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Automatische Werkzeugmaschine für die Formung von Werkstücken
Die Erfindung betrifft automatische Maschinen zum Fräsen, Schneiden oder zur anderweitigen For- mung von Werkstücken.
Es sind bisher mannigfache Vorschläge zur Herstellung von Werkzeugmaschinen gemacht worden, die automatisch ein Werkstück in eine vorbestimmte Form in Abhängigkeit von Anweisungen aus einem perforierten Band oder einer ähnlichen Anweisungs-Aufzeichnung bearbeiten. Ein derartiger Vorschlag in
Gestalt eines automatischen Fräsers zur Nockenprofilierung ist in der brit. PatentschriftNr. 807, 643 be- schrieben. Gemäss diesem Vorschlag wird ein Werkstück auf einem Werktisch angebracht, der gedreht und gleichzeitig in Richtung der Achse eines Fräsers in Abhängigkeit von Anweisungen längsverschoben wird, die sich auf die Radien des Nockens in diskreten Winkelordinaten desselben beziehen. Die Anwei- sungen sind auf einem Film in binärer Zifferform aufgezeichnet und werden in analoge Spannungen um- gewandelt.
Die Anweisungen werden in Gruppen von dreien in Betrieb genommen und werden einer parabolischen Interpolationsvorrichtung zugeführt. Die Ausgangsspannung der Interpolationsvorrichtung ihrerseits ist massgebend für die Steuerung der Verschiebungen des Werktisches, und der Fräser beschreibt dann im wesentlichen eine glatt interpolierte Kurve zwischen den verschiedenen Ordinaten, für welche die Anweisungen aufgezeichnet sind.
Dieser ältere Vorschlag betrifft nur das Fräsen von zweidimensionalen Nocken, und es kann in einigen Fällen erwünscht sein, dreidimensionale Nocken zu fräsen. Eine Annäherung an die Aufgabe, dreidimensionale Nocken zu fräsen, besteht darin, Koordinaten für eine Reihe von Punkten (im folgenden als"Bezugspunkte"bezeichnet) längs eines z. B. schneckenförmigen od. dgl. geometrischen Ortes, der durch das Schneidwerkzeug in bezug auf das Werkstück durchlaufen werden soll, zu berechnen. Dies hat indessen den Nachteil, dass bei der Bearbeitung zwischen den Windungen des als schneckenförmig angenommenen geometrischen Ortes Grate stehenbleiben, die durch eine Endbearbeitung von Hand entfernt werden müssen, es sei denn, dass die Windungen sehr dicht beieinander liegen.
Wenn indessen die Windungen dicht beieinander liegen, so wird die erforderliche Berechnung leicht übermässig umfangreich.
Die Erfindung bezieht sich im besonderen auf eine automatische Werkzeugmaschine mit einem Werkstückträger, einem oder mehreren Werkzeughaltern und Einrichtungen zur Abnahme von Steuersignalen von einem Aufzeichnungsträger, welche Steuersignale eine Reihe von in relativ weitem Abstand liegenden Bezugspunkten darstellen, die einen geometrischen Ort auf einer dreidimensionalen Fläche definieren, und hat eine Ausführung einer solchen Maschine zum Gegenstand, welche die vorerwähnten Nachteile bekannter Maschinen dieser Art nicht mehr aufweist.
Um dieses Ziel zu erreichen, besitzt die Maschine weitere Interpolationseinrichtungen zum Ableiten weiterer Steuersignale, welche die Koordinaten enger liegender Punkte auf der erwähnten Fläche darstellen, die von den Bezugspunkten nicht nur in der Längsrichtung des geometrischen Ortes, sondern auch quer hiezu abliegen und Hilfseinrichtungen, die den weiteren Steuersignalen entsprechend Relativbewegungen zwischen dem Werkstückträger und dem oder den Werkzeughaltern zur Erzielung eines Weges entsprechend den enger liegenden Bezugspunkten bewirken.
Vermittels der Erfindung kann der Schneidvorgang automatisch nicht nur längs des geometrischen Ortes, welcher durch dix-bezugspunkte bestimmt ist, gesteuert werden, sondern auch in den Abständen zwischen beieinanderliegenden Umläufen des geometrischen Ortes, so dass selbst dann, wenn dieser Ort verhältnismässig weit auseinander liegende Werte angibt, das Werkstück automatisch auf einen gewünschten Grad von Genauigkeit ohne eine Endbearbeitung von Hand vergleichmässigt werden kann.
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Beispielsweise kann im Fall eines schneckenförmigen geometrischen Ortes und unter Annahme von zylindrischen Koordinaten r und z eine Glättung durch Interpolation von r in der z-Richtung erfolgen, indem man Koordinaten von Bezugspunkten verwendet, die einen Winkel-Abstand von 3600 auf der Schneckenlinie haben. Die Glättung kann dadurch erfolgen, dass man ein oder zwei sekundäre Schnitte längs einem sekundären Ort, der dem primären Ort ähnlich ist, ausführt, wobei der sekundäre Ort dieselbe Steigung hat wie der primäre Ort, der durch die Bezugspunkte bestimmt ist, indessen axial dagegen um einen Bruchteil der Steigung verschoben ist, so dass im wesentlichen die primären und sekundären Orte ineinandergreifen.
Die primären und sekundären Schnitte können durch dasselbe oder verschiedene Schneidwerkzeuge ausgeführt werden, in welch letzterem Falle der sekundäre Schnitt oder die Schnitte gleichzeitig wie der primäre Schnitt ausgeführt werden können. Wahlweise kann das Schneidewerkzeug systematisch in eine Richtung quer zu dem ersten Ort hin-und hergehen, wobei die Tiefe des Schnittes während der Bewegung des Schneidewerkzeuges durch zweidimensionale Interpolation gesteuert wird.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird die Erfindung nachstehend an Hand der Zeichnungen beispielsweise beschrieben.
In diesen zeigt Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Nockenmodelles, Fig. 2 stellt schematisch und in Blockform ein Ausführungsbeispiel der Steuerung eines Nocken-profilierenden Fräsers gemäss der Erfindung dar, Fig. 3 stellt schematisch und in Blockform ein anderes AusfUhrungsbeispiel der Steuerung eines Nocken-profilierenden Fräsers gemäss der Erfindung dar, Fig. 4 stellt eine Form einer Speichereinheit dar, die in den in Fig. 2 und 3 dargestellten Maschinen verwendet werden können, Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform einer Interpolationseinrichtung, die in einer Maschine, wie sie in den Fig. 2 und 3 dargestellt ist, verwendet werden kann, Fig. 6 ist ein zweites Diagramm zur Erläuterung und Fig.
7 stellt ein drittes Ausführungsbeispiel der Steuerung eines Nocken-profilierenden Fräsers gemäss der vorliegenden Erfindung dar, das sich zum Arbeiten nach dem In Fig. 6 dargestellten Prinzip eignet.
In der Zeichnung stellt Fig. 1 in perspektivischer Ansicht einen dreidimensionalen Musternocken dar, der, wie angenommen wird, durch einen Nocken-Profilierungsfräser gemäss der vorliegenden Erfindung hergestellt werden soll. Abmessungsanweisungen für die Maschine werden für eine Reihe von Bezugspunkten auf einem schneckenförmigen Ort 2 mit der Steigung p berechnet, wobei die Bezugspunkte durch den Ort r des Nockens bei aufeinanderfolgenden Winkeln ib, gemessen an der Achse 3 des Nockens, und aufeinanderfolgende Verschiebung z, gemessen längs der Achse, definiert werden. Bezugspunkte sind
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richtet ist.
Die in Fig. 2 wiedergegebene Maschine ist nur in Blockform dargestellt, da Einzelheiten der Bauweise der Schaltungseinheiten, welche durch die Blöcke dargestellt sind und keinen Teil der vorliegenden Erfindung bilden, zum Verständnis der vorliegenden Erfindung nicht erforderlich sind.
Das Bezugszeichen 4 bezeichnet einen Film, auf den die Anweisungen für die Bezugspunkte aufgeschrieben sind, wobei die Anweisungen durch Perforation des Filmes in bekannter Weise entsprechend einem binären Zifferncode aufgezeichnet sind. Die Anbringung einiger Anweisungen ist in Fig. 2 durch die Bezugszeichen a-a, b.-b und c.-c dargestellt. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel betreffen die Anweisungen Verschiebungen, die von einem Frässchneidwerkzeug, bezogen auf die Achse 3 des Werkstückes zu oder davon weg, ausgeführt werden sollen. Die Maschine hat einen Werkstücktisch 4a, an dem das Werkstück festgeklammert werden kann, und während des Betriebes wird der Werktisch 4a gedreht und in axialer Richtung bewegt, so dass der Kontaktpunkt des Frässchneidwerkzeuges den geometrisehen Ort 2 beschreibt.
Während des Betriebes wird der Film 4 in Richtung des Pfeiles 9 mit einer Geschwindigkeit bewegt, die der Winkelverschiebung entspricht, die dem Werkstück erteilt wird, und es sind geeignete Mittel vorgesehen, um die Aufnahmebewegungen in den b- und z-Koordinaten mit der Filmbewegung und der Arbeitsgeschwindigkeit des Interpolators, auf den im folgenden eingegangen wird. zu synchronisieren. Der Film 4 hat vier Anweisungsleser 5,6, 7 und 8 und der Abstand der Leser 5 und 6 entspricht einer Winkelverschiebung des Werkstückes von 180 , während der Abstand zwischen den Lesern 6 und 7 und ebenso zwischen den Lesern 7 und 8 einer Drehung von 3600 entspricht.
Aufeinanderfolgende Anweisungen, die durch den Leder 5 aufgenommen sind, werden selektiv durch einen Schalter 10
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Grate können indessen noch weiter verkleinert werden, indem man einen oder mehr weitere Sekundärfräser hinzufügt, deren Achsen im Winkel in passenden Lagen um die Achse 3 angeordnet sind. Beispielsweise können ein Primär-und zwei Sekundärfräser vorgesehen sein, deren Winkelabstand 1200 beträgt.
Falls zwei oder mehr Sekundärfräser verwendet werden. können sie durch eine gemeinsame Vorrichtung wie die Vorrichtung 26 (die als die axiale Interpolationsvorrichtung bezeichnet werden kann) gesteuert werden, wobei die Vorrichtung 26 so eingerichtet ist, dass sie Punkte an der erforderlichen Stelle des Sekundärortes interpoliert und ihre Ausgangsspannung in zyklischer Reihenfolge zu Gruppen von Speichern
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fürdet, und die Einrichtung ist so getroffen, dass derselbe Fräser aufeinanderfolgende Zeilen tiberspringende Läufe über das Werkstück ausführt. Es sind nur drei Leser 30,31 und 32 für den Film 4 vorgesehen, die in einem Abstand, der 3600 entspricht, voneinander angebracht sind.
Das Gerät hat eine Reihe von Gleichlaufumschaltern 33-35 und in einer Lage der Schalter (die mit voll ausgezogenen Linien in der Zeichnung dargestellt ist) sind die Leser 30 und 31 getrennt und der Leser 32 mit der SelektorbUrse 37 des Schalters 38 verbunden, der so eingerichtet ist, dass er Anweisungen in zyklischer Reihenfolge einer Gruppe von Speichereinheiten P, R, R, R gibt. In der angegebenen Lage des Gerätes entsprechen diese Speichereinheiten den Speichereinheiten der Fig. 2 und haben dieselben Bezugszeichen.
Ein Schalter 39. wie Schalter 12 in Fig. 2, wählt die Spannungsanalogen aus den Speichern P, I, in Gruppen zu drei aus und legt sie an eine quadratische Interpolations-Vorrichtung 40, deren Ausgang den Servomechanismus 41 steuert, dessen Einrichtung in diesem Fall so getroffen ist, dass er den Werktisch verschiebt, so dass die Entfernung zwischen der Achse 3 des Werkstücks 4a und der Achse des Fräsers (der fest ist) in Abhängigkeit von den Interpolationsanweisungen ändert, die aus der Vorrichtung 40 erhalten werden. Mit den Umschaltern in der mit voll ausgezogenen Linien dargestellten Lage ist infolgedessen die Wirkungsweise des Gerätes ähnlich dem Kanal, um den primären Fräser 15 in Fig. 2 zu steuern.
Wenn die Umschalter in die mit gestrichelten Linien dargestellte Lage umgeschaltet werden, ist die direkte Verbindung von dem Leser 32 zu der Bürste 37 des Schalters 38 unterbrochen und die Leser sind mit den Selektoren der Schalter 42, 43 bzw. 44 verbunden. Diese Schalter gleichen den Schaltern 20, 21 und 22 von Fig. 2 und legen abwechselnde Anweisungen von den Lesern an die Speichereinheiten S", S, T, T, U bzw. U.. Diese Speichereinheiten sind mit einer axialen Interpolations-Vorrichtung 26 genau wie in Fig. 2 verbunden. Diese Vorrichtung hat eine Mehrzahl von Ausgangspunkten, welche verschiedene interpolierte Punkte darstellen, und ein Schalter 45 ist so vorgesehen, dass ein gewünschter Punkt von Hand oder automatisch nach Wunsch ausgewählt werden kann, um den axialen Abstand zwi-
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Ortes zu erhalten.
Wenn infolgedessen die Umschalter in der durch die gestrichelten Linien dargestellten Lage sind, so ist die Wirkungsweise des Gerätes ähnlich der des Kanals für den Sekundärfräser 29 in Fig. 2. Die in Fig. 2 erzielte Wirkung durch Verwendung mehrerer Fräser kann infolgedessen in Fig. 3 durch Verwendung eines einzigen Fräsers erzielt werden und dadurch, dass man mehrere Läufe über das Werkstück ausführt.
Es wird darauf hingewiesen, dass, bevor jeder sekundäre Lauf startet, die Fräser 15 in bezug auf das Band 4 in geeignete Startlagen gebracht werden müssen. Ausserdem können soviel sekundäre Läufe, wie gewünscht, ausgeführt werden ohne Vervielfältigung der Einrichtung, vorausgesetzt, dass Schalter 45 eine entsprechende Anzahl von Stellungen hat. Es ist natürlich möglich, die Anordnung für das Umschalten zwischen aufeinanderfolgenden Läufen automatisch erfolgen zu lassen. In diesem Falle ist es auch möglich, die Umschalter 33 - 35 und die Verbindung von dem Leser 32 zu dem Selektor 37 weg zu lassen und die axiale Interpolationsvorrichtung 26 für jeden Lauf zu verwenden.
Die Anweisung für die Bezugspunkte an dem primären Ort 2 würde dann nicht direkt dazu benutzt werden, um den Fräser 15 zu steuern, da der während jedes Laufes verfolgte Ort durch Punkte bestimmt sein würde, die durch axiale In- terpolation unter den Bezugspunkten erzeugt ist. Für diese Anwendung der Erfindung wird der primäre Ort 2 axial (an jedem Ende) jenseits des zu fräsenden Stückes um einen hinreichenden Betrag ausgedehnt, so dass das Starten und Enden des Fräsers an den gewünschten Punkten möglich ist, wobei die Anweisungen hinsichtlich der Punkte an den Ausdehnungen des Ortes so auf dem Film 4 nur als Information aufgezeichnet sind.
In einigen Fällen kann es zweckmässig sein, nur eine lineare Interpolation in der axialen Richtung zu verwenden. Das würde die Genauigkeit, die man erhalten kann, herabsetzen, würde indessen auch die benötigte Anzahl von Lesern und Speichereinheiten verkleinern.
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Die Ausführungsform einer Speichereinheit, wie sie in Fig. 4 dargestellt ist, kann für alle Speichereinheiten, die in den Fig. 2 und 3 dargestellt sind, verwendet werden, obwohl darauf hingewiesen werden soll, dass andere Ausführungsformen von Speichereinheiten, falls gewünscht, verwendet werden können. Die in Fig. 4 dargestellte Speichereinheit enthält eine Primärwicklung 50, die von einer geeigneten Quelle einer Wechselspannung von fester Amplitude gespeist wird, wobei dieselbe Quelle für samtli- che Speichereinheiten in der Maschine verwendet wird. Die Primärwicklung 50 ist eng mit einer Reihe von Sekundärwicklungen 51a, 51b gekoppelt, die jeweils die doppelte Anzahl von Windungen als die vorangehenden Wicklungen der Serie haben, so dass aufeinanderfolgende binäre Ziffernorte dargestellt werden.
Die Reihe der Sekundärwicklungen 51a.. 51b... wird durch eine Reihe von Schaltern 52a, 52b... gesteuert, die so angeordnet sind, dass in einer Lage eines jeden Schalters die entsprechende Sekundär- wicklung in Serie zwischen einem leitenden Pfade von Erde zu einer Ausgangsklemme 54 eingeschaltet ist und in der andern Lage eines jeden Schalters die entsprechende Sekundärwicklung geöffnet ist. Es wird infolgedessen darauf hingewiesen, dass, wenn die Schalter in ein Zustandsmuster gebracht sind, das einem
Glied entspricht, welches in einem binären Zifferncode ausgedrückt ist, eine Wechselspannung an der Klemme 54 erzeugt wird, deren Amplitude ein Analog dieses Gliedes ist.
Die Stellungen der Schalter werden durch eine Reihe von elektromagnetischen Relais gesteuert, welche durch die Blocks 55a, 55b... dargestellt sind, wobei diese Relais mit dem Bandleser gekuppelt sind, von dem der entsprechende Speicher Signale erhält. Wie oben angegeben, sind die Abmessungen auf dem Band 4 in binärer Ziffernform aufgezeichnet und der Bandleser, welcher zu der Speichereinheit, welche in Fig. 4 dargestellt ist, gehört, speist die Relais 55a, 55b... in Übereinstimmung mit einem binären Wert, der von dem Bande abgelesen ist. Es wird infolgedessen darauf hingewiesen, dass die Verbindung zwischen Bandleserund Speichereinheiten, welche durch einzelne Linien in den Fig. 2 und 3 dargestellt sind, in der Praxis eine Reihe von parallelen Leitern enthält.
In gleicher Weise ist die Einrichtung für die Schalter, wie die Schalter 10,17, 18 und 19 in Fig. 2, in der Praxis so getroffen, dass sie Knopfschalter sind mit einer Anzahl von Knopfbänken, die jeder binären Ziffer entsprechen, welche beim Aufzeichnen der Abmessungen verwendet ist. Die in Fig. 4 dargestellte Speichereinheit ist so dargestellt, dass sie fünf Relais 55a bis 55e hat, welche anzeigen, dass ein binärer 5-Ziffern-Code verwendet ist, aber es ist natürlich, dass dieses nur für die Zwecke der Darstellung geschieht und dass tatsächlich die Zahl viel grösser sein kann.
In Fig. 5 ist bei den Teilen, die durch die gestrichelte Umfangslinie 60 eingeschlossen sind, angenommen, dass diese einen der Schalter darstellen, etwa den Schalter 12, der dazu dient, eine quadratische Interpolationsvorrichtung zu speisen. Ausserdem zeigen die innerhalb der gestrichelten Umfangslinie 61 eingeschlossenen Teile eine geeignete Konstruktion der entsprechenden quadratischen Interpolationsvorrichtung, beispielsweise der Vorrichtung 13.
Die Vorrichtung 61 enthält in Wirklichkeit zwei Interpolatoren, welche dieselbe Bauart haben. Jeder dieser Interpolatoren enthält einen Autotransformator 62, an dem eine Reihe von Leitern 63a, 63b... an in gleichen Abstand befindlichen Punkten des Autotransformators angezapft sind. Die Leiter führen zu einer Reihe von Kontakten 64a, 64b..., welche, wie dargestellt, in einem Halbkreis angeordnet sind und mit entsprechenden Kontakten des andern Interpolators einen Kontakt bilden, der durch eine Bürste 65 mit einer Geschwindigkeit überstrichen wird, die zu der Drehgeschwindigkeit des Werktisches der Maschine in einem bestimmten Verhältnis steht.
Ausserdem ist eine Reihe von weiteren'Transformatorwick- lungen 66a, 66b..., die untereinander gekoppelt sind, wie dargestellt, in den Leitern der Serien 63a, 63b..., verbunden, wobei diese Wicklungen Windungszahlen haben, die nach einem quadratischen Gesetz gewählt sind. Ein Interpolator hat drei Eingangspunkte, wie dargestellt, mit Verbindung zu den Bürsten 67,68 und 69, die einen Teil des Schalters 60 bilden. Der andere Interpolator hat drei Eingangspunkte, die mit den Bürsten 70,71 und 72 des Schalters 60 verbunden sind. Die Bürsten 67 - 72 des
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scher Folge, in der durch den Pfeil 77 angezeigten Richtung, so dass die Spannungs-Analogen, die in den Speichereinheiten in zyklischer Folge erzeugt werden, an die beiden Interpolatoren gelegt werden.
Die Kontakte 73 und 76 sind in einer ebenen Fläche auf der Zeichnung angeordnet, aber tatsächlich wird der Schalter 60 in der Gestalt eines Trommelschalters sein, so dass die zyklische Betätigung leicht ausgeführt werden kann, wobei die Schaltbürsten so angeordnet sind, dass sie den Abstand zwischen den Mittelpunkten von aufeinanderfolgenden Kontakten, beispielsweise 73 und 74, in der Zeit hinter sich bringen, die durch die Bürste 75 benötigt wird, um einen Halbkreis der Interpolatorkontakte zu durchlaufen.
Anstatt das Ausgangssignal der Interpolatoren direkt von der Bürste 65 zu erhalten, wie in Fig. 5 dargestellt, kann, falls gewünscht, die zwischen benachbarten Kontakten des Interpolators erzeugte Span-
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nung einer linearen Subinterpolation unterworfen werden.
Fig. 6 stellt eine weitere Abwandlung der Anordnung dar, wie sie in Fig. 3 angegeben ist, in der an Stelle der Anordnung, bei der der Fräser 15 aufeinanderfolgende Läufe über den Werktisch 1 ausführt, der Fräser oder der Werktisch dauernd den Fräser im Zick-Zack symmetrisch über den primären Ort 2 hinund hergehen lässt, der. durch die Bezugspunkte festgelegt ist, wie es durch die gestrichelte Linie 2b in Fig. 6 gezeigt ist. Die Tiefe des Schnittes wird durch simultane Interpolation in Richtung des Umfanges und der Achse gesteuert. Geräte, die gemäss Fig. 4 arbeiten. können im allgemeinen ähnlich dem Gerät sein, das in Fig. 3 dargestellt ist.
Es würden indessen zusätzliche Speicher notwendig sein, um Anweisungen zu speichern, die durch Interpolation in einer Richtung erhalten werden, während sie dazu verwendet werden, in der andern Richtung zu interpolieren. Die Umschalter wurden nicht nötig sein, und der Schalter, der 45 entspricht, würde so gesteuert werden, dass er die Ausgangsklemmen der Vorrichtung 26 zyklisch mit einer Geschwindigkeit überstreicht, die zu der Geschwindigkeit des Hin- und Herganges des Fräsers in einer bestimmten Beziehung steht.
Das Arbeitsprinzip, das in Fig. 6 der Zeichnung dargestellt ist, ist besonders dort anwendbar, wo die Ableitungen, die zur Interpolation in der Richtung quer zu dem Orte dienen, explicit auf dem Band 4 aufgezeichnet sind, anstatt implicit in entsprechenden Interpolationsmitteln zu sein. Diese Ausführungform der Erfindung ist in Fig. 7 dargestellt, in der jeder Wert des Radius, der auf dem Band 4 aufge-
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immit dem entsprechenden Wert von r durch einen einzigen Bandleser, der mit dem Bezugszeichen 80 bezeichnet ist, gelesen werden kann.
Das Bezugszeichen 81 in Fig. 4 bezeichnet eine Einrichtung, um Signale zu erhalten, die Werte von r darstellen, welche längs des Ortes interpoliert sind, wobei angenommen ist, dass das Rechteck 81 die Teile enthält, welche durch die Bezugszeichen 10-13 und Pj, P , P ; und P4 in Fig. 2 bezeichnet sind. Der mit 82 bezeichnete Schaltungsteil stellt eine ähnliche Gruppe von
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den Punkten erhalten, für die r durch den Apparat 81 bestimmt ist. Der Ausgang des Apparates 82 wird an eine Multiplikationsvorrichtung 83 gelegt, die irgendeine bekannte Bauart haben kann, und jeder Wert
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periodisch veränderlich ist.
Das Rechteck 84 stellt irgendeine geeignete Form eines Mechanismus dar, um den Fräser in der z-Richtung über eine Entfernung von der Grössenordnung der Steigung des Ortes hinund hergehen zu lassen und die Anordnung ist so getroffen, dass der vorerwähnte Faktor 6 z ein Analog dieser Verschiebung ist. Der Faktor óz kann beispielsweise als Winkelverschiebung der Welle auftreten, welche durch die gestrichelte Linie 85 dargestellt ist und die durch den Mechanismus 84 angetrieben wird, wobei die Anordnung für die Welle 85 so getroffen ist, dass sie den Gleitkontakt eines Autotransformators antreibt, über den die Ausgangsspannung des Gerätes 82 angelegt wird und dass hiedurch die gewünschte Multiplikation ausgeführt wird.
Die Ausgangsspannung der Multiplikationsvorrichtung 83 wird dann zu der Ausgangsspannung des Gerätes 81 in einem Kombinationskreis 87 addiert, der Signale erzeugt, die mit guter Annäherung den Radius von aufeinanderfolgenden, dicht beieinander liegenden Punkten auf den wirklichen durch den Fräser beschriebenen Wert darstellen, welcher durch die gestrichelte Linie 2b in Fig. 6 wiedergegeben ist. In dieser Ausführungsform der Erfindung werden derartige Speicher wie S, T und U und der Interpolator 26 nicht benötigt.
Die Erfindung bezieht sich natürlich nicht nur auf Maschinen, die mit zylindrischen Koordinaten arbeiten, und zum Fräsen von Werkstücken, die keine Rotationskörper sind, können kartesische Koordinaten vorzuziehen sein. Auf diese Weise kann die Oberfläche eines festen Körpers von irgendeiner Form über seine ganze Fläche hinweg bearbeitet werden dadurch, dass man Mittel vorsieht, um in zwei koordinatenrichtungen aus demselben Satz von Anweisungen zu interpolieren. Ein hoher Grad von Genauig- keit kann durch die Interpolation in zwei Koordinatenrichtungen erhalten werden, selbst wenn die Bezugspunkte in weitem Abstand voneinander liegen sowohl in der Richtung des Ortes als auch in der Richtung quer dazu.