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Bürstenhalter für elektrische Maschinen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Druck-und Stromübertragungsvorrichtung für Bürstenhalter, in denen, um eine bessere Bürstenausnutzung zu erreichen, anormal hohe Bürsten mit Kopfmulde, vorzugsweise Zwillingsbursten, verwendet werden.
BelBürstenhaltemmit Druckhebel zur Übertragung des Druckes auf die Bürste wird normalerweise der
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kreisförmigenBürste durch eine entsprechende Verschiebung des Druckstückes auf dem ebenen Bürstenkopf erzielt. Bei Zwillingsbürsten ruht das Druckstuck zwecks Andruckes beider BUrstenteile in einer Mulde im Bürstenkopf.
Der Ausgleich, zwischen kreisförmigem Weg und geradlinig geführter Bürste soll hier durch eine nachgiebige Halterung des Druckfingers im Druckhebel erzielt werden. Es ergeben sich jedoch auch bei Dämp. fungsgliedern aus Gummi, die hiebei vorzugsweise verwendet werden, beachtliche Druckfinger-Seitenkräfte, die sowohl den Druckverlauf als auch den Andruck und damit die gleichmässige Abnutzung der Bürstenteile ungünstig beeinflussen. Hieraus ergibt sich, dass in einem solchen Haltertyp nur Bürsten mit relativ geringer Höhe verwendet werden können. Auch die labile Lagerung des Druckfingers im Gummi ist namentlich im Bahnbetrieb nicht als ideale Lösung anzusehen.
Bessere Ergebnisse, selbst bei 65 mm hohen Bürsten, wurden durch Verwendung einer Kontakthülse erzielt, die lose in einer Mulde oder einem V-förmigen Einschnitt auf dem Kopf einer Zwillingsbürste ruht und die über einen Druckfinger angedrückt wird, der sich zum Ausgleich der Wegunterschiede auf dem Druckstück verschieben kann. Nachteilig ist hiebei die erforderliche tiefe Aussparung beider Burstenfüh- rungswände, die dadurch einem höheren Verschleiss ausgesetzt sind, und dass das Dämpfungselement aus Gummi in der auf dem Bürstenkopf aufliegenden Kontakthülse, also In der Zone der stärksten Erwärmung,
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heblich verkürzt. Femer ist die Bedienung des Halters durch die an dem Druckhebel lose und leicht verschiebbar angebrachte Kontakthülse in dem meist engen Kommutatorraum schwierig.
Weiter wurde vorgeschlagen, den Wegunterschied zwischen Bürste und Druckfinger durch die Anordnung eines Lenkers zwischen Halterkasten und Druckhebel auszugleichen (deutsche Patentschrift Nr. 620181).
Durch eine Mulde im Bürstenkopf wird hiebei das Druckstück in Bürstenachse geführt. Der Ausgleich des kreisbogenförmigen Hebelweges erfolgt durch eine entsprechende Verstellung des Lenkers. Nachteilig sind bei dieser Ausführung die ebenfalls auftretenden Druckfinger-Seitenkräfte und die ungünstige Kinematik, die einen hohen Dmckabfall im Verlauf der Bürstenabnatzung zur Folge hat. Ausserdem bedingt diese Bauart verhältnismässig weit ausladende Hebel, so dass der Bürstenhalter viel Raum zwischen Kollektor und Gehäuse erfordert.
Erfindungsgemäss werden diese Mängel durch die Anordnung eines Druckhebels an einem Lenker be-
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zung gegen einen Anschlag legt, so dass der Druckhebel dann mit festliegendem Hebeldrehpunkt weiterarbeitet.
Im erstenTen derBürstenabnutzungwerden die Seitenkräfte durch ein ruckdrehendes Moment aufgehoben, das durch die besondere Lage des Federaufhängepunktes erzeugt wird. Da dieses Moment jedoch nicht ausreicht, um die Seitenkräfte im ganzen Bereich der Blirstenabnutzung, die gegen Ende besonders
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der Druckhebel im letzten Bereich der Bürstenabnutzung mit festliegendem Hebeldrehpunkt arbeitet. Der Druckfinger beschreibt hiebei einen kreisförmigen Weg, der aber durch seine geringe Länge praktisch mit der geradlinigen Bürstenachse zusammenfällt.
Der geringe, eventuell noch erforderliche Ausgleich wird durch einen zwischenDruckfinger und Hebel angebrachten Dämpfungsteil bewirkt, so dass auch die abgenutzte Bürste praktisch frei von Seitenkräften ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Die im Haltekörper 1 geführte Zwillingsbürste 2 wird durch eine Zugfeder 3 über den Hebel 4 mit Druckfinger 5 und Druckstück 6, das in einer Vertiefung 7 des Bürstenkopfes ruht, gegen den Kommutator 10 gedrückt. Der Wegunterschied zwischen der kreisförmigen Bahn des Druckstücks 6 und der gerade geführten Bürste 2 wird im Bereich AB durch einen Lenker 8 ausgeglichen, der zwischen dem Hebel 4 und dem Haltekörper 1 angeordnet ist. In der Stellung B legt sich der Lenker 8 auf einen Anschlag 11 und bleibt für denRestbereichBC der Abnutzung unbeweglich. Hier wird der nur einige Zehntel Millimeter betragende Wegunterschied durch einen elastischen, vibrationsdämpfenden Teil 9 zwischen Hebel und Druckfinger aufgehoben,
PATENTANSPRÜCHE :
1.
Bürstenhalter für elektrische Maschinen mit einer Vertiefung der Bürste, vorzugsweise einer Zwil- lingsb iirste, ruhendem Druckstück und einem zwischen Haltekörper und Bürstenhebel angeordneten Lenker, der den im Verlauf der Bürstenabnutzung zwischen der geradlinigen Bürstenachse und der kreisförmigen Bewegung des Druckfinger auftretenden Wegunterschied ausgleicht, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter einen Anschlag (11) aufweist, gegen den sich der im Anfangsbereich der Bürstenabnutzung frei bewegliche Lenker (8) legt, so dass der Hebel (4) im weiteren Verlauf der Bürstenabnutzung einen feststehenden Drehpunkt besitzt.