der Decke des Arbeitsraumes angebracht. Die vor seiner   Mündung liegende Deckenfläche des Arboitsraumes ist daehartig gegen die Mündung   geneigt, um eine stark streuende Reflexion in den gewünschten Richtungen zu erreichen. 



   Zur weiteren Verteilung der Mikrowellenenergie wird der Arbeitsraum durch eine von seinen Wänden vorbestimmte Abstände aufweisende, mehrfach geschlitzte, vorzugsweise gekröpfte Platte in zwei ungleiche Räume unterteilt, von denen der kleinere, meist obere, vom Hohlleiter gespeist wird. Für die Verteilung der Schlitze in dieser Platte gilt das über die Schlitze im   Hohlleiter Gesagte. Auch hier   kann eine zusätzliche Gruppe von Schlitzen angebracht sein, die bei aussergewöhnlichen Belastungszuständen im Arbeitsraum wirksam werden. 



   Die Bodenwandung des Arbeitsraumes wird vorzugsweise in Form einer mehr als   À/4   tiefen Wanne ausgeführt, die mit einer einteiligen oder vorzugsweise mehrteiligen Platte aus beispielsweise schichtlosem   Opal-Sicherheitsglas abgedeckt ist. Diese Platte dient als Träger   für das zu erwärmende Gut. Auf diese Weise wird erreicht, dass die Mikrowelle von allen Seiten in das Gut eindringen kann und dass nicht die 

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Dämpfung der Welle im Gut selbst eine schwächere Erwärmung des Gutes an seiner Unterseite zur Folge hat.   In der Nähe der   Wandung würde ausserdem die Feldstärke an sich besonders schwach sein und eine ge- ringere Erwärmung der bodennahen Teile des Gutes bewirken. 



   Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. 



   Der Mikrowellengenerator 1 gibt seine Leistung an den Hohlleiter 2 ab. Dieser ragt weit in den Ar- beitsraum hinein und ist direkt unter dessen Decke angebracht, deren an den Hohlleiter angrenzende Flä- che 3 dachartig geneigt ist. In Fortpflanzungsrichtung der Welle ist der Hohlleiter an seinem Ende 4 ganz oder schlitzförmig geöffnet. Die an den innerhalb des Arbeitsraumes befindlichen Mantelflächen des Hohl- leiters angebrachten Schlitze haben eine solche Lage und Richtung, dass sie maximale Auskopplung er- möglichen, d. h., die an den Seitenflächen des Hohlleiters angebrachten Schlitze 5 liegen parallel zur
Hauptachse des Hohlleiters, die an der Unterseite angebrachten Schlitze 6 senkrecht zu ihr, wenn man den    H1O. Modus   der Hohlleiterwelle voraussetzt.

   Durch diese Anordnung ergeben sich im Arbeitsraum zwei verschiedene Polarisationsrichtungen der Hochfrequenz. 



   Die mehrfach gekröpfte Platte 7 ist an einer Achse 8 schwenkbar befestigt und mit Schlitzen 9 ver- sehen. Der Infrarotstrahler 10 ist im Punkte 11 isoliert abgestützt. In der Nähe der strahlenden Schlitze müssen an strahlungsfähigen Teilen stabile Verhältnisse bestehen. Bei leitender Befestigung würden sich die Kontaktverhältnisse durch Oxydbildung laufend ändern. Die Bodenwandung hat die Form einer Wan- ne 12, die oben mit einer ein-oder mehrteiligen Platte aus Opal-Sicherheitsglas abgedeckt ist. Auf die- ser Platte ruht das zu erwärmende Gut 14. Auch dies trägt zum Ausgleich der Erwärmung des Gutes bei. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Vorrichtung zur Erwärmung eines Gutes im Mikrowellenfeld, bestehend aus einem allseitig ge- schlossenen Arbeitsraum mit metallischen Wänden, über dessen Boden das zu erwärmende Gut angeordnet ist und dem die Hochfrequenzenergie durch einen in der magnetischen Grundwelle angeregten, eine Wand durchdringenden und an seiner Stirnseite ganz oder schlitzförmig offenen Hohlleiter zugeführt wird, da- durch gekennzeichnet, dass der Hohlleiter (2) mindestens eine Hohlleiterwellenlänge in den Arbeitsraum hineinragt und in seinem innerhalb des Arbeitsraumes liegenden Mantel mindestens zwei Schlitze (5,6) aufweist, die räumlich um 90 und ausserdem mit ihren Mittelpunkten in Achsrichtung um eine Viertel- hohlleiterwellenlänge gegeneinander versetzt sind.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die quer zur Achsrichtung liegenden Schlitze (6) in Abständen von einer Viertelhohlleiterwellenlänge angebracht sind.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlleiter unter der Decke des Arbeitsraumes angebracht und die vor seiner Mündung (4) liegende Deckenfläche (3) dachartig gegen die Mündung geneigt ist.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsraum durch eine von seinen Wänden vorbestimmte Abstände aufweisende, mehrfach geschlitzte, vorzugsweise gekröpfte Platte (7) in zwei ungleiche Räume unterteilt ist, von denen der kleinere vom Hohlleiter gespeist wird.
    5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden des Arbeitsraumes in Form einer mehr als),/4 tiefen Wanne (12) ausgeführt ist, die mit einer Platte (13) aus beispielsweise schichtlosem Opal-Sicherheitsglas abgedeckt ist.
AT572759A 1958-09-13 1959-08-04 Vorrichtung zur Erwärmung eines Gutes im Mikrowellenfeld AT212956B (de)

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