AT209468B - Feuerungseinrichtung für Dampferzeuger mit mechanischer Rost- und Kohlenstaubfeuerung - Google Patents

Feuerungseinrichtung für Dampferzeuger mit mechanischer Rost- und Kohlenstaubfeuerung

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AT209468B AT118157A AT118157A AT209468B AT 209468 B AT209468 B AT 209468B AT 118157 A AT118157 A AT 118157A AT 118157 A AT118157 A AT 118157A AT 209468 B AT209468 B AT 209468B
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  Feuerungseinrichtung für Dampferzeuger mit mechanischer Rost- und
Kohlenstaubfeuerung 
Die Erfindung betrifft eine Feuerungseinrichtung für Dampferzeuger mit mechanischer Rost- und Koh- lenstaubfeuerung, bei welcher die Kohle in an sich   bekannter Weise einem Sortierrohr   zugeführt, die aus dem Sortierrohr entweichende einstückige Kohlenmenge in einer Kohlenstaubmühle mit Ventilatorwir- kung gemahlen und durch die Ventilatorwirkung der Kohlenstaubmühle über Kohlenstaubbrenner in den
Feuerraum eines Dampferzeugers unmittelbar eingeblasen wird. 



   Es ist bekannt, dass jüngstens in vielen Dampferzeugeranlagen Kohle von erheblich höherem Wassergehalt verfeuert wird, als der beim Entwurf der betreffenden Feuerungseinrichtung vorgesehene Feuchtigkeitsgehalt war. Der erhöhte Wassergehalt verursacht bei mechanischen Rostfeuerungen Zündungsschwierigkeiten. Die Kohle zündet nicht unmittelbar hinter dem   Schichtstärkenregler,   sondern an erheblich rückwärtsliegenden Stellen. Es kann sogar vorkommen, dass das Feuer den Rost verlässt und erlischt. Zwecks Be-   kämpfung dieser Zündschwierigkeiten   ist bereits vorgeschlagen worden. Zusatzfeuerungen anzuordnen, die zunächst mit Masut, sodann auch mit   Kohlenstaub   betrieben worden sind. Es wird dabei ein Teil der Kohle in einer Ventilatormühle vermahlen und in den Feuerraum der Feuerungseinrichtung eingeblasen. 



   Eine weitere Schwierigkeit tritt dadurch auf, dass die neuzeitlichen Bergbauverfahren eine Kohle mit stetig ansteigendem Staubanteil liefern,   d. h.   der Anteil an feinkörniger Kohle mit einer   Korngrösse   von unterhalb 5 mm immer grösser wird. Der Strömungswiderstand der Kohlenschicht auf dem Rost wird durch den Kohlenstaubgehalt erheblich erhöht. Ausserdem ist der Staub in der Kohle nicht gleichmässig verteilte so dass die Kohlenschicht ungleichmässig durch die Verbrennungsluft durchblasen wird, wobei in ihr Krater gebildet werden. Hiedurch tritt eine starke Abnahme der Leistung und des Wirkungsgrades der Feuerunganlage auf. 



   Die vorliegende Erfindung bezweckt die Schaffung einer Feuerungseinrichtung für Dampferzeuger mit mechanischer Rost- und Kohlenstaubfeuerung der obenbeschriebenen Art, wobei jedoch die Abnahme der Leistung und des Wirkungsgrades vermieden wird. Die Erfindung besteht darin, dass die   Kohlenstaubmüble   mit dem Sortierrohr in Reihe geschaltet ist. 



   Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung soll an Hand der beiliegenden schematischen Zeichnung erörtert werden. Die Kohle wird aus dem Bunker 1 durch die Förderschnecke 2 in das Sortierrohr 3 gefördert, in welchem heisse Rauchgase aufwärtsströmen. Die strömenden heissen Rauchgase reissen die kleinen Kohlenkörper, den "Staub" mit und tragen sie in die Kohlenmühle 4, die sie fein vermahlt und zugleich die nö-   tige Ventilationsarbeit leistet ;   sie saugt die Rauchgase durch die Leitung 5 aus dem Feuerraum des Kessels und drückt diese samt dem feinvermahlenen Kohlenstaub durch die Leitung 6 direkt in die Brenner. Eine Zwischenbunkerung des Kohlenstaubes wird also auf diese Weise vermieden. Dadurch wird die Anlage wesentlich vereinfacht. Auch die Gefahr einer Staubexplosion wird dadurch beseitigt.

   Der Energiebedarf der Staubabscheider (Ventilationsarbeit) wird erspart. Im Sortierrohr 3 fallen diejenigen grösseren Kohlenkörner, die durch die strömenden Rauchgase nicht nach oben befördert werden, hinunter in das Gefäss 7 und durch dessen konischen Boden in das Zellenrad 8 (rotierende Schleuse), durch welches sie in den Trichter der Rostfeuerung 9 fallen. Auf diese Weise erhält die Rostfeuerung staubfreie Kohle, der Staub (die kleinen Körner) werden hingegen durch die Ventilator-Mühle fein vermahlt als Zusatzfeuerung in den Brennraum eingeblasen. 



   Da die Zusatzfeuerung nur einen gewissen Anteil der zu verfeuernden Kohlenmenge zu verbrauchen vermag, der Staubgehalt der Kohle jedoch veränderlich ist, muss die für die Trennung massgebliche Korn- 

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Worten, dass auseinervermahlen werden   müssen,   wogegen aus einer Kohle mit kleinem Staubgehalt die Körner von 0 bis3 oder 4 mm. Sinkt also der Staubgehalt der Kohle, so muss die   Korngrossengrenze   von 1,5 auf   3 - 4   mm verändert werden. Diese Änderung wird durchgeführt indem die Strömungsgeschwindigkeit der Rauchgase im Sortierrohr 3 entsprechend gesteigert wird.

   Diese Änderung kann durch die Betätigung einer Drossel- klappe, die in einem geeigneten Punkt der Rauchgas-Rohrleitungen angeordnet ist, erfolgen, viel zweck- mässiger jedoch durch eine Drosselklappe 11, die in einer dem Sortierrohr 3 parallel geschalteten Umgehungsleitung 10 angeordnet ist. Wird die Klappe 11 geschlossen, dann strömt weniger Rauchgas durch die Umgehungsleitung 10, mehr Rauchgas durch das Sortierrohr 3, wodurch die rascher strömenden Rauchgase auch grössere Körner mit sich nehmen. Die Umgehungsleitung ist erforderlich, da die durch die Mühle strömende Gasmenge nur in engen Grenzen verändert werden kann, ansonst die Mühle nicht richtig funktioniert, die durch das Sortierrohr strömende Gasmenge hingegen-entsprechend dem stark veränderlichen Staubgehalt der Kohle - in weiten Grenzen verändert werden muss. 



   Aus Sicherheitsgründen darf die Temperatur des Rauchgases in der Leitung 6 nicht mehr als 1000 C betragen, da sonst Explosionsgefahr auftritt. Durch die Klappe 12 kann kalte Luft zu den heissen Rauchgasen gemischt werden und auf diese Weise kann die Temperatur der Rauchgase in der Leitung 6 auf den erforderlichen niedrigen Betrag geregelt werden. 



   Die an Hand der Zeichnung dargestellte Lösung kann nicht nur für Zusatzfeuerung verwendet werden, sondern auch bei sogenannten kombinierten Feuerungen, bei welchen ein erheblicher Anteil der Leistung, eventuell mehr als die Hälfte, durch Kohlenstaubbrenner aufgebracht wird und der Rest durch eine im unteren Teil der Brennkammer angeordnete mechanische Rostfeuerung. Der Feuerraum derartiger Kessel wird ähnlich den rein durch Kohlenstaub befeuerten Kesseln ausgebildet ; hoher, durch Siederohre stark gekühlter Feuerraum, Eckenbrenner, usw. Da bei solchen kombinierten Feuerungen bloss die Hälfte der Leistung oder noch weniger durch die Rostfeuerung aufgebracht wird, muss   die Korngrössengrenze recht hoch,     4 - 5   mm oder noch   höher. eingestellt werden.   



   Unter Kohlenstaubmühle wird in der Beschreibung und den Ansprüchen entweder eine Ventilatormühle oder eine andere Art von Mühlen, z. B. Mühlen mit rotierenden Tellern und feststehenden Rollen oder Kugelmühlen. usw. verstanden, da derartige Mühlen bei Kohlenstaubfeuerungen zwecks Erreichung einer genügenden Ventilatorwirkung in der Regel immer mit einem Kohlenstaubventilator ausgestattet sind. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Feuerungseinrichtung für Dampferzeuger mit mechanischer Rost- und Kohlenstaubfeuerung, bei welcher die Kohle einem Sortierrohr zugeführt, die aus dem Sortierrohr entweichende einstückige Kohlenmenge in einer   Kohlenstaubmühle   mit Ventilationswirkung gemahlen und durch die Ventilationswirkung der Kohlenstaubmühle über Kohlenstaubbrenner in den Feuerraum eines Dampferzeugers unmittelbar eingeblasen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die   Kohlenstaubmühle   mit dem Sortierrohr in Reihe geschaltet ist. 



   2. Feuerungseinrichtung   nachAnspruch l,   dadurch gekennzeichnet, dass die Saugleitung der Ventilatormühle unmittelbar mit dem oberen Teile des Sortierrohres verbunden ist.

Claims (1)

  1. 3. Feuerungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbrennungsgase durch den Saugdruck der Ventilatormühle durch das Sortierrohr hindurch befördert werden.
    4. Feuerungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zum Sortierrohr eine Umgehungsleitung geschaltet und in letztere einRegelorganveränderlichenÖffnungs- querschnittes (Klappe, Ventil, Schieber usw.) eingeschaltet ist.
    5. Feuerungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis4, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rohrleitung, die die Anzapfung des Brennraumes (Gasentnahmeöffnung) mit dem Soltierrohr verbindet und an der Anschlussstelle zwischen der das Sortierrohr mit der Kolüenmühle verbindenden Rohrleitung und der Kohlenmühle eine mit dem Regelorgan veränderlichen Öffnungsquerschnittes abschliessbare Öffnung, die in dem Luftraum mündet, angebracht ist.
AT118157A 1957-02-21 1957-02-21 Feuerungseinrichtung für Dampferzeuger mit mechanischer Rost- und Kohlenstaubfeuerung AT209468B (de)

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