<Desc/Clms Page number 1>
Optischer Zeichenmelder zur Anzeige einer Anzahl verschiedener Zeichen
Es sind optische Zeichenmelder bekannt, in welchen eine mit Zeichen versehene Scheibe oder Trom- mel durch eine ferngesteuerte Antriebseinrichtung bewegt wird. Die Trommel oder Scheibe wird dann so gedreht, dass sich das anzuzeigende Zeichen innerhalb einer feststehenden Umgrenzung befindet. Ent- weder wird diese Umgrenzung durch ein Fenster gebildet, wobei die anzuzeigenden Zeichen in diesem Fenster erscheinen, oder der Bereich innerhalb der genannten Umgrenzung wird durch eine Lichtquelle mit Kondensor beleuchtet und durch eine Optik auf eine Mattscheibe geworfen. Im letzten Falle muss die Scheibe oder Trommel undurchsichtig und die Zeichen durchsichtig, z. B. ausgestanzt sein. Solche Zeichenmelder lassen sich grundsätzlich für die Anzeige einer beliebigen Anzahl von Zeichen ausbilden.
Der Umfang und damit der Durchmesser der Scheibe oder Trommel ist ungefähr proportional zur Zeichenzahl. Bei einer Scheibe wächst somit die gesamte Fläche und damit die Masse im Quadrat, die für die Anordnung der Zeichen notwendige Fläche jedoch lediglich linear mit der Zeichenzahl. Mit steigender Zeichenzahl wird deshalb das Gesamtverhältnis zwischen ausgenutzte und nicht ausgenlitzter Scheibenfläche schlechter und die für den Antrieb der Scheibe notwendigen Beschleunigungskräfte grösser.
Ausserdem wird die Einstellzeit der Scheibe länger.
Der Hauptnachteil liegt jedoch in dem für die Scheibe benötigten Platz, wodurch in Anlagen, in welchen aus den angezeigten Zeichen Worte gebildet werden sollen, die Zeichenmelder nicht so nahe beieinander angeordnet werden können, wie dies wünschbar wäre.
Der Platzbedarf kann verkleinert werden, indem Signalträger in irgendeiner Weise hintereinander angeordnet werden, wobei mindestens ein Teil der Signalträger durchbrochene Stellen aufweist, in welchen zeitweilig andere Signalträger erscheinen. Eine solche Anordnung, welche allerdings nur zwei verschiedene Zeichen anzuzeigen gestattet, ist in der deutschen Patentschrift Nr. 283529 beschrieben. Aus der deutschen Patentschrift Nr. 627096 ist es ausserdem bekannt, die Sicht auf Zeichen, welche auf einem unbeweglichen Signalträger angebracht sind, durch eine Kombination von beweglichen durchlöcherten Scheiben zu verdecken oder freizugeben, wobei allerdings keine Platzersparnis erzielt werden kann.
Die Erfindung ermöglicht es, ohne die genannten Nachteile auszukommen. Sie betrifft einen optischen Zeichenmelder zur Anzeige einer Anzahl verschiedener Zeichen. Dieser Zeichenmelder enthält eine Anordnung, durch welche ein bestimmtes Zeichen sichtbar gemacht wird, das Bestandteil einer Zeichenserie ist, welche auf einem drehbaren, aus einer runden Scheibe bestehenden Zeichenträger angeordnet ist und das sich im Bereiche einer bestimmten Stelle befindet.
Dieser Zeichenmelder ist gekennzeichnet durch mindestens zwei Zeichenträger, auf denen voneinander verschiedene Zeichenserien angeordnet sind und deren Zeichen tragende Flächen mindestens im Bereiche der genannten Stelle hintereinander liegen, wobei mindestens einer der genannten Zeichenträger an der Stelle mindestens eines Zeichens ein Loch aufweist, dessen Abmessungen mindestens den Abmessungen der genannten Zeichen entsprechen.
Der erfindungsgemässe Zeichenmelder eignet sich besonders zur Anzeige sämtlicher Buchstaben des Alphabets, wodurch bei Anordnung mehrerer Zeichenmelder in einer Reihe beliebige Worte angezeigt werden können. In der Folge wird als Ausführungsbeispiel der Erfindung ein solcher Zeichenmelder beschieben, bei welchem die anzuzeigenden Buchstaben in Blechscheiben ausgestanzt sind, vom Glühlampenlicht durchstrahlt und mit einer Optik auf eine Mattscheibe geworfen werden. Der Antrieb der
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
<Desc/Clms Page number 3>
Ausser dem beschriebenen Ausführungsbeispiel sind noch verschiedene andere Möglichkeiten zur Verwirklichung des Erfindungsgegenstandes vorhanden. Der erfindungsgemässe Zeichenmelder kann auch zur Anzeige von Zeichen ohne Projektion verwendet werden. In diesem Falle ist das Loch in der hinteren Scheibe nicht notwendig. Ausserdem ist die Zahl der verwendeten Scheiben oder Trommeln nicht auf zwei beschränkt. Es sind ferner ohne weiteres auch Lösungen denkbar, bei welchen die Scheiben nicht konzentrisch angeordnet sind, sondern sich lediglich an einem Ort Uberschneiden. Auch in einem solchen Falle kann gegenüber der Verwendung einer einzigen grossen Scheibe ein platzmuiger Vorteil liegen, indem sich auch bei einer solchen Ausführung die kleinste Ausdehnung des Zeichenmeldersnachdem Scheibendurchmesser richtet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Optischer Zeichenmelder zur Anzeige einer Anzahl verschiedener Zeichen, enthaltend eine Anordnung, durch welche ein bestimmtes Zeichen sichtbar gemacht wird, das Bestandteil einer Zeichenserie ist, welche auf einem drehbaren, aus einer runden Scheibe bestehenden Zeichenträger angeordnet ist und das sich im Bereiche einer bestimmten Stelle befindet, gekennzeichnet durch mindestens zwei Zeichentriger (4), auf denen voneinander verschiedene Zeichenserien angeordnet sind und deren Zeichen tragende Flächen mindestens im Bereiche der genannten Stelle (18) hintereinanderliegen, wobei mindestens einer dieser Zeichentriger (4) an der Stelle mindestens eines Zeichens ein Loch (19) aufweist, dessen Abmessungen mindestens den Abmessungen der genannten Zeichen entsprechen.