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Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen Stecker bestehend aus einem Sockel, an dem Kontaktstifte, Kontaktschienen, Erdungsstifte. Erdungsschienen oder ahnliche Stromanschluteile befestigt sind, sowie einem sich an den Sockel anschliessenden Leitungsgehäuse, von dem aus eine Leitung durch ein Loch hinausgeführt ist. Der Sockel ist derjenige
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sind.
Stecker elektrischer Leitungen gibt es gewöhnlich entweder als wiedermontierbare Stecker, d. h. sie lassen sich zerlegen und mittels Werkzeugen o. a. wieder montieren, oder als nicht wiedermontierbare Stecker. d. h. sie werden durch Gieren oder anderswie um das Leitungsende permanent montiert. Die hier beschriebene Erfindung ist bei beiden Typen anwendbar.
Herkömmliche Stecker sind gewöhnlich so ausgebildet, dass sich die Leitung vom Stecker nur in eine bestimmte Richtung ausführen lasst, u. z. entweder parallel zu den Kontaktstiften oder rechtwinkelig zu diesen. Es gibt eine Konstruktion mit einem zerlegbaren oder wiedermontierbaren Leitungsgehause, bei dem zwischen zwei verschiedenen AusfUhrungsrichtungen der Leitung gewält werden kann, zum Wechseln der Ausführungsrichtung muss aber der Stecker zerlegt werden, was zeitaufwendig und umstandlich ist.
Es gibt auch Stecker, bei denen die Leitung nach hinten durch. ein Loch hinausgeführt ist, das durch einen Kragen o. a., %. 6. einen trompetenförmigen Kragen, abgegrenzt ist, so dass die Leitung in eine gewünschte Richtung ausgeführt werden kann.
Dieser Kragen ist ferner beim Herausziehen des Steckers aus einer Steckdose o. a. zum Fassen mit der Hand gut geeignet.
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Darüber hinaus ist aus den USA Patent Nr. 3. 032. 740 ein Stecker der in Anspruch 1 eingangs beschriebenen Art bekannt.
VORTEILE DER VORRICHTUNG Das Besondere an dem Stecker entsprechend der Erfindung ist der Umstand, dass die Oberflache des Gehäuses am Loch mit vier vom Loch ausgehenden Vertiefungen versehen ist, die derart ausgebildet sind, dass sie die Leitung wenigstens teilweise umschliessen, im übrigen wie im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 angegeben.
Wenn eine andere Ausführung der Leitung vom Loch hinaus gewünscht ist als die in Verlängerung des Lochs verlaufende Ausführung, kann die Leitung in die Vertiefung gepresst und somit rechtwinkelig hierzu ausgeführt werden, beispielsweise in Verbindung mit an der Wand montierten Steckdosen, wo eine Ausführung der Leitung nach unten entlang der Wand erwünscht ist. Hierdurch wird der Platzaufwand möglichst gering gehalten und die Leitung vor Beschädigung durch Möbel u. ä. geschützt, z. B. beim Anbringen eines Kühlschranks an einer Wand, wo der Stromanschluss hinter dem Kühlschrank erfolgt. Die meisten benötigten Steuerungsmöglichkeiten für die Leitung sind vorhanden. Es stehen somit insgesamt fünf Möglichkeiten zur Ausführung der Leitung in die Richtung der Kontaktstifte oder rechtwinkelig zu diesen zur Wahl.
Ferner erreicht man mit dieser Vorrichtung, dass das Leitungsgehause immer noch z. B. keilförmig ausgebildet werden kann, so dass es zum Fassen mit der Hand beim Herausziehen des Steckers z. B. aus einer Steckdose gut geeignet ist.
Zur Sicherung, dass die Leitung in der Vertiefung festgehalten wird, kann die Vertiefung mit Klemmenwirkung wie in Anspruch 2 angegeben ausgestaltet werden.
In einer vorgezogenen Ausführung der Vorrichtung ist die
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Vertiefung am oberen Rand der Vertiefung mit einander gegenüberliegenden Nocken versehen. Wegen der elastischen Isolierung der Leitung kann diese leicht an den Nocken vorbei gepresst und danach festgehalten werden.
Aus verschiedenen Gründen kann ein Ausfüllen oder Abdecken der jeweiligen Vertiefungen erwünscht sein, die zur Ausführung der Leitung nicht verwendet werden. Dies wird mit einem Einsatz nach Anspruch 4 erreicht.
Zur Kennzeichnung von einzelnen Steckern, beispielsweise Gebrauchsidentifikation, Firmenzeichen usw., ist eine Ausführung des Einsatzes wie in Anspruch 5 angegeben vorteilhaft, wobei unter der durchsichtigen, sichtbaren Seite des Einsatzes Platz für lesbare Information vorgesehen ist, welche durch konvexe Formgebung der sichtbaren Seite optisch vergIössert werden kann.
Der Stecker kann natürlich auf herkömmliche Weise hergestellt werden, z. B. in einem Stück gegossen, d. h. nicht wiedermontierbar. Ferner kann er in wiedermontierbaren Ausführungen wie in Anspruch 6 und 7 beschrieben hergestellt werden.
Wenn das Leitungsgehäuse mittels einer Schraubenverbindung mit dem Sockel lösbar verbunden wird, kann der Stecker zum erneuten Montieren der Leitung in Querrichtung zerlegt werden. Die Vertiefungen befinden sich an der dem Sockel abgekehrten Seite des Leitungsgehauses.
Wenn das Leitungsgehäuse in zwei Teile zerlegbar ist, die mittels einer Schraubenverbindung oder eines anderen Verbindungsorgans miteinander verbunden werden können, kann der eine Teil in einem StUck mit dem Sockel ausgeführt sein, oder der eine Teil kann durch eine Schraube o. a. am Sockel befestigt werden.
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DIE ZEICHNUNG Nachstehend werden Ausführungsbeispiele für die Vorrichtung unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben, wobei
Fig. la und Ib einen elektrischen Stecker entsprechend der Erfindung zeigen, Seitenansicht bzw. Draufsicht, mit
Leitung parallel zu den Kontaktstiften verlaufend.
Fig. 2a und 2b den Stecker gemäss Fig. la-lb zeigen, aber mit der Leitung in eine Vertiefung versenkt, rechtwinkelig zu den Kontaktstiften verlaufend,
Fig. 3 in grösserem Massstab einen Einsatz zum Anbringen in den Vertiefungen zeigt,
Fig. 4 einen vergrösserten Schnitt nach der Linie IV-IV in
Fig. 3 zeigt,
Fig. 5 eine Draufsicht des mit einem Einsatz versehenen
Steckers zeigt,
Fig. 6a und 6b eine erste Ausführungsform eines wiedermontierbaren Steckers entsprechend der Erfindung zeigen und
Fig. 7a und 7b eine zweite Ausführungsform eines wiedermontierbaren Steckers entsprechend der Erfindung zeigen.
BESCHREIBUNG VON AUSFOHRUNGSBEISPIELEN Ein Stecker entsprechend der Erfindung kann wie in Fig. la-lb dargestellt mit drei Kontaktstiften l einschl. Erdverbindung, in einem zylindrischen Sockel 3 fest gelagert ausgeführt sein.
Eine Leitung 5 ist in einem zentralen Loch 7 im Leitungsgehäuse 9 des Steckers montiert.
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Das Gehäuse 9 ist an der Oberseite mit vier rinnenförmigen Vertiefungen 11 versehen, die sich vom Loch 7 bis zum Rand erstrecken. Die Vertiefungen 11 sind mit teilzylindrischem Boden und bis zur Oberseite des Steckers verlaufenden gerade Seiten ausgestaltet. Am oberen Rand der Vertiefungen 11 gibt es zwei Nocken 13, die sich nahe an der äusseren Peripherie des Gehäuses und am oberen Rand jeder Vertiefung 11 befinden. Die Nocken 13 können die Leitung 5 fassen, wenn diese in die Vertiefung 11, wie in Fig. 2a-2b dargestellt, gepresst ist und dadurch diese bzw. einen Einsatz festhalten, vgl. unten.
Andere Ausführungen sind im Rahmen der Erfindung möglich, z. B. könnten die Seiten der Vertiefungen 11 gegeneinander geneigt verlaufen. um damit eine Greifkraft zu erzeugen. Ferner können die Vertiefungen weniger tief sein, damit die Leitung in versenktem Zustand ein wenig über die Oberseite des Gehäuses herausragt.
Wie in Fig. 1b und 2b mit Pfeilen angedeutet, gibt es neben der gezeigten Position der Leitung 5 vier andere Möglichkeiten der Ausführung der Leitung 5 vom Stecker.
Aus praktischen, hygienischen oder ästhetischen Gründen kann ein Abdecken der nicht verwendeten Vertiefungen 11 vorgezogen werden, u. z. durch einen Einsatz 15 wie in Fig. 3-5 dargestellt. Der Einsatz 15 kann wie gezeigt mit drei Ärmen ausgebildet sein und ist z. B. aus weichem Kunststoff mit überwiegend gleicher äusserer Form wie die Vertiefungen 11 gegossen. An den äusseren Ecken befinden sich zum Zwecke der Festhaltung und zur Vermeidung unnötiger Deformation den Nocken 13 entsprechende Einschnitte 17.
Zur Anwendung des Einsatzes 15 als Informationsträger wird ein transparentes Material gewählt, und die Ärme werden mit Hohlraumen oder absatzähnlichen Löchern 19 ausgebildet, in denen ein Schild 21 angebracht werden kann. Die sichtbare Oberseite 23 des Einsatzes 15 wird zur Vergrösserung von
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etwaigen. auf Schild 21 befindlichen Texten, Firmen- oder anderen Zeichen leicht bogenförmig ausgebildet. Fig. 5 zeigt den Einsatz 15 mit verschiedenen Schildern 21 versehen zur Gebrauchsidentifikation, als Codenbezeichnung oder zum Zeigen eines Produktes oder Warenzeichens.
In wiedermontierbaren Ausführungen des Steckers, wie in Fig.
6a-6b und 7a-7b dargestellt, kann der Stecker beispielsweise zwischen Sockel 3 und Gehäuse 9 entlang der Linie A-A quer zur Richtung der Kontaktstifte geteilt sein, oder das Gehäuse 9 kann in der Richtung der Kontaktstifte 1 entlang der Linie B-B in zwei Teile 9a und 9b unterteilt sein. Dies ermöglicht ein Zerlegen des Steckers zum Montieren einer neuen Leitung 5.
Mittels einer Schraube 25 können die Teile 3,9 bzw. 9a. 9b auf einfache Weise miteinander verbunden werden. In der in Fig. 7a- 7b dargestellten Ausführungsform kann der eine Teil 9a mit dem Sockel in einem Stück gegossen sein, was ein erneutes Montieren der Leitung 5 auf einfache Weise ermöglicht. Die beiden Ausführungsformen lassen sich natürlich auch miteinander kombinieren.
Ferner ist im Rahmen dieser Erfindung eine Ausführung des Leitungsgehauses mit weniger oder mehr als vier Vertiefungen und mit anderen gegenseitigen Winkeln als die dargestellten möglich.
Unter Kontaktstiften, Kontaktschienen, Erdungsstiften, Erdungsschienen oder ähnlichen Stromanschlussteilen ist jegliche Art der Ansch ! usstei) e zu verstehen, von denen es bekanntlich zahllose, z. B. durch Normen oder anderen nationale oder internationale Bestimmungen festgelegte Arten gibt.