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Wasserpfosten mit doppelter Absperrung durch zwei Ventilkörper
Im Patent Nr. 206824 ist ein Wasserpfosten mit doppelter Absperrung durch zwei Ventilkörper beschrieben. Der obere Absperrkörper ist kolbenartig ausgebildet. Er legt sich in der
Schliessstellung mit seiner zylindrischen Aussenfläche dicht an eine Büchse im Gehäuse an. Gemeinsam mit dem unteren Absperrkörper sperrt er so das Durchflussmedium ab. Eine weitere Aufgabe erfüllt er, indem er bei Beginn des Schliessvorganges den mit ihm gekuppelten unteren Absperrkörper hochzieht. Hiebei muss der obere Kolben stramm in der Ausnehmung des unteren Kolbens liegen, damit die notwendige Haftreibung vorhanden ist.
Der obere Absperrkörper wird in seiner Radialdichtwirkung in der geschlossenen Stellung in besonderen Fällen durch eine zusätzliche mechanische Anpresseinrichtung unterstützt, wobei der abdichtende Werkstoff nach aussen gedrückt wird. Dies geschieht in an sich bekannter Weise durch ein Distanzrohr. Beim Erfindungsgegenstand erübrigt sich eine solche zusätzliche mechanische Anpressung dadurch, dass die Aussenfläche des kolbenartigen oberen Absperrkörpers durch eine Anzahl Ringnuten unterbrochen ist, wobei der zwischen den einzelnen Ringnuten stehende, elastische Werkstoff scheibenähnlich ausgebildet ist. Die scheibenähnlich von dem Kern der Radialdichtung vorspringenden Teile des Werkstoffes werden infolge der Elastizität etwas abgebogen und legen sich dabei manschettenartig und federnd an die zylindrische Innenwand des Gehäuses.
Dadurch wird eine gute Dichtwirkung erzielt. Es ist noch zu bemerken, dass der Durchmesser des Dichtkolbens um ein geringes grösser ist als der Innendurchmesser der zylindrischen Bohrung des Gehäuses, in welcher der Kolben gleitet. Bei bestimmten Werkstoffen wird eine solche Durchmesservergrösserung der Scheiben schon allein durch dessen Quellung, wenn er mit dem Durchflussmittel in Berührung kommt, erreicht.
Auch in der Kuppelwirkung der beiden Kolben miteinander für die Mitnahme des unteren Absperrkörpers beim Hochheben erweist sich der Erfindungsgegenstand als vorteilhaft, weil sich auch hier infolge der federnden Anpressung der leicht abgebogenen Scheiben eine grössere
Haftreibung ergibt.
Gemäss weiterer Ausbildung der Erfindung kann der kolbenartige Dichtkörper auch aus elastischen Werkstoff scheiben bestehen, welche unter Zwischenschaltung von Abstandsringen oder-Scheiben durch eine Verschraubung od. dgl. zusammengehalten sind.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung bei- spielsweise dargestellt. In dem Untersatz 1 des Wasserpfostens ist, in Rippen 2 geführt, ein unterer Absperrkörper 3 verschiebbar angeordnet. Er besitzt oben eine zylindrische Ausnehmung 4. In diese Ausnehmung 4 schiebt sich der Dichtkolben 5 des oberen Absperrkörpers ein, wenn beide beim Öffnen des Wasserpfostens nach unten gebracht werden. Ist im Unterteil 1 aus irgendwelchem Grund kein Wasserdruck vorhanden, dann legt sich der Absperrkörper 3 auf Vorsprünge 2'der Rippen 2, die nur ein Absenken des Körpers 3 bis auf Hubhöhe gestatten.
Beim Schliessvorgang wird durch die Haftreibung des Dichtkolbens 5 an der Wandung der Ausnehmung 4 der Körper 3 mit hochgezogen. Sobald der letztere an seiner Dichtung 6 anliegt und infolge des Wasserdruckes dort gehalten wird, rastet der obere Absperrkörper 5 aus und seine Aussenfläche gleitet in einer Büchse 7 des Mantelrohres 8.
Der Dichtkolben 5 ist aus einem elastischen Werkstoff, beispielsweise Kunststoff, Spezialgummi od. dgl., hergestellt. Erfindungsgemäss sind in seine Aussenfläche tiefere Nuten eingearbeitet, die ringsumlaufenden Schlitzen gleichen.
Der zwischen den Nuten stehengebliebene Werkstoff hat die Form scheibenähnlicher Vorsprünge 10, die an der Innenwandung der Büchse 7 dichtend anliegen. Der Aussendurchmesser des Dichtkolbens 5 bzw. der scheiben- ähnlichen Vorsprünge 10 ist dabei um ein geringes grösser als der Innendurchmesser der Büchse 7, so dass sich die Vorsprünge 10 leicht
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abbiegen und eine Federwirkung des elastischen Werkstoffes hervorgerufen wird.
Gehalten wird der Dichtkolben 5 an der Spindel dadurch, dass sich an eine Schulter 11 des Ventilkörperträgers 12 ein Halteteil 13 legt, gegen den der Dichtkolben 5 mittels einer Schraube 14 und einen Andrückkörper 15 mit Zwischenscheibe 16 gepresst wird.
An Stelle eines massiven Körpers der Dichtkolben 5 aus einer Anzahl von elastischen Scheiben bestehen, zwischen die jeweils ein Abstandsring oder -scheibe gelegt ist. Durch die Schraube 14, Andrückkörper 15 und Zwischenscheibe 16 werden dann die Scheiben zusammen mit den Abstandsringen an das Halteteil 13 bzw. die Schulter 11 gedrückt und sind so mit der Spindel bzw. dem Ventilkörperträger 12 fest verbunden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Wasserpfosten mit doppelter Absperrung durch zwei Ventilkörper nach Patent Nr. 206824 dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenfläche des kolbenartigen oberen Absperrkörpers (5) durch eine Anzahl tieferer Ringnuten (9) unterbrochen ist, wobei der zwischen den einzelnen Ringnuten (9) stehende elastische Werkstoff (10) scheibenähnlich ausgebildet ist.