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Ofenbaustein Die Erfindung bezieht sich auf einen Ofenbaustein zur Herstellung der Wände und Dächer von Industrieöfen und insbesondere auf solche, bei denen feuerfeste Bausteine in einer Metallhülle eingeschlossen sind.
Es ist allgemein üblich, die Seitenflächen basischer, feuerfester Bausteine mit einer dünnen Hülle aus einem Metallblech zu ummanteln, die oxydiert, wenn der Ofen in Betrieb genommen wird, wobei die Bausteine miteinander verbundcn werden. Im allgemeinen weisen derartige Hüllen offene Endflächen auf, in manchen Fällen sind jedoch Flansche an den Enden vorgesehen, die an den Endflächen des Bausteines umgebogen sind.
Derartige Flansche an der Unterseite von schwebend angeordneten Bausteinen können unter Umständen so heiss werden, dass sie sich senken unJ keine Stützen für den Baustein bilden. In diesen Fällen oder dann, wenn die Hülle keine Endflächen besitzt, kann ein abgebrochenes Stück aus der Hülle herausgleiten, und es bleibt dabei eine dünne Stelle im Dach des Ofens an jenem Ort zurück. Trotz einer guten Befestigung der Hüllen an den Bausteinen hat man bemerkt, dass abgespaltene Stücke oder auch ganze Bausteine aus der Hülle beim Anfassen herausgleiten und dem Arbeiter auf den Fuss fallen können.
Die Erhöhung der Leistungsfähigkeit von Industrieöfen erfordert eine möglichst rasche Erhitzung der Ofenbausteine. Häufig vertragen aber die Steine diese Behandlung nicht, o dass ihre Enden infolge der plötzlichen Erwärmung Scha- den leiden. Dieser Nachteil tritt nicht auf, wenn der feuerfeste Stein richtig gebrannt wird, da die aus den Steinen gebildeten Wand- oder Dachteile dann als homogener Körper wirken. Bei der anfänglichen Erwärmung jedoch verhält sich jeder Formstein wie eine kleine einzelne Einheit.
Ziel der Erfindung list die Schaffung eines Ofenbausteines, bestehend aus einem feuerfesten Stein in einer Metallhülle, welche die Steinseitenflächen abdeckt und aus welcher der ummantelte Stein nicht herausfallen kann. Die Hülle ist e ; n schützendes Metallblech, das die sehr grossen Temperaturänderungen vom Baustein abhält.
Der erfindungsgemässe Stein ist dadurch gekennzeichnet, dass sich ein Metallbügel über eine Endfläche des Steines und ein kurzes Stück entlang der Steinseitenflächen erstreckt und seine Endteile an der Hülle befestigt sind.
Zweckmässig ist es, dass die Metallhülle aus zwei U-förmigen Metallteilen mit sich überlappenden Seitenflanschen besteht und der Metallbügel teilweise zwischen den sich überlappenden Flanschen liegt, wobei vorzugsweise die Endteile des Bügels mit der Hülle verschweisst sind.
Aus der österr. Patentschrift Nr. 181554 ist ein Ofenbaustein bekannt, der aus einem feuerfesten Stein in einer Metallhülle besteht, welche die Steinseitenflächen abdeckt ; bei diesem Baustein ist jedoch kein Metallbügel am Steinende vorgesehen.
Um den Stein und die Hülle zusammenzuhalten, sind am dem Metall Zungen herausgebogen, die sich ins Steininnere erstrecken.
An Hand einer bevorzugten Ausführungsform wird die Erfindung an einigen Figuren erläutert.
Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht des Ofenbausteines. Die Fig. 2 und 3 sind lotrechte Schnitte längs der Linien lI-lI bzw. III-III der Fig. 1 in verkleinertem Massstab.
Wie in den Figuren zu sehen ist, ist ein basischer, feuerfester Baustein 1, der aufrecht steht, wenn er hängend als Teil eines Ofendaches eingebaut wird, in der Nähe seines oberen Endes mit einer seitlichen Vertiefung 2 zur Aufnahme des Steges und Fusses eines (nicht gezeigt) Hängeeisens versehen. Der Baustein kann, wie dargestellt, aus einem einzigen Stück oder aus zwei oder mehreren Stücken bestehen, die durch lotrechte Ebenen voneinander getrennt sind. Im letzteren Fall werden die einzelnen Teile im allgemeinen durch eine Metallplatte voneinander getrennt (USA-Patentschrift Nr. 2, 465, 170). Gleichgültig ob der Baustein aus einem oder mehreren Teilen hergestellt ist, stehen mindestens drei seiner Seiten mit einer Blechhülle in Berührung.
Am besten umschliesst die Hülle den Baustein ringsherum und wird aus zwei U-förmigen Metallstücken 3 und 4 zusammengesetzt, deren Seitenflansche sich an gegenüberliegenden Seitenflä-
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chen, des Bausteines übedappen. Derartige Metallstücke werden fertig auf einen zuvor hergestellten Baustein aufgebracht ; oder es kann auch ein Baustein in den einen Metallteil eingeformt und danach der andere aufgesetzt werden.
Um den Baustein oder ein Bruchstück desselben daran zu hindern, am Ende der Hülle zufällig herauszugleiten, wird, nachdem die Hülle und der Baustein zusammengefügt sind, ein Metallbügel 6 an beiden Enden der Hülle befestigt. Beide Bügel bestehen aus einem U-förmigen Mctallstreifen, der quer über eine Endfläche des Bausteines und dann ein kurzes Stück senkrecht an den gegenüberliegenden Seiten des Blockes verläuft. Die senkrechten Endabschnitte des Bügels sind an den Seitenflächen der Hülle angeschlossen, gleichgültig ob die Hülle aus einem oder aus zwei Unförmigen Teilen besteht. Wenn der Baustein oben mit einer Vertiefung 2 für das Hängeeisen versehen ist, wird der obere Bügel so schmal gemacht, dass er zwischen Vertiefung und Gegenkante des Bausteines einpasst.
Wenn man nicnt Bügel unterschiedlicher Grösse benutzen will, kann der untere Bügel in derselben Breite wie der obere hergestellt werden. Eine sehr bequeme Art, die Bügel zu befestigen, besteht darin, ihre Enden zwischen sich überlappenden Seitenflanschen der Hülle einzuschieben und'die Flansche mit den Bügeln örtlich zu verschweissen, etwa an der Stelle 17 in Fig. 1. Eine derartige Schweissstelle hält die Bügel und gleichzeitig auch die beiden Hälften der Hülle zusammen. Die Bügel bilden dann die Abschlussflächen für die Hülle und machen ein Herausgleiten des Bausteines unmöglich. Man kann jedoch die Bügel je nach Wunsch auf irgendeine andere Weise befestigen, z. B. mit einem Klebemittel oder einem Riegel.
In gewissen Fällen kann es sein, dass der obere Bügel nicht nötig ist und weggelassen werden kann. Wenn der Baustein aus zwei Teilen besteht, die von einer lotrechten Me- taUplatte getrennt sind, braucht man ausser den Bügeln keine weiteren Hilfsmittel zum Halten der Platte zwischen beiden Teilen.
Die Hülle oxydiert, wenn sie im Ofen erhitzt wird und bindet dadurch die Steine. Es ist jedoch nicht notwendig, dass auch die Bügel oxydieren ; 3hre Oxydation kann sogar in einigen Fällen unerwünscht sein, da sie dabei zu schwach werden, um die Bausteine zu tragen. In solchen Fällen überzieht man die Bügel vorerst mit einem geeigneten, die Oxydation verhindernden Stoff, damit die Bügel nicht schnell abbrennen. Die Halt- barkeit der Bügel hängt von ihren metallischen Eigenschaften und weniger von ihrer Umwandlung in Oxyde. ab. Diesem Zweck dienende Schutz- überzüge sind bekannt. Sie können aus feuerfesten Oxyden, z. B. Magnesia, Berryllumoxyd, Tonerde, Zirkonerde und Siliziumdioxyd bestehen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Ofenbaustein, bestehend aus einem feuerfesten Stein in einer Metallhülle, welche die Steinseitenflächen abdeckt, dadurch gekennzeichnet, dass sich ein MetalLbügel über eine Endfläche des Steines und ein kurzes Stück entlang der Steinseitenflächen erstreckt und seine Endteile an der Hülle befestigt sind.